...das hat sich Bernd W. gedacht, als er den Paten letzte Runde sah: 2xgegen River Plate an einem ZAT...was ist denn das nun wieder für eine Sch..."öne und aufregende Herausforderung"? Der W. hat gelernt, diese Saison mit Humor zu nehmen, denn viel andres bleibt ihm nicht übrig...und eines ist klar: die Karten sind für alle gleich verteilt. Und nun diese Woche die nächste Chance: wieder 2 Paten und wieder sehr seltsame Konstellationen und
der W. fragt sich warum und warum ausgerechnet gegen die beiden? Doch der Groupier lässt nicht lang auf sich warten und mein "Rien ne va plus"...nichts geht mehr...oder auch "nada va mas", wie der Los Andinese sagen würde. Doch geht wirklich nichts mehr? Die Hoffnung stirbet zuletzt und aufgeben tut man einen Brief..."mit diesen Kalendersprüchen und Binsenweisheiten peitscht der W. seine Mannschaft auf die entscheidenden letzten Meter ein...
Der W. ist sich sicher er spielt in der härtesten Liga der Welt. Doch er wird immer unsicherer ob das die vielzitierte, heimische Liga am Balkan ist, oder nicht doch eine fast vergessene Liga am Ende der Welt, irgendwo zwischen dem Rio de La Plata und den ewigen Weiten der Pampa. Erst letzte Woche hat es den W. wieder erwischt: einer gewissen Cop-Logik nach hätte es ein Heim-1:0 sein müssen gegen einen TK-Schwächling...der W., ganz Sicherheitsmensch wägt allen Irrsinn, der möglich ist in dieser Liga, ab und will
sich selbst abwatschen, wie blöd er sein kann, eine Heim-4 zu setzen, wenn es doch die Drei auch tut. Aber sicher ist sicher, vor allem gegen Grössenwahnsinnige...und der W. wollte seinen Augen nicht trauen, als er das Endergebnis sah: 4:4...okay, da wird das ganze unlustig, wenn der QAufstiegskampf offenbar von anderen nicht ernst genommen wird und einfach irgendwas gesetzt wird ohne Rücksicht auf ein höheres Ziel und nur für den Sieg des Augenblicks...die Tausendmalrotweissgestreiften in jedem Fall haben ein Ziel...
Der Weg ist mit Steinen gepflügt und das macht das Wandern zu einer Tortur. Wie bei einer Besteigung eines Andengipfels kommt sich CALA-Trainer Bernd W. vor. Immer ein Schritt vor den anderen setzen, gleichmässig atmen und nicht beginnen zu hetzen oder darüber nachzudenken, wieviele Höhenmeter noch zu schaffen sind. Denn solche Gedanken bringen einen nur aus dem Gleichgewicht und man eigentlich stehenden
Fusses umkehren und ins Tal zurück, um dort eine Flasche Mendoza zu geniessen. Doch was ist schon einen Flasche Mendoza gegen das Kreuz des Südens vom Gipfel des Aconcagua aus betrachtet. Was ist eine Flasche Mendoza gegen den Flügelschlag des Condors, der dir auf 5000 Meter um die Ohren weht? Was ist eine Flasche Mendoza gegen den Höhenrausch, der dich befällt, wenn du auf 7000 Meter gähnst...nichts. Nada.
Und weiter geht die Rückrunde in der Nacional B und die Tabelle zeigt die unglaubliche Dichte in dieser Liga. Nur wenige Punkte trennen die Spitzenplätze vom Mittelfeld und der Einschätzung von Bernd W. nach kämpft mindestens die halbe Liga, wenn nicht sogar mehr als 10 Mannschaften noch um den Aufstieg in die Primera Division. Konzentration heisst die Devise und keine Voreile, denn bei diesem Teilnehmerfeld kann ein Fehler schon der Fehler zuviel sein, der am Ende Kopf und Kragen
kosten kann. Doch die Aussicht auf die Primera ist auch nicht allzu rosig. Genau 3 von 4 Aufsteigern stehen nämlich momentan auf Abstiegsplätzen, was heisst, dass die alteingesessenen Primera-Powerhäuser es auf die Aufsteiger besonders abgesehen haben. Nach der Hinrunde in der Nacional B kann der W. gar nicht mehr sagen, welche Liga eigentlich stärker ist, aber eines weiß er in jedem Fall: die CALA legt heuer eine ganz andere Performance hin als im verpfuschten letzten Jahr...
