... wenn man dann schon mal in Porto war, dann schaut man sich doch auch ein Fussballmatch an - so die Devise von bora am letzten Freitag ...
am liebsten von gaaanz weit oben aus den Steilhängen des schieferreichen Terain des Estádio do Bessa hatte man dabei einen excenlenten Blick.
die Stimmung unter den Zuschauern? - Phantastisch - sofern man nicht gerade parteiisch war ... und überhaupt ... mit dem alten Krankenkassengestell auf der Nase liess sich auch nur schwer erkennen, was sich weiter als im Umkreis von 15 Metern bewegte ...
die Stimmung war jedoch trotzdem gut ... sofern ich dass dann so beurteilen
konnte. Und doch, der Platz dort oben kam anfänglich um einiges passender, als der kostenlose dort unten auf der Trainerbank - sollte doch auch nicht jeder auf anhieb erfahren,
dass sich einer der erfolglosesten Trainer der Superliga weiterhin ungeschoren bei Estoril rumtreiben darf ... erwartet hätte es dann sowieso keiner, dass der Ausgang ein ganz anderer sein würde ... selbst die Nachbarn, die sich scheinbar seit dem gloreichen Match zwischen Lettland und Deutschland dort befanden - konnten sich nicht wirklich daran erinnern, so etwas schon gesehen zu haben ... es gibt scheinbar doch noch Hoffnung auf Besserung!
Amadora - Eine seltsam unspektakuläre Saison biegt langsam und unbemerkt auf die Zielgerade ein - aus der Sicht von Estrela da Amadora zumindest. Eine Saison, die für die Lissabonner Vorstädter bereits nach dem ersten ZAT irgendwie gelaufen war.
Wobei noch einige interessante Entscheidungen anstehen, mit denen Amadora auf seinem grauen Mittelfeldrang aber irgendwie so gar nichts zu tun zu haben scheint. Wird der alte Rivale aus Campo Maior Meister? Oder der genauso alte
Rivale aus Leiria? Vergrößert Uniao den Abstand in der ewigen Tabelle, oder verringert der SCC den seinen? Ist der SC Farense der lachende Dritte? Und geht das überhaupt, wo er doch Zweiter ist? Warum ist es überhaupt noch so spannend, obwohl doch der SCC schon nach 2 ZATs als Meister feststand? Und warum gelingt es nicht andersherum Estrela, die nach 2 ZATs schon als abgeschlagen dastand, dieses Vorurteil zu widerlegen?
Und vor allem. Warum schreibt darüber mal wieder keiner?
In den letzten Wochen überzeugte der SC Campomaiorense stets mit grandios zu hohen Siegen, weshalb das Torverhältnis eigentlich ganz gut aussah. Doch nun, Richtung Ende der Saison, versucht man wohl, kleine Brötchen zu backen. Aber das man damit auch noch die Konkurrenz unterstützt, geht natürlich garnicht. Gegen den Tabellennachbarn SC Farense gelang ein knapper 1:0-Sieg, doch wurde man durch jenem eben auch überholt. Zum ersten Mal in dieser Saison steht der SCC somit nicht auf einem der ersten beiden Plätze. Klarer Abwärtstrend. :-) Man muss wohl mit dem Klassenerhalt zufrieden sein. Jedenfalls scheint man jetzt die Sparer-Taktik zu fahren, aber ob dieser Mix mit dem vorherigen Aufbau des guten Torverhältnisses wirklich zum Erfolg
führt, bleibt fraglich.
Die Meisterschaft wird es statistisch gesehen jedenfalls nicht mehr. Nach der ersten Meisterschaft in der 32. Saison folgte 1 Saison ohne Meisterschaft. Nach der zweiten Meisterschaft folgten 2 Saisons ohne Meisterschaft. Nach der dritten Meisterschaften müssten somit also 3 Saisons ohne Titel folgen. Und die dritte Saison ist die aktuelle. Nächste Saison können sich also alle anderen Portugiesen ein anderes Team suchen, sofern Sie wirklich um die Meisterschaft mitspielen möchten. Denn nächste Saison geht sie ja wieder an uns. Nur unter die ersten 3 möchte man diese Saison natürlich wieder. Und da Portimonense SC am Ende ja eh wieder alle überholt, muss man also noch ein Team, Uniao Leira oder SC Farense, hinter sich lassen.
Es bleibt in der portugiesischen Superliga spannend. Die ersten Dreiplatzierten belegen allesamt 42 Punkte. Dabei steht Uniao Leiria auch nur an der Tabellenspitze, weil man gegenüber den Konkurrenten aus Faro und Campo Maior ein besseres Torverhältnis besitzt. Alle drei Teams hatten in dieser Woche ihre Heimspiele gewonnen und in der Fremde kehrten alle Mannschaften ohne Punkte zurück.
