Was für eine Woche bei Espanyol Barcelona! Erst wurde Getafe mit 4:0 aus dem Stadion gefegt, anschließend bekam der große Stadtrivale FC Barcelona beim 6:2 im Lokalderby gleich sechs Treffer eingeschenkt. Die Pericos waren im Rausch, die Fans vermutlich heiser und die Barça-Anhänger auf der Suche nach einem sehr guten Grund, warum man sich das eigentlich antut. Barcelona ist eben blau-weiß, zumindest solange Espanyol auf dem Platz steht.
Doch wer jetzt dachte, der Höhenflug würde ungebremst weitergehen, kennt offenbar Atlético Madrid und Trainer Don Crespo noch nicht. Beim Tabellenkonkurrenten setzte es ein krachendes 0:5. Nach den Galaauftritten zuvor schaltete Espanyol kurzerhand einen Gang zurück und schickte eine C-Elf ins Rennen.
Ob das nun vorausschauende Belastungssteuerung, taktische Genialität oder schlicht ein kollektiver Betriebsausflug war, bleibt offen.
Vielleicht wollte man Don Crespo auch einfach die Gelegenheit geben, sich in Sicherheit zu wähnen. Das Ergebnis spricht jedenfalls dafür, dass der Plan noch geringfügig optimiert werden könnte. Schlautmann: "So ist es doch immer. Don Crespo denkt, er sei durch mit der Meisterschaft und am Ende gibt es immer einen Verein im Windschatten, der das Rennen macht."
Am kommenden ZAT am 30. Oktober um 19 Uhr wartet gleich die nächste Herausforderung: Real Madrid. Trainer Dino Lambretta dürfte sich gegen Espanyol einiges ausrechnen. Allerdings hat die Mannschaft gerade erst bewiesen, dass sie auch große Namen ordentlich ins Schwitzen bringen kann. Danach geht es gegen Real Oviedo, ehe auswärts Terrassa CF wartet.
Die Pericos müssen nun zeigen, welches Gesicht sie präsentieren wollen: das furiose Derby-Monster oder die Atlético-Reisegruppe mit angezogener Handbremse.
Wieder ein ZAT in der heimischen Liga mit quasi keinem Platzwechsel. Die Liga dümpelt vor sich hin. Ein Überblick zu den Resultaten brachte keine neuen Erkenntnisse. Kurz darauf der Paukenschlag: Puddel4 verlässt Terrassa CF, trotz reeller Chancen auf die Meisterschaft. Ist es in Spanien zu langweilig? Zum Glück haben wir noch Grande Dino...
Don Crespo ist ganz ausser sich. Er telefoniert wild mit seinen Kontaktpersonen, doch niemand weiss Bescheid. Wir sprechen ja nicht von Mailand oder München, sondern von der Spielvereinigung Unterhaching. WTF. "Bueno, si no lo veo, no me lo creo.", resümiert Don Crespo.
Offenbar ist die Welt in Spanien derart langweilig? "Bueno, ich denke es liegt eher an den bizarren Klubs in der Primera. Was haben der CF
Terrassa, Alavés oder Getafe hier verloren? Mit Betis, Real Sociedad und dem FC Sevilla hätten wir nicht mit Trainermangel zu kämpfen!", so Don Crespo, der wieder einmal alles besser weiss.
Bleibt schlussendlich zu hoffen, dass Grande Dino international weiterhin auf der Erfolgswelle reitet und fleissig Punkte für Spanien sammelt. "A por ella, Dino. Amigo mio. Eres el yerno perfecto", so Don Crespo. Als Menschenfreund hat sich Don Crespo bisher zwar nicht hervorgetan. Dennoch ahnt man nichts böses über diese Schmeicheleien beim Erzrivalen. Nach dem grandiosen Clásico gestern abend, ist das weisse Ballet sicherlich noch im Siegesrausch. Und gleich am nächsten Wochenende das Derby madrileño. Da hilft Grande Dino hoffentlich sein grosser Sack!
