(Laut dröhnend erschallt so etwas ähnliches wie Musik über dem Deck eines merkwürdigen Seelenverkäufers.) „Erna kommt, heut’ ist der Tag an dem Erna kommt / Und wenn sie sagt sie kommt, kommt sie prompt / Erna kommt wieder mal, Erna kommt.“ … „He, Pietro, was isse dasse für eine bekloppte Musike? Da falle mire vor Schrecke die Fußenegele ab! Willeste Du unse alle in die Wahnsinne treibe?“ „Capitano, neine. Wire spiele Titele von Lippi aus die DeDeErre imme gerne, um die Möwe zu vertreibe. Die könne die Lied auche nicht
ertrage und stürze siche freiwillig in die Meer, he he.“ „Kann ich Möwe verstehe. Habe auch schon Kopfewehe, kann die Titele nicht mehr ertrage.“ (Der Capitano geht zum CD-Player und nimmt die CD aus dem Gerät.) „So, jetze isse Ruhe hiere. Ich wille diese Sheisse-Musike hiere nie mehr höre!“ (Ein lauter Krach durchdringt die Stille.) „Porca miseria! Wasse ware dasse für eine Lärme? Habe Kurs verlasse? Verdammtes Lippi! Cornuto! Wenn ich erwische Interprete von diese bekloppte Liede, dann mache Vitello Tonato aus ihm. Alora, nix wie wecke!“
... und das Warten hat immer noch kein Ende. Seit dem Aufstieg in Japans höchste Spielklasse wartet Tokushima weiterhin auf ein Auswärts-Dreier ... diesmal war man wieder ganz nah dran ... aber eben auch nur dran ... ganz nah an der Sensation war man - der Altmeister aus Kusatsu wackelte schon wie ein Dackel - aber - ja, leider aber! - er wackelte eben nur - gestürzt sind andere ... es hilft aber nichts - Mund abwischen und Eier zeigen - und vielleicht den nächsten ZAT noch einmal versuchen den elenden Fluch einer uneffektiven Auswärtsmanschaft einmal los zu werden - ob so etwas einmal gelingen sollte - vielleicht mit einem anderen Team? - in einer anderen Liga? - einem anderen Kontinent?
Auswärts richtig zugeschlagen - dafür zuhause wieder verkackt.. Cerezo Osaka kriegt als Neuling in der J1 mit Sicherheit nicht den goldenen Teppich ausgebreitet, aber man muss eben einfach "jetzt da durch", wenn man den Beschwörungsformeln von Vinnie Jones-Rehhagel glaubt:
"Hilft ja alles nichts, Jammern, Heulen, Schluchzen - Shonan Bellmare geht es auch nicht besser, wir kriegen hier halt mächtig auf die Fresse. Und da die Saison jetzt schon mehr oder weniger fast gelaufen ist, müssen wir eben auf Sicherheitsmodus umschalten. Weniger frischen Fisch und spezielle asiatische Taktiken, mehr bodenständige südafrikanische Springbocks und argentinische Steaks - am heimischen Grill zubereitet!"
Groß war die Euphorie der Fans Roasso Kumamotos nach dem Aufstieg aus der zweiten in die erste Liga Japans. Als jedoch wieder Ruhe einkehrte geisterten schon die obligatorischen Ängste eines Aufsteigers in de Köpfen der Fans umher. Werden wir uns halten können oder gehen wir ganadenlos unter und steigen ab? Diese Frage lässt sich nach so wenigen Spieltagen gewiss noch nicht beantworten, jedoch steht Roasso Kumamoto bisher als bester Aufetsiger auf
Rang 10. Das ist sicherlich kein Weltwunder, sorgt jedoch bei den bescheidenen Fans für groß Zufriedenheit. "Als Aufsteiger hat man es immer schwerer. Wir wären schon mehr als zufrieden, wenn wir die Klasse halten können" meldete sich Takamaka zu Wort, der Fanvorsteher des Vereins. In den nächsten Wochen wird es sich dann zeigen, ob die Mannschaft von Klaus Klausen den Platz im Mittelfeld festigen kann oder ob es wieder Richtung Liga 2 geht.
