Er ist für viele der kleine hässliche Halbzwerg der Liga, der König der Fettnäpfchen, der Kaiser der körperlichen Defekte. Doch auch sportlich hat er einiges auf Tasche, zeigt er doch Jahr für Jahr, wie man Hinrundenmeister wird, nur um dann fristgerecht und zielsicher zum Ende der Saison ins Mittelmaß abzustürzen.
Ja, Hamma Shon ist schon eine verrückte gelbe Nudel, ein zukunftsverachtender Lebemann, der die
Hälfte seines Lebens auf Pump und die andere auf Kosten seiner Galle lebt. Auch diese Saison zeigte er mal wieder allen sein Können, seine grazile taktische Fingerfertigkeit, seine Leichtigkeit im Kopf, kurz: seine gelbe Seite. Am Ende darf so der verlauste Mongole mit der undeutlichen Aussprache sein Siegestänzchen aufführen und Shon nur im Hintergrund mit den Zahnstumpen scharen, knirschen und bei Bedarf ein wenig schurzen – allerdings nicht vor Freude.
Kyoto Purple Sanga hatte an diesem Wochenende etwas Mühe in die Gänge zu kommen. Gegen den Yokohama FC hatten sich die Fans schon mit einer torlosen Nullnummer abgefunden, als Kyoto zwei Minuten vor Schluss noch den entscheidenden Treffer zum Sieg erzielen konnte. Ohne Chance war die Mannschaft gegen Tokushima Vortis. Zwar sahen die Zuschauer ein interessantes und torreiches Spiel mit äusserst knappem Ausgang. Allerdings täuscht das Schlussresultat etwas, weil Kyoto immer klar im Rückstand lag und erst in der Nachspielzeit mit zwei Toren noch den Anschlusstreffer markieren konnte, allerdings viel zu spät. Wiedergutmachung war angesagt gegen Thespa Kusatsu. Mit zwei frühen Treffern leitete meine Mannschaft das Spiel in die richtige Richtung.
warum musst du meine Leistungen immer so schlecht machen. Ich habe immerhin die F-Marinos als sichere Nummer 2 in Yokohama gefestigt. Da hat der FC wieder gelacht, was, als ich die KLatschen von Gamba bekam, aber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.
Nur eins macht mich irgendwie nervös: Da draussen vor meiner Türe sind auf einmal so viele Leute. Die haben F-Marinos-Trikots an und benehmen sich gar nicht japanisch zurückhaltend. Sie schreien etwas, das klingt wie "W. komm heraus, wenn du dich traust!" und "W. - jetzt ist Zahltag!" oder auch "Heute wirst du dein Tagebuch fressen!"...Oh Scheisse Mann, die werden doch nicht...
Powerkraut sen. war die Befriedigung sichtlich anzusehen, als er in einer feierlichen Zeremonie den Schlussstein des Schreins einsetzen durfte, dessen Bau er selbst in Auftrag gegeben hatte. Und nun erstrahlt er in seiner heiligsten Pracht, der Schrein des Fußballgottes. In einer kleinen Eröffnungsansprache sprach Powerkraut vom Stolz, den er angesichts des unglaublichen Bauwerks empfand. Er sprach von der fast schon göttlich zu nennenden Fügung, dass der Schrein rechtzeitig zum spannenden Saisonfinale der
J-League fertiggestellt wurde. Und er sprach vom göttlichen Beistand, den er sich nun natürlich in seiner vollsten Entfaltung versprach und dem nun beginnenden goldenen Zeitalter von Cerezo Osaka. Deutsche Journalisten sprachen später davon, dass die Ansprache von Powerkraut sen. sie fastal an die damaligen Worte Franz Beckenbauers erinnerte: Die deutsche Mannschaft wird auf Jahre hin unschlagbar sein. Sollte Powerkraut sen. diesen Vergleich wirklich gesucht haben, dann wird sich die Konkurrenz wohl warm anziehen müssen...
Ich moechte "Auf Wiedersehen" sagen. Ich hatte eine schoene Zeit in Japan, aber jetzt heisst es Abschied nehmen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber irgendwann musste Schluss sein und der Zeitpunkt ist gekommen. Am naechsten Freitag ist fuer Higgins Schluss in Japan und der wohlverdiente Ruhestand auf Hawaii beginnt.
Kyoto Purple Sanga kann auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken. Die arg gebeutelte Mannschaft musste schlussendlich umgestellt werden, um sich aus dem Abstiegsbereich zu befreien und um endlich aus dem Schussfeld der vielen Kritiker zu kommen. Dabei war es die Angriffsabteilung die mit glänzenden Spielzügen aufwarteten. und so die vielen Kritiker überraschten. Sowohl im Spiel gegen Mito Holly Hock als auch im Spiele gegen Omiya Ardija fielen die Tore vor allem zu Beginn des Partien. Heiss umkämpft das dritte Spiel gegen Kashiwa Reysol. Als sich die Zuschauer schon mit dem Unentschieden abfanden, gelang Kyoto zur Überraschung kurz vor Schluss noch der Siegtreffer in dieser ausgeglichenen Partie.
