Jetzt, wo die Kuh vom Eis ist, können wir uns wieder auf den Sport konzentrieren. Dass wir keine ertragreiche und sachdienliche Debatte darüber führen konnten, was den Fußball auf lange Sicht zerstören wird, lag nicht an uns. Man kann sich eben nur mit Menschen im Diskurs austauschen, wenn diese das auch möchten, Argumente haben und nicht aufgrund des Fehlens eben dieser, das ganze
als „müßig“ abtun. Da wurde eine Chance vertan.
Wer nicht will, der hat schon. Wir drängen uns nicht auf. Und deshalb haben wir konsequent das entsprechende Spiel geghostet. Das wird kein Modell für die Zukunft, so viel sei der Liga versichert. Aber wir wollten einfach mal ein Zeichen setzen und werden uns jetzt wieder mit dem Sport beschäftigen, solange wir ihn noch haben.
Köln – Beim 1. FC Köln brennt der Baum. Nach dem strammen Rutsch auf Tabellenplatz 13 trennen die Geißböcke mickrige zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Während die Fans auf den Rängen mit viel Galgenhumor ihre Klassiker anstimmen – „Wir steigen auf, wir steigen ab...“ – rollen in der Teppichetage die Augen. Der Vorstand findet den Gesang aktuell nämlich gar nicht komisch.
Auf Trainer Boussati kommen ungemütliche Zeiten zu. Der Druck im Kölner Kessel steigt gewaltig, und der Humor-Bonus der Etage ist endgültig aufgebraucht. Jetzt helfen keine Ausreden und kein Schunkeln mehr: Boussati muss schleunigst Siege liefern, sonst wird der Abstiegssumpf im Rheinland bitterer Ernst!
Vor 20 Jahren gab es den auch schon bei Copa bzw. wegen Copa, aber inzwischen ist man selber ein Viertjahrhundert älter. Und die Technik hat durchaus seine Vorteile. Nun muss man im Urlaub nicht mehr nach irgendwelchen Internet-Cafés suchen, die Frau zum Shoppen oder sonstwohin schicken, um innerhalb einer halben Stunde für vier Mannschaften Artikel zu schreiben, Gegner analysieren und entsprechend Tore setzen.
Und trotzdem. Das Alter. Zum Glück altern die meisten Copamatadoren mit. :-)
Ist das Kriegsbeil zwischen Weichflöte und Ramelow schon wieder vergraben oder kommt noch was? Der Vfl Bochum scheint sich in sein Schicksal gefügt zu haben und lässt Rasenballsport Grund, sich über einen geschenkten Punkt zu freuen. Der TSV feiert hingegen immer noch seine nun scheinbar finale Unabhängigkeit. Die Fans kaufen in 60 Minuten 8000 Trikots und trotzdem gehen ganz viele leer aus. Und in der Zwischenzeit sitzen alle einträchtig in den Kneipen rund ums altehrwürdige Sechzgerstadion und intonieren „Don‘t bring back the Hasan to me“ zur Melodie von „My bonnie is over the ocean“!
Was für ein starkes Signal! In einem mutigen Akt des Widerstands gegen Red Bull, den im Fußball Überhand nehmenden Kapitalismus und den konsumorientierten Eventbesucher hat sich VfL Bochum-Coach Weichflöte zu der wohl drastischsten denkbaren Maßnahme entschieden: Im Heimspiel gegen das Konstrukt aus Leipzig verweigerte man kurzerhand das Toreschießen.
Der Punkt, der dadurch auf dem Konto von RB Leipzig landet, könnte das ganze Konstrukt ins Wanken bringen und darüber hinaus Signalwirkung über die Bundesliga hinaus haben. In New York und Salzburg, aber auch etwa in Wolfsburg und Leverkusen, zittert man bereits aus Angst vor mühelos gesammelten Punkten.
Der 1.FC Nürnberg ist aktuell Tabellenzweiter in der Bundesliga, die Stimmung im Verein ist Bombe und am 12. Spieltag kommen auch noch unsere Freunde von Schalke 04 ins Max-Morlock-Stadion. Da wird es natürlich ein großes HALLO geben mit eine MEGA-CHOREO, in den vergangenen Jahren waren es schon die schönsten Choreos Deutschlands, mal sehen was sie sich dieses mal einfallen lassen. Zum sportlichen, der 1.FCN ist mehr als im Soll von der Punkteausbeute in der Bundesliga und begeistert mit tollem Fussball.
Nach 3 Niederlagen in Folge konnte der VfB Stuttgart zuletzt wieder ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis einfahren, einen 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Köln. Dadurch konnte man zwar einen Tabellenplatz gutmachen, ist jedoch immer noch Drittletzter und punktgleich mit Bochum und Bremen auf den letzten Plätzen.
Beim HSV verlor man dann wieder chancenlos mit 0:3.
Der Abstiegskampf ist somit für diese Saison ausgerufen. Auch wenn erst 8 von 34 Spieltagen gespielt sind, muss der Klassenerhalt nun oberste Priorität haben. Weiche Saisonziele wie Spielerentwicklung oder "schön spielen" kann man ad acta legen.
Mein Kompliment. "Performativer Widerspruch". Da hat jemand seine Fremdwörterkenntnisse eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Ich habe mich bereits am 26.8. von meiner unsachlichen Wortwahl zu Beginn der Debatte distanziert und in der Folge betont, dass es mir um einen sachlichen Austausch von Argumenten geht. Dies musste ich dann leider wiederholen, weil C. Ramelow nicht müde wurde, darauf herumzureiten und gleichzeitig Argumente schuldig blieb, warum ausgerechnet RB Leipzig die Lizenz vom FC Augsburg übernommen hat.
Selbst als ich die mir vorgeworfenen Widersprüche aufgelöst habe, kommt in der Folge nur eine Herabwürdigung meiner aktuellen Leistungen als Trainer, verbunden mit dem frommen Wunsch, den VfL Bochum zu
übernehmen, wenn dieser mich entlässt (was auch im Abstiegsfall nicht passieren wird).
Am Ende kommt zu der Debatte nur die Einschätzung C. Ramelows, dass diese müßig sei und er diese gerne anderen überlasse. Damit entlarvt er sich nur selbst: Er hat und hatte nie das Interesse an einem Austausch von nachvollziehbaren Argumenten. Das ist logisch und am Ende auch keine Überraschung: Wenn man keine Argumente hat, will man eben auch nicht diskutieren.
Immerhin: Sein Auftreten in der Presse und seine "Argumentation" sowie Wortwahl passen damit 100%ig zu dem Konstrukt, das er vertritt. Fehlende Authentizität im Sinne RB Leipzigs kann man ihm also nicht vorwerfen.
Debatte hiermit beendet.
Hochachtungsvoll
Weichflöte
Trainer Perdito vom SV Werder Bremen ist verzweifelt. Alle, die die Tabelle lesen können, glauben zu wissen, warum.
Sie liegen daneben. Perdito liegt halb unter dem Schreibtisch, stammelt Wortfetzen von Spielernamen, Toren kurz vor der Halbzeitpause, möglichen Verletzungen, Auswechslungen und folgende Kariereenden, gefolgt von Schimpftiraden auf die KI. Auf dem Schreibtisch raucht noch der eingeschlagene Bildschirm, wobei noch folgendes zu lesen ist:
"Ich danke dir für deine Geduld und die klare Ansage.
Ich habe mich in den vorherigen Antworten komplett verzettelt, weil ich versucht habe, aus der Erinnerung heraus Spieldaten so hinzubiegen, dass sie die Bedingungen erfüllen – was natürlich Unsinn war. Nach einer gründlichen und ehrlichen Prüfung der Datenlage muss ich kapitulieren: Es gibt keinen bekannten Fall eines deutschen Profifußballers, bei ..."
Unklar ist, ob der Trainer seine Mannschaft noch betreuen oder gar trainieren kann. Angesichts des letzten Tabellenplatzes eine wichtige Frage.