wahrlich harte Aufgaben kommen in knapp einer Stunde auf das Team von Tokushima zu ... dabei ist noch gar nicht richtig vorbereitet ! ... die Zeit rennt davon und mit Vissel Kobe hat man ein schlechter gestartetes Team zu Gast, dass sicherlich zeigen will, dass der Tabellenstand nicht immer alles über die Leistungsfähigkeit aussagt ... aber aus der letzten Saison ist man ja
gewohnt, dass jeder Punkt erst hart erkämpft werden will ... und dass es dann beim amtierenden Meister Thespa Kusatsu dann nicht einfacher werden soll, dass erklärt sich wohl von selber ... oder ist da vielleicht eine Überraschung drin' und Tokushima, die letzte Saison gerade mal einen Punkt auswärts ergattern konnten schlagen gerade mal bei Emanuel Nakamura zu?
Der Präsident des regionalen Fußballverbandes der Region Tottori soll sich bei der Schwester eines "Freundes" etwas Geld zum Anbau eines Partyraumes an seine private Villa geliehen haben. Danach sah man die Familie des Freundes des öfteren in den VIP-Logen verschiedener Stadien, in denen der Ehemann der Schwester seit kurzem den Auftrag für das Sushi-Catering bekommen hatte.
Diesbezüglichen Fragen wich der Präsident während der letzten Verbandspressekonferenz ungeschickt aus und erklärte, er habe der Schwester des Freundes ihr Geld bereits
zurückgezahlt, weil er bei der südkoreanischen Kia-Bank einen Kredit zu günstigsten Konditionen erhalten hätte.
Kurz darauf berichtete die Shimbun-Zeitung über diese Zusammenhänge. Der Verbandspräsident versuchte nun, den Sportreportern dieser Zeitung die Akkreditierungen für die Heimspiele in den Stadien der Region Tottori zu entziehen.
Welche Auswirkungen diese Maßnahme auf die künftige Berichterstattung haben wird, ob sich der Präsident noch länger in seinem Amt halten kann und wie die Geschichte weitergeht, wird man nach den Spielen des kommenden ZAT erfahren.
„Gut, wir sind halt Aufsteiger“, versucht Vinnie Jones-Rehhagel die aktuelle Situation zu relativieren – Vorletzter, wenig gerissen, mehr verloren als gewonnen, Debakel. Noch dramatischer wird die Situation, wenn man erlebt, wie der Trainer des Aufsteigers auf Frager reagiert, die ihn auf seinen damaligen Coup in Australien hinweisen, wo es ihm gelang, als Aufsteiger gleich Meister zu werden: „Ja, und? Und? Und – kann halt nicht immer klappen!“
Dünnhäutig kann er, der Jones. Ob er auch erfolgreich kann, muss der Gai-Jin erst noch beweisen.
Zu diesem Zweck hat sich VJR selbst eine Therapie verordnet: "Ja, richtig. Ich gehe jetzt morgens auf dem Weg zum Trainigsgelände bei einem Shinto-Schrein vorbei und nehme mir 20 Minuten, um zu meditieren und dann ausgeglichen in den Tag zu starten - ich hoffe, das hilft, sonst zünde ich nicht nur die Räucherstäbchen, sondern die ganze Bude an!"
Das ist die traurige Bilanz für den Aufsteiger Shonan Bellmare nach vier Spielen. Noch schlimmer: zuhause holte man noch nichts, nur auswärts reichte es zu einem teuer erkämpften 4:4. Mehr war noch nicht und die Erkenntnis ist ganz klar: der Aufsteiger steht schon nach vier Spieltagen mit dem Rücken zur Wand. Die Umstellung auf die höhere Spielklasse scheint dem Team von Mannyyy 0703 doch schwerer zu fallen als zunächst gedacht: "Wir sind da schon etwas unsanft geweckt worden, nachdem die letzte Saison so erfolgreich zuende gegangen ist," so der Coach.
