Die Terrasse des Anders Quälixson. Spätnachmittag. Ein leichter Wind. Irgendwo zwitschert ein Vogel, der offensichtlich keine Ahnung hat, wie nah er dem Abgrund war.
Anders lehnt sich zurück, das kühle Glas in der Hand, der goldene Schaum des Porn Star Martini fängt das Sonnenlicht ein wie ein kleines, alkoholisches Wunder.
„Bert."
Bert, der Co-Trainer, sitzt ihm gegenüber und nickt vorsichtig. Er hat gelernt: Wenn Anders ruhig ist, kann das alles bedeuten.
„Wir haben Ajax
geschlagen."
„Ja, Anders."
„Mit 1-0."
„Ja, Anders."
„Und dann Groningen. 4-3. Auswärts."
„Dramatisch, aber ja."
Anders nimmt einen langen Schluck. Schliesst die Augen. Atmet durch die Nase.
„Bert, ich bin ein Genie."
Bert öffnet den Mund. Schliesst ihn wieder. Dann:
„Du hast die ganze Woche gesagt, wir sollen einfach… kicken."
„Genau." Anders tippt sich an die Schläfe. „Taktische Tiefe, die du noch nicht verstehst."
Weichflöte bleibt ruhig:
„Ja, mein Seitenhieb mit der Basisbegabung verbunden mit dem Hinweis auf Lese- und Verstehenskompetenz war unnötig unsachlich, das gebe ich zu.
Auch habe ich durchaus verstanden, dass RB durch Nova ersetzt werden soll, weil dem Trainer die Brause nicht schmeckt. Aber was ändert das an der grundsätzlichen Vorgehensweise, bei der das Geld in den Koffern wichtiger ist als der Sport, bei der die Gewinnmaximierung vor dem sportlichen Erfolg steht?
Ich weiß auch, dass ohne Geld in der Bundesliga nichts mehr geht. Das habe ich auch nie bestritten. Es geht mir darum, dass bei RB und auch bei Nova Company eine Grenze überschritten ist. Der Name ist dabei zweitrangig.
Und die Umbenennung des Vereins als Argument bzw. als Begründung anzuführen (neben dem Brausegeschmack), ist in Anbetracht der Umstände nicht sehr überzeugend.
Was mich irritiert, ist der Vorwurf, ich würde „den freien sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb gegen einen vermeintlich oder tatsächlich illegitimen Eingriff in denselben
durch RB Leipzig verteidigen.“ Mit welchen Worten oder an welcher Stelle habe ich das Vorgehen RBs a) verteidigt oder b) als illegitim bezeichnet?
Ich habe den Prozess als legal, aber fragwürdig dargestellt. Sonst nichts.
Und am Ende eine Parallele zum VfL und Vonovia zu ziehen, ist nicht schlüssig. Ohne finanzstarke Unterstützung durch Sponsoren kann kein Verein konkurrenzfähig sein. Das weiß man in Bochum, bei den Löwen und selbst in Freiburg. Aber es ist ein Unterschied, ob ich meinen Stadionnamen verkaufe oder gleich die gesamte Identität des Vereins.
Ich lasse mich aber gerne von einem sowohl ethisch-moralischen sowie sportlichen Leitbild der Nova Company überzeugen.
Wenn diese Menschen mehr als nur Geldkoffer zum Übernehmen anderer Lizenzen haben, dann ist CopaMundial die richtige Plattform, um die Community von sich zu überzeugen!
Wir sind gespannt auf das nachhaltige Konzept und das Leitbild, mit dem Nova Leipzig das besser macht, was RB nicht gut gemacht hat. Ein bisschen mehr als schlechte Brause wird es sicher sein…
Während in Deutschland noch um die Hodenbullen aus Leipzig gestritten wird, wird in der Schweiz schon gespielt. Doch so richtig in Fahrt gekommen ist die Saison in der Super League noch nicht. Kein Auswärtstor von einem menschlichen Trainer zeigt: Die Schweiz ist neutral.
