Eine sehr durchwachsene Saison in Mexiko und speziell für den Lieblingsclub aller Spargelesser, Santos Laguna. Am Ende sitzt man am Tabellenende und die zwölf Fans, die noch übrig geblieben sind, frustrieren vor sich hin. Ein Jammertal ist ein Hochgebirge dagegen.
Was bleibt übrig von dieser Saison? Die Erinnerung an zwei Trainer, die sich gegenseitig vorwerfen, gar nicht Meister werden zu wollen. Eine breite Masse
nichtssagender und nichtsschreibender Trainer, die sich wenig bis gar nicht an der Kultur der Zeitung in Mexiko beteiligen.
Dazu der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, der backenbärtige fubini von dessen Talent und Taktikfuchsigkeit offensichtlich nichts mehr übrig geblieben ist. Traurig aber wahr. Darauf erst einmal ein Bier und nach dem Wochenende denkt man über seine Zukunft nach. Ist Mexiko wirkich das richtige Pflaster?
Im Friseursalon von Morelia saß Luminos vor dem Spiegel, während Pepe einem Kunden die Seiten rasierte. „Maestro, wie kurz?“
Luminos zeigte auf die Tabelle. „So kurz wie Herbster nach Morelia gereist ist.“
Der Salon roch nach Pomade, Kaffee und verbrannter Titelhoffnung. Vor einer Woche lag Morelia noch herum wie ein Taco unter dem Kühlschrank. Platz dreizehn, auswärts tot, daheim giftig. Dann kam Cobras. Vier zu null. Der erste Auswärtssieg. In Morelia nannte man es Wunder. Pepe nannte es: „Endlich hat jemand die Tür außerhalb der Stadt gefunden.“
Danach Monterrey. Eins zu null. Herbster kam mit weißer Fahne und ging mit Seitenscheitel der
Demütigung. „Er wollte ja gar nicht Meister werden“, sagte Pepe. „Sehr höflich. Dann musste Morelia ihm nur helfen.“
Jetzt warten Guadalajara, Atlante, Cruz Azul und León. Luminos betrachtete den Kalender wie ein Barbier eine schlecht gewachsene Nackenlinie. Guadalajara wurde schon 5:0 rasiert. Atlante schuldet ein 0:4. Cruz Azul ist Letzter, also gefährlich wie ein Chihuahua mit Genitalherpes. León kommt zum Abschluss.
„Unentschieden?“, fragte Pepe.
Luminos lachte. Morelia spielt keine Remis. Morelia gewinnt oder fällt dramatisch die Treppe runter. Aber diesmal steht unten ein Mariachi und spielt: Wer Morelia abschreibt, bekommt nicht die Rechnung. Er bekommt den Spiegel gezeigt.
Das Zünglein an der Waage; der Hund, der alles entscheidet; was für ein Quatsch in den Boulevardblättern der mexikanischen Regenbogenpresse gedruckt wird, das geht auf keine Tigerhaut.
Man muss schon genau hinschauen, um das Chaos, dass inzwischen hier herrscht, auseinanderzumultiplizieren - und genau das ist der Auftrag der fünften Staatsgewalt und wir werden das an dieser Stelle jetzt auch machen.
Zuerst: die Lage in der Liga: Aktuell auf Platz 1 die urinierenden Tiger mit Trainer Pepeke Dingens, inklusive Frau Popoke Dingens, die in ihre Hirn-Handy-Schnittstelle das falsche Sprachpaket installiert hat und somit nicht einmal mehr für ihren Mann verständlich brabbelt. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass das bulgarische Sprachpaket mit Absicht installiert wurde, damit Frau Popoke keine Trainingsgeheimnisse ausplaudern kann.
Auf dem zweiten Platz liegt aktuell Monterrey mit Trainer Herbster, der einen Spion im Hause der Dingens (Pepeke und Popoke) hat, durch den er die Geschichte mit den
Bremsstreifen erfahren hat. Wer anders als die bulgarische Doppelagentin kann dies sein? Auf jeden Fall liegen die Nerven blank bei Herbster, kann er doch Meister werden, was er jedoch vehement abstreitet, da er schon lange den Kontakt zur Realität verloren hat.
Auf Platz Drei die Limone aus Pachuca, die leider nur noch theoretische Chancen hat und darauf hoffen muss, dass die beiden anderen beim Liebesspiel mit Popoke vergessen, irgendetwas mit Toren und Taktiken zu planen.
Wo nun liegt der Pudels Kern? Wie kommen wir auf den Hund?
