Das erklärte Ziel der Vereinsführung bis zur Saisonhalbzeit die rote Laterne wieder abzugeben, ist Trainer Haller mit seiner Mannschaft nicht gelungen. In einer eilig einberufenen Krisensitzung wurde dem, mit unglücklicher Hand agierenden, Trainer noch ein wenig Aufschub gewährt. Wie lange man Haller noch dabei zusehen wird, den Verein wieder zurück in die Segunda Divison zu führen bleibt abzuwarten. Anscheinend haben noch nicht alle die Hoffnung aufgegeben, dass der Trainer die Kurve nochmal kratzen und sich mit seiner Mannschaft aus den Niederungen der Tabelle emporheben kann.
Die Zeit drängt auf jeden Fall, denn am Tabellenende ist jedes Spiel ein Endspiel, Fehler dürfen keine mehr gemacht werden.
Das war jetzt doch etwas überraschend wie man sich vom letzten auf den ersten Platz vorgeschoben hat in der Tabelle. Natürlich benötigt man jetzt noch das Quäntchen Glück um die fehlenden Punkte fürs Weiterkommen einzuheimsen. Aber man hat zweifelsohne die beste Ausgangssituation. Es bleibt abzuwarten wie die KOnkurrenz spielen wird in der letzten Runde. Mit einem Sieg aus zwei Spielen kann man alles klar machen. Wollen wir mal hoffen, dass die Taktik aufgeht und die Gegner das übrige dazu beitragen. Für die Fans wäre es der größte Erfolg unter Trainer Jose S. Nun heißt es Daumen drücken und hoffen.
Noch nie seit seiner Berufung als Trainer des Danubio FC blickte Rainis Roesamäe mit solcher Genugtuung auf den Zwischenstand der Primera Division. Die Tabelle des uruguayischen Oberhauses sieht seinen Verein nach einer einigermaßen erfolgreichen Woche mittlerweile auf dem zweiten Rang platziert. Selbst eingefleischte Fans der Franja hatten für die Partien in Tacuarembo und bei Penarol geringe Erwartungen, präsentierte sich ihr Klub in der Vergangenheit doch in der Fremde stets als zahnloser Tiger. Diesmal jedoch
verhinderte ein couragiertes Auftreten des Teams das erneute Abrutschen in die zweite Tabellenhälfte und sicherte dem Verein respektable vier Zähler. Ein Gegentreffer in der Nachspielzeit – der Schiedsrichter zeigte sich dem großen CA Penarol mal wieder geneigt – verhinderte geradeso die Sensation und das kleine Danubio musste sich mit einem Remis zufrieden geben. Zum Ende der Hinrunde befindet sich der Verein damit mitten im Titelrennen, spürt dabei aber freilich stets den Atem der missgünstigen Konkurrenz im Nacken.
In der Primera Division läuft es für die hauptstädtischen Athleten so einigermaßen rund. Zu Saisonhalbzeit belegt man einen abgesicherten Platz in der tabellarischen Mitte, wobei noch Luft für einen Steigflug, zumindest in aller Theorie, vorhanden wäre. Hoffen wir das der Aufwärtstrend am heutigen Spieltag nicht jäh gestoppt wird, spielt man doch gegen die beiden etablierten Vereine CA Peñarol und den sich im oberen Tabellendrittel festsetzenden Danubio FC. Nachdem man mit dem werten Kollegen John Taylor vorläufig nun doch nicht zur WM fährt, bietet sich heute zumindest die Gelegenheit die Klingen zu kreuzen.
Kurz vor dem Ende der Hinrunde befinden sich die Athleten im tabellarischen Nirvana. Dennoch stimmen sie voller Optimismus den Slogan eines mittlerweile umbenannten deutschen Sportsenders aus dem bayrischen Ismaning an: Mittendrin statt nur dabei!
Grund dieser ausgelassenen Stimmung ist dabei nicht nur der erste Auswärtssieg der Saison, der bei der schönen Aussicht errungen wurde, sondern vor allem auch die Tatsache, dass man sich in der Liga noch längst nicht sicher sein darf, wo es am Ende der Saison hingehen mag. So sind es nach ganz vorne nur drei Punkte Abstand. Also auch in der zweiten Saison nach dem Aufstieg ist für die Athleten noch alles drin.
Es war zu erwarten und nun ist es geschehen: Die Wochen der Tabellenführung Deportivo Maldonados sind gezählt! Neuer Tabellenführer ist Defensor Sporting, der Club steht "nur" noch auf Rang 3.
Für Trainer Brad Pott keine Überraschung. Seit Wochen sprach er davon, die Tabellenführung nicht überzubewerten und realistisch zu bleiben und betont jetzt nochmals: "Eine
Meisterschaft wird es diese Saison noch nicht geben!"