So neutral, dass man in St. Gallen sogar den Rasen vor einem Sonnenbrand bewahren will und Double B, Bademeister bora, das Geläuf fachmännisch eincremte. Immerhin weiß er, was er tut. Die Frage ist nur: Was ist, wenn das saftige Grün zusätzlich noch bewässert werden muss? Entsteht da nicht eine rutschige Oberfläche, die für erhöhte Verletzungsgefahr sorgen könnte? Immerhin kommt am Freitag danfire, der sicherlich noch einen Vorrat an Öcher Printen aus seiner Zeit bei der Alemannia haben dürfte. Wenn er seine Spieler vor dem Duell damit füttert, dürfte die Bodenhaftung etwas besser werden und vielleicht reicht diese ja dann aus, um die Selbstsicherheit des St. Gallener Bademeisters etwas herauszufordern.
Nouri hingegen hat daheim nicht nur einen neuen Rollrasen verlegt, dem er seit Wochen bei Wind und Wetter beim Wachsen zusieht. Er hat auch einen kleinen Grasshopper bekommen, dem er scheinbar ein Wohlfühlnest baut und wöchentlich durch die Blume über den Fortschritt seines Projekts berichtet. Ob hier evtl.
ein wenig Sonnencreme, zumindest beim heranziehen der Grashalme, helfen kann, vermag man aus Basel aus nicht zu beurteilen. Den Bachelor of Baywatch hat Herbie schließlich nicht.
Wohl aber beherrscht er zumindest die Grundrechenarten und obwohl er die Botschaft von Nouri verstanden hatte, bevorzugte er die Rechnung 1+1 zu dem Ergebnis 6 umzustellen. Mehr war auf dem Rechenschieber nicht zu erwarten. Aber nachher ist man immer schlauer, wieviele Kügelchen man noch hätte rüberschieben können. Und da man zum Auswärtsspiel in Zürich mit dem Bus angereist war, weiß Nouri immer noch nicht, ob Herbie jetzt ein E-Käfer ist oder noch völlig überteuerten Sprit tanken muss. Bleibt zu hoffen, dass dieses Rätsel beim nächsten Aufeinandertreffen für Verwirrung sorgen wird.
Fakt ist nur eins: In der Super League werden noch genug Auswärtstore fallen, doch beim FC Basel muss man erstmal zusehen, dass man die Heimspiele ein wenig souveräner gestaltet. Sonst wird man der überraschend viel zu hohen Oddset Quote schon mal gar nicht gerecht. Für Herbie ist das allerdings weder Druck noch Ansporn. Wichtig sind die Punkte und nicht das, was brach auf dem Torkonto liegt. Ein hohes TK hat noch niemanden zum Meister gemacht.
Und genau deswegen schaltet der Käfer jetzt einen Gang höher.
Estudiantes de Medicina klettert weiter nach oben – Micais bleibt mit seinem Team im Rennen um die Spitzengruppe
Die vier Spieltage der neuen Saison sind absolviert, und bei Estudiantes de Medicina unter Trainer Micais zeichnet sich ein durchaus positives Bild ab. Nach einem etwas holprigen Start hat sich das Team stabilisiert und steht aktuell auf Rang 9 der Tabelle. Mit sechs Punkten aus vier
Spielen beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze lediglich drei Punkte.
Besonders bemerkenswert: Estudiantes konnte sich trotz der engen Tabellenkonstellation bereits ein ordentliches Torverhältnis von 8:8 erarbeiten. Die Mannschaft hat damit zwar noch Luft nach oben, ist aber punktgleich mit gleich mehreren Konkurrenten und befindet sich mitten im dicht gedrängten Verfolgerfeld.
Der Saisonstart von Juventus verläuft bislang deutlich holpriger als erhofft. Nach vier Spieltagen steht die Mannschaft mit vier Punkten auf Platz 9 und hat bereits sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer Siena. Besonders die Torbilanz von 3:9 zeigt, wo momentan die größten Probleme liegen.
Damit steht Juventus nach vier Spielen bei einem Sieg, einem Unentschieden und zwei
Niederlagen. Die Mannschaft hat also durchaus gezeigt, dass sie mit den Spitzenteams mithalten kann – die Konstanz fehlt jedoch noch.
Nun wartet mit der AS Roma ein Gegner, der aktuell auf Platz 4 steht und bereits sechs Punkte gesammelt hat. Für Juventus ist die Partie daher richtungsweisend: Ein weiterer Rückschlag würde den Abstand zur oberen Tabellenhälfte weiter vergrößern.
Nach einem ansprechendem Auftakt in der obersten Liga kommt nun die Ernüchterung.
