fubini wachte auf. Nach dem, was in seiner Erinnerung wie echtes Erleben wirkte, traute er sich kaum, die Augen aufzumachen. So lebensnah, so real war das, was er gefühlt hatte. Er meinte noch, den Geschmack von totem Nagetier, Eigen- sowie Fremdurin, Tequila und zu lange in der Sonne gelegenen Zitronen oder Limonen oder Limetten oder ähnlichem Zeugs auf der Zunge zu haben.
Schlussendlich öffnete er dann doch die Auge, nahm seine Brille vom Nachttisch, setzte sie auf, lüpfte die Bettdecke und sah: einen Kugelbauch. Nackt, von einigen widerspenstigen Haaren belegt, aber eindeutig ein menschlicher Kugelbauch.
Es war alles nur ein Traum. Vielleicht ein Trauma. Aber
ein Traum.
(Die Älteren werden jetzt einwenden, dass man aus einem so langen und dämlichen Traum aufwacht um dann festzustellen, dass es nur ein Traum war, wenn man Bobby in der Dusche in Dallas sieht, aber das wäre wirklich ein Problem mit dem Urheberrecht.)
Er zog sich an und schlenderte für ein ausgiebiges Frühstück zum Plaza del Nueve de Octubre, bestellte ein Croissant und einen grand crème, und vertiefte sich in die neuste Ausgabe der "Parship News". Als er kurz den Kopf hochnahm um umzublättern sah er am anderen Ende des Platzes... Anna
"Nicht schon wieder!", dachte er und beschloss, die Dame zu ignorieren.
Wenn die Tage im Jahr kürzer werden, die Morgensonne es nur schwer durch Nebelbänke schafft, in Oslo die Nobelpreise vergeben werden, bei denen weder die orange Plage noch der erfolgloseste Erfolgstrainer der Welt, der preisverdächtige fubinini auch nur in Erwägung gezogen wurden, wenn die Frau leckeren Apfelkuchen backt, weil der Erdbeerkuchen nicht mehr zur Saison passt, dann wird es vielleicht Zeit einmal darüber nachzudenken, was man denn im letzten Sommer so alles verbaselt hat.
Als allererstes fällt einem da natürlich die für manchen recht unsportliche Feststellung ein, dass die
AllSvenskan tatsächlich ein Rentnerverein ist. Tatsachen muss man ins Auge schauen und mit einem Durchschnittsalter welches jenseits der 50 liegt, gehört man nicht zu den rüstigen Rentnern, sondern spielt eher in der Rolatorliga.
Zum Zweiten die Überschriftendiebstahlaffaire, die sich als haltlose und impertinente Unterstellung und tatktisches Mannöver herausstellte. Und selbst wenn es sich um einen absichtlichen (oder unabsichtlichen) Diebstahl handeln sollte, kann man auf den ersten Absatz verweisen. Demenz ist in diesem Alter ein Thema.
Und dann noch hier, dingens, oh, ein Hund läuft über das Feld.
Die Achterbahnfahrt der Western Knights nimmt kein Ende. Vor heimischem Publikum zeigten die Ritter große Moral und kämpften sich in einer packenden Partie zu einem hart umkämpften 3:2-Heimsieg. Doch der Jubel währte nur kurz, denn im anschließenden Auswärtsspiel folgte die kalte Dusche: Mit einer heftigen 0:5-Klatsche geriet die Truppe von Coach Dinci in der Fremde komplett unter die Räder. Durch diese extrem unterschiedlichen Auftritte verbleiben die Knights unverändert auf Platz 13. „Diese defensiven Aussetzer auf fremdem Platz machen unsere gute Heimarbeit immer wieder zunichte. Wir müssen das schleunigst abstellen“, ärgerte sich Dinci maßlos.
Großer Jubel bei den Platinum Stars! Das Team von Trainer Dinco hat den ersehnten Befreiungsschlag auf fremdem Rasen geschafft. Mit einer extrem reifen und abgeklärten Leistung sicherten sich die Sterne einen hochverdienten 3:1-Auswärtssieg und brachen damit endlich den Auswärtsfluch der letzten Wochen. Belohnt wird dieser starke Auftritt mit einem kräftigen Sprung in der Tabelle: Die Platinum Stars klettern kühn nach oben und belegen nun den 5. Platz! „Wir haben gezeigt, dass wir auch auswärts eiskalt zuschlagen können. Dieser Sieg gibt uns enorm viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, lobte ein hochzufriedener Dinco sein Team nach dem Abpfiff.