Es gibt ja bekanntlich nichts, was dem Japaner mehr Freude bereitet, als der Schaden anderer. (siehe Takeshis Castle usw.), also braucht sich Avispa Coach Lippert gar nicht erst wünschen, dass die Freude über sein 6:6 beim hässlichsten aller Trainer im stillen Kämmerlein vollzogen wird. Lauthals jubelten die Anhänger von Yokohama, als der Schlusspfiff im anderen Stadion ertönte. Tausende
Bestellungen mit "Avispa - TK-Verschwender Nummer 1" gingen bei Freiwald ein, dessen Verein über die T-Shirt Kollektion wenig erfreut war.
Zudem war die Freude riesig, denn zum ersten mal, seit gefühlt 2 Saisons ist man beim FC wieder die Nummer eins in der Stadt, die Marinos wurden zurück auf den Boden der Tatsachen geholt und bei KiMu und Co. träumt man nun doch wieder vom internationalen Geschäft!
Higgins bereitet sich auf seinen vorletzten Spieltag in Japan vor und es gibt einiges zu verbessern, da am letzten Spieltag so ziemlich alles schiefgelaufen ist, was schieflgehen konnte. Dieser totale Fehlgriff wird sich leider auch auf die Endplatzierung des Sonnensoehne auswirken, aber Higgins wird noch einmal versuchen an den beiden Spieltagen alles versuchen herauszuholen.
Einige Trainerkollegen haben Higgins zwar versucht zum bleiben zu ueberreden, aber Higgins ist der hohen Arbeitsbelastung nicht mehr gewachsen und braucht einfach eine Auszeit. Eine eventuelle zukuenftige Rueckkehr moechte Higgins nicht ausschliessen. Doch im Moment ist die Luft einfach raus.
ach ich wünschte ich hätte dich niemals aus deinem Spelunkenschlaf erweckt. Was du bitteschön hhier zeigst, spottet jeder Beschreibung. Ja, ich hatte gesagt, Yokohama braucht dich!, und das war auch zu 100% so gemeint. Willst du unsere schöne Hafenmetropole diesem Bayern vom FC überlassen (er ist doch ein Bayer, oder etwas nicht). Gerade spuckst du noch grosse Töne über die Nummer 1 von Yokohama, bist du sie auch schon los, du Idiot. Nun bleibt nur noch eins: Die Ehre der F-Marinos muss gerettet werden. Der FC war Meister und ist die NUmmer 1. Und was warst du? UNd was bist du? Und was gedenkst du Versager jetzt zu tun? Mach was, Bernd!
Es gibt bekanntlich nur wenige Dinge, die den ansonsten zurückhaltenden Japanern heimliche Freude bereiten. Zu diesen ausgesuchten Anlässen zählen neben Niederlagen ausländischer Sumo-Ringer sicherlich auch 6:6-Unentschieden zwischen Sagan Tosu und Avispa Fukuoka. Immerhin treffen hier ein sich am unteren Rande der Verwertungskette befindlicher Höhlenchinese und eine impertinente Nervensäge aus Ostdeutschland aufeinander. Während sich die Konkurrenz also heimlich ins Fäustchen lacht, leckt man in Fukuoka nach dem
kräftezehrenden Auswärtsspiel die eigenen Wunden. Avispa-Coach Wolfgang Lippert zeigte sich mit dem Resultat nicht zufrieden: „Das war eine Jahrhundertleistung unserer Mannschaft, aber bei fünf Elfmetern für die Heimmannschaft kann man nicht viel machen. Was Schiedsrichter Hoyzesaki heute gepfiffen hat, ist ein Skandal!“ Nur Co-Trainer Walter Freiwald zeigte sich nach dem Auswärtstrip gut gelaunt: „Ich habe von den T-Shirts mit dem Schriftzug Weltkriegsverliererbesieger die komplette Charge mit Kindergrößen vertickt.“
Ja! Es war der grottenübelste, Torhagelreichste und deprimierendste ZAT in der Geschichte des zahnlosen Erdnuckels Hamma Shon.
Selbstredend sind damit jedwede Titelträume im Plumpsklo des japanischen Oberhauses verloren gegangen – und hinterher springen, nur um auf gut Glück doch noch einen angegatschten Zipfel Hoffnung zu finden, will er nicht. Ergo heißt es jetzt Zähne Gaumen zusammenbeißen und wenigstens noch dem Powerkraut in die Suppe spucken,
soviel chinesisches „Fair Play“ muss schon sein. Genug Feuerbälle sind ja im Klingelbeutel verblieben, auch wenn man sich ein wenig mehr von der TK-Steuerrückzahlung gewünscht hätte. Aber jammern ist für Versager da, nicht für einen stolzen Chinesen Marke Shon. Daher hauchte er gestern auch schon wieder kampfeslustig wie eh und je einen markigen Spruch in die Mikros der japanischen Medienschar: „Ihr seid alle so gemein... ich haaaaaasssssse es hiiieeer!“
Cerezo Osaka - Vegalte Sendai, der erste große Schlagabtausch in der Mastersserie. Tabellenerster gegen Tabellenzweiter und gleichzeitig die diesjährige Finalpaarung im AFC-Cup. Da ist Spannung für diesen ZAT vorprogrammiert. Wer zeigt die bessere Mannschaftsleistung und lässt das Ergebnis vielleicht schon Schlüsse auf das Pokalfinale zu?
