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COPA NEWS

Zwei blaue Haken
Zürich. Der Nachbar hält sein Handy über den Gartenzaun.
«Hat bora geantwortet?»
«Zwei blaue Haken. Seit ZAT 10.»
«Auf dein 0:0 statt 6:6?»
«Ein Friedensangebot. Er hat es gelesen, in ein 3:0 umgerechnet und sich zurück in den Sarg gelegt.»

Nouri zieht die Plane über den Gartentisch.
«Freitag spielen die ersten drei gegeneinander. Und du fährst nach Basel.»
«Das Spiel ist egal. Herbie hat ausgerechnet, dass es sich nicht lohnt. Für wen, hat er nicht gesagt.»
«Und was ist nicht

egal?»
«St. Gallen gegen Basel. Vampir gegen Fledermaus, Halloween, Flutlicht gedimmt. Wer da Blut verliert, darf am Ende den Käfer schieben.»
«Und auf wen hoffst du?»
«Ich bin neutral. Wie die Schweiz. Ich halte nur die Plane bereit, falls Batman einen Umhang braucht.»
«Du bist Dritter.»
«Eben. Der Dritte lacht zuletzt. Oder gar nicht. Steht so im Bankgeheimnis.»
«Und dein Sturm?»
«Tiefschlaf. Reimt sich auf Schaf.»

Der Nachbar tippt auf das Display.
«bora ist online.»
Nouri schiebt das Handy unter die Plane.
29.10.2026 13:41 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.0 TK)
😂 1
Batman&Robin
Zürich. Der Nachbar legt die Zeitung auf den Terrassentisch.
«Herbie und danfire spielen jetzt Batman und Robin.»
«Herbie erklärt sein 0:3 zum Softwarefehler, danfire kaut die Ausrede wieder. Ein Schaf im Umhang bleibt ein Schaf.»

«Angeblich hast du dafür beim Vampir angeklopft.»
«Was?»
«Du sollst bora einen Vorschlag gemacht haben: Ein 0:0 am 28. Spieltag statt des obligatorischen 6:6?»

Nouri rückt seinen Stuhl zurecht.
«Ein Punkt für jeden. Dasselbe Ergebnis, ohne sich gegenseitig die Reserven aus dem Arsch zu treten, während Herbie

danebensteht und Aufkleber verteilt.»
«Sehr selbstlos.»
«Gegen danfire riskiere ich jedenfalls nichts. Ich bin doch nicht sein Geschenk zur Basler Meisterfeier. Vermutlich entscheidet sich der Titel am 30. Spieltag in Basel. Dafür brauche ich noch Kraft.»

Der Nachbar blättert zurück.
«Und bora hält sich an deine beiden Nullen?»
«Der wird ja wohl rechnen können.»

Der Nachbar legt boras Erklärung auf den Tisch, weshalb das letzte 6:6 eigentlich ein lupenreines 3:0 gewesen sei.

Nouri liest. Dann nimmt er sein Handy.
«Ich formuliere das noch mal.»
15.10.2026 12:39 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.0 TK)
😂 1 😄 1
Die Plane hält dicht
Zürich. Montagabend. Nouri zieht die Abdeckplane über die Terrasse. Sie sitzt straff. Kein Tropfen kommt durch. Seit August auch kein Gegentor.

«Herbie schreibt, sein Mähbie sei in Aarau und gegen St. Gallen mit neuer Software gefahren.» «Der Mähbie steht ausgesteckt in meiner Garage.» «Dann ist er nachts gefahren.» Der Nachbar betrachtet das Ladekabel. Nouri betrachtet den Nachbarn.

«Herbie sagt auch, in der bereinigten Tabelle seid ihr Erster.» «In der Schweiz bereinigt man Konten, keine Tabellen.» «Und das Bankgeheimnis? Du sollst es am Freitag gelüftet haben.» «Ich

habe eine Terrasse gebaut. Die Schweiz schreibt selbst.»

«bora sagt, euer 6:6 sei ein lupenreines 3:0.» «danfire hat recht. Man muss vorher festlegen, für wen die Sechs gilt. Ich lege das nie fest.»

Am Freitag kommt Basel. Herbie will den Mähbie abholen, Nouri hat die Quittung vorbereitet. Auf diesem Rasen hat seit August niemand etwas abgeholt. Danach geht es nach Luzern. Die Füsse bleiben oben.

Der Nachbar hält ihm den Stimmzettel hin. Volksinitiative, Österreich, stärkste Liga Europas. Nouri kreuzt an: [X] NEIN.
«War das jetzt deine Stimme oder die der Schweiz?» «Das hängt davon ab, wer fragt.»
05.10.2026 22:49 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.0 TK)
👍 1
Die Terrasse ist fertig. Nouri sitzt.
Zürich. Mittwochabend. Die letzte WPC-Diele ist verschraubt. Der 1,47er dient als Blumenbank, die 83 Zentimeter halten den Grill gerade. Nouri sitzt auf dem Gartenstuhl, auf dem Kissen, das der Nachbar vorsorglich hingelegt hatte.

