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Tatort Fukuoka
An einem Postkasten in der Innenstadt von Fukuoka konnte man Avispa-Coach Wolfgang Lippert dabei erblicken, wie er hastig ein Briefkuvert einwarf. Der ehemalige Ost-Entertainer hatte mal wieder eine glänzende Idee, die er der ARD nicht vorenthalten wollte: „Mittlerweile gibt es in Deutschland den Tatort aus gefühlten 120 Städten. Es wird also Zeit für die große internationale Expansion.“ Dabei hatte sich Lippi natürlich auch schon ein schlagkräftiges Ermittlerteam

ausgedacht, das aus Walter Freiwald und ihm bestehen sollte und in seiner Wahlheimat operierte. „Ich habe sogar schon eine Story ausgedacht, hören Sie mal zu: Ein Fahrrad kommt auf mysteriöse Weise vor einer Tankstelle in Fukuoka abhanden. Am Tatort findet man nur eine Mundharmonika und ein Barthaar von Carlo von Tiedemann… Klingt das nicht nach einem genialen Einstieg? Und das allerbeste: Es sind keine Sprechrollen für Simone Thomalla oder Jan-Josef Liefers vorgesehen.“
27.05.2013 18:14 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
1 durch Pearl Harbor
Oder auch: Japanisches Waterloo. Einen mittlerweile gewohnt desaströsen Auftritt legten die japanischen Vertreter in den internationalen Wettbewerben hin. Sowohl in der AFC Champions League als auch im AFC Cup ist seit dem vergangenen Freitag für die Vertreter von Kashiwa Reysol, Kyoto Purple Sanga und Avispa Fukuoka der Feierabend eingeläutet worden. In der Summe also eine erneut ziemlich verkorkste Bilanz, die dazu führt, dass die Zahl der internationalen Startplätze

für Nippon auch mittelfristig überschaubar bleibt. Eine eigenartige Situation, zählt die J-League doch nominell zu den stärkeren Ligen des Kontinents. Doch im Ausland bekommen die Mannschaften aus dem Land der aufgehenden Sonne zuletzt kaum mehr ein Bein an die Erde. Das Aus kommt speziell für Avispa Fukuoka und Trainer Wolfgang Lippert in einem besonders unglücklichen Moment. Denn die Chance, im weiteren Wettbewerb auf einen Australier zu treffen, war dieses Jahr relativ gering.
21.05.2013 20:02 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Glotze aus, Gartenarbeit!
Da war sie also wieder, die Saisonhalbzeit, und bei Avispa Fukuoka hatte mal im Laufe der letzten Woche so einiges gelernt. Ob Weisheiten aus dem Land der aufgehenden Sonne, Empfehlungen zum professionellen Umgang mit einer Mundharmonika oder schlicht, dass am Wochenende der European Song Contest stattfindet. Jener von Lippi ungeliebte Wettbewerb, für den er noch nicht einmal von der DDR nominiert worden war, weil man eine Blamage beim Klassenfeind fürchtete. Aus diesem Grund wird das scheinheilige Wettsingen traditionell vom Ost-Entertainer ignoriert und boykottiert. Nein, ein Lippi hat

natürlich besseres vor an einem Samstagabend, als moldawischen Hupfdohlen bei ihren Gesangsversuchen zuzuschauen, dem Stimmbruch irischer Halbwüchsiger beizuwohnen oder die ehemalige Escort-Dame und jetzige Ehefrau eines zwielichtigen ukrainischen Oligarchen anzufeuern. Daher wird er sich am Samstag auch auf seinen Drahtesel schwingen und seinen Schrebergarten vor den Toren von Fukuoka für den Sommer vorbereiten. Es ist schließlich auch gutes Wetter für Gartenarbeit gemeldet worden, denn zum Zeitpunkt des ESC soll es in der japanischen Präfektur in Strömen regnen.
15.05.2013 19:04 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Brigitte und der Pokal
„Kashiwa Forever… I’ll be waiting… Everlasting… Like the sun…“, dröhnte es erbärmlich aus den Stadionlautsprechern von Kashiwa Reysol, bei denen die Gäste von Avispa Fukuoka im Pokal ein weiteres Mal in dieser Saison untergegangen waren und wo man nun vor dem Aus steht. Während Coach Wolfgang Lippert sich über die mangelhaften Physikkenntnisse der Gastgeber echauffierte („Als ob nicht auch für Sonne in einigen Jahren Feierabend wäre.“), blickte Co-Trainer Walter Freiwald auf alarmierende Umsatzzahlen. Kein