Diesmal gab es für die Mannschaft von Capo im Auswärtsspiel beim FC Porto nichts zu holen. Hatte man noch in den letzten zwei Aufeinandetreffen jeweils ein Punkt entführt, so musste man
heuer eine 0:4-Niederlage einstecken. Doch Uniao Leiria steckte die Niederlage anscheinend gut weg und ließ am nächsten Spieltag zu Hause gegen den Boavista Porto (5:0) keine Chance. Als nächstes reist man zum Tabellenfünften und aktuellen Meister Portimonense SC, ehe am 25. Spieltag der CD das Aves seine Visitenkarte in Leiria abgibt. "Es geht erstmal nur darum, dass wir eine gute Trainingswoche hinlegen und uns gut auf die Spiele vorbereiten. Wir gucken nur von Spiel zu Spiel. Die Meisterschaft ist momentan kein Thema für uns.", äußerte sich Capo ganz klar und deutlich.
Portugal und auch alle Hobby-Portugiesen sind noch immer in lauer Stimmung. Nach dem Ableben des schwarzen Panthers, scheinen die Dinge aus den Fugen zu geraten. Hysterie, Trauer und Vergesslichkeit über die tatsächlich wichtigen Dinge des Lebens mischen sich zu einem säuerlich dampfenden Gebräu im Hinterland Portugals zusammen. Die Auswüchsch der Hauptstadtvorstädte scheint ein Idyll zu
zerstören.
Einzig in Braga nimmt mans auch weiterhin gelassen. Don Limon ärgert sich noch immer ein bisschen über den zu zaghaften Auftakt in die Hinrunde und über die ungünstige Konstellation der germannischen Widersacher. Doch lamentieren hilft einem Mann nicht! Besser gelaunt wird man durch einen bekömmlichen Spaziergang in die Lieblingsbar, wo zwar alle Tische besetzt sind, doch Stühle sind immer zu haben. Auch unter Freunden...
...in Portugal! Nach dem Saisonstart hätte man es wohl kaum für möglich halten können, dass es in der oberen Tabellenregion nochmal so spannend zugehen würde. Doch mittlerweile ist tatsächlich die Situation eingetreten, in der die ersten 3 Tabellenplätze alle punktgleich sind!
Während Campomaiorense und Farense sogar eine identische Tordifferenz zwischen geschossenen und kassierten Toren aufweisen, ist Uniao Leiria in der Hinsicht etwas davongeeilt und führt somit die Tabelle an.
Beim SC Farense bleibt man jedoch ruhig. Denker meint: "Wen interessiert am Ende der Saison die Tabelle vom 10., 12. oder 20. Spieltag? Wir bleiben fokussiert und schauen dann am Ende, wo wir landen!"
Der SC Farense und Uniao Leira tauschen die Plätze 1 und 3, nur der SC Campomaiorense bleibt hierbei konstant auf dem 2. Rang. Die Tabellennachbarn befinden sich nun also auf der anderen Seite und der SCC bleibt auch am 21. Spieltag wie schon die ganze Saison über auf einem der ersten beiden Plätze. So kann die Saison natürlich gern auch beendet werden, dann kann man mit der Titelverteidigung des Vizemeistertitels wenigstens versuchen, den eigenen Rekord zu knacken. Aber es sind ja noch 13 Spiele und inzwischen gibt es nur noch 3 Vereine, die schwächere Rest-Reserven als wir aufweisen. Zumindest das hatte man sich doch etwas anders vorgestellt. Da passt es ja ganz gut, dass man in der Champions League nach einer 2:0-Führung ausgeschieden ist...
Nein, die Benfica-Bratwurst wollte in dieser finsteren Stunde wahrlich nicht munden, in der der allergrößte Kicker Portugal aller (mit Betonung auf ALLER) Zeiten die Erde gen wohin-auch-immer verlassen hat. Ganz im Gegenteil, Halbmast wurde geflaggt in ganz Lusitanien, und die Republik verneigt vor dem großen Eusébio, der einst aus dem fernen Mocambique den Weg nach Lissabon gefunden hatte, um dort zu einer Legende zu reifen. Drei Tage Staatstrauer sind angesichts des Todes
des vielleicht berühmtesten portugiesischen Sportlers der Geschichte angeordnet worden, in denen die Gazetten die ruhmreiche Vergangenheit des "Schwarzen Panthers" in die Gegenwart zurückholen und eine Gesellschaft für einen Moment innehält. Für Portugal ein trauriger Abschied, da Eusébio für das Land quasi einen Franz Beckenbauer in sympathisch und bescheiden darstellt. Ruhe in Frieden, Eusébio, eine ganze Nation wird Dich schmerzlich vermissen!