«Du sitzt», stellt der Nachbar fest. «Ich sitze.» «bora hat geschrieben, das schaffst du frühestens am letzten Spieltag.» «bora schreibt auch, Ende September sei noch Badesaison.»

Der Nachbar blättert im Spielplan. «Die Rückrunde beginnt mit zwei Auswärtsspielen.» «Auswärts hat Grasshopper diese Saison siebenmal

die Füsse hochgelegt. Ich sehe keinen Grund, ausgerechnet jetzt aufzustehen.» «Und der Bademeister?» «Soll seine Liegewiese geniessen. Wer im Oktober noch Sonnencreme verteilt, braucht jeden Sonnenstrahl. Ich brauche eine Abdeckplane.»

Der e-Mähbie steht in der Garage, das Ladekabel ist ausgesteckt. «Und wenn Herbie ihn zurückhaben will?» «Soll er ihn holen. Am 21. Spieltag ist er ohnehin in Zürich.»

Die Terrasse knarrt nicht. Zum ersten Mal in dieser Saison passt alles auf den Millimeter. «Und das restliche Material?» «Bleibt liegen. Ich sitze.»
01.10.2026 09:51 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
 
Das letzte Drittel wird vererbt
Zürich. Zwei Drittel der Terrasse liegen. Nouri zieht eine Schraube an und niest in den Karton.

«Boras Quecksilberbad?»
«Grippe. Drei Tage flachgelegen.»
«Und jetzt?»
«Hab den Bogen raus. Am Wochenende wird sie fertig.»

Der Nachbar liest die Zeitung.
«Champions League vorbei.»
«Dann habe ich wenigstens Zeit.»
«Teurer Weg, sich die Champions League-Nächte freizunehmen.»

Der Nachbar greift nach dem 1,47er.
«Nicht anfassen. Brauche ich noch.»
«Du klingst wie die ganze Liga. Herbie sitzt auf 48,6 TK. danfire auf 48,3.»
«Wollen die das

vererben?»
«Du hast 47,4.»

Nouri schaltet die Säge ein.

Gegen Luzern und Schaffhausen gab es jeweils ein 5:0, dazwischen fünf Gegentore in Bern. Platz zwei, einen Punkt hinter bora.

«danfire schreibt noch über deine fehlenden dreizehn Zentimeter.»
«Nach elf Gegentoren in zwei Spielen gegen uns würde ich auch lieber über fremde Dielen reden.»

Als Nächstes: Sion, Stadtderby, Aarau.

Der Nachbar zeigt auf die offene Fläche.
«Dafür reicht das Material?»
«Ja.»
«Dann verbau es.»
«Alles?»
«Scheisse. Du bist wirklich Schweizer geworden.»
24.09.2026 22:20 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😮 1 🔥 1
13 Zentimeter bis zur Spitze
Zürich. Donnerstagmorgen. Der Poolkatalog ist vom Terrassentisch verschwunden. An seiner Stelle liegen 28 dunkelgraue WPC-Dielen, zwölf Unterkonstruktionen, mehrere Kartons Small Foots und sieben verschiedene Sorten Schrauben.

Der Nachbar betrachtet den Stapel.
«Was wird das?»
«Eine Terrasse.»
«Du hast bereits eine Terrasse.»
«Eine gepflasterte. Ich möchte WPC.»
«Wer baut sie?»
«Ich selbst.»
Der e-Mähbie fährt rückwärts in die Hecke.
Der Nachbar nickt langsam.
«Das wird grossartig.»
Die Fläche ist 4,13 Meter lang. Die Dielen sind vier Meter lang. Es fehlen also dreizehn Zentimeter.

In der Tabelle fehlt Nouri ebenfalls nicht viel. Grasshopper steht nach dem sechsten ZAT auf Platz zwei. Ein Punkt hinter St. Gallen.

«Dreizehn Zentimeter bis zur fertigen Terrasse und ein Punkt bis zur Spitze», stellt der Nachbar fest. «Beides fast geschafft.»
«Du hast von Bauprojekten ungefähr so viel Ahnung wie bora von einem trockenen Fussballplatz.»

Zunächst legt Nouri die Unterkonstruktionen aus. Dann stellt er fest, dass eine WPC-Diele genau über einem Kopfstoss enden würde. Also verschiebt er die Unterkonstruktion. Nun passt das Raster nicht mehr. Er ergänzt eine zweite Unterkonstruktion. Darunter stehen sich zwei Small Foots im Weg.
Nouri verschiebt den ersten Fuss.
Jetzt hängt die andere Unterkonstruktion in der Luft.
Er verschiebt den zweiten.
Nun fehlt am Rand die Auflage für die Abschlussblende.

Der Nachbar beobachtet ihn seit zwanzig Minuten schweigend.
«Wie weit bist du?»
«Konzeptionell Tabellenführer.»

