Mit einem Kraftakt zu Hause hat man sich die Abstiegszone vom Hals gehalten. Erstaunlich wie bescheiden man geworden ist. Doch in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen, und abstiegsbedrohte Vereine greifen nach dem letzten Strohhalm. Die Heimspiele sollen es also richten, damit das Unglück nicht noch schlimmer wird. Übel nur, dass man in den restlichen Spielen mehr Auswärtsspiele zu bestreiten hat, und das gegen keine leicht zu schlagenden Gegner. Da helfen Durchhalteparolen allein nicht mehr weiter - hier muss eine ausgefeilte Taktik her.
Zwei unglaublich schmerzhafte Auswärtsniederlagen führen nun zur konkreten Abstiegsgefahr. Der Ernstfall ist also eingetreten. Nun geht es ums nackte Überleben. Wird die Mannschaft sich noch fangen? Kann man die graue Zone auf Distanz halten? Ein ganz wichtiges Wochenende steht bevor, und wer hätte geglaubt, dass es derart hart werden würde, in dieser Saison zu bestehen. Doch die Mannschaft hat Moral. Das hat sie im Heimspiel gegen Marseille gezeigt. Und dieser Kampfgeist muss gefördert werden, um die Katastrophe zu verhindern.
Die Abstiegsgefahr wird immer greifbarer. Nach dem sieglosen Wochenende und dem äußerst unglücklichen Agieren der Mannschaft auf dem Platz kommt die rote Zone immer näher, und die Gewissheit, dass man mit den Top Ten nichts gemein hat ist klarer denn je. Die Gegner werden auch nicht einfacher, zumal man jetzt noch beim Tabellenführer und gegen Marseille antreten darf. Da dürfen keine größeren Reibungsverluste mehr passieren, sonst findet sich Laval in ein paar Wochen tatsächlich in der Zweiten Liga wieder.
Während man auswärts in Clermont zu einem torreichen Sieg kam und die Hoffnung auf eine sehr viel bessere Platzierung aufkeimte, verspielte man zu Hause mit einer harmlosen Aufstellung diese Chance. Hat man sich auswärts zu sehr verausgabt? Es wird immer mehr offenbar, dass die angestrebte internationale Qualifikation wieder nicht geschafft werden kann, es sei denn, man spielt konstanter. Ausgerechnet jetzt muss man zum reservestärksten Verein nach Gueugnon fahren, doch eben, man hat gezeigt, zu was man auswärts fähig ist..
Langsam wird es Gewissheit - die hohen Erwartungen werden nicht erfüllt und man muss den Blick nach unten richten, was schmerzlich ist. Die Abwehr ein einziger Torso. Mit acht Gegentoren in zwei Spielen ist schwer zu punkten, aber auch der Sturm lässt alle Wünsche offen. Schwere Zeiten brechen an, aber man darf an den Kampfgeist der Mannschaft appellieren (die in Bestbesetzung spielen kann!). Hier muss einfach noch mehr drin sein, ansonsten ist das Traineramt tatsächlich in Frage zu stellen. Mit diesem Kader darf man nicht absteigen!
Mit nur drei Punkten am letzten Hinrunden-Wochenende ist die Ausbeute wie auch der abschließende Tabellenplatz äußerst dürftig. So finden sich die Mannen von Lavallois tatsächlich wieder dort, wo sie in der letzten Saison aufgehört haben, nämlich in der zweiten Tabellenhälfte. Auswärts gibt's die Hütte voll, zu Hause kommt nicht genug Sturm auf, um jeden Gegner wegblasen zu können. Will man wirklich in dieser Saison die Top Ten knacken und Großes vollbringen, wird man sich in der Rückrunde vehement steigern müssen!
Zwei Tore, drei Punkte? Mit zu wenig Mitteln fast nichts erreicht, denn so glücklich man auch zu Hause agierte in einem Spiel, so unglücklich war die Auswärtsniederlage. Dafür setzte es ein deftiges 1:4 gegen Lens. So rutschte man von Platz fünf auf sieben zurück, und kann dabei noch von Glück sprechen, dass man weiter vorne mit dabei geblieben ist. Hauptsächlich sollte man sich nun darauf konzentrieren, nicht wie in der letzten Saison Stück für Stück zurückzufallen. Doch solche Gegner wie Auxerre werden es nicht leicht machen.
