Lusaka - Wenns schon wie üblich nichts wird mit einem konstruktiven Beitrag zur CAF-Wertung des Landes Sambia (geschweige denn zur internationalen Zeitung), so ist Lusaka-Dynamos-Coach Mandelator wenigstens froh, seinen engen Horizont dank des Confed-Cups (oder hat hier gerade jemand mit fiesem Unterton "CAF Champions League-Quali" gesagt?) reisetechnisch zu erweitern.
"Man kommt wenigstens viel rum beim Punkte abgeben" so Mandelator. "Mal sehen, diesmal gehts in die Elfenbeinküste, nach Marokko und nach Tunesien. Schon mal festzustellen ist, dass die Nordafrikanischen Teams längere Namen haben als die von südlich der Sahara. Wollen wir mal hoffen, dass sie nach der 1. Gruppenphase auch die längeren Gesichter ziehen!"
Ein erstes Saisonziel hat man beim ASFA Dakar bereits früh in der Saison erreicht. Das Team um Trainer Domenique Schwestermann wollte in die Gruppenphase der afrikanischen Champions League, was in einer hartumkämpften Serie gegen die Kameruner Caiman de Douala schlussendlich auch gelang. Obwohl jedes Spiel einen klaren Sieger hervorbrachte, fiel die Entscheidung erst im fünften und letzten Spiel, dort konnten sich die Senegalesen vor eigenem Publikum mit 3:0 durchsetzen. Dies sollte zusätzlichen Aufwind für die am Freitag beginnende Gruppenphase geben, auch diese wollen die ambitionierten Hauptstädter überstehen um in die Runde der letzten Acht einzuziehen.
Settat
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte Renaissance Sportive de Settat die CAF Champions League erreichen. In der Qualifikation besiegte Settat den Vertreter aus Kamerun Racing de Baffousam deutlich mit 3:0.
Dennoch sieht Trainer Valerian Petermichl seine Team in Gruppe C als Außenseiter: "In dieser Gruppe wimmelt es nur so vor afrikanischen Spitzenmannschaften. Der Titelverteidiger El Mansoura SC aus Ägypten, Athl. d´Adjane aus der Elfenbeinküste, Green Buffaloes aus Sambia, Arcadia Shepherds FC aus Südafrika und ASC Jeanne d´Arc aus dem Senegal sind die Gegner. Was will man mehr!"
Wo ist man da nur hereingeraten? Auf einmal heißen die Gegner Valerian Petermichl, die rechte Hand, Andi von Hideta II, Vinnie The Axe Jones und Banana Joe. Allesamt sehr bekannte Namen, mit fast allen hat man rund um die Welt schonmal ne Saison oder mehr zusammen um Erfolge gekämpft. Noch ein Beweis, dass das die stärkste Gruppe der CAF-Champions League ist? 3 der 5 Nominierten für den besten Verein Afrikas, darunter auch der Sieger, sind in dieser Gruppe vertreten, nur jeweils einer in den Gruppen A und D.
Wer sich im Folgendem mit einem lesenswerten Essay auseinandersetzen moechte, der sei gewarnt; die Essenz der wild durcheinander geratenen Ideen unseres impulsiven tunesischen Freunds Don Hernan wird nicht mehr als ein Kalauer einer besseren, und nicht minder angeregten, Stammtischdiskussion hergeben.
Beginnt die Vernunft wo der freie Willen endet? Traegt das - klammheimlich in jedem einigermassen begabten Copatador schlummernde - Taktgefuehl fuer den eventuellen Ueberraschungseffekt, einen
sinnierenden Trainer in hoehere Spaehren? Liegt die Wurzel des Wertzerfalles der ubiquitaer absorbierten Konsumgesellschaft in der Sucht, sich tiefgruendigen Gedanken 0.3TKs-Willen hinzugeben?
Die wahre Frage scheint doch, ob man sich solch von Interferenzen zu Interdependenzen entwickelnden Problemen in der virtuellen Arena der CAF Welt widmen sollte, statt sich mit dem essenziellen Core business ("Haut die Aegypter raus", A.d.R.) auseinander zu setzen. Moegen die Wuerfel Gewissheit schaffen...
