Anlässlich der Rückkehr von Jürgen K. ins japanische Oberhaus, hat sich Shon – als bekennender Gentlezwerg – nicht lumpen lassen und dem Freund schlechter Musik und fragwürdiger Männerfreundschaften ein ganz besonderes Präsent unter den Baum des Premieren-ZAT gelegt – eine Tanzeinlage!
Mit flatternden Armbewegungen und einem halbkreisenden Hinterteil performte Shon zur Belustigung seines Gegenübers den berühmten
chinesischen Ententanz. Was in der B-Note durchaus Qualität aufweisen konnte, blieb am Ende allerdings nur Fußnote, da das rein sportliche Kräftemessen deutlich an den Red Diamonds-Coach Kohler ging. So heißt es für den kleinen Lochfrass fürs Erste aus dem unteren Teil der Tabelle das Feld beobachten und andere Methoden suchen, um auswärts für Aufsehen zu sorgen – am besten mit Siegen. Dann kann es auch gerne mit einem Hüftwackler garniert sein.
Die sonntägliche Schwerstarbeit erledigt und bereit die abendliche Gestaltung ganz im Sinne der Partnerin zu gestalten. Im Sinne der Partnerin? Diese Gedanken stammen vom Fürsten der Gräser und Hügel. Die Welt hat sich gewandelt und durchdringt seine Reformen bis in die Weiten der Mongolei. Auch Pepeke Khan muss sich dieser Moderne fügen. Vorbei die Zeiten als man noch gleich mehreren Frauen Befehle anordnen durfte. Die Zeiten
ändern sich! Selbst Bushido weiß, wovon hier die Sprache ist. Heute muss man den Befehlen mehrerer Frauen gehorchen, damit man ein warmes Süppchen, ein warmes Bett und frische Wäsche bekommt. Und jetzt wird es allmählich Zeit den Müll wegzubringen und sich mit Frau Nummer 1 (der einzigen nur noch) gemütlich dem sonntäglichen Krimi entgegen zu fiebern. Und die Taktitk…ach ja…entscheidet natürlich nun die Frau.
Eigentlich der Yokohama FC einen Saisonstart nach Maß hingelegt, doch leider einen nach Yokohama Maß. Mit einem 4:4 Zuhause steht man ganz in der Tradition von früher. Die Aufstiegssaison startete mit einem 5:5 auswärts. Vielleicht hätte man die freie Zeit besser in Paris verbracht, sowie einige der neuen Kollegen, die nicht so herzlos weggebombt wurden, wie frühere Aufsteiger. Stattdessen kamen einige Spieler noch klitschnass vom
Dauerschwimmen zurück, das macht die Trikots schwer und die Mannschaft langsam. Zu allem Überfluss steht nach den ersten beiden Spieltagen auch noch der Stadtrivale auf Platz 1.
Um auf den Spieltag zu reagieren verweilt die Mannschaft bis Mittwoch in Paris, es steht Eiffelturm-klettern auf dem Programm. Ob das der richtige Weg ist die Mannschaft zurück in die Spur zu bringen?
Aber hier läuft wie immer alles gegen jeglichen Plan und somit doch nach Yokohama-Plan!
Die bisher erfolgreichste Saison des Mongolen wurde natürlich ausgiebig gefeiert. Ganze fünf Wochen hat er sich mit seinen Damen im Zelt vergnügt. Eingeflogen wurden Mädchen aus China, die im Jahr zuvor noch auf ner anderen Meisterschaftsfeier waren. Die lange Fete hat sich der Trainer aus der Steppe auch verdient, da es ein lang ersehnter Wunsch war mit Vegalta Sendai den Titel zu holen. Nach dem Aufstieg vor etlichen Saisons hat es in der Abschlusstabelle nicht immer gut ausgesehen. Doch nun Schwamm drüber und nach vorne gucken. Die gute Leistung machte natürlich aufmerksam, so dass bereits Konkurrenten eine Zusammenarbeit für die
anstehende WM begrüßen. Dazu sagte der Mongole auf der heutigen Pressekonferenz: "Ich fühle mich geehrt von einem Trainer wie Powerkraut als Wunschkandidat für denTrainerposten genannt zu werden, doch muss ich bedauerlicherweise aus zeitlichen Gründen ablehnen. Japan erfolgreich zu vertreten versteht sich als Pflicht, der ich momentan nicht nachkommen kann". Mit der Meisterschaftsschale unter Arm, als wolle er sagen, die geb ich nicht mehr her, verschwand der Trainer von der Pressekonferenz, drehte sich noch mal um und sagte: "Ach ja, schön dass Du weiterhin hier bleibst Higgins, meine Junge", und verschwand endgültig.
