Davin sitzt im örtlichen Yoga Studio vor dem Spiegel und betrachtet andächtig sein ebenso erhabenes wie wunderbares Gesicht.
Die kreischende Gruppe älterer Veteranenwitwen, welche ihre Übungen seit nunmehr 30 Jahren in diesem Studio abhält und gerade von Davins Leibwächtern per Dropkick auf die Straße befördert wird, ignorierend, haucht er einen neuen Tagebucheintrag auf das von seiner Schönheit beschlagene Glas:
Unsere finanzielle Situation hat sich merklich entspannt. Die Spieler werden nach Leistung bezahlt, erhalten also nichts. Die Stadt zahlt uns jetzt
Stadionmiete. Was eine Runde spielerisches Waterboarding doch bewirken kann. Wir brauchen einen neuen Bürgermeister. Schade, der nasse Lappen vor seinem Gesicht stand ihm gut. Ein bisschen Schwund ist ja immer.
Unser Keeper macht sich mittlerweile gut als Hure. Hat nach dem Job sogar noch Zeit, unsere Bentleys zu waschen. Guter Mann. Läuft allerdings ein bisschen komisch.
Muss mich auf meinen Vortrag bei den örtlichen Pfadfindern vorbereiten. „Nimm was du kriegen kannst und gib nichts wieder zurück! - The utterly stupid bullshit of service to the community!“
*davinselbstverliebtab
Trainer Litti von den Miramar Rangers hat nach wie vor Schwierigkeiten, sich mit der aktuellen Situation in der Neuseeländischen Liga anzufreunden: "Wie jetzt, man ist nicht mehr automatisch international qualifiziert? Nur die ersten fünf Mannschaften? Was ist das denn für eine gequirlte Sch..." (Anmerkung der Redaktion: In der 17. Saison spielte sogar der Absteiger in der kommenden Saison international, weil die Neuseeländer so erfolgreich im Pokal waren.)
Neuesten Berichten zufolge gibt es Verhandlungen mit Wynton Rufer als Co-Trainer (bzw. Aufpasser).
Der amtierende Meister Dunedin Technical kommt in der Meisterschaft nur scher in den Tritt. Zwar konnte man vor heimischer Kulisse gegen die Napier City Rovers einen schönen 3:0 Sieg einfahren. Doch auswärts kommt man einfach nicht in den Tritt. Gegen YounHeart Manawatu lag man nach 23 Minuten schon mit 0:3 im Rückstand und konnte in der Folge einfach nicht genügen offensive Power entwickeln, um dem Spiel eine Wende geben zu können. In der Schlussphase kassierte man sogar noch einen vierten Gegentreffer und fuhr wieder ohne Punkte nach hause.
Das letzte Wochenende stand ganz im Zeichen in der obersten hälfte der Tabelle zu verweilen. Dieses Ziel haben die Red Sox`s nicht verfehlt. Ein schmeichelhafter 1-0 Sieg und eine Klare Niederlage standen am Ende zu buche.
Ich bin zufrieden wie es lauft nach meine langen Auszeit hier. Rein finden muss ich mich erstmal wieder in dieses ganze hier. Zum schluss ist zu sagen die Jungs Arbeiten gut und Hart und lassen sich lenken. Jung ist die Mannschaft keine frage aber das war das Ziel und wir sind nicht unfähig in dieser Season was zu erreichen
Beim Blick aufs Wochenende stellt sich in Auckland gerade die Frage, ob man noch in Neuseeland oder viel mehr in Deutschland ist. Beide Spiele gehen zwar laut offizieller Ankündigung gegen Teams aus der heimischen Football Championship, auflaufen sollen aber zwei Mannschaften aus Deutschland. Nachdem man bei den östlichen Vororten nicht unbedingt positive Erinnerungen an Matches gegen die Paten hat, ist die Vorfreude auf die kommenden beiden Partien jedenfalls ein wenig eingetrübt. Noch lebt aber die Hoffnung, dass die vier trainerlosen Teams zeitnah neue Übungsleiter(-innen) bekommen.
Davin wacht in den Armen einer wunderschönen Frau auf.
Konzentriert schweift sein Blick auf der Suche nach seinem formidablen Selbst durch den Raum und bleibt schließlich am großen Deckenspiegel hängen. Er bewundert sich gebührend und zückt dann den Lippenstift seiner schlafenden Gespielin, um direkt auf ihrem Körper einen neuen Tagebucheintrag zu verfassen:
„Torwart weigert sich, anschaffen zu gehen. Haben ihm sensibel und voller Empathie die Vorteile unserer Idee erläutert. Die Schusswunde im Oberschenkel heilt gut, er wird nächste Woche endlich Geld für uns verdienen können.
Mannschaft kickt lustlos vor sich hin. Vielleicht sollten wir ihnen doch wieder erlauben,
Fußbälle zu nutzen, gehärteter Beton greift die Fußgelenke doch stärker an als gedacht.
Streit mit dem neuseeländischen Verband bezüglich unseres kompromisslosen Spielstils. Wir nennen es „robuste Körperlichkeit“, sie zitieren Gesetzestexte. „Vorsätzlicher Totschlag“ scheint mir etwas übertrieben zu sein. Werden den Verbandspräsidenten an seine uneheliche Tochter erinnern…seine Frau auch. Problem gelöst.
Bereite mich auf einen Vortrag im Rahmen des Big Brother Programmes an der örtlichen Highschool vor: Love is the answer….as long as it’s delivered with a 45!“
Ich bin ein Mann des Friedens und ich sehe verdammt gut aus!
Die neue Saison hatte sich bei den Glenfield Rovers sicherlich niemand so vorgestellt. Nach dem klar formulierten Ziel, diesmal Platz 9 zu erreichen und die Abstiegszone möglichst weit hinter sich zu lassen, findet sich das Team von Trainer stevefire nach den ersten Spielen bereits auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.
Zum Auftakt gelang im Heimspiel gegen Central United FC immerhin ein knapper 1:0-Erfolg. Die drei Punkte hätten eigentlich für einen gelungenen Start sorgen können. Doch die Ernüchterung folgte umgehