<b>Ebenfalls mieses TK, ebenfalls mieser Tabellenplatz, aber fantastische Stimmung auf der anderen Seite von Goeteborg</b>. Auf Markert Manor wurde nach dem Sieg im Derby mit der ganzen Mannschaft gefeiert. Exquisiter Wodka soll dabei im wahrsten Sinne des Wortes in Stroemen geflossen sein, naemlich als kuenstlicher Fluss inkl. Wasserfall mitten durch den Schlosssaal. Schliesslich gab es ja auch noch den erneuten UI-Cup-Triumph zu feiern, und einen solchen Doppelanlass laesst sich der erlauchte Schlossherr in Goeteborg schon mal etwas kosten. Kein Wunder, dass man anschliessend nur eine Jugendauswahl zum Hundefluesterer schicken konnte, es galt ja noch den Rausch auszuschlafen.
<b>Und Blabla Blim?</b> Nun ja, manche begreifen eben nie, wann es Zeit ist, den Job an den Nagel zu
haengen. Orientierungslos trudelt der einstige Goeteborger Vorzeigeclub dem Abstieg entgegen, die Fansmassen stroemen ohnehin lanegst zum verhassten GAIS. Und der <b>Gartenzwerg auf der IFK-Bank</b> klammert wie ein Aeffchen, keine Spur von Einsicht.. klarer Fall fuer den Psychiater, den man im Freudentaumel und unter Einfluss frischen "Flusswassers" dann auch gleich mal zum so gebeutelten Kollegen beorderte. Doch dort machte natuerlich niemand die Tuere auf. Nun gut, es war mitten in der Nacht und nach der Traenenflut war Kaba Kim womoeglich ein wenig ausgepowert, aber fuer eine kleine Session haette es doch eigentlich noch reichen muessen. Wie dem auch sei, in der kommenden Woche steht en weiteres Jungfrauenopfer auf dem Programm, fuer Unterhaltung auf Markert Manor ist also auch in Zukunft gesorgt!
Im vierten Jahr stellt sich Goeteborgs AIS mittlerweile dem professionellen sportlichen Wettbewerb in Europas mit Abstand faszinierendster Fussballnation, und musste dabei lediglich eine einzige Heimpleite hinnehmen (4:5 in der letzten Saison, gegen den IFK, Anm.d.Red.)! Und eben dieser IFK kehrt nun zurueck an die Staette seines bislang groessten Erfolges. Einen Auswaertssieg wird es diesmal aber nicht geben. "Die sechs muss stehen", wird GAIS-Coach Markert zitiert. Dass man daher das Spiel gegen den Hundefluesterer ein weiteres Mal abschenken, liegt auf der Hand. "Bitter, aber wahr. Wir werden mit dem Hunderfluesterer aushandeln, dass wir nicht mehr als einen Treffer hinnehmen muessen. Das sollte unserer F-Jugend das noetige Selbstbewusstsein geben, im dortigen knallharten Titelkampf zu
bestehen!"
Zum ueblichen Geflimmer im Pressespiegel wollte man hingegen keinen brauchbaren Kommentar mehr abgeben. "Reicht es nicht, wenn ich schon unsere Taktik verrate?", fragte ein konsternierter Florian Markert dann auch per Liveschaltung aus den fernen Tropen des neuseelaendischen Nordweststaedtchens Darwin. Recht hat er, der Gute. Hoffentlich ist er bald wieder da, die zunehmende Verwaisung der "Skandalbude" Markert Manor hat schon genug Klatschreporter ihren Arbeitsplatz gekostet. Gluecklicherweise fuer solche Gestalten gibt es aber an anderen "sozialen Brennpunkten" fuer jeden in dieser Branche taetigen Grauzonenschurken reichlich Arbeit, das Abrutschen in die soziale Haengematte (also das Nightwalker'sche Schicksal) muss somit keiner befuerchten!
Die neue Saison hat mit einem Desaster begonnen, GAIS ist bei Gefle tierisch auf die Nase geknallt. Dennoch wurden die Zuschauer gut unterhalten, neun Tore zum Saisonauftakt sind auch in Schweden nicht ganz alltaeglich. Doch waehrend sich der Rest der Liga mit Skandalen aller Art befasst, ist dies bei GAIS nicht der Fall. Die Oberskandalnudel, Cheftrainer Florian Markert, erholt sich momentan am anderen Ende der Welt von den Strapazen seines ausschweifenden Lebens im goldenen Schloss <i>Markert Manor</i>. Und der Co-Trainer scheint seine Spieler nicht wirklich im
Griff zu haben. Die Reaktion gewisser Fan- (oder Vereins-) Kreise liess nicht lange auf sich warten, am Morgen nach dem Spiel fand der Co-Trainer einen Umschlag mit einem abgebissenen (!!) Kraehenkopf vor seiner Haustuere. Lecker, lecker, jedenfalls ermittelt nun auch die schwedische Polizei in dem Fall.. leider nur in der Kraehenkopfsache, dabei waere es doch viel wichtiger, den Schuldigen fuer die sportliche Misere ausfindig zu machen. Oder war es gar die Kraehe selbst, bei der ein Unbekannter die Redensart von den Koepfen, die rollen muessen, etwas zu woertlich genommen hat?