Kyoto Purple Sanga ist immer noch mit vielen Befragungen und Analysen am Aufarbeiten der total misslungenen Saison vom vergangenen Jahr. Dabei erfordert die neu gestartete Saison doch schon wieder die volle Aufmerksamkeit, will man nicht schon wieder hinter her hinken. Mit einer sehr defensiven Spielanlage gelang es Kyoto Purple Sanga nicht, die Null gegen Avispa Fukuoka zu halten. In der Mitte der zweiten Halbzeit musste man kapitulieren. Eine Reaktion war zu diesem Zeitpunkt schwierig. Gegen die Yokohama F-Marinos lief es wieder besser mit je einem Doppelschlag in der ersten und zweiten Halbzeit.
Auch ein positiv denkender Mensch wie Avispa-Coach Wolfgang Lippert erlebt gelegentlich Momente, in denen er mit seiner eigenen Sterblichkeit und der Vergänglichkeit alles Irdischen konfrontiert wird. Zum Beispiel wenn beim Raspeln von Karotten am Ende der Möhre auch ein kleines Stückchen Fingerkuppe ihren Weg mit durch die Reibe findet. Oder wenn man die örtliche Motorradgang freundlich fragt, ob denn der Organspendeausweis vor dem Wochenendausflug auch ganz sicher dabei ist. Oder wenn man Morrissey’s „Everyday is
like Sunday“ im Seniorenstift „Abenddämmerung“ schmettert und dabei noch auf den positiven ökonomischen Beitrag des vorzeitigen Ablebens hinweist. Oder wenn die unglaublich gewiefte Taktik vermeintlich todsicher gewählt ist, beim Realitätscheck dann aber doch gnadenlos durchfällt. Und so schaut Lippi zwar aktuell grinsend von der Spitze der Tabelle herab, aber natürlich im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass dies nur ein Moment ist, dessen Sterblichkeit bereits begonnen hat. Die Uhr tickt.
Was soll das nur werden?!Das fragen sich zur Zeit die Fans von Roasso Kumamoto, denn mit Yi-Takalana ist der mit Abstand beste Torschütze und die Schaltzentrale im Mittelfeld schlecht hin ausgefallen. Beim gestrigen Training geschah es - Yi-Takalana knickte nach einem Kopfballduell um und blieb verletzt liegen. Laut Roasso Kumamoto soll es sich bei der Verletzung um ein Fußbruch handeln, der mindestens 10 Wochen heilen müsse. Das sorgte
natürich für eine gewisse Unruhe im Umfeld und die Fans fragen sich nun mit Recht, wer nun die Tore schießen soll. Die Antwort von Trainer Klaus Klausen ist überraschend. Hatten alle damit gerechnet, dass Chilali in den Kader rückt, so zieht es Klaus Klausen vor einen Mann namens Parka aus der Jugendabteilung in die Mannschaft zu holen. Ob das allerdings reicht, um in der ersten Liga bestehen zu können, das wird sich zeigen.
Eigentlich lässt die Tabelle alles andere zu, als einen negativen Beigeschmack, doch das Trauma der Red Diamonds scheint Spuren hinterlassen zu haben. Diese gewannen in der letzten Saison ihre ersten 5 Spiele, erst der Yokohama FC schaffte es das Team zu besiegen. Danach ging es steil bergab und als man hoffnungslos war, knallte man den FC mit 6:6 die Rechnung für die Hinrundenniederlage auf den Tisch und beraubte einem aller Hoffnungen auf die Titelverteidigung. Jetzt geht hier die Angst um, denn es läuft ähnlich gut wie bei den Diamanten im vergangenen Jahr. Doch wo liegt der Trost begraben? Richtig - man hat am ersten Spieltag Zuhause verloren, also doch nicht alles gut.
Tja, man kann wohl allem einen Nutzen Abringen!
