Aufgrund des großen Erfolges bei den Lesern traf sich unser Lieblingstrio erneut zum Schmäh.
Tatar: Na, jetzt ham's wieda olle an Trainer – und Rapid steht ganz oben. Zwei Spiele, sechs Punkte. Das hätt' man nach der Vorsaison auch net unbedingt erwartet.
Falco: Zwei Siege, zehn Tore. Rapid ist plötzlich sexy.
Meersdonk: Und Grödig hat sechs Stück kassiert. Das ist kein besonders guter Start.
Tatar: Vor allem nach den 96 Toren in der letzten Saison. Aber i würd Grödig noch net abschreiben. Henk Groot hat mit 61,7 TK sogar den zweithöchsten Wert der Liga.
Falco: Wacker dagegen: null Punkte, null Tore, acht Gegentore. Der Vizemeister ist Tabellenletzter. Das ist schon fast dadaistisch.
Meersdonk: Und Austria Wien? Zwei Siege, acht Tore. Die san als Letzter gestartet und stehen jetzt auf Platz zwei.
Tatar: Ja, des is für mi die erste Überraschung. Vor allem weil's gegen Wacker gleich wieder 4:0 war. Die Austria hat offenbar net vor, sich lange an die neue Saison zu gewöhnen.
Falco: Während
Salzburg nach dem 4:2 gegen Austria Wien immerhin den ersten Dreier hat. Danach aber 0:3 gegen Wolfsberg. Auch nicht gerade Konstanz.
Tatar: Und Sturm? Meister und schon eine Niederlage. Aber vier Tore gegen Wacker und fünf gegen Ried. Langweilig wird's bei denen jedenfalls nicht.
Meersdonk: Das 4:5 gegen Ried war schon ein Ding.
Tatar: Ja. Dr. Calakmul hat dem Froggelmeister ordentlich die Medizin verschrieben. Aber drei Punkte gegen Grödig, und Sturm is sofort wieder mitten drin.
Falco: Und Rapid?
Tatar: Na, die dürfen jetzt kurz genießen. Der Herr Karl hat ja selber gesagt: Solche Wellen san selten von Dauer.
Meersdonk: Aber sechs Punkte sind sechs Punkte.
Tatar: Genau. Und deswegen sag i: Noch is nix entschieden. Aber Rapid und die Austria haben den Favoriten schon einmal gezeigt, dass sie da sind. Und wenn Wacker net bald aufwacht, wird aus dem Vizemeister ganz schnell ein Abstiegskandidat.
Falco: Österreich hat nach zwei Spieltagen jedenfalls schon mehr Drama als andere Ligen nach einer ganzen Saison.
Vierzehn statt zwölf Vereine. Die neue Zeitrechnung ist also offiziell angebrochen. Nicht restlos begeistert ist man allerdings von einem Detail: Drei Klubs stehen bislang ohne Trainer da. Zombie-Vereine, gesteuert von wem auch immer.
Zum Auftakt selbst: Ein 2:2 auswärts bei Huracán Buceo, solide, aber ohne Glanz. Rampla findet sich vorerst im gesicherten Mittelfeld wieder, Rang sechs. Für einen ersten Spieltag: kein Grund zur Sorge, aber auch keiner zum Jubeln. Immerhin: Bei vierzehn Vereinen gibt es jetzt auch mehr Platz zum Verstecken.
Zwei Spiele, zwei Siege. Da darf man kurz den Hut ziehen. Vor der eigenen Mannschaft, wohlgemerkt. Man erinnert sich ja noch gut an die Vorsaison. Da ist man am unteren Ende der Tabelle herumgegrundelt, mit dieser miefigen Kellerluft. Und jetzt: frische Luft, ganz oben. Ob man sich daran gewöhnen darf, wird sich zeigen. Der Herr Karl jedenfalls hat gelernt, dass solche Wellen selten von Dauer sind. Er ist froh, dass seine Mannschaft beide Spiele für sich entschieden hat. Mehr Zufriedenheit erlaubt sich der Herr Karl an dieser Stelle nicht.
Der Tlaxcala FC lernt gerade, wie sich die höchste mexikanische Liga anfühlt. Eine Gebrauchsanweisung wurde beim Aufstieg offenbar nicht mitgeliefert.
Bei den Cobras gab es zum Auftakt ein 0:3 und damit die erste Lektion gratis dazu. Im ersten Heimspiel gegen Atlante sah die Sache schon freundlicher aus: 1:0, drei Punkte und erstmals Grund zur Annahme, dass Tlaxcala vielleicht doch nicht nur zum Besichtigen der
Stadien angereist ist.