Das waren die einzigen Worte, die das Präsidium der CALA dem Trainer Bernd W. an den Kopf geworfen hatte, als sie die Hinrundenstatistik gesehen hatten. Um ehrlich zu sein, hatte das Präsidium eine etwas bessere Performance von W. erwartet.
Doch der W. lässt die Anschuldigungen nicht auf sich sitzen und kontert:
"Die Herren vom Präsidium glauben wohl, wir hätten es hier mit einer Pimperl-Liga zu tun. Vielleicht sollten die Herren vom Präsidium einmal ihren Arsch vom fetten Nussholztisch
des CALA-Besprechungszimmers hochheben und sich ins Stadion bequemen. Dann würden sie sehen, dass diese Liga die zweitstärkste in ganz Südamerika ist. Die Fans wissen, wovon ich spreche, die sind ja immerhin jeden Freitag zugegen. Was man vom satten CALA-Establishment nicht sagen kann. Eines kann ich mit Gewissheist sagen: Wenn wir diese Saison erfolgreich abschlissen können, dann liegt es in 1. Linie an der Mannschaft, an 2. Linie an den Fans, und in 3. Line an, bescheidenerweise, mir selbst. Das Präsidium hingegen kriegt ein Danke für Nichts.
Und weiter geht diese nervenaufreibende Saison in der Nacional B und wie auch letzte Woche und in den Wochen davor geht es wieder gegen direkte Konkurrenten um den Aufstieg. Angesichts der Dichte in dieser Liga und der unglaublichen Stärke der Teams finden an jedem ZAT Spitzenspiele, Schlüsselspiele und direkte Duelle um den Aufstieg statt. Keinen Fehler machen, heisst es dabei, denn noch ist gar nichts, absolut gar nichts entschieden. Da gibt es einige TK-Sammler, die am Ende dann wieder Punkte lassen mit zuvielen 6:6, da gibt es TK-Verschwender, die man schon verloren glaubt und die am Ende mit knappen Siegen reüssieren...der W. hat schon zuviel erlebt und gesehen, als dass er sich hier eine Prognose abgeben trauen würde...auf einen guten ZAT.
Ein hartes Brot ist das Fristen in der Nacional B. Und wer wenn nicht Bernd könnte wissen, wie hart ein Brot sein kann, ist doch Bernd Spezialist für Brot. Das Darben in der Nacional B hat fast etwas Biblisches, so weit in die Wüste geschickt fühlt man sich hier. Doch wenn jemand glaubt, dass dies eine schwache Liga ist, dann wird er hier eines Anderen belehrt. So mancher hat sich hier schon die Zähne ausgebissen und ist ganz kläglich gescheitert. In der Nacional B sieht man Argentinier kämpfen wie um den letzten Bissen Brot. Keine Spur von der Eleganz eines Maradonas oder Messis, hier ist der Überlebenskampf das tägliche Brot der Trainer. Und Wehe, du machst einen Fehler, die Saison ist schneller versemmelt als du denkst.
Patenzüge sind Scheisse. Ligen mit Paten sind Scheisse. Paten sind…ok, sie können nichts dafür. Man kann sich ja nicht aussuchen, ob man Pate ist oder nicht.
Der Patenonkel von W. in der Nacional B war nun schon zum wiederholten Male die allseits bekannte Nullnummer Graf Zahl. "Nichts leichter als das!", würde da die geneigte Copagemeinde wohl laut auflachen. Und genau das dachte sich auch der W.: "Pate Graf Zahl? Nichts leichter als das!"
Denn es ist ein offenes Geheimnis in Argentinien, dass jeder das Setzverhalten des Rosariers wie ein offenes Buch lesen kann.
Also:
Estudiantes vs Newells: ganz klar, der Graf setzt Null. Wenn da bloss nicht der Wechsel bei Estudiantes gewesen wäre. Denn als der W. im Urlaub sah, dass Estudiantes vom frechen donmh übernommen wurde, der sich auch in seiner typischen Manier gleich wieder verabschiedete, da wusste der W., dass der Graf wusste, dass dies seine Chance ist.
Nur dass der W. da schon in den Bergen (Alpen statt Anden!) und ohne Netz verweilte und es da für ihn zu spät war, seinen Zug zu ändern. Resultat: 3:5 grmmmpfffh.
Und der W. schwört: “Bei den tausend rotweissen Streifen von Los Andes, Herr Graf, der Zahltag wird kommen!”