einziges Akkordeon hatte er seit einem halben Jahr mehr in Kashiwa verhökert, seitdem der einheimische Platzhirsch den Markt mit subventionierten Mundharmonikas geflutet hatte. Nein, es war keine gute Woche für Avispa, in der die RTL-Shop-Ikone angesichts des ungeliebten Gegners zudem über fehlendes Losglück lamentierte, was Lippi allerdings ganz anders sah. „Mensch Walter! Wir haben doch beide Karten für den NSU-Prozess bekommen. Da habe ich gestern schon mal schön zwei Handtücher auf Stühle in der ersten Reihe gelegt. Direkt neben irgendeiner Brigitte.“
06.05.2013 20:33 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Brüder zum Freiwald
Eigentlich besitzt Avispa-Assistent und Verkaufslegende Walter Freiwald ein durchaus friedliebendes Gemüt, zumindest solange die Kundschaft freudig Dampfmobs, Waffeleisen oder Messersets bei Avispa TV ordert. Ein Neuzugang hat der RTL-Ikone nun aber gehörig die Petersilie verhagelt, da es sich aus seiner Sicht um einen dreisten Plagiatsfall handelt. Natürlich ist die Rede von Kaiserpokalgegner Kashiwa Reysol und deren Neuzugang Walter Fotzenhobel, der mit seiner Mundharmonika locker-flockig durch die Sashimi-Abteilungen japanischer Kaufhäuser stolpert. Dabei bezeichnet sich der Neotrainer (um mal einen Begriff aus der Schweiz zu verwenden) unbescheiden als

„Walter F.“ und fördert somit natürlich die gewollte Verwechslung mit der ausgewilderten Teleshop-Legende. Diese ärgert sich natürlich in erster Linie auch über die eigene Dummheit, denn Freiwald hätte zuvor selbstverständlich ein Copyright auf die Marke „Walter F.“ eintragen können, was aber zwischen Autolacken und Wasserbetten leider vergessen wurde. Doch irgendwie will im Verein ohnehin niemand so richtig seinen Unmut teilen, zumal Coach Wolfgang Lippert den Urheber des Markennamens ohnehin woanders sieht: „Walter F.? Klar kenne ich den. Das war doch in ein 80er Jahren ein Mega-Hit von Harald Foltermeier.“
29.04.2013 20:10 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Neulich am Tegernsee
So hatte sich Lippi den verdienten Winterurlaub nun wirklich nicht vorgestellt. Seit einer gefühlten Stunde kurvte er nun bereits mit seinem gemieteten Kleinwagen über den Parkplatz des beliebtesten Ausfluglokals am Tegernsee, doch es wollte sich einfach keine Lücke für seinen Dacia Logan auftun. Doch dann bot sich abrupt eine Gelegenheit, als ein Rentnerpaar sich davonmachte. Aber wie aus dem Nichts schoss ein protziges Automobil heran und der Fahrer schnappte dem Coach von Avispa Fukuoka grinsend die seltene Parklücke weg. Während Lippi die Faust in der Tasche ballte, eilte der untersetzte Pulloverträger bester Laune davon. So einfach sollte er nicht aus der Nummer herauskommen,