Schwarzmagischer SM-Orgien-Kutscher unter Mordverdacht
Während sich Schweden beliebtester Übungsleiter auf seinem goldenen Schloss amüsiert, verkommt Schweden immer mehr zu einem <b>Sündenpfuhl aus okkulten Opferritualen, sadomasochistischen Orgien unter Drogeneinfluss, angeschwemmten Leichen und einem maskierten Kutscher mit schottischem Akzent</b>. Doch noch fehlt eine heiße Spur, unterdessen geht in der Liga alles seinen gewohnten Gang. <b>McPhillster</b> steht mit einer langen Peitsche auf den Trainingsplatz und treibt seine Spieler unbarmherzig an. Und der Erfolg gibt dem Meistertrainer recht, bloß die Pferdehaare an der Peitsche kann er bis heute nicht glaubhaft erklären. Ebensowenig wie das Hundeblut, das bei einer unangekündigten Hausdurchsuchung in einem getragenen Slip in McPhillsters Geheimschublade entdeckt wurde. Was hat der Highlander mit dem <b>Hundeflüsterer</b> zu tun? Und welche Rolle spielt dabei das arme Felsknäuel, in den Medien besser als <i>Höllenhund</i> oder <i>pinker Pudel</i> bekannt? Zumindest die Herkunft der Hühnerknochen im aufgeflogenen Voodoo-Nest nahe Jönköping konnte geklärt werden, es handelt sich offenbar um algerische Hühner, die durch die Umstellung der Vereinsküche von <b>CA Batna</b> auf Delfinfleisch preiswert auf dem weltweiten Markt für Schlachtabfälle gelandet waren. Unterdessen wurde auch <b>Markert Manor</b> von der Realität eingeholt, zahllose gepeinigte Cheerleaderinnen aus einem ärmlichen Stockholmer Vorort sollen vor den goldenen Torflügeln um Einlass gebettelt haben. Allerdings konnten sie ihre Jungfräulichkeit nicht zweifelsfrei nachweisen, so dass ihnen bedauerlicherweise kein Einlass
gewährt werden konnte. Obendrein zeigte sich die Schlosswache irritiert ob der vielen Spuren von Peitschenhieben auf den Körpern der Mädchen. Man verwies diese ob der offensichtlichen Flucht aus einem Krisengebiet an das schwedische Asylamt. Unterdessen ist der schwedische Aktienindex in die Höhe geschossen – die <b>Schnee AG</b>, ein auf die Herstellung von Kunstschnee spezialisiertes Unternehmen, soll in erheblichem Maße von der plötzlichen Nachfrage nach dem neu eingeführten Produkt <i>Schnee von gestern</i> profitiert haben und konnte seinen wöchentlichen Gewinn unerwartet verdreißigfachen. Eine ähnliche Wirkung zeigte sich naturgemäß auf den Aktienkurs. Der Clou der Neuerfindung: Inoffiziellen Aussagen ehemaliger Mitarbeiter zufolge sollen giftige Dämpfe aus dem künstlichen Weiß beglückende Wahnvorstellungen hervorrufen können. Gleichzeitig tauchten auch geheime Kundenlisten auf, ganz oben stand ein bestens bekannter Name: <b>Don Hennes</b> soll Schnee von gestern in Mengen geordert haben, die ausreichen würden, um das gesamte Skandinavische Gebirge unter einer fünf Zentimeter hohen Puderschicht zu begraben. Über die Herkunft des dabei ausgegebenen Geldes existieren bislang nur Spekulationen, doch zumindest der Grund für den extremen Gewinnsprung bei der SAG dürfte nach diesen Erkenntnissen geklärt sein. Entsprechend zufrieden präsentierte sich <b>Gil Grishamsson</b> (der Informanten zufolge mit der Chefin der Börsenaufsicht eine heiße Affäre hat, Anm.d.Red.) dann gestern gegenüber der Presse und gab sich zuversichtlich, in Kürze auch den mysteriösen Kutscher dingfest machen zu können.
In Göteborg ist der erste Schnee gefallen und hat allen Frust über die zuletzt unzureichenden Leistungen von GAIS sowie die Begeisterung der IFK-Fans unter sich begraben. Wie sagt man noch so schön: <b>Schnee von gestern!</b> Zumindest hat die Leistung der Markert-Elf vor eigenem Publikum keinen ernsthaften Knacks bekommen, der Abstiegskandidat aus Helsingborg konnte nur staunen, wie schnell der Ball bei den Gastgebern rotierte. Der späte Gegentreffer? Geschenkt. Eine UI-Cup-Platzierung wird es dennoch wohl nicht mehr werden, dazu hat GAIS auswärts zu wenig Glück gehabt. Umso mehr Glück hat der Trainer beim
schwachen Geschlecht, mit Emma, einem Model aus Landskrona, kommt erneut ein echter Lichtblick auf das goldene Schloss vor den Toren der Stadt. Und den hat man im nun langsam beginnenden nordischen Winter auch dringend nötig, denn bis Weihnachten dauert es noch eine Weile und bis dahin sind wärmende Momente eher Mangelware. Zumindest bis zur Revanche gegen den IFK – wenn Traumtore leuchten würden, würde dies wohl der hellste Wintertag der schwedischen Historie werden!
4:5 – so stand es am Ende auf der Anzeigetafel im Gamla Ullevi zu Göteborg, inoffiziell auch als Gold Dome bekannt. Eine Heimniederlage für GAIS? Da war sogar Schwedens Chefstatistiker Weißnix Kannallesnachguckensson ratlos – so etwas hatte es noch nie gegeben! Zuvor hatte es in 42 Heimspielen in Superettan, Allsvenskan, UI-Cup und UEFA-Cup keine einzige Niederlage gegeben, mit 38 Siegen und 4 Unentschieden schien es, als sei die Markert-Elf unschlagbar. Und auch im Göteborger Derby gegen die hochmotivierten Jungs von Java Gin sah es zunächst nach einem weiteren klaren Heimsieg aus. Nach der 3:0-Führung für die Gastgeber hätte wohl niemand mehr einen müden Heller auf die Gäste gewettet – nun ja, mit Ausnahme von GAIS-Coach Florian Markert, der prompt einen hohen achtstelligen
Kronenbetrag auf den IFK setzte. So langsam wird dann auch klar, woher die Kohle für das goldene Schloss kam. Jedenfalls machte die Mannschaft daraufhin ihrem Trainer Freude, den eigenen Fans Kummer und auf dem Spielfeld einen eklatanten Fehler nach dem anderen! Der Sportwettenanbieter musste bei einer Quote von 270,5:1 für einen IFK-Sieg bedauerlicherweise im Anschluss an die Auszahlung des Gewinnbetrages Konkurs anmelden, etliche fleißige schwedische Arbeitnehmer stehen nun auf der Straße. Doch Markert wäre nicht Markert, wenn er nicht auch für dieses Problem eine Lösung parat hätte. Von nun an dürfen die Neu-Arbeitslosen für drei Kronen die Stunde die goldenen Wände von Markert Manor polieren – in zwei Schichten und rund um die Uhr. Das Schloss soll ja schließlich glänzen!
