Für großen Wirbel sorgte in der vergangenen Woche die Abreise von <b>Kiki</b> (Foto) aus dem chilenischen Rancagua, von wo sie auf direktem Wege nach Göteborg zum dort residierenden, höchst eloquenten Schlossherrn <b>Florian Markert</b> aufgebrochen war. Ein Abstecher zu <b>Anders Quälixson</b> nach Halmstad ist hingegen frei erfunden und entspringt offenbar einem recht kranken Geist, wie man den Aussagen der schönen Neu-Schwedin entnehmen kann: <i>„Ich kenne Quälixson von zufälligen Zusammenkünften mit</i> <b>Monsieur Platini</b><i>, er riecht muffig und irgendwie wie von innen verfault. Ich bin mir sicher, er futtert den ganzen Tag diesen vergorenen Gammelfisch in Buttersäure, der hier in Schweden so beliebt sein soll. Ich habe selbst zwei dieser Fässer in seinem Garten stehen sehen. Der Geruch war schlimmer als das Gekicke von Michels chilenischer Kloppertruppe, und das will schon einiges heißen.“</i>
Igittigitt, da kann Kiki sich ja wirklich glücklich schätzen, endlich auf Markert Manor angekommen zu sein, wo sie sich rund um die Uhr verwöhnen lassen kann. Massagen und Wohlfühlbäder, dazu ein höchst charmanter und aufmerksamer Gastgeber, was will ein Frauenherz mehr. Kiki präsentierte sich daher auf der Pressekonferenz auch glücklich strahlend und ließ gleich ein paar „dankbare“ Kommentare zu ihrem langjährigen Gastgeber Michel Platini vom Stapel: <i>„Den ganzen Tag dieses gräßlich schleimige, französische Gesülze zu ertragen, das ist verdammt hart für eine Frau, die die schlichte Eleganz einen Schlosses aus</i>
<i>massivem Gold und einen ebenso bescheidenen wie begeisternden Gastgeber über alle Maßen schätzt. Genau das habe ich hier auf Markert Manor gefunden, Florian ist wirklich magnifique.“</i> Oh ja, ein bißchen vom alten Platini-Dialekt war ihr so schnell nicht wieder abzugewöhnen, aber sie hat hat noch ein bißchen Zeit.
Kein Wunder, dass sie aus Chile Reißaus genommen hat, bei Sprüchen wie <i>„Bongschuuhr, mong Scheriiii, isch bin wieder ssü’ausse!“</i> kann man ja auch nicht gelassen den schönen Seiten des Lebens entgegensehen. Und Baguette mit Roquefort schmeckt spätestens am dritten Tag wie alte Schuhsohle mit Schimmelbesatz, da sind Hummersüppchen, gefülltes Perlhuhn und Elch an Hirschbeerensorbet doch eine ungleich reizvollere Erfahrung. Auch Väsby-Coach <b>Dominik Nowak</b> musste nach einem Kurzbesuch auf Markert Manor konstatieren: <i>„Man kann Markert nur beneiden, dieses Talent, Frauen glücklich zu machen, wurde nicht jedem in die Wiege gelegt.“</i> Eine Stellungnahme des bemitleidenswerten Monsieur <i>„Isch bin ja sssoo glügglisch!“</i> Platini war unterdessen noch nicht zu bekommen, wird aber in den nächsten Tagen sicherlich noch erfolgen.
Panik auf der GAIS-Geschäftsstelle, alles wie gehabt auf Markert Manor
Schweden ist eigentlich ein Land, wo Ruhe und Beschaulichkeit alles ist und wo man den Stress lieber den weniger mit alltäglichen kleinen Glücksmomenten gesegnetenen Menschen in anderen Teilen Europas überlässt. Doch in Göteborg herrscht dieser Tage trotz strahlenden Sonnenscheins hektische Betriebsamkeit, GAIS-Chefcoach <b>Florian Markert</b> hat - angesichts der sportlichen "Krise" verständlich - sämtliche Vereinsangestellten zur Findung einer Antwort auf die alles entscheidende Frage abgestellt:
<b>Wie gelingt es, den drohenden Aufstieg noch zu verhindern?</b>
<i>„Wir fühlen uns wohl in der Superettan, die Konkurrenz ist geradezu belustigend harmlos, wir müssen uns nicht den Streß eines hohen Einsatzes antun und gewinnen trotzdem meistens. Da können wir den Aufstieg nun wirklich nicht gebrauchen“</i>, ließ dann auch der beinharte Verteidiger Sven Trittihnumsson verlauten. Markert hofft nun auf <b>Nightwalker</b>, der mit Falkenbergs FF der einzige noch verbliebene ernsthafte Konkurrent ist – trotz erbärmlichem Haremsdamengekicke am letzten Wochenende. Aber was will man auch anderes von jemandem erwarten, der sich auf Angst vor angewiderten Passantenblicken nur nachts vor die Tür seiner schäbigen Barracke wagt und an Spieltagen stets mit Schal vor dem Gesicht durch’s Stadion krabbelt…
Markert hingegen ist da von ganz anderem Schlag, er gilt als
äußerst beliebter Gastgeber und schätzt gutes Essen ebenso wie angenehme Gesellschaft – die er sich daher auch reichlich auf sein Schloss lädt. Sein einzigartiger Sinn für die schönsten Seiten Schwedens macht auch vor der angeblich so unattraktiven Allsvenskan nicht halt (man beachte das obligatorische Foto). So wurde gestern mit der Enkelin des greisen Norrköping-Coaches <b>Kahim</b> ein der ortsansässigen Boulevardpresse zuvor noch völlig unbekannter „Star-Gast“ auf Markert Manor gesichtet. Kahim soll Augenzeugen zufolge in seiner dürftigen Mietwohnung beim Einschalten der entsprechenden Nachrichtensendung geradezu an die Decke gegangen sein und Markert mindestens Pest und Cholera, vermutlich jedoch weit schlimmeres an den Hals gewünscht haben! Dieser nimmt das jedoch mit der ihm eigenen Gelassenheit, lässt seine Angestellten schuften und gönnt sich währenddessen wieder einmal eine äußerst vergnügliche Auszeit in seinem <b>„Markert Tower“</b>, wie er den Hauptturm seines Palastes in Anlehnung an einen der ganz Großen unserer Zeit genannt hat.