Trainer Juan Ladrón blieb anschließend auffallend ruhig. Auf die Frage, was man aus den ersten beiden Spielen gelernt habe, soll er kurz überlegt und geantwortet haben: „Dass die Tabelle nach zwei Spielen noch gar keine Aussagekraft hat."
Für grosse Schlagzeilen ist es also noch zu früh. Für ein erstes zufriedenes Grinsen in Tlaxcala aber offenbar nicht.
Die Terrasse, eine Woche später. Der Nachbar drückt einen Feuchtigkeitsmesser in den Rollrasen.
«Trocken.»
«Vier Gegentore. Kein eigenes.» «Ich meinte den Boden.»
Nouri hatte vorsichtig beginnen wollen. Heraus kamen ein 0:3 in St. Gallen und ein 0:1 in La Chaux-de-Fonds. Zwei Auswärtsspiele, zwei verpasste Chancen. Der Meister verlor direkt danach in Basel. Beim neuen Tabellenführer hätte schon ein eigenes Tor gereicht, um etwas mitzunehmen. GC probierte es nicht einmal.
Der Nachbar öffnet die
Regentonne. «Voll.»
Auch das Torkonto ist gut gefüllt. GC ist trotzdem Letzter. Das Wassersparen hat wenigstens funktioniert.
Nun kommt Basel. Herbie begann mit einem 0:4 in Aarau und schlug anschliessend St. Gallen. Nouri wird deshalb nicht gleich den ganzen Vorrat ausschütten. Die Saison ist noch lang.
Wichtiger wird Luzern. Sechs Gegentore, kein eigenes, ein Punkt. Dort soll der erste Auswärtssieg her. Nach letzter Woche klingt selbst das bereits nach Mut.
Der Nachbar zieht das Messgerät heraus. «Der Rasen kommt wieder.»
«Und GC?» «Dafür habe ich kein Messgerät.»
City Sharks - Der erste Spieltag in der zweiten Liga Südafrikas ist gemacht. Aber was ist das? Die City Sharks sind nach nur einem Spiel der Saison auf Rang EINS! Meister, Aufsteiger, alles Scheiß egal. Und dazu noch frisch rasiert. Sweeney Todd hat geliefert und verlangt 27,95. Frechheit. Die 95 Cent sind für einen Düsseldorfer vollkommen in Ordnung, aber das muss 18,95 heißen. Ich runde gerne
Trinkgeldmäßig auf. Also ich zahle 18,95 und mit Trinkgeld dann 27,95. Vor allem, wenn man für die Pflaster noch extra zahlen muss. Frisch rasiert geht es gegen die Orlando Pirates, Rang 9 und dessen Trainer, wo man sich unsicher ist, ob man dessen Name, Nigga Kane, aussprechen darf. Nach dem eigenen Sahne Start trifft man auf das einzige Team, welches den Start richtig verkackt hat. Willkommen in Südafrika.
Tacuarembo - Zahlreiche Glückwunsche zur Meisterschaft erreichten den Totengräber und man ging verheißungsvoll in die erste Heimspielpartie der Saison. Und dann? Der Vizemeister, den man am letzten Spieltag noch bezwang und gegen den man den Titel holte, fertig einen mit 3:4 zu Hause ab. Platz 10, negatives Torverhältnis, trotz Meister nicht mehr das höchste TK und ein blaues Auge. Das alles nach dem ersten Spieltag. Uruguay ist kein Kinderparadies. Dennoch freuen wir uns, dass Harry Haller weiterhin die Kolumne schreibt und veröffentlicht. Ich bin definitiv ein Fan!
GRAZ. Der Saisonauftakt des amtierenden Meisters SK Sturm Graz hatte wirklich alles zu bieten, was das Fußballherzerl begehrt! Zum Auftakt gab es in der heimischen Arena eine Demonstration der Stärke: Mit einem souveränen 4:0-Erfolg gegen den FC Wacker Innsbruck setzte das Team von Trainer Froggelmeister ein erstes Ausrufezeichen und unterstrich seine Ambitionen.
Doch dass der Meistertitel keine Freikarte für Spaziergänge ist, folgte auf dem Fuß. In einer denkwürdigen Regenschlacht und einem echten Offensiv-Spektakel gegen SV Ried zog Sturm am Ende dramatisch mit 4:5 den Kürzeren. Ein Spiel für die Geschichtsbücher, aber eben auch ein dicker Dämpfer, der zeigt: In dieser Liga darfst du dir keine Sekunde Pause gönnen!