Doch international hofft man auf einen ganz großen Coup. Der Club hat die 2. Gruppenphase erreicht und hat gute Chancen aufs Weiterkommen. "Im Pokal ist alles möglich", so Brad Pott und weiter: "Und wir träumen schon ein bisschen, aber natürlich braucht man auch immer ein Quäntchen Glück. Hoffen wir, dass wir jenes haben werden!"
Tacuarembo – Der Totengräber landete heute Morgen wieder auf dem Tacuarembo International Airport, nachdem man fast vier Wochen nichts von sich hören ließ und stattdessen irgendwo die Sonne genoss. Ja richtig gelesen. Selbst die Flughafen Polizei traute ihren Augen nicht. Der Totengräber ist braungebrannt(!). Nichts mehr zu sehen von der blassen Haut und den langen schwarzen Haaren. Stattdessen hat er nun kurze Haare. Er erklärte uns auch warum: „Dauernd wurde ich nach Autogrammen angequatscht und die Mädels kreischten immer. EDWARD, EDWARD. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, bis ich in der Kneipe auf dem Fernseher einen Kinotrailer vom Film Twilight sah. Da wusste dann auch Bescheid und brauchte eine Veränderung. Jetzt
noch mal für alle: Ich bin nicht dieser Edward. Und eine Bella kenn ich auch nicht. Obwohl sich Bella gerne bei mir vorstellen darf, wenn sie einen echten Untoten will. Jetzt muss ich zum Vereinsheim und einige Dinge erklären. Danke für ihre Aufmerksamkeit.“ Der Totengräber verließ die Horde von Reportern und marschierte Richtung Ausgang, als einige weibliche Fans schrieen: „DA IST JACOB.“ Die Mädels stürmten in Richtung Totengräber und schrieen weiter: „LASS GEFÄLLIGST BELLA IN RUHE. DIE GEHÖRT DEM EDWARD.“ Eine Flasche mit roten Erdbeersaft erwischte den Totengräber am Hinterkopf und dieser lief raus und floh in einem Taxi. Wir sind gespannt, ob er in vier Wochen wieder anders ausschaut.
Mit dem Saisonverlauf ist man bisher zufrieden. Der eine oder andere Punkt war zwar mehr drin, dennoch kann man im Lager von Central Espanol nicht klagen. Es kommt jetzt zum Spitzenspiel gegen Maldonado. Mit einem Sieg könnte man nach Ablauf der Vorrunde seine eigene Position festigen und beruhigt für die kommende Rückrunde planen. Dagegen wird Bella Vista ebenfalls versuchen mit einem wichtigen Dreier den Anschluss an die Spitze zu bewahren. Mal sehen, ob es Central Espanol gelingen wird Punkte zu entführen und Bella Vista damit ins Tal der Tränen zu stoßen. Freud und Leid liegen im Fußball oft nah bei einander und nur ein Tor kann alles entscheiden.
Dieses unbeschwerte Kinderlied bekommt momentan bei River Plate eine allzu ernste Bedeutung, den die Laterne ist blutrot. Auch nach dem letzten Zat konnte man sich nicht vom Tabellenende losreißen. Leichter wird es ohnehin nicht, nächste Runde muss man zum Drittplatzierten und dann kommt der Meister zu Gast in die bröckelnde Festung, die River Plate als Heimstätte dient. Immerhin sind die Ufer noch in Reichweite, ein Punkt ist man entfernt vom Platz im Trockenen, allerdings ist jeder kommende Ausrutscher ein weiterer Schritt Richtung Segunda Division und in die möchte man auf keine Fall zurück.
Das vor der Saison ausgegebene Saisonziel "internationaler Startplatz" kann man mittlerweile nur mehr als Scherz interpretieren.
Die Lage beim Aufsteiger Club Nacional verschlechtert sich mit jeder Minute hat man das Gefühl. Ein 1:1 daheim gegen CA Peñarol war ja nicht so schlimm aber das Spiel danach der Horror jeden Trainers an sich. 4:5 bei Tabellenführer Defensor Sporting nach sehr sehr hohen Kraftaufwand kein einziger Punkt. Die Stimmen im Umfeld des Vereins mehren sich nun das der neue alte Trainer Kevin Phillips nicht mehr lange zu halten sei..."zu lethargisch in seinen Entscheidungen" oder "zu alt um logische kompromisse einzugehen" sind einige von vielen Vorwürfen an ihn. Er selbst hat sich vorläufig etwas zurückgezogen und möchte erst einmal nichts zur momentanen Situation sagen. Ein Schuldeingeständnis?