Santos Laguna hat ein sehr schweres Restprogramm. Kein Trainer vor ihm musste so ein schweres Restprogramm erleiden. Plaztz eins und zwei kommen noch in den Genuss eines Besuches. Zudem muss der erfolgsloseste Erfolgstrainer der Welt, der den Reizen von Popoke abschwörende fubini den Abstieg in die nicht vorhandene zweite Liga verhindern.
Eine Gemengelage, die leider nicht zu einem lesbaren Zeitungsartikel reicht. Manche meinen, beim Fußball gehe es um Leben und Tod. Nein, es ist viel ernster.
Kaum hat Popoke die Fluch-Inventur beendet, fällt Pepeke Guevara etwas Neues auf: Seine Frau spricht plötzlich mit einem Akzent, der klingt, als hätten Hanoi und Sofia gemeinsam ein Kind bekommen.
"¡Órale, Popoke! ¿Por qué hablas ahora como una mezcla de Pho y Schopska-Salat?", fragt er verwirrt, während er seine Boxershorts wieder hochzieht.
Popoke zuckt gelassen mit den Schultern: "Isse 'abe letzte Fluch-Update installiere. Da 'abe isse aus Versehen die falsche Sprachpaket erwische. Statt 'Mexikanisch-Deutsch Version 3.2' isse jetzte 'Vietnamesisch-Bulgarisch Beta'."
Pepeke schüttelt den Kopf: "Ay caramba, primero will diese 'erbster auf einmal Meistere werde, nu klingste Du wie Wettervorhersage aus Hanoi mit bulgarische Untertitel. ¿Qué más puede pasar hoy?"
Popoke grinst
diabolisch: "Vielleicht 'abe isse auch PUMA mit HUND verwechsele. Pero no importa – Hauptsache, jemand macht diese Heuchler das Leben schwer."
Denn genau darum geht's: Dieser Herbster, der noch vor Kurzem öffentlich beteuerte, gar keine Ambitionen auf den Titel zu haben, riecht plötzlich Blut und will die Schale doch. Scheinheiligkeit in Reinform – und dafür zieht er nun ungefragt die Ehefrau seines größten Kontrahenten mit hinein. ¡Qué cabron!
Derweil in Monterrey krümmt sich Herbster erneut, diesmal mit leichtem Hörsturz – sein Torwart flucht plötzlich bulgarisch. Und irgendwo sitzt Trainer fubini, ahnungslos, dass sein Team gerade zum Voodoo-Zünglein der ganzen Liga wurde. Bei den Guevaras heißt es: Nixe Zufall. Erst leugnen, dann lechzen, und am Ende noch fremde Ehefrauen anfeinden – so schreibt man HeuchlerFußballgeschichte.
"Habe isse keine Bock mehr auf die Dreck! Brauche isse die Pepeke wieder wie eine Hengste in Bett und nisse wie eine verwelkte Kaktus mit slappe Swanz an die TIsche von die Fruhstuck!"
In Richtung Saisonende scheint dem Club América die Luft auszugehen. Mit einer erneuten unglücklichen 0:1-Niederlage bei CD Guadalajara kassierte Claudinos‘ Mannschaft bereits die dritte Niederlage in Folge, und auch zuhause gegen den Atlante FC verschenkte sie zwei Punkte mit einer 4:4-Punkteteilung. Damit rutscht der Club América auf Rang 4 ab und droht auf den letzten Metern noch im Mittelmaß zu versinken, stehen doch im Restprogramm noch 3 Auswärtsspiele an. Bevor es zum letzten Mal in dieser Saison ein Heimspiel im Aztekenstadion gegen den Léon AC gibt, muss Claudinos‘ Team zum CD Cruz Azul.
Diego stand vor der Taktiktafel.
Das Niemandsland. Er schrieb es in großen Buchstaben auf. Dann malte er drumherum eine Wüste. Einen Kaktus. Einen Totenkopf.
Pelé das Katzenbaby betrachtete den Kaktus und versuchte ihn zu fressen.
„Nein", sagte Diego.
Pelé fraß weiter.
„Das ist ein Symbol."
Pelé fraß das Symbol auf.
Als Diego hier begonnen hatte, war er mit
großen Ambitionen gestartet. Jetzt holt ihn die Realität ein.
„Es geht um nichts mehr. Nicht nach oben, nicht nach unten. Die Fans schlafen ein, die Presse schläft ein. Gähnende Langeweile.“
Pelé rollte sich auf der Taktiktafel zusammen und schläft ebenfalls ein. Direkt auf Guadalajaras Aufstellung.
