Amadora - Ja ist denn schon wieder Silvester? "Same Procedure as every Season" lautet das Motto in der Superliga, nur unter anderem Namen: Gestern Jorginho, heute Paulruts, und morgen? "Am liebsten Liga Sagres", wenn es nach Paulo gehen würde, aber dadenga äh, dagegen spricht ja leider, dass diverse Interessengruppen einen intriganten Kampf gegen die Aktivierung der wichtigsten zweiten Liga der Copawelt führen.
So müssen wir in der Superliga Kahr um Jahr wieder bereits eigentlich lang abgestiegene Lieblingskollegen
durchschleppen, die als Saisonziel "alles auswärts verballern und sich dann abschlachten lassen" ausgeben. Leider hat Amadora hier nicht das Glück früherer Jahre, diese abgehalfterten Gestalten gegen Saisonende mit einem flockigen 1:0 abzubürsten. Aber dagegen hilft Gejammer bekanntlich genausowenig wie gegen Fuußpilz, durchgeknallte Frösche oder Pseudo-Titelkandidaten, die einem diverse Eier bzw. Laich ins Nest legen.
Und gegen die ja bekanntlich noch die Rückspiele anstehen. Nur damit das nicht in Vergessenheit gerät.
Lusaka - Was ist denn diese Woche los? Die Pressestelle der PMLPRB Ltd. (Paulo Mandelator Lobanowski PR-Beratung) kommt überhaupt nicht hinterher, alle notwendigen Dementis zu veröffentlichen sowie die ganzen Abmahnungs- und Unterlassungsklagen rauszuhauen.
Angesichts des bevorstehenden WM-Starts brennen dem ein oder anderen afrikanischen Kollegen scheinbar die ohnehin lockeren Sicherungen durch. Erst versucht ein irrer Ivorer mit Kiwi-Hintergrund, ausgerechnet von Australiern Unterstützung zu erschleichen. Kaum ist das zurechtgerückt, kommt ein durchgeknallter Sambier mit australischem Hintergrund ("noch-Hintergrund", muss man sagen, denn die Eliminierung des Cannons-Coaches aus der A-League dürfte seit heute endlich nur noch Formsache sein) und versucht, mit dem Versprechen "einmal Gratisschiffen in der WC-Lounge"
auf Stimmenfang zu gehen. Fazit: Als Australier hat man es nicht leicht, jeder will von der größten Copanation profitieren und ein bisschen im Windschatten des Ruhms mitsegeln.
"Das ist un- er- hört" so Klomogul Mandelator in einer ersten Stellungnahme. "Auch wenn in Sambia Wahlmanipulation und Raubtierkapitalismus wüten, die WC-Lounge ist und bleibt ein Hort des real exisitierenden Sozialismus: Hier ist jeder gleich, hier schifft jeder gleich, und hier zahlt jeder gleich! Und wenn einer mal nicht zahlen muss, dann ganz bestimmt nicht, weil ausgerechnet der Lutscher das anordnet, und gleich zweimal nicht, um Lutschers Freibiere loszuwerden, und schon gleich dreimal nicht, um ausgerechnet die chancenlosen Sambier gegen Australien zu unterstützen! Eher mach ich den Laden zu, und ganz Sambia kann scheißen gehen! Und zwar woanders!
Amadora - Kaum strauchelt Portugals Flagschiff Estrela "Gorch Fuck" Amadora einmal leicht, schon kommen die Ratten aus den Löchern, um mit den vermeintlichen Resten des Ex-Serienmeisters ein fröhliches picknick zu veranstalten. Ist der selbsternannte "Outburner" Paulo wirklich so reif für die Rente, wie er selbst behauptet?