Was für eine Gala der New York Cosmos! Erst holte das Starensemble von Manager Dincamente in einem echten Torkrimi ein starkes 3:3-Unentschieden auswärts, ehe im heimischen Stadion die große Show folgte: Im brisanten Derby schossen die Cosmos den Rivalen mit einem überragenden 4:0-Heimsieg förmlich aus dem Stadion! Die Fans feierten die Mannschaft frenetisch, und der Lohn in der Tabelle ist gigantisch: Die New Yorker klettern weiter ungebremst und stehen jetzt sensationell auf Platz 5! „Das war die beste Leistung der Saison. Wir haben das Derby dominiert und gezeigt, wer die Nummer eins in der Stadt ist“, verkündete ein stolzer Dincamente.
Ein vertrautes Bild für die Tifosi von Lazio Rom! Vor den eigenen Fans im Stadio Olimpico brannten die Adler ein wahres Feuerwerk ab und fegten den Gegner mit einem glanzvollen 4:0-Heimsieg vom Platz. Taktisch ließ die Mannschaft von Manager Dincman dabei rein gar nichts anbrennen. Dass es im darauffolgenden Auswärtsspiel mit einer 0:3-Niederlage erneut einen bitteren Dämpfer in der Fremde setzte, bremste den Aufwärtstrend nur leicht. In der gewohnt eng gestaffelten Tabelle behauptet Lazio stabil den 7. Platz. „Zu Hause sind wir eine absolute Macht, aber auswärts müssen wir endlich die gleiche Schnittigkeit an den Tag legen“, bilanzierte Dincman nach dem Spieltag.
Wenn man auf den letzten Spieltag der Veikkausliiga blickt, wird dem geneigten Beobachter beinahe schwindelig vor blauen und roten Punkten. Ebenso schwindelig wird einem wegen der ganzen Fragen, die der Count diese Woche stellt. Eine sticht dabei heraus – nicht etwa die über einen möglichen Endspurt, sondern " - Bekommen wir noch Trainernachwuchs?"
Hätten MiKu oder der Count in ihrer ersten Copa-Saison selbst
für diesen Nachwuchs gesorgt, dann wäre dieser Nachwuchs nun bereits berechtigt, eine Trainerlizenz zu erhalten. Da dies allerdings nicht der Fall ist, warten wir weiter auf neue Kollegen.
Aber weg von den bunten zu den dicken Punkten: diese werden an diesem Wochenende im Duell eben jener Trainer vergeben. Manch einer spricht hier schon von der Vorentscheidung der Meisterschaft, doch dafür ist es vielleicht noch zu früh.
Bei Alemannia Aachen weht ein neuer Wind. Der Trainerstab hat die Trainingsmethoden grundlegend verändert und setzt verstärkt auf intensive Laufeinheiten, taktische Disziplin und neue Spielformen. Doch nicht alle Spieler sind von den Neuerungen begeistert. Hinter vorgehaltener Hand wird über die hohe Belastung und die veränderten Abläufe geklagt. Trainer Lecki bleibt dennoch hart: Wer in der Liga bestehen wolle, müsse an seine Grenzen gehen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft gilt als angespannt. Ob der neue Kurs sportlich Früchte trägt oder für weiteren Zündstoff sorgt, werden die kommenden Spiele zeigen.
Mit großen Ambitionen ging es für Butcher in die Duelle gegen die beiden Vereine aus der schottischen Hauptstadt. Sollte doch nun endlich bewiesen werden das Motherwell spielerisch auch dahin gehört wo es in der Tabelle steht.
Gegen die Hibernians klappte dies auch noch ganz gut und man konnte sie mit 3:0 souverän nach Hause schicken.
Bei der anschließenden Auswärtsfahrt nach Edinburgh gab es hingegen nichts zu holen für Motherwell. Beim ärgsten Verfolger, den Hearts, ging man sang und klanglos mit 2:4 unter.
Das Gleichgewicht in der Stadt ist wieder hergestellt, das zweite Derby der Saison wurde souverän gewonnen und damit alles wieder in bester Ordnung. Maverick und El Campeche haben eine kurzes Sechs-Augen-Gespräch mit Franz Obst vor dem Spiel geführt, nach dem Spiel gab es das obligatorische Shakehands und auch die Pressekonferenz lief ohne besondere Vorkommnisse ab.
Viel Lärm um nichts? "Poltern gehört zum Geschäft, gibt Maverick Anfang der Woche grinsend zu Protokoll, wir haben die Verhältnisse klargerückt und dafür gesorgt, dass unsere Lokalrivale nicht weiter beflügelt durch die Saison reitet. Jetzt gilt es weiter konzentriert in der Liga zu arbeiten und auch international geht es in die nächste Runde." Beherzt greift Maverick zu seinem Getränk und verzieht, kaum ist die Flüssigkeit seinen Schlund hinuntergelaufen das Gesicht. Mit hochrotem Kopf spuckt er die klare Flüssigkeit aus, ein Hauch von Zitrone liegt in
der Luft.
