Die beiden Begegnungen haben wieder klar gezeigt, wie die Mannschaft noch auf der Suche ist nach klaren Abläufen, nach einer Struktur im Spiel, nach Integration von neuen Spielern und nicht zuletzt nach etwas mehr Sicherheit im Auftreten. Gegen die Mannschaft von Gainare Tottiri wurden diese Schwächen schonungslos aufgedeckt. Zwar konnte meine Team, Kyoto Purple Sanga, die Partie in der ersten Halbzeit ausgeglichen gestalten. Ein Gegentor vor der Pause brachte allerdings die Unsicherheit wieder zurück und drei weitere Gegentreffer nach der Pause besiegelten die klare Niederlage. Schuldzuweisungen gab es nicht, alle Spieler spielten unter ihren Möglichkeiten. So forderte ich eine klare Reaktion im zweiten Spiel. Ein Doppelschlag zu Beginn erleichterte die Situation.
Da ist die Kirschblüte in diesem Jahr aber früh dran - Cerezo Osaka setzt sich bereits nach 3 Wochenenden an die Spitze der J1 in Japan. Und Vinnie Jones-Rehhagel reagiert durchaus verblüfft:
"Tjoah - holla, sag ich mal. Ich hätte nicht gedacht, daß wir uns hier an die Tabellenspitze setzen würden können. Unglaublich - daß das in Japan für uns möglich ist. Aber jetzt heißt es eben, den Ansturm der Jungs hinter uns abzuwehren und zu schauen, wie wir uns möglichst weiter in der oberen Tabellenhälfte festsetzen können. Wird nicht leicht, so viel hat uns die Erfahrung gelehrt. Aber irgendwann scheint die Sonne auch mal auf die Kirschblüte!"
Die Fussballverantwortlichen in Japan scheinen einerseits sehr heimat- und naturverbunden zu sein, andererseits die spanische Sprache zu schätzen, denn ansonsten lässt sich nicht erklären, wieso gleich mehrere Teams nationale Symbole mit spanischen Namen in Verbindung gebracht haben:
Im Land der aufgehenden Sonne ist das unter Naturschutz stehende japanische Eichhörnchen das Wappentier von Omiya Adrija (adrilla = Eichhörnchen). Kashiwa Reysol (rey = König; sol = Sonne) entlehnte seinen Namen aus der Verknüpfung von zwei spanischen Wörtern und griff
dies auch in seinem Wappen auf, in dem mittig eine helle Sonne mit einem schwarzen "R" strahlt. Osakas Spitzenverein hat sich des Baums der Stadt (cerezo = Kirschbaum) bedient, als man den Namen in Cerezo Osaka änderte, und gleich noch eine Kirschblüte mit ins Vereinswappen aufgenommen. Auch die lokale Konkurrenz Gamba Osaka entlehnte ihren Namen aus dem Spanischen (gamba = Garnele). Last, but not least, hat Avispa Fukuoka zur Verdeutlichung seiner Angriffslust und Aggressivität auf ein kleines unscheinbares Tierchen (avispa = Wespe) gesetzt.
Fortsetzung folgt.
Nanu, was ist das denn schon wieder? Bei einem gemeinsamen Abendessen in der bekannten Sushi-Bar "Su-Shi-Wa" hat sich die komplette Elf eine Salmonellenvergiftung eingefangen. Der Verein prüft nun, ob er rechtlische Schritte gegen den Wirt einleiten kann. Dieser ist bekennender Roasso "Hasser" und so liegt der Verdacht nahe, dass es sich um einen gezielten Anschlag handelte. Trainer Klausen muss währenddessen sich einen Kopf darüber machen, wie er eine Elf für die nächsten Spiele zusammen bekommt. Wahrscheinlich wird die gesamte zweite Mannschaft für Roasso auflaufen. Andere Möglichkeiten gibt es im Grunde ja auch gar nicht.
