Munteres Marschieren im Mittelfeld. Genauso hatte es die Wahrsagerin vom Rummelplatz dem erfolglosesten Erfolgstrainer der Welt, dem auf keinen Fall abergläubischen fubinini, aus den noch warmen Innereien einer gewöhnlichen Stubenfliege vorhergesagt.
Während der Landregen das Trainingsgelände langsam aber sicher in eine durchtränkte Seenlandschaft verwandelte, dachte der Übungsleiter unseres Lieblingsclubs von Vätternsee über Fußball, die Liga in Schweden und seine Trainerkollegen nach.
Während sich Rokinjo und Flemezio darüber
aufregen, dass vielleicht die komplexen südamerikanischen Verniedlichungssuffixe nicht von jedem korrekt wiedergegeben werden können, ein Herr P. Pacult mal weg ist, um dann doch mit mittelalterlichen Magnetbändern zurückzukommen (die 80er wollen ihre Kassette zurück...), ist zumindest Gefle vorne mit dabei.
Kein Wunder, dass es so schwierig in der AllSvenskan ist. Schaut man sich das Gruppenfoto der Trainer an, so stellt man fest, dass man in der Geriatrie des europäischen Fußballs gelandet ist. Bei einigen hilft nur noch Bein aufschneiden und Jahresringe zählen...
Nach 13 Jahren Abstinenz dämmert es doch: Die Liebe zu Schweden ist eine verdammt komplizierte Angelegenheit. Man kommt mit offenen Armen zurück, schenkt der Liga feinsten Angriffsfußball – und Flemmencio mäkelt beleidigt an meiner Rechtschreibung herum, weil ihm das 2:4-Lehrstück aus vergangener Woche natürlich und völlig zu Recht (!) noch quer im Magen liegt!
Verzeihung, mein Bester! Ob nun Fiemmenclo, Flamenco oder Flemmencio: Wenn der Autopilot namens „Pate“ bald irgendwo und irgendwann wieder in
unsere Liga (leider!) mit maschineller Grausamkeit zuschlägt, und womöglich genau bei dir, fragt am Ende auch kein Duden nach den Toren. Sei also froh, dass wenigstens ich es da war mit zumindest aktuell gemäß Tabellensituation, so frei bin ich mal, dem verbrieften Recht auf solche Dinge.
Oder anders: Ein paar Grammatikfehler hier, ein paar eiskalte Patent-Punkte da, und schon thront Åtvidabergs FF als Tabellenführer eiskalt auf Platz 1! Wer braucht da schon fehlerfreie Orthografie, wenn die Tabelle so wunderschön glänzt?
Ich bin wieder weg. Man merkt es daran, dass die Mannschaft spielt wie sie
will. Eine kurze Dienstreise hier, ein kleiner Urlaub da und schon kommt das Mannschaftsgefüge durcheinander.
Dazu noch die Belastung durch das internationale Geschäft
Und schon klappt nichts mehr. Ich hatte extra einen Kassettenrecorder in die
Umkleidekabine gestellt, damit die Spieler auch in meiner Abwesenheit ordentlich vollgeblökt werden.
Sie brauchen halt eine ihnen vertraute Stimme.
Aber wahrscheinlich hat der Hausmeister vergessen, die Kassette
zurückzuspulen. Na so wird das natürlich nichts mit der Meisterschaft.
Ein sehr schöner Saisonstart für unseren Lieblingsclub von Vätternsee sieht anders aus
Leider befindet sich unser Mann in Jonsköpping, der extrem ungebildet fubinini gerade auf der Autobahn, sodass nur ein kurzes Statement eingeholt werden kann: "Vorne waren wir nicht stark genug, hinten nicht klug genug und in der Mitte war es auch doof. Was soll man machen, das nächste Spiel ist immer das nächste."
Nun ja, das ging schon mal besser, aber der lustige Haudegen legte noch einen nach: "Ich hau euch alle weg."