In Göteborg ticken die Uhren anders, hier pflegt man die Gelassenheit eines Lebens voller Annehmlichkeiten. Ein goldenes Schloss inkl. Fuhrpark und reizenden Besucherinnen dürfen da natürlich ebenso wenig fehlen wie ein prallgefüllter Weinkeller. Wenn der GAIS nun von Nachtwächter und Konsorten zum Aufstiegsanwärter erklärt wird, so zeugt das lediglich von der mangelnden Genussfähigkeit der dortigen Trainer. „Wozu aufsteigen, wenn wir doch so viel Spaß wie nie in der Superettan haben können?“, fragt GAIS-Coach Markert nicht ohne Grund. Nun gut, natürlich ist man Tabellenführer, aber das waren auch schon ganz andere. Kein Grund zur Besorgnis also, notfalls kann man die letzten Partien ja immer noch abschenken. Zu möglichen Aufsteigern wollte sich Markert erwartungsgemäß ebenso wenig äußern, hat doch das Geschehen abseits des Platzes in diesem Jahr die weitaus höhere Priorität. Das aktuelle Jungfrauenopfer (siehe Foto) war wieder einmal so ein Ereignis, gegenüber dem der Aufstieg vollständig verblasst, völlig belanglos sowie gelegentlich aufgrund beharrlich bohrender Pressevertreter sogar lästig wird.
Um dem Rummel um seine Person zu entgehen, hat
Markert deshalb – ganz Gentleman, der er unbestritten ist – die Notbremse gezogen und Markert Manor für paar rasante Tage auf seinem ebenso eleganten wie bescheidenen diamantenbesetzten Snowboard verlassen. Natürlich durfte seine neueste Begleiterin, die diesmal aus dem Stockholmer Stadtteil Bromma kommt, auf dem Trip ins malerische Skandinavische Gebirge nicht fehlen: Eine äußerst faszinierende Erscheinung, was auch ein Kenner wie Markert nicht leugnen konnte – zumindest in diesem Punkt haben die Hauptstädter momentan offenbar die Nase vorn. Alles weitere blieb jedoch vor den neugierigen Augen der schwedischen Boulevardpresse verborgen, die sich stattdessen wieder eingehender der umstrittenen Beziehung zwischen Markerts weniger erfolgreichen Kollegen Java Jim und Patrick Staudt widmete. Details wird man sicherlich in den kommenden Tagen in sämtlichen Printmedien hinterher geworfen kriegen – Inflation auf Schwedisch eben!
Jönköping ist ein nettes Städtchen, traumhaft am Südufer des Vätternsees gelegen. Alles könnte so schön sein, wären da nicht dieser Irre mit dem Hund und seine Hirngespinste! Um das ganze Ausmass der Misere zu verstehen, empfiehlt sich ein kleiner Ausflug in die Stadthistorie. 1997 war es - lange, bevor in Schweden der erste Fussball rollte - als eine gigantische LAN-Party namens <b>DreamHack</b> zum ersten Mal in dieser schönen schwedischen Stadt ihre Tore öffnete. Was Psychologen seit langem bekannt ist, lässt sich nun, etliche Jahre nach der ersten DreamHack, kaum noch leugnen: <b>Computerspielen macht nicht nur dumm, sondern erzeugt auch furchtbare Wahnvorstellungen!</b> Während in Göteborg ein ehrbarer Trainer Woche für Woche erfolgreich seinem Beruf nachgeht und nebenbei zahllosen schönen jungen Schwedinnen auf seinem goldenen Schloss das Leben verschönert, kommt aus Jönköping ein Querschläger nach dem anderen.
Nun gut, die Verwechslung der letzten Woche hat zu einiger Verwirrung geführt, doch so viele wissbegierige Journalisten, wie sich in den letzten Wochen auf <b>Markert Manor</b> einfinden, kann selbst der gewiefteste Menschenkenner nicht mehr fehlerfrei auseinanderhalten. So kam es, dass Markert die zugegebermaßen erstaunlichen Vorkommnisse auf seinem Schloss zum Anlass nahm, damit die realitätsfremden Äußerungen eines völlig verstörten Hasspredigers aus Jönköping erklären zu wollen. Alles ein Irrtum - <b>fubunini</b> selbst, Trainer von JSIF, ist für die Schlammschlacht in der Presse
verantwortlich. Innerlich zerrüttet durch tagelanges Dauerzocken auf der kürzlich zuende gegangenen DreamHack, war der Ärmste nicht mehr Herr seiner von Frust und Hoffnungslosigkeit geprägten Gefühlswelt und begann, in seinem kranken Hirn eine gruselige Parallelwelt zu erschaffen - mit seinem unerreichbaren Idol <b>Florian Markert</b> als allmächtigem Bösewicht. Neid hat viele Gesichter, doch diese Hetzkampagne ist eines seiner gräßlichsten!
Gut nur, dass die werten Herren, in deren Obhut sich bereits fubininis Trainerkollegen <b>Patrick "Weird Paddy" Staudt</b> und <b>Java "Psycho JayJay" Jim</b> befinden, nun auch die Suche nach dem offenbar wahnsinnig gewordenen JSIF-Trainer aufgenommen haben. Man kann nur hoffen, dass diese Gefahr für die Allgemeinheit - auch zu seinem eigenen Schutz - schnellstmöglich hinter schwedischen Gardinen in einer gut verschnürten Zwangsjacke landet. Das Foto zeigt ihn übrigens bei einer kurzen Verschnaufpause auf seiner noch immer andauernden Flucht, die ihn bereits sichtlich mitgenommen hat. Allerdings darf man auch die körperlichen Folgen einer DreamHack-Teilnahme nicht unterschätzen - es ist nicht nur der Geist, der leidet!
Es hätte so eine ruhige, beschauliche Nacht auf dem wundervollen Anwesen sein können, welches auch als <b>Markert Manor</b> durch die Gazetten geistert. Doch als plötzlich Sirenen die nächtliche Ruhe zerrissen, war es vorbei mit der Entspannung, die Markert und seine (zugegebenermaßen häufig wechselnden) Mitbewohnerinnen gesucht und bis dahin auch gefunden hatten. Schlimme Anschuldigungen hatten die Runde gemacht, als ein seit kurzem zugereister Journalist nach einer feuchtfröhlichen Feier auf dem goldenen Schloss bei seiner Rückkehr in die Einöde des Alltags aus heiterem Himmel mit grauenvollsten Schilderungen um sich geworfen hatte. Zunächst war der zutiefst erschütterte GAIS-Coach und Schlossbesitzer <b>Florian Markert</b> von Denunziationsversuchen eines Neiders ausgegangen, schließlich hatte er schon mehr als genug von dieser Sorte in dunkle Verliese werfen müssen (zumindest gibt es Gerüchte darüber, offiziell sind Ermittlungen in dieser Richtung aber bei hohen Strafen verboten). Doch dann stellte sich heraus, dass es tatsächlich einen guten Grund für das scheinbar so wirre Horrorszenario gab.