Nach der erfolgreichen Miss-Wahl bei GAIS hat nun auch der IFK Göteborg nachgezogen. Auch Anweisung von Java Gin wurden die schönsten Fans des Vereins zu einem Casdting eingeladen und in einer zweiten Runde schließlich noch einmal etliche aussortiert, ehe am Ende des dritten Wahlganges schließlich die Siegerin feststand. Es handelt sich, wie nicht anders zu erwarten, um Java Gins Zwillingsschwester Lava Gin (siehe Foto). Nun ja, es gab zwar auch kritische Stimmen aus dem Gegenlager, wo es hieß, die GAIS-Miss sei um einiges attraktiver, aber
berücksichtigt man die Tatsache, welch armseliges Gekicke der IFK Woche für Woche fabriziert, muss man wohl zufrieden mit dem sein, was die dortigen Fans an Auswahl bereitsgestellt haben! Allerdings konnte sich GAIS-Coach Florian Markert dennoch eine kritische Bemerkung nicht verkneifen – nämlich die Frage, wen ein Verein mit so wenigen Fans in ganzen drei Runden denn ausscheiden lassen habe.. sie blieb bislang unbeantwortet.
Whirlpool jetzt auch in Halmstad – GAIS geht im Angriffswirbel unter
<b>Florian Markert</b> hätte sich in seinen Träumen durchaus ein gelungeneres Wochenende ausmalen können. Dabei hatte zunächst alles so wunderbar geklappt. Der Whirlpool war eine riesige Bereicherung, der Sieg gegen Jonköpings Södra IF zwar lediglich die erfolgreiche Bewältigung einer Pflichtaufgabe, aber nichtsdestotrotz unterhaltsam. Selbst die üblichen Eskapaden des <b>Hundeflüsterer</b>s waren eine Spur amüsanter als in den letzten Jahren. Eitel Sonnenschein in Göteborg? Von wegen! Ausgerechnet Halmstads BK, das bisherige Rotlichtmilieu der Liga, hatte offenbar Ambitionen, die Rote Laterne gegen ein Stückchen vom Sonnenschein der oberen Tabellengefilde einzutauschen, und war damit obszönerweise auch noch erfolgreich. Trotzdem, sechs Tore hätten es eigentlich nicht sein müssen. Zumindest macht der Sohnemann des großen <b>Quälix von Halmstad</b> dem legendären Ruf seines Vaters als skrupelloser Folterknecht alle Ehre und lässt die GAIS-Spieler sich im eigenen Unvermögen leidenschaftlich vor Schmerzen wälzen.
Die sportliche Seite des Wochenendes? Abgehakt. Lasst uns nun den Blick auf Erfreulicheres richten: <b>Einar Gehtnochrein</b> ist immer noch Tabellenführer der Superettan. Und es scheint, als würde ein alter
deutscher Schlager, künstlerisch in etwa auf dem literarischen Niveau des <b>löwenmähnigen Felsbrockenhüpfers</b>, tatsächlich zu einer fachgerechten Analyse der sportlichen Wirklichkeit: Wunder gibt es immer wieder! Besonders schön ist es immer wieder, die große Freude im Gesicht des untalentiertesten Trainers des Schwedischen Königreiches zu beobachten – freilich eine seltene Gelegenheit, die unser Hauspaparazzo aber gleich beim Schopf gepackt hat. Na schön, zugegeben, aus Mangel an Fans seiner üblicherweise erbärmlichste Kost liefernden Mannschaft musste Einar G. ganz allein seiner Freude freien Lauf lassen, aber auch wenn geteilte Freude doppelte Freude ist, so ist doch die normale Portion für manche Zeitgenossen schon in bedrohlicher Nähe zum goldenen Schuss anzusiedeln. Vor allem, wenn man an solche Emotionen nicht gewöhnt ist. Daher ist es nur konsequent, dass Einar G. nach der Jubelorgie erst einmal zur Beobachtung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht wurde.
Nach Wochen der Querelen, ob in Form von Perversion oder Kunstkritik, soll nun wieder der Sport im Vordergrund stehen. GAIS trifft auf die Mannschaft des Hundeflüsterers, der mit seinen wiederholten Rufen nach mehr Sachlichkeit offenbar beim Großteil der Trainer auf taube Ohren stößt. Nicht so beim legendären Kollegen Florian Markert. Der GAIS-Coach träumt längst von Größerem, spielt mit dem Gedanken, seine geheime Identität in den kommenden Monaten oder Jahren zu lüften. Doch so weit sind wir noch nicht, vorerst geht es um Fussball. Und da sieht es düster aus – die Meisterschaftsambitionen des Göteborger Vorzeigeclubs kann man getrost ins Reich der Fabel verbannen. Die konditionelle Verfassung ist miserabel, die Punktausbeute lediglich mittelmäßig und die Pleite beim bis dahin sieglosen Vorletzten aus Landskrona eine Schande. Da kommt die Partie gegen den Sklaven seines eigenen Vierbeiners gerade recht, hundini hat schon lange nichts mehr gerissen und auch diesmal ist der Gastgeber im heimischen Gamla Ullevi klarer Favorit. Nicht zuletzt, weil nun der Thronbereich der Ehrentribüne um einen Whirlpool für den GAIS-Trainer ergänzt wurde, damit dieser sich auch dann noch entspannen kann, wenn er wieder wegen Verführung der vom Gästeteam mitgebrachten Cheerleaderinnen des Stadioninnenraumes verwiesen wurde. Selbstverständlich bietet der Jacuzzi Platz
für mehr als eine Person und befindet sich hinter verspiegelten Scheiben, die eine Beobachtung des Spielverlaufs von innen zulassen, das gewöhnliche Volk auf den Rängen aber über den Inhalt der Wasserspiele im Unklaren lassen. Unser Foto zeigt übrigens die erste Besucherin des Poolfürsten in seinem neuen Reich - allerdings handelt es sich dabei natürlich um eine Göteborgerin, ganz so viel hat Jonköping dann doch nicht zu bieten. Nun ja, hundini träumt selbstverständlich vom ersten Sieg in Göteborg und Markert könnte es wohl verschmerzen, jetzt wo seine Oase der Entspannung vollendet ist, dennoch werden die optimistischen Äußerungen aus Jonköping imm GAIS-Umfeld nur belächelt. „Es irrt der Hund, so lang’ er bellt“, wurde der Pressesprecher des Vereins zuletzt zitiert, als er sich zu dem lauten Geplärre des Hundeflüsterers und seiner Bestie äußerte. Und recht hat er, denn Hunde, die bellen, beißen im allgemeinen nicht. Und selbst wenn, dann bestenfalls ins eigene Fleisch!