Gefle IF ist mit zwei Siegen in die neue Saison gestartet und wurde erst durch eine Niederlage im Spitzenspiel beim Meister und neuen Tabellenführer Assyriska Foreningen gestoppt. Zum Saisonauftakt beim Halmstads BK gewann Claudinos Mannschaft überraschend mit 1:0 und konnte auch bei ihrer Heimpremiere gegen Aufsteiger IFK Norrköping mit 2:0 die Punkte holen. Bei Assyriska unterlag sie dann knapp aber verdient mit 0:2, nachdem es dort in der vergangenen Saison mit 0:5 noch die höchste Saisonniederlage gesetzt hatte. Nun stimmt man sich in Gävle auf die dritte Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb ein, der in 2 Wochen startet.
Wer gewinnt hat Recht. So ist es für gewöhnlich. Und da hilft es Flemmencio also herzlich wenig, dass auf der jüngsten Auswärtsfahrt der Coach der Heimmanschaft aus Ävdiaberg, ein gewisser Rockini, es mit der Schreibweise des Gegners Trainer nicht allzu genau nahm. Wesentlich treffsicherer agierten da leider die Spieler aus Evitaberg und schossen ihr Team zu einem verdienten 4:2 Heimsieg.
Vielleicht waren die Spieler von IFK aber auch einfach zu abgelenkt von der gleichzeitig stattfindenden Auslosung der CL-Gruppen…
Ich bin wieder da. Gerade so geschafft, rechtzeitig von meiner Dienstreise nach Mexico wieder hier im sonnigen Schweden zurück zu sein. Am Wochenende geht’s gegen einen der vielen Fubinis, Fubinninis oder Fubinissimos dieser Copawelt. Egal wie sie sich nennen wir müssen wachsam sein in Södertälje. Gerade erst war ich, wie oben erwähnt, in Mexico um einen dieser Fubinskies aus einem dicken Schlammassel zu befreien,
während dessen macht der Andere Stimmung gegen mich, hier in Schweden, ohne Skrupel, hinter meinem Rücken. Das brauch ich mir nicht zu gefallen zu gelassen. Da werd ich gleich mal die erste Auswärts-6 der Saison in den Rucksack packen. So bekomme ich natürlich nie einen Award, ach Mist, das ist ja ne richtige Zwickmühle. Na gut, Rucksack wieder ausgepackt, nächste Woche ist auch noch ein ZAT. Aber denkt dran, Aufpassen!
Da analysiert man die Tabelle und realisiert: Die schwedische Allsvenskan ist eben kein gewöhnlicher Zirkus. Während fubinio in aller Gelehrsamkeit über Mini-Bierdosen philosophiert, Fiemmenclo das ungewöhnlich verhaltene Verhalten der Liga beklagt und claudino schon vor längerem die Aufstockung auf 14 Teams analysiert, bleibt der Rest der Zeitung fast schon gespenstisch leer. Zu wenig Artikel? Zu viel Schweigen? Von wegen. Die Liga sortiert sich gerade selbst und zwar mit eiskalter
Präzision.
Ein paar verwaiste Trainerbänke, ein paar blaue Patentzug-Punkte auf dem Zettel, und schon ballert es für Åtvidabergs ein 0:2 hier und ein wildes 4:2 gegen Fiemmenclo da. Wer braucht schon endlose Pressekonferenzen und menschliches Zaudern, wenn der Autopilot die Spiele mit maschineller Härte veredelt? Genau diese nüchterne Kälte nimmt jeder Ausrede den Wind aus den Segeln und hebt das Niveau erst richtig an. Weniger Gelaber, mehr Fußball. So darf es (nicht) weitergehen!
Da versucht ein langjähriger Erfolgstrainer, der seit langen Jahren Erfolge hat, über eine Mimimi-Show Mitleid zu erhaschen um irgendwann mal einen der überschätzten Copa-Awards zu bekommen und verfolgt eigentlich einen völlig anderen Plan.
