Da hat die stumme Plüschkatze aber auf einmal die sechskrallige Tatze ausgefahren. Sonst so sparsam wie erfolglos, diesmal ohne jede Gnade. So kennt man die Wendy im schönen Neuseeland nicht. Doch ausgerechnet gegen den Headcoach der All Whites schien irgendwo Frust rauszuwollen. Galt der den Kickern aus der Hauptstadt oder Erfolgscoach Raven selber? Gründe gibt es nicht, hat man die Eiserne Lady stets mit
Respekt behandelt.
Doch so sind sie, die Frauen. Gleichberechtigung nur dann, wenn sie was davon haben. Aber sonst sollen die Trainer Gentleman sein und neben Drinks auch Meisterschaften spendieren. So läuft das aber nicht. In anderen rückständigen Regionen mag das so noch gehen, da reicht es auch zu internationalen Titeln. Doch nicht in Neuseeland. Gleiches Recht für alle. Und zwar in allen Belangen!
Demenz hin oder her – an der Tabelle ändert sich seit Saisonbeginn eigentlich gar nichts mehr – die Rovers dümpeln im unteren Mittelfeld von sich hin. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Besserung im Ligabetrieb. Das ist aber auch schon das fast Einzige, schließlich droht bei der WM in Namibia Neuseeland das Aus – nur gut, dass auch der lokale Erzrivale von der kleinen
Wüsteninsel im Nordwesten sein Auftaktspiel verloren hat. Also immerhin ein kleiner Lichtschimmer… und vielleicht schafft Neuseeland ja doch noch das Weiterkommen und kann sich damit für das spektakukäre Ausscheiden vor fünf Jahren revanchieren! Markert und die Rovers drücken den All Whites jedenfalls die Daumen und hoffen auf eine grandiose Fortsetzung der WM-Mission.
Die kleine Vorstadt des großen Auckland steht im neuseeländischen Fußball derzeit ganz hoch im Kurs. Zwar konnte sich nur Waitakere City, dafür aber umso überraschender die Herbstmeisterschaft der Football Championship sichern, während das eigentlich favorisierte United sich mittlerweile im Tabellenkeller festgesetzt hat, doch für die Trainer des asiatischen Kontinentalverbands spielt das scheinbar keine Rolle. Im endgültigen Oddset-Ranking dieser Saison stehen beide Klubs in der Gunst der Buchmacher ganz weit oben und das den eigenen Ansprüchen
hinterherlaufende Waitakere United sogar noch deutlich vor den erfolgreicheren Lokalrivalen.
Noch zu Beginn der vergangenen Woche hatte sich für den City FC ein ganz anderes Bild von den Oddset-Quoten ergeben und die spürbare Zurückhaltung der asiatischen Trainer gegenüber den Meisterschaftschancen Sergej Pilatschkins schlägt sich bestimmt auch jetzt noch auf die Statistik nieder. Nur jeder fünfte Wett-Teilnehmer traut dem nunmehr deutlich erfahreneren Trainer zu, seine Titelchancen auch in der Rückrunde aufrechtzuerhalten um an deren seine erste Meisterschaft feiern zu können.
Ausfallerscheinungen am Arsch. Das diese beim mittlerweile stark dementen Markert zur Tagesordnung gehören ist ja schön und gut. Aber unbeteiligte sollte er da rauslassen. Oder vor dem veröffentlichen seiner unsinnigen Beiträge auf den Kalender gucken. Und schauen, auf welche Daten sich was im Universum der Football Championship bezieht.
Diese zeitlichen Diskrepanzen erklären aber auch seine nach wie vor
gehegten Meister- oder Grand Slam Träume. Die haben mit den aktuellen Leben auch nichts zu tun und stammen aus einer längst vergessenen Zeit. Damals, als noch Meisterschaften in Napier gefeiert wurden. Man bekommt das Gefühl, dass die Rangers um Florian Markert ein Relikt aus der Vergangenheit sind. Der Fortschritt macht auch davor nicht Halt. Und wenn am Ende Pilatschkin Meister wird wissen wir alle:
DAS ENDE IST NAH!