So schnell wie man nach oben kam, so schnell ging es in der Tabelle wieder nach unten. Für John Taylors Mannschaft gab es zuerst einen Auswärtspunkt bei Aufsteiger Club Nacional de Football zu bejubeln, um anschliessend zu Hause gegen Danubio FC erst in der Nachspielzeit zu einer glücklichen Punkteteilung zu gelangen. So wie die Leistung der Mannschaft darf man auch die Gemütslage der Fans beschreiben. Mal euphorisch von der Meisterschaft träumen, dann wieder um den Ligaerhalt zittern. Das ist halt der Fussball in Uruguay. Man kann sich nicht ausruhen, denn es kann sich sehr schnell ändern in der härtesten Copa Liga der Welt.
Nach dem siebten Spieltag liegt der Danubio FC zumindest zwischenzeitlich im durch die Saisonziele definierten Soll: Nach zwei souverän geführten Heimsiegen gegen Central Espanol und Defensor Sporting rangiert man im Klassement der Primera Division derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz, der immerhin zur Teilnahme an der Qualifikation zur Copa Americana berechtigen würde. Erstmals in dieser Saison befindet sich La Franja damit in der vorderen Hälfte des
Ligafeldes, in der man sich auch nach dem letzten ZAT wieder finden möchte. Dennoch ist diese Momentaufnahme mit Vorsicht zu genießen, liegt ihr doch eine ungleiche Verteilung von Heim- und Auswärtsspielen zu Grunde. Bislang konnte einzig Defensor Sporting in der Fremde punkten, während sich die übrige Ligakonkurrenz auf des Gegners Platz bislang noch zugeknöpft präsentiert. Von Danubio ist man indes aus den vergangenen Spielzeiten nichts anderes gewöhnt.
Wie spielt man erfolgreichen Fußball? Genau man gewinnt Spiele...meistens daheim aber auch mal Auswärts aber genau da fängt es an kompliziert zu werden. Das Problem betrifft zwar generell alle Vereine aber wir konzentrieren uns auf den Club Nacional de Football. Diesen Spieltag konnte man daheim den Meister Institucion Atletica Sud America mit 5:2 wegfegen und dann kam natürlich wieder ein Auswärtsspiel und es gab prompt eine 0:5 Packung bei
Club Atletico Cerro. Mr. Kevin Phillips versucht die Lage zu Analysieren: "Ajo Auswärts ist halt was anderes. Am meisten macht meinen jungs zu schaffen das sie dann immer ausgebuht werden das können sie nicht gut ab. Dann auch immer die langen weiten Auswärtsfahrten. Zu Cerro ins Stadtviertel Villa del Cerro brauchten wir immerhin dann doch 18 Minuten und das bei einer Hitze von 24° das ist unschön aber ich will wirklich nicht jammern."
Jetzt ist es endgültig soweit, die Jungs von River Plate und ihr Trainer Haller stehen am Tabellenende und somit ist auch der Kampf gegen den Abstieg nicht mehr schön zu reden. Zwei Siege aus sieben Spielen, die Kacke ist am Dampfen wie man so sagt und Trainer Haller sitzt die Vereinsführung im Nacken.
Bis zur Saisonhälfte müssen die Abstiegsplätze wieder verlassen sein, sonst folgt eine Krisensitzung in der das Schicksal des Trainers auf der Tagesordnung steht. Sollte der Abstieg nicht mehr vermeidbar sein, wird es wohl oder übel das Ende von Haller bedeuten.
Bis dahin heißt es Einigkeit zu demonstrieren, nur so kann der Karren noch aus dem Dreck geholt werden.
Wie eine Rakete ist CA Peñarol in der Tabelle der Primera División nach oben geschossen. Mit zwei blitzsauberen Heimsiegen katapultierte sich die Mannschaft von John Taylor vom Absteigsplatz Punktgleich mit dem Tabellenführer Club Deportivo Maldonado auf denzweiten Platz. Doch John Taylor mahnt zur Ruhe:" Wir haben jetzt nur unsere Pflicht erfüllt. Heimspiele muss man einfach gewinnen, wenn man oben mitspielen möchte. Jetzt wäre auswärts wieder einmal etwas fallig."
Erfreuliches gibt es auch aus dem internationalen Geschäft zu berichten. Dort qualifizierte man sich für die zweite Gruppenphase und konnte somit wertvolle Punkte für die Nationenwertung sammeln. Ziel ist jetzt natürlich die nächste Runde.
Tja, was soll man dazu sagen. Ein Sieg und eine Niederlage, in der Tabelle einen Platz nach unten abgerutscht, viele Tore kassiert und nicht viele weniger geschossen. Also alles in allem nicht unbedingt rund gelaufen. Auswärts gab es für die Athleten ein 2:5 beim Club Nacional, anschließend folgte ein 5:4-Heimerfolg der I.A.S.A. gegen den Central Espanol FC.
Weiterhin läuft es dagegen im internationalen Geschäft rund: In der Copa Libertadores wurde als Gruppensieger die zweite Gruppenphase erreicht und darf nun weiter vom Einzug in die K.O.-Phase träumen.
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