Der hündische Autist, selbsternannt gutaussehend, von Experten für verblendet erklärt, hat die Frage in den Raum geworfen: Wo bleibt der <b>kreative Journalismus</b> in der Allsvenskan? Warum kann die Liga das Niveau des ersten Superettan-Jahres noch immer nicht erreichen, obwohl mittlerweile vier Trainer aus jener legendären Konstellation die Allsvenskan bereichern?
<b>Vielleicht liegt es ja am Löwensteinbock</b> – Gentechnik zu verteufeln, ist ja zur Zeit ohnehin ein Trend, aber wer das Resultat einer genetischen Vermischung des Königs der Tiere mit dem Herrscher der hochalpinen Felslandschaften „bewundern“ durfte, wird ganz schnell auf den Zug mit aufspringen. Wenn es doch wenigstens die beeindruckende Mähne des Löwen und die prächtigen Hörner des Steinbocks gewesen wären, die man dem Individuum auf der Trainerbank des „ganz ganz kleinen“ Lokalrivalen Västra Frölunda mit auf den Weg gegeben hat – aber nein, stattdessen ist es die Faulheit des Löwen und die Genügsamkeit des Steinbocks geworden. So erklären sich natürlich auch die seltsamen Blüten der Frölundschen Schreibkultur ganz von alleine.
<b>Ein anderer Erklärungsversuch ist das Fehlen typischer Opferfiguren</b>. Anders Quälixsson greift bei taktischen Maßnahmen zwar regelmäßig ganz tief ins Klo und zieht dabei neben einer grandiosen Punktausbeute (hohoho) auch eine Menge Mist (wörtlich zu nehmen) mit ans Tageslicht. Dennoch taugt er nicht zum Prügelknaben, zu brav ist sein Auftreten abseits des Platzes, als dass man ihm Schlechtes wünschen könnte. In der Superettan gab es solche Opfer-Charaktere zur Genüge, allerdings ist das Versager-Gen bei eben diesen Individuen so stark ausgeprägt, dass es selbst in Abwesenheit der stärksten Konkurrenten (die längst eine Liga höher spielen) nicht zum Aufstieg reicht. Welche Übungsleiter hier gemeint sind, soll aus Gründen des – wenn beim Verfasser auch kaum vorhandenen – Gewissen verschwiegen werden. Es könnte ja jemand angesichts seiner nicht gerade exponentiell gestiegenen Aufstiegschancen resigniert das Handtuch werfen.
Also dann mal etwas kreativer. Häßliche Frauen sind ja aus gutem Grund nicht erwünscht, schöne Frauen gibt es auf Markert Manor ohnehin zur Genüge. Die nächsten Gegner für GAIS kommen aus Norrköping und Landskrona. Kann man über Kahim oder André Horstmann fiese Gerüchte in die Welt setzen? Klar, kann man. Aber hat man auch alles
irgendwo schon mal gesehen. Kreativ ist was anderes. Auch wenn sich der Verfasser nicht sicher ist, ob dieser Weg kreativ ist, so hat er den Denkanstoss des Hundemannes beinahe wörtlich genommen und versucht sich nun an der Analyse moderner Kunst in Bezug auf die Allsvenskan.
Salvador Dalí, Katalane freilich, kein Schwede, auch wenn man sich dies durchaus hätte gewünscht haben können, hat mit seinem Werk „Young Virgin Autosodomized by Her Own Chastity“, so zumindest der englische Titel, womöglich etwas ganz anderes im Sinn gehabt, dennoch steht das Werk sinnbildlich für die Vorwürfe, die der Hundemann an die schwedische Gesellschaft, insbesondere die schreibenden Trainer der Allsvenskan, richtet. Schwedens eigentliches Potenzial, die Schönheit des Landes, des Fussballs und des hochheiligen Schlosses von Markert Manor werden verkörpert duch die unschuldige blonde Jungfrau, der von vielen Seiten Unheil droht. Sie steht sinnbildlich für das Schützenswerte, dessen Verfall der Kläffer von Jonköping anprangert. Also eigentlich für die schönen Frauen aus dem goldenen Palast, so die einhellige Interpretation der Göteborger Journaille. Nun ja, perverse Gelüste fehlgeleiteter Wüstlinge bedrohen diese perfekte, unschuldige Schönheit. Fette Frauenleichen waren nur der Anfang, die Gefahren kommen schon bald von allen Seiten. Und die Fesseln, die sie im Zaum hielten, sind soeben gerissen, zerfetzt von kurzsichtigen Zerstörern im In- und Ausland, aber vor allem aus der Hochburg der Sünde, dem überaus verdorbenenen Schottland mit seinem Sündenbabel Glasgow! Es liegt nun an uns Schweden, Schönheit, Reinheit und überbordende Kreativität wieder in einer gelungenen Komposition zu verbinden, im schwedischen Stil, wie einst in der Superettan. Und standardisierte Spielberichte, soviel sei gesagt – standardisierte Spielbericht dürfen gerne in der schottischen Presse veröffentlich werden.
Passend zum überraschend gefallenen ersten Schnee des beginnenden Herbsts im Skandinavischen Gebirge des schwedischen Nordwestens hat Florian Markert, seines Zeichens Schwedens populärster Schlossherr, die Weißzeit auf Markert Manor ausgerufen. Dazu wird ein ganzer Flügel des prächtigen Bauwerks aus purem Gold komplett in Weiß ausgestattet, so dass lediglich die bezaubernden Besucherinnen Farben in eine unschuldig strahlende, verschneit wirkende und dennoch kuschelwarme Winterwunderwelt bringen. Um auch die Bevölkerung Götalands nicht über diese sensationellen Eindrücke im unklaren zu lassen, sind nun auch Fotos des aktuellsten Jungfrauenopfers in Umlauf gekommen. Jessica (siehe Foto) stammt aus Östersund, einem kleinen Bergort im weit entfernten Norrland des schwedischen Königsreiches, doch der ortsansässige IFK war offenbar in keinster Weise eine konkurrenzfähige Plattform zu dem, was ihr GAIS im schönen Göteborg bieten kann, von dem äußerst galanten und gutaussehenden Gastgeber und Schlossherrn ganz zu schweigen. Die
Ergebnisse der letztwöchigen Misswahl sind noch nicht veröffentlicht worden, die Welle ekelerregender Fotos (in Wirklichkeit übrigens alles Schottinnen, vermutlich Rangers Girls, also Gespielinnen des pissesaufenden Oleg aus Glasgow, wie unsere Redaktion unter Verwendung geheimdienstlicher Quellen in Erfahrung bringen konnte) ist hoffentlich auch endlich wieder abgeflaut – gut so, denn so steht Jessica mitsamt der neuen Weißzeit ganz allein im Mittelpunkt des wohlwollenden Medieninteresses und Schweden kann beglückt aufatmen.
