Nichts Neues aus der mittlerweile zur pittoresken Ruine zerfallenen ehemaligen In-Kneipe Afrikas. Nichts Neues? Naja, der Kampf gegen den Abstieg hat begonnen...
...und zwar nicht nur in der runtergewirtschafteten Kaschemme, bei der die übergroße Konkurrenz an Nagelstudios nicht unerhebliche zum Niedergang beigetragen hat. Nein, auch der zweimalige Aufsteiger, das Team, daß durch frischen Wind in der Liga aufgefallen ist, das Teams, welches vom wohl schwärzesten Weißen des Kontinents mit schwungvoller Jazzmusik zu immer neuen Höhenflügen angestachelt wurde, Sporting FC kämpft in den Niederungen der Tabelle.
Viele sagen jetzt: Geschieht ihm recht. Und mehr bleibt auch nicht zu sagen.
Aufgrund der desolaten Leistung sowohl des Teams als auch der Animierdamen in Südafrikas Vorzeigeclub, dem Spotz blieb eben jenes die ganze Woche geschlossen.
Und nicht nur der wirtschaftliche Schaden, den der Besitzer der Edel-Kaschemme und Trainer des erfolglosesten Erfolgsteams des Kontinents, der ledernackige fubinio, zu tragen hat, auch der Imageverlust wiegt schwer in einem Land, in dem der Zugang zu einem Nagelstudio in der Verfassung garantiert wird.
Nichtsdestotrotz hofft man auf bessere Zeiten, die vielleicht ja schon mit dem nächsten Spieltag anfangen. Lattentreffer im Stadion und im Klub wären ein Anfang.
Absturz in die nierderen Ränge der Tabelle, Umsatzeinbrüche beim Vereinslokal, blinder Aktionismusbei den Verantwortlichen, die Fans kehren ihrem Verein den Rücken und die Sponsoren ziehen sich zurück.
Aber genug von George Clowney und dem Mamelodi Sundowns FC, kommen wir zum Sporting FC. Hier sieht es zwar mit dem Tabellenplatz ähnlich schlecht aus, aber das Vereinslokal, das
sagenumwobene Spotz brummt wie ein Bienenstock. Eine Party jagt die nächste.
Auch die Fans und Sponsoren sind immer noch treu dabei, ihrem fubinio die Stange zu halten, auch wenn der Job immer öfter von Isda Amanda und Tri Pper erledigt wird.
(Nach diesem Ausflug ins Reich der Zoten bekam der zuständige Redakteur einen neuen Scheitel mit dem Bügeleisen verpasst...zurecht.)
Mittelmässiges Mittelmaß, keinen Inspiration, nur Dienst nach Vorschrift, keine Experimente, immer das gleiche Gedöns.
Und nicht nur die Animierdamen im Spotz, auch die Kicker des Sporting FC geben sich keine Mühe mehr, die an sie gestellten Ansprüche zu erfüllen und kicken müde und lustlos ihren Stiefel runter, nur um anschließend bei einem Feierabendbier den Staub des
Schlackeplatzes herunterspülen zu können.
Da wird es schwer für den Trainer des Vereines, den quacksalbrigen fubinio, die Truppe wieder auf Vordermann zu bringen. "Ich fordere in den nächsten beiden Spielen zusammen fünf Tore!", so der Übungsleiter. On in Summe oder pro Spiel, ob gleichverteilt oder normalverteilt, ob per Kopf oder per Post, das bleibt den Spielern selber überlassen...
Im Spotz gingen die Lichter nicht aus. Auch spätabends saßen die verantwortlichen Funktionäre des Sporting FC bei einem kleinen faß Gerstensaft beieinander, um die aktuelle Situation des Vereins, der Mannschaft und des Vereinslokals zu analyieren.
Ein knaper Arbeitssieg gegen Mannis Rangers und eine unglückliche Niederlage gegen die schluckenden Marokos. Undankbar kann man die Aufgabe des Übungsleiters, des zungenfertigen fubinios wohl bezeichnen.
Hinzukommt der Gegenwind, den der junge und undynamische Trainer hier in Südafrika spürt. Überall Feindschaft, Neid und Mißgunst. Kein freundliches Wort. Kein Lächeln oder gar eine kleine Aufmunterung kommt von den Kollegen. Und das, obwohl der faltenübersäte Mann nichts auslässt, um seinen Charme mit seiner jovialen Art zu versprühen.