Nach dem 0:2 in Barcelona gelingt dem CF ein 3:0 gegen Atlético Madrid – nun warten Real Madrid und Real Oviedo
Valencia – Erst der Rückschlag, dann die starke Antwort: Valencia CF hat am 24. Spieltag einen wichtigen Sieg gegen Spitzenreiter Atlético Madrid gefeiert. Mit dem 3:0 rehabilitierte sich die Mannschaft für die vorherige 0:2-Niederlage beim FC Barcelona. Nach 24 Spielen liegt Valencia mit 34 Punkten auf Rang sieben – und hat den Anschluss an die vorderen Plätze gehalten.
Ein Erfolg mit Signalwirkung
Gegen Atlético gelang Valencia ein Ausrufezeichen: Während der Tabellenführer trotz der Niederlage mit 40 Punkten an der Spitze bleibt, verkürzte Valencia den Rückstand auf sechs Zähler. Die Tabellensituation zeigt, wie wertvoll dieser Erfolg ist: Real Madrid steht als Sechster mit 35 Punkten unmittelbar vor Valencia. Real Oviedo und Racing Santander liegen mit jeweils 36 Punkten ebenfalls in Reichweite.
Dabei hatte der vorherige Spieltag noch für Ernüchterung gesorgt. Beim FC Barcelona blieb Valencia ohne eigenen Treffer und verlor mit 0:2. Mit dem anschließenden Heimsieg gegen Atlético verhinderte die Mannschaft jedoch einen weiteren Rückschlag. Statt den Spitzenreiter davonziehen zu lassen, machte sie im direkten Duell Boden gut.
Die Konstanz bleibt die
große Aufgabe
Die bisherige Bilanz verdeutlicht allerdings, weshalb Valencia trotz des jüngsten Erfolgs nur im Tabellenmittelfeld steht: Zehn Siegen stehen vier Unentschieden und zehn Niederlagen gegenüber. Erfolgreiche Auftritte und Rückschläge halten sich damit bislang die Waage. Das Torverhältnis von 47:38 unterstreicht zugleich, dass Valencia eine positive Tordifferenz aufweist – im Gegensatz zu mehreren besser platzierten Mannschaften, darunter der Tabellendritte Terrassa CF.
Der Sieg gegen Atlético ist deshalb vor allem eine Chance: Valencia hat sich eine Ausgangslage geschaffen, aus der mit weiteren Erfolgen ein Angriff auf die unmittelbar davorliegenden Plätze möglich ist.
Jetzt wartet das nächste direkte Duell
Am 25. Spieltag tritt Valencia bei Real Madrid an. Angesichts des Rückstands von nur einem Punkt bietet diese Begegnung die Gelegenheit, am direkten Konkurrenten vorbeizuziehen. Danach folgt ein Heimspiel gegen den derzeitigen Tabellenvierten Real Oviedo. Der nächste auf der Seite angegebene ZAT ist für den 23. Oktober 2026 um 19 Uhr angesetzt.[Anhang]
Nach dem Erfolg gegen den Spitzenreiter richtet sich der Blick damit auf zwei richtungsweisende Aufgaben. Valencia hat gezeigt, dass es den Tabellenführer schlagen kann. Nun muss die Mannschaft gegen ihre direkten Nachbarn nachlegen.
Dino Lambretta hatte sich den vergangenen Spieltag vermutlich anders vorgestellt. Gegen Real Oviedo gelang Real Madrid zunächst ein überzeugender 3:0-Sieg. Doch beim anschließenden 4:4 gegen Terrassa CF verwandelte sich die königliche Zuversicht wieder in gepflegtes Gezeter. Vier Gegentore! Lambretta soll nach Abpfiff so lange auf die Anzeigetafel gestarrt haben, bis ihm ein Betreuer erklärte, dass die vier tatsächlich auf der falschen Seite standen.