dachte sich der ostdeutsche Entertainer, während er nach seinem Mobiltelefon griff: „Ja, hallo. Ist da die Staatsanwaltschaft München? … Okay, ich bin gestern über die Schweizer Grenze gefahren, und da ist mir ein Audi A8 aufgefallen, der bündelweise Geldscheine auf der Rückbank gebunkert hatte. Das Kennzeichen lautete M – UH – 1 und neben dem Nummerschild befand sich so ein „I-love-Würstel“-Aufkleber… Ja, man hilft ja immer gerne, wo man kann. Auf Wiederhören!“ So, sollte der Kollege doch auch ein bisschen leiden. Lippi hatte jedenfalls die Nase voll vom Tegernsee und stellte statt dessen „Wittstock“ in seinem Navigationssystem ein.
24.04.2013 20:50 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Das Ende der Würfelqualle
Sie ist im Westen Japans ein gefürchteter Zeitgenosse: Die Würfelqualle. In den letzten Jahren haben sich die Bestände der wabbeligen Kameraden massiv vergrößert, was zuletzt auch große Auswirkungen auf die japanische Fischwirtschaft verursachte. Denn wann immer ein Fischschwarm mit dem feisten Nesselgift der Quallenart in Berührung kommt, verkürzt sich seine Lebenszeit auf nur noch wenige Momente. In der Folge kam es vor, dass die Fischer im Japanischen Meer nur noch eine glibberige Quallenmasse

garniert mit einigen toten Fischen aus dem Wasser zogen. Bis dato war gegen den fiesen Eindringling und Schädling noch kein Gegenmittel bekannt. Aber nun haben einheimische Forscher festgestellt, dass die akustische Beschallung mit Lippis Steinzeit-Mega-Hit „Erna kommt“ bei den Quallen dazu führt, dass jeglicher Fortpflanzungstrieb unmittelbar zum Erliegen kommt. Es besteht also berechtigte Hoffnung, dass die Fischer in Nippon demnächst aufatmen können und die Würfelqualle wieder in der Tiefsee verschwindet.
17.04.2013 18:22 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Putinmania 2013
„Weshalb springen eigentlich immer nur beim griesgrämigen Putin und niemals bei uns in Fukuoka die barbusigen Damen aus der Torte?“, fragte ein neidischer Avispa-Coach Wolfgang Lippert, während er im Fernsehen die Berichterstattung über die Hannover-Messe verfolgte. Nun, vermutlich weil eine derartige Performance vor Lippi für ukrainische Aktivistinnen in etwa so cool wäre wie für einen tumben Nazi mit dem Tour-Bus von Andrea Berg bei der Freien Kameradschaft Zeulenroda vorzufahren. Und auch in punkto Diktatur und

Despotismus kann Lippi (trotz seiner Honni-Erfahrung) dem lupenreinen russischen Präsidenten mit den Schießscharten-Augen nun beim besten Willen nicht das Wasser reichen. Selbst gegen seinen Kompagnon Walter schneidet der ostdeutsche Entertainer bekanntlich schlecht ab, sobald dieser seine Pfannensets und Wunderstaubsauger in die Waagschale wirft. Insofern sollte die Marschrichtung für die zukünftige Außendarstellung von Lippi klar sein: Ein bisschen mehr Putin, viel weniger Tütenwein aus dem Lidl. Auch wenn es schwerfällt.
11.04.2013 20:00 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Zuggespräche in Peru, Teil 8
(Ein Norweger, ein Mann mit fettigen Haaren und ein Medizinstudent haben den Bahnhof von Lima nun schon vor einer ganzen Weile verlassen und tuckern durch die unbekannte Landschaft.)