Durch dei beiden knappen Niederlagen im 3. und 4. Spieltag, wurde der Tlaxcala FC in der Tabelle durchgereicht und liegt nun an drittletzter Stelle. Die Niederlagen sind umso bitterer, weil die entscheidenden Tore in beiden Spielen in der Nachspielzeit erzielt wurden.
Im Team bleibt man aber weiterhin optimistisch. Mit den vorderen Plätzen wurde ohnehin nicht gerechnet. Es ist nun wichtig aus den Fehlern zu lernen, damit man nicht wie eben sehr naiv in Konter kurz vor Schluss hineinläuft.
Oita Trinita hat nach dem verpatzten Saisonstart mit der krachenden 0:5-Pleite bei Mito HollyHock den Schalter offenbar schnell wieder umgelegt und seine nächsten drei Spiele gewonnen. Nach Heimsiegen gegen die Urawa Red Diamonds mit 4:2 und Cerezo Osaka mit 1:0, sowie einem fulminanten Auswärtssieg beim Meister Avispa Fukuoka mit 4:1 ging es für Claudions Mannschaft vom vorletzten Rang hoch auf Platz 4. Die Leistungssteigerung kommt genau zur rechten Zeit eine Woche vor dem Einstieg in die Gruppenphase der AFC Champions League und macht auch Hoffnung auf ein erneut gutes Abschneiden in der J-League.
Die Euphorie über die erfolgreiche Premierensaison mit Claudino2 in Alexandria ist verflogen. Nach der epischen 0:5-Klatsche zum Saisonauftakt beim Zamalek SC mühte sich Claudinos Mannschaft zu einem glanzlosen 2:0-Erfolg gegen Aufsteiger Smouha SC und verlor gleich darauf auch ihr zweites Auswärtsspiel bei Mokawloon al-Arab mit 1:3. Auch in der CAF Champions League musste sich Ittihad schon in der Qualifikation den Dynamos aus Südafrika geschlagen geben. So kann man sich nun ganz auf die Premier League und den Versuch einer erneuten Teilnahme am internationalen Wettbewerb konzentrieren.
Die zweite Saison ist ja bekanntlich immer die schwerere für einen Neuling, und diese Weisheit bestätigt sich auch für Claudinos in seiner zweiten Spielzeit in Mexico. Nach einer krachenden 0:5-Schlappe zum Auftakt beim Puebla FC konnte Claudinos‘ Mannschaft zwar gegen Santos Laguna mit 3:0 gewinnen, doch auch in ihrem zweiten Auswärtsspiel gelang ihr kein Treffer, und so verlor man auch beim Aufsteiger Atlas Guadalajara unerwartet und knapp mit 0:1. Ein Ausrufezeichen setzte der Club dann im zweiten Heimspiel, in dem der Meister UANL Tigres klar mit 4:0 besiegt wurde – vielleicht ja ein gutes Omen für eine Trendwende.
Gefle IF ist mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet und wurde erst durch eine Niederlage im Spitzenspiel beim Meister und neuen Tabellenführer Assyriska Foreningen gestoppt. Zum Saisonauftakt beim Halmstads BK gewann Claudinos Mannschaft überraschend mit 1:0 und konnte auch bei ihrer Heimpremiere gegen Aufsteiger IFK Norrköping mit 2:0 die Punkte holen. Bei Assyriska unterlag sie dann knapp aber verdient mit 0:2, nachdem es dort in der vergangenen Saison mit 0:5 noch die höchste Saisonniederlage gesetzt hatte. Nun stimmt man sich in Gävle auf die dritte Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb ein, der in 2 Wochen startet.
2 Tore, 0 Punkte; das ist die traurige Ausbeute von Trainer Floberle mit Nashville SC nach den ersten vier Spieltagen in der Major League Soccer.
Am kommenden Freitag sollte sich endlich mal was ändern, sonst wir es langsam aber sicher eng mit dem Trainerjob in Nashville...
Am kommenden Freitag steht zuerst ein Auswärtsspiel beim Tabellenzehnten San Jose Earthquakes an, ehe man zuhause den Tabellenvierzehnten FC Edmonton empfängt. Zu guter Letzt spielt man noch beim Copa Libertadores Sieger Rochester Raging Rhinos. Kein leichtes Programm...