Es kommt nicht allzu oft vor, dass eine Mannschaft sowohl in der Liga als auch im Pokal gute Aussichten auf Erfolg hat. Daher ist es umso erstaunlicher, dass
sowohl Vegalta als auch noch Cerezo gute Chancen auf das Double in dieser Saison haben. Und was sagte Coach Powerkraut sen. in der wöchentlichen PK?
"Ach, der kleine Mongole. Ich habe gelesen, dass er wieder China erobern möchte. Dieses Vorhaben befürworte und unterstütze ich in jeder nur erdenklichen Weise. Dann muss er Japan ja verlassen und macht den Weg freiwillig frei. Higgins, Wug und jetzt auch noch der Mongole... In welcher Saison, wenn nicht in dieser, kann ich denn sonst Meister werden?"
Eine Ära nähert sich ihrem Ende zu. Higgins wird nun endlich bald seinen wohlverdienten Vorruhestand auf Hawaii antreten können, aus dem ihm die Vereinsoberen von Kashiwa Reysol ja letztes Jahr gerade noch zurückholen konnten. Doch diesmal steht die Entscheidung fest. Es gibt kein zurück mehr, denn für Higgins geht im Land der aufgehenden Sonne die Sonne unter. Das Licht geht aus und Onkel Osram dreht die Birne raus. Natürlich wird es ein Abschied mit Ehren, das heisst Higgins wird versuchen eine bestmögliche Platzierung für einen eventuellen und hoffentlich würdevollen Nachfolger herauszuholen. Denn ein Japaner, auch wenn er eigentlich aus Hawaii kommt, hinterlässt das Haus im ordentlichen Zustand.
Nach wie vor ist noch nicht sicher, was sich auf der Trainerposition nach Saisonende tun wird. Derzeit ist der Verein für aus- oder inländische Trainer wohl einfach zu unattraktiv. In den letzen Jahren wurde die Mannschaft nach unten gewirtschaftet und steht nun auf dem 14. Tabellenplatz. In den vergangenen Spielzeiten konnte zwar immer nochmal der Sprung auf einen einstelligen Tabellenplatz geschafft werden, doch in dieser Saison ist man davon sehr weit entfernt. Alle Hoffnungen sind bereits gestorben.
Ordinär ist anders. Zu finden irgendwo im Schrank bei all denen die immer wollen, aber doch nie können, denn die Zeiten von einst, sind nur noch Geschichten von früher. Und genau deshalb wagt Chinakohl Shon einen mutigen Schritt nach links, um schneller voranzukommen, als der gemeine Durchschnitts-Japaner.
Der Plan seines geistigen Ergusses ist indes ganz simpel, ganz wie die Zubereitung eines rohen Spiegeleis. Er pflastert einfach stupide die Heimspiele mit hohen Bordsteinen, so dass nur die
ganz Wagemutigen einen Schritt auf Kante genäht hinbekommen könnten, wenn sie denn wollten. Was dann im fernen „Auswärts“ passiert – da wo es selten wirklich gastfreundlich ist – das ist dem Chinamann gänzlich egal. „Hinten werden die Gänse fett“ weiß der belesene Zwergentrainer. So reicht dann vielleicht schon ein hinterlistiger, letzter Angriff im Dunkeln des Saisonfinals fürs zweite große „M“, diesmal aber bitte ohne Fischmac.
Trotz der drei zwar ärgerlichen Gegentreffer gegen den amtierenden Meister Sagan Tosu, neige ich doch dazu zu sehen, dass die arg gebeutelte Abwehr sich wesentlich besser aus der Situation gezogen hat als noch vor Wochen. Ich meine, dass sie stabiler geworden ist. Individuelle Fehler gaben zwar wieder den Ausschlag und auch die grössere Entschlossenheit der Stürmer von Saga Tosu, einer
Mannschaft die auch in diesem Jahr wieder ganz vorne um die Meisterschaft mitspielt. Im zweiten Spiel gegen den FC Jubilo Iwata hatte man es mit dem Aufsteiger der letzten Saison zu tun, der in seiner ersten Saison im Oberhaus um den Ligaerhalt kämpft. Sein Auftreten war sehr beherzt. Zweimal ging die Mannschaft in Führung, ehe Kyoto Purple Sanga das Spiel am Schluss noch zu seinen Gunsten drehen konnte.
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