"Bääh, das schmeckt wie Spülmittel, ereifert er sich, wer hat sich da einen Scherz erlaubt?"
Normalerweise wird auf der Pressekonferenz immer nur Wasser gereicht. Als man sich später den Vorfall in der Aufzeichnung der PK ansieht, staunt man nicht schlecht. Die Flüssigkeit wird aus der Wasserflasche in Mavericks Glas eingeschenkt, danach macht niemand mehr etwas an dem Glas. Doch schaut man genau hin ist ein schwarzer Schatten unterhalb des Tisches erkennbar. Ist sie etwa zurück? Die schwarze Katze?
Maverick hatte den Rest des Tages mit Übelkeit zu kämpfen, musste häufiger als normal die sanitären Anlagen aufsuchen und verabschiedete sich frühzeitig nach Hause.
Der Vorfall sorgt für Unbehagen, zur Sicherheit hat man die Behörden informiert. Die mysteriöse Flüssigkeit wird untersucht. Maverick ist es noch etwas flau im Magen, aber heute Abend wird er auf der Trainerbank sitzen.
Das Wetter wird ungemütlicher in Cardiff, der Herbst ist endgültig angekommen. Ob beim Training oder beim Spiel, die Zuschauer müssen sich wieder wärmer anziehen. Regen, Wind hin und wieder Nebel machen das Fußballerlebnis deutlich ungemütlicher. Umso mehr müssen die Leistungen auf dem Platz die Herzen der Fans erwärmen.
Doch es sind nicht nur die Vorboten des Winters, es gibt auch den Gegenentwurf.
Plötzlich ist die Sonne und das Sommerfeeling zurück, ruckzuck ist man zu warm angezogen und beginnt auf der Tribüne zu schwitzen. Das machen die Spieler auf dem Platz bestenfalls auch.
Hamburg / Leverkusen – Die Luft an der Elbe knistert vor Anspannung. Während die Fans noch über den jüngsten Saisonverlauf und das Auf und Ab der noch jungen Spielzeit diskutieren, schaut das gesamte braun-weiße Lager gebannt auf das, was da unerbittlich auf den FC St. Pauli zukommt. Das bevorstehende Auswärtsspiel bei der übermächtigen Werkself von Bayer Leverkusen wirft seine Schatten voraus – und fordert die Kiezkicker im Härtetest des Jahres heraus. Mittendrin im Epizentrum: Chefcoach Hammerburg, der seine Mannschaft in den letzten Einheiten intensiv auf die Mission im Rheinland vorbereitet.
Im Namen und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Massai Uno, teilen wir mit, dass dieser von seinem verfassungsähnlichen Rommé-Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht. Sämtliche Vorwürfe, Behauptungen und Kartenprognosen werden weder bestätigt noch dementiert.
Unser Mandant vertritt jedoch die persönliche Auffassung, dass die von Herbstar zur Schau gestellten Fähigkeiten nicht mehr unter die Kategorien "Beobachtung", "Analyse" oder "glücklicher Zufall" fallen. Wer mehrfach Spielzüge vorherzusagen gedenkt, bewegt sich nach Ansicht unseres Mandanten bereits im Grenzbereich zwischen Taktik und Zauberschule. Halloween steht unmittelbar bevor. Die Frage, ob Herbstar tatsächlich Herbstar oder vielmehr "Hexar"
heißt, bedarf daher einer unabhängigen Untersuchung.
Ferner weisen wir darauf hin, dass das unerlaubte Vorhersagen fremder Spielzüge geeignet ist, das Vertrauen in einen ordnungsgemäßen Rommé-Betrieb nachhaltig zu erschüttern. Unser Mandant fühlte sich in seinen Rechten auf spontane Fehlentscheidungen und unüberlegte Kartenablagen erheblich beeinträchtigt.
Weitere Auskünfte werden gegenwärtig nicht erteilt. Herr Uno wird sich erst wieder äußern, sobald sein Anwalt geprüft hat, ob Hellsehen, Gedankenlesen und übermäßige Spielintelligenz in der zuständigen Liga überhaupt zulässig sind. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. Für beide Seiten. Außer für NMRkert. Der hat immer Schuld.