Noch schlimmer: Ausgerechnet Atlético Madrid führt nun mit 40 Punkten die Tabelle an. Der alte Groll gegen den Stadtrivalen dürfte Lambrettas ohnehin angeschlagene Nachtruhe endgültig ruinieren. Espanyol lauert mit nur einem Punkt Rückstand, während Real auf Rang sechs abgerutscht ist. Die Meisterschaft ist noch nicht verloren, aber der Weg nach oben führt momentan durch ein ziemlich enges Nadelöhr.
Insider berichten derweil von auffälligen nächtlichen Aktivitäten des
Trainers in Madrid. Erst soll Lambretta in einer Nobelbar lautstark die baldige „Rückeroberung der Weltherrschaft“ angekündigt haben. Wenig später sei er angeblich in einem Atlético-Fanshop gesehen worden – mit dunkler Sonnenbrille und einem verdächtig großen Sack. Ob darin Fanartikel oder lediglich Beweismaterial für einen weiteren Ausraster steckten, ist bislang ungeklärt. Lambretta selbst erklärte auf Nachfrage, er sei „nur auf der Suche nach einem vernünftigen Stadtplan“ gewesen.
Am nächsten ZAT warten Valencia zu Hause, Racing Santander auswärts und anschließend Deportivo Alavés daheim. Drei Partien, neun mögliche Punkte und reichlich Gelegenheit, die königliche Saison wieder in die richtige Richtung zu lenken. Lambretta kündigte an, seine Mannschaft werde „Ruhm und Ehre“ zurück nach Madrid bringen. Ob er dabei auch die richtige Straßenseite findet, bleibt abzuwarten.
Es waren die erwarteten zwei Niederlagen in Madrid, denen Trainer Guatemalaria auch nicht viel Positives abgewinnen konnte: "Bei den wenig Königlichen haben wir uns ausspielen und übertölpen lassen, als wenn wir eine Woche lang den chigre selbst geöffnet und geschlossen hätten. So viel resaca kann man gar nicht haben. Ob Dino Lambretta mich auf ein Getränk eingeladen hat, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Da ist eine Lücke von drei oder vier Stunden nach dem Spiel, die ich noch nicht habe ausfüllen können, aber ich arbeite dran. Zu dem Spiel bei dem
seelen- und trainerlosen Vorstadttreter-Club möchte ich mich nicht äußern. Das war so unterirdisch wie der Gastgeber, auf so ein niedriges Niveau lasse ich mich nicht herunter."
Ein Lächeln wurde Don Guate erst auf die Lippen gezaubert, als er bekanntgab, dass die vor kurzem geernteten Äpfel bereits zu Sidra verarbeitet worden seien und im Anschluss an das Heimspiel gegen Terrassa probiert werden könne. "Wenn Puddel4 Interesse an einer sidrería-Führung hat, nehme ich ihn gern mit. Die Punkte behalten wir gern hier, ein, zwei Flaschen Sidra darf er aber mitnehmen."
Bei Espanyol Barcelona liegen Freud und Leid derzeit eng beieinander. Erst gab es einen 1:0-Heimsieg gegen Racing Santander, den ehemaligen Club des Espanyol-Trainers. Die Freude über den Erfolg gegen die alten Bekannten war entsprechend groß. Doch schon beim nächsten Auftritt war Schluss mit der Herrlichkeit: Bei Alavés setzte es eine deutliche 0:3-Pleite. Die Pericos beherrschen eben die gesamte Gefühlspalette, nur Konstanz steht offenbar noch nicht im Trainingsplan.
Nun warten drei Aufgaben, die es in sich haben. Gegen Getafe sollen zunächst Punkte her. Schließlich kann Espanyol es sich kaum leisten, nach dem Ausrutscher in Alavés gleich die nächste Gelegenheit verstreichen zu lassen. Die Defensive sollte dabei möglichst wieder als Mannschaft auftreten und nicht als lose Interessengemeinschaft.