Sergej Pilatschkins Waitakere City FC nähert sich mutigen Schrittes der Herbstmeisterschaft der National League Football Championship und feiert damit die erfolgreichste Halbserie der Vereinsgeschichte seit Copa-Neustart und der damit einhergegangenen Verpflichtung des derzeitigen Trainers. So schlechte Aussichten dürfte man sich in Aucklands Vorstadt deshalb auch nicht auf die Meisterschaft am Ende der Saison machen, wohl gemerkt beim City FC, bei dem dies im Unterschied zu Wendolenes United nicht zur Selbstverständlichkeit gehört.
Ganz anderer Ansicht darüber sind allem Anschein nach aber die Trainer der
asiatisch-ozeanischen Fußballverbände, die dem Tabellenführer in der Oddset-Wette überraschend wenig Vertrauen entgegenbringen. Mit 4,3 Prozent rangiert man kurz vor Annahmeschluss bei den internationalen Buchmachern derzeit nur auf dem fünften Rang, gemeinsam mit Tauranga und Central United. So ganz scheint man es Pilatschkin nicht vergessen zu haben, dass er in seiner neuseeländischen Premierensaison eine Quote von fast zwei Dritteln der eingegangenen Wetten in der Rückrunde beispiellos versenkt hat. Ein Waitakere City-Trauma belastet ganz offensichtlich die Wahrnehmung der asiatischen Trainer von Neuseelands Titelkampf.
Dem einstige Startrainer Raven scheint der Wechsel zum Aufsteiger Central United nicht gut zu bekommen. Die rote Laterne ist dabei lediglich ein Symptom, viel schwerere Ausfallerscheinungen lassen sich beim Trainer selbst feststellen:
1. Raven nennt sich nun Celestial, alternativ manchmal auch nur kurz Celstial. Warum auch immer, näheres zu diesem Versteckspiel ist den neuseeländischen Medien derzeit noch nicht bekannt.
2. Im letzten Pressebericht der Auckländer Kroaten hieß es: Die sechste Niederlage in Folge lässt sämtliche Alarmglocken bei Startrainer
Celstial schrillen. Sechste Niederlage in Folge? Macht man sich jetzt vor lauter Selbstmitleid extra klein!? Ausgerechnet der knappe 1:0-Sieg gegen Ravens Ex-Team wurde dabei einfach unterschlagen. Sei’s drum, am Ende entscheiden in Neuseeland ganz andere Dinge über Aufstieg und Zusammenbruch von Kulturen bzw. Erstliga-Teams.
3. Im letzten Pressebericht der Auckländer Kroaten hieß es außerdem: Der vorletzte Platz ist ein gefährlicher Ort für die neue Mannschaft in der Liga. Vorletzter? Ich glaub, mein Schwein pfeift! Raven ist Letzter! L-E-T-Z-T-E-R!
In Neuseelands Football Championship "waitekert" es nur. Waitakere City konnte sich nämlich mit drei Punkten vorsprung die "Herbstmeisterschaft" sichern. Die Entscheidung fiel in den Heimspielen, die City alle gewann und dabei nicht ein einziges Tor kassieren musste.
Das Gegenteil ist Waitakere United: Das schlechteste Auswärtsteam mit null Punkten und zwei mageren Auswärtstoren ziert das Tabellenende. Der Rückstand auf das rettende Ufer ist allerdings nicht so weit und man hat schliesslich das beste Resttorkonto.
Morgen geht sie also los: Die WM-Endrunde. Neuseeland ist natürlich auch vertreten und startet in der Gruppe F mit dem Spiel gegen die Elfenbeinküste. Wir drücken die Daumen.