Es waren heiße Zeiten, damals als Bernd W. mit der Marine Truppe aus Yokohama versucht dem FC die Stadtinterne Meisterschaft streitig zu machen. Die Älteren unter uns munkeln, es wäre ihm sogar ein- oder zweimal gelungen. Nun suchte man beim FC vergebens nach den F-Marinos, doch in der Tabelle waren sie nicht zu finden. Eifrig suchte man weiter und es fiel einem wieder ein: die zweite Liga! Dort müssen sie sein.
Doch auch da war es schwierig. Man blätterte und scrollte und tatsächlich, auf Platz 20 von 20, da stehen sie: Die Yokohama-F-Marinos.
"Wir hassen sie, aber wir lieben sie!" wird ein Fan zitiert. Also liebe Marinos: kommt bald wieder, denn ein Sieg gegen euch ist der schönste Sieg!
Missmutig saß Avispa-Coach Wolfgang Lippert an einem Holztisch in seiner kargen Mietwohnung und stellte teilnahmslos fest, wie der Regen unnachgiebig von außen an die Fenster plätscherte. Nur eine simple Glühbirne erleuchtete den Raum, an dessen anderem Ende es sich Maskottchen Achim Mentzel mit einem Glas Spreewaldgurken gemütlich gemacht hatte. Nein, über Deutschland hatte Lippi längst den Stab gebrochen: keine Nominierung zum Bundespräsidenten, der widerliche Markus Lanz übernimmt den ihm eigentlich zustehenden Posten als Galionsfigur des ZDF und aus der alten Heimat gelangen nur zynische Angebote untergehender Sendeformate nach Japan. Aber leider gelang es dem Brillenträger aus Ost-Berlin auch in Nippon nicht wirklich, sich in die Herzen der Eingeborenen zu mogeln. Es war wahrlich nicht einfach, sich im Land
der aufgehenden Sonne auf der Beliebtheitsskala zu behaupten, nur Achim Mentzel war dies zuvor irgendwie gelungen. Dennoch versuchte der Ex-Moderator von „Achim’s Hitparade“ seinen deprimierten Landsmann aufzumuntern: „Mensch Lippi, so viel beliebter als Du bin ich doch auch nicht.“ Doch dann erschütterte ein lauter Knall den Raum, und die Glühbirne über dem Tisch begann in wiegendem Takt zu flattern. „Das ist mein erstes größeres Erdbeben, seitdem ich nach Japan gekommen bin“, stellte Wolfgang Lippert beeindruckt fest. Doch Avispa-Maskottchen Achim hatte eine präzise Erklärung für die kurzfristige Erschütterung: „Lippi, das ist nur der Walter. Der hat gerade über uns im Speicher mit dem Gabelstapler eine weitere Palette mit meinen Autogrammkarten abgesetzt.“
Für Kyoto Purple Sanga hat die Saison etwas schwierig angefangen. Ich selber bin mir auch noch nicht richtig schlüssig, welches die richtige Formation sein könnte. So bin ich am ausprobieren, welche Spieler am besten mit den andern harmonieren. Die Mechanismen spielen natürlich noch nicht. So gesehen in der Begegnung gegen Tokushima Vortis, wo man mit zwei frühen Gegentoren bedient war und anschliessend kein Konzept fand um zu reagieren. So war ich genötigt, die Mannschaft wieder umzustellen, was sich wiederum positiv auswirkte gegen Avispa Fukuoka, wo sich die Spieler erfreulicherweise in einen Spielrausch steigerten und innerhalb von nur zehn Minuten drei Tore erzielten. Alle vier Tore fielen in der ersten Halbzeit.
Zwei Spiele - und noch stehen die Kirschblüten zuhause ohne Niederlage dar. Und dabei hat man noch nicht mal das eigens eingekaufte Kirschblütenbestäubungszubehör eingesetzt. Gerade das macht Vinnie Jones-Rehhagel sehr glücklich:
"Herrlich, es scheint mir, als hätten wir die Mannschaft in der Saisonpause an den richtigen Stellen verstärkt. Ich hoffe mal, wir bekommen es hin, daß wir uns in dieser Runde stabilisieren. 8 Gegentore sind zwar zu diesem Zeitpunkt auch nicht gerade wenig, aber wenigstens haben wir bisher die Punkte im eigenen Stadion behalten - man wird bescheiden!"