Anschließend steht das Derby gegen den FC Barcelona auf dem Programm. Ein Spiel, bei dem die Tabellenkonstellation
gern einmal zur Nebensache wird und selbst ein Einwurf zum Politikum avancieren kann. Ein Sieg gegen den Stadtrivalen wäre Balsam für die Seele und würde den Pericos reichlich Gesprächsstoff für die kommenden Wochen liefern.
Danach wartet das ganz große Kaliber: Atlético Madrid, der aktuelle Tabellenführer mit Trainer-Fuchs Don Crespo. Das Spitzenspiel wird zur echten Standortbestimmung. Gegen die Colchoneros sind defensive Aussetzer ungefähr so willkommen wie Regenschauer beim Grillfest. Espanyol muss konzentriert auftreten, die Chancen nutzen und darf sich keine längeren Auszeiten gönnen.
Die Marschroute ist klar: Getafe schlagen, Barça ärgern und Atlético möglichst ins Grübeln bringen. Drei Spiele, drei Herausforderungen und reichlich Gelegenheit, die Fans zwischen Hoffen und Herzrasen pendeln zu lassen. Bei Espanyol gehört das schließlich zur Mitgliedschaft dazu. Forza Espanyol!
Bitte einsteigen. Der Zug fährt ab.So oder ähnlich tönt es derzeit vor den Toren des Metropolitano, wo die Angst über einen baldigen Absturz umgeht. Mittlerweile kennt man die Gegner zwar fast im Schlaf, da mit dem kommenden ZAT das dritte Aufeinandertreffen der Saison eingeläutet wird.
"Bueno, was kann ich sagen. Wir haben auch diese Saison bereits 19 Tore zu Hause eingefangen. Pero nunca nos rendimos!. Unsere Burg verteidigen wir mit Cojones.", so
Weltklassetrainer Don Crespo.
Schön hingegen wäre es, wenn man zuhause auch mal mit dem schönsten aller COPA-Resultate siegen könnte. Für das goldene 1:0 bieten sich an diesem ZAT zwei goldige Möglichkeiten. Santander hat bisher noch kein einziges Auswärtstor erzielt, und im Spitzenkampf gegen die péricos von Schlautmann darf mit einer wahren Abwehrschlacht gerechnet werden, zumal es das absolute Spitzenspiel des Wochenendes darstellt, das beide Trainer mit höchstem Eifer vorbereiten dürfte. A ver...
Die Konkurrenz der wahren Königlichen aus der heroischen Stadt schläft nicht, sie scheint eher auf die kleinsten Anzeichen von Schwäche oder Fehlern Real Oviedos zu lauern und nun stehen zwei Auswärtsspiele in Madrid an: "Diese Möchtegern-Königlichen ziehen nachts in der neuen Hauptstadt um die Häuser, haben aber auch einen deutlich größeren Kader als wir und können sich
das erlauben. Anschließend geht es noch zu dem kleinen Vorstadtclub, dessen Namen ich vergessen habe. Eklig zu spielen, die trainieren das Simulieren von Kopfverletzungen im Training. Die Regeln geben es her, aber das ist nicht mein Spiel. Kurzum: Zwei Auswärtsspiele in Madrid. Das wird ein schwieriges Unterfangen, dort was zu holen. Es sei denn, Dino Lambretta lädt uns auf ein paar cañas oder tintos ein."