Norweger: „Das dauert aber, bis man den nächsten Ort erreicht. Es kommt mir vor, als seien wir schon Tage unterwegs. Geht es Ihnen eigentlich mittlerweile wieder besser?“
Mann mit fettigen Haaren: „Die Kopfschmerzen haben schon nachgelassen und auch die Schnittwunde an der Hand tut nicht mehr ganz so weh. Aber bei der kommenden Reise sollten Sie Ihre Sprungskier trotzdem nicht so achtlos in das obere Gepäcknetz werfen!“
Norweger: „Sie haben gut reden! Wissen Sie, was so ein Paar Skier kostet? Dank Ihres Dickschädels ist zudem die Bindung völlig hinüber. Außerdem hatten wir ja einen fachkundigen und studierten Mediziner verfügbar, da können Sie wirklich nicht meckern.“
Medizinstudent: „Na, so ganz ausgelernt habe ich noch nicht. Aber dann hätte ich mich auch geweigert, einen Kassenpatienten ohne Vorauszahlung zu behandeln.“
Mann mit fettigen Haaren: „Schönen Dank noch mal!... Nanu, was ist das denn?

Das sieht ja aus wie der Kilimandscharo!“
Norweger: „Hören Sie mal: Wir sind in Lima losgefahren, das liegt im südlichen Teil von Amerika. Der Kilimandscharo befindet sich in Afrika. Da ist dazwischen eine ganze Menge Wasser… Moment, wie kann das denn sein? Das ist ja der Fujiyama!“
Medizinstudent: „Das würde zumindest erklären, weshalb man die ganzen Schilder nicht lesen kann. Und wie die indigene Bevölkerung Perus sehen die Menschen hier auch nicht aus.“
Mann mit fettigen Haaren: „Wie, Sie können den Peruanern in die Gene schauen?“
Medizinstudent: „Nein, das haben Sie falsch verstanden. Indigen bedeutet… ach, ich kann den Peruanern in die Gene schauen, ja“
Norweger: „Gucken Sie mal da auf dem Werbeplakat, da machen zwei ekelhafte Typen Reklame für die heimische Fußballliga. Was steht da? Support your team, support the J-League. Enjoy football with KiMu and Lippi.
Mann mit fettigen Haaren: „Furchtbare Gestalten. Ich werde mal zum Lokführer gehen und ihn bitten, zügig Gas zu geben. Aus diesem unwirtlichen Land sollten wir schnellstens verschwinden.
04.04.2013 16:40 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Ehre, wem Ehre gebührt
Endlich schien es, als hätten die japanischen Götter ein Einsehen mit Avispa-Coach Wolfgang Lippert und würde der ehemalige Showmaster aus dem Osten in Nippon die längst verdiente Anerkennung bekommen. Denn nach zwei Meisterschaften in Folge in der J-League hat es sich das Präsidium von Avispa nicht nehmen lassen, eine Ehrentafel zu stiften und diese am Haupteingang zum Stadion an prominenter Stelle zu errichten. Auf dieser sollten die Verantwortlichen eine Würdigung erfahren und an die großen Erfolge der vergangenen beiden Spielzeiten erinnert

werden. Und so kann man nun auf einer eindrucksvollen Marmortafel den folgenden Text vorfinden: „Avispa Fukuoka: Meister Saison 36 und 37. Als Anerkennung an einen unvergleichlichen Erfolg unter der fachkundigen Hand von Gurkenlegende Achim Mentzel sowie dem Verkaufsgenie und Co-Trainer Walter Freiwald“ Leider hatte ein angetrunkener Steinmetz die Buchstaben etwas zu groß gewählt, so dass der restliche Text „und Coach Wolfgang Lippert“ nur noch Platz auf der Rückseite des Marmorblocks fand. Es war aber auch ein Kreuz mit den Japanern.
26.03.2013 20:13 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Die Blumen des Bösen
Les Fleurs du Mal. Viele Blumensträuße hatte Avispa-Coach Wolfgang Lippert in den vergangenen Wochen von seinen Rivalen aus der J-League erhalten. Verbunden mit vorzeitigen Glückwünschen zur Titelverteidigung verteilte die Konkurrenz duftende Rosen und Narzissen an den ostdeutschen Ex-Entertainer. Allerdings war Lippi und Walter Freiwald nicht verborgen geblieben, dass die Japaner die Gaben zwar mit einem Lächeln überbrachten, dabei aber stets das geschliffene Samurai-Schwert hinter dem Rücken der Gratulanten lauerte. Und so muss es nicht

