Wenn man den letzten Artikel des Genossen Fubini in der schwedischen Presse verfolgt könnte man glauben, er wohnt gar nicht mehr zu Hause. Nein er ist auch nicht verreist sondern wurde wieder mal abgeholt von den starken Männern mit der weißen Jacke. Wie konnte es ihm gelingen in der letzten Saison dafür einen Copa-Award ein zu heimsen? Oder vielleicht gerade deshalb, man weiß ja nie genau, wie sich die Jury
zusammensetzt und nach welchen Gesichtspunkten sie entscheidet. Hat Fubini überhaupt einen Punkt im Gesicht? Sollte ich mir auch einen Punkt ins Gesicht malen um irgendwann so einen Award zu bekommen? Könnte einer von Euch mir so einen Punkt ins Gesicht malen? Ich habe immer so zittrige Hände, da wird aus dem Punkt am Ende noch ein Komma oder ein eckiger Kreis. Ich glaub ich wird ihn mal besuchen, da wo er jetzt wohnt.
Neulich, als ich wieder mal beim Rasenmähen war, denn auch das bissel Land, auf dem das kleine Häuschen in Södertälje stand, dass ich vor ein paar Jahren gepachtet hatte, musste gepflegt werden, also wie gesagt, als ich mitten bei der Gartenpflege war, kam Frau Pacult leise von hinten heran und wollte mich überraschen. Sie war eben vom Friseur wieder gekommen und ich hatte sie natürlich nicht bemerkt bei diesem lauten Motorengeräusch des Rasenmähers. Als ich sie endlich bemerkte fuhr es mir wie ein Blitz durch Mark und Bein. Ich schrie laut auf und wäre fast über die elektrische Schnur gefahren. Sie hatte sich aus irgendeiner Modezeitschrift der 90-er Jahre einen Bubikopf ausgesucht, und den auch schneiden lassen.
Ob denn die Krankheit lange anhalten würde entfuhr es mir völlig überrascht. Sie sah aus wie ein abgefressenes Huhn, das sich zu lange in Käfighaltung befunden hatte. Ja und leider denke ich solche Sätze nicht nur, sondern ich sage sie auch laut heraus. Sie sei kein Huhn, wenn schon, dann ein schönes. Ein dummes, sage ich, ein dummes Huhn in Preiselbeersauce. Ich hasse Veränderungen, vor allem wenn sie mein näheres Umfeld betreffen. Nun darf ich wieder den nächsten Blumenladen und das nächste Pralinengeschäft aufsuchen, um den Pacult´schen Haussegen wieder gerade zu rücken. Was das wieder kostet. Möchte nur wissen, welcher Idiot immer diese alten Zeitungen beim Friseur rumliegen lässt.
Nun ist es also an der Reihe, das Spiel Meister gegen Pokalsieger, bzw. anders herum. Den fast weltbesten Trainer Thierry Reinert, den Mister Europacup Roquinho, den Ligapokalsiegertrainer Superm@n und einige andere Größen im Copafußball hatte ich ja schon erwähnt. Nicht unerwähnt sollen Fubinini und der Hans Maulwurf bleiben, die beide in der Saisonpause einen der begehrten Awards einheimsen konnten. Fubinini als bester Zeitungsschreiber des Copa-Universums und Hans Maulwurf
für sein Engagement als Forumsadmin. Den Beiden dazu an dieser Stelle nochmals herzlichste Glückwünsche. Nur einer gibt sich zur Zeit etwas wortkarg, der Java Jim. Der Flaschengeist des schwedischen Fußballs, der den IFK Göteborg als Zweitligameister wieder in die Allsvenskan geführt hat. Gerechnet hat er ja letzte Saison sehr gut, doch schreiben kann er wohl nicht, sonst könnten ja alle anderen was lesen von ihm. Aufwachen Herr Jim, oder ist etwa der Stöpsel noch drauf?