Nur ein Punkt aus zwei Spielen – der Anschluss nach oben gerät in Gefahr
Valencia CF kommt im Saisonendspurt ins Stolpern. Nach der 1:3-Niederlage bei Deportivo Alavés reichte es auch im Heimspiel gegen Espanyol Barcelona nur zu einem 2:2. Ein Punkt aus den letzten beiden Begegnungen – das ist zu wenig, um im engen Rennen um die vorderen Plätze Boden gutzumachen. Stattdessen steht Valencia nach 22 Spielen mit 31 Punkten auf Rang sechs.[Anhang]
Vor allem die Niederlage bei Alavés schmerzt. Gegen den Tabellenletzten ließ Valencia sämtliche Punkte liegen. Das anschließende Unentschieden gegen den Tabellendritten Espanyol war zwar das bessere Ergebnis, brachte aber nicht den erhofften Befreiungsschlag. Gerade jetzt, wo jeder Zähler besonders wertvoll ist, fehlt die nötige Konstanz.[Anhang]
Die Konkurrenz zieht davon
Noch ist der Abstand zur Spitze überschaubar: Atlético Madrid führt die Tabelle mit 37 Punkten an, sechs Zähler vor Valencia. Real Oviedo, Espanyol und Terrassa stehen mit jeweils 36 Punkten ebenfalls deutlich besser da. Santander liegt mit 33 Punkten unmittelbar vor
Valencia, während Real Madrid mit 31 Zählern punktgleich dahinter lauert. Für weitere Ausrutscher bleibt damit wenig Spielraum.[Anhang]
Die jüngste Bilanz vermittelt den Eindruck, dass Valencia langsam die Puste ausgeht. Auf die Niederlage folgte zwar ein kleiner Schritt nach vorn, doch ein echtes Aufbäumen sieht anders aus. Wer oben angreifen will, muss aus solchen zwei Spieltagen mehr als einen einzigen Punkt mitnehmen.
Jetzt braucht es eine Antwort
Mit neun Siegen, vier Unentschieden und neun Niederlagen fällt Valencias Saisonbilanz bislang durchwachsen aus. Das positive Torverhältnis von 44:36 zeigt immerhin, dass die Mannschaft mehr Treffer erzielt als kassiert hat. In der Tabelle zahlt sich das jedoch noch nicht ausreichend aus.[Anhang]
Valencia muss nun verhindern, dass aus einer enttäuschenden Phase ein schwacher Saisonabschluss wird. Die vorderen Plätze sind noch erreichbar, doch dafür braucht es wieder Siege statt vereinzelter Punkte. Nach diesen beiden Rückschlägen steht die Mannschaft unter Zugzwang: Sie muss zeigen, dass ihr im entscheidenden Moment nicht endgültig die Luft ausgeht.
Dino Lambretta gilt in Fachkreisen als der wahre und bislang einzige Weltklassetrainer, den diese Liga jemals erlebt hat. Seine strategische List und Tücke sind legendär – zumindest in jenen Kreisen, die seine Pressekonferenzen bis zum Ende verfolgen können. Im Vergleich dazu wirkt Don Crespo, der Übungsleiter von Atlético Madrid, beinahe wie ein Schachspieler, der seine Figuren nach dem Zufallsprinzip aufstellt und anschließend den Gegner für die eigene Niederlage verantwortlich macht. Umso schwerer wiegt das jüngste Derby-Ergebnis: Atlético gewann gegen Real Madrid mit 5:3. Ein Resultat, das nach Lambrettas eigener, vermutlich streng wissenschaftlicher Analyse genau andersherum hätte lauten müssen. Dass die Anzeigetafel anderer Meinung war, dürfte für den Altmeister lediglich ein bedauerlicher Irrtum der modernen Technik sein. Schließlich kann man ein Spiel verlieren – aber niemals die strategische Überlegenheit eines Dino Lambretta.
Doch während Real noch mit der Derby-Niederlage beschäftigt war, erlebte Atlético selbst einen denkwürdigen Absturz. Gegen Real Oviedo setzte es ein unfassbares 0:6. Ob Lambretta dieses Ergebnis mit einem Glas Rotwein gefeiert hat, ist nicht überliefert. In Madrid erzählt man sich allerdings, er habe in einer bekannten Bar die Wiederholung des Spiels verlangt und nach dem sechsten Gegentor so zufrieden genickt, dass der Barkeeper vorsichtshalber die Rechnung brachte. Eine frei erfundene Geschichte natürlich – aber eine, die zum eigenwilligen Charakter des Trainers passen würde.