Nachtrag des Verfassers: Willkommen zurück, Patrick Staudt! Göteborg freut sich schon darauf, Djurgårdens IF bald wieder als Gegner begrüßen zu dürfen – und diesmal in der Allsvenskan, wo mir der Sieg ein besonderes Vergnügen sein wird!
Nach der Pleite im Göteborger Derby wurde auf Seiten von GAIS fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht, das Spielverständnis der Mannschaft zu fördern. Ein unscheinbarer Mann scheinbar assyrischer Herkunft, der sich als Mahmud A. vorstellte, verteilte daraufhin in Farsi verfasste Visitenkarten mit schwedischer Übersetzung und kündigte an, er brauche noch finanzielle Unterstützung für sein Atomprogramm. Da GAIS bekanntlich mehr als nur auf Rosen gebettet ist, was Geld angeht, war man schnell übereingekommen, in das lukrative Nukleargeschäft einzusteigen. Natürlich nur zu friedlichen Nutzung, versteht sich. Erstes Anwendungsgebiet: Mit Hilfe radioaktiver Strahlung sollten Gehirnzellen von GAIS-Spielern zur schnelleren Teilung angeregt werden, und zwar in exakt jenen Arealen, die dem Spielverständnis auf dem Fussballplatz dienen. Warum die „Therapiesitzungen“ in Teheran stattfinden sollen, blieb zwar unklar, dennoch herrschte allerorten Optimismus. Mit solchen hoch professionellen Methoden sollte die Meisterschaft in diesem Jahr doch ein Kinderspiel
sein. Einen Haken hatte das ganze jedoch: Man brauchte noch eine Testperson, deren Verlust bei einem Scheitern des Testlaufs nicht allzu schwerwiegende Folgen hätte. Da klopfte es prompt an der Tür und ein gewisser Einar Gehtnochrein, seines Zeichens Superettan-Trainer, hatte alles mitgehört und wollte unbedingt seine taktischen, trainingsmethodischen und sportmedizinischen Fähigkeiten verbessert bekommen. Dafür war er bereit, jedes Risiko einzugehen, schließlich sei er ja ein äußerst hoffnungsloser Fall, zumindest nach traditionellen Bewertungsmaßstäben. Nun ja, das Experiment hat stattgefunden. Nun gilt es, die Langzeitwirkung der Bestrahlung am Beispiel des Trainer-„Genies“ Einar G. zu analysieren. Mindestens eine Woche lang. Dann will man sich in Göteborg entscheiden. Bis dahin gilt es aber, aus dem vorhandenen Spielermaterial das Beste herauszuholen, gegen Tabellenführer Hammarby haben die Spieler womöglich die letzte Gelegenheit, einer Bestrahlung mit ungewissem Ausgang zu entgehen. Könnte eine Motivation größer sein?
GAIS-Kicker küren die “Markert-Manor-Miss of the Year”
Die erste Allsvenskan-Saison von Schwedens beliebtestem Club ist abgehakt, es war eine lehrreiche Erfahrung für die Kicker von Göteborgs AIS. Im zweiten Anlauf soll es nun die Meisterschaft werden, und der Spielplan scheint es gut mit den Makrillarna zu meinen. Gleich im ersten Spiel geht es gegen das San Marino von Schweden, die hoffnungslos unterlegenen Gerümpelfussballer des IFK. Wer nun aber gleich zu Beginn ein Schützenfest erwartet, dürfte bitter enttäuscht werden. Denn die komplette Profitruppe wurde von Trainerlegende Florian Markert zu einer weitaus wichtigeren Aufgabe abgerufen. Auf dem goldenen Schloss vor den Toren der Stadt steht die Wahl zur <b>Markert-Manor-Miss of the Year</b> an. Stattdessen dürfen die Amateure des GAIS im Derby auflaufen, das somit eigentlich niemanden mehr wirklich interessiert. Deshalb wollen auch wir uns nun dem wichtigeren Thema widmen und stellen die Kandidatinnen noch einmal vor:
<b>Miss Januar: die Begrüßungs-Jungfrau</b>
In Schweden versteht man es, Vertragsverhandlungen zu forcieren. So musste Markert auch nicht lange zögern, als ihm die GAIS-Führung regelmäßige Jungfrauenopfer in eben diesem Paragraphenwerk garantierte. Nummer eins war bereits ein wunderbarer Vorgeschmack auf alles, was noch kommen sollte. Und der größtmögliche Gegensatz zur Ästhetik-Wüste England.
<b>Miss Februar: Annika</b>
Annika, die dank schwedischer Klontechnik einige hübsche "Schwestern" überall auf der Welt hat, ist übrigens neben ihrer Karriere als Chemikerin während ihrer Freizeit als Cheerleaderin bei Schwedens Vorzeigeclub GAIS tätig. Doch in puncto Metallkunde kann ihr keiner das Wasser reichen, was auch ihre Nachhilfestunden für Magnus Söderberg damals eindrucskvoll belegten. Und damit wäre ihr größter Pluspunkt ja noch gar nicht erwähnt worden..
<b>Miss März: Marielle</b>
Sie mag es glatt und makellos und genauso sieht sie auch aus. Ihren einstigen Job bei einer Zeitung kündigte sie prompt, als sie der GAIS-Trainerlegende bei einem Interview begegnete. Seitdem residierte sie zeitweise inmitten von Gold. Ihr Kleidungsgeschmack ist ähnlich zurückhaltend. Erst als ihre zeit dort abgelaufen war, schmiss sie sich einem schmierigen Italo-Schwachkopf namens Paolo Rossi an den Hals. Ein weiterer Schwachpunkt auf ihrer mittlerweile nicht mehr ganz so weißen Weste ist ihr Ex-Freund, ein gewisser Nightwalker, der nach wie vor zweitklassig vor sich hindümpelt. Was man von <i>ihr</i> nach wie vor allerdings kaum behaupten kann.