Markert war am Boden zerstört, als sein edler Lieblings-Schlosspunsch, nach uraltem Rezept zusammengestellt aus feinsten Zutaten wie <b>Tollkirschwein</b> und <b>Stechapfelessenz</b>, von der Polizei beschlagnahmt und die weitere Herstellung untersagt wurde. Bereits Generationen von Schlossbesitzern und ihren Freunden hatten an dieser Köstlichkeit ihre helle Freude gehabt. Schließlich wirkte es nicht nur als Aphrodisiakum,
sondern konnte zudem längst vergessen geglaubte, wundervolle Erinnerungen aus der frühen Blütezeit seiner Anwender aus deren Gehirnwindungen hervorklauben und in hoch realistisch wirkenden Bildern durch deren Köpfe flimmern lassen. Doch der im heruntergekommenen <b>Ghetto von Jonköpings Südviertel</b> aufgewachsene Schreiberling, geprägt durch seine triste Vergangenheit an diesem Ort, wo brutale Gewalt – vor allem durch die Hand des <b>„dunklen Paten“ fubinini</b> – an der Tagesordnung und grundloses Auspeitschen ein Kavaliersdelikt ist (sorry, Bleibcool, kein Froschfotzenleder!), konnte offenbar nicht mit der Macht der in seinem Kopf entstehenden Bilder umgehen und verlor völlig den Verstand. Anders sind seine Schilderungen kaum zu verstehen.
Nun ja, mit dem Verlust des heißgeliebten Getränks war das Schlimmste glücklicherweise überstanden und schon wenige Minuten nach der Abreise der Polizisten war auf Markert Manor wieder himmlische Ruhe eingekehrt, die Kaninchen mümmelten auf der weitläufigen Parkanlage vor dem Schloss friedlich ihr Gras und auch die Bewohner des Schlosses konnten sich wieder ganz und gar den schönen Seiten des Lebens widmen. Und auch das kulinarische Wohl kam nicht zu kurz, denn eine Notration des Schlosspunsches war in den vielen kleinen Nischen und Geheimfächern der Markertschen Residenz natürlich schnell aufgetrieben. Nun müssen schleunigst die versteckten Förderbänder im Kellergewölbe wieder angelassen werden, denn das Leben geht weiter in Göteborg – und da darf der Spaß nicht fehlen!
Der professionelle Autist und Hobby-Hundereiter <b>fubinini</b> hat sich offenbar die Sinnlosigkeit seiner einsamen Besäufnisse im Lehnstuhl zu Herzen genommen und, geplagt von Selbstzweifeln und Alpträumen, zum Angriff geblasen. Doch nicht etwa auf dem Fussballplatz, dort zeigt fubinini ebensoviel Einsatz wie der <b>Nachtkriecher</b> bei Sonnenlicht: Gar keinen! Seine Attacke war viel profanerer Natur, nach einem ausgiebigen Beschnuppern zwischen fubininis Angriffsmaschine und dem Hund des Nachbarn (Foto, fubinini rechts im Sattel) ging der ebenso versoffene wie ungepflegte Wirrkopf auf dem Süden von Jonköping zum Sturm auf die Bastille über - oder besser gesagt: zum <b>Sturm auf Markert Manor</b>. Schließlich soll es dort ja von schönen Frauen und erlesenen
Weinen und ähnlichem feinen Zeug nur so wimmeln. Doch so angenehm der Traum auch war, das jähe Erwachen war es nicht. An den goldenen Mauern holte sich der tapfere Hund (auch als <b>Kampfmaschinini</b> bekannt und einst gefürchtet) eine Beule und fubinini eine seltene Erleuchtung: So geht es nicht. Jetzt will er sich doch wieder dem schlichten Médoc aus seinem fauligen Kellerloch widmen - stets hoffend, dass nicht <b>der irre Staudt</b> dort dort sein Unwesen treibt. Denn auch das einfach Leben kann ganz wundervoll sein - vorausgesetzt, man ist selbst von ebenso schlichtem Gemüt.
Es gilt als das ultimative Aufeinandertreffen von naturgegebenem Talent (der werte Herr und Meister des gewitzten Ballspiels trainiert bekanntlich GAIS) und völligem Unvermögen (warum hat Åtvidabergs FF sich diesen Trainer angetan?), ganz Göteborg fiebert dem Spiel bereits in Erwartung eines klaren Heimsieges entgegen. Doch neben dem Fussball gibt es noch andere Gründe, das Spiel zu besuchen. Gästecoach <b>Einar Gehtnochrein</b>, seines Zeichens Tabellenletzter, strebt auch neben dem Fussballplatz nach höherem. So war war am gestrigen Sonntag auf einer <b>Wohltätigkeitsshow auf Markert Manor</b> - natürlich uneingeladen - und sorgte für einen handfesten Skandal, der viele arme Delfine vor der algerischen Küste einen ehrenvollen Tod als Sandwich-Füllung kosten wird. Schließlich sollten von dem gespendeten Geld Fischerboote mit Harpunen und schnelleren Antrieben ausgestattet werden. Dieser Traum ist erst einmal ausgeträumt, denn als die Show begann und einige wunderschöne Schwedinnen die Bühne zur Verzückung des Publikums betraten, fand sich in ihrer Mitte zum allgemeinen Entsetzen auch <b>"der Schandfleck"</b>, wie wir E.G. von heute an nur noch nennen wollen. Die geplante Spendenaktion wurde zum Desaster, zahllose Gäste klagten über Übelkeit und drohten mit Schadenersatzklagen. Nur durch eine <b>öffentliche Auspeitschung</b> des "Schandflecks" konnten diese schließlich abgewendet werden. Ein Foto des "Schandflecks" während dieser nur allzu berechtigten Aktion auf dem schlosseigenen Prangerplatz wollen wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten (siehe rechts oben), auch wenn auf Peitschen aus Nilpferdleder aus patriotischen Gründen verzichtet werden musste. Stattdessen wurde Elchleder verwendet. Der Trainer der Gäste hat die Göteborger Gastfreundlichkeit damit aber bereits zur Genüge genossen, am Freitag zählen auf dem Fussballplatz nur Tore. Und die werden reichlich fallen, um einen herrlichen Frühlingstag mit einem ebenso herrlichen Heimsieg abzurunden.