Zumindest ist das die Meinung des erfolglosesten Erfolgstrainers der Welt, des von der ganzen, weltweiten von jedermann ausgestoßenen Jammerei absolut genervten fubinini. Seiner Meinung nach, die unserer Redaktion aus erster Hand vorliegt, da der Übungsleiter
unseres Lieblingsclubs vom Vätternsee in einem komplizierten Dreiecksverhältnis mit der Tochter des Verlagsleiters und der Witwe des Fotografen gefangen ist, kann der abschreckende Dr. P. Pacult mit diesem Artikel nur das Ziel verfolgen, Mitleid bei den Mitspielern zu erzeugen, die dann nur noch mit halber Kraft gegen Assyriska Föreningen antreten und somit den Weg zu einem erneuten Meistertitel freimachen.
Aber nicht mit dem Commander.
Zitat: "Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich erarbeiten!"
..startet die schwedische Liga. Einige Trainer haben den Start gleich ganz verschlafen, andere üben sich in Zurückhaltung. Ob das so bleibt? Auch Flemmencio gehörte dazu und findet sich am Tabellenende wieder. Eine Momentaufnahme nach gerade einmal einem Spieltag, aber auch nicht weiter schlimm. In Göteborg wird der Auslosung der Königsklasse entgegengefiebert. Wenn dafür die heimische Liga vernachlässigt wird, dann ist es eben so. Aber auch vergangenes Jahr wurde die Liga erst auf den letzten Metern entschieden.
Da sind sie wieder, die Gefühle, die Erinnerungen, das auf eine Ergebnisliste Schauen und Realisieren: Das ist die Heimat. Hier trifft man, hier zittert man, hier hofft man, hier wird man poetisch. Ob ich hier ein bisschen übertreibe? Vielleicht. Aber es ist schön, mal wieder ein Ergebnis für meinen Verein Åtvidabergs zu sehen und entsprechend auch darauf zu bauen, dass dies vielleicht zu einer langen, wieder sehr emotionalen gemeinsamen Zukunft führt. Ein gelungener Start! Nicht zuletzt aufgrund des ersten Dreiers seit 13 Jahren!
Es hätte die beste Saison mit dem Gefle IF in der Allsvenskan für Claudino werden können. Doch die letzten vier Spiele gingen allesamt verloren und mit ihnen die Tabellenführung, die Claudinos Mannschaft zwischen dem 5. und 18. Spieltag fast ohne Unterbrechung innehatte. So bleibt die Saison 24 mit Rang 3 und 46 Punkten aus 26 Spielen auch weiterhin die beste der 21 Spielzeiten, in
denen Claudino in Gävle tätig war. Ein kleiner Trost bleibt, nämlich die Qualifikation für die Hauptrunde der Europa League.
Nun wird die Allsvenskan um zwei Teams aufgestockt und geht in alter Stärke von 14 Mannschaften und wieder mit den Urgesteinen Norrköping, Atvidaberg und Falkenberg in die Saison 44. Damit wird es auf jeden Fall schwerer werden den Titel zu holen.
Warum sollte man traurig sein in Södertälje, wird sich der ein oder andere Leser denken, es läuft doch. Genau da liegt die Krux begraben. Denn obwohl es seit Jahren gut läuft in Södertälje, keine Skandale, keine sexuellen Eskapaden, keine NMR´s immer seinen Teller abgegessen und seine Sozialabgaben getätigt. Sozusagen das ganze Gegenteil eines befreundeten Trainerkollegen vom Vätternsee, ist man der erfolgreichste Durchschnittstrainer aller
Schweden geworden, aber eben auch der traurigste. Seit 13 Jahren ist man in der 1.schwedischen Liga immer Meister oder Vizemeister geworden, niemals schlechter und trotzdem ist man in all den Jahren, wo andere Kollegen Rekorde einer Eintagsfliege brachen oder 5 verschiedene Vereine wegen Erfolglosigkeit verlassen mussten, nie nie nie für einen Copa Award nominiert worden. Ist das nicht Grund genug für alle Fans in und von Södertälje einfach mal traurig zu sein?