"Natürlich nicht" so Paulo. "Einerseits. Weil, wäre ich Rentner, würde ich ja auf Madeira leben. "Andererseits hat picknick schon recht: ich fühle mich müde, leer und ausgebrannt. Ich sehe keine Chancen mehr, über das Mittelmaß rauszukommen. Aber dauerhaft auf Augenhöhe mit Leuten wie cafu oder Theodorakis? Ich denke, da ist es besser, gleich aufzuhören. Ich werde als zum Saisonende meine Trainerpeitsche an den Nagel hängen und abtreten. Meine geliebte Estrela einem Jüngeren überlassen. Einem gutaussehenden,
charmanten, fähigen, aufstrebenden Trainer mit großer Zukunft. Natürlich habe ich mir da schon einen ausgesucht, ja jeder Superligaexperte wird wissen, dass dieses Profil nur einer erfüllen kann: Der allseits beliebte Wanderheuschreckenfrosch Dan Solo. Herzlichen Glückwunsch.“
Betretenes Schweigen macht sich breit im Estrela-Pressestüberl. Ist Paulo nicht nur ausgebrannt, sondern auch noch dement? Wie konnte man das jahrelang übersehen? Aber der Noch- Estrela- Coach hat noch etwas zu sagen:
„So, und jetzt noch eine Botschaft an meine Spieler: Nachdem nun auch dem letzten Deppen klar sein sollte, dass das hier nur ein Scherz war, macht Euch auf was gefasst. Wir haben nämlich am Wochenende einem Großmaul das selbige zu stopfen. Portimonense kommt ja bekanntlich immer ohne Trikots angereist. Wir werden dafür sorgen, dass sie als Ausgleich wenigstens mit vollen Hosen wieder heimfahren.“
Amadora - Portugals Trainer des Jahres 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011 ist ausgebrannt. Kein Wunder, wenn man wie Estrela Amadora Coach Paulo unter so enormem Erfolgsdruck steht und alle, selbst nie ernstzunehmende Gegner versuchen, einem ans stählerne Bein zu pinkeln. Nun also ein Burn-Out beim Traineropa. Keinen Bock auf Copa, auf Zeitung, auf Frösche, und überhaupt.
Was also tun? Es muss ja trotzdem weitergehen, zumindest die 0,3 TK Zeitungsbonus müssen her. Wie der neue Kolumnist einen 5 Jahre alten Artikel eines Kollegen unter
eigenem Namen posten, sich im Nachhinein eine an den Haaren herbeigezogene Begründung ausdenken ("5,256 -² faches Jubiläum") und den Bonus einsacken?
Einfach mal nicht über die Taktik nachdenken, wie Cafu?
Oder noch einen Schritt weiter gehen: Nicht über Taktik nachdenken und sich mit Ansage auf Platz 18 setzen, wie der Frosch?
Oder einfach alles zusammen und dabei aber was für die Stimmung tun, und dem Kollegen Jähnig schon am 14. Spieltag die Saison versauen? Hört sich irgendwie nach der logischsten Variante an...
Amadora - 11 Gegentore in zwei Heimspielen, 1 Punkt aus 4 Spielen, Platz 14, Abstiegsgefahr. Es sieht nicht gut aus für Estrela Amadora samt Coach Paulo. Doch bevor wir diesen nach seinem Statement zu den letzten Wochen befragen, hier ein Überblick, wie andere Superliga- Kollegen auf so eine Entwicklung reagieren würden:
picknick, PSC- Coach und baldiger Titelverteidiger: "Ist alles mathematisch nachweis- und darstellbar. Sie sehen hier auf dem ersten Diagramm, dass mein Aszendent ebenso meine Kondition auf einer steilen Abwärtskurve ist, während diese andere Grafik mit in 356 unterschiedlichen Landesfarben eingefärbten Balken aufzeigt, wie..." (alle Zuhörer eingeschlafen). Trainer Jähnig, Meister der 31., 32., 33., 34. XX. und letzten Copasaison: "Die vielen Gegentore! Ich habe mit weitem Abstand die meisten Heim-Gegentora an ungeraden Januartagen aller Copatrainer, deren Nachname mit J
anfängt! Wie soll ich denn da mal oben mitspielen? warum tun die das?" cafu, graue Maus der Superliga: Es tut mir im Herzen weh, dass ich mich auch im 23. Versuch hintereinander nicht fürs internationale Geschäft qualifizieren werde!" Dan Solo, grauer Frosch mit roter Laterne der Superliga: Oh, ich stehe ganz unten. Hoffentlich kommt mal schönes Wetter, anders kletter ich hier nicht mehr hoch. Und schon gar nicht aus eigener Kraft." Horst Manson, Compilator: "Und auf der Superliga Compilation 45 habe ich für mich das Lied ausgesucht: "Ihr kriegt die Hütte voll" von DJ Ötzi." Pepeke Theodorakis, Cateringexperte: War leider für kein Statement erreichbar (sog. Interview-NMR)
Und was sagt nun Paulo zu all dem? "Nichts. Aber ich habe hier einen Zettel, auf dem ich in den letzten zwei Wochen schonmal zwei interessante Ergebnisse der Rückrunde notiert habe."