Im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu, insbesondere in Toyama, hat die Blüte der japanischen Blütenkirsche länger als sonst gedauert. Die Früchte reifen in Scharen an den Bäumen, so dass Äste abzubrechen drohen. Und das ganz ohne Kirschblütenbestäubungszubehör, wie es laut Höremsagen in Osaka zur Anwendung kam. Auf die reiche Ernte freut man sich schon in Toyama. Weiter scheinen sich die Aussichten der Kirschernte auch auf den heimschen Fussballverein Kataller Toyama übertragen zu lassen: Die Mannschaft unter dem deutschen Trainer Christian J. Schmidt ist sehr erfolgreich in die neue Saison - der ersten in der höchsten japanischen Fussballliga - gestartet. Aus den ersten vier Spielen konnten insgesamt sieben Punkte geholt werden. Damit sind die Erwartungen des Präsidiums mehr als übertroffen worden.
Allerdings bleiben Verein, Mannschaft und Trainer weiterhin bescheiden realistisch und stellen sich auf eine insgesamt schwierige Saison ein, an derem Ende - so der Plan - der Klassenerhalt steht. Zu einer Plazierung wollte man sich nicht äußern.
Für Schlagzeilen sorgte eine Nachricht des lokalen Radiosenders in Toyama, Cerezo Osakas Topstürmer Shinji Kagawa habe Kontakt zum heimischen Club aufgenommen, bei dem er gerne in der nächsten Saison spielen möchte, sollte Kataller Toyama den Klassenerhalt schaffen. Weder von Kagawa noch vom Verein selbst war eine Stellungnahme zu bekommen, was die Spekulationen nährt, Shinji Kagawa wechsele nach Toyama und doch nicht nach England. Cerezo Osakas Trainer war leider telefonisch nicht erreichbar: Er befand sich weiter auf Einkaufstour im Laden für Kirschblütenbestäubungszubehör.
Vier Spiele, zwei Siege und zwei Niederlagen. Das macht 6 Punkte. Eine einfache Rechnung, die eigentlich jeder ohne Hilfe eines Taschenrechners hinbekommen sollte. Das ist weder gut noch schlecht; und so passt es Trainer Klausen und seinen Jungs von Roasso Kumamoto gut in den Kragen. Denn mit der bisherigen Ausbeute ist die Mannschaft vollkommen im Soll. Nachdem man letzte Saison nach dem Aufstieg das Ziel "Klassenerhalt" erfolgreich gemeistert hat, soll nun etwas mehr gehen. Ein solider Platz im Mittelfeld wird angestrebt, auch wenn man sich nicht beschweren würde, wenn man am Ende der Saison auf dem jetzigen Platz 5 bleiben würde. Allerdings sollte man realistisch bleiben und wissen, dass es eher nach unten als nach oben gehen wird.
Keiner hat behauptet, dass das internationale Geschäft leicht werden wird, doch staunte KiMu nicht schlecht, als er die Besetzung seiner Gruppe sah und das, wo man in diesem Jahr endlich auch auf internationalem Parkett etwas erreichen wollte. Die Teams aus Korea, Australien und den Emiraten sind allesamt Titelerprobt, doch kann man das umgekehrt auch vom FC aus Yokohama sagen, also braucht man sich nicht zu verstecken. Alles andere als das Erreichen der nächsten Runde wäre eine Enttäuschung und entsprechend motiviert startet man in die diesjährige Ausgabe der Champions League. Bisher hatte man lediglich das Halbfinale im AFC Cup erreicht, dies soll sich endlich ändern.
Die Integration der neuen Spieler in das Gefüge der bestehenden Mannschaft braucht offenbar etwas Zeit. Aber ich hätte nicht gedacht, dass überhaupt keine Mechanismen mehr spielen. Gegen Roasso Kumamoto lag meine Mannschaft, Kyoto Purple Sanga, im Eröffnungsspiel der Saison schon nach einer Viertelstunde mit zwei Toren und nach einer Stunde mit vier Toren im Rückstand. Da konnte ich überhaupt keine Lichtblicke erkennen. Die Hoffnung beruhte also auf dem zweiten Spiel gegen die Kashima Antlers. Ich wurde nicht enttäuscht. Mit je zwei geschossenen Toren pro Halbzeit konnte ich zufrieden sein, obwohl man gegen Schluss noch zwei Gegentore einkassieren musste.