„Das 4:5 hat wehgetan, keine Frage. Dr. Calakmul hatte einfach immer die richtige Medizin griffbereit. Im Rückspiel testen wir den Herrn Doktor aber nochmal gründlich auf Herz und Nieren“, so der Froggelmeister
nach dem wilden Ritt. "Die Liga ist eng und Ried hat uns knallhart aufgezeigt, wo wir nachschärfen müssen. Wer glaubt, wir marschieren hier einfach so durch, liegt gewaltig falsch. Wir müssen uns jeden Punkt hart erarbeiten.“
Und die nächsten Aufgaben haben es wieder in sich: Als Nächstes wartet das Heimspiel gegen SV Grödig und Erfolgs-Coach Henk Groot. "Da werden wir alles raushauen was möglich ist" gab Froggy am Rande zu Protokoll, schließlich will man vor den eigenen Fans wiedergutmachen, was in Ried liegen geblieben ist. Und gleich danach geht es auswärts in die Wiener Neustadt unter der Regie von derwahreroi.
Zwei absolute Gradmesser, auf die sich die Grazer mit viel Respekt, aber breiter Brust vorbereiten. "Hoffen wir mal, dass derwahreroi eher in seine Kolumne vertieft ist, so dass wir dort 3 Punkte abgreifen können" so der frogman. Die Devise in Graz bleibt klar: Mund abwischen, Ärmel hochkrempeln und den Kampf annehmen!
In einer Stunde geht es in den Urlaub los und da müssen wir leider uns noch kurz ein Artikelchen aus den Rippen leiern. Ich weiß, dass ist nicht die feine englische Art und wird mir sicherlich erneut zu keiner Nominierung für den Zeitungsschreiber der Saison verhelfen. Aber ganz ehrlich? 0,3 TK sind 0,3 TK. Kaum verständlich, wie andere Trainer ohne Zeitungsbonus auskommen. Aber vielleicht sind das auch einfach bessere Copa-Spieler. Sorry, ich bin so mies, ich brauch die zusätzlichen 4,2 TK pro Saison. Und ich schäm mich ein bisschen für diesen Mist hier.
Ja, ich muss euch leider enttäuschen, das hier ist kein Artikel von fubini, dessen Markenzeichen diese raffinierten Überschriften sind. Nein nein, das ist ein verzweifelter Versuch von Massai Uno ein bisschen TK zusammenzukratzen.
Und mit welchem Recht? Mit keinem. Aber so ist es nun mal. Irgendwie muss in der Kürze der Zeit dann trotzdem das TK her. Workation gibt es bei City of Lusaka noch nicht, das heißt nächste Woche ist der Co-Trainer hier am Start. Sein Name? “Die linke Hand” Mit der rechten lief’s hier ja nicht so gut, vielleicht hat der Bruder mehr Erfolg hier wenn Uno im Urlaub ist. Und vielleicht bleibt er ja auch länger hier. Schließlich haben wir hier ja auch KI-Trainer.
P: Name?
B: Bango, San. Wissen Sie, das San kommt eigenltich nach dem Bango, aber das checkt hier einfach niemand. P macht sich Notizen.
P: Verstehe, verstehe. Erzählen Sie doch mal warum Sie hier sind.
B: Na ja, das wüsste ich auch mal gerne. Ich dachte, ich habe ein Gewinnspiel gewonnen? Das haben mir zumindest meine Kollegen gesagt, dass ich deshalb hier bin.
P: Hmm ja, ihre Kollegen haben vielleicht nicht unbedingt die Wahrheit gesagt. Sie sind hier weil man denkt, dass Sie einige, sagen wir mal, Schwierigkeiten derzeit im Umgang mit ihren Peers haben.
B: Warum denn das? Ich hab doch nichts gemacht? P macht sich weitere Notizen.
P: Sagt Ihnen Don Hernan etwas?
B: Sie meinen diesen daher gelaufenen tasmanischen Teufel, der nun denkt er wäre ein italienischer Wallach? Dass ich nicht lache.
P: Spricht man so über Kollegen?
B: Ist mir doch scheißegal! Was soll denn dieser ganze woke Quatsch
hier?
P: Das hat nichts mit Wokeness sondern mit Respekt zu tun.
B: Das kommt wahrscheinlich wieder von diesem verrückten Kubaner! Seitdem er wieder hier ist, geht’s nur noch bergab. P macht sich noch mehr Notizen.
B: Oder war’s diese Neinsagernulpe? Ich könnte wetten, dass sein Doktortitel nicht mal echt ist.
P: Sie sollten sich wirklich beruhigen.
B: Wahrscheinlich stecken Sie mit dieser bertrügerischen Krabbe unter einer Decke! Das Blatt unter Ps Kugelschreiber beginnt schon zu glühen.
P: Bitte werden Sie nicht unverschämt.