Man nehme: 6 Froschschenkel 6 Eier
sowie Öl, Mehl, Salz, Muskatnuss und 66 cl Bier
sowie das wichtigste: 1 Strohhalm
Vorbereitung:
Frösche schmecken frisch am Besten (bekömmlich sind sie allerdings weder frisch noch alt noch roh noch überhaupt in irgendeinem Aggregatzustand). Fahren Sie nach Porto, dort gibt es die aufgeblasensten Frösche. Oder nach Covilha, oder nach Lissabon... wo die halt grad rumhüpfen. Das Fangen geht ganz einfach, einfach an Platz 18 warten, der Frosch kommt ganz bestimmt vorbei und kann nicht mehr weg. Dann kommt der Strohhalm zur Anwendung. Einführen (Seite frei wählbar je nach Geschmack), Aufpusten,
Bumm.
Schönes Gefühl.
Zubereitung:
Vermengen Sie Mehl, Eigelb, Salz, überholtes Saisonziel, Muskatnuss und Bier. Schlagen Sie sich auf die Schultern, dass Sie wenigstens die H6 gezogen haben das Eiweiss zu Schnee (nicht Schnupfen, das rettet den ZAT auch nicht mehr), und heben Sie es mit dem Schneebesen unter den Teig. Tauchen Sie die noch zuckenden Froschschenkel in den Teig, backen Sie sie in EXTRA heißem Öl, bis sie goldbraun werden (6 bis 6 Minuten).
Schütten Sie alles ins Klo, freuen Sie sich, dass Sie nicht in der Ligue 2 Ligue1 spielen und sowas essen müssen, und fahren Sie mit ihrem gut bereiften Auto zu Burger King. Bom apetite!
Amadora - Eigentlich sollte hier ein Artikel stehen unter dem Motto "Auf den Fussspuren von Gimnasia La Plata - zum internationalen Erfolg", ein Volkshochschulkurs, den Estrela Amadora- Coach unbedingt mal belegen sollte, wie sich gerade in der Champions League zeigt.
Aber dann kam, wie so oft in Paulos Leben, mal wieder was dazwischen. In diesem Fall kamen sogar gleich zwei dazwischen: Zwei Solo-Abenteuers nämlich. Der Volksmund sagt ja gerne: "Doppelt
hält besser", und da zeigt sich einfach: Der Volksmund hat keine Ahnung. Zumindest, wenn einem wie Paulo an einem ZAT in gleich zwei Ligen Besuch des Kollegen Dan Iknaszia Solo-Abenteuer ins Haus steht. Eine echte Herausforderung, doch man ist sich sicher, den Eindringling wie üblich in seine engen Schranken weisen zu können. Und wenn nicht? Dann hilft nur Paulos Standardrezept gegen Mißerfolg und schlechte Laune: "Ich nehm gleich nen Doppelten."
Amadora - Für großes Aufsehen sorgte letzte Woche die Ankündigung Paulos, dass nach seiner Ansicht der SC Campomaiorense portugiesischer Meister in Saison 31 werden würde. Die Aufregung ist verständlich, da der SCC unter Experten üblicherweise nicht gerade... naja, sagen wir mal vorsichtig, zum Favoritenkreis gehört. Zumindest nicht zu den Meisterschaftsfavoriten.
Ja man könnte fast sagen, Paulos Aussage ist in etwa so an Haaren rapunzelscher Dimensionen herbeigezogen wie wenn man herginge und sagen würde:
"Ich bin überzeugt, dass Schalke (oder Leverkusen oder der VfB Stuttgart) deutscher Meister wird!"
Oder wie: "Ich bin überzeugt, dass Rot-Weiß Erfurt cooler ist als Carl
Zeiss Jena".
Oder wie: "Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass picknick bald ein PSC-Trikot haben wird."
Oder wie: "Ich bin sicher, der Transfer von Java Jim wird die sportliche Qualität unserer Liga erheblich steigern."
Oder , um noch einen draufzusetzen: "...wie das auch schon vor zwei Jahren (und vier Vereinen) Dan Solo getan hat."
Oder auch: "Niemandem ist aufgefallen, dass es sich bei paulruts um unseren beliebten "Ich brauch kein Rückrunden-TK-" Kollegen Jorginho handelt. Toller Trick, und schön dass Du wieder in der Liga bist!"
(Sollte der SCC Meister werden, muss das aber nicht im Umkehrschluss heißen, dass all diese Behauptungen wahr sind.)
