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El Conde ha pasado
Sancho Weh ist verzeifelt. Der sentimentale Held, der dachte, er sei für Höheres vorgesehen, irrt verloren irgendwo zwischen Prenzlauer Berg, Sierra Madre und der Cordillera herum, und von seinem eigentlichen Ziel, den schneebedeckten Gipfeln der ehrwürdigen Anden, ist weit und breit nichts zu sehen.
Sein Herr, der alte Conde, ist seit Monaten verschwunden auf der Suche nach seinem Geliebten, dem 150-Kilo-Brocken Dulcineo, die Werkstattmeister und Wirten entlang seines Weges sind Verbrecher, und sein Esel ist ein hinterfotziges Tier.
In dieser Ausweglosigkeit seiner Situation macht der Sancho halt,

legt sich in das ausgetrocknete Gras am Wegesrand, und starrt hoffnungslos in den Himmel über ihm. Es ist Sommer in irgendeinem Land, die Wolken malen phantastische Figuren in den blauen Himmel, und Sancho versucht, darin irgendetwas zu lesen. Er sucht nach einen verdammten Zeichen, welchen Weg er einschlagen soll.
Und dabei gäbe es genug zu lesen in den Wolken, werden sie doch tatsächlich von den Apus (die Götter der Anden, Anm.d.Red.) auf die Reise geschickt. Doch Sancho Weh, Analphabet, der er nun mal ist, vermag leider nichts in den Zeichen zu lesen, die ihm die Apus auf den Weg schicken...
17.11.2009 10:11 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)
Pferdeäpfel bringen Glück
An diesen Aberglauben möchte sich der traurige Held Sancho Weh wohl gerne klammern, hat er doch nun eine gehörige Portion Glück nötig bei seinem Weg zu den Gipfeln der Anden, von dem er etwas abgekommen zu sein scheint:
Der furchtsame Sancho war nämlich bei einer Erhebung angekommen, von der er vermeintlich dachte, es seien bereits die Anden, zumal das Pferd seines Herrn, Petzlaunante, dort gemütlich graste und genüsslich Pferdeäpfel ins Gras schiss. Doch als sich der Sancho näherte, und ihm alles schon viel flacher als erwartet vorkam, eröffnete sich ihm des

Rätsels Lösung: Nicht der ehrwürdige Aconcagua erhob sich vor ihm, sondern der ordinäre Prenzlauer Berg. Was für eine Enttäuschung!

Mit Kopfschütteln machte Sancho kehrt, da er sich offenbar verirrt hatte, und als er sich 180-gradigen Schrittes gen Südwesten aufmachte, stieg er prompt in etwas Weiches, Warmes: schon wieder Pferdeäpfel! Und zwar diesmal jene seines Esels Cuartofenriso, und deren gleich vier!
Da wurde der sanftmütige Sancho plötzlich wütend, nahm seine SM-Peitsche aus der Satteltasche und schlug auf seinen Esel ein, was das Zeug hielt.
04.11.2009 16:17 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)
Matthäus sagt Racing-Trainerjob per sms ab - W. lässt über die Copa-Redaktion ausrichten: Racing? Interessiert mich nicht.
Offenbar übereifrig sucht das Management von Racing Club Avellaneda einen neuen Trainer.
Das Engagement von fenris IV läuft offenbar nicht so, wie man es sich zumindest bei Racing erwartet hatte (HAHA, welch Überraschung: Copa-Insider hätten den Racing Granden gleich sagen können, dass fenris IV nicht viel mehr als ein Esel mit losem Mundwerk ist, aber das ist eine andere Geschichte).

Nachdem nun in den internationalen Medien zu lesen war, dass designierter fenris-Nachfolger Loddar M. per sms den Racing-Job abgelehnt hatte, sickerte auch noch durch, dass Racing offenbar offensiv einen neuen Trainer sucht und auch bereits einige andere Trainer der noblen First

Division kontaktiert hatte. Fenris IVs Tage in Argentinien sind offenbar gezählt. Unbetätigten Gerüchten zufolge ist auch schon ein Abstellgleis für den erfolglosen Maulhelden, der weiterhin auf der Racing-Gelhaltsliste stehen wird, gefunden: eine Rückkehr in die Segunda Division Uruguays ist angeblich bereits ausgemachte Sache.

