hätten es das „Leben“ und „Hackeln“ zugelassen, dass ich dir früher auf deinen offenen Brief antworte – ich hätte wohl zurückgeschossen. Allerdings, nach so langer Zeit der Artikel-Abstinenz und des sträflichen Ignorierens, deiner – eigentlich ja wohlmeinenden – Erinnerung an mich, doch endlich meine Berufung wiederzuentdecken und mich um das Wichtige zu kümmern, kann ich nicht anders als zu Kreuze kriechen. Die SM vernachlässigt man nicht – das muss ich ja gerade auf die harte Tour lernen – ich seh's ein. Nur bleiben wir realistisch – du wirst mich auch nächste Woche wieder erinnern müssen, dass ZAT ist.
Der Eine oder Andere der geneigten Trainerkollegenschaft hat es ja schon einmal angesprochen und auch an dieser Stelle wurde die Problematik bereits thematisiert: Es geht sich nicht aus. Hackeln, Leben und eine Mannschaft in der SM zu trainieren, ist manchmal einfach zu viel. Und dann passieren Schnitzer, Ausrutscher, böse Fehler – schneller als man schauen kann sieht man sich am Tabellenende, verdammt zum Artikel schreiben weil die TK schon so runter sind und klammert sich an Zweckoptimismus, die Rückrunde und Rechenspiele.
Kollege W's Artikel hat mich dazu gebracht mir auch mal Gedanken zu machen, was es mit dieser seltsamen Nummerngleichheit auf sich haben könnte. Zuerst hab ich mir gedacht das ist so ein Schmäh, wenn man ungut angebraten wird gibt man halt die Nummer vom Anderen her der dann sagt: „Was? Jaqueline aus dem Frisörstudio? Noch nie gehört!“ - aber sind wir uns ehrlich, da besteht dann wohl doch keine Notwendigkeit.
Nach intuitiv war
meine zweite Herangehensweise dann die Wissenschaftliche. Numerologie also. Da heißt es dann etwa: „Die Zahl 7 steht für Fortschritt und Sieg“ und über den Achter wird gesagt er stehe für „Leistung, Antrieb, Anstrengung und Erfolg“ - so schnell widerlegt man eine Arbeitshypothese, das kann's bei den beiden ja wohl nicht sein.
Bleibt nur mehr eine Möglichkeit: W. hat recht und der Bart ist wirklich nur aufgeklebt!
Provinz Tucuman, Argentinien – während einem Spiel zwischen San Juan und Bella Vista läuft ein Hund über das Spielfeld. Jose „el perro“ Jimenez schnappt ihn an der Gurgel und versucht ihn über den Begrenzungszaun zu werfen. Er überschätzt seine Kräfte der Hund prallt ab, landet wieder auf dem Rasen kann aber dann flüchten. Glücklicherweise ist dem Hund nicht viel passiert. Und glücklicherweise hat auch gleich jemand aus dem Publikum einen Becher in Richtung Jimenez geworfen, während die gegnerische Mannschaft schon auf ihn zugestürmt ist um ihn zu vermöbeln. Konichiwa Bitch! Das hast du davon, altes Häusl! P. S.: und die rote Karte hat er auch noch bekommen.
Was macht Zeleznik auf Platz eins, fragt Trainerkollge Hadschi Halef Omar ganz richtig. Ja, was macht der da nur? Ich weiß es nicht – hoffentlich nicht am letzten ZAT schnaufen weil ihm die TK ausgehen und die Druga schon wieder winkt. Denn wie wir wissen, heißt Herbstmeister in der SM ja bekanntlich gar nichts. Da wurden schon einige gestürzt. Das Spiel dauert bekanntlich neunzig Minuten und die SM-Saison 30 Spiele – erst dann ist der Käse gebissen. Dementsprechend genießen die Blau-Weißen aus Belgrad auch ihre Lauerstellung, die durchaus als vielversprechend gesehen werden darf. Wir freuen uns auf`s Abrechnen nach dem letzten ZAT.
Ja eh, da gibt’s jetzt gar nichts zu beschönigen. Man muss es einsehen – die letzte Runde war wohl ein Griff ins Häusl. Eine Heimniederlage beim letzten ZAT vor dem Abschluss der ersten Saisonhälfte, das tut weh. Zumal ja mit dem Stadtrivalen Hajduk ein Lielingsgegner zu Gast war.
Dafür ist die Ausgangslage für die letzten Begegnungen der Hinrunde nicht die aller schlechteste. Das TK-Konto quasi prall gefüllt und im Ligavergleich, abgesehen vom Sparefroh FK Sartid, durchaus ganz vorne angesiedelt, kann ja eigentlich nur ein großer Sprung nach vorne rausschauen.
Und wieder mal ist es sich nicht anders ausgegangen. Am freitag um vier wird der wrrktaetige copatrainer fleissig und klopft am handy den woechentlichen artikel rein waehrend all die haeuseln im 13a ihm auf die designerbock steigen. Aber macht ja nix, unter druck kommt ein sm-trainer ja erst richtig in fahrt. Was allerdings auch untwr druck nicht geht ist zeichen zaehlen am handy. Fuenfhundert sind das hier ja noch sicher nicht. Wurscht, draufbleiben und durchhalten - und inspiration aus den begegnungen in den ieffis beziehen... Oder lieber doch nicht - so viel geben die wiener dann auch nicht her. Ausserdem sollte es das jetzt gewesen sein. Pflicht erfuellt, kuer geht sich heute keine aus.
Ja, so wollen wir das. Sehr schön gelaufen, die letzte Runde. Auswärtssieg und dann um vier Plätze rauf in der Tabelle, das kann sich sehen lassen. Dafür sind's jetzt zwei Auswärtsspiele, was natürlich hart ist – wobei, geht eigentlich eh. Ein Spiel gegen eine Mannschaft ohne Trainer und das andere gegen den FK Sartid – da fragt man sich schon wo da eigentlich der … Ist ja egal – auf jeden Fall läuft's ganz gut in dieser Saison. Spielerische Eleganz und strategisch-taktische Brillianz, zeichnen den OFK halt einfach aus.
… ja da ist die Saison noch jung, noch alles offen und des darf noch geträumt werden. Von internationalen Startplätzen, Meistertiteln oder auch von eigenen Zitaten, die ja bekannterweise gar nicht oft genug verwurschtet werden können. Der alte Hase weiß aber, in der SM ist es ernst, von der ersten bis zur letzten Minute, vom ersten bis zum letzten ZAT. Da bleibt keine Sekunde Zeit durchzuatmen oder die Deckung fallen zu lassen. Immer Red Alert, immer am Sprung sein. Sonst droht ein Rückschlag, der bis zum Schluss nicht mehr aufzuholen ist. So ist das, in der SM.
Ja, okay da waren ein paar ganze Gute dabei – musste das eine oder andere Mal schmunzeln. Eh klar, im Meistergrößenwahn sitzt der Schmäh halt locker. Nur hab ich das mit „Blau-Weiß“ nicht verstanden. Eh klar sollte der Verein „Blau Weiß Belgrad“ heißen – ist ja viel cooler. Merkt man sich besser. Passt rhythmisch besser in Sprechchöre. OFK? Was heißt das eigentlich? Die Umbenennung wird ja ohnehin seit längerem angestrebt – die Fans sind sich einig. Es scheitert nur wieder mal an den Konservativen. Saisonziel heißt Blau Weiß!