Amadora - Die Welt nimmt Abschied von einem ganz Großen Sportler. Vom besten portugiesischen Fußballer aller Zeiten (da kann sich der Gockel von Real Madrid noch so abmühen): Eusebio. Nun hat la Pantera Negra sein letztes Spiel verloren, und Portugal ist in Trauer.
Auch in Amadora, wenngleich nur ein hässlicher Vorort seiner Benfica-Metropole Lissabon, wie alle portugiesischen Kicker im Vergleich zu ihm nur hässliche Vororte sind, wurden die Fahnen am Estadio Jose Gomes auf Halbmast gesetzt. Auch im
Estrela-Stüberl ruht der Betrieb ebenso (nachdem sich der Wirt nicht damit durchsetzen konnte, wenigstens nur dunkles Bier und Portwein auszuschenken) wie auf dem Trainingsplatz. So einen wie ihn könnte Estrela Amadora heute gut gebrauchen, doch wer, fragt man sich, könnte das nicht?
In diesem Sinne: Adeus, Pantera Negra!
Hättest Du übrigens 1966 im Finale das Wembley-Tor erzielt, Dir hätten wir den Titel gegönnt und nicht jahrelang darauf rumgeritten, dass der Pokal eigentlich uns zugestanden hätte.
Uniao Leiria hat eine turbulente Woche hinter sich. In der Champions-League schied man unglücklich im Viertelfinale gegen den englischen Vertreter Reading FC nach dem fünften entscheidenden Spiel aus. Und in der Meisterschaft gelang erstmals in der dritten Ära unter Capo der Sprung an die Tabellenspitze. Und das auch nur weil man gegenüber dem SC Campomaiorense und dem SC Farense aktuell ein besseres Torverhältnis aufweist.
"Es war wirklich eine Woche mit allem Drum und Dran.
Dafür lieben wir auch den Fußball. Weil wir jetzt Erster sind, heißt es noch lange nicht, dass wir am Ende den Meistertitel in den Händen haben. Ich schätze die Konkurrenten viel stärker ein und außerdem brauchst du auch das Quäntchen Glück.", sagte Capo. Am 20. Spieltag feierte seine Mannschaft einen überraschenden 2:1-Auswärtserfolg beim Vitória Setubal. Anschließend wurde der SC Farense im Estádio Dr. Magalhães Pessoa mit 0:6 vermöbelt.
... zum letzten Spieltag stand einmal etwas ganz besonderes an - portugals Vorzeigeklub Nummer Eins sollte im Campo da Amoreira vorbeischauen.
der FC Porto ... jedoch bei Copa sehr gescholten und ein wenig in Verruf sieht der Club doch in eine weniger rosige Zukunft.
Für bora jedoch trotzdem ein ganz großes Highlight - und so sah man sich im Club gezwungen mehr als die zwei Dixi Klo's zu installieren -
die quadratische Durchreiche fein säuberlich mit der Stichsäge ausgeschnitten und dann mit einem 80er Schleifpapier gebrochen ... ja, mit Handwerk kennt man sich eben aus.
Jedoch, wo bleibt der Gegner? ... besser, wo blieb er nur? ... von einem Mannschaftsbus weit und breit keine Spur!
auch mehrfaches Anrufen bei der Geschäftsstelle ergab' immer nur ein merkwürdiges Piepen ... Rechnung nicht
bezahlt?
die Polizei und selbst die NSA konnten leider keine Spuren finden ...
... aber was sollte es auch! ... das Spiel musste Stattfinden, denn die Punkte mussten ja raus!
bora rannte verzweifelt über den Stand, denn dort gab' immer die besten Lösungen - nein, nicht der Liegestuhl! auch wenn der Anblick verlockend war ...
etwas weiter waren ein paar heitere, käsebleiche Touristen - ein Kegelclub aus Berlin - gibt es so etwas überhaupt noch?
und wenn man den Kinderwagen dazu zählte, dann waren es sogar elf - also drauf zu gesprintet und angesprochen ... ... da etwas weiter unten, da stehen 'n paar Freunde von mir und wir suchen dringend 'n passenden Gegner - der alte ist abgesprungen ... wollt Ihr nicht einspringen? ... nene, den Schaumstoffball könnt Ihr hier lassen, wir haben selber einen ...