Herzliche Gratulation an Pepeke Khan, der mit dem Sieg in der japanischen J – League und dem Sieg im AFC – Cup eine grossartige Saison gespielt hat.
Meine Mannschaft, Kyoto Purple Sanga, konnte mit den drei Siegen am Schluss sich überraschend noch auf den zweiten Rang vorschieben und die Vizemeisterschaft erringen. Da bin ich natürlich mehr als nur zufrieden. Damit hat die Mannschaft das Saisonziel weit übertroffen.
Herzlich begrüssen möchte ich bei dieser Gelegenheit die drei Aufsteiger: Montedio Yamagata mit Trainer Oshikura, die Mitsibishi Urawa Red Diamonds mit Trainer Jürgen und Vissel Kobe mit Trainer Hitzfeld. Ich wünsche allen einen gute Start.
Higgins hat wider Erwarten bzw. seiner Serie folgend sich nun doch für eine Verlängerung seiner Tätigkeit in Nippon entschieden, nachdem seine Mannschaft auch wider Erwarten die internationale Qualifikation geschafft hat. Eines wird sich jedoch in Zukunft ändern ... die Pressekonferenzen und die Interviews nach den Spielen. Higgins wird es in Zukunft halten wie Sir Alex Ferguson. In der Liga wird es keine Interviews und Pressekonferenzen mehr geben. Im internationalen Geschäft wird es diese kurzen Momente der medialen Kommunikation jedoch weiterhin geben aufgrund der strukturellen Konstellation im Hinblick auf die Mannschaftkondition in den internationalen Wettwerben. "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold".
Nach der rauschenden gemeinsamen Aufstiegsparty mit den Mannschaften Mitsubishi Urawa Red Diamonds und Montedio Yamagata, Spielerfrauen, Betreuerteams und auch dem letzten Balljungen, stiegen die beiden noch etwas verkatert und heiser vom Karaoke singen in den Flieger nach Paris und checkten im Hilton ein - wo auch sonst ;-)
Nach einer ausgiebigen Aufstiegsparty zu zweit wurde natürlich Paris in seiner ganzen Pracht erkundet - das erste Zeil war natürlich Sacré-Cœur de Montmartre und nach den anderen "Musst-Du-Gesehen-Haben-Sehenswürdigkeiten kleine lauschige Bistro und Baguetterien.
Leider gehen
schöne Zeiten viel schneller vorbei als ein grottenschlechtes Fussballspiel, bei dem man 6 Tore kassiert und kein einziges schießt.
Deshalb läuft jetzt auch schon die Saisonvorbereitung auf Hochtouren.
Da weder die Mannschaft noch die noch erstligaunerfahrene Oshikura so genau wissen was auf sie zukommt, wird das erste Ziel der Nichtabstieg sein.
Oshikura hofft darauf, daß sie freundlich aufgenommen wird.
Auf der letzten Pressekonferenz agte sie deshalb: " Ich wünsche allen Trainern, Mannschaften und Fans in der J-League Division1 schöne Spiele, viele Tore, viele Siege (aber nicht so viele gegen die Yamagatas) und natürlich FAIR PLAY.
"Auf gehts ihr Phoenixe!" titelt die hiesige Zeitung, die vom letztjährigen Stadtmeister Yokohama FC für die anstehende Saison einiges erwartet.
Noch befindet sich die Mannschaft allerdings zum Training auf hoher See. Oberst Ost nutzte seine militärischen Kontakte und organisierte einen Flugzeugträger, auf dem nun allerdings ein Fußballplatz das Deck ziert. Unter Deck gibt
es diverse Fitnessräume und auch Schwimmen kommt natürlich nicht zu kurz.
KiMu meldete sich deshalb per altmodischer Post bei den hiesigen Pressevertretern: "Wir sind schoneinmal nach einer guten Saison auf die Schnauze gefallen, aber die Saison war noch besser als die vergangene. Vielleicht fallen wir ja dann jetzt nur ein bisschen auf die Schnauze, oder Stolpern nur!"
Na dann, auf gehts!