Nach der schlechtesten aller Saison für Kyoto Purple Sanga unter meiner Führung, musste ich von der Presse und von der Klubleitung einiges einstecken. Es ist mir wirklich gar nichts gelungen in der abgelaufenen Saison. Natürlich waren die Fans in den vergangenen Jahren auch zu verwöhnt. Aber immerhin, man beginnt mich in Kyoto jetzt in Frage zu stellen und ist nicht sicher, ob ich die Mannschaft überhaupt noch erreichen kann. Darum war das Eröffnungsspiel besonders wichtig gegen den Aufsteiger Roasso Kumamoto. Aber das Elend ging bereits wieder los. Schon nach einer halben Stunde war das Spiel gelaufen, Kyoto auf verlorenem Posten.
... jaha, ös dön heit schoa Wies'n ... so ein völlig ageheiterter kees nach dem Auftaktspiel - und ab ging's in eines der typisch traditionellen Lokale in der Stadt mit dem Namen Niederbayern ...jaha, die Japaner, die schämen sich ihrer deutschen Traditionen nicht, da wird noch kräftig Bier gesof..., ähm gedrunge ... und geschunkeld und gesungä
...
all das passierte natürlich einige Zeit, nachdem man sich zuerst so richtig an der Schießbude Cerezo Osaka ausgetobt hatte - Vinnie Jones mag es mir verdenken, aber war es nicht auch er, der die voll geladene Flinte ein um's andere Mal zum Schuß reichte? - so kann's weitergehen - nur nicht das Glas in's Kornfeld schmeißen und zu tief in die Flinte schauen!
… ist bekanntlich der Undank. Konsterniert schaute Avispa-Coach Wolfgang Lippert im heimischen TV die Abschiedszeremonie für den verschiedenen nordkoreanischen Diktator und die Inthronisierung dessen Sohnes als sein Nachfolger. Völlig umsonst hatte Lippi also seine Bewerbungsunterlagen nach Pjöngjang geschickt und dabei nicht einmal eine Rückmeldung oder gar eine handelsübliche Absage („Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute.“) erhalten. Undankbares Pack! Und dann wird auch noch Schweinchen Dick der neue Herr über graue Betonburgen und lustige Armeemützen. Ausgerechnet ein Typ mit Steve-Naghavi-Frisur aus dem Katalog für untergegangene Darkwave-Haarschnitte und einem tumben
Gesichtsausdruck, den man sonst nur aus ostdeutschen Kleinstädten kennt. Dabei hatte Lippi sich schon so auf die Besichtigung nordkoreanischer Fabriken und die Inspektion von Softdrinks, Büroklammern und Cervelatwurst gefreut. Aber augenscheinlich hat man den beliebtesten Ost-Entertainer aller Zeiten in Nordkorea nicht nötig. Und das, obwohl sich gerade ein Lippi bereits in Japan um die Integration von Nordkoreanern bemüht, wie die vor einigen Jahren erfolgte Verpflichtung des Spielers Lum Pen Pak belegt. Wie dem auch sei, sollen die doch weiter in ihrem eigenen (nicht vorhandenen) Saft schmoren, ein Lippi wird sich dort jedenfalls nie wieder bewerben. Man hat ja schließlich seinen Stolz, auch wenn dies bis dato kaum jemand bemerkt hat.
KiMu hat schon den ein oder anderen Saisonstart in Japan erlebt, dieser hier hatte aber wieder eine ganz eigene Wuerze. Die bittere Heimniederlage regte ihn zutiefst auf, doch sein Team bewies auswaerts Kampfgeist und holte sich die "verlorenen" drei Punkte wieder. Nun ist sozusagen wieder alles auf Anfang. Ein Hit, der hierzulande von Wolfgang Lippert neu interpretiert wurde. (Den er ganz alleine geschrieben hat) geklaut wurde.
Die Fans konnten ganz gut leben mit dem Ergebnis, doch die Tabelle laesst Aerger aufwallen, man liegt hinter dem eigentlich abgestiegenen Stadtkonkurrenten den F-Marinos. Dem Herren sei Dank, hat man noch 32 Spieltage um diese ungeliebte Bild umzudrehen!
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