Sportlich war das Wochenende ähnlich übersichtlich. Zuerst schlug Grasshopper den Bademeister aus St. Gallen mit 6:0. Danach reichte ein einzelnes Tor gegen La Chaux-de-Fonds. In Basel verlor Nouri schliesslich 0:2.

Der Nachbar faltet die Zeitung zusammen.
«Du gibst bora sechs Tore. bora gibt Herbie sechs Tore. Herbie gibt dir nur zwei zurück.»
«Schlechte Resteverwertung.»

Herbie erklärte die eigene 0:6-Niederlage inzwischen mit geometrischen Ungereimtheiten auf Boras Platz. Sein Mähbie bekomme deshalb ein Software-Update und werde erneut zum Testen nach Zürich geschickt.
Pünktlich am Mittag hält ein Lieferwagen vor dem Haus. Neben dem neuen Testgerät liegen Kreide, Sonnencreme und Kokosöl.

Nouri verwendet die Kreide, um die Sieben-Millimeter-Fugen anzuzeichnen. Der Nachbar schmiert die Sonnencreme auf die Geranien. Das Kokosöl stellen beide unangetastet neben die Hecke.
«Wofür ist das?»
«Damit der Mähbie lernt, auf Boras Rasen nicht wieder zum Parkplatz abzubiegen.»

Dann startet der Nachbar den aktualisierten e-Mähbie. Das

Gerät scannt die Terrasse, piept dreimal und zeigt eine Warnung an:
Optische Ungereimtheit in der Geometrie des Terrains erkannt. Bereich wird umfahren.
Der Mähbie wendet und mäht den Gehweg.
«Das Update funktioniert», sagt Nouri. «Er erkennt inzwischen, wenn ein Projekt nicht mehr zu retten ist.»

Am Nachmittag beginnt die eigentliche Verlegung. Die erste Diele wird auf 1,99 Meter gekürzt. Übrig bleiben 2,01 Meter.
«Das passt doch fast genau für die nächste Reihe.»
«Fast ist auf einer Terrasse nur ein anderes Wort für Verschnitt.»
Nach zwei Stunden besitzt Nouri Reststücke in 1,62 Meter, 1,47 Meter und 83 Zentimeter. Wegwerfen darf niemand etwas.
Auf dem 1,47er steht inzwischen mit schwarzem Filzstift:
NICHT ANFASSEN – eventuell Spieltag 15.

Seine Frau öffnet die Terrassentür.
«Wie weit seid ihr?»
Nouri zeigt auf sechs Quadratmeter sorgfältig sortiertes Plastik, drei lose Dielen und eine Unterkonstruktion, die inzwischen von acht Small Foots umzingelt ist.
«Wir betreiben gerade Bestandsmanagement.»

Der nächste ZAT liegt zwischen den Abstandshaltern. Zuerst kommt der trainerlose FC Luzern nach Zürich. Schlusslicht, aber zuletzt mit vier Toren gegen den Tabellenführer. Danach geht es zu den Young Boys, die beim 3:4 gegen Aarau ebenfalls gezeigt haben, dass bei ihnen vorne wie hinten jederzeit etwas passieren kann. Zum Abschluss kommt Schaffhausen.
Ausgerechnet danfire behauptet inzwischen, seine Mannschaft habe die Geometrie des gegnerischen Tores verstanden.
Nouri betrachtet den doppelten Unterbau an einem Dielenstoss.
«Sehr gut. Dann kann er am Freitag erklären, wie zwei Unterkonstruktionen, zwei Dielenenden und vier Small Foots auf dreissig Zentimetern Platz finden sollen.»
Der Nachbar liest weiter.
«Aarau sagt, eine gute Defensive sei das Fundament des Erfolgs.»
«Endlich jemand in dieser Liga, der Unterkonstruktionen versteht.»
«Und Schaffhausen bringt vielleicht Öcher Printen mit.»
«Perfekt. Die können wir unter die wackelnden Füsse legen.»

Langsam wird es dunkel. Von der Terrasse ist weiterhin kaum etwas verlegt. Dafür kennt Nouri inzwischen jede Schraube persönlich. Die 4 × 30 mit Linsenkopf liegt links. Die A2-Torx für die Abschlussblenden rechts. Eine phosphatierte Schraube für den Innenbereich wurde vom Grundstück verwiesen.

Der Nachbar nimmt eine der ungeschnittenen Dielen.
«Was passiert am Freitag gegen Luzern, Young Boys und Schaffhausen?»
Nouri legt die Diele zurück auf den Stapel.
«Keine Experimente. Keine unnötigen Schnitte. Möglichst wenig Verschnitt.»
«Du redest noch über die Terrasse?»
Nouri hebt den Sieben-Millimeter-Abstandshalter auf.
«Das hängt davon ab, wer fragt.»
17.09.2026 23:26 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😂 1 😄 2
Freischneider statt Freischwimmer
Zürich. Dienstagmittag. Der Garten hat sich erholt. Der Rollrasen steht dicht, die Blumen blühen und der e-Mähbie-53 zieht inzwischen gerade Bahnen. Sogar vor einem Schmetterling hält er selbstständig an. Der Nachbar hat ihn gut kalibriert.
Anschliessend kniet er vor dem Blumenbeet und schmiert dicke weisse Sonnencreme auf die Blüten.