Vorfreude empfindet man in Göteborg aber auch angesichts des Spiels in Malmö, wo neben zahlreichen Reichen und Schönen aus den Nobelörtchen der
schwedischen Südküste auch ein gemeinsamer Bekannter der beiden Trainer anwesend sein wird. Java Jim</b> hat die Sonderbehandlung durch <b>Woody</b> während des Aufenthalts in dessen Etablissement natürlich nicht vergessen und will sich nun mit einer rauschenden Ballnacht im Anschluss an die Partie erkenntlich zeigen. Hoffentlich artet das Ganze dann nicht so aus, dass Fotos wie das obige dort zur Regel werden. Markert hat den Ball zur Sicherheit bereits abgesagt, schließlich warten auf ihn wichtigere Aufgaben auf seinem goldenen Schloss, die sich kaum verschieben lassen. Das Geschehen auf dem Platz verkommt bei solchen Aussichten beinahe zur Nebensache, dennoch will Markert auch in Malmö unbedingt punkten:
<i>"Nur durch einen Sieg können wir das verwöhnte, um nicht zu sagen divenhafte Malmöer Publikum dazu bringen, endlich mal die High Heels abzustreifen, wie echte Männer aufzuspringen, mit Sitzen auf die Spieler zu werfen und den Platz mit bengalischen Feuern hell zu erleuchten. Ein Fussballspiel wird erst dann legendär, wenn das Flutlicht nur noch als dunkler Fleck am lichterloh flackernden Abendhimmel wahrgenommen wird!"</i>
Auf die Frage, ob er damit die Malmöer Fans zu gewalttätigen Ausschreitungen provozieren wolle und ob er wisse, dass dies auch in Schweden eine Straftat sei, lächelte Markert nur eiskalt und bewegte seine Hand auf einen kleinen roten Schalter an seinem Schreibtisch. <b>Als die Falltür aufklappte, gab es ledilich noch einen kurzen Schrei, der jedoch schnell verstummte.</b> Das Interview ging somit ebenso schnell wie glimpflich zu Ende. Der nächste Reporter wird sicherlich wieder mehr Respekt walten lassen.
In Malmö kennen sie momentan nicht nur einen Fussballgott. Neben dem heimischen Trainer <b>Java Jim</b>, einem hoffnungslos durchgeknallten, aber gelegentlich auch ebenso genialen Freak, steht auch der efolgsverwöhnte, mindestens so versnobte wie populäre Heilsbringer <b>Florian Markert</b> aus dem schönen Göteborg bei den Himmelblauen hoch im Kurs. Schließlich war er es, der Java Jim den Besuch in dem berühmten Etablissement seines alten Studienkollegen <b>Woody</b> empfohlen hatte. In dessen Club trainierten die Malmö-Kicker so hart wie noch nie (ähem, Räuspern der Red.), um endlich hoch zu kommen in der Tabelle der Superettan - mit Erfolg, wie der aktuelle zweite Platz eindrucksvoll belegt. Markert war begeistert vom Durchhaltevermögen der Malmö-Kicker, aber mindestens ebenso von seinem alten Freund aus
gemeinsamen Tagen an der Uni in Sankt Gallen: <i>"Woody ist einer der ganz Großen, der macht selbst dem müdesten Kicker Beine!"</i> Offenbar hat sich das Studium für beide ausgezahlt - während Markert in seinem goldenen Schloss den Freuden des Lebens frönt, lässt Woody es sich in seinem edlen "Club der etwas anderen Art" gutgehen. Und Java Jim? Der konnte der Versuchung nicht widerstehen und hat sich prompt als stiller Teilhaber in Woody's Club eingekauft. Das Bild zeigt ihn übrigens nach seinem ersten Arbeitstag an neuer Wirkungsstätte.. das Training mit Malmö scheint erst einmal warten zu müssen.
<b>Für die Angestellten auf Markert Manor, dem goldenen Schloss vor den Toren Göteborgs, war die Arbeit nach dem Abpfiff des Derbys gegen BK Häcken wie der Sturz in die Tiefen der Hölle</b>. Ein sichtlich mies gelaunter "Pate" Markert schmiss den kompletten Samstag über von morgens bis zum frühen Abend unter gehässigem, krampfhaftem Gelächter Kröten gegen die Schlosswände, um sich an ihrem Zerplatzen zu ergötzen. Da half es auch nicht, das die Kröten aus Waldmeistergelee waren - es war die Absicht, die das Personal in Angst und Schrecken versetzte. Der späte Ausgleich der fussballerisch eigentlich doch arg limitierten Gäste aus der unmittelbaren Nachbarschaft hatte sich aber offenbar zu tief in das Gedächtnis des GAIS-Headcoaches eingebrannt, als dass er sich auch nur im Geringsten um die Befindlichkeiten seiner Angestellten geschert hätte - womit auch die Spieler eingeschlossen sind. Diese hatten zuvor ja bereits gegen Falkenberg mehr als versagt, 0:6 gegen den <b>Nachtwächter</b> verloren und eine Heimkehr mit Schimpf und Schande im Gepäck provoziert.
Die Strafe folgte auf dem Fuss. Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn die gewohnten Lederbälle wurden gegen Goldklumpen in vergleichbarer Größe ausgetauscht, die Schmerzensschreie der gepeinigten Kicker von den dicken Kopfhörern ihres Antreibers gnadenlos abgefangen. Das anschließende Fussbad im null Grad kalten Wasser war eine Wohltat, die Motivation der Spieler sollte wiederhergestellt sein. Das wird man auch brauchen, schließlich geht es auch in der kommenden Woche wieder gegen <b>schmierige, unangenehm riechende Zeitgenossen</b>, denen man offenbar nur durch den raschen Aufstieg aus dem Weg gehen kann.