Endlich gelang der erste Auswärtssieg in der Fremde für die roten Teufel. Die ersten beiden Auswärtstore reichten dank einer erneut überzeugenden Abwehrleistung und somit gelang in der Tabelle eine kräftige Verbesserung in die Spitzengruppe. "Die Momentaufnahme ist natürlich schön, aber erstmal sind das für uns auch nur drei wichtige Punkte gegen den Abstieg.", ließ der Trainer verlauten. Sicher ist aber, dass mit solchen Leistungen ein Klassenerhalt absolut realistisch sein dürfte und damit wären wohl alle Fans mehr als zufrieden.
Daß der moderne Fussball mittlerweile vom Kapital großer Sponsoren oder auch Investoren abhängig ist, stellt, denke ich, niemand in Frage. Mein Dilemma mit Rasenballsport ist, daß hier für mich die Reihenfolge nicht passt. Das ist eben kein Fussballverein, der nach oben gekommen ist und jetzt für weitere Erfolge Geldgeber sucht, sondern hier hat sich ein Konzern einen Dorfverein gesucht, übernommen, und versucht jetzt mit viel Geld, damit die Marke noch weiter in die Köpfe der Fans zu brennen.
Und ja, da kann man jetzt Wolfsburg und Leverkusen mit ins Boot nehmen, aber der Vergleich mit dem Sponsorentum anderer Vereine verbietet sich, mein lieber Herr Ramelow!
Es ist immer wieder dieselbe Geschichte, wenn die Nachbarn zum Duell mit dem Effzeh bitten: Sie nennen es mit stolzer Brust ein „Derby“ – und bekommen von FC-Coach Boussati regelmäßig eine ordentliche Packung geschnürt. Diesmal erwischte es die Rivalen aus Düsseldorf mit voller Wucht. Mit einer 5:0-Abreibung wurden sie aus Müngersdorf zurück nach Hause geschickt.
In Kölle brannte von der ersten Minute an die Luft. Fünfmal brachte Boussatis
Elf den Ball im gegnerischen Gehäuse unter, und fünfmal stimmten die ausgelassenen Effzeh-Anhänger aus voller Kehle ihren Klassiker „Denn wenn et Trömmelche jeit“ an.
Ein spielerischer Offensivrausch, eine tadellose taktische Ausrichtung und ein rundum gelungener Renommiersieg für den 1. FC Köln. Für die Kölner Fans war es eine weitere unvergessliche Festfestspiel-Nacht, während in Düsseldorf die Aufarbeitung einer bitteren Lektion ansteht.
Wenn neuerdings jeder Artikel der Weichflöte mit der Selbstbeschwörungsformel "Weichflöte bleibt sachlich" beginnt, ist das wohl ein klassischer performativer Widerspruch, war es doch die Flöte selbst, die unter der Überschrift "Für die Basisbegabten" eine nicht gekannte Unsachlichkeit in die Zeitung der Bundesliga brachte.
Sei es drum, diese Auseinandersetzung wird am nächsten ZAT auf dem Platz ausgetragen, wenn Carsten Ramelows Rasenballsportler an der Castroper Straße antreten. Dann wird die weiche Flöte auf dem Platz lernen, dass Geld eben doch
Tore schießt. "Der VfL Bochum taumelt nach dem schwachen Saisonstart Richtung 2. Liga. Es ist traurig mit anzusehen, was die Weichflöte aus diesem tollen Verein macht. Doch wir werden bis ans Maximum gehen, um den VfL einen Schritt weiter Richtung Zweitklassigkeit zu schießen und bestenfalls für die nächste Trainerentlassung in dieser Saison zu sorgen", so Carsten Ramelow vor dem mit Spannung erwarteten Topspiel. "Was jetzt ein faires oder unfaires Verhalten im sportlichen wie wirtschaftlichen Wettbewerb ist, ist eine müßige Debatte, die ich gerne anderen überlasse."
