Diese Woche kamen pikante Details über Avispa Fukuokas Verpflichtung von Walter Freiwald zu Tage. So neu war die Idee anscheinend nicht einen Fernsehmarktschreier auf die Co-Trainer Position zu bugsieren, denn auch bei Yokohama dachte man darüber nach, allerdings zielte man es hier auf den DSF-Österreicher mit seinen Messern aber. Der Nägel-schneidende, Ananas-zerstückelnde Lustgreis, war schon per Flugzeug nach Japan unterwegs, doch zu seinem Unglück in der selben Maschine wie
Verkaufsgott Freiwald. Sofort zog er seine Ultramesser um dem Kontrahenten an die Gurgel zu gehen, doch was mußte er feststellen? Die Messer waren stumpf - allesamt! Seine Werbung eine Lüge und er selbst war drauf reingefallen. Da war es schon zu spät, Freiwald wickelte ihn in 10Lagen von Heizdecken und grillte den sympathischen Österreicher bis zum Kreislaufkollaps, als dieser 1 Stunde nach der Landung erwachte, war Freiwald über alle Berge und er entschied sich gegen ein Engagement beim Yokohama FC.
So, oder so ähnlich lief der Trainer von Yokohama ganz Burger King like aus dem Stadion hinein in den Dienstag Abend, denn er fühlte sich als hätte er was geklaut. Kein Wunder, hatte doch niemand mit den 6 Punkten gerechnet und das auch noch mit dem 4.Sieg mit nur einem enzigen Tor Vorsprung. Da bewegt sich ordentlich was in Yokohama. Frei nach Takeshis Regel Nummer 2: "Nur ein nasser Trainer ist ein guter Trainer!" fiel der Coach auch noch voller Übereifer ins Meer. (Viele der Zeitungen sind auch noch voller Artikel
über Eifer und mehr - muss man nicht verstehen, aber fast die selben Worte und völlig andere Bedeutung :-))
Genug der Spielereien, denn gehn ugs die Yokohamarer nicht, nein, die Spieler eiern. (Jaja, gehobene Wortspielkunst, fast so wie die Spielkunst vom FC)
Wie man eindrucksvoll (im wahrsten Sinne des Wortes hier eingedruckt) sieht, ist in Yokohama momentan der Spaß groß und genauso die Verwirrung über den unerwarteten Erfolg. Ob das so bleibt sehen wir, wenn das auf-den-nächsten-Spieltag-warten erfolgte.
Man sollte meinen, dass Tagesabläufe, wenn sie 1,5 Jahre lang nicht praktiziert werden auch irgendwann vergessen werden, doch anscheinend ist dem nicht so. Aufgeregt rannte KiMu heute durch die Kabine, versuchte verzweifelt eine ähnlich geniale Taktik wie am letzten Spieltag auszutüfteln und wartete ungeduldig auf seine Mannschaft. Der Kopf wurde roter, das Herz schlug schneller. Wo sind nur alle geblieben? Bis er in seinen Kalender Kuckte und er mit einem Mal
laut zu lachen begann. Die neuen Spielpläne setzen die Begegnungen Dienstags an! Es ist Freitag und er hat noch 4 Tage um sich etwas zu überlegen. Irgendwie hatte er immernoch den alten Rythmus drin.
Aktuell liegt man kurz vor den Abstiegsplätzen, doch punktemäßig ist alles dicht gedrängt und die Tabelle somit wenig aussagekräftig.
Dennoch sitzt der Trainer weiter in der Kabine um den goldenen Einfall für Dienstag zu erzwingen.
"Nur ein dreckiger Spieler ist ein guter Spieler!" Zumindest nach den Regeln des hochgeschätzten Takeshi Kitano waren alle Spieler in der Schlammschlacht gegen die Kashima Antlers in guter Form, den sauber verließ den Platz keiner nach dem 1:0. Knapp war sogar dieses eine Tor, nach einem Distanzschuss blieb der Ball 30cm vor dem Tor der Antlers in einer Schlammpfütze stecken, doch Mishima reagierte am scnellsten und drückte den Ball über die Linie. Mit zunehmender Spielzeit wurde der Platz immer unbespielbarer und so blieb es bei diesem
knappen aber verdienten Sieg.
Anders gegen Osaka, das Wetter war toll, die Spieler sauber und am Ende ging man mit gesenktem Haupt und 5 Gegentoren nach Hause, da halfen auch die 2 Tore nichts. Und wenn es hier heißt man ging nach Hause, dann heißt das bei KiMu man fuhr mit dem Fahrrad. Und wenn es heißt mit gesenktem Kopf, dann bedeutet das, die Spieler fuhren reihenweise gegen Laternen. Das war dann wohl der Grund, das zum heutigen Auslaufen gerade einmal 9 Spieler anwesend waren. Immerhin liegt man mit 3 Punkten im Soll, genau wie 15 der restlichen 17 Teams.
Endlich kann KiMu die Früchte des Erfolgs ernten. über 1,5 Jahre ist es nun her dass er den Yokohama FC in Japans Oberhaus führte, ein Spiel bestritt er dort bisher noch nicht, denn die Maschinerie kam ins stocken. Doch Anno 2009 ist es endlich soweit, dabei sah es lange danach aus als würde der Trainer der schon in Singapur und den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig war, den Honda gegen einen TATA tauschen und den Weg in die Heimat von Gandhi antreten. Das einzige was dies verhindern konnte war der mehr als unwahrscheinliche Aufstieg. Irgendwie schaffte man die damals doch und so
bleibt der Trainer erstmals einem Verein über eine Saison treu. Dabei ist er nichtmal bescheiden:
- Die lange Pause setzt die Ausgangslage für alle auf 0, es war noch nie so leicht als Aufsteiger Meister zu werden -
als Ziel wollte er es dann dennoch nicht ausgeben. Man müsse natürlich zu allererst mal schauen dass man drin bleibt.
Das Training ist bisweilen etwas altmodisch, Medizinbälle, alte Gewichte und viel viel Lauftraining. Innovationen können eben immer in die Hose gehen, da bleibe er lieber bei Altbewertem meint KiMu und bisher habe das ja auch gefruchtet.