Nun ist natürlich die Frage, was eher war: Der Don lustlos oder der Don mundtot. Selbstredend ist die Antwort hierfür nur schwer zu finden. Ebenso schwer wie zu verstehen sein soll, weshalb der FC Porto nun noch trainerlos und geistergetrieben durch die Wellen der Superliga getrieben wird. Wie auch immer - mehr Eier würden in Braga sicher helfen.
Nachdem man nun schon
wieder reichlich Mühe gegen die Vorstadtklubs bekundet hat, wird es diese Woche beim Doppeldate gegen die Traditionsklubs aus Porto eher schwierig. Nundenn; allzu stark lässt man sich dennoch nicht ablenken und versprüht während des täglichen Mäanderns durch die Gaststuben Bragas auch weiterhin nonchalante Lässigkeit. Fussball ist ja schliesslich nur die Nebensache...
Amadora - Frohes neues Jahr aus Amadora! Das reimt sich sogar- naja, mit einm bisschen gutem Willen zumindest. Diesen guten Willen wird man auch in Amadora gut brauchen können in 2014, zum Beispiel bereits Anfang Februar, wenn die Aufgabe anstehen wird, die 40. Saison zu einer erfolgreichen Spielzeit zu erklären.
Das dürfte, deutet man die bisherigen Anzeichen (Platz 10 in der Tabelle, bereits gefühlt
mehr Auswärtstore vergeudet als in Berlin Silvesterverletzte gezählt wurden), ein eher anspruchsvolles Unterfangen werden. Bis dahin begnügt man sich mit der Tatsache, dass die Band Starship in Portugal in aller Munde ist- und dass Starship auf portugiesisch Navio da Estrela heißt. Zumindest, wenn einem die Korrektheit der Übersetzung wurst ist. Aber darüber schreibt natürlich mal wieder keiner.
Das erste Rückrundenspiel ging aus der Sicht von Uniao Leiria verloren. Man holte sich nach gespielten 90 Minute eine 0:3-Auswärtsniederlage beim Académica Coimbra ab. Im nächsten Spiel konnte sich die Mannschaft von Capo schnell erholen und bezwang zu Hause den Vitória Guimarães locker mit 6:0. In der Tabelle bleibt man weiterhin Dritter hinter SC Farense und SC
Campomaiorense.
Bevor Uniao Leiria am 21. Spieltag den Spitzenreiter aus Faro begrüßt, tritt man vorher noch zum Auswärtsspiel gegen den Vitória Setubal an. "Wenn wir weiterhin oben dranbleiben wollen, müssen wir weiter fleißig Punkte sammeln. In der Tabelle geht es eng zu und die Konkurrenz lauert auf Fehlern der anderen Teams.", so Capo.
Obwohl auch in Funchal das neue Jahr bereits angebrochen war, döste die Hafenstadt noch schläfrig vor sich hin. Nur Paolos' Würstchenparadies hatte bereits wieder seine Pforten geöffnet, und ein alter Bekannter aus Estoril bekämpfte den Silvesterkater mit einem ersten Stützbier. Marítimo-Coach Horst Manson bleib vor einem Werbeplakat stehen, das die anstehende Starship-Tour durch Portugal ankündigte. Wie aus dem
Nichts hatte der 80er-Titel "We Built This City" als Re-Entry die portugiesischen Charts geentert und war von Null auf die Eins geschossen. Staunend fragte sich der Übungsleiter, wie so etwas geschehen konnte, als der Duft einer frischen Bratwurst in seine Nase stieg. Es war höchste Zeit, für 2014 endlich anzugrillen und das erste meisterhafte Wurstprodukt zu genießen. In diesem Sinne, ein Frohes Neues auch auf dem unwirtlichen Festland.
Den Rutsch in das neue Jahr hatte sich der Trainer des SC Farense sicherlich besser vorgestellt. Bereits vor 0 Uhr wurde Denker von einer Rakete getroffen, die aus luftiger Höhe direkt auf das Bein des Trainers herunterstürzte.
Kurioserweise hatte Denker sich mit einem Bekannten unmittelbar zuvor darüber unterhalten und angemerkt, dass es "irgendwie merkwürdig sei, dass man nie davon hört, dass jemand von herunterstürzenden Feuerwerken getroffen werde". Zumindest im Bekanntenkreis war bis dato kein solcher Fall bekannt - bis zum 31.12.2012.
Abgesehen von einer kleinen Wunde und einer kleinen Schwellung ist jedoch nichts geblieben und so wird Denker auch am morgigen Freitag wieder auf der Bank des SC Farense Platz nehmen.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
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