Diego betrachtete das einen Moment.
„Es wird Zeit, dass die neue Saison beginnt!“
Da stand er also, mit hastig gepackten Koffern, Maverick musste sein bisheriges Hotel umgehend verlassen. Grund soll die starke Verschmutzung des Doppelbetts gewesen sein. Die Ausrede, er sei auf einem Schokoriegel eingeschlafen, nahm man ihm nicht ab. Wenn's mal wieder länger dauert, muss man halt nach einer neuen Behausung Ausschau halten.
Es soll aber nicht die einzige Entgleisung des ehemaligen Erfolgtrainers gewesen sei. So habe er sich wohl zu später Stunde, natürlich stark alkoholisiert, an der Hotelbar mit Vertretern der mexikanischen Industrie angelegt. Ab eurer Firma wird der Rio Grande schmutzig, soll noch das
harmloseste gewesen sein, was Maverick lallte. Bleibt abzuwarten, ob er noch einmal ein Hotelzimmer in Mexiko bekommt. Bis auf weiteres muss es die abgefurzte Couch in seinem Büro auf dem Trainingsgelände tun.
Sah es letzte Woche nach Entspannung und die Rückkehr der Vernunft aus, so setzt sich der Fiebertraum des Mexiko-Engagements inzwischen wieder fort.
Unterdessen ist Mexiko in einem dramatischen Achtelfinale bei der Fußballweltmeisterschaft gegen England ausgeschieden. Bei Maverick wird wohl wieder ordentlich Alkohol geflossen sein. Wir dürfen gespannt sein welche Eskapaden diese Woche folgen.
Am Ende einer zähen Saison, in der Fussball nur eine - offenkundig beabsichtigte - lästige Begleiterscheinung war, nutzt die süsse Zitrone Don Limòn die Zeit für eine Bestandesaufnahme des kulturellen Treibens in Lateinamerika.
"Bueno, ist mir auch klar, dass es für manchen Copatador etwas abwegig erscheint, doch ich möchte darauf hinweisen, dass nicht der Fussball, sondern vielmehr die Telenovela des Mexikaners liebster Zeitvertreib ist.",
so ein süffig lächelnder Don Limòn.
Starke Zeilen, vor allem in Zeiten woken Aktivismusmoralinsaurem Geschwafels. Wobei diese Welle ja in Amerika zunehmend abgeebbt scheint, ist sie für die zugewanderten Übungsleiter der Primera División offenbar noch allgegenwärtig. Wie sonst soll ein neutraler Lesen diese bizarre Po-Posse zwischen Guevara und Herbster sinnvoll beurteilen, geschweige denn einordnen können?Telenovela vom feinsten!
Pepeke Guevara und Popoke Guevaréz sitzen am Frühstückstisch. Während Pepeke nachdenklich in seinem Feigenmüsli herumstochert, fummelt Popoke aufgeregt an einer Voodoo Puppe rum:
"Isse glaube, diese 'erbster hat die Gegenmittel gegen meine Fluch gefunde, Pepeke. Nixe gut!"
Pepeke erschrickt: "Meinße Du, er kann jetze Meistere werde?! Isse dachte, Deine Fluch 'abe gemacht, dasse die 'erbster gar nisse Meistere werde will!"
Popoke: "Isse spüre, er will. Aber isse weiße nisse ob er kann."
Pepeke: "Aber Deine Fluch, Popoke! Diese 'Keine Meistere Lingualis' mit die Du die 'erbster haste belegt. Isse diese noch da?"
Popoke schüttelt den Kopf
Pepeke: "Also meinste Du, er will jetzt Meistere werde?!"
Popoke nickt.
"¡No manches! Wie konnte dasse passiere?!"
Popoke zuckt mit den Schultern, nur um Pepeke dann zu beruhigen:
"Du musse entspanne. Er kanne zwar jetzte sage, dass er Meistere will werde. Aber dasse heißte noch lange nixe."
Pepeke ist immer noch irritiert, erhebt sich vom Stuhl und zieht sich nervös die Boxershorts von den Hüften:
"Popoke, isse 'abe Angste! Gucke hier, eine Spure von die Streife, allese braun!"
Popoke ist immer noch komplett entspannt und entgegnet:
"Die 'erbster hat noch eine Fluch von vor meine Zeit. Isse niss nur die 'Keine Meistere Lingualis', die nu isse weg. Die große Fluch immer noch da. Diese habe ihn daran gehindere Meistere
zu werde, seitdem diese Mann isse Trainer auf die Amerikanisse Kontinente."