verwundern, dass es kurz vor dem Saisonende ziemlich eng geworden ist im Kampf um die japanische Meisterschaft, auf die sich noch drei Teams berechtigte Hoffnungen machen dürfen. Dabei hat die Schicksalsgöttin einen eigentümlichen Namen und ist (für eine Schicksalsgöttin seltsam) auch noch männlich. Insofern gilt es für Lippi & Co. am Freitag den Dreierpack mit Krawall aus Toyama, Vespa Muchacho und Mythos Hockeyclub unbeschadet zu überstehen und bis dahin den Konsum an Nordhäuser Doppelkorn zu zügeln. Möge die Übung gelingen.
04.03.2013 19:36 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Neulich bei der Lufthansa
„Mensch Hotte, alter Gartenzwerg und Managementpraktikant, dass wir beide einmal in der Economy nebeneinander sitzen würden, hätte ich nicht gedacht. Ist wohl doch nicht so weit her mit der Kohle bei Königsblau, oder? … Ja sicher, ein bisschen sparen ist sicher nicht schlecht, dann geht vielleicht auch der Holtby nicht stiften… Aber sag mal, stimmt es eigentlich, dass die alte Hollandhupe über Dich gesagt hat, dass Du das Format und das Rückgrat einer Amöbe hättest und so überfordert bist wie die Al-Qaida auf dem Christopher Street Day? … Ach, das hast Du noch nicht gehört. Ich will Deine Laune nicht trüben, denn ich weiß, dass ein Nichtraucherflug von einer Stunde nicht so Deine Sache ist. Aber Mensch, Ihr hättet

doch statt der übellaunigen Käseglocke immer noch den ollen Jens in der Hinterhand, der könnte doch auch Eure überschätzten Söldner trainieren. … Nein, nein, das ist doch ein positiver Typ und ein toller Charismatiker, der würde die Sport-Bild und die Regenbogenpresse sofort um den Finger wickeln. Und dann haut Ihr sicherlich mit links am Mittwoch die Mainzer aus dem Pokal, da kann doch nichts schief gehen. … Nein, nichts zu danken. Wie Du weißt, Du kannst den Lippi immer gerne anrufen, da gibt es meistens einen guten Ratschlag gratis. … Aber obwohl, Euer Chef könnte gerne mal eine Containerladung Würstchen nach Fukuoka schicken. Du weißt ja, alle zwei Sekunden trifft für Schalke das Bolzenschussgerät, he he.“
23.02.2013 22:02 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Von Köln bis zum Uranus
Nach einem Kurzaufenthalt in Deutschland war Avispa-Coach Wolfgang Lippert am Aschermittwoch wieder nach Japan zurückgekehrt. Zuvor hatte er sich neben einem Veilchen auch ein lebenslanges Aufenthaltsverbot beim Kölner Karneval eingehandelt, was der ehemalige Showstar aus dem Osten partout nicht verstehen wollte: „Komische Typen, diese Rheinländer. Tun immer so lustig, aber kaum sagt man einmal, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf viel schöner ist, kriegen die Domstädter schlechte Laune und werden handgreiflich.“ Dabei hatte sich Lippi noch bemüht, die Wogen zu

glätten und in der lokalen Kathedrale einige Avispa-Devotionalien in den Klingelbeutel gestopft. Wobei er vielleicht zuvor besser die Präservative und den lilafarbenen Massagestab weggelassen hätte. Wäre er nicht im Land der Atheisten groß geworden, hätte man in wohl noch auf der Stelle exkommuniziert. Insofern kommt Lippi aufgrund seiner akuten Konfessionslosigkeit auch leider nicht für die Stelle als Papst infrage, auch wenn man sich in punkto Weltgewandtheit und Sympathie kaum einen besseren Kandidaten vorstellen kann – zumindest nicht für den Saturn oder den Uranus.
18.02.2013 19:40 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Lippi im Kölner Karneval
Große Ehre für Avispa-Coach Wolfgang Lippert: Der Kölsche Karnevalsverein Zappelige Zotenkönige hat den ostdeutschen Entertainer und Gelegenheitsschauspieler dazu eingeladen, als „Stargast“ auf dem Prunkwagen mitzufahren. Gut, zugegeben, zuvor hatten Kati Karrenbauer und Dieter Schlindwein abgesagt, so dass die Wahl dann aus merkwürdigen Gründen irgendwie auf den Brillenträger aus Ost-Berlin gefallen war. Die Tatsache, dass er eigentlich nur mindestens