Amadora - Erstmal ein großer Dank an den Kollegen ABB, der sich bereit erklärt hat, das schwere Erbe von picknick anzutreten und die A Bola zu übernehmen. Damit war nicht zu rechnen, und Estrela-Amadora-Coach Paulo ist restlos begeistert über dieses Engagement. Also kann die Saison ja losgehen!
Für die Lissabonner Vorstädter tut sie dies gegen Boavista Porto mit neuem Coach Paulruts (trotz Namensähnlichkeit übrigens kein
Doppelaccount des Estrela-Coaches) und SC Covilha mit dem mittlerweile in Portugal schon alten Coach Tor-Ben. "ich hoffe mal, dass bei Paul einige Bälle durchrutsen und wir das Tor öfter treffen als den Ben" so Paulo zu den Aussichten des ersten Spieltags befragt. "Und außerdem behaupte ich einfach mal: Diesmal wird Meister: Der SC Campomaiorense. Das habe ich so im Urin." Was nahelegt: Paulo sollte dringendst einen Urologen aufsuchen.
Amadora – Nun ist es also auch amtlich, die Mission Titelverteidigung von Estrela Amadora ist endgültig An die Wand gefahren. Maritimo Funchal heißt der neue Meister, dem an dieser Stelle schon mal gratuliert werden darf. Für Estrela geht es nun am letzten ZAT noch darum, die kleine Chance auf das Scheitern in der Champions League-Qualifikation zu erhalten.
Doch auch wenn es in Coimbra in alter Favoritenschuhmanier weit von sich gewiesen wird: Große Chancen rechnet man sich in Lissabons hässlichster Vorstadt nicht aus, die Academicer noch von Platz 2 zu schnippeln. Dazu ist das Restprogramm von Coimbra mit zwei leichten Heimspielen gegen den Letzten der Stecktabelle, den FC Porto, und den zum 53. mal an seinen eigenen Vorgaben gescheiterten, selbsternannten Meisterschaftsanwärter
DVD Des Aves, einfach zu läppisch. Das schafft selbst ein designierter Neuseeländer nicht, das noch zu vergeigen. Oder vielleicht doch, wenn er sich anstrengt?
Viel schwerer wiegt, dass zum Saisonende noch die ein oder andere Rechnung offen ist, die nicht mehr beglichen werden kann, da sich der Gläubiger möglicherweise aus dem Staub gemacht hat, anstatt sich von Paulo wie seit Wochen gesnüsslich ausgemalt, in denselben werfen zu lassen. Alle Elefanten der Liga werden ahnen, wovon hier die Rede ist. Aber hier sollte man nicht auf Paulos Demenz setzen, denn: „Das steht alles in meinem roten Notizbuch“ so der Alttrainer genüsslich. „Da halte ich es, man höre und staune, genau wie der Kollege Tstatsikidorakis. Und wie nicht nur er weiß: Man sieht sich immer mehrmals im Copaleben."
Amadora - Noch zwei ZATs, dann muss man in Amadora schweren Herzens die Pokalvitrine aufschließen und eine große Flaschenpost nach Madeira schicken. Wobei noch die Frage ist, wer die Flasche ist, die zur Post gebracht werden wird.
Wie auch immer, eine aufregende Saison geht dem Ende zu. Kolumnist picknick, noch während der Saison, genervt von der damals noch möglichen Titelverteidigung Estrelas, wird nun engültig seinen Beschluss rückgängig machen und es sich nicht nehmen lassen, in Saison 31 vom neuen Inselmeister aus Funchal, der endlich mal erfolgreichen Europa League-Kampagne von Estrela Amadora mit Coach Dan Solo und der besten Saison in der Geschichte des SC Campomaiorense (Vizemeister durch Losentscheid bei Punkt- und Torgleichstand mit Boavista Porto und Sporting Braga) zu berichten.
Bis dahin ist aber noch die 30. Saison abzuarbeiten.
Wird Paulo dem Kolumnisten den Rücktritt vom Rücktritt mit einem Arschtritt im Heimspiel ans Herz legen oder ihn mit einem lässig ermöglichten Auswärtssieg zu bezirzen versuchen? Interessanterweise hat man dann innerhalb von vier Matches gegen alle jemals an der A Bola beteiligten gekickt, denn nach dem eher erfolglosen Ausflug in den Froschtümpel von Porto geht es gleich auch noch Richtung Aves. Noch interessanterweise war der einzige Nicht-A-Bola-Gegner in dieser Reihe Moreirense. Ist das ein Hinweis auf die picknick-Nachfolge, zieht die Redaktion nach Hamburg um? Zeit genug hätte der zeugeyeboahs sicher für eine Kolumne - mit seiner Mannschaft scheint er sich ja meist nicht allzu lange aufzuhalten. Im Estrelastüberl stehen die Quoten außerordentlich gut, dass es mindestens eine Mannschaft geben wird, die mit mehr als 3,0 Rest-TK aus der Saison gehen wird.