<b>Miss April: ein zweites Jungfrauenopfer</b>
Lange goldene Zöpfe, sinnliche Lippen und eine erstaunliche Lernbereitschaft zeichneten dieses wundervolle Geschöpf aus. Einen Namen hat sie zwar – zumindest für die Presse – nie gehabt, aber wir Reporter haben ja bedauerlicherweise auch nicht denselben privilegierten Status wie Herr Markert. Allerdings war sie eindeutig der schönste Neuzugang des Monats in Schwedens Sport- und Presselandschaft. Kein Wunder – der andere war Einar Gehtnochrein, der sich nun nicht gerade durch eine gefällige Optik auszeichnet.
<b>Miss Mai: Schönheit vom Lande</b>
Ein Kurzbesuch im ansonsten wenig anziehenden Ljungskile lohnte sich für Markert. Die vermeintliche Oma und eigentlich lediglich arg faltige (mittlerweile Ex-) Freundin des Zweitligatrainers Chris war zwar nicht nach Markerts erlesenem Geschmack, aber das Provinznest hatte auch noch besseres zu bieten. Jedenfalls konnte die junge Dame es kaum erwarten, endlich die Einöde zu verlassen und auf dem goldenen Schloss einzuziehen.
<b>Miss Juni: die Tochter des Präsidenten von Degerfors IF</b>
Angeödet von Männern mit Elchschmalz in den Haaren, hier sei beispielhaft auf Magnus Söderberg verwiesen, hielt es die bezaubernde Tochter des dortigen Club-Präsidenten nicht mehr in Degerfors aus und klopfte eines schönen Juni-Tagen mit flehentlichem Blick an die Schlosspforte. Markert erwies sich als wahrer Gentleman und ließ die Schönheit nicht nur seinen prächtigen Fuhrpark genießen.
<b>Miss Juli: die Bromma-Queen</b>
Der schönste
Exportschlager der Hauptstadt trägt Hut, Sonnenbrille und wenig unter dem hellen Jäckchen. Selbst dann, wenn es schneit. Beim Urlaubstrip ins Skandinavische Gebirge hatte Markert eine Menge Spaß, und zwar nicht nur auf seinem mit Diamanten besetzten Snowboard.
<b>Miss August: Kahima</b>
Die sensationelle Nachricht verbreitete sich damals wie ein Lauffeuer: Die wunderschöne Enkelin des bereits seit Jahrhunderten scheintoten Norrköping-Patriarchen Kahim war auf Markert Manor aufgetaucht. Trotz des öffentlichen Aufschreis sollte es nicht ihr letzter Besuch werden. Für die Presse war es ein gefundenes Fressen, für Kahim das Ende der geruhsamen Abgeschottetheit im Kreise seiner Familie, und für Markert einfach nur ein mehrfach wiederkehrendes Vergnügen in knallblond.
<b>Miss September: Kiki</b>
Die frankophobe Chilenin bezauberte die Männerwelt von Göteborg und Umgebung vor allen in den ersten Wochen des Jahres, als der Aufstieg noch gefeiert und kein Gedanke an Krückstockspazierer wie Java Jim verschwendet wurde. Wie es sich für Frau gehört, ließ Kiki sich gleich nach ihrer Ankunft fürstlich verwöhnen. Massagen und Wohlfühlbäder, dazu ein höchst charmanter und aufmerksamer Gastgeber, was will ein Frauenherz mehr. Leider musste Kiki Schweden schon wenige Wochen später auf Wunsch der chilenischen Botschaft wieder verlassen. Gerüchte, wonach Kiki minderjährig gewesen sei und man sich beim GAIS womöglich sogar strafbar gemacht hätte, wurden jedoch schnell als gezielt gestreute Gerüchte aus der opportunistischen Hochburg Halmstad identifiziert und somit als unhaltbar zurückgewiesen.
<b>Miss Oktober: eine Jungfrau aus Växjö</b>
Das dritte Jungfrauenopfer brachte eine faustdicke Überraschung. Nicht Göteborg oder Stockholm waren diesmal die Überbringer einer weiteren unschuldigen Schönheit, sondern das gänzlich unterschätzte Växjö konnte im Oktober mit einem echten Kracher aufwarten. Öster IF hat es indes nix genützt, die mussten trotzdem absteigen. Leider gibt es von der jungen Dame kein Foto, so dass ihr lediglich Außenseitenchancen auf den Titel des Miss of the Year eingeräumt werden.
<b>Miss November: das Hundeopfer</b>
Für Otto Graf kam jede Hilfe zu spät, der Skandalreporter aus Jönköping wurde in einer kalten Novembernacht von den Polizei leblos aufgefunden. Offenbar war er einem rasenden Hund (auch unter dem Namen hundini berühmt und berüchtigt) zum Opfer gefallen, der kürzlich erst seine Leine verloren hatte. Eine hübsche blonde Jungfrau im weißen Rock saß zitternd daneben und vermochte vor Schock kein Wort hervorzubringen. Zur Therapie unter besten Bedingungen wurde sie von den Vertretern der schwedischen Exekutive auf das Schloss des weltberühmten GAIS-Trainers Florian Markert gebracht. Bei einem wahren Menschenfreund bestens untergebracht, fiel es diesem nicht erwartungsgemäß schwer, ihr ihre Lebensfreude zurück zu geben!
<b>Miss Dezember: ein dänischer Weihnachtsimportschlager</b>
Neben einem prächtigen Ferienhaus in der Nähe von Kopenhagen beschenkte sich Markert zu Weihnachten gleich noch ein zweites Mal „auf dänisch“. Eine wundervolle dänische Schönheit konnte seinem Charme kaum widerstehen und bot sich somit freiwillig als viertes Jungfrauenopfer an. Die Stadtverwaltung Kopenhagens war natürlich begeistert und änderte prompt ein Gesetz, das solche Handlungen normalerweise mit Hinblick auf die Menschenwürde untersagt. Eine clevere Lösung, denn Markert verspricht viel positive Publicity.