Sportlich bleibt Real Madrid vorerst auf Rang sieben. Nach 22 Spieltagen stehen 31 Punkte, neun
Siege und ein Torverhältnis von 37:34 zu Buche. Der Abstand zu Terrassa auf Platz vier beträgt fünf Punkte, während Valencia direkt vor den Königlichen ebenfalls nur einen Zähler vorausliegt. Die Tür nach oben ist also keineswegs verschlossen. Allerdings muss Real dafür mehr zeigen als einen knappen 1:0-Erfolg gegen Getafe. Der Sieg war wichtig, aber kein Ergebnis, das in Madrid schon die nächste Parade auf der Plaza de Cibeles auslösen dürfte.
Die kommenden Aufgaben haben es in sich: Zunächst empfängt Real Madrid Real Oviedo, das Atlético gerade mit 6:0 demontiert hat. Danach wartet Terrassa CF auswärts. Zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten im Kampf um die oberen Tabellenplätze – und damit eine Gelegenheit, die eigene Saison wieder in eine angenehmere Richtung zu lenken. Lambretta dürfte wissen, dass große Worte keine Punkte bringen. Wobei man ihm durchaus zutraut, eine Pressekonferenz mit einer ausführlichen Erklärung darüber zu eröffnen, warum sechs Tore gegen Atlético zwar erfreulich, aber taktisch noch nicht vollkommen überzeugend seien.
Auch im Madrider Nachtleben soll der Trainer weiterhin seine Spuren hinterlassen. Ein weiteres Gerücht besagt, Lambretta habe nach dem Derby eine spontane nächtliche Krisensitzung einberufen, bei der sämtliche Teilnehmer zunächst ihre Sicht auf die ideale Atlético-Abwehr darlegen mussten. Die Veranstaltung soll erst geendet haben, als der letzte Gast eingeschlafen war. Ob das stimmt? Natürlich nicht nachweisbar. Aber wer Lambretta kennt, weiß: Bei ihm kann selbst ein gemütlicher Abend an der Bar in eine taktische Grundsatzdiskussion ausarten.
Atlético Madrids Abwehr – Ein löchriger Hühnerhaufen – treibt Don Crespo in den Wahnsinn! Was ist bloss mit Atlético Madrid los? Einst stand dieser Name für Betonfussball, gnadenlose Zweikampfhärte und eine Abwehr, an der sich selbst die grössten Weltstars die Zähne ausbissen. Doch diese Zeiten scheinen vorbei! Statt einer uneinnehmbaren Festung präsentiert sich die Defensive plötzlich wie ein löchriger Schweizer Käse.
Hinten herrscht Alarmstufe Rot! Die Innenverteidiger wirken teilweise, als hätten sie sich vor dem Anpfiff noch nicht ganz auf ihre Positionen geeinigt, während die Aussenverteidiger Gegenspielern offenbar lieber Geleitschutz geben, als sie konsequent aufzuhalten. Passwege werden geöffnet wie die Eingangstüren eines Einkaufszentrums, und im Strafraum entstehen Freiräume, von denen gegnerische Angreifer normalerweise nur träumen
können.
Besonders bitter ist die Situation für Don Crespo. Der Weltklassetrainer, der eigentlich für taktische Raffinesse steht, muss mit ansehen, wie seine Defensive regelmässig ins Schwimmen gerät. Man sieht ihn förmlich leiden, wie er an der Seitenlinie die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und viel zu oft ungläubig auf den Rasen starrt.
Don Crespo mag ein Trainer von Weltformat sein, doch selbst ein Fussballgenie kann nicht gleichzeitig die Abwehr organisieren, jeden Zweikampf führen und höchstpersönlich die Schüsse blocken. Irgendwann reisst auch dem geduldigsten Taktikfuchs der Geduldsfaden. Die Frage ist längst nicht mehr, ob Atlético offensiv glänzen kann, sondern ob die Hintermannschaft endlich aufwacht, bevor der nächste Gegner das nächste Geschenk auspackt. Die Saison ist noch lang, und geht es so weiter, steht der Absturz unmittelbar bevor.