Los Andes-Capo W. auf den hochbezahlten Racing-Job angesprochen, griff nicht einmal zum Handy, um ein kurzes NO zu tippen, sondern lässt bloss via Zeitung ausrichten: Danke, kein Interesse. Ich bin Los Andes und ich bleibe Los Andes. In Lomas bin ich zu Hause. Und die Suppe, die fenris einbrockt, soll er gefälligst auch selbst auslöffeln.
28.10.2009 15:05 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)
3 Pfeile, ein Friedhof, und ein Fluss voll Silber
Der sentimentale Anti-Held Sancho Weh reitet unermüdlich auf Cuartofenriso, seinem Maultier mit dem losen Mundwerk, weiter, den höchsten Gipfeln der Anden entgegen. Doch die dieswöchigen Abenteuer von Sancho sind derart, dass selbst einem gestandenen Andinisten die Knie zittern würden:
Zuerst erwarten ihn 3 Pfeile, denen er ausweichen muss, oder besser, die er übertreffen muss. Und Sancho sinniert, ob der Name der Tres Arroyos ein Hinweis auf die Setzweise seines Opponenten sein könnte,will heissen, muss Sancho die 3 erwarten? Nichts leichter als das, doch Sancho könnte daran scheitern, sich

auszurechnen, wieviel 3 + 1 ist...
Danach muss Sancho den silbernen Fluss überqueren, welches ihm besondere Freude bereitet, da er bei den Millionarios immer darauf hofft, dass ein paar Silberlinge für ihn abfallen könnten.
Und zu guter Letzt muss der Sancho Weh den grössten Friedhof der Sadt der guten Lüfte überqueren: nachts und ganz allein. Dieses Abenteuer liegt dem armen Sancho am meisten im Magen, wo er doch ein ausserordentlich furchtsamer Mensch ist, der sich nachts am liebetsen in das warme Fell seines Esels kuschelt, und mit Friedhöfen will der Weh nichty einmal bei Tageslicht etwas zu tun haben.
27.10.2009 13:34 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)
Sancho Weh und der hinterlistige Werkstattmeister
Eines Tages, als Sancho Weh nach sieben Tagen Ritts auf seinem Esel Cuatrofenriso in eine grosse Stadt kam, sah er, dass Cuatrofenrisos Zaumzeug schon ganz lose war. Das kommt davon, weil dieser Esel niemals sein Maul hält, dachte Sancho bei sich und erinnerte sich an die Worte seines Herrn, dem Conte Zahlote de la Mancha (oder wars Rosario?): Wer das Zaumzeug des Esels nicht ehrt, ist das Hufeisen des Pferdes nicht wert. Woraufhin sich Sancho mit seinem Maultier in die nächste Werkstatt aufmachte, um das Zaumzeug erneuern zu lassen.
Der Werkstattmeister aber war ein hinterlistiger Mensch, der selbst über und über nach Petroleum roch und in seinem Hinterzimmer den ganzen Tag lang süssen, aber schlechten Wein

trank. Er wollte nicht arbeiten, doch das Geld von Sancho wollte er sich auch nicht entgehen lassen. Also verwickelte er den armen Sancho in ein Gespräch und erzählte ihm eine alte Geschichte, in der ein kleiner Junge namens Juan seinen grossen hässlichen Bruder mit 3:2 besiegte, woraufhin beide Brüder das Land verlassen mussten, wovon der grosse Bruder sich jahrzehntelang nicht erholte, während der kleine Juan die ganze Welt eroberte...
Betört von dieser seltsamen und schönen Geschichte vergass Sancho ganz und gar den ursprünglichen Zweck seines Besuchs bei dem Werkstattmeister, bezahlte dreissig Pesos, schwang sich auf Cuatrofenriso, und machte sich weiter auf seine Reise zu den Gipfeln der Anden.
20.10.2009 11:46 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)
Zahlote reiter wieder oder Was dem einen sein Lama ist dem andren sein W.
Unbändige Freude spürt man in diesen Tagen in den Strassen der Heimatstadt der Tausenmalrotweissgestreiften von CA Los Andes: Lomas de Zamora. Lachende Gesichter in Gran Buenos Aires, wohin man schaut, und will man dieser kollektiven bonaerensischen Euphorie auf den Grund gehen, wendet man sich am Besten an den Capo der Andinisten, Bernd W. Der gibt Freudetrunkenes von sich:
Zahlote reitet wieder - ich meine, der Sancho ist wieder auf

Tour, von Salta bis Feuerland, von Lomas bis Mendoza - jawohl wir tanzen wieder Tango im Eduardo Gallardon! Tango, entiendes: der Ball von 1978 (na, klingelts endlich?) Si Caballeros y Damas, die Welt ist wieder tausendmal rotweissrot äh ich meine rund. Rund wie ein Tango. Marcha Andinista de nuevo - alles von vorne, und das in der ganzen Welt, en el todo mundo quasi, weltweit, ach quatsch, que bullshit que digo yo hay una sola noticia: COPA MUNDIAL!
07.10.2009 13:05 - Bernd W. 4 - CA Los Andes (Archiv)


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