«Was machst du da?»
«Lichtschutzfaktor 50. Wenn bora damit seine Fussballfeldlinien schützt, kann es für die Geranien nicht schlecht sein.»
«Bei bora ist auch Seifenschaum ein Abwehrkonzept.»

Auch sportlich ist wieder alles ordentlich angewachsen. Auf das 3:0 gegen Sion folgte zwar ein 0:3 im Stadtderby, gegen Aarau reichte es aber zum 1:0. Erneut sechs Punkte. Grasshopper steht inzwischen auf Platz drei.

Der Nachbar betrachtet zufrieden das Grundstück und legt einen Katalog auf den Terrassentisch.
«Jetzt fehlt hier eigentlich nur noch ein Swimmingpool.»
Nouri verschluckt sich an seinem Kaffee.
«Nein.»
«Warum nicht?»
«Ein Pool zerstört die natürliche Bodenstruktur.»
«Er käme neben den Rasen.»
«Vierzigtausend Liter Wasser erzeugen seitlichen Druck. Dann gehen die Nähte des Rollrasens auf.»
«Wir könnten einen kleineren nehmen.»
«Die Sonne spiegelt sich im Wasser und verbrennt die Blumen von unten.»
Der Nachbar zeigt auf die eingecremten Geranien.
«Problem gelöst.»
«Dann läuft Boras Sonnencreme ins Becken und verwandelt den Garten in eine Schaumparty. Am Ende verirrt sich noch ein Ball darin und Alois Grünhalter muss ihn retten.»
«Salzwasserpool.»
«Schlecht für den Mähbie.»
«Der soll nicht hineinfahren.»
«Das weiss der Mähbie nicht. Er erkennt zwar inzwischen die Schmetterlinge, aber noch immer nicht zuverlässig die Hecke.»

Der Nachbar blättert weiter.
«Ein Naturpool?»
«Dann kommen Frösche.»
«Frösche sind nützlich.»
«Nicht während der Nachtruhe.»
«3:1? Drei Meter lange Seiten und einen Meter tief?»
«Bei bora wird daraus spätestens am Freitag ein 3:0. Seine Theorie wächst schliesslich auch ohne Bewässerung.»
«Ein aufblasbares Becken?»
«Zieht Kinder an. Kinder bringen Schwimmreifen mit. Schwimmreifen werfen Schatten. Dann wächst der Rasen ungleichmässig.»

Der Nachbar legt den Katalog langsam beiseite.
«Du willst wirklich kein Wasser im Garten.»
«Das Grundwasser könnte steigen.»
«Bis

wohin?»
«Basel.»
«Das wäre doch nicht schlimm.»
«Doch. Dann erklärt Herbie es zu Wasserkraft, schaltet einen Gang höher und schreibt acht Seiten über den Chlorgehalt.»

Der Nachbar mustert Nouri lange.
«Kannst du überhaupt schwimmen?»
«Natürlich.»
«Gut.»
«Theoretisch.»
«Was bedeutet theoretisch?»

Nouri schaut zum Rasen. Der e-Mähbie fährt vorbei und stoppt exakt zwei Zentimeter vor der Terrasse.

In der siebten Klasse hatte Nouri mittwochs Schwimmunterricht. Zumindest stand es so auf dem Stundenplan. Tatsächlich verbrachte er diese Stunden hinter der Turnhalle im Geräteschuppen des Hausmeisters.

Zuerst behauptete er, Chlor löse bei ihm vorübergehende Orientierungslosigkeit aus. Danach folgten eine Wasserallergie, ein ärztlich nicht näher beschriebener Druckausgleichsschaden und schliesslich ein Schreiben der kantonalen Gewässeraufsicht, das er selbst auf kariertem Papier verfasst hatte.

Während seine Mitschüler für das Bronzeabzeichen Bahnen schwammen, lernte Nouri, Messerwalzen zu schärfen, Feuchtigkeitsmesser zu bedienen und einen alten Aufsitzmäher zu kalibrieren. Den Schlüssel zum Geräteschuppen hatte er dem Hausmeister für eine grosse Tüte Ricola abgekauft.

Am Ende des Schuljahres waren alle Freischwimmer.

Nouri war Freischneider.

«Du hast den Schwimmunterricht geschwänzt.»
«Ich hatte praktische Landschaftspflege.»
«Du bist Nichtschwimmer.»
«Ich bevorzuge Sportarten mit Bodenhaftung.»