Auch wenn Espanyol Barcelona sich vorübergehend den dritten Platz der spanischen Primera Division sichern konnte, so ist doch die Art und Weise äußerst befremdlich. Könnte man Terrassa zu Hause mit einem satten 4:0 abfertigen, kamen die Los Pericos in Valencia nicht über ein dürftiges 2:2 hinaus. Zwei Hoffnungsschimmer: Sturm-Oldie Habmal Torgoschosson und Nationalspieler Roberto Fernández teilten sich die sechs Treffer brav untereinander auf.
Nun stehen mit Schlautmanns Ex-Club Racing Santander und Deportivo Alavés zwei Harte Brocken an: Während der Trainer immer noch eine merkwürdig
romantische Vorstellung von seinem Ex-Club hat (O-Ton: "Wenn wir sie besiegen, dann so, dass es den Fans nicht schmerzt. Wir versuchen sie so einzulullen, dass die Verdiblancos uns gar nicht böse sein können.")
Star-Stürmer Torgioschosson widerspricht seinem Trainer energisch: "Wir müssen unser Herz, unser Blut und unseren Schweiß auf dem Rasen lassen und dürfen uns gegen Real Racing Club Santander keinen Ausrutscher erlauben. Wir dürfen zu Hause nicht verlieren!"
So darf man gespannt sein, ob Espanyol Tabellenplatz 3 halten kann oder doch wieder im MIttelmaß der Liga versinkt.
Manchmal braucht es im Fußball nur einen einzigen Abend, um die Stimmung komplett zu drehen. Nach dem ernüchternden 0:3 bei Espanyol Barcelona stand Real Madrid unter Druck. Doch die Antwort fiel so deutlich aus, dass selbst die spanische Sportpresse kurz nach Worten suchen musste: 6:0 gegen den FC Barcelona! Dino Lambretta dürfte diesen Abend genossen haben – auch wenn man bei ihm nie ganz sicher ist, ob sein zufriedenes Gesicht tatsächlich Zufriedenheit ausdrückt oder ob er gerade versucht, die Schlagzeile auf der Zeitung vor sich zu entziffern.
In der Tabelle bleibt Real Madrid trotz des Kantersiegs auf Platz 6. Nach 20 Spieltagen stehen 28 Punkte und ein Torverhältnis von 33:29 zu Buche. Der Abstand zu Espanyol auf Rang vier beträgt vier Punkte. Die Königlichen sind also noch nicht dort, wo sie nach eigenem Selbstverständnis hingehören, aber das 6:0 hat zumindest eine klare Botschaft hinterlassen: Wer Real abschreibt, sollte vorher besser noch einmal die Anzeigetafel kontrollieren.
Für Lambretta kommt der Erfolg zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Schließlich wartet nun Atlético Madrid – jener Verein, der in seiner persönlichen Lebensgeschichte eine Rolle spielt, die man selbst in
einer spanischen Telenovela kaum glaubwürdig unterbringen würde. Lambretta schweigt aber dazu.
Auch Madrids Nachtleben soll unter dem neuen Trainer nicht unbedingt ruhiger geworden sein. In den einschlägigen Lokalen wird gemunkelt, Lambretta habe nach dem 6:0 eine spontane Siegesfeier angeordnet, bei der die Rechnung angeblich erst nach einer ausführlichen taktischen Analyse freigegeben wurde. Eine weitere, ausdrücklich unbestätigte Geschichte behauptet, er habe einen Kellner so lange nach der optimalen Aufstellung der Tapas gefragt, bis dieser freiwillig die Küche verließ. Ob daran etwas stimmt? Vermutlich nicht. Aber in Madrid reicht manchmal schon ein gutes Gerücht für eine ganze Titelseite.