Amadora - Ja ist denn heit scho Saisonende? Das Wochenende ist halb rum, und noch keine einzige quietschbunte Statistik ist in der portugiesischen Zeitung veröffentlicht. Hat die A Bola ihren Betrieb schon eingestellt? Schreibt picknick schon nur noch 1-0-1-0-1-0-1 statt ganzer Sätze? Aber wenn die Saison zu Ende ist, warum steht Funchal dann auf Platz 1 und Estrela auf 4?
Fragen über Fragen, die bestimmt die A Bola beantworten könnte, wenn sie sich denn mal bequemen würde, zu erscheinen. Vielleicht ist der Interviewfrosch in die Druckerpresse geraten, und jetzt muss tagelang alles gereinigt und enthaart werden. Oder die Redaktion hat ihr Mittagessen fahrlässigerweise beim Tstatsiki-Pepeke bestellt und kriegt jetzt
den salmonellierten Magen ausgepumpt. Oder man hat angesichts des nahenden Endes die Arbeitsmoral der australischen Kollegen übernommen.
Wie auch immer, bevor das mit der A Bola zuende geht, möchte Paulo noch einen A Bolus abräumen. Das geht ja bekanntlich ganz einfach, indem man einen mehr als einen doppelten trinkt Zeitungsartikel schreibt. "Einer mehr als zwei, das sind nach Holger Zwerg (der Bruder von Adam Riese, Anm. d. Red.) drei" so Paulo stolz. "Aber es glaubt ja wohl keiner, dass ich diesen Blödsinn jetzt hier dreimal poste. Da soll sich picknick einfach eine 3D-Brille aufsetzen, dann hat ers dreimal schwarz auf weiß oder grün auf rot, ach was weiß ich. Schönes Wochenende jedenfalls."
Amadora - "Ein schönes Gefühl" - so lässt sich aus Sicht von Estrela Amadora der vergangene ZAT beschreiben, an dem nach gefühlt 27 Heimniederlagen gegen TK-lose Gegner mal wieder ein, wenn auch sehr dürftiger, Sieg im Estadio Jose Gomes zu verzeichnen war.
A propos. Schade übrigens, dass Jose Gomes kein aktiver Fußballspieler ist, sonst hätte man die Quizantwort, nach der man noch ebenso händeringend sucht wie nach einer Strategie für den Rest der bereits jetzt mental beendeten Saison, vor der eigenen Haustür beantwortet.
Aber zurück zum Thema... äh das nochmal was war? Ach ja, ein schönes Gefühl. Hängt das
nun mit dem Sieg zusammen, oder mit dem überraschenden Punkt beim Lokalrivalen in Belem, um wenigstens in der Lissabon-Tabelle mithalaten zu können? Mitnichten, so Coach Paulo: "Ein schönes Gefühl ist es vor allem, endlich mal nach herzenslust und mit barschelmäßig reinem Gewissen den Favoritenschuh wegwerfen zu können. Auch wenn gewisse Medien und ehemalige Konkurrenten das vorgeben, anders zu sehen. Aber schon die Tatsache, dass wir den Ausfall von CFB nicht nutzen konnten, spricht Bände, dass dies einfach nicht unsere Saison ist. Naja, abgesehen davon, dass wir nach wie vor davon ausgehen, vor dem SCC zu landen. Aber das ist ja auch keine wirkliche Herausforderung mehr."
Amadora – So schnell kanns gehen. Vor drei Wochen noch gefühlter Herbstmeister, jetzt der Depp der Liga. Bei dieser Konstellation ist jedem Portugiesen klar, wer gemeint sein muss. Doch es geht gar nicht um SCC-Coach Jähnig, auch nicht um den FC Porto, sondern es geht um Estrela Amadora. Höchste Zeit für ein Interview mit Coach Paulo- ein Interview allerdings nicht mit D. Solo von der A Bola, sondern mit einem kompetenten Journalisten.