<b>Magnus Söderberg</b> ist einer dieser fiesen Zeitgenossen, stets frisch gepudert (vor allem das Näschen) marschiert er mit kiloweise Elchschmalz in den Haaren durch Degerfors, immer in dem Bewusstsein, der amtierende schwedische Meistertrainer zu sein. Womöglich wird er das auch im nächsten Jahr noch glauben, den Sinn für die Realität hat er längst verloren. Und das ist auch besser so, denn Degerfors hat sich unter seiner Regie vom Spitzenteam zur grauen Maus
entwickelt, spielerisch ebenso am Boden wie finanziell. Der Verzicht auf eine Verpflichtung von Trainerlegende Florian Markert hat sich in diesem Fall sicherlich nicht so ausgezahlt, wie die Clubführung gehofft hatte. <b>Wahrscheinlich ist es auch auf diese Führungsschwäche zurückzuführen, dass die überaus ansehnliche Tochter des DIF-Präsidenten vor wenigen Stunden an die Tür des Markertschen Schlosses geklopft hat, mit den flehentlichen Bitte um Einlass.</b> Als echter Gentleman musste Markert dem Wunsch der hübschen jungen Frau natürlich nachkommen. Die Reaktion aus Degerfors dürfte nicht allzu freundlich ausfallen, ist Markerts legendärer Ruf doch mittlerweile auch bis dorthin vorgedrungen. Allerdings dürfte das Markert kaum beeindrucken, geschweige denn von seinem Pfad der Tugend abbringen. Das Foto zeigt Markerts neuen Ehrengast übrigens bei der Rückkehr von einer kleinen Spitztour durch den ausgedehnten Schlosspark.
Das Kellerkind aus Gefle ist keinen Bericht wert, dort will GAIS die drei Punkte auch ohne großes Getöse holen. Es bekäme ja ohnehin keiner dort mit. Aber das Heimspiel gegen Väsby wird ein großer Spaß, da ist sich Markert sicher. <b>Dominik Nowak</b> sei ein Feigling, ließ er verlauten. Ein 6:6 sei daher wohl ausgeschlossen. Schade eigentlich, wäre ein Torfestival doch genau das richtige zum Abschluss einer taktisch eher konservativ geführten Hinrunde. Wie dem auch sei, zumindest auf einer Seite werden die Tore fallen wie reife Früchte. Ein Spaß wird es somit in jedem Fall - es sei denn, man ist ein Anhänger von Väsby United. Aber davon gibt es ja zum Glück nicht alllzu viele.
In Schweden grassiert wieder einmal der Skandal-Wahnsinn, gleich in mehren Stätten gibt es Berichte über unlautere Vorfälle. In Södertälje soll ein völlig unzurechnungsfähiger Pseudo-Journalist über mehrere Wochen in Weg den Verein in Mißkredit und Trainer und Vorstand von Assyriska Föreningen zum Verzweifeln gebracht haben. Unser Mitgefühl gilt dem großartigen Trainer und fairen Sportsmann <b>Dr. P. Pacult</b>, dem man in einem solchen Arbeitsumfeld den Absturz des letzten Wochenendes sicherlich verzeihen muss. Das Angebot, künftig in der Jugendarbeit mit GAIS zusammen zuarbeiten, liegt bei unserem Vorstand auf dem Schreibtisch, man wird sich in den nächsten Tagen damit befassen.
Doch zunächst richtet sich der Focus auf einen weiteren skandalösen Vorfall, der nicht nur Schweden, sondern auch die ganze arabische Welt erschüttert. Die noblen Falken, einst Namensgeber der berühmten Gemeinde Falkenberg, sind verschwunden; geblieben ist nur der <b>Nachtwächter</b>, ein Gesell übelster Machart, ein Scherge der Vogelmafia, dem es gelungen ist, Schweden ornithoindustriellen Leuchtturm innerhalb weniger Wochen zu versenken. Längst sind alle edlen Tiere über dunkle Kanäle irgendwo im russischen Riesenreich verschollen, das Geld dürfte der Nachtwächter zur Deckung seiner exorbitanten Spiel- und Sexschulden aufgewendet haben. Was sich nun auf dem Gelände der traditionsreichen Falknerei tummelt, sind seltsame, häßliche Gestalten, die dem Nachtwächter zum Verwechseln ähnlich sehen (oben recht ein Foto von den "Falken", dass ein mutiger Agent der schwedischen Regierung in einer Nacht- und Nebelaktion auf dem Gelände des nachtaktiven Gesocks schießen konnte). Etliche Scheichs aus den arabischen Emiraten, Kuwait und Oman sollen bereits Schadesnersatzansrüche angemeldet haben, für den finanziell ohnehin noch nie auf Rosen gebetteten Nachtwächter wird die Luft langsam dünn. Welche Rolle <b>Chris</b> in der Falkenaffäre spielt, ist noch nicht sicher, doch des Nachtwächters gewaltige Telefonrechnung für Gespräche nach Ljungskile hat die schwedische Polizei hellhörig gemacht. Möglicherweise bahnt sich hier
ein noch größerer Skandal an, als es momentan den Anschein hat. Etliche Scheichs aus den arabischen Emiraten, Kuwait und Oman sollen bereits Auslieferungsersuchen an die schwedische Regierung gesandt haben.
Für einen Skandal der positiven Art sorgte hingegen <b>Ozzy</b>, der nicht nur bereits den zweiten Zeitungsartikel in dieser Woche veröffentlich hat, sondern auch eine erhebliche Qualitätssteigerung vermelden kann. Offenbar hat der Weckruf aus der Liga dem GAIS-Lokalrivalen nur gut getan. Das wird ihn allerdings kaum davor bewahren können, im Derby am Wochenende leer auszugehen. Schließlich ist eines der wesentlichen Ziele bei Göteborgs AIS, in dieser Saison die inoffizielle Stadtmeisterschaft auf Superettan-Ebene zu holen, wenn man schon den Aufstieg nicht ernsthaft als Ziel in Betracht zieht.