Dunedin Technical mit Trainer Brent Jones mischt weiter vorne mit in der ersten Liga Neuseelands. Obwohl man nur eines der drei Spiele siegreich gestalten konnte, wurde der dritte Tabellnplatz gehalten.Doch Vorsicht ist geboten. Die hinter Dunedin Technical gelegenen Mannschaften verfügen über zum Teil noch riesige Torvorräte. Da kann der Vorsprung ganz schnell wie Schnee an der Sonne schmelzen. das dürfte aber auch die Hoffnung der nachfolgenden Teams sein und somit ist Spannung weiter garantiert.
Die bevorstehende Weltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Neuseeland ist gut gerüstet und geht mit einem tollen Trainerteam an den Start. Man ist zuversichtlich, sehr weit zu kommen.
So langsam hört der Spaß auf in Auckland. Die sechste Niederlage in Folge lässt sämtliche Alarmglocken bei Startrainer Celstial schrillen. Der vorletzte Platz ist ein gefährlicher Ort für die neue Mannschaft in der Liga.
Es hatte alles so gut angefangen. Nun geht der Blick schon wieder nach unten, da, wo niemand sein möchte. Sicher, die Saison ist noch lang. Aber wenn einen der Sumpf der
Abstiegsränge erstmal gepackt hat, kommt man schwer raus. Hoffnung machen nur die Konkurrenten. Ein abgehalfterter Markert, der seine besten Jahre laaange hinter sich hat, ein größenwahnsinniger Meister, der eine Zufalls-Meisterschaft zum Anlass nimmt, sich selber zu bewundern. Da sollte es locker möglich sein, immerhin dieser Trainer hinter sich zu lassen. Die eine oder andere Rechnung ist ja noch offen für Celestial...
So zurückhaltend die Rovers derzeit auch mit dem sportlichen Erfolg beschenkt werden, so herrlich sind dann letztlich doch die Duelle mit den namhaften, treuen Rivalen, mit denen man sich Jahr für Jahr auf höchstem Niveau messen darf. Diesmal geht es gegen Wendy, die Beinahe-Meisterin des Vorjahres, die man so gerne zur Meisterin gemacht hätte. Daneben kommt es zum Klingenkreuzen mit Dragoslach, der mittlerweile schon ein echtes Urgestein ist.
Beides keine leichten Spiele, doch sie werden wieder einmal vom Spiel der Spiele in den Schatten gestellt: Die Rangers sind diesmal nicht nur Erzfeind, sondern auch Titelverteidiger. Ein Grund mehr, sie wieder einmal der Lächerlichkeit preiszugeben, nachdem das ein Jahr lang nicht gelungen ist. Einziger Wermutstropfen: Der Grand Slam ist schon futsch. Nun müssen neue Träume reifen - vielleicht die Qualifikation zum AFC Cup? Mal sehen, die Saison ist noch lang.
Am letzten Wochenende konnte Dunedin Technical seine beiden Heimspiele siegreich gestalten und hat somit seine Pflichtaufgabe erfüllt. Auswörts setzte es bei den Glenfield Rovers eine 0:5 Schlappe.
Besser als alle anderen Mannschaften machte es der Meister Miramar Rangers. Als einziges Team war es auswärts erfolgreich und konnte so die Tabellenführung ausbauen. Die Mannschaft von FenrisII gibt in der Liga
schon früh den Tarif durch. Es ist die einzige Mannschaft, die bereits zwei mal auswärts siegreich war. Damit konnte man schon einmal einen satten Vorsprung auf die anderen Teams aufbauen. Nun sind die Verfolger, auch Dunedin Technical, unter Zugzwang. Wenn man den Anschluss nicht frühzeitig verlieren möchte, muss man nachlegen. Es dürfte interessant zu beobachten sein, wer am nächsten Spieltag etwas riskiert.
Vielleicht hätte man tatsächlich auf den Intercity Bus verzichten sollen. Die Fahrten von Auckland nach Tauranga, zurück zu dem Vorortklub aus Waitakere und dann runter nach Wellington schienen den Spielern in den Beinen zu stecken. Da war überhaupt nichts zu holen. Dreimal kräftig auf den Sack gekriegt, in der Tabelle durchgereicht. Kann man von einer Krise rund um Startrainer Raven
sprechen?