Gleich sechs Teams aus Ägypten stehen in der Gruppenphase der Champions League. Wenn das mal keine Ansage ist. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn dabei nicht zumindest ein Halbfinalist herausspringen sollte.
Jetzt darf man bei Zamalek gleich zeigen, was man in der Quali gelernt hat und muss sich gegen CO Transports beweisen. Und das Auswärtsspiel bei Renaissance Dakar wird zur Feuertaufe. Klappspaten: "Auf dem Papier sieht die Gruppenphase dankbar aus. Von sechs Teams bleiben immerhin fünf im internationalen Geschäft. Doch gerade wir als Frischlinge wollen uns nicht die Blöße geben, genau den einen letzten Platz einzunehmen. Diese Blamage werden wir zu verhindern wissen."
Neue Saison - gleiche Gegner. Nicht nur in der Copa Libertadores trifft Kollege Armando auf altbekannte Widersacher, nein auch in der CAF Champions League muss Vinnie Jones Team, die Arcadia Shepherds, auf gute Bekannte.
Vinnie Jones: "Neeein, nicht schon wieder die rechte Hand. Den hab ich schon die letzten beiden Male in der Gruppenphase nicht aufhalten können - und dann ist er auch noch CL-Sieger und Trainer des Jahres in Afrika geworden. Grauslig. Na gut, hilft alles nichts, wir müssen halt schauen, daß wir wie in den beiden letzten Auflagen neben El Mansoura ebenfalls in die nächste Runde einziehen. Schauen wir doch, ob das klappt, mein Team ist jedenfalls gut drauf, so daß ich uns für die nächsten Aufgaben gerüstet sehe."
Nach dem Titel in Kamerun ist Jack Pott jetzt genau wie seine Spieler heiß auf den nächsten großen Coup: Einen internationalen Titel! Sein Bruder, Brad Pott, holte in der vergangenen Saison die Copa Americana, jetzt will auch er einen internationalen Pokal in seine Trophäensammlung stellen.
"Natürlich sind wir geil auf einen internationalen Erfolg! Aber das dürfte jedem so gehen, der gerade Meister geworden ist - und davon gibt es in diesem Wettbewerb natürlich einige. Es wird verdammt schwer!", analysiert Jack Pott.
Kamerun drückt die Daumen und wünscht viel Erfolg!
Der internationale Wettbewerb startet für CO Transports. Diesmal tritt Cortez mit seinen Mannen als vorderster Vertreter des Landes - als Meister - an.
Die letzte Saison lief relativ erfolgreich für COT. Es hätte besser laufen können, doch man durfte zufrieden sein. Was birgt diese Saison? Erst einmal muss ein gelungener Auftakt her. Und wie bereits erspäht gibt es eine Sicherung, Platz fünf darf in den parallel laufenden Cup, um dort Lorbeeren zu ernten. In jenem Cup kennt COT sich zumindest ein wenig aus.
Gabès Wer in dieser Woche schon die sambische Sportpresse mitvervolgt hat, wird wissen, dass sich in der Qualifikationsgruppe 8 zur CAF Champions League für beide Mannschaften am letzten Freitag ein wenig verspekuliert haben. Beide Teams sind volles Risiko gegangen und dennoch steht es 'nur' 1:1. Kräftezehrend waren diese beiden Auswärtssiege jeweils, so dass man zumindest in Tunesien nun ruhigere aber dennoch spannende Spiele erwartet. Avenir Sportif Gabès hat sogar noch Chancen zum Weiterkommen, doch sieht man sich eher als Außenseiter gegen die Green Buffalos. Mit Glück stünden den Tunesiern noch zwei Heimspiele bevor, allein der Einnahmen wegen wünscht man sich ein fünftes Spiel.
ASFA Dakar und Caiman de Douala bewegen sich auf Augenhöhe. Beide Mannschaften konnten ihre Heimspiele souverän gewinnen und können sich dementsprechend realistische Hoffnungen auf den Einzug in die Gruppenphase der Champions League machen. Auf die Frage wo die möglichen Vorteile für die Senegalesen liegen würden, meinte Trainer Domenique Schwestermann, dass seine Mannschaft mehr Erfahrungen in solchen Best of Five Serien besitzte und auch der Heimvorteil im vielleicht entscheidenden fünften Spiel sei ein Pluspunkt für Dakar. Dennoch ist der Ausgang dieser Serie kaum vorherzusagen und das Quäntchen Glück wird für den Sieger wohl dazugehören.