Sicher vor Skandalen ist momentan offenbar nur GAIS-Trainer <b>Florian Markert</b>, der sich während der kriminellen Aussetzer seiner Konkurrenten genüßlich in einem seiner vielen luxuriös ausgestatteten Schlafzimmer oder sonstwo in seinem goldenen Schloss vergnügt. An Gesellschaft soll es ihm nicht mangeln, und im Gegensatz zum Nachtwächter bekommt Markert den Spaß, ohne dafür bezahlen zu müssen. Die Wette mit diesem gilt allerdings weiterhin, da Markert schlichtweg keine Gefahr sieht, seinen Einsatz zu verlieren. Und, wie er zuletzt noch anmerkte: <i>"So ein kleines, häßliches Federvieh aus des Nachtwächters Klonbetrieb erinnert mich doch immer wieder daran, wie herrlich anzusehen die Menschen um mich herum sind, selbst wenn ich gerade keine Zeit habe, mich dem schönen Dingen des Lebens zu widmen."</i>
Provinzfürst Nachtwächter degradiert Chris zum dummen August für Arme
<b>Der Falke auf der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach</b> - so oder so ähnlich muss die Motivation für den <b>Nachtwächter</b> ausgesehen haben, als er das Angebot aus Falkenberg angenommen hat. Tief in der Provinz, in einer Kleinstadt, die nur für ihre gradiosen Falknerei-Erfolge bekannt ist, hat der Nachtwächter nun das Zepter fest in der Hand und <b>thront wie ein eitler Geck über einem Volk ehrfürchtiger Narren</b>. Doch nun hat er doch noch völlig überraschend sein Meisterstück abgeliefert und sich endgültig zum Provinzfürsten der ersten Garnitur aufgeschwungen. Gegen den bedauerlichen <b>Seniorinnen-Dorfclub Ljungskile SK</b> gelang es dem einstigen Zögling von Minenkrabbler, endlich aus dem übermächtigen Schatten seines Idols hervorzutreten und <b>Chris</b> ins Tal der Tränen hinab zu stoßen. Für diesen dürfte die Saison damit frühzeitig beendet sein, selbst seine bis vor kurzem noch so "liebevolle" Großmutter soll sich enttäuscht abgewendet haben.
Für den Nachtwächter scheint es dieser Tage nur auswärts zu gehen, doch diesmal erwartet den <b>Drogenbaron vom Falkenberg</b> (die Folgen übereifrigen Selbstkonsums ließen sich ja in
den letzten FFF-Artikeln zur Genüge beobachten) eine Hürde, an der er scheitern wird. Mit dem GAIS ist der <b>Tabellenführer zu Gast</b> (keine wirkliche Überraschung, sondern nur eine Frage der Zeit), und das wird kein Zuckerschlecken. <b>Florian Markert</b> ist sich seiner Sache so sicher, dass er für den Fall einer Niederlage angekündigt hat, eine seiner <b>gold- und diamantbesetzten Kamelfellhalterungen</b> an den neuen Tabellenführer zu verschenken. Ein Wetteinsatz, der jedoch auch auf Seiten des krassen Außenseiters und Gastgebers für zusätzliche Motivation sorgen könnte. Schließlich machen des Nachtwächters Falken immer wieder reiche Beute, selbst saudische Scheichs sollen bereits Interesse an den kostbaren Tieren bekundet haben - Tiere, die würdige Schlafstangen brauchen. Da käme die Kamelfellhalterung gerade recht. Nun ist der Nachtwächter gefordert: Wagt er es, einen seiner kostbaren Falken dagegen zu setzen?
Es war einmal eine schöne Stadt an der schwedischen Küste, die von ihren Bewohnern auf den Namen <b>Göteborg</b> (sprich: Jöteborj) getauft wurde. In dieser Stadt bildeten sich im Lauf der Jahre fünf Fussballclubs heraus, die durch ihre großen <b>Techniker</b>, beinharten <b>Kämpfernaturen</b> sowie natürlich durch <b>die schönsten weiblichen Fans</b> aus der Masse hervorstechen wollten. Für vier der fünf Clubs kam auch noch ein vierter Vergleichsmaßstab hinzu, nämlich die <b>Kreativität und Bissigkeit der Presseabteilung</b>. Nur ein kleiner Club ging bei dieser letzen Vergaberunde leer aus. Sein Präsident hatte vergessen, auf dem Kriterienkatalog der Stadtgemeinschaft das vierte Häkchen zu setzen. Dieser schicksalhafte Moment sollte den Verein in einer Weise prägen, die sich nur auf eine Weise würdigen ließ: Das Ereignis sollte in den Vereinsnamen aufgenommen werden. Diese schöne Aufgabe sollte der Trainer, ein kleiner häßlicher Mann namens <b>Ozzy</b>, übernehmen. Da er jedoch mit schwedischer Sprache und "diesem ganzen intellektuellen Gedöns" nicht viel am Hut hatte, nannte er den Club nicht, wie vom Chef befohlen, BK Häkchen, sondern <b>BK Häcken</b>. Dieser
Fehler sollte allerdings erst Jahre später auffallen, als sich der andere Name längst eingebürgert hatte.
So kommt es, dass der BK Häcken bis heute als einziger Club unserer schönen Stadt Woche für Woche Zeitungsartikel in die Welt setzt, die sich anhören, als würde der Verfasser die Begriffe <b>"Esprit"</b> und <b>"Phantasie"</b> nicht nur nicht schreiben können, sondern vor allem nicht über diese wundervollen Eigenschaften verfügen. Fleiß und Beharrlichkeit mögen anderswo mehr als genug sein, doch in Schweden, dem Land der Elche, der blonden Models und der goldenen Schlösser, gehört etwas mehr dazu, wenn man ein Großer werden will. Woche für Woche gähnte der tapfere Leser sich einen ins Wodkaglas, ohne dass sich die Situation entscheidend geändert hätte. Nun, endlch, nach langer Zeit des vergeblichen Wartens, hat sich ein mutiger Sohn unserer schönen Stadt entschlossen, den <b>"08/15-Preis"</b> für Belanglosigkeit gröbsten Ausmaßes ins Leben zu rufen und Ozzy und seinen BK Häcken zu den ersten Preisträgern zu ernennen. Da bleibt uns Göteborger nur noch eins zu tun: Ein munteres <b>"Skål, Ozzy, du kannst es doch auch besser!"</b> - und runter mit dem Schnaps!
