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Das Torkontingent-Protokoll
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Der Nil rauschte. Kunta Kinte rauschte nicht. Kunta Kinte saß.
Er saß in seinem Büro, umgeben von drei leeren Kaffeetassen, einer Weltkarte (die er aus unklaren Gründen mitgebracht hatte) und einem selbst erstellten Dokument, das er in großen Buchstaben „TORHAUSHALT Q1 – STRENG VERTRAULICH" betitelt hatte.
Sein Assistent Baako trat ein.
„Chef, die Spieler warten auf dem Platz."
„Einen Moment." Kunta tippte konzentriert. „Ich aktualisiere gerade die Tabelle."
Baako blinzelte. „Welche Tabelle?"
„Die Torkontingent-Tabelle." Kunta drehte den Laptop. Darauf: eine Excel-Tabelle mit Spalten wie „Verbrauchte Tore", „Verfügbare Tore", „Torschulden (Auswärts)" und – in Rot – „Notreserve (nur für Abstiegskampf. Wir stehen |
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jetzt schon am Abgrund mit unserem niedrigen Torkontingent".
Kunta stand vor der Mannschaft, Klemmbrett in der Hand, Sonnenbrille auf der Nase, obwohl es bewölkt war.
„Männer", begann er feierlich. „Wir haben zwei Auswärtsspiele vor uns. Zwei. Das bedeutet: Torsparmodus."
Stille.
Stürmer Youssef hob die Hand. „Was bedeutet Torsparmodus?"
„Gute Frage." Kunta trat einen Schritt vor. „Es bedeutet: effizient. Präzise. Kein Tor zu viel, kein Tor zu wenig. Wir schießen genauso viele Tore, wie wir brauchen. Nicht mehr."
„Und wenn wir eine klare Chance haben?"
„Wenn wir in Führung liegen, schießt ihr daneben.“
Baako, der am Rand stand, schloss kurz die Augen. Das Unverständnis ist bereits nach drei Spieltagen bei Zamalek vorhanden. Kann das gut gehen?
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27.08.2026 09:12 -
Kunta Kinte -
Zamalek SC
(0.3 TK)
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