Der W. streift so durch die Zeitungslandschaft von Copa, muss einmal mehr, einmal weniger lachen, als ihm plötzlich ein Fehltritt der Sonderklasse ins Auge springt: "Sie meinen jetzt hinsichtlich des Penisses?" schreibt in der Zeitung der Primera Vinnie Armando Jones, Trainer von C.A. Boca Juniors, dem wohl bekanntesten Verein Argentiniens.
W. ist zwar kein Kenner des Griechischen (Achtung: Wortspiel !), doch etwas in ihm sträubte sich gegen den Ausdruck
"des Penisses". Obwohl W. selbst keine Ahnung hatte, was denn der Zweite Fall von "Penis" sein könnte, sagte allein sein natürliches Gefühl für Sprache ihm, dass der Genitiv von Penis nicht "des Pennisses" sein kann.
Also nachgeachsut auf LEO, Google oder Wikipedia oder wie sie alles heissen und des Rätsels Lösung war schnell gefunden. Und siehe da, der Genitiv von Penis lautet Penis !.
Die ZATs vergehen und schön langsam beginnt CALA-Trainer Bernd W. Gefallen zu finden an seiner neuen Liga.
20 Vereine, das hat der W. schon immer gerne gemocht, und die paar Paten peppen die Liga gleich nochmals etwas auf, zudem diese ja allesamt altbekannte Trainer aus der Primera sind. So spielt der W. auch in dieser Saison gegen Leute wie skuab81, Oberlehrer Jähning oder die aristokratische Nullnummer...
Nur die Zeitungslandschaft lässt etwas
zu wünschen übrig. Ausser den äusserst ambitionierten Artikeln der Call Boys und dem zu begrüssenden Engagement des Neuen von Crucero Del Norte ist da nicht viel los. Hoffentlich meldet sich Chuck Norris wieder zu Wort, nachdem er Nordkorea KO geschlagen hat.
Racing und sein Trainerparfüm fenris Nummer 5 sind wieder mal ein Totalausfall. Aber nun mal ehrlich: nichts Anders hat der W. erwartet: "Ich konnte den Typen noch nie riechen..."
Los Andes heisst die Anden und gemeint sind damit die Berge zwischen Argentinien und CHile. Der Trainer der CALA ist ja maximal ein Alpinist, der bei 3000 Metern schon einen kurzen Atem bekommt. Und nun muss dieser Schmalspurbergsteiger in die bis zu 8000 Meter hohen Anden, um die unwegsame Nacional B zu durchqueren. Und das nochdazu ohne Sauerstoffgerät. Wobei das noch das Mindetse ist, denn für den W.
ist ja eher das Kohlendioxid wichtig, das man braucht, um das Bier ordentlich zu zapfen. Denn aus dem Co2 und dem Wasser wird durch das Zapfen das Bier mit H2CO3 versetzt, also mit Kohlensäure, die dem edlen Hopfengetränk dann erst die notwendige Spritzigkeit gibt, um nach ein oder zwei Schluck so einen richtig herrlichen Rülpser loszulassen.
In diesem Sinne
Prost
Schluck
Rülps
UNgewohnte Namen, ungewohnte Paarungen und ein zu hoher Anteil an trainerlosen Vereinen, so beginnt der Ligaalltag also in der Nacional B, der sich Club Athletico Los Andes mit Trainer W. stellen muss. Was sagt W. im INterview: "eine Schande, dass es so vielel freie Vereine gibt, immerhin ist das die zweitstärkste Liga Südamerikas. Ich hoffe, dass im Laufe der Saison doch einige Trainer den Weg in die Nacional B finden werden, denn die
Attraktivität von Argentinien ist ja doch wohl etwas höher einzuschätzen als die einiger Nachbarländer wie Chile, Peru oder auch Brasilien..."
Heute nachmittag wird Papst Franziskus mit der CALA und Bernd W, eine Messe im Estadio Gallardon feiern und die CALA für die Saison segnen. Entgegen der offiziellen Meinung, dass Franziskus San Lorenzo-Fan wäre, weiss W. nämlich besser, wem der Papst die Daumen Gottes hält...
Heute ist der Tag einer der grössten Niederlagen des Bernd W. seit er bei Copa ist.
Der W. hat die schlechteste Saison seines Lebens gespielt und die Primera Division hat ihn dafür abgestraft. Heute bekommt der W. die Rechnung dafür präsentiert, dass er gegambelt hat, wo nichst zu gambeln war, dass er emotional statt rational gesetzt hat, und dass er sich von Rachsucht hat leiten lassen, wo Vernunft gefragt waren. Der W. hat gedacht er ist schlauer als alle anderen und kann sie mit seiner Ausgefuchstheit überraschen.