<b>Der Spielplan ist dein Freund.</b> So steht es zumindest diese Woche auf dem seidenen Spruchband über Florian Markerts Schreibtisch - im übrigen ein Prachtstück aus besten Tropenhölzern; einst geschlagen aus Bäumen, deren Art längst ausgestorben ist. Zwei Heimspiele, das verspricht eine Gelegenheit zum Angriff auf Psycho-Staudt und seine Dusel-Tabellenführer darzustellen. Schließlich hat man gerade erst beim Sieg über Hundiwundi seine Überlegenheit auf dem Terrain der Aussie-Besitzer untermauert. Allerdings muss man für weitere Höhenflüge den Tabellenzweiten aus dem Weg räumen. Und da fangen die Probleme auch schon an. Wie man aus der feindlichen Presse entnehmen konnte, kommen die künftigen Gäste aus einem kleinen Ort namens <b>Föreningen</b>. Eine Stadt, die "Verein" heißt? Markert war zunächst überrascht, nahm dann aber eine Karte zur Hand und suchte.. suchte.. suchte.. inzwischen war es Nacht geworden. Ein Blick auf das Wappen des mysteriösen Clubs brachte aber schließlich die ersehnte Klarheit: "Föreningen" heißt tatsächlich nur "Verein", das kleine Städtchen <b>Södertälje</b> ist die wirkliche Heimat des Clubs von Dr. P. Pacult. Allerdings weiß dieser wahrscheinlich bis heute nicht, wo er da momentan tätig ist..
Ein weiteres Jungfrauenopfer stand zwar dieser Tage nicht an, doch einem Meister der menschlichen Psychologie, wie Markert einer ist, war natürlich nicht entgangen, dass die Gerüchte um Chris' Oma
aus Ljungskile (in Wirklichkeit Chris' Freundin, aber diese Geschichte war dann zu unappetitlich für die an <b>schöne</b> Frauen gewöhnte schwedische Leserschaft) bei vielen Menschen für Verunsicherung gesorgt hatten. Darum nutzte Markert die Gelegenheit, um die Stimmung an der Basis einer genaueren Inspektion zu unterziehen, und mischte sich auf seinem großen Landbesitz unters Volk. Dort, wie sollte es anders sein, zog er natürlich alle Blicke auf sich, einer sehnsuchtsvoller als der andere. Zur Erläuterung sei angemerkt, dass das Land rund um Markert Manor ausschließlich von jungen schwedischen Frauen bewohnt wird, darunter manch eine Schönheit vom Lande, die den aufmerksamen Augen ihres Lehnsherren sonst verborgen geblieben wäre. Das Schicksal meinte es dann auch wieder einmal gut mit dem GAIS-Trainer, eine reizende Neuankömmling machte ihm - beeindruckt von dem volksnahen Spaziergang durch die Landschaft, nicht etwa von Gold und Reichtum - ihre Aufwartung auf dem Schloss. Daraufhin war der kommende Spieltag erst einmal uninteressant geworden, schließlich ging es ja nur gegen den bedeutungslosen Dorfclub aus Ljungskile. Unter der Leitung des Co-Trainers - Markert amüsierte sich unterdessen zuhause - ging GAIS mit 2:5 baden. Chris jubelte in seiner stinkenden Scheune ausgelassen vor sich hin; den frischen Gerstensaft zum Feiern hatte Markert großzügigerweise aus Göteborg anliefern lassen und als Freibier an die schon lange dürstenden Dorfbewohner Ljungskiles verteilt. Den Punktverlust nahm er nicht krumm, die wirklich wichtigen Spiele kommen ja erst noch.
Von Reportern auf die Berichte über sein angeblich widerliches und baufälliges Schloss angesprochen, errötete Startrainer Florian Markert, peinlichst ertappt. Doch gleich im nächsten Atemzug gelang es ihm, den Gegenangriff anzutreten. Denn der von Java Jim ausgesandte Reporter hat zwar in nahezu allen Einzelheiten wahrheitsgemäß berichtet, dabei aber übersehen, dass er im falschen Schloss war. Das Objekt des Berichtes ist ein historisches Anwesen in der Nähe von Upplands-Väsby, das eigentlich als Amtssitz während des Engagements bei Degerfors IF gedacht war. Als der Wechsel dorthin sich zerschlagen hatte und GAIS Markert ein Schloss aus purem Gold ganz in der Nähe von Göteborg angeboten hatte, war das ursprünglich als Wohnhaus eingeplante Objekt überflüssig geworden, die angedachte Renovierung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Im übrigen sollte sich der ermittelnde Reporter die Frage stellen, wieso er ein unübersehbar auf einem kleinen Hügel vor der Stadt postiertes, ebenso glänzendes wie prachtvolles, Objekt von mehreren Tausend Quadratmetern übersehen konnte.
Nun ja, wie dem auch sei. Zurück zum Thema. Das vermeintliche Markertsche Schloss hatte ja nun keinen Verwendungszweck mehr, als ein gewisser Dominik Nowak das Korruptionschaos der tschechischen Liga satt hatte und seinen wackelnden Trainerstuhl bei Sparta Prag gegen den Schleudersitz beim FC Väsby United austauschte. Bei dieser Gelegenheit schneite er auch gleich bei seinem alten Freund Markert in dessen goldenem Schloss vorbei und erfuhr
so, dass ganz in der Nähe seines künftigen Arbeitsplatzes ein repräsentatives Anwesen zur Verfügung stand. Markert ging zu diesem Zeitpunkt noch naiv davon aus, Nowak würde sich das alte Herrenhaus noch herrichten wollen, und willigte in einen Verkauf ein. Doch weit gefehlt, stattdessen ließ Nowak das einst so stolze Bauwerk verkommen, bis es schließlich zu der "Ork-Höhle" aus dem skandalösen Bericht des völlig verstörten Reporters geworden war. Somit erklären sich auch die anderen Anschuldigungen wie die gefälschten Trophäen und die schmutzigen Fingernägel. Nowak hat in seiner Karriere einfach noch nichts gewonnen, was die Anschaffung eines Trophäenschranks rechtfertigen würde, und daran hat er schwer zu knabbern (unter anderem an besagten Fingernägeln). Was den armen erfolglosen Trainer aus dem Stockholmer Vorort aber dazu gebracht hat, einen völlig unattraktiven und noch dazu ziemlich männlichen Pressevertreter als vermeintliches Jungfrauenopfer in Konkurrenz zu Markerts höchst ansehnlichen Prachtexemplaren zu akzeptieren, konnte auch Markert selbst nicht erklären: "Mir fehlen die Worte, ich dachte immer, Dominik hätte mehr Niveau."
Für den offenbar orientierungslosen Reporter hat Markert sich aber doch noch eine kleine Gedächtnisstütze einfallen lassen. Ab sofort ist der Weg vom Pressezentrum der ortsansässigen Zeitung bis zum Markertschen Schloss ausgeschildert. Damit sollten solche und ähnliche Skandale doch eigentlich der Vergangenheit angehören.