Ausgerechnet jetzt kommt bora milutinovic nach Zürich. Der St. Galler Bademeister, dessen Spieler angeblich alle das Bronzeabzeichen besitzen und der die Super League inzwischen als schlecht geführtes Freibad betrachtet.

«Vielleicht solltest du vor dem Spiel noch üben.»
«Bora kommt auf meinen Rasen. Wenn hier jemand üben muss, dann er.»

Danach wartet La Chaux-de-Fonds. Zum Abschluss geht es nach Basel zu Herbie.
«Herbie hat sich bereits Notizen über Chlor und Heimvorteil gemacht.»
«Nach dem 0:4 in Sion weiss Basel immerhin, wie man baden geht. Für seine achtseitige Analyse fehlt ihm nur noch ein saugfähiges Handtuch.»

Nouri geht zum e-Mähbie. Auf dem Display steht:
Schnitthöhe: 1,0 cm. - Eine Einstellung, die Nouri am vergangenen Freitag vornahm.
Nouri dreht den Regler langsam nach rechts.
Schnitthöhe: 6,0 cm.

Der Nachbar hebt eine Augenbraue.
«Sechs Zentimeter?»
«Ich kann nicht schwimmen. Also müssen die anderen im Gras untergehen.»
05.09.2026 12:44 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😂 1 😮 1
Die überarbeitete Version
Zürich. Mittwochmorgen. Der Regen hat aufgehört. Nouris Rollrasen ist inzwischen so gut angewachsen, dass der Nachbar mit einem neuen Rasenmäher vor der Terrasse steht.

Auf der Seite klebt ein silberner Schriftzug:

e-Mähbie-53 v6.0 – überarbeitete Version. Maximales Drehmoment.
Nouri betrachtet das Gerät.
«Sechs Gänge?»
«Keine Gänge. Elektro.»
«Enttäuschend.»

Der Nachbar drückt auf den Startknopf. Der Mähbie schiesst über den Rasen, zieht eine kerzengerade Schneise durch das Gras, rammt die Regentonne und bleibt mit den Vorderrädern in der Hecke hängen.

«Hohes Drehmoment.»
«Keine Bodenhaftung.»
«Vielleicht hätten wir Printen unter die Räder legen sollen.»
«Frag danfire. Der hatte welche.»

Schaffhausen wollte am vergangenen Freitag ebenfalls für bessere Bodenhaftung sorgen. Gebracht hatte es wenig. Grasshopper gewann dort 6:1. Zuvor war bereits Young Boys mit 1:0 geschlagen worden.

Sechs Punkte. Genau wie angekündigt.

«Von Platz zehn auf Platz sechs. Du hast wirklich einen Gang höher geschaltet.»
«Das schreibt Herbie auch.»
«Dann muss es

stimmen.»
«Herbie schreibt viel...»

Der Mäher piept beleidigt. Auf dem Display erscheint: Bitte Software aktualisieren.
«Siehst du.»

Der nächste ZAT liegt bereits auf dem Terrassentisch. Diesmal warten gleich drei Spiele: Sion, der trainerlose FC Zürich und Aarau.
Oder genauer gesagt: drei Wundertüten.

Weil Zürich keinen Trainer besitzt und die Kollegen aus Sion und Aarau zuletzt nicht gesetzt haben, werden Nouri am Freitag voraussichtlich drei Paten gegenübersitzen. Irgendwelche Trainer aus einer anderen Liga, die fremdes TK verteilen und danach wieder verschwinden.

Der Nachbar überfliegt den Spielplan.

«Du weisst also bei keinem Gegner, wer genau setzt?»
«Richtig. Drei Spiele, drei Aushilfstrainer und keine vernünftige Vorbereitung.»
«Das klingt ein wenig weinerlich.»
«Natürlich. Trotzdem brauchen wir unsere Punkte. Wieder mindestens sechs.»

Der Nachbar schaut ihn an.
«Ganz schön mutig.»

Der e-Mähbie piept erneut aus der Hecke.
Nouri drückt erneut auf den Startknopf. Der e-Mähbie fährt zwei Meter, dreht sich einmal im Kreis und landet wieder in der Hecke.
«Nein. Mutig wäre es, diesem Ding noch eine dritte Chance zu geben.»
02.09.2026 22:15 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😂 1 😄 1
Äpfel, Birnen oder Gänge?
Zürich. Dauerregen. Nouri sitzt unter dem Terrassendach und betrachtet seinen Rollrasen.
Grün ist er wieder. Jedenfalls stellenweise. Zwischen den neuen Halmen liegen noch braune Streifen. Perfekt ist anders. Aber er lebt.

Dabei geht Nouri ein Satz nicht aus dem Kopf.
«Nee, 6!»
Irgendwo zwischen Regenrinne und Regentonne öffnet sich eine seit Jahrzehnten verschlossene Schublade in seinem Kopf.