Mit sechs Punkten bei zwei Auswärtsspielen in drei Partien kann man zufrieden sein, wenngleich man in Bordeaux unglücklich verlor, dafür natürlich im Heimspiel gegen Neuling Angers tüchtig Glück hatte. Die überschüssige Kraft hat man wohl in Lyon gelassen. So langsam kehrt das genesene Lazarett wieder auf das Spielfeld zurück. Da darf man gespannt sein, denn wenn man ersatzgeschwächt schon Fünfter ist in der Tabelle, was ist mit der Mannschaft dann erst in voller Leistungsstärke möglich. Vielleicht sogar ein Sieg bei Angstgegner Créteil?
In den Spielen gegen die alteingesessenen Clubs aus Monaco und Marseille war nichts zu holen. Zu Hause sogar ein herbes 1:4 gegen die Jungs aus dem Fürstentum, die damit zeigen, warum sie ganz oben stehen. Was bleibt ist ein sicherer Erfolg gegen den Aufsteiger aus Besancon, was zumindest Platz 7 sichert.
Die Aufgaben werden nicht leichter, warum auch, schließlich spielen wir in der ersten französischen Liga. So reisen wir mit froher Erwartung nach Lyon und Bordeaux, und versprechen uns zu Hause eine gute Leistung gegen den nächsten Neuling.
Es braucht Mut, um mit diesem verletzungsgeschädigten Kader diese Spiele positiv zu gestalten, und es hat geklappt. Natürlich hätte man im Nachhinein in Rennes auch noch gewinnen wollen, doch wollen wir nicht maßlos werden - sieben Punkte sind ein gutes Resultat. Somit schnuppert man in dieser Saison erstmals in die obere Tabellenhälfte hinein. Nun gilt es, den Mut in die nächsten Spiele hinüber zu retten. Und in Marseille werden wir wieder eine gehörige Portion brauchen - das steht fest. Doch alles wird gut werden!
Wahrhaftig ein Unterschied wie Tag und Nacht, so spielt Laval zu Hause äußerst effizient, aber auswärts wie das Kaninchen vor der Schlange ohne Durchschlagskraft und Selbstvertrauen. Die Verletzungssorgen zum Saisonauftakt wirken sich erheblich auf den Sturm aus. Kaum jemand, der vorne wirklich überzeugen kann. Das lässt nicht unbedingt Gutes ahnen, wenn man die schweren Spiele demnächst gegen Gueugnon und Nancy betrachtet. Bleibt zu hoffen, dass der Betreuerstab bis dahin eine Lösung für das lahmende Fronttrio gefunden haben wird.
In Lorient gab es einmal mehr wieder nichts zu holen, obwohl man erneut offensiv auflief. Doch die Offensive wurde durch ein starkes Konterspiel der Gastgeber durchbrochen. Am Schluß fehlte die Kraft. So verbleiben aus dem ersten Wochenende zumindest die Punkte aus dem Heimspiel, in dem man sich auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckerte. Roger Leclerque erlitt dabei bei einem Zusammenprall während eines Kopfballduells eine stark blutende Platzwunde, die genäht werden musste. Der wuchtige Stürmerstar wird nun erst einmal mit Kopfbällen vorsichtiger sein müssen.
Es war keine große Saison, diese erste bei Laval, und das Saisonziel wurde gerade mal so mit Ach und Krach erreicht, obwohl man zur Saisonmitte hin durchaus Hoffnung haben konnte, dass es etwas mehr sein könnte, als Platz zehn. Aber seien wir nicht unrealistisch - immerhin hätte man mit den vergangenen Reserven auch zu den Abstiegskandidaten zählen können, und somit darf die Saison trotzdem als Erfolg verbucht werden. Danach den Blick nach vorne gerichtet und auf die ersten Gegner ..mehr als Platz zehn sollte es jetzt aber schon sein!