Erstaunliche Nachrichten erreichen uns diese Woche aus dem Land der aufgehenden Sonne. Ausgerechnet Wolfgang Lippert wurde - zusammen mit dem geschätzten Kollegen Powerkraut aus Osaka - vom japanischen Verband als Coach für die WM nominiert. Natürlich fühlte sich Lippi ob der Entscheidung extrem gebauchpinselt und sprach von einer "erfreulichen, aber insgesamt sehr gut nachvollziehbaren Ernennung". Mittlerweile hat sich allerdings herausgestellt, dass der Verband gar nicht den ostdeutschen Showmaster als Übungsleiter gewinnen wollte, sondern Achim Mentzel als Masskottchen
für die WM in Namibia verpflichten wollte. Darüber hinaus sollte Avispa Fukuokas Co-Trainer Walter Freiwald das Turnier mit einer angemessenen Merchandising-Kompagne flankieren. Da die Statuten des japanischen Fußballverbands aber nur explizit die Nominierung eines Coaches vorsehen (und der Japaner nur ungern sein Gesicht verliert), hat man sich letztlich wohl oder übel für Wolfgang Lippert entschieden. Dieser befindet sich momentan im absoluten WM-Fieber: "Namibia, I'm coming!" Wollen wir hoffen, dass man in Afrika die Giraffen und Löwen bereits in Sicherheit gebracht hat.
Was waren das unbeschwerte Tage für Jürgen "Fußballgott" Kohler und seiner Oshikura in der Stadt der Liebe. Paris, unsterbliches Paris, Eiffelturm, Notre Dame, Spaziergänge an der Seine...
Nur hin und wieder wurden beide von japanischen Touristen erkannt und um gemeinsame Fotos gebeten. Im Urlaub macht man sowas natürlich gerne mit und so ziert das Traumpaar des japanischen Fußballs jetzt das ein oder andere Fotoalbum in Nippon.
Heute nun beginnt das Training bei den Urawa Red Diamonds wieder und mit ihm das Projekt Klassenerhalt. Bei den Fans hat der verspätete Trainingsauftakt
für einige Verwunderung gesorgt doch der Coach klärte auf: "Wir haben den Jungs detaillierte Trainingspläne mit in den Urlaub gegeben, das erleichtert uns die Arbeit im konditionellen Bereich um ein Vielfaches. Sie können versichert sein wir haben keine Zeit verschenkt!"
Ein kurzer Blick auf den Spielplan entlockte dem Fußballgott ein Lächeln. Zum Auftakt reist man zu Gamba Osaka, dem Ex-Verein des Coaches. "Ein schöner Beginn, so dieser weiter, ich kehre immer wieder gerne nach Osaka zurück, habe dort noch viele Freunde. Aber für neunzig Minuten werden diese Freundschaften ruhen."
Der kleine Chinaschwund mit der Kloake im Mund und dem Afro auf dem Kopf hat es wahrlich nicht leicht in Japan. Erst musste er den versteckten Hass und die heimliche Missgunst seiner Kollegen ertragen, dann die falschen Trainer als Meister beklatschen und nun einem Sambier als WM-Coach den Vortritt lassen.
Dabei hat er nach Jahren der bitteren Erfahrungen, des sauren Regens und der salzigen Fisch-Laake in seinem Bett endlich halbwegs Anschluss an die High-Society Japans gefunden. Wie sehr würde ein Engagement als WM-Trainer nun die
letzten verschlossenen Pforten öffnen und Neider weichkochen. Doch er darf nicht. Das Verbot kommt von ganz oben und bezieht sich auf potentielle Kandidaten für dieses beliebte und von Shon so gern bekleidete Amt des Nationaltrainers. Es ist bitter, sogar verdammt bitter für den heimlichen Liebhaber des japanischen WM-Teams. In dunklen Hinterzimmern und von den Objektiven der Kameras versteckt will er - so hat er es sich geschworen - wenigstens mit diesem (seinem) Team mitfiebern und Sambia alles nur erdenklich Schlechte wünschen.
Die 7. Copa-WM steht vor der Tür und ein Trainerposten ist noch zu besetzen. Das bisherige Duo aus Wolfgang Lippert und Powerkraut sen. hofft auf eine schlagkräftige Verstärkung und Aufwertung zum Trio. Denn schaut man sich die ewige WM-Tabelle an, so wird es jedem Japan-Fan ganz mulmig zumute. Und daher ist es auch an der Zeit, unsere Nationalmannschaft international wieder hoffähig zu machen. Auf Vereinsebene sieht Japan schon ganz gut
aus, aber ein WM-Titel für das Land des Lächelns wäre eine ultimative Steigerung.