Doch Pepeke lässt sich dadurch immer noch nicht beruhigen:
"Aber was isse, wenn diese 'erbster auch gegen diese Fluch eine Gegemittel 'atte gefunde?"
Popoke, schon langsam genervt von der Angst ihres Mannes:
"Also gut, Du schlappe Schwanze. Damite wir ganze sichere gehe, tu isse nu die nächste Gegnere von die 'erbster manipuliere."
Sie greift in ihre große Voodoo Kiste und zieht drei Tier-Puppen heraus, die sie zuerst mit Salz beträufelt, dann anleckt und anschließend in eine Zitrone beißt.
"Die erste isse die PUMA, die nun 'abe die Kraft, die 'erbster zu ärgere. Die zweite isse die HUND, diese fubini, die nun 'abe eine Zünglein an die Waage von die Titel. Und die dritte isse die TIGRE, Du Pepeke, die nun 'abe die Zähne, die 'erbster zu zerfleische."
Als Popoke den letzten Satz beendete fuhr Pepeke ein Schauer über den ganzen Rücken und seine Augen begannen zu leuchten, als ob er gerade statt aus der Müsli-Schale aus der Meisterschale frühstücken würde.
Ein paar Kilometer weiter in Monterrey war Herbster gerade mit dem Frühstück fertig, als ihn ein seltsames Zwicken in der Bauchregion gleichzeitig übel werden ließ während er über den Schlussspurt der Primera División nachdachte:
"Irgendwas fühlt sich komisch an. Ich glaube, ich habe schon wieder einen Fehler gemacht. Hätte ich mal besser das letzte Auswärtsspiel gewonnen..."
Eine Woche ohne weitere Ausfälle von Maverick in Guadalajara liegt hinter uns. Auch rund um das Sechzehntelfinale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Mexiko und Ecuador (2:0) war es erstaunlich ruhig um den neuerdings exzentrischen Fußballlehrer. Es gibt auch Stimmen die meinen, Maverick hätte das Spiel aufgrund fortgeschrittenen Alkoholmissbrauchs diese Woche einfach verpennt.
Dazu passt allerdings nicht das Bild vom Trainingsgelände. Hier wurde reges Treiben uns konzentriertes Arbeiten
beobachtet, zumindest bis Mitte der Woche, eher Maverick weitere Trainingseinheiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit ansetzte. Böse Zungen sehen darin nur die weitere Verschleierungsversuche des einstigen Erfolgstrainers seinen desaströsen Zustand vor Medien und Fans zu verbergen.
Mit der Presse spricht Maverick schon seit Wochen nicht, das überlässt er seinem Co-Trainer Javier Cruz. Kritiker erwarten neue Ausfälle am Sonntagabend; dann spielt Mexiko im Achtelfinale der WM gegen England.
Diego stand vor der Taktiktafel. Pelé das Katzenbaby saß auf dem Projektor und warf einen Schatten, der verdächtig nach einem Oktopus aussah. Gutes Omen.
“Also.” Diego tippte mit dem Marker auf die Tafel. “UNAL Tigres.”
Er hielt inne.
“…URINAL Tigres.”
Rodrigo seufzte. “Wir hatten gehofft, du sagst das nicht laut.”
“Ich sage es extra laut. Psychologische Kriegsführung.” Diego unterstrich das Wort URINAL dreimal.
“Wir spielen defensiv, kompakt, und wir nerven sie bis zum Wahnsinn”, sagte Diego. “Wie Pelé um 3 Uhr
nachts.”
Pelé das Katzenbaby miaute beleidigt.
“Ich meine das als Kompliment.”
Dann: die Cobras. Der Titelverteidiger. Der große Angstgegner.
Diego lachte. Lange. Zu lange.
“Diego, alles okay?”
“Die haben keine Tore mehr!” kicherte er und wischte sich eine Träne weg. “Der MEISTER. Kann nicht mehr schießen. Das ist wie… wie ein Matador ohne Schwert! Wie ein Oktopus ohne Arme! Wie ein URINAL ohne—”
“Wir verstehen es”, unterbrach Rodrigo.
Der Platzwart in der Ecke begann wieder zu weinen. Diesmal vor Lachen.
Im Friseursalon von Morelia lief die Telenovela der Großen. Papake klagte über Männlichkeit, Popoke rief: „Nimm deine Eier in die Hand, sei ein Mann, du bist Mexikano!" und im Salon wetzte Pepe weiter die Schere.
