Die Jungfrauen können tatsächlich noch Fußball spielen. Nach einer längeren Zeit im unteren Spektrum der Tabelle konnten sie den Italicus und Copa-Legende Bleibcool überlisten und am letzten ZAT 2 Siege einfahren.
Mit einer kämpferisch unglaublichen Leistung konnten sie am 19. Spieltag Defensor auf fremdem Rasen mit 4:1 in die Schranken weisen und so einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung machen. Das 3:0 daheim gegen Alianza Atletico war zwar auch keine einfache Aufgabe, dennoch gegen den Tabellennachzügler fast Pflicht.
Am heutigen ZAT warten aber mit Butters sowie dem regierenden aber schwächelnden Meister Flo Markert und Alianza Lima durchaus schwierige Aufgaben.
Auf jeden Fall tragen die Jungfrauen von Chapi jetzt die Rote Laterne in der Primera División. In der Herbsttabelle haben sie noch den vorletzten Platz gehalten, aber mit Start der Rückrunde wurden sie von Tabellenführer Sporting Cristal ans Tabellenende geschossen.
Geschossen trifft es hier gut, denn Speedy hat seine Mannschaft etwas zu perfekt eingestellt. Sie waren gnadenlos und krachten mit 5:0 über die Jungfrauen. Sie wurden also, wenn man so will, endgültig entjungert.
Am nächsten Spieltag warten mit pepe33 und jean baratte zwei alte Bekannte, die aber beide schwer einzuschätzen sind.
Auch nach 11 gespielten Runden sieht es für Virgen de Chapi in der Primera División nicht besonders rosig aus. Sie stecken weiterhin im Tabellenkeller fest und es scheint, als hätte jemand die rettende Leiter aus der Kellerluke gezogen. Man sieht das Licht von draußen, aber kommt nicht ganz hin.
Aber es gab trotzdem einen Lichtblick am vergangenen ZAT.
Olímpico Somos Perú, seines Zeichens Gruppensieger in der Copa Libertadores, konnte vor eigenem Publikum relativ problemlos in die Schranken gewiesen werden. Dazu noch eine knappe Auswärtsniederlage bei den Medizinstudenten.
In der kommenden Runde wird es jedoch nicht einfacher. Mit José Gálvez FBC und dem Club Deportivo Wanka treffen die Jungfrauen gleich auch zwei aktuelle Amerikapokalteilnehmer.
Vollzeitoptimist Josef Hickersberger hat beim letzten Interview wieder in der Zitateliste gekramt und das Phrasenschwein gefüttert. Verwertbares für uns Journalisten war jedoch leider wenig dabei. Das können wir uns aber aktuell bei den Chapi-Jungfrauen auch selbst zusammenreimen.
Nach dem geglückten Saisonstart mit drei Erfolgen in Serie und der damit einhergehenden Tabellenführung riss der Faden komplett. Virgen zog ein ums andere mal den kürzeren und hat sich inzwischen fast bis ans andere Ende der
Tabelle vor- oder besser zurückgearbeitet. Nur der Defensive der Munis ist es zu verdanken, dass Chapi die Rote Laterne noch nicht innehat.
Am kommenden ZAT warten mit OSP und den Medizinstudenten der Zweite und Dritte der vergangenen Saison. In der laufenden Saison sieht es für beide nicht so gut aus, aber immer noch besser als für Virgen. Hickersberger meinte bei der gestrigen Pressekonferenz dazu nur "Ein Spiel dauert 90 Minuten und am Ende musst du ein Tor mehr als deine Gegner geschossen haben. Danke und bis morgen!"
Virgen de Chapi startet perfekt in die Saison. Mit der A4 sowie der H1 bewies Hickersberger am letzten ZAT Fingerspitzengefühl.
Das pepe die risikoarme aber trotzdem nicht ganz ungefährliche H3 zieht dürfte der Trainer der Jungfrauen wohl im Urin gespürt haben. Anders ist die A4 zu diesem Zeitpunkt der Saison schwer erklärbar.
Diese A4 sorgte aber dafür,
dass Hickersberger gegen die Hauptstädter von CDM die H1 riskierte - und auch wieder erfolgreich war.
"Manchmal lohnen sich dicke Eier ja doch" war sein einziger Kommentar zu den vergangenen Spielen.
Jetzt folgen aber gleich zwei Auswärtsspiele. Zum einen die Partie im Süden gegen Iquitos, danach geht es in den Norden in die dünne Luft von Cusco bei Cienciano.
Nach 16 Jahren bei Alcides Vigo und einem einwöchigen Gastspiel auf Jamaika ist der österreichische Asylwerber Josef Hickersberger wieder zurück in Peru. Nachdem sich Los policiales mangels Liquidität aus dem Ligabetrieb verabschiedet haben hat sich Hickersberger nun den Jungfrauen des Chapi-Klosters angeschlossen und hofft dort auf Kirchenasyl.