Angesichts dieser hervorragenden Kandidatinnen ist es kein Wunder, dass das Derby in den Hintergrund rückt. Vielleicht hat ja bis zum Rückspiel dann auch wieder irgendjemand in Göteborg Lust auf Fussball – wie so vieles im Leben, ist auch dieser stets vom Angebot abhängig, und da können Java Jims Krummfüße nun einmal nicht mithalten. Und betrachtet man es einmal nicht durch die rosaroten IFK-Brille, so ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass auch Java Jim selbst lieber die Preisverleihung besucht, als seinen Matschtretern beim Bolzen zuzuschauen.
GAIS-Kicker küren die “Markert-Manor-Miss of the Year”
Die erste Allsvenskan-Saison von Schwedens beliebtestem Club ist abgehakt, es war eine lehrreiche Erfahrung für die Kicker von Göteborgs AIS. Im zweiten Anlauf soll es nun die Meisterschaft werden, und der Spielplan scheint es gut mit den Makrillarna zu meinen. Gleich im ersten Spiel geht es gegen das San Marino von Schweden, die hoffnungslos unterlegenen Gerümpelfussballer des IFK. Wer nun aber gleich zu Beginn ein Schützenfest erwartet, dürfte bitter enttäuscht werden. Denn die komplette Profitruppe wurde von Trainerlegende Florian Markert zu einer weitaus wichtigeren Aufgabe abgerufen. Auf dem goldenen Schloss vor den Toren der Stadt steht die Wahl zur <b>Markert-Manor-Miss of the Year</b> an. Stattdessen dürfen die Amateure des GAIS im Derby auflaufen, das somit eigentlich niemanden mehr wirklich interessiert. Deshalb wollen auch wir uns nun dem wichtigeren Thema widmen und stellen die Kandidatinnen noch einmal vor:
<b>Miss Januar: die Begrüßungs-Jungfrau</b>
In Schweden versteht man es, Vertragsverhandlungen zu forcieren. So musste Markert auch nicht lange zögern, als ihm die GAIS-Führung regelmäßige Jungfrauenopfer in eben diesem Paragraphenwerk garantierte. Nummer eins war bereits ein wunderbarer Vorgeschmack auf alles, was noch kommen sollte. Und der größtmögliche Gegensatz zur Ästhetik-Wüste England.
<b>Miss Februar: Annika</b>
Annika, die dank schwedischer Klontechnik einige hübsche "Schwestern" überall auf der Welt hat, ist übrigens neben ihrer Karriere als Chemikerin während ihrer Freizeit als Cheerleaderin bei Schwedens Vorzeigeclub GAIS tätig. Doch in puncto Metallkunde kann ihr keiner das Wasser reichen, was auch ihre Nachhilfestunden für Magnus Söderberg damals eindrucskvoll belegten. Und damit wäre ihr größter Pluspunkt ja noch gar nicht erwähnt worden..
<b>Miss März: Marielle</b>
Sie mag es glatt und makellos und genauso sieht sie auch aus. Ihren einstigen Job bei einer Zeitung kündigte sie prompt, als sie der GAIS-Trainerlegende bei einem Interview begegnete. Seitdem residierte sie zeitweise inmitten von Gold. Ihr Kleidungsgeschmack ist ähnlich zurückhaltend. Erst als ihre zeit dort abgelaufen war, schmiss sie sich einem schmierigen Italo-Schwachkopf namens Paolo Rossi an den Hals. Ein weiterer Schwachpunkt auf ihrer mittlerweile nicht mehr ganz so weißen Weste ist ihr Ex-Freund, ein gewisser Nightwalker, der nach wie vor zweitklassig vor sich hindümpelt. Was man von <i>ihr</i> nach wie vor allerdings kaum behaupten kann.
<b>Miss April: ein zweites Jungfrauenopfer</b>
Lange goldene Zöpfe, sinnliche Lippen und eine erstaunliche Lernbereitschaft zeichneten dieses wundervolle Geschöpf aus. Einen Namen hat sie zwar – zumindest für die Presse – nie gehabt, aber wir Reporter haben ja bedauerlicherweise auch nicht denselben privilegierten Status wie Herr Markert. Allerdings war sie eindeutig der schönste Neuzugang des Monats in Schwedens Sport- und Presselandschaft. Kein Wunder – der andere war Einar Gehtnochrein, der sich nun nicht gerade durch eine gefällige Optik auszeichnet.
<b>Miss Mai: Schönheit vom Lande</b>
Ein Kurzbesuch im ansonsten wenig anziehenden Ljungskile lohnte sich für Markert. Die vermeintliche Oma und eigentlich lediglich arg faltige (mittlerweile Ex-) Freundin des Zweitligatrainers Chris war zwar nicht nach Markerts erlesenem Geschmack, aber das Provinznest hatte auch noch besseres zu bieten. Jedenfalls konnte die junge Dame es kaum erwarten, endlich die Einöde zu verlassen und auf dem goldenen Schloss einzuziehen.
<Miss Juni: die Tochter des Präsidenten von Degerfors IF</b>
Angeödet von Männern mit Elchschmalz in den Haaren, hier sei beispielhaft auf Magnus Söderberg verwiesen, hielt es die bezaubernde Tochter des dortigen Club-Präsidenten nicht mehr in Degerfors aus und klopfte eines schönen Juni-Tagen mit flehentlichem Blick an die Schlosspforte. Markert erwies sich als wahrer Gentleman und ließ die Schönheit nicht nur seinen prächtigen Fuhrpark genießen.
<Miss Juli: die Bromma-Queen</b>
Der schönste
Exportschlager der Hauptstadt trägt Hut, Sonnenbrille und wenig unter dem hellen Jäckchen. Selbst dann, wenn es schneit. Beim Urlaubstrip ins Skandinavische Gebirge hatte Markert eine Menge Spaß, und zwar nicht nur auf seinem mit Diamanten besetzten Snowboard.
<Miss August: Kahima</b>
Die sensationelle Nachricht verbreitete sich damals wie ein Lauffeuer: Die wunderschöne Enkelin des bereits seit Jahrhunderten scheintoten Norrköping-Patriarchen Kahim war auf Markert Manor aufgetaucht. Trotz des öffentlichen Aufschreis sollte es nicht ihr letzter Besuch werden. Für die Presse war es ein gefundenes Fressen, für Kahim das Ende der geruhsamen Abgeschottetheit im Kreise seiner Familie, und für Markert einfach nur ein mehrfach wiederkehrendes Vergnügen in knallblond.