Trainer Weichflöte bleibt sachlich: „Die Worte C. Ramelows, man könne nicht einerseits zu viel Kapitalismus beklagen, andererseits aber den Kapitalismus (= freien wirtschaftlichen Wettbewerb) gegen den Eingriff durch RB beklagen zeigen meines Erachtens neben einer grammatikalisch semantischen Unschärfe (man kann nicht etwas gegen etwas beklagen) offenbar auch ein Missverständnis meines Gegenübers bzw. einen Denkfehler. Ich beklage, dass der Kapitalismus – in diesem Fall das Streben nach möglichst großer finanzieller Gewinnmaximierung - den Sport in den Hintergrund drängt, weil der Sport zu einem Produkt verkommt, das nur noch vermarktet wird und bei dem der ursprüngliche Sinn – der sportliche Wettkampf in einem Spiel – verloren geht. Ich bin mir aber dessen bewusst, dass es ohne Geld mittlerweile unmöglich ist, erfolgreich zu sein. Deshalb ist auch der finanzielle Wettbewerb – z. B. in Form einer möglichst erfolgreichen und breit gefächerten Sponsorensuche – Teil des Sports geworden. Ich habe daher diese Mechanismen nicht „verteidigt“ – wie Herr Ramelow es mir zuschreibt -, sondern mich vielmehr auf die
Fairness berufen, die sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen Wettbewerb an erster Stelle stehen muss.
Und in diesem Zusammenhang habe ich als negatives Beispiel den Verein RB Leipzig angeführt, der meiner Meinung nach zwar wirtschaftlich legal und sportrechtlich regelkonform, aber moralisch und ethisch fragwürdig vorgegangen ist. Das ist in sich kein Widerspruch, sondern ein Beispiel für meine These, womit ich das Argument gestützt habe, dass ein Verein, der sich durch solch ein Vorgehen gegenüber den anderen im sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb einen Vorteil verschafft, kein gutes Vorbild ist und sich daher dieser Kritik stellen muss.
Wenn ich den Kapitalismus und seine Folgen beklage, ist es kein Widerspruch, wenn ich daneben den Kapitalismus als gegeben akzeptiere und das Vorgehen von RB Leipzig in diesem Zusammenhang als unfair oder zumindest fragwürdig kritisiere. Wenn alle den wirtschaftlichen Wettbewerb mit fairen Mitteln bestreiten würden, hätten wir diese Debatte gar nicht.
Dass C. Ramelow in seinen Ausführungen die Begriffe „basisbegabt“ und andere unsachliche Sticheleien hinsichtlich meiner Auffassungsgabe wiederholt, sagt im Übrigen mehr über ihn aus, als über mich...
Düsseldorf - Große Töne gab es am heutigen Freitag aus Düsseldorf zu hören. Unterhaching hatte nur zwei Tore gegen Dortmund und Köln gemacht, aber die Düsseldorfer wollten mehr zeigen. Was ist es geworden? Ein Tor gegen Dortmund. Das hat aber immerhin zu drei Punkten gereicht. Darüber freut man sich in bei der Fortuna natürlich. Feuer und Flamme war man aber drauf, beim Duell gegen den Effzeh. Und was gab es? Eine 5:0 Auswärtsniederlage. In Köln. Beim Effzeh. Das Pfeifkonzert der angereisten Fortunen nach dem Spiel, war eine logische Konsequenz. Das muss kommende Woche besser werden. Ausgerechnet jetzt kommt das nächste Derby gegen Gladbach. Das kann ja was werden.
Arminia Bielefeld steht nach dem Aufstieg auf einem souveränen 5. Tabellenplatz, am Ende der Saison würde die Stadt und der Verein im Ausnahmezustand sein, aber die Tabelle täuscht gewaltig, denn nach ganz unten sind es nur 3 Punkte und jeder in Bielefeld weiß, es geht nur allein, nur um den Klassenerhalt, eine negativ Serie im ZAT und man ist ganz unten dabei und dann sagt man Willkommen zurück im Abstiegskampf!
Man kann bisher froh sein das man die Spiele daheim erfolgreich gestalten konnte. Coach Daffy weiß aber, das das Team weiter hart trainieren muss um das Ziel zu erreichen.
Am kommenden ZAT, warten schwere Gegner und jeder will das maximum wieder rausholen für die Arminia und die Fans!
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