Kompetenter Journalist: Herr Paulo, vier Niederlagen am Stück, darunter gegen den SCC und Leiria, können Sie sich an eine ähnliche Pleitenserie erinnern? Paulo: Nein, und das ist einer der unbestrittenen Vorteile der Altersdemenz. Ich werde schon bald nicht mehr wissen, von welcher Pleitenserie Sie sprechen. Wer Sind Sie eigentlich gleich nochmal? KJ: Elf Gegentore in zwei Heimspielen, und das gegen scheinbar hoffnungslos unterschätzte Gegner, die sonst nichts zustande bringen und bald nur noch TK-loses Schlachtvieh für Ihre ehemaligen Konkurrenten sein werden. Sind Sie eigentlich sauer, würden Sie Jorginho & Co. gerne Andie Wand stellen? Paulo: Nein, ich bin nicht sauer auf die Kollegen. Sauer bin ich höchstens auf
Gerd Müller, der mich jetzt dazu zwingt, den denga zu machen und endlich eine zweite Liga für Portugal zu fordern, damit gewisse Clubs mal dauerhaft dorthin verschwinden, wo Sie hingehören. KJ: So weit wollen Sie sich erniedrigen, wegen vier verlorener Spiele? Interessant. Wie sieht es denn nun mit Ihren Saisonzielen aus, haben Sie die Titelverteidigung wirklich ganz abgeschrieben? Schließlich ist ein unterer Tabellenplatz zur Saisonhalbzeit nichts Ungewöhnliches für Amadora…. Paulo: Ich habe schon vor Wochen gesagt, dass diese Saison alles auf Maritimo rauslaufen wird. Damals wurde ich von den so genannten Experten ausgelacht deswegen. KJ: Und das andere Saisonziel? Paulo: Also bitte. „Hauptsache vor Campomayonnaise“ schaffen wir auch, wenn meine dreijährige Tochter die restlichen Spiele auswürfelt. KJ: Wir dachten, das würde sie die ganze Saison schon tun…? Vor allem in der Champions League? Paulo: Sonst noch Fragen? KJ: Ja: Er spielt in der ersten Fussballliga eines Landes, und er ist der kleinste (nicht nur nach Körpergröße) unprofessionelle Copaspieler auf der ganzen Welt. Wie ist sein Name? Paulo: Jorginho?
Amadora - Je älter man wird, desto skeptischer und negativer steht man ja bekanntlich dem Leben gegenüber. Man rechnet aus Erfahrung stets mit dem Schlimmsten, und erwartet nicht, dass einem mal ein Wunsch erfüllt wird. Portugals Ü- irgendwas- Trainer Paulo ist auf diesem Weg schon ziemlich weit.
Umso größer ist dann die Freude im Amadora-Stüberl, wenn einem aus heiterem Himmel doch mal ein erfüllter Wunsch in den Schoß gelegt wird. "Erst letzte Woche habe ich mir ja bekanntlich gewünscht, nicht
Herbstmeister zu werden" so ein sichtlich euphorisierter Estrela- Amadora- Coach Paulo. "Natürlich ohne damit zu rechnen, dass das wahr wird. Aber ZACK kam der Orkan "Andie" vorbei und hat die blöde Herbstmeisterschaft auf den Atlantik raus, rüber nach Madeira geweht. Toll. Jetzt dürfen sich die Inselaf... äh, Inselaner damit rumschlagen. Toll! Wenn nur immer alles so einfach ginge! Wobei die Vizeherbstmeisterschaft auch noch ein bisschen viel ist, ehrlich gesagt. Aber da kann bestimmt auch nochmal die ein oder andere Wunschfee zuschlagen!"
Amadora - Nach vier Pleiten in Folge endlich mal wieder ein Spiel gewonnen. Trotzdem ist Estrela Amadora - Coach Paulo nicht gut aufgelegt.
"Warum auch" so der brummige Alttrainer. "Bin ich ne Schallplatte oder was?" Die schlechte Laune Paulos, hört man aus gewöhnlich schlecht informierten Kreisen, kommt wohl vor allem aus seinem Magen-Darm-Trakt, der ihn seit einigen Tagen ans Bett bzw. vor allem an andere Einrichtungsgegenstände fesselt. Sein dokumentierter Ausruf "So eine Riesen-Scheiße hab ich ja selten erlebt" nach der 0:6-Klatsche in Coimbra kann daher nicht eindeutig nur der sportlichen Situation zugeordnet werden.