Es war ein Bild wie in der vergangenen Saison:
Der erste ZAT der neuen Saison stand an in der japanischen Liga, der Yokohama FC traf zuhause auf Kawasaki Frontale und an der Auslinie standen KiMu und Claudion und riefen ihre Kommandos. Erneut trafen die Gäste zweimal, doch ein weiteres Mal wollte sich der Vizemeister nicht die Heimpremiere vermiesen lassen, nicht nachdem man im vergangenen Jahr zu den schlechtesten Heimmannschaften zählte. Also blies man zum Angriff und traf selbst 3 mal, genau richtig um einen ausgefuchsten und viel gefeierten Auftaktsieg einzuholen. Bedauerlicherweise blieb der Auswärtssieg, wie in der vergangenen Saison aus, dennoch gibt es dieses Jahr eine klare Marschroute, die da heißt: Meisterschaft!
Vinnie Jones-Rehhagel - ein Mann geht seinen Weg: In den Laden für Kirschblütenbestäubungszubehör. Denn die Kirschblüte ist nicht vorbei - sie fängt gerade erst an.
VJR: "Ja, ich denke, wir stehen zwar schon wieder hinten dran, aber es ist diesmal noch nichts passiert. Wir haben unser erstes Auswärtsspiel souverän gewonnen und auswärts wussten wir, daß nichts drin sein würde. Von daher passt das so! Deswegen glaube ich, daß für die Kirschblüte ein gutes Jahr werden könnte. Wenn da nicht ein kleiner Fakt wäre, der Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Cerezos bester Schüler, Shinji Kagawa, wird wohl nach England wechseln...
Es sollte doch nur ein entspannter Grillabend mit den Mannschaftskollegen werden, doch was sich am Abend entwickelte, war zirkusreif.
Weil Shiji Shaja seine Wurst nicht schmeckte, fing dieser laut an zu pöbeln. Davon genervt gingen die Kollegen einer nach dem anderen aufeinander los. So kam es zu einer Keilerei mit blutigem Ausgang. Nahiro Takashama erlitt einen Nasenbeinbruch und musste in Krankenhaus.
Trainer Klaus Klausen zeigte sich empört. "Es sollte eine Belohnung für die Jungs sein. Dass diese sich wie im Kindergarten benehmen konnte ich natürlich nicht ahnen. Ich werde mir fürs nächste Spiel Gedanken machen müssen, ob das Konsequenzen für die Aufstellung hat".
Das Finale von Deutschland sucht den Superstar ist noch in vollem Gange, da wird schon über die Jury von DSDS 2013 spekuliert. Neben Starjuror Dieter Bohlen gilt auch die Laufsteg-Ikone Bruce Darnell als gesetzt. Doch wer ersetzt Natalie Horler? Auf Presseanfragen aus Japan antwortete Dieter Bohlen wie folgt: Ja, es ist wahr. Ich habe letzte Woche mit Wolfgang Lippert telefoniert und angefragt, ob er sich vorstellen könnte, Avispa Fukuoka temporär zu verlassen, um 2013 der dritte Juror von
Deutschland sucht den Superstar zu sein. Immerhin steht mit Co-Trainer Walter Freiwald ein Mann des Vertrauen an der Seite von Wolfgang "Lippi" Lippert, der Avispa Fukuoka in Lippis Sinne weitertrainiert und die Mannschaft nach DSDS geordnet und wohl gestaltet an Lippi übergeben kann. Wolfgang hat sich Bedenkzeit erbeten und gesagt, dass er mir erst nach Abschluss der 35. Saison mitteilen wird, ob er zu Verfügung steht oder nicht.
Von Wolfgang Lippert war leider keine Stellungnahme zu bekommen.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
Kopierte oder unsinnige Artikel werden kommentarlos von der Redaktion zensiert.
Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.