Mathematikunterricht. Nouri, deutlich kleiner und vermutlich ähnlich stur, steht an der Tafel.
«Und was kommt heraus?»
«Sechs.»
«Sechs was? Äpfel? Birnen? Fahrräder?»
Damals lernte Nouri: Eine Zahl ohne Einheit ist keine Antwort. Jahrzehnte später versucht Herbie dieselbe Methode im Profifussball.

Sechs was also?
Sechs Punkte hat Basel. Fünf Gegentore. Vier Gänge besitzt sein berühmter Namensvetter laut Google. Später erklärte der Trainer, er sei eine «überarbeitete Version».
Überarbeitet im Sinne von verbessert? Vielleicht ist Herbie inzwischen ein E-Auto. Der neue e-Herbie. Modell Basel, Softwarestand 44.2, Almdudler im Kühlkreislauf. Nur besitzen die meisten Elektroautos gar keine vier oder sechs Gänge. Herbie benötigt offenbar zwei zusätzliche, um nach einem 0:4 in Aarau, einem 1:0 gegen St. Gallen und einem 0:1 bei GC wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.
Die Reichweite bleibt überschaubar. Bei den Grasshoppers war nach neunzig Minuten nur noch Leerlauf verfügbar.
Herbie hatte angekündigt, in Zürich sei wenig zu holen.
Das stimmte.
Für ihn war nichts zu holen.

Das 1:0 gegen Basel war GCs erstes Tor, erster Sieg und erstes Lebenszeichen der Saison. Der Rollrasen bekam Wasser, die Mannschaft Punkte und Herbie Gelegenheit, seine überarbeitete Version auf dem Heimweg erneut zu überarbeiten.

Dann kam Luzern.
Vor dem Spiel hatte der FC Luzern in drei Partien kein einziges Tor erzielt. Zehn Gegentore, kein Trainer, kaum Puls. Nouri hatte dort auf den

ersten Auswärtssieg gehofft.
Nach neunzig Minuten stand es 3:0.
Für Luzern.

Nouri pflegt also nicht nur angeschlagenen Rasen. Er belebt inzwischen auch tote Vereine. Wer in der Schweiz weder trifft noch gewinnt, braucht keinen neuen Trainer. Ein Heimspiel gegen GC genügt.
Damit steht Grasshopper nach vier Spielen weiterhin auf Platz zehn. Ein Tor erzielt, sieben kassiert, drei Punkte. Gleichzeitig lagern noch 65,1 TK im Keller. Der teuerste Rasensprenger der Liga ist randvoll und hat bisher einen einzigen Grashalm getroffen.

Bora hatte Nouri bereits angeboten, den Rollrasen nach dem 0:3 gemeinsam einzusammeln. Für die nächste Meisterfeier könne St. Gallen ihn gut gebrauchen.
Nach dem eigenen 0:3 bei den Young Boys darf bora ihn gerne behalten. Zum Abdecken von Bremsspuren.
Seine berühmte 3:0-Theorie funktioniert weiterhin. Er hatte lediglich vergessen zu erwähnen, dass St. Gallen gelegentlich auf der falschen Seite steht. Sonnencreme schützt eben vor UV-Strahlung, nicht vor Castaño Deus.

Der kommt nun mit den Young Boys nach Zürich. Castaño spart nach eigener Aussage kein Wasser, weil in seinem Garten ohnehin nur Tabak wächst. Bei YB weiss man nie, ob gerade Cervelat, Rivella oder kubanisches Rollkraut in der Taktiktafel steckt.

Danach geht es nach Schaffhausen. danfire hatte stolz verkündet, er habe bereits Wasser auf den eigenen Rasen bekommen. Daheim gewann Schaffhausen bislang 3:0 und 1:0. Auswärts verlor es 0:2 und 0:3.
Leider findet das Spiel in Schaffhausen statt.

Der Regen wird stärker. Der Nachbar erscheint hinter dem Hag und blickt erst auf den Rasen, dann auf die Tabelle.

«Junge, nach vier Spielen Letzter. Gegen Young Boys und Schaffhausen also wieder null?»
Nouri denkt an Herbie. An den Mathematiklehrer. An Äpfel, Birnen, vier Gänge und eine angeblich überarbeitete Version.
«Nein. Aber sechs.»
Der Lehrer in seinem Kopf hebt mahnend den Finger.
«Sechs was?»
«Punkte, Herr Lehrer.»
21.08.2026 21:40 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😂 2 😄 1
Das große Wassersparen
Die Terrasse, eine Woche später. Der Nachbar drückt einen Feuchtigkeitsmesser in den Rollrasen.

«Trocken.»
«Vier Gegentore. Kein eigenes.»
«Ich meinte den Boden.»

Nouri hatte vorsichtig beginnen wollen. Heraus kamen ein 0:3 in St. Gallen und ein 0:1 in La Chaux-de-Fonds. Zwei Auswärtsspiele, zwei verpasste Chancen. Der Meister verlor direkt danach in Basel. Beim neuen Tabellenführer hätte schon ein eigenes Tor gereicht, um etwas mitzunehmen. GC probierte es nicht einmal.