Beim 10. der
vergangenen, aber schon jahrelang zurückliegenden, letzten Saison will "Hicke" nun zu alter Stärke zurückfinden. Mit seinem Herzensclub Alcides Vigo war er immerhin zweimal peruanischer Meister und konnte bis ins Halbfinale der Copa Libertadores vorstoßen.
Jezt heißt es aber erstmal klein Anfangen und im Lauf der Saison aber irgendjemandem mal die A6 reinzudrücken.
Eigentlich war er ja noch gar nie hier, aber es gab mal eine Anfangszeit, da kannte sich ein gewisser Hickersberger aka Patrasz noch nicht so aus und war kurzfristig mit 2 Teams in Amerika tätig. Patrasz in Jamaika, Hickersberger in Bolivien. Jetzt ist er seit Jahren legal unterwegs und nach vielen Jahren in Paraguay und Peru hat es ihn zurück nach Jamaika verschlagen.
"In Peru bin ich leider in der zweiten gelandet und hab den Aufstieg nicht gleich gepackt, da hab ich die Chance genutzt und bin in mein heimliches Lieblingsland gekommen um meinen alten Freunden aus Reno wieder nach oben zu helfen", so Hickersberger in einer ersten Stellungnahme am Flughafen von Kingston.
Hat sich da einer übernommen? Absteiger Alcides Vigo hat zwar momentan den zweiten Aufstiegsplatz inne, das Rest-TK ist aber mehr als bescheiden.
Die beiden anderen noch trainierten Mannschaften sind wohl nicht die gefährlichsten Gegner, die größten Chancen auf den Aufstieg hat wohl Juan Aurich, die noch ein großes TK haben und zudem auswärts auf TK-Minimalist Hickersberger trifft.
Es liegt also in der Hand des Paten wer in Peru den Aufstieg in die erste Liga schafft. San Martin ist ja schon durch, fehlt noch der Mitaufsteiger.
San Martín dürfte es ziemlich fix geschafft haben, dahinter ist aber ein beinharter Kampf um den zweiten Aufstiegsplatz entbrandet. 5 Teams trennt nur ein einziger Punkt, alle drei noch aktiven Trainer sind Teil dieser 5 Teams.
Die besten Ausgangsposition hat momentan Makaay10 mit Unión Minas. Er hat momentan den Platz an der Sonne inne und knapp das größte TK der verbleibenden 5 Mannschaften.
Absteiger Josef Hickersberger mit den Cops liegt einen Punkt dahinter, hat nur knapp kleineres TK aber die deutlich bessere Tordifferenz. Es
könnte also ein Unentschieden genügen, sollte Minas einmal verlieren.
Die aktuell schlechtesten Karten hat Real Academia, sie haben das kleinste TK der verbliebenen Teams und auch die schlechteste Tordifferenz. Zudem haben sie noch ein 6-Punkte-Spiel bei Minas zu bestreiten, was möglicherweise zu ihren Ungunsten über den Aufstieg entscheiden könnte.
4 Spiele bleiben und diese können spannender nicht sein. Zumal in der nächsten Saison die Liga geschlossen wird und somit möglicherweise ein Trainer seinen Posten verliert und aus dem Land gejagt wird.
Der neue Titelträger der Copa Peruana heißt Alcides Vigo. Der Zweitligist setzte sich im Finale gegen den aktuellen zweiten der Primera Division mit 3:2 durch und ist somit der 7. Sieger in der ebensovielten Auflage.
Nachdem es nach dem ersten ZAT durch zwei Siege der jeweiligen Heimmannschaft 1:1 gestanden hat durften sich die Cops schon auf einem kleinen TK-Polster ausruhen. In den entscheidenden Spielen wussten sie das Polster in Verbindung mit den beiden Heimspielen optimal zu nutzen und sicherten sich so den Sieg.
Der zweite ZAT begann mit einem
Auswärtssieg von Alcides Vigo, die sich in der Verlängerung mit 2:1 durchsetzten. José Gálvez steckte aber nicht auf und holte im Retourspiel ebenfalls in der Verlängerung mit 6:5 den Spielausgleich in der Best-Of-5-Serie. Das wars aber dann für die Mannen von EilpeGalaxy, im entscheidenden Spiel konnten sie dem Team von Josef Hickersberger nichts mehr entgegen setzen und diese holten sich den Titel mit einem deutlichen 5:0 im letzten Spiel.
Somit geht wieder ein interessantes Turnier zu Ende, möglicherweise gibt es in der nächsten Saison ja eine Neuauflage.