Zumindest hat seine Wutrede den unsäglichen Clooney schweigen gelehrt. Eigentlich sind das weitere drei Punkte auf dem Konto...
Fuchsteufelswildigkeit breitet sich im Spotz, dem Szenelokal der afrikanischen Sportelite, aus, als der Besitzer und Eigentümer, der nebenbei noch Übungsleiter beim eigentlich drittklassigen Klub Sporting FC ist, die Zeitung aufschlug.
"Ableger? Billige Kaschemme? Noch billigerer Trainerr? Noch billigere Nutten?" Einmal in Fahrt steigerte sich fubinio in eine Wutrede hinein:
"Es gibt im Moment in diese Liga, oh, einige Trainer vergessen ihnen Profi was sie sind! Ich habe gesehen auch zwei Tage de Nagelstudio. Ein Trainer ist nicht ein Idiot! Ein Trainer Zeit sehen was passieren in Studio. Ist klar diese Wörter, ist möglich verstehen, was ich hab' gesagt? In diese Studio es waren zwei, drei oder vier Frauen, die waren schwach wie eine Flasche leer!
Weil wir haben
gesehen viele Male solche Frauen, solche Studio. Haben gesagt, sind nicht Frauen für die Spotz. Clooney! Clooney ist zwei Spieltag nicht hier, hat nicht gesehn vier Spiele, ist immer in Studio. Was erlauben Clooney?
Haben viel nette Kollegen, stellen sie die Kollegen in Frage! Haben keinen Mut an Worten, aber ich weiß, was denken über diese Studio! Ich bin müde jetzt Vater diese Spotz, eh, verteidige immer diese Spotz! Ich habe immer die Schulde über diese Spotz. Einer ist Isda Amanda, einer, ein anderer ist Tri Pper! Clooney dagegen egal, hat nur Frauen für 25 Prozent diese Studio!
Ich habe fertig."
In das ausbrechende Schweigen mischte sich nur das leise Zischen des Zapfhahns und das zitternde Geräusch, als Isda Amanda die vierzehn Scheine entgegennahm. Vierzehn Scheine für 100 Prozent...
Die Wieder-Eröffnungsfeier im Spotz war ein voller Erfolg. Zumindest für die Gäste und die beiden netten Damen Isda Amanda und Tri Pper. Für den Eigentümer und Besitzer der Spelunke, den eigenbrötlerischen fubinio könnte nsich das Ganze als finanzielles Desaster herausstellen.
Nicht nur, daß alle Vorräte an flüssigen Genußmitteln vernichtet wurden; nein, auch nahezu das gesamte Mobiliar, die Außenmauern und die Einfahrt des Spotz wurden von
den Gästen zerlegt. Zähneknirschend musste der Nebenbei-Übungsleiter des Sporting FC einsehen, daß das eigentlich Ziel, sich mit der Wiedeeröffnung finanziell von den untalentierten Kickern unabhängig zu machen, fehlgeschlagen, ja geradezu invertiert wurde.
Spontan nahm der Trainer nach langem Überlegen das Angebot zur Vertragsverlängerung an, da ihm nach eigener Aussage nichts anderes übrigblieb. Nur eine Meisterschaft würde den Vetrag vorzeitig beenden. Aber darüber lacht ganz Afrika.
Endlich! Endlich! Nach Jahren einer wahrgewordenen Durststrecke geht es ab diesem Spieltag wieder los. Passend dazu gibt es in der Kaschemme, die in Südafrika weltbekannt ist, dem frisch renovierten Spotz eine Wiedereröffnungsparty, die sich gewaschen hat.
Die zwei Damen, die sich schon in der Vergangenheit rührend und rührig um die Gäste gekümmert hatten und dafür gesorgt haben,
daß bei den beritwilligen Kunden nichts verkümmert, sind frisch gebotoxt und gesilikont vorbereitet Hand anzulegen, um den angesammelten Druck, der vorhandenen sein muß, abzulassen. Tri Pper und Isda Amanda freuen sich schon auf die nächsten Wochen.
Und vielleicht werden auch die Stammkunden wieder dabei sein, um zuzuschauen, wie der Sporting FC allen Gegner zuhause die Gelegenheit gibt, Punkte zu sammeln.