Begeisterung über Einar G.'s Wechsel nach Schweden
Der Wechsel von Italiens großem Erfolgscoach <b>Einar Gehtnochrein</b> ins kleine Åtvidaberg hat bei vielen schwedischen Zweitligaclubs eine Welle der Euphorie ausgelöst. Besonders <b>Dominik Nowak</b> schien ein Stein vom Herzen gefallen zu sein, gegenüber einem Pressevertreter freute er sich: <i>Damit sind wir schonmal nicht Letzter, mein Arbeitsplatz ist gerettet!</i> Ähnliches verlautete auch aus den Vereinsheimen der "kleinen" Göteborger Clubs BK Häcken und Qviding FIF, wo man ebenfalls den Kampf gegen die rote Laterne als ad acta gelegt betrachtet.
<b>Nightwalker</b> hatte es offensichtlich immer noch nicht verkraftet, dass seine (überaus ansehnliche) Ex-Freundin <i>(die glatte und makellose Reporterin, Anm.d.Red.)</i>, statt still vor sich hin zu leiden, in die Offensive gegangen war, ihn und sein armseliges Dasein abgehakt und sich stattdessen dem süßen Schlossleben hingegeben hatte. Aufgrunddessen war er auch zu keiner Stellungnahme bereit, lediglich ein <i>Arghh, dieser schmierige Fürstenverschnitt, ich hasse ihn, urrgggmmmpf.</i> konnte unser Reporter ihm entlocken. Dann wandte sich Nightwalker wieder <b>fubini</b>'s "reizender" Masseuse zu, die ihm mehr als nur sehr zugetan zu sein schien. Aber Nighty hatte noch nie die Souveränität, mit der ein <b> Florian Markert</b> die Fallstricke des Lebens
umschifft, insofern darf man nicht allzu verwundert sein.
Ganz anders fiel die Reaktion wiederum bei den vermeintlich Großen der Superettan aus. Bei Umeå FC war man völlig entspannt, <b>Juri</b> grinste nur und meinte: <i>Wir steigen eh auf, da braucht uns die Konkurrenz nicht zu intressieren!</i> <b>Patrick Staudt</b> johlte dagegen weinerlich: <i>Nein, nicht der Einar, der wird mir mit seinen Riesenpranken bestimmt wieder den A***</i> (zensiert, Anm.d.Red.) <i>versohlen, buhuhuhuuuh!</i> <b>Java Jim</b> soll bei diesen Worten hingegen leuchtende Augen bekommen haben. Und Markert? Der machte es sich wie jeden Tag auf seinem goldenen Schloss gemütlich, trank eine Kanne edlen Tee mit bestem karibischen Rum und wollte auch anschließend vom Fussball und seinen Tiefen, Untiefen und Einar Gehtnochrein's nichts wissen. Schließlich hatte er schöneres im Sinn, stand doch <b>das zweite Jungfrauenopfer der Saison</b> auf dem Plan (siehe Foto). Es gibt eben immer noch Termine, die kann man(n) nicht absagen!
Nightwalker scheint von einer längst vergessen geglaubten Sucht befallen zu sein. Glaubt man seiner (neuerdings Ex-) Freundin, so hat er sie nur deshalb verstoßen, weil er alle seine Zeit einem uralten Computerspiel widmen wolle, welches er in einer alten Truhe ausgegraben hat. "Crime Fighter" nennt sich der kultige Spieleklassiker, den der ohnehin höchst suchtanfällige Freak auf der Falkenberger Trainerbank tief in sein Herz geschlossen hat. Somit sind auch die gemeldeten Übergriffe auf Handtaschen tragende Seniorinnen und die Entführungsversuche auf Kinderspielplätzen kaum eine wirkliche Überraschung, auch wenn solche wirklichkeitsverzerrenden Wahrnehmungsstörungen sonst eher von sogenannten "Ballerspielen" bekannt sind. Damit ist dann aber wohl nicht das armselige Gegurke von Nightwalkers Mannschaft gemeint, da ballert bekanntlich nur der Gegner! Die rüstigen Seniorinnen Schwedens nehmen ihm seine erfolglosen Verzweiflungstaten glücklicherweise nicht krumm und haben sogar einen Solidarfonds für Nightwalker ins Leben gerufen.
Neue Erkenntnisse scheinen diese Welle der Sympathie und des Mitgefühls aber schnell wieder ersticken zu wollen. Als bekannt wurde, dass Nightwalker - als Florian Markert verkleidet - Sexspielzeug an Stockholmer Journalisten verhökert hat, war klar, dass der vom permanenten Erfolgsdruck beim Computerspielen schwer gestresste Nachtwächter wieder einmal zu weit gegangen war. Geschäftstüchtigkeit ist ja gut und schön und wird auch in Schweden gern gesehen, doch den "Casanova des Norden", Mr. Markert himself, in den Schmutz zu ziehen, ist ein Vergehen, dass ihm die schwedische Frauenwelt wohl nie verzeihen wird - seine Ex-Freundin
eingeschlossen.
Auch der Einbruch bei Degerfors IF scheint unterdessen aufgeklärt zu sein, der Täter wurde mittlerweile in Peru verhaftet. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um einen gewissen "Minenkrabbler" handeln, einen entfernten Verwandten des Nachtwächters aus Falkenberg. Nach dem Verlust seines Trainerpostens beim mittlerweile abgestiegenen Club Unión Minas hat der Minenkrabbler offenbar die Kontrolle über sein drittklassiges Dasein komplett verloren, das Abrutschen in die Kriminalität war vorprogrammiert. Warum jedoch ausgerechnet der chronisch insolvente Dorfverein aus Degerfors das Opfer war, bleibt Minenkrabblers Geheimnis.
Unterdessen hat Markert sein Schloss passend zur nächsten Bunny-deluxe-Party erneut komplett renovieren und mit einer frischen Goldschicht überziehen lassen. "Kleinste Unregelmäßigkeiten in den Wänden treiben mich zur Weißglut", gestand Markert einer hübschen jungen Reporterin (siehe Foto). "Ich mag es lieber so glatt und makellos, wie Sie es sind!" Die Angesprochene soll mittlerweile wesentlich mehr als nur ein Interview erhalten haben, in jedem Fall strahlte sie über's ganze Gesicht, als sie ihrem Job bei der Zeitung kündigte, um zukünftig auf Markerts Schloss zu residieren.