Auf die Frage, ob es beim bisherigen Trainergespann Favoriten für den 3. Platz im Team geben würde war sich zumindest Powerkraut sen. sicher: "Ich würde mir den mongolischen Steppen-Khan als dritten Mann wünschen. Die Aufgabe als Nationaltrainer erfordert echtes Herzblut. Und dieses haben in Japan leider nicht allzu viele Trainer..."
Der Neue ist Spanier, nennt sich der Einfachheit halber Juanito, war vorher mit mehr oder weniger großem Erfolg in Korea tätig und gilt als Wandervogel. "Nach zwei Saisons in Korea war es einfach an der Zeit, mal was Neues auszuprobieren. Da kam es mir gerade recht, dass der alte Trainer Sanfrecces dem Ruf des Geldes folgte und in die VAE wechselte. Auch ich habe darüber nachgedacht...",
gibt der Trainer aus dem Land der größten Fußballnation ehrlich zu. "Doch der Verein aus Hiroshima ist vor zwei Jahren aufgestiegen, verbessert sich stetig und ist somit vom Mittelstürmer über den Physiotherapeut bis zur Putzfrau noch unverbraucht und hungrig auf internationale Spiele. Dahin wollen wir gemeinsam kommen!" Ziele gibt es also, doch ob diese auch immer erreicht werden?
Er ist für viele der kleine hässliche Halbzwerg der Liga, der König der Fettnäpfchen, der Kaiser der körperlichen Defekte. Doch auch sportlich hat er einiges auf Tasche, zeigt er doch Jahr für Jahr, wie man Hinrundenmeister wird, nur um dann fristgerecht und zielsicher zum Ende der Saison ins Mittelmaß abzustürzen.
Ja, Hamma Shon ist schon eine verrückte gelbe Nudel, ein zukunftsverachtender Lebemann, der die
Hälfte seines Lebens auf Pump und die andere auf Kosten seiner Galle lebt. Auch diese Saison zeigte er mal wieder allen sein Können, seine grazile taktische Fingerfertigkeit, seine Leichtigkeit im Kopf, kurz: seine gelbe Seite. Am Ende darf so der verlauste Mongole mit der undeutlichen Aussprache sein Siegestänzchen aufführen und Shon nur im Hintergrund mit den Zahnstumpen scharen, knirschen und bei Bedarf ein wenig schurzen – allerdings nicht vor Freude.
Nach der doch etwas verkorksten Saison im vergangenen Jahr hat man nun alle Trümphe in der Hand in der kommenden Saison wieder international zu spielen. Bis dahin stehen allerdings 3 harte Spiele auf dem Plan und 4 Teams, die mit nur einem Punkt Rückstand bzw. Punktgleich in Lauerstellung liegen. Grund genug für Oberst Ost seine Mannen auf Fischjagd zu schicken, ohne Angel, ohne Sauerstoffflasche, nur die bloße Hände, wer nicht 10 gefangen hat, darf nicht aufhören.
Man munkelt der dritte Torwart schwimmt immernoch.
An diesem einen Tag wird sich entscheiden, ob es eine gute oder doch eine mäßige war. Nur eines ist sicher, es wird kein Saisonplatz mit einer 1, Nachdem man in den vergangenen Saisons 1. und 11. geworden war.
Kyoto Purple Sanga hatte an diesem Wochenende etwas Mühe in die Gänge zu kommen. Gegen den Yokohama FC hatten sich die Fans schon mit einer torlosen Nullnummer abgefunden, als Kyoto zwei Minuten vor Schluss noch den entscheidenden Treffer zum Sieg erzielen konnte. Ohne Chance war die Mannschaft gegen Tokushima Vortis. Zwar sahen die Zuschauer ein interessantes und torreiches Spiel mit äusserst knappem Ausgang. Allerdings täuscht das Schlussresultat etwas, weil Kyoto immer klar im Rückstand lag und erst in der Nachspielzeit mit zwei Toren noch den Anschlusstreffer markieren konnte, allerdings viel zu spät. Wiedergutmachung war angesagt gegen Thespa Kusatsu. Mit zwei frühen Treffern leitete meine Mannschaft das Spiel in die richtige Richtung.
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