Seit Urzeiten ist es im internationalen Fußball so üblich, dass die neue Saison vom Spiel um den Supercup eingeleitet wird. So auch wieder in dieser Saison in Schweden, wo am 1. ZAT der Meister gegen den Pokalsieger spielt und der Gewinner, einer riesengroße versilberte Obstschale erhält. Aber halt, da hat sich doch der Analyseteufel eingeschlichen. Gegen den Pokalsieger spielt man ja erst am 2.ZAT. Zuerst geht es doch, wie jedes Jahr, gegen Vizelunda mit
seinem fast weltbesten Trainer Thierry Reinert. Da auch Peter Pacult und Roquinho in der Bestenliste der vergangenen Saison und Saisons vorne mitmischen, kann man doch eigentlich nur stolz sein, in dieser Allsvenskan, einer der stärksten Ligen der Copawelt, mitspielen zu dürfen. Im Orchester der Großen mitspielen, dabei sein wenn die Post abgeht, mitessen am Tisch der Großkopferten, das ist doch was feines, vor allem, wenn es Meistertrainer in Aspik gibt.
Einem Meistertrainer über die Schulter geschaut.
Seit dem 29.01.2006 bin ich nun Trainer in Södertälje, und jede Woche das gleiche Prozedere. Gegner analysieren, Taktik zurecht legen, Hoffen, Bangen, in einschlägigen Foren und Zeitungen versuchen den Gegner auf eine falsche Fährte zu locken. Und meistens gewinnen dann die anderen und man ärgert sich. Meistens genau sechs Tage lang, dann geht das Spiel wieder von vorne los. Wer ist in dieser Zeit nicht alles Meister geworden, obwohl ich mich immer ganz tolle angestrengt hatte. Mehrmals Kahim, Mc Phillster, Lord von Kidderminster, Java Jim, der Maulwurf und sogar der Markert durfte die Schale der strahlenden Sonne entgegen stemmen. Nur ich ging immer leer aus, obwohl ich doch die viel bessere Taktik hatte, och das Leben kann so gemein sein. Einmal war ich sogar 2. und kurz davor nach der Schale zu greifen, doch dann machte der unsägliche
Gerd M. uns allen einen Strich durch die Rechnung. Dann endlich der unverhoffte Triumpf am letzten Spieltag der letzten Saison. Na gut mehr oder weniger war das Zufall und etwas Glück, dass kein anderer die Schale wollte. Jetzt sitz ich wieder hier und zermürbe mir den Kopf wie ich in dieser Saison den Titel verteidigen könnte, was ja noch viel schwerer ist, als einmal Meister zu werden. In anderen Ländern wird der Meister regelmäßig in die 2. Liga gebombt. 4 Punkte Vorsprung habe ich und ein gutes Torverhältnis, Västra Frölunda hängt mir im Nacken, doch halt was ist das? Am letzten Spieltag spiele ich gegen Helsingborg, die haben ja 0,0 TK. Da reicht ja eine Auswärts-1 um einen lockeren Sieg einzufahren, ich wäre uneinholbar. Meister, Leute, ich bin ja faktisch schon Meister aller Schweden. Ist das nicht herrlich? So eine Zugabgabe kann eigentlich sooooo einfach sein.
Seit vielen vielen Jahren, eigentlich genauso lange wie ich bei Copa Trainer bin, bin ich auch bei Assyriska Föreningen aus Södertälje Trainer. Und genauso lange habe ich mich immer über Mannschaften und Trainer aufgeregt, die am Beginn, bzw. in der Anfangsphase der Meisterschaft ihr ganzes TK verpulvern und am Ende, wenn sie gegen meine direkten Kontrahenten spielten keins mehr hatten um sich zu wehren. Meistens wurden meine direkten Kontrahenten dann Meister und ich guckte in die Röhre. „Im Fußball gleicht sich alles aus“ und „man sieht sich immer zwei mal im Leben“ und ähnlich doofe Sprüche durfte ich mir jahrelang anhören. Seit 2007 geht das nun schon so, mit Ausnahme der letzten Saison, wo ich unverhofft Meister wurde, weil im am Ende das meiste TK mit der besten Taktik hatte. Und nun in diesem Jahr, hat mich das Schicksal bevorteilt
und es gleicht sich, nicht alles, aber vieles wieder aus. Von meinen letzten 4 Gegnern haben 3 kein TK mehr und mir wird die Meisterschale praktisch hinterher geschmissen. Helsingborg, bzw. sein finnischer Patenonkel, als Zünglein an der Waage hat sein gesamtes TK am letzten Spieltag gegen meinen direkten Kontrahenten Superm@n verballert und lässt mich am letzten Spieltag kampflos gewinnen. Ich möchte mich hier an dieser Stelle natürlich nicht darüber beschweren, aber ich möchte Trainerkollege Superm@n von Elfsborg Boras aufmuntern und einen sportlichen Gruß übermitteln. Du hast eine supertolle Saison gespielt und du bist unser, (oder mein) Meister der Herzen, für dich mag es im Moment etwas ärgerlich sein, aber wie du oben lesen kannst, Deine Zeit wird kommen.