Mitnichten. Der muss sich langsam mit den beiden Co-Trainern auf die WM vorbereiten und das Aufgebot für die All Whites zusammenstellen. Seine Spieler wissen Bescheid und drängen sich erst gar nicht auf. Und wenn dann die Starspieler der anderen Teams in Namibia dem Rest der Welt zeigen, wie man Fußball spielt hat Central United freie Bahn. Da kamen diese Auswärtsfahrten gar nicht so ungelegen...
In der AFC Champions League sind alle Vertreter Neuseelands in der ersten Gruppenphase hängen geblieben. Alle drei allerdings nur aufgrund des Torverhältnisses. Besonders unglücklich war das Ausscheiden von Dunedin Technical. Der Gegner konnte von einem Bonus für seinen hohen Heimsieg das entscheidende zusätzliche Tor im direkten Vergleich im anschliessenden Spiel gegen die Mannschaft von Brent Jones setzen und damit das Aus besiegeln.
National war man dafür um so erfolgreicher. Zu den beiden heimsiegen gegen Tauranga City United und Waitakere United gesellte sich noch der Auswärtssieg beim Meister Miramar Rangers. Dadurch wurde aus einem sechs Punkte Rückstand ein drei Punkte Vorsprung. So schnell wird die Tablle durchgeschüttelt.
Das Heimspiel von Dunedin Technical gegen Waikato FC war wirklich nichts für Herzkranke. Bereits nach vier Minuten hiess es 1:1. dann erzilten beide Mannschaften in der 32. Minute jeweils ein Tor zum erneuten Unentschieden von 2:2. Vor der Pause fielen noch einmal zwei Treffer innerhalb einer Minute zum 3:3 Pausenstand.
In der zweiten Halbzeit gin Dunedin Technical in Führung. Dann passierte in der 85. Minute das unglaubliche: beide Mannschaften waren erneut erfolgreich. Somit konnte die Mannschaft von Brent Jones einen glücklichen 5:4 heimsieg feiern.
Damit war man offensichtlich so bedient, dass man bei Waitakere City gleich mit 0:5 baden ging.
Wars das schon wieder mit Friede Freude Eierkuchen in Auckland? Gegen die erwartet schwachen Gegner aus Manawatu und Waikato reichte es jeweils nur zu einem mageren 1:0. Jetzt stehen fünf Auswärtsspiele hintereinander an. Immerhin ist der Weg auf die Südinsel schon erledigt, so kann man wenigstens beim Sprit sparen. Trotzdem muss man sich erstmal an diese Championship hier gewöhnen.
"Wir dachten, wir steigen in die National Legue auf. Stattdessen
Football Championship. Das alles kostet natürlich. Daher müssen wir sparen, wo wir können. Daher heißt es für jeden Spieler aus einer Tasche einen Pass für den Intercity Bus zu kaufen, sprich eigene Anreise. Wir sind ja nicht die Mutter. Und Geld wächst nicht auf Bäumen. Außerdem haben wir in der Geschäftsführung genug Sorgen mit dem TK. Da will echt jeder was abhaben."
Ist Trainerlegende Raven am Ende mit seinem Trainerlatein?
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Einem 0:6 bei den Rangers ist einfach nix Gutes abzugewinnen, amtierender Meister hin oder her. Nach nur fünf Spieltagen war’s das mal wieder mit dem Grand Slam, und auch mit der Neuseeländischen Meisterschaft sieht es nicht viel besser aus. Ist Markert überhaupt noch der richtige Mann am richtigen Ort? Die Trainerfrage kommt leise auf, aber sie kommt auf. Nur Markert selbst, den kratzt das gar nicht: „Seit dem Champions-League-Triumph habe ich hier einen Vertrag auf Lebenszeit, den nur ich selbst kündigen kann. Und das werde ich frühestens dann tun, wenn ich hier alles gewonnen habe, inklusive des Grand Slam!“ Na dann besteht wohl keine Gefahr…
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