Nach der deutlichen 0:5-Auswärtsniederlage beim Tabellenführer in Mannheim hätte beim MSV Duisburg Verunsicherung aufkommen können. Die Zebras erlebten einen gebrauchten Tag, fanden zu keinem Zeitpunkt richtig ins Spiel und mussten am Ende eine auch in der Höhe schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Gegen den Ligaprimus wurden die eigenen Schwächen schonungslos aufgedeckt, sodass Mannschaft und Trainerteam in den Tagen danach einiges aufzuarbeiten hatten.
Umso bemerkenswerter war die Reaktion des MSV im darauffolgenden Heimspiel gegen Dynamo Dresden. Vor heimischer Kulisse präsentierte sich die Mannschaft von Beginn an deutlich konzentrierter, kompakter und zweikampfstärker. Gegen die offensivstarken Sachsen stand die Defensive sicher und ließ nur wenige klare Torchancen zu.
Auch wenn die Duisburger selbst nach vorne nicht viele zwingende Möglichkeiten herausspielen konnten, überzeugten sie durch Einsatzbereitschaft, Laufstärke und mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder Spieler stellte sich in den Dienst der Mannschaft, kämpfte um jeden Ball und zeigte die richtige Antwort
auf die vorausgegangene Klatsche in Mannheim.
Das torlose 0:0 gegen Dynamo Dresden mag auf den ersten Blick unspektakulär erscheinen, war für den MSV Duisburg aber ein wichtiger Achtungserfolg. Nach einem Spiel, das am Selbstvertrauen der Mannschaft hätte nagen können, gelang es den Zebras, gegen einen Aufstiegskandidaten wieder Stabilität und Widerstandsfähigkeit zu demonstrieren.
Besonders die Defensivleistung macht Hoffnung für die kommenden Aufgaben. Während in Mannheim noch nahezu jeder Angriff des Gegners Gefahr ausstrahlte, stand die Duisburger Hintermannschaft gegen Dresden wesentlich geordneter und disziplinierter. Das Team bewies Charakter und zeigte, dass es auch nach schweren Rückschlägen in der Lage ist, sich aufzurichten.
Für den MSV Duisburg könnte dieser Punktgewinn deshalb mehr wert sein als die Zahl in der Tabelle vermuten lässt. Das 0:0 gegen Dynamo Dresden war ein Zeichen dafür, dass die Mannschaft die richtige Reaktion auf die Niederlage in Mannheim gefunden hat und mit Kampfgeist und Zusammenhalt auch gegen starke Gegner bestehen kann.
So langsam kehrte selbst an der marokkanischen Mittelmeerküste der Herbst ein. MAT-Coach Carlos Finisterre schaute verdutzt über das Trainingsgelände, wo eine Vielzahl von Flankenbällen vom Winde verweht irgendwo in der unmittelbaren Nachbarschaft landeten. Man hätte sich jetzt über eine Lernkurve echauffieren können, die so flach war wie das EKG eines Toten, doch der Mann aus Monterrey in Mexiko zeigte sich überraschend nachsichtig mit seinen Spielern:
"Kommt Wind mal von Meer, mal von Land, kann man machen nix. Müssen eigentlich anpassen Spielstil auf Tiki-Taka und Flachpass, aber dafür bei meine Jungs fehlen technisches Fähigkeiten und Spielintelligenz." Während Finisterre zu einem längeren Monolog ansetzen wollte, segelte ein langer Ball unerwartet in den Torwinkel: "Super, Achmed. Spielen heute Abend dieselbe Ball bitte mindestens drei Mal. Irgendwie haben die Gefühl, dass könnte sein ziemlich notwendig."
Es ist mal wieder so weit, dass man sich auch ohne kreative Ergüsse etwas aus den Fingern saugen muss, um, wie es bei Schimi scheinbar Standard ist, sich die 0.3 TK hart zu erkämpfen. Wäre man ein Kameltreiber mit einem Namen wie ein Bandwurm (also das Gegenteil von m.fenris) dann wäre die Aufgabe um vieles leichter. Nicht das irgendjemand dem Taschentuch Absicht unterstellen möchte. Und selbst Fenris‘ Name wurde jetzt erweitert. Man könnte das
natürlich auch als Herausforderung an besagten Fenris verstehen sich selbst bei seinem neuen Namen zu nennen. Der Vorteil jetzt die Microversion seiner selbst zu sein, besteht eindeutig darin, dass er nun sogar vom Teppichrand Fallschirmspringen kann. Auch wenn es in anderen Bereichen nicht unbedingt ein Vorteil ist. Mal schauen, ob m.fenris jemals wieder zu seiner eigenen Maxiversion werden kann. Das würde allerdings voraussetzen, dass er nicht von Borac abgeseilert wird.