Die Hauptsache ist, dass es nicht der Markert geworden ist, der mogelt immer beim Pokern.
so bilden Markert und Superm@n in dieser Saison in der schwedischen Allsvenskan ein dynamisches Duo. Batman konnte keinen Wiedersacher ohne seinen getreuen Robin zur Strecke bringen, unzählige Abenteuer erlebten beide gemeinsam. Nun hat sich das Markertier unfreiwillig oder freiwillig, man weiß es nicht genau, zum Getreuen des Superm@n gemacht, indem er alle Rivalen des Elfsborgischen Trainers im Kampf um die Meisterkrone abschießt, um dann am Ende selbst auf der Strecke zu bleiben. Am vorletzten Spieltag treffen dann beide Busenkumpel aufeinander, doch bis dahin ist dem Markertier schon die Luft ausgegangen.
Schade eigentlich. Hatte man sich doch in Södertälje so einen schönen Meisterschafts-Verteidigungs-Plan gestrickt, und nun hat der selbsternannte GröTaZ die ganze Wolle verfitzt. Nun sitze ich hier mit meinen spitzen Nadeln und muß zusehen, dass mich nicht noch Västra, Falkenberg und Umea überholen. In der Championsleague ist der Traum vom großen Coup auch ausgeträumt, damit steht man in Södertälje vor einem großen Scherbenhaufen und hinter den Türen wird schon über eine Ablösung des verantwortlichen Trainers getuschelt. Musste es denn soweit kommen?
Ups, wo hab ich denn diese Überschrift gefunden? Wahrscheinlich hat mich ein befreundeter schwedischer Trainer, der sich selbst Fubi nennt, inspiriert. Apropoz Freundschaften, im Fußball gibt es keine Freundschaften, unter Männern sowieso nicht, oder tragen wir rosa Hemdchen, wie Tim Wiese? Am Wochenende muß ich gegen meine zwei Lieblinge aus der Allsvenskan ran, gegen Fubi und Marki. Tut mir leid, eigentlich will ich Euch ja nicht weh tun, aber ich muss auch mal kurz an mich denken. Man hat ja schließlich einen Namen zu verteidigen. Obwohl Fubi mit der (h)eißenbahn nach Göteborg unterwegs ist, obwohl wir ja eigentlich in Södertälje spielen hat das nix zu bedeuten, das ist sicher nur ein Ablenkungsmanöver. Und Marki hat nur noch einen ganz kleinen
(TK-Vorrat), aber auch das hat nix zu sagen, auch das ist sicher nur ein Ablenkungsmanöver. Also muss ich mich am kommenden ZAT wieder richtig nackig machen um im großen Orchester weiter mitspielen zu dürfen, das passt mir gar nicht, aber was will man machen.
Sollte mein Zeitungsartikel der letzten Woche einige Gemüter zu sehr erregt haben, so möchte ich mich hiermit, nein natürlich nicht entschuldigen, aber dazu äußern. Ich freue mich, dass die schwedische Zeitung auch international gelesen wird, und ich möchte Euch beteuern, ich stehe trotzdem, rein politisch gesehen, immer noch auf der richtigen Seite. Da könnt Ihr sicher sein. Ich werde mich bemühen diese unsägliche Person in Zukunft aus meinen Artikeln heraus zu lassen. Okay?