In meinem allerletzten Artikel vor vielen, vielen Jahren - damals im tiefen Jahr 2013, und ich hoffe es ist entsprechend okay hier einmal vollständig zu zitieren – habe ich für Åtvidabergs Folgendes geschrieben: „Zum Abschluss: Eine lange, ruhige Saison nähert sich in Åtvidabergs dem Ende zu. Nichts war zu vernehmen, nichts wurde verspürt, nichts wurde vermeldet, einmal sogar kein Zug abgegeben. Wird das so bleiben? Vielleicht. Aber: Åtvidabergs wird nicht verlassen, so lange noch ein Schwede dem runden Ball oder der gezogenen Sechs hinterherrennt. Und dann müsste es doch nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn nicht doch wieder die Lust am Spiel, an den Quizfragen, am Taktieren, an der vorausschauenden und nicht rein spieltagsbestimmten Analyse aufkommt. Und dann steigert sich ja auch vielleicht wieder mehr die Lust zu schreiben, wobei diese sich beim
Verfassen dieser Zeilen auch schon wieder zu regen beginnt. Und damit zum Abschlusswunsch: Allen einen guten Saisonausklang... und mir den besten!“
Heute, im Jahr 2026, blicke ich auf diese Zeilen zurück und muss schmunzeln. Es ging tatsächlich mit rechten Dingen zu! Aber anders als erwartet. Genauer: Ich renne noch der gezogene Sechs hinterher, der runde Ball er rollte aber nicht einfach so weiter, sondern vielmehr musste wieder über das Feld getragen werden, um genau das Versprechen von damals einzulösen - obwohl ich zwischendrin woanders war. Åtvidabergs wurde nicht verlassen und der Verein wurde jetzt bei erseter Gelegenheit wieder neu erweckt, und ich bin wieder genau da, wo mein Manager-Herz zu Hause ist. Åtvidabergs lebt wieder. Und mein Wunsch für die neue Saison 2026 schließt nahtlos an damals an: Allen ein fantastisches Comeback... und mir wieder das allerbeste!
Die nächste Hitzewelle treibt durch Europa und selbst der Vätternsee hat Fischsuppe direkt aus dem See. Das erste Training unserer Lieblingsmannschaft sieht ähnlich erfolglos aus, wie die Bemühungen der Regierung den Klimawandel einzufangen: Müde, einfallslos und erschreckend unkreativ. Man hält an Altem fest.
So wundert es nicht, dass auch am alten Übungsleiter festgehalten wird. Der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, der kugelbauchige fubinini steht am Rand des Spielfeldes und wirkt immer noch genauso unerfahren und einfallslos, ja geradezu unsicher und - man muss es so hart sagen -
fussballdumm.
Da ist der Ausblick auf die nächste Saison in der AllSvenskan schon getrübt, bevor es überhaupt in das Winterhalbjahr geht. Dabei hat es die Liga diese Saison in sich. Ein Meister durch Manipulation und fiese Spiele, Männer ohne Kuller, Babsis, die leider nicht schreiben können ("schreib Dich nicht ab!") und natürlich - jede Liga braucht einen - ein Markert, der immer wieder in der Lage ist, seine niedrig gesetzten Ziele zu reißen. Diese Zeitung ist zu kurz, um alle zu bewerten, aber klar sein dürfte schon jetzt: "Ich hau euch alle weg!"
Statt nordischer Depression wie andernorts ist die Stimmung bei IFK großartig! Durch glückliche Fügungen konnte der Vizemeistertitel abgestaubt werden und das bedeutet für die kommende Saison doch tatsächlich: Champions League in Göteborg.
Die schwedische Liga wird dort hoffentlich würdig vertreten, in selbiger soll der Erfolg natürlich wenn möglich wiederholt werden. Zum Auftakt gehts gegen den traurigen Doktor ohne Award. Hoffentlich steht er nach dem ersten Spieltag auch ohne Punkte und Tore da..
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
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