Überraschend wenig Gegenwehr erfuhren die Jungs von Moreno Deus von ihrem Lieblingsgegner aus Sambia. Überraschend souverän traten die Mannen vom Kap, deren internationale Schwäche schon fast legendär ist, allerdings auch auf. Weniger überraschend ist nun die Tiefstapelei der beiden Trainer. Deus warnt: "Noch ist der Elefant nicht erlegt, der Kuchen nicht gegessen. Übung macht ja bekanntlich den Meister und üben wollen wir nun und zwar weniger im Aufzug, sondern auf Treppen." Denn Deus weiss weiter, dass auch "überheblich" mit Ü beginnt.
Das erfolgsverwöhnte Team von Racing de Bafoussam musste in der vergangenen Woche Lehrgeld zahlen. Gleich zwei Niederlagen setzte es gegen Renaisance Sportive de Settat und schon sieht man sich von der Champions League verabschieden...nur eines ist dazu zu sagen...am kommenden Wochenende heißt es nocheinmal alles in die Waagschale zu werfen, 1x daheim und gleich 2x auswärts. Trainer Kuehbauer wird sein Team bei der Ehre packen und dem Team das nötige Selbstvertrauen wieder einimpfen. Vertriit man doch nicht nur sein eigenes Team, sondern gleich ganz Kamerun - aufgeben tut man auch in Kamerun maximal einen Brief.
...wie ärgerlich war das?! Frau Pfiff nicht da zu ihrem durch Eigenverdienst geschafften internationalen Debüt. Wie bitter? So schenkte man dem Gegner nicht nur 3...nein eigentlich gleich 6 Punkte, denn man nahm in der Nacharbeitung der letzten Saison ein aggresives Vorgehen vor. Gleich mal auf die Kacke hauen, statt dessen TK-Abzug, 0 Punkte, keine Chance mehr auf Weiterkommen, alles für die katz!
"So eine Sche***" kam es laut aus der Kabine als Frau Pfiff sich 3 Stunden nach dem Spiel in Koumassi einfand und die Horrornachrichten vernahm.
Offiziel ließ der Verein verlauten, dass man diese Saison wieder hart arbeiten will um nächste Saison wieder international angreifen kann.
Lusaka- Lusaka Dynamos- Coach Mandelator und internationale Pokalspiele, am Besten noch im Best-of-Five (bzw. hier besser: Worst of Three) - Modus, das passt zusammen wie Arsch auf Eimer, wie Algerien und Erfolg, wie... ach, jedenfalls überhaupt nicht.
Als Krönung in einer langen Reihe internationaler Demütigungen musste man sich nun sogar von einem kanonenfutter aus Südafrika zeigen lassen, wo der bartel den Most bzw. der Deus die Punkte holt: Bei den Dynamos nämlich. Somit bleibt die erste CAF-Champions League-Teilnahme Mandelator weiterhin verwehrt. Und womit? Mit Recht. Oder geht da noch was? Man hat schließlich gehört, dass auch ein Deus Schwächen hat. Für Aufzugfahrten beispielsweise.
Verwunder rieben sich die Fans der erfolgreichsten Mannschaft des Kameruns in den letzten Jahren ihre Augen - auf der Trainerbank saß, stand und hockte tatsächlich der Held des Caiman de Douala - Guatemalria2 hatte den Verein anscheinend doch nicht verlassen! "Ich habe den Markt sondiert und feststellen müssen, dass es nicht wirklich einen Verein gab, bei dem ich hätte arbeiten wollen. Und dann gibt es da ja noch die Qualifikation für
die Champions League - die wollte ich mir nicht entgehen lassen. Womöglich wäre so ein Rotzbengel noch auf die Idee gekommen, mein Team zu übernehmen und sofort mal alles zu verlieren, was wir in der letzten Saison so erarbeitet haben. Nicht mit mir!" diktierte der umjubelte Trainer den Zeitungsfritzen in ihre Mikrofone. Ein Sieg und eine Niederlage stehen nun auf dem Zettel, doch muss der Caiman noch zweimal auswärts ran - es sieht schwer aus.