Unter dem Begriff Joint Venture (wörtlich: gemeinsames Wagnis) versteht man eine gemeinsame Tochtergesellschaft von mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich getrennten Unternehmen. Diese getrennten Unternehmen sind die Allsvenskan aus Schweden und die Prva Savezna aus Serbien Montenegro. Das Bündnis „Demokratie jetzt“ fordert vom Ligenverantwortlichen, dem Hexer aus Dortmund, sofort und unverzüglich, eine Zusammenlegung der beiden beliebtesten Zweiten Ligen Europas, um eine Schließung durch ein kleines österreichisches Individuum zu verhindern. Dieser kleine Knirps aus Österreich, mit Seitenscheitel und Schnauzbart, steht mit seinen Elefanten am Fuße der Alpen, und wartet nur darauf, über Selbige zu ziehen um hilflose kleine zweite Fußballliegen zu überrennen und zu schließen. Mit der kampflos errungenen Beute möchte er dann eine zweite österreichische Liga aus dem Boden stampfen, nur damit er endlich
selbst eine Kolumne a la „Heute für Morgen-Erste Liga-News“ schreiben kann. Doch wozu das ganze? Wer will solche News lesen? Gibt man ihm einmal den kleinen Finger, so dauert es nicht lange und er verlangt, dass Bayern von Deutschland und Südtirol von Italien abgetrennt wird, nur damit er, der kleine Knirps, dann die dritte österreichische Liga aus dem Hut zaubern kann. Wehret den Anfängen, schon einmal hat ein kleiner österreichischer Knirps großes Unheil über die Welt gebracht. Fast 50 Jahre hat es gedauert bis sich die Menschheit wieder richtig erholt hatte. Wir, also meine Frau und ich, vom Bündnis „Demokratie jetzt“ sind gegen eine Schließung jedweder zweiten Liga in Europa, besonders gegen eine Schließung der Superettan, wo wir ja alle herkommen, bzw. der Druga Liga, von wo all die anderen Verrückten die ich kenne herkommen. Lasst uns jetzt abstimmen pro Joint Venture mit SM. Contra dem Mostviertler.
Pünktlich zu Frühlingsbeginn hat ein gewisser Marcool den EHEC-Pokal ins Leben gerufen um das drohende Frühlingsloch in den Zeitungen zu stopfen. Aus aller Herren Länder reisen nun die besten Mannschaften nach Zons einen kleinen Ortsteil von Dormagen. Dormagen liegt linksrheinisch, also Richtung Holland hin. Da ja in Richtung Hollend selten guter Fußball gespielt wird, dachte sich dieser Marcool, veranstalteste eben deinen eigenen Pokal, da ist in Zons wenigstens einmal im Jahr was los.
Sogar die Regeln hat er
angepasst, die Mannschaft mit den meisten Niederlagen zieht ins Finale ein. In der 7. Minute soll eine Spielunterbrechung dafür genutzt werden, ein Lied der unlängst verstorbenen Withney Huosten vorzutragen. Während des Spiels müssen alle Reservespieler auf der Bank an einem Fanschal stricken, wer den längsten hat bekommt zwei Freikarten für „unser Star für Baku“. Alles in allem keine schlechte Idee, wenn man sie denn irgendwann verstanden hat. Dann kann’s aber schon zu spät sein.
Sonntagabend, ca. 20:22 Uhr, Otto Normalschwede schaut eigentlich wie immer auf ARS den Kommissar Beck, da wird das Program jäh unterbrochen. Auf dem Bildschirm erscheint eine blau gelbe Fahne, ein Warnton erklingt, das hat normalerweise um diese Zeit nichts Gutes zu bedeuten, dann erfolgt eine Ansprache von Angela Merkelson an das gemeine Volk. Sie bittet uns Ruhe zu bewahren und genau zu zu hören. Eine Bedrohung für Schweden, genauer gesagt, für die Schwedische Liga und vor allem für deren Trainer, sei aufgetaucht. Ein kleiner Wicht, sozusagen der KleiTaZ, der kleinste Trainer aller Zeiten, der sich selbst Java Jim nennt, so klein, dass er sogar in einer leere Bierflasche passt, schickt sich an, die Schwelle zur Allsvenskan zu überschreiten. Gut, mögen sich nun einige Zuschauer fragen, wo ist da die Bedrohung? Es geht ums Prinzip schlechthin. Wollen wir uns das gefallen lassen?
Brauchen wir so einen in unseren Reihen? Ist es gerechtfertigt, dass wegen so einem unser Sonntagsabendkrimi unterbrochen wird? Er liegt schon auf Platz 3 der Superettan und kann nur noch durch Gottes Hand aufgehalten werden, oder durch uns. Ich rege hiermit eine Volksabstimmung an um über die Zukunft unserer Allsvenskan zu entscheiden. Man könnte zum Beispiel beim Wasalauf kurz vor dem Start, Stimmzettel an die Teilnehmer verteilen. Wer dafür ist das Java Jim zurück in die Allsvenskan soll, steckt seinen Stimmzettel nach Zieleinlauf in einen kleinen Schlitz einer kleinen Kiste, wer dagegen ist, der wirft ihn einfach weg, mal sehen was raus kommt. Und nun weg da vom Fernseher, will wissen wer der Mörder ist.