Der Nachbar öffnet die

Regentonne.
«Voll.»
Auch das Torkonto ist gut gefüllt. GC ist trotzdem Letzter. Das Wassersparen hat wenigstens funktioniert.

Nun kommt Basel. Herbie begann mit einem 0:4 in Aarau und schlug anschliessend St. Gallen. Nouri wird deshalb nicht gleich den ganzen Vorrat ausschütten. Die Saison ist noch lang.
Wichtiger wird Luzern. Sechs Gegentore, kein eigenes, ein Punkt. Dort soll der erste Auswärtssieg her. Nach letzter Woche klingt selbst das bereits nach Mut.

Der Nachbar zieht das Messgerät heraus.
«Der Rasen kommt wieder.»
«Und GC?»
«Dafür habe ich kein Messgerät.»
14.08.2026 21:25 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
😂 1
Zwiebackrasen und Meisterhände
Die neue Terrasse. 34 Grad. Nouri kniet am Rand eines Rollrasens, der langsam die Farbe von Zwieback annimmt. Der Nachbar lehnt über dem Hag.

«Du hast zu wenig gewässert.»
«Ich habe entunkrautet, Rollrasen verlegt und jeden Stein dieser Terrasse ausgerichtet.»
«Und trotzdem stirbt alles.»

Nouri nickt. Platz zwei. Plus 18 Tore. Weltmeister mit Marokko. Kein Titel. Kein Europa. Bora hatte minus drei und den Pokal. Nun schmiert er lieber Sonnencreme auf die Trophäe als auf seine Abwehr.

«Das Unkraut kommt übrigens wieder.»

Natürlich.

danfire, Einar, skua811: Die Liga gleicht einem Klassentreffen, bei dem selbst ausgegrabene Wurzeln «Da simmer wieder» murmeln. Nur Luzerns Witzfeld blieb nach dem Einpflanzen elf Tage unsichtbar.

Nouri schaut auf den Spielplan. Erst St. Gallen. Dann La Chaux-de-Fonds. Zweimal auswärts. 64,00 TK, bestes Saatgut, aber das Wetter macht die Aufstellung.

«Und die Cervelat?»
«Deus sagt, irgendwann finde einen das Glück.»
«Mich hat es letzte Saison um einen Punkt verfehlt.»

Der Nachbar dreht den Hahn auf. Dieser Artikel bringt noch 0,3 TK.
Der Rest ist Bewässerungszeit.
14.08.2026 00:22 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
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Letzter Anschluss
Zürich HB, kurz vor Betriebsschluss. Nouri steht unter der Anzeigetafel, drei Zeilen leuchten: Winterthur, Basel, Aarau. Der Kondukteur tippt auf die Uhr.

„Zwei Fahrten, ein Heimspiel... und die Meisterschale?"

„Abgefahren. Den Zug haben wir im dritten Satz verpasst, bei jedem Halt zwischen Sion und Basel. Acht Punkte in der Fremde, da winkt einem keine Schale nach. Platz eins ist weg."

„Also aufgegeben?"

„Nein. Umgestiegen. Platz zwei fährt direkt nach Europa und dieser Anschluss steht noch auf der Tafel: Champions League."

„Drei Spiele."

„Winterthur fährt

ohne Lokführer, da steige ich zu. Aarau kämpft ums Bleiben, ein Bahnhof, kein Ziel. Und Basel kommt in den Letzigrund. Beim letzten Halt dort haben sie mich sechs zu null abgestellt. Diesmal steht der Prellbock bei mir."

„Und der Erste? Neunundsiebzig Gegentore und trotzdem Spitze."

„Der soll seine Schale tragen. Wer so oft das eigene Tor öffnet, reist nicht erster Klasse, der hat bloss Glück im Fahrplan. Ich will nicht seinen Titel. Ich will seinen Startplatz in Europa."

Basel meldet Verspätung; Herbie packt seit Wochen den Koffer Richtung Aachen und steigt nie aus.
„Zwei Stationen bis Europa. Ich fahre durch."
17.07.2026 00:11 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
 
knusper knusper
Morgens um sieben stand Nouri in Zürich vor dem Toaster, der wieder nur eine Seite röstete. „Typisch Auswärtsspiel“, murmelte er, während der Kaffee tropfte wie Basels Resthoffnung. Auf dem Küchentisch lagen drei Zettel: FCZ daheim, Luzern auswärts, Sion daheim. Daneben ein Einkaufsbon: Brot, Milch, sechs Punkte.

Der Platzwart rief an. „Chef, der Rasen ist nass.“
„Gut“, sagte Nouri, „dann rutscht der FC Zürich wenigstens elegant aus der Stadt.“

Im Büro polierte der Zeugwart die Stollen. Nouri dachte an Sion, an dieses 0:6, diesen Wandertag ohne Rückweg. Nun kommt Sion nach Zürich. Mancher

Besuch bringt Blumen, Sion bringt offene Rechnungen.