Das war die Hybris des Bernd
W.
Der W. hat verloren auf allen Längen und muss nun den bitteren Gang in den fussballerischen Keller antreten. Das tut ihm besonders W., hat er doch die CALA in Saison 25 übernommen und aus den Tiefen der Nacional B in die Primera geführt.
Die vielen Saisonen mit der CALA in Argentinien haben den einstigen Boca-Juniors Fan W. zu einem CALA-Fan werden lassen. Die CALA hat sich richtiggehend in sein Herz eingechlichen, 12 Saisonen lang, und aus einem blaugelben Herzen wurde ein tausendmalrotweissgestreiftes...
Und dieses Herz blutet heute.
Der W. ist fuchsteufelswild. Die CALA ist die Schießbude der Liga. Jeder mittelmässige Student glaubt, eine super Taktik gefunden zu haben, wenn er in der Hinrunde mit der Auswärts-Sechs punktet. Das hatte zum letzten Mal der schwachsinnige Trainer von Racing probiert: in der 3. Runde die Auswärts-Sechs. Danach ist er abgestiegen und mittlerweile Geschichte (gottseidank). Und Racing wird nun wieder von fenris “trainiert” (falls man das angesichts der Anzahl seiner NMRs so nennen kann.)
Doch der W. hält in seinem Zorn dagegen: die 6, die er bekommt, die gibt er zurück. Am besten gleich. Spätestens in der Rückrunde. Aber allerspätestens nach dem Wiederaufstieg...
Denn der W. hat ein Elefantengedächtnis und der W.
ist nachtragend. Der W. ist ein Mafioso: Er vergisst keinen Gefallen, den du ihm getan hast. Aber er vergisst auch keine Tat, die sein Mißfallen geerntet hat: W.'ndetta.
Doch heuer hat es der W. übertrieben mit der Rache: Seine Rachsucht hat ihn in den Keller getrieben. Blind vor Rache hat er die wirklich wichtigen Spiele übersehen. W. weiß, dass er selbst schuld trägt. Und das macht ihn nur noch zorniger als er ohnehin schon ist. Er will es nicht wahrhaben, doch er wird sich wohl gemeinsam mit Tom Magnum zum 3. SMler in Argentinien gesellen: fenris, seines Zeichens Letzter der Nacional B. Dobre Noc.
Doch der W. wird wieder kommen. Und dann betet, dass Eure Urgroßeltern keinen Fehler der CALA gegenüber gemacht haben...
Nun ist es endlich herausen: Thomas Magnum und Bernd W. 4 ist ein Doppelaccount. Viele haben es schon seit langem vermutet, war da doch immer diese blöde Rederei von Serbien und der SM und von den Jungs von der Tankstelle und so weiter. Doch niemals hätte man gedacht, dass das Doppelaccount W.4-Magnum noch die Frechheit besitzen könne, in der argentinischen Liga ebenfalls ihr Unwesen zu treiben. Doch die Geschichte hat nun allem Anschein nach ein Ende gefunden, denn Thomas Magnum wurde nicht nur mehrfach von Talleres
de Cordoba entlassen in der letzten Woche, nein, auch sein Doppelaccount bei CA Los Andes hat er nun verloren: Es ist hiermit offiziell bestätigt, dass THomas Magnum auch von CA Los Andes gefeuert ist.
Das sinkende Schiff CALA ist somit von der vorletzten Ratte verlassen worden, während die letzte sich noch krampfhaft mit einer schiefsitzenden Kapitänsmütze auf dem Kopf ans Ruder klammert. Und Hans Andes, äh Hans Albers singt "Kap Hoorn liegt auf Lee, nun heisst es auf Gott vertrau'n..."
Bernd W. ist angekommen.
Nacional B.
B wie Bernd.
Naja, immerhin besser als Nacional W.
Da wäre der Weg zurück ein etwas breiterer...
Nacional B.
Der Keller Argentiniens.
Nacional B.
Die zweitstärksten Liga Südamerikas.
Nacional B.
Die neue Heimat der CALA.
Die neue Heimat von Bernd.
Heimat ist dort, wo du dich zu Hause fühlst.
Noch hat W. HeimW. in die Primera Division.
Doch es sind altbakannte Freunde hier
Arsenal, Racing, Talleres.
und auch der Lieblingsclub von Papst Franziskus, San Lorenzo, ist hier beheimatet.
So schlecht kann es also gar nicht werden.
Nacional B.
Mi amor!
El día que me quieras
me ne andré a la Primera...