<b>Miss September: Kiki</b>
Die frankophobe Chilenin bezauberte die Männerwelt von Göteborg und Umgebung vor allen in den ersten Wochen des Jahres, als der Aufstieg noch gefeiert und kein Gedanke an Krückstockspazierer wie Java Jim verschwendet wurde. Wie es sich für Frau gehört, ließ Kiki sich gleich nach ihrer Ankunft fürstlich verwöhnen. Massagen und Wohlfühlbäder, dazu ein höchst charmanter und aufmerksamer Gastgeber, was will ein Frauenherz mehr. Leider musste Kiki Schweden schon wenige Wochen später auf Wunsch der chilenischen Botschaft wieder verlassen. Gerüchte, wonach Kiki minderjährig gewesen sei und man sich beim GAIS womöglich sogar strafbar gemacht hätte, wurden jedoch schnell als gezielt gestreute Gerüchte aus der opportunistischen Hochburg Halmstad identifiziert und somit als unhaltbar zurückgewiesen.
<b>Miss Oktober: eine Jungfrau aus Växjö</b>
Das dritte Jungfrauenopfer brachte eine faustdicke Überraschung. Nicht Göteborg oder Stockholm waren diesmal die Überbringer einer weiteren unschuldigen Schönheit, sondern das gänzlich unterschätzte Växjö konnte im Oktober mit einem echten Kracher aufwarten. Öster IF hat es indes nix genützt, die mussten trotzdem absteigen. Leider gibt es von der jungen Dame kein Foto, so dass ihr lediglich Außenseitenchancen auf den Titel des Miss of the Year eingeräumt werden.
<b>Miss November: das Hundeopfer</b>
Für Otto Graf kam jede Hilfe zu spät, der Skandalreporter aus Jönköping wurde in einer kalten Novembernacht von den Polizei leblos aufgefunden. Offenbar war er einem rasenden Hund (auch unter dem Namen hundini berühmt und berüchtigt) zum Opfer gefallen, der kürzlich erst seine Leine verloren hatte. Eine hübsche blonde Jungfrau im weißen Rock saß zitternd daneben und vermochte vor Schock kein Wort hervorzubringen. Zur Therapie unter besten Bedingungen wurde sie von den Vertretern der schwedischen Exekutive auf das Schloss des weltberühmten GAIS-Trainers Florian Markert gebracht. Bei einem wahren Menschenfreund bestens untergebracht, fiel es diesem nicht erwartungsgemäß schwer, ihr ihre Lebensfreude zurück zu geben!
<b>Miss Dezember: ein dänischer Weihnachtsimportschlager</b>
Neben einem prächtigen Ferienhaus in der Nähe von Kopenhagen beschenkte sich Markert zu Weihnachten gleich noch ein zweites Mal „auf dänisch“. Eine wundervolle dänische Schönheit konnte seinem Charme kaum widerstehen und bot sich somit freiwillig als viertes Jungfrauenopfer an. Die Stadtverwaltung Kopenhagens war natürlich begeistert und änderte prompt ein Gesetz, das solche Handlungen normalerweise mit Hinblick auf die Menschenwürde untersagt. Eine clevere Lösung, denn Markert verspricht viel positive Publicity.
Angesichts dieser hervorragenden Kandidatinnen ist es kein Wunder, dass das Derby in den Hintergrund rückt. Vielleicht hat ja bis zum Rückspiel dann auch wieder irgendjemand in Göteborg Lust auf Fussball – wie so vieles im Leben, ist auch dieser stets vom Angebot abhängig, und da können Java Jims Krummfüße nun einmal nicht mithalten. Und betrachtet man es einmal nicht durch die rosaroten IFK-Brille, so ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass auch Java Jim selbst lieber die Preisverleihung besucht, als seinen Matschtretern beim Bolzen zuzuschauen.
Auf Markert Manor scheint endlich wieder die Sonne. Wie zu den besten Zeiten in der Superettan beherrscht die Mannschaft von Schwedens beliebtestem Schlossherrn nach dem König ihre Gegner. Nicht von ungefähr belegt GAIS den zweiten Platz in der Rückrundentabelle. Nicht einmal Schwedens Vorzeigeschotte konnte den Heimnimbus der Makrillarna gefährden, mit 3:0 wurde McPhillster nach Hause zu seinen Becks-Fässern gejagt. Der Abstieg scheint also abgewendet, was umgehend dazu führte, dass Markert seinen beinahe schon schäbigen alten Thron im Stadion (siehe Foto) durch einen neuen, noch luxuriöseren
Herrschersitz ersetzen ließ, der überwiegend aus Walross-Elfenbein besteht. Tierschützer werden sich über diese neue Gelegenheit freuen, dem Stadion von GAIS einen „Protest-Besuch“ abzustatten. Alle anderen werden einfach nur staunen. Denn der neue Chefsessel macht einiges her und wird sicherlich für einen noch größeren Heimvorteil sorgen. Und damit kann dann im nächsten Jahr auch der schwedische Meistercup in die heimische Vitrine wandern.
Kaum hat der Streit vom Zaun gebrochen, da hat er ihn auch schon verloren. Java Jim und der IFK Göteborg haben die Vorherrschaft in der Stadt nach dem letzten Wochenende endgültig und für alle Zeit an den GAIS abgetreten. Das weiß auch Java Jim (Foto), und man sieht, wie sehr ihm dieser Umstand zum Hals heraushängt. Nützt aber alles nix, Wettschulden sind Ehrenschulden, und da Java Jim wieder einmal den Kürzeren gezogen hatte, musste er sich die schottische Plörre mit dem „GR“-Aufdruck reinpfeifen. Ohne die geringste Rührung betrachteten seine Allsvenskan-Kollegen und
der designierte Neu-Kollege Dr. P. Pacult aus der Superettan das seltsame Schauspiel, lediglich McPhillster konnte sich nicht beherrschen und musste seine Freude über das klägliche Bild, das Java Jim beim Pissetrinken abgab, mit lautem Gelächter kundtun. Er tat gut daran, es war tatsächlich zum Kringeln. Nur Java Jim hatte schlechte Laune – bei einer solchermaßen missglückten Taktik und entsprechendem Pech beim Wetten auch kein Wunder!