<b>Wenige Spieltage verbleiben dem angeschlagenen Club des Clubbesitzers <i>fubinio</i> noch, um den Abstieg zu vermeiden und in der obersten Spielklasse des südafrikanischen Fußballs zu verbleiben.</b>
Wobei man bei der Spielweise des Vereines teilweise sicherlich wzeifeln darf, ob es sich tatsächlich umk Fußball handelt. Mann kann sich als aussenstehender beobachter des Eindrucks nicht erwehren, daß die Spieler den Ernst der Lage nicht erkannt haben.
Wie dem auch sei, daß zweite Standbein
des Trainers, der schon als Favorit für die nächste Trainerentlassung gehandelt wird, das <b>Spotz</b> läuft wieder auf hochtouren. <b>Isda Amanda</b> und die bezaubernde <b>Tri Pper</b> haben Spaß an der Arbeit und auch in dieser Woche ging ein Telegramm aus dem Spotz in die <b>Voodoo Lounge</b> um die beiden mit dem Spotz verbundenen Kollegen <b>Voodoo</b> und <b>Sir Archibald</b>, wieder einmal einzuladen. "Auf Kosten des Hauses!", wie <b>fubinio</b> betonte.
<b>Vieles spricht dafür, daß viele südafrikanische Frauen in den nächsten Tagen und Wochen die Abende alleine vor der nächsten Staffel von <i>Südafrika sucht den Supermenschenfresserlöwen</i> verbringen werden.</b>
Dies liegt daran, daß das <b>Spotz</b> nach der Neueröffnung so gut besucht war, daß der Betreiber und Besitzer und Trainer <b>fubinio</b> beschlossen hat, die Aktion <i>vier trinken, fünf bezahlen</i> um siebzehn Wochen verlängert
hat!
Gerüchten Zufolge hat <b>Voodoo</b> versucht mit falschem Bart und falscher Freundin wenigstens ein kleines <i>iced strongbow cider</i> zu erhaschen, wurde jedoch vom neu eingestellten Türsteher entdeckt und mit feundlichen Worten des Feldes verwiesen.
Sportlich ist der <b>SFC</b> immer noch im Tabellenkeller und wird dort vermutlich auch noch einige Zeit bleiben; eigentlich, bis die neue Saison anfängt und man punkt- und torgleich mit allen anderen Mannschaften auf dem ersten Platz steht. Demut kann auch den Charakter stärken.
<b>Es ist soweit! Durch eine Unmenge an Spenden und viel Geld aus dunklen Kanälen ist es geglückt, das <i>Spotz</i> zur Rückrunde wieder aufgebaut zu haben! An diesem Freitag findet die große Wiedereröffnungsparty statt.</b>
Die Brauereien des schwarzen Kontinents laufen wieder auf Hochtouren und durch die Aussicht auf normalen Bierausschank im <b>Spotz</b> konnten 17.000 Arbeitsplätze in der Getränkeindustrie gerettet werden.
<b>fubinio</b> hat schon dafür gesorgt, daß es neben dem üblichen Speise- und Getränkezettel
auch einige Spezialitäten geben wird: vergorene Eselsmilch, Büffelhoden mit Speck, Antilopenurin mit Cocktailkirschen, aufgesetzte Krokodilstränen mit Eierlikör. Zum Nachtisch wird es eine kleine Komposition aus <b>Isda Amanda</b> und <b>Tri Pper</b> geben.
An <b>Sir Archibald</b> ist eine Extra-Einladung mit einem 30-Rand-Getränkegutschein gegangen; <b>Voodoo</b> steht zur Zeit noch auf der schwarzen Liste.
<b><i>Voodoo</i> steht auf der schwarzen Liste des afrikanischen Kontinets. Mit dieser Nachricht schockte der Panafrikanische Kongress den umtriebigen Lounge-Besitzer.</b>
Iwill Nenmann, seines Zeichens Präsident und Vostandsvorsitzender des PAK, zeigte, wie leicht dem neunundfünfzigköpfigen Gremium die Entscheidung gefallen ist. Zur Begründung hieß es:
"Ein Mensch, der es fertigbringt, nur so aus Frust am Spaß, den wohl beliebtesten Club in ganz
Afrika zu zertrümmern, seine Ligakonkurrenten mit billigem Fusel Krankenhausreif zu trinken um dann zu sagen ey, tut mir leid, aber ich mach noch drei Läden auf, widerspricht dem panafrikanischen Gedanken."