dritte Wahl gewesen ist, tat der guten Laune von Lippi allerdings keinen Abbruch: „Ist doch super hier mit der Narrenkappe auf dem Wagen mitzufahren. Super Stimmung, tolle Leute, das kann ich jedem nur empfehlen… Kölle Helau! Kölle Helau! Kölle Helau!... Was schaut ihr auf einmal so grimmig? Kommt, jetzt wird fröhlich weiter geschunkelt. Aber vorher könntet ihr mir mal ein schönes Altbier bringen, diese urinfarbene Plörre geht ja gar nicht!... Helau! Helau! Auuuu!“
12.02.2013 21:30 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Die Goldene Mistgabel
Arglos hockte Avispa-Coach Wolfgang Lippert im heimischen Wohnzimmer und schaute sich die Gala zur Verleihung der Goldenen Kamera im ZDF an. Eigentlich als wertvolle Einschlafhilfe gedacht, stellten sich beim ostdeutschen Entertainer schnell alle Nackenhaare auf. Da hatte man im Springer-Verlag doch tatsächlich „Wetten, dass…?“ zur derzeit besten Unterhaltungssendung gekürt! Gut, beim ZDF musste man damit rechnen, dass die Geronten als Nominierungsvorschläge ansonsten nur noch „Dalli Dalli“ mit Hans Rosenthal und „Was bin ich?“ mit Robert Lembke als alternative Siegkandidaten ins Rennen geschickt haben.

Können die beim Springer-Verlag denn die New York Times nicht lesen? Jedenfalls verfinsterte sich Lippis Mine noch weiter, als der Südtiroler Schmierlappen Markus Lanz die Bühne betrat und grinsend die goldene Trophäe abräumte wie ein Schakal ein einbeiniges Beuteltier. Lippi konnte sich dagegen kaum beruhigen: „Haben der fiese Gottschalk und dieser belanglose Fuzzi die Sendung in den letzten 20 Jahren nicht komplett herabgewirtschaftet? Doch, genau das haben Sie! Eine Goldene Mistgabel hätte der Lanz verdient!“, rief der Trainer aus Fukuoka wütend, bevor die Fernbedienung im Bildschirm des Nordmende-Gerätes verschwand.
04.02.2013 10:18 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 
Kein König im Kaiserreich
Und wieder einmal war von RTL ein Dschungelkönig gekürt worden, ohne dass Avispa-Coach Wolfgang Lippert in den Kampf um die Krone eingreifen konnte. Dabei hatte sich der Ex-Entertainer aus dem antikapitalistischen Osten doch eigens beim Sender beworben. Doch dort wurde schnell das Urteil „Zu unbekannt“ gefällt und dann die letzten Verträge an die Mutter von Toni Curtis und die Tochter von Daniela Katzenberger geschickt – oder so

ähnlich. Jedenfalls hockte Lippi verärgert in Fukuoka vor seinem verpixelten TV-Bildschirm, während sich eine unbekannte Amöbe als neuer Titelträger feiern lassen konnte. Am schlimmsten war aber, dass RTL sogar eine Anfrage an Co-Trainer Walter Freiwald gerichtet hatte, dieser aber mit einem freundlichen „So bescheuert bin ich nun auch nicht!“ dankende Ablehnung kundtat. Verdammtes RTL! Die Kölner waren doch nur eine miese Ausgeburt der Hölle.
30.01.2013 19:10 - Wolfgang Lippert - Avispa Fukuoka (0.3 TK)
 


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