Und wir sind die Werbepause?
Luminos lächelte. Herbster mit der weißen Fahne hatte kapituliert: „Wir wollen gar nicht Meister werden!" Platz zwei, 3 klare Heimsiege, „keine weiteren Auswärtspunkte mehr". Nur führt die erste seiner drei verschenkten Reisen am 12. ZAT nach Morelia.
Dort gilt Hausordnung. Auswärts zehn Spiele, null Punkte, vier Tore.
Zuletzt 0:5 bei Santos, wo fubini, der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, über die rote Laterne, das Unterhaus und die Merkbefreiten spottet. Dabei hält er die
Laterne selbst: Fünf Tore schenkte er uns ein und sitzt trotzdem als Letzter da. Pepe wetzt die Schere: Kunststoff entsorgt man, Maestro. Das verpfuschte Gesicht später, den Rückstand nie.
Daheim acht Siege, zuletzt 3:0 gegen Tabellenführer Tigres. So steht Morelia mit 24 Punkten vier Zähler vor ihm. Galgenhumor mit scharfem Rasiermesser.
Monterrey kommt als Zweiter mit 37 Punkten. Das Hinspiel gewann Monterrey 3:0. „Wer uns vorher abschreibt, bekommt die Rechnung", dachte Luminos.
Friseur Pepe hob den Föhn.
Tief stehen, kontern, drei saubere Schnitte.
Oben reden sie weiter über Eier, Energie und Kronen. In Morelia gilt: Herbster kommt mit weißer Fahne, geht ohne Punkte und ohne Frisur. Checkmate sitzt diesmal auf dem Friseurstuhl. Mariachi spielt.
"Pepeke, Popoke, Papake, Pipike, wo soll das denn hinführen?!" Diese Frage stellt man sich nicht nur an der Tabellenspitze sondern auch am anderen Ende. Sozusagen am Hintern der Tabelle, am Ende, bei der roten Laterne, im Unterhaus der Liga, bei den Unbegabten, Talentfreien, Merkbefreiten. Aber das isst nur der Anfang.
Während man sich, wie schon andere Kollegen anmerkten, oben nicht einigen kann, wer denn wem den Vortritt zur Meisterschaft lassen will, wer das schwerere Restprogramm hat und die bestaussehende Frau (wobei wir hier Frauen nicht auf ihr
aussehen reduzieren wollen), die intelligenteste Frau (seht ihr), die charmanteste, klügste, schlagfertigste Frau, überlegt man sich als Antipode dieser Gefühlsduselei und Tiefstapelei, wie man am besten aus der Abstiegszone herauskommt.
Insbesondere der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, der schönheitschirurgieverpfuschte fubini denkt darüber nach. Allerdings hat er das schhon seit Spieltag vier gemacht, als er die schlappen Seppel von Santos übernommen hatte. Hat es etwas genutzt? Eher nicht, aber man kann sich ja mal überraschen lassen.
Die Primera Division wird immer mehr zur Operettenliga. Während sich ein paar Trainer wohl bereits auf ihr Heimetli zurückgezogen haben, unterhaltenlangweilen Meisterschaftsaspiranten damit, dass sie gerade eben nicht Meister werden. Der Pachuca CF wurstelt dabei irgendwo im nirgendwo.
"Bueno, me chupa un huveo.", so ein sichtlich
gelangweilter Don Limon. Da sein Abschied nach Celaya zum Ende der Saison ohnehin beschlossene Sache ist, kümmert ihn der Liga-Gimmick trotz Hochspannung kaum. "Ich bin gespannt, wie viele Eier pepeke guevara in der Hose hat. Der nächste Spieltag wird ihm auf alle Fälle schlaflose Nächte bereiten", grinste die Zitrone und schlurfte vom Trainingsgelände. Affaire à suivre...
Der Club América hat zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge verloren. Zunächst verlor Claudinos‘ Mannschaft beim Meister Club de Futbol Cobras unglücklich mit 0:1. Im anschließenden Heimspiel gegen den Tabellennachbarn CF Monterrey ging sie dann mit 1:6 unter und musste den Gegner auf Rang 2 vorbeiziehen lassen. Der Rückstand auf Tabellenführer UANL Tigres beträgt nun wieder 4 Punkte, doch angesichts des Restprogramms von 4 Auswärtsspielen bei nur noch 2 Heimspielen sind die Titelchancen nun wohl endgültig passé.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
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