Nun wartet also Atlético. Für Real geht es um wichtige Punkte, für Lambretta möglicherweise um deutlich mehr als das. Ein Sieg wäre sportlich wertvoll und persönlich ein weiterer kleiner Schritt in seiner ganz eigenen Geschichte. Nach dem 6:0 gegen Barcelona dürfte die Mannschaft jedenfalls wissen, wie Tore schießen funktioniert. Jetzt muss sie nur noch verhindern, dass der Trainer nach dem Abpfiff wieder bis tief in die Nacht verschwindet – angeblich, um die Partie zu analysieren.
Bon Dia, Culés! Schaut man gerade auf die Gesamttabelle, könnte man glatt meinen, wir hätten kollektiv vergessen, was ein Classic ist. Ein 0:6 gegen Real Madrid? Mare de Déu! Das war keine herkömmliche Niederlage, das war eine ausgewachsene katalanische Tragödie. Da hilft es auch wenig, dass wir davor am 19. Spieltag Atlético Madrid mit 2:0 nach Hause geschickt haben, die schlägt gerade jeder. Konstanz ist eben ein schüchternes Reh.
Aktuell stehen wir mit 26 Punkten auf Platz 8. Ja, richtig gelesen, Platz 8. Direkt hinter Getafe! Aber keine Sorge, wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Die Tabellenspitze ist schließlich nur 8
Punkte und 7 Plätze entfernt, und die Saison ist noch lang.
Der Blick geht nach vorne. Am Spieltag 21 empfangen wir Real Oviedo, wieder so königliche, aber wohl die wahren, so heißt es aus Oviedo. Wenn wir die nicht aus dem Stadion fegen, gibt es beim nächsten Training nur noch trockenes Brot statt feinstem Fuet. Direkt danach, am Spieltag 22, wartet Terrassa CF auf uns. Ein echtes Derby im Geiste – da werden wir den Rasen brennen lassen und zeigen, wer die wahre Macht in Catalunya ist!
Wir putzen uns den Mund ab, richten die Trikots und greifen wieder voll an. Die Aufholjagd beginnt genau jetzt!
¡Visca el Barça i Visca Catalunya!
II*II
Die erste Apfelernte von Vetustas, äh Oviedos innerstädtischen öffentlichen Apfelplantage wird traditionell von der A-Jugend der wahren Königlichen vorgenommen. Guatemalarias persönlichen Chroniken ist zu entnehmen, dass bereits zu Zeiten der Reconquista die A-Jugendlichen die ersten Äpfel ernteten, um sich so im Laufe der Jahre das Geld für neue Trikots zu erarbeiten. Dass ausgerechnet nun der heroische
Chronist Don Guate höchstpersönlich mit dieser Tradition bricht und die A-Jugend unterstützt, spricht Bände. "Es war Zeit für ein Zeichen des Zusammenhalt, dass ich große Hoffnung in unsere Jugendarbeit stecke und von unserem Weg überzeugt bin, auf die asturische Jugend zu setzen. Und die gemeinsame Apfelernte für unsere Erstabfüllung des "Sidra real" steht für diesen Zusammenhalt."
3:0 gegen Real Madrid, danach 0:5 bei Real Oviedo. Espanyol Barcelona hat zuletzt eindrucksvoll bewiesen, dass zwischen Genie und Wahnsinn manchmal gerade einmal ein Spiel liegt.
Nun heißt es: Mund abputzen und weitermachen. Zunächst kommt Terrassa CF nach Barcelona. Anschließend geht es zum Valencia CF. Sechs Punkte wären nach dem Oviedo-Debakel durchaus hilfreich. Vier würden wir zur Not auch nehmen. Drei ebenfalls. Eigentlich nehmen wir gerade alles, was irgendwie nach Punkten aussieht.
Die Mannschaft hat schließlich gezeigt, dass sie Real Madrid schlagen kann. Jetzt muss sie nur noch beweisen, dass sie auch gegen Terrassa und Valencia weiß, auf welcher Seite das Tor steht.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
Gleiches gilt für das Veröffentlichen von selben Berichten für mehrere Accounts oder in der Liga und dem Pokal.