In der zweiten Saisonwoche hat der Danubio FC seine Pflichtaufgabe erfüllt und ging beim 5:0-Heimauftakt gegen Defensor auf Nummer sicher. Für das anschließende Gastspiel bei Liganeuling Huracan Buceo war die Mannschaft von Trainer Roesamäe ungleich schwer einzustellen, weil bei den Gegnern ein tunesischer Hospitant an der Seitenlinie stand. Wie zu erwarten, spielte das neue Primera-Team sehr unberechenbar und gewann unkonventionell mit 2:0
Zum Auftakt der 44. Saison konnte der Danubio FC in Uruguay gleich den erster, der hierzulande so seltenen Auswärtserfolge feiern: Der Club Atlético Atenas hatte die Spielansetzung versehentlich eine Woche später in den Vereinskalender eingetragen und war am Freitag Abend einfach nicht angetreten. Die Gastmannschaft, Schiedsrichter und Verbandsoffizielle standen vor einem verschlossenen, unbeleuchteten Stadion. In der unbesetzten Geschäftsstelle der Gastgeber war nur die Bandansage erreichbar. Kurzerhand wertete der Ligaverband die Partie mit 2:0 für den Danubio FC, der dauerhaft auf mehr Spielglück hofft, als in der letzten Saison. Und sei es, durch gegnerisches Unvermögen.
Am Ende der Premierensaison nach dem viel umjubelten Copa-Neustart lief der Danubio FC auf Rang 5 der Primera Division Uruguays ein. Wieviel dieser Platz wert war, wurde den Beteiligten erst nach der vergangene Woche erfolgten Saisonumstellung klar: La Franja nimmt mit der Copa Americana wieder am internationalen Wettbewerb teil. Ein 6:6-Unentschieden bei Nacional verschaffte der Mannschaft von Trainer Rainis Roesamäe den notwendigen Punktevorsprung vor Deportivo Maldonado, das sich bereits voll auf das Ligageschehen konzentrieren kann. Warum Roesamäe für das Erreichen eines internationalen Startplatzes keine Hall of Fame-Punkte gutgeschrieben bekommt, bleibt ihm aber ein Rätsel.
Wie zu erwarten hagelte es am vorletzten ZAT der Primera Division die Tore, davon drei Mal die berüchtigte Auswärts-Sechs. Leidtragender war dabei auch der Danubio FC, der sich gegen John Taylors TK-Monster mit einem 6:6-Heim-Remis begnügen musste. Natürlich tat das den Gästen von Penarol noch mehr weh, aber für die Ambitionen in der Curva de Maronas war das Ergebnis gleichwohl Gift. Zumal man Auswärts bei River Plate kein Land sah und sich ebenfalls sechs Gegentreffer fing. Immerhin hat man kommende Woche zum Saisonfinale noch einige taktische Möglichkeiten und könnte mit einem versöhnlichen Abschluss aus der Spielzeit gehen.
Einen Geschmack von der für Uruguay sprichwörtlichen "Garra Charrúa" bekam vergangene Woche Deportivo Colonia in der Curva de Maronas geboten.
Mit vollem Einsatz warfen sich die Kicker aus der Provinzstadt Juan Lacaze in das Gastspiel beim Danubio FC, gingen erst wiederholt in Führung und glaubten in der Schlussminute zumindest ein Remis erkämpft zu haben. Doch La Franja fuhr noch einmal die Krallen
aus und zerstörte mit dem 5:4-Siegtreffer in der Nachspielzeit die Hoffnungen der Gäste, etwas zählbares aus Montevideo mitzunehmen.
Für das Selbstvertrauen der Danubianos und ihre Ambitionen auf eine Platzierung in der vorderen Tabellenhälfte war dieser Heimsieg immens wichtig. Im Estadio Jardines del Hipodromo gilt es jetzt noch drei Mal eine weiße Weste zu bewahren. Und Auswärts? Da hilft nur Gottvertrauen.
Der Danubio FC ist vor dem sich zuspitzenden Saisonfinale wieder aus den internationalen Rängen der uruguayischen Primera Division gerutscht. An den beiden abschließenden ZATs dürfte in das zeitweise so statische Tabellenbild nochmals ordentlich Bewegung kommen. Deshalb ist für auch La Franja der Saisonausgang völlig ungewiss. Angesichts des Spielplans dürfte das Team von Rainis Roesamäe zwar nicht mehr in den Titelkampf eingreifen können, aber man hofft, seinen Platz im Verfolgerfeld mit viel Garra verteidigen zu können.
Der Danubio FC feierte am vergangenen Freitag bei Club Atlético Atenas seinen zweiten Auswärtssieg in dieser Saison und führt in einer umkämpften Primera Division damit schon die Gasttabelle an. Mit diesem unerwarteten Dreier konnte La Franja den Anschluss zur Verfolgergruppe hinter Tabellenführer Paysandu herstellen. Auch das ist zwar nur ein Zwischenstand, aber eine gute Ausgangsposition ehe die erste Copa-Saison nach dem Neustart auch in Uruguay auf die Zielgerade mit traditionell torreichen ZATs einbiegt.
Dank eines 4:4-Unentschiedens gegen Tabellenführer Tunesien steht die Nationalmannschaft Uruguays bei der Copa-WM vor dem letzten Spieltag der Gruppenphase vor einem wehrlosen Einzug in die K.O.-Runde. Ein Luxus, den sich die Celeste bei der aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika für ihr finales Aufeinandertreffen mit Europameister Spanien sicher auch wünscht.
Die nicht
vorhandenen Kräfte (0,0 TK) können für die bevorstehenden Ausscheidungsspiele natürlich nicht mehr geschont werden. Vielmehr sehnt sich die Copa-Celeste nach dem Zeitungsbonus, den ihr die Fans verschaffen können. Dabei profitiert Uruguay möglicherweise vom Ausscheiden einiger Teams unter der Regie von Trainern aus der Primera Division. Für diese gilt: Alle Zeichen für Himmelblau!
Nichts zu holen gab es für den Danubio FC zum Auftakt der Rückrunde in Maldonado. Mit einer 0:6-Packung trat man nach 90 Minuten ernüchtert, aber einigermaßen erholt vom Ausflug nach Punta del Este, die Heimreise nach Montevideo an. Zwar ging es in der uruguayischen Primera Division für die chancenlosen Hauptstädter auf Rang Acht zurück, doch bleibt man im engen Teilnehmerfeld weiterhin in Schlagdistanz zu den internationalen Plätzen. Für die noch lange Rückrunde ist es umso wichtiger, mit den begrenzten Kräften vorausschauend zu haushalten. Insofern war die Auswärtsfahrt nach Maldonado also keineswegs erfolglos.
Zum Ende einer lange durchwachsenen Hinrunde (Apertura) konnte der Danubio FC endlich Anschluss zur Spitzengruppe der uruguayischen Primera Division herstellen. Ein herausragender 4:0-Auswärtserfolg bei den Erzrivalen von Defensor Sporting verhalfen zusammen mit einem souveränen Heimsieg zu einer guten Ausgangslage für die Rückrunde (Clausura). Aus diesem Grund meldet sich auch die scheinbar abgetauchte Presseabteilung des Vereins in der Ligazeitung mit diesem Lebenszeichen zurück. Man darf gespannt sein, wie regelmäßig dies in den kommenden, traditionell geschäftigen Sommerwochen gelingt.