B: Sie haben Recht, das hat wirklich niemand verdient. Wissen Sie was, ich starte meine Schlagerkarriere! San Bango und die Lobanowski Boys here I come! Lobanowski ich mach dich stolz! P schaut erstaunt und greift nach dem Telefon. Während San Bango sich weiter in Rage redet, bemerkt er nicht, wie plötzlich zwei Wärter kommen und ihn wegzerren.
So geht also der erste Spieltag in der Veikkausliiga zu Ende. Und er hat etwas sehr angenehmes an sich: genau diese Begegnung wird es in dieser Konstellation nicht mehr geben. Ja klar, in der Rückrunde trifft AC Oulu daheim auf Allianssi Vantaa, aber nicht mehr aufwärts. Endlich sind die Doppelspieltage vorbei und wir sind hier alle sehr dankar.
Ganz ehrlich: wer erträgt es schon viermal in einer Saison sich mit dem gleichen Gegner zu beschäftigen? Viermal HJK Helsinki ist schon mehr als genug, es reicht. Ein kleiner Haken hat die ganze Sache dann doch: Archiebald M und Andi von Hideta sind auf anderen Kontinenten auch in den gleichen Ligen unterwegs, also sieht man sich hier schon viermal. Das war’s dann aber auch bitte wieder.
Eine berechtigte Frage, bei einem Saisonstart in der Urlaubshochsaison. Aber die Zeitung ist schon recht voll. Der unglückliche QBat, der nicht rechnen kann und daher von seinem Meistertitel tatsächlich überrascht war. So sehr, dass er im letzten Artikel noch einmal auf die TEST Saison verwies und seine Lorbeeren kleiner machte. Microfenris hat auch schon seine Windel beschurzt. Sogar W ist da. Und auch der heutige Gegner von den Tauben aus der Hauptstadt. Also kein esay win, haben die Eisenbahner ob des von vielen gescholtenen Heim 0:0 in der letzten Saison eine Scharte auszuwetzen.
Davin betrachtet unverwandt die kleine Pillendose auf dem Tisch. Ohne Inhalt. Ganz so wie seine Seele, jedweder Substanz beraubt. Er zuckt mit den Schultern, taucht seinen Finger in das kleine Rinnsal Blut, welches ihm aus der Nase über die Lippen läuft und verfasst einen neuen Tagebucheintrag direkt auf dem Tisch:
„Krisensitzung mit dem Vorstand beim Nobelitaliener in der Stadt. Wir bewundern den auf Vereinskosten erworbenen Bentley des jeweils anderen, bevor wir dem Valet Service beide einen Tausender aus der Clubkasse zustecken.
Hawke’s Bay ist pleite! Wir können nicht verstehen, wie das geschehen konnte. Die Schuldigen sind schnell ausgemacht. Es sind die Spieler! Undankbare Hurensöhne! Wollen Geld für ihre Dienste. Doch damit ist Schluss. Fortan
werden die Herrschaften für das Privileg bezahlen, unser Trikot tragen zu dürfen.
Schlug vor, die Spielerfrauen anschaffen zu schicken. Vorstand zeigte mir ihre Fotos. Habe den Vorschlag umgehend zurückgezogen. Stattdessen läuft jetzt unser Goalkeeper für uns. Der hat letzte Saison soviel Tore geschluckt , er dürfte auf der Straße kein Problem haben!
Zum Abschluss vom Transferbudget einige Escorts für mich und den Vorstand bezahlt. Müssen die Jungs nächste Saison halt zu neunt spielen.
Finanzielle Probleme gelöst und dabei sauber geblieben; wir sind Genies. Muss weiter, halte einen Vortrag an der Uni für die Leader of Tomorrow. Thema:Integrität und Moral im Bussiness:Gelebte Verantwortung.“
*davinselbstzufriedenab
Ich denke, viele der Trainer in der Veikkausliiga sind froh, dass wir keinen Doppelspielplan mehr ausspielen müssen. Das war auch ein Getippe und Getappe. Aber mal sehen, ob wir die volle Veikkausliiga nicht noch vermiesen werden.
Drei vakante Trainerposten sind schon ein Faktor. Wir werden sehen, wie die gewieften Trainer hier in unserer liebsten Lieblingsliga damit umgehen. Wird Mut belohnt, oder setzen einfach alle nur Auswärtsnullen? Sowieso brauche ich noch ein Thema für meine diessaisonige Zeitungsartikel. Ich suche noch nach einem Geistesblitz. Genau wie für den Patenzug. Also jetzt erstmal inhaltsloses Gelaber und die Auswärtsnull. Damit kann man nichts falsch machen. Oder?! Ich