PS Frage an herrn Fubini: Was ist scharfe Steine für eine Verletzung? siehe ein Schutz des Fußes vor Verletzungen, wie z. B. Schnitte, Stöße, scharfe Steine;
Die eine Woche ohne Computer war schon recht anstrengend. Was macht man so wenn man plötzlich so viel Freizeit hat? Man geht zwischen Küche (Bierkasten) und Stube hin und her. Man trifft Leute (Kinder) die hat man seit Monaten nicht mehr gesehen hat, man sind die groß geworden. Der eine konnte mich grad noch davon abhalten die 110 auf meinem Handy (das ging wenigstens noch) zu wählen um einen Einbruch zu melden. Ich wär sein Vati sagte er. Zwischendurch ab und zu mal den Computer einschalten, obs denn von allein wieder in Ordnung gegangen ist, aber denkste, immer wieder dasselbe, Hochfahren -> Willkommen -> Runterfahren. Dazwischen die
Gespräche mit der Alten, äh der Frau Pacult meine ich natürlich, Zuhören, Nicken, Recht geben usw. Ihr kennt das ja. Gott sei Dank ging der Fernseher noch, wenn der auch noch ausgefallen wäre, wäre ich sicher aus dem Fenster gesprungen. Dann der rettende Gedanke, abgesicherter Modus, Virenscanner. Nach 36 Stunden Dauerscannen endlich die Erlösung. 8 Trojaner enttarnt und entfernt. Der Rest war Pille Palle und nun läuft er wieder. Man ist gleich wieder ein anderer Mensch. Aber wer ist das, der da halb verhungert in der Ecke rumliegt? Ach der Leibnits, der war ja auch noch da. Oh das tut mir aber leid. Zu erst mal ein herzliches Willkommen. Hi hi.
Heute muß der Bericht über ein Praktikum von Silvan Leibnits in Schweden leider entfallen. Als Herr Leibnits am Montag von Ägypten aus kommend in Södertälje ankam stand er vor verschlossenen Toren. Leider war am Sonntagabend der Computer des Herrn Pacult total zusammengebrochen. Pikanterweise passierte das, als er auf der Suche nach der Antwort auf die Frage war: Welche Fans schimpfen sich Hühnchen und Müllsammler. Als der Computer des Herrn Pacult 3 x abgestürzt war, kam eine Fehlermeldung mit einem Warnton verbunden und einem TR/ am Anfang. Schnell war natürlich entfernen
angeklickt aber damit war das Problem nicht behoben. Als er am Montagmorgen den Compi wieder anschalten wollte ging gar nix mehr. Compi fährt hoch, sendet Willkommen, und fährt wieder runter. Und das so oft man sich einloggt. Da Herr Pacult daraufhin einen Tobsuchtsanfall bekommen hat, hatte er den vor den Toren Södertäljes stehenden Leibnits glatt vergessen. Wer nun dent, gut es gibt doch Telefone und Internet, der hat die Rechnung ohne Telecolumbus gemacht. Telecolumbus das neue Wunderland des WWW. Tut mir leid Herr Leibnits, sie müssen leider wieder nach Hause fahren, heute fällt das Training aus.
Die zweite Woche weilte Trainingspraktikant Silvan Leibnits nun bereits in Schweden bei Assyriska Föreningen aus Södertälje. Der schwedische Meisterverein bietet dem Trainer des Schlusslichtes in Ägypten hier die Möglichkeit etwas Neues über den Fußball zu lernen um daheim seinen Tabellenplatz zu verbessern. Und sein Praktikum fruchtet schon etwas, denn am vergangenen Wochenende konnte er die ersten 3 Zähler einsacken. Wie Fußball sah es zwar noch nicht aus, aber gewonnen ist gewonnen. Am Sonntag war dann auch sofort Spieltagsauswertung und Taktik angesetzt. da staunte der Herr Leibnits nicht schlecht, denn sowas gab es bis dato im ägyptischen Fußball nicht. Sonntags rennen dort alle in die Mosche und danach in die Kneipe. Die Spieler faulenzen den ganzen Tag herum und auch die Trainer lassen gern mal alle Fünfe grade sein. Herr Leibnits lernte bei der Spieltagsauswertung, dass man auch auswärts immer zu elft auflaufen sollte, dass man in der Halbzeitpause nicht den Gebetsteppich
ausrollt, und dass man auch nach Rückständen noch ordentlich gegenhalten sollte, so kann man doch noch das ein oder andere Spiel zu seinen Gunsten drehen. Auch sollten nicht alle 11 Spieler dem Ball hinterher rennen, sondern einige sollten sich immer im freien Raum anbieten. Auch kann man hier oder da mal ein verstecktes Faul einflechten um in Ballbesitz zu kommen bzw. zu bleiben. Nach Hütchen aufstellen und Autogrammpost beantworten lernte Silvan Leibnits diese Woche wieder etwas Neues. Am Freitag standen Standards auf dem Programm und Herr Leibnits durfte sich mit den anderen Auswechselspielern in die Mauer stellen. Da staunte er nicht schlecht, wie sich die Bälle und Flanken Reihenweise wie Bananen um die Mauer bogen und fast jedesmal ihren Weg ins Tor fanden. Nun ist er erst mal wieder nach Ägypten gereist um alle Neuerungen an seinem Team auszuprobieren. Auch wie man einen schlechten Spieler mal verbal zusammenfaltet will er am kommenden Zat gleich mal vor Ort testen, Kandidaten dafür gäbe es genug. Bis Sonntag dann.
Ja es stimmt, seit Montag ist er da, der neue Trainingspraktikant, Silvan Leibnits. Der schwedische Meisterverein hatte diese Stelle zu Beginn des neuen Jahres eigentlich extra für Java Jim geschaffen, um ihm den Ein- bzw. Aufstieg in Schwedens erste Liga zu erleichtern. Doch nun ereilte uns der Hilferuf aus Ägypten, die dortige Meistermannschaft der letzten zwei Jahre, El Gouna FC steckt in argen Abstiegs- und Finanzsorgen. Den Trainer entlassen wollten sie nicht, da er ihnen so ans Herz gewachsen ist. Mit 0 Punkten und schon 7 Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz geht in El Gouna unter der Leitung von Silvan Leibnits aber zurzeit gar nichts mehr.
Wie sieht so ein Praktikumsalltag aus?
Am Montag war erst mal Kaffee kochen und Telefondienst angesagt. Auch beim Beantworten der Autogrammpost konnte er gleich tatkräftig mit anpacken. Schon lange suchten wir eine feuchte Zunge, die uns beim Anlecken der Rückumschläge behilflich sein könnte. Am Dienstagmorgen war Waldlauf angesagt, nicht nur die Trainingsform an sich war Neuland für Sportkamerad Leibnits, sondern die Bäume, also der Wald überhaupt. Sowas haben die
ja in Ägypten nicht. Am Nachmittag war er beim Aufstellen der Kegel behilflich, und konnte sich so ein erstes Bild vom Stadion in Södertälje machen. Sowas großes und schönes gab es ja in Ägypten auch nicht. Am Mittwoch waren Spielformen aller Art angesagt und Sportkamerad war mittendrin, zumindest beim Spiel 5 gegen 2. Beim Fußballtennis stellte er sich gar nicht so dumm an, und bei der anschließenden Pokerrunde durfte er sogar das ein oder andere Spielchen gewinnen, damit bei ihm kein Lagerkoller auftritt. Am Donnerstag standen Sprints und Medizinballweitwurf auf dem Programm. Da wollte er sich zwar erst verdrücken, aber der Torwart hat ihn doch ziemlich schnell auf dem Klo gefunden, bzw. mit dem Medizinball getroffen. Es tut schon nicht mehr weh sagte Sportkamerad Leibnits am Abend den warteten Journalisten. Am Freitag war Abfahrt nach Jonköping, Sportkamerad Leibnits war schon eine Stunde eher da, denn es mussten nicht weniger als 87 Sporttaschen und Kisten in den Bus verfrachtet werden. Nun hat er erst mal 1 ½ Tage frei und kann sich ein wenig erholen, ehe es am Sonntag mit der Spieltagesauswertung weiter geht.
Pünktlich zur Frühjahrspause fliegen auch die Zeitungsenten wieder übers Copaland. In einer Nacht- und Nebelaktion tauschten der schwedische Meistertrainer P.Pacult und der Neuportugiese V.Jones ihre Teams. Mal sehen, was der jeweils andere Trainer in dem jeweils anderen Land für Schaden anrichten kann, bevor dann im Sommer wieder zurück getauscht wird.