Trainer Floberle und seine Free State Stars sind ordentlich in die neue Saison gestartet. Bis zum kommenden Freitag ist es noch möglich ein Saisonziel einzustellen. Bisher hat sich Trainer Floberle "Solides Mittelfeld" ausgedacht. Das hat in der vergangenen Saison auch schon recht gut funktioniert.
Die Gruppenauslosung für den Confederation Cup ist mittlerweile auch durch. Man trifft in Gruppe A auf Ittihad Alexandria aus Ägypten, den sambischen Vertreter Aguila Stars FC und Club Sportif Sfaxien aus Tunesien.
Aufsteiger Brisbane Road FC ist im Tabellenkeller der australischen Hyundai A-League angekommen. Am dritten Spieltag wurde zuhause gegen Adelaide United mit 5:1 verloren, ehe es auch bei den APIA Leichhardt Tigers eine 5:2 Packung gab.
Nun müssen die Wunden geleckt werden, ehe es am kommenden Freitag wieder zwei Spiele gibt. Zuerst zuhause gegen den Tabellenfünften Western Knights SC, ehe es dann auf Reisen zum Tabellenvierzehnten und somit Tabellennachbarn Central Coast Mariners FC geht.
Ob es da besser läuft?
Wer im Haus der Basisbegabten sitzt, sollte nicht mit Lesekompetenz werfen. Arg belustigt hat man in Leipzig den unbeholfenen Versuch der Weichflöte zur Kenntnis genommen, sich intellektuell zu überheben. Denn obwohl Carsten Ramelow bereits in zwei (!) Artikeln erklärt hat, warum er RB Leipzig übernommen hat, ist diese Nachricht noch immer nicht zu der sich ihrer Lese- und Verstehenskompetenz rühmenden Weichflöte durchgedrungen.
Deshalb nochmal in einfacher Sprache: Carsten Ramelows Firma hat sehr viel Geld. Einen Teil dieses Geldes hat Carsten Ramelow an Oliver Mintzlaff überwiesen. Damit hat er den Verein RB Leipzig gekauft. Einen anderen Teil dieses Geldes hat Ramelow nach Augsburg überwiesen. Damit hat er die Lizenz des FC Augsburg für die Bundesliga gekauft. Er hat sich dazu entschieden, weil er den Energy Drink Red Bull
für ungenießbar hält. Deshalb möchte er den Verein umbenennen. In Zukunft soll der Verein Nova Leipzig heißen. Denn Carsten Ramelows Firma heißt Nova Company.
Was die etwas ausschweifenden und ermüdenden Ausführungen der Weichflöte zu RB Leipzig außerhalb von Copa Mundial angeht, grübelt Carsten Ramelow noch über dem offensichtlichen Widerspruch darin: Einerseits beklagt die Weichflöte den Überhand nehmenden Kapitalismus im Fußball, andererseits verteidigt sie den freien sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb gegen einen vermeintlich oder tatsächlich illegitimen Eingriff in denselben durch RB Leipzig. Vielleicht kann der Bochum-Caoch selbst diesen Widerspruch auflösen, wenn die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Vonovia erfolgreich abgeschlossen sind?
Der FC Wacker Innsbruck ist wieder mal auf dem letzten Tabellenplatz der österreichischen Bundesliga angekommen. Nach einem 4:4 zuhause gegen Trainer Floberles Ex-Club SV Ried und einem 0:3 beim SV Grödig grüßt der Vizemeister vom letzten Tabellenplatz.
Die Auslosung zur UEFA Champions League ist mittlerweile auch durch. Wacker wurde in die Gruppe F gelost. Man trifft dort auf den schwedischen Vertreter IFK Göteborg, den englischen Premier League Verein West Ham United. Zu guter Letzt spielt man gegen den amtierenden zweifachen Champions League Sieger Lille OSC aus Frankreich.
Nueva Chicago hat einen soliden Start in die neue Saison hingelegt und vor heimischem Publikum einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen das derzeit trainerlose Instituto de Córdoba gefeiert. Trainer Geordie nutzt die neue Spielzeit auch, um vielversprechende Talente aus der eigenen Jugend an die erste Mannschaft heranzuführen. Dabei setzt der Coach auf Geduld und gibt den jungen Spielern zunächst behutsam Einsatzminuten von der Bank. Geordie will ihnen so Zeit geben, sich an das Niveau des Profifußballs zu gewöhnen und Schritt für Schritt mehr Verantwortung zu übernehmen.