Folgen hat das Auftauchen auf dieser Liste für den Lounge-Liebling nur eine: Er darf das Spotz nie wieder zertrümmern. Aber das war ja eh schon klar gemacht worden durch die sieben "Aufpasser", die <b>fubinio</b> für <b>Voodoo</b> "organisiert" hatte.
<b><i>Voodoo</i> steht auf der schwarzen Liste des afrikanischen Kontinets. Mit dieser Nachricht schockte der Panafrikanische Kongress den umtriebigen Lounge-Besitzer.</b>
Iwill Nenmann, seines Zeichens Präsident und Vostandsvorsitzender des PAK, zeigte, wie leicht dem neunundfünfzigköpfigen Gremium die Entscheidung gefallen ist. Zur Begründung hieß es:
"Ein Mensch, der es fertigbringt, nur so aus Frust am Spaß, den wohl beliebtesten Club in ganz
Afrika zu zertrümmern, seine Ligakonkurrenten mit billigem Fusel Krankenhausreif zu trinken um dann zu sagen ey, tut mir leid, aber ich mach noch drei Läden auf, widerspricht dem panafrikanischen Gedanken."
Folgen hat das Auftauchen auf dieser Liste für den Lounge-Liebling nur eine: Er darf das Spotz nie wieder zertrümmern. Aber das war ja eh schon klar gemacht worden durch die sieben "Aufpasser", die <b>fubinio</b> für <b>Voodoo</b> "organisiert" hatte.
<b>Langsam beginnen die Aufräum- und -bauarbeiten im <i>Spotz</i>. Verschiedene größere und kleinere Sponsoren haben sich bereiterklärt, die notwendigen Gelder, aber auch brauchbare Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen.</b>
So hat der Lude von Kapstadt vier seiner Pferdchen abkommandiert um Gelder zu erwirtschaften, die dem Wiederaufbau zugute kommen. Auch das Konsortium, daß den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche zuwege brachte, hat Unterstüzung zugesagt.
Drei Computerkriminelle versuchen momentan,
die Konten von <b>Voodoo</b> abzuräumen um so wenigstens einen kleinen Teil der Kosten vom Verursacher einzutreiben und in allen größeren Kirchen, Moscheen und Stammesreligionshäuser werden Kollekten eingetrieben, die <b>fubinio, Isda Amanda</b> und <B>Tri Pper</b> zugeführt werden.
Man hofft, zum Start der Rückrunde wieder Getränke im Sport ausschenken zu können.
<b>Wenig Resonanz gab es auf die Versteigerungsaktion von kunsthistorisch wertvollen Karrikaturen zum guten Zweck des Wiederaufbaus des <i>Spotz</i>. Das Bild wurde nicht verkauft - das Spotz bleibt ein Trümmerhaufen.</b>
Und langsam wird das zum Problem, denn im entsprechenden Stadtviertel lungern mittlerweile bis zu siebzig Stammgäste des beliebten Ausflugs- und
Alkoholausschanklokals auf den Straßen herum und wissen nicht wohin. Die anderen Zweihundert haben in der <b>Voodoo-Lounge</B> in Kalehong Zuflucht gefunden.
Sportlich rangiert der <b>SFC</b> im Niemandsland und kann als Aufsteiger eiegntlich nur hoffen, daß das so bleibt. Immerhin hat man nichts zu verlieren außer seiner Jungfräulichkeit; und selbst da ist man sich nicht so sicher.
<b>Erschreckenderweise findet sich der Klub, der als erstes seine Füße in Geschirrspülmittel badete, auf dem letzten und damit Abstiegsplatz wieder.</b>
Da helfen auch die vielen Anhänger im <b>Spotz</b> nicht weiter, es müssen Punkte über Punkte her; allerdings steht die Abschlußschwäche diesem Vorhaben massiv im Weg. Keine Tore, wenig Chancen, dazu sehen die Spieler auch noch abgrundtief hässlich aus: Man kommt sich vor, wie in Sambia oder Senegal.
Wie dem auch sei, <b>fubinio</b> schickt schon einmal schöne Grüße an <B>Voodoo</b> und den <b>Sir</b>: Steigt bloß nicht auf, ich komm' wieder runter. Leider.