Nouri schlug die Zeitung von gestern auf: „Das 6:6 war zweimal 3:0!“ - borat bora
Nouri sah aus dem Fenster. „Dann sind 67 Gegentore wohl zwei Meisterschaften und ein Seepferdchen“, sagte Nouri. Reto verschluckte sich.

Herbie schrieb derweil aus Basel etwas von Müdigkeit und Aussichtslosigkeit. Nouri nickte milde. Wer vor dem Endspurt schon Trauerflor bügelt, darf sich über Grasflecken nicht wundern.

Noch sechs Spiele. Luzern muss schwitzen, Basel kommt heim, Aarau wird geknackt. Und falls der Toaster weiter spinnt, weiss Nouri: Eine Seite reicht, solange GC am Ende oben knuspert.
10.07.2026 10:30 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
 
bora planschinovic
... und das Scheunentor mit Seeblick.
Bademeister bora pfeift zur Party. Trillerpfeife, Sonnencreme, Stracciatella, Nixen und die Arschbombe vom Dreimeterbrett. Für Zürich ist der Nichtschwimmerbereich reserviert. Großzügig. Nur den Namen des Gastes bekam er nicht trocken über die Lippen. Aus Nouri machte er Nuri und sich selbst klein. „Gut“, dachte Nouri, „dann bekommt er sein gestohlenes o zurück.“ Seitdem heißt der Mann am Beckenrand bora planschinovic.

Seine ewige 3:0 Theorie besitzt Charme. Vor allem bei einem Tabellenführer mit 56 Gegentoren. Ein Scheunentor mit Seeblick, 50 Punkte davor, Basel mit 47,

Luzern mit 46 und GC mit 43 dahinter. Nouri lächelte. In Sion und Basel setzte es zuletzt auswärts zweimal 0:6. Basel wurde bewusst verschont. Kein Bolzen, kein Risiko. Alles blieb im Köcher für St. Gallen.

Bademeister bora führt die Duelle 2:1. GC gewann 3:0, St. Gallen 1:0 und 5:6. „Die Rechnung kenne ich“, sagte Nouri. „Am Bodensee wird bar bezahlt.“

Am 12. ZAT betritt Nouri das Espenmoos wie Wilhelm Tell das Schützenfest. Die Poolparty findet statt. Doch diesmal springt nicht bora. Sechs Zürcher Arschbomben später liegt der Nichtschwimmerbereich dort, wo planschinovic ihn nie vermutet hätte: im St. Galler Tor.
01.07.2026 21:11 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
 
Der zweite Pfeil
Schützenstand am Albisgüetli. An der Wand eine alte Armbrust. Der Schützenmeister legt zwölf Scheiben aufs Holz.

"Auswärts: zwölf Reisen, einmal getroffen, zehnmal daneben. In Sion null zu sechs. Daheim zerlegen Sie den Tabellenführer Luzern vier zu eins - in der Fremde liegt der Apfel auf Ihrem eigenen Kopf."
Ich weiss.
"Wie viele Bolzen noch?"
Vierunddreissig. Zwei Reisen: Basel, dann der Bodensee.
"Sechs Punkte wären die Saison. Doch wer auf beide Scheiben zielt, geht mit leerem Köcher heim. Basel ist ein

Nest, gepanzert, schlechter Tag - halten Sie das Pulver trocken. Keinen Bolzen hergeben, den Sie nicht wiedersehen."
Und St. Gallen?
"Der Strandbad-Coach mit der 3:0-Theorie. Sechsundfünfzig Gegentore, ein Scheunentor mit Seeblick. Tauschte den Taktikordner gegen Pommes."
Zwei zu eins führt er im Duell. Im Espenmoos fällt der vierte.

Tell hatte zwei Pfeile. Den zweiten trug er für Gessler.
In Basel bleibt der Köcher zu. Den zweiten hebe ich auf - ZAT 12, Bodensee. Es steht ein Name drauf.
Diesmal wird nicht geschnitten. Diesmal wird getroffen.
24.06.2026 15:47 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.3 TK)
 
Reim dich raus
Nouri schiebt dem Nachbarn Herbies Gedicht hin.
«Unser 3:0 war ein Softwarefehler. Sein 3:0 gegen Luzern ein von bora eingefädeltes Eigentor. Der Käfer hat für jeden Scheiß einen Schuldigen.»
«Und für die fünf Dinger in Bern?»
«Da fehlt noch der Reim.»
Nouri zieht ein Blatt heran. «Ich antworte in Versen.»
«Du hast gegen danfire 0:1 verloren.»
«Na und? Was reimt sich auf Schaf?»
«Tiefschlaf. Frag deinen Sturm.»
Nouri legt den Stift weg.
22.10.2026 09:22 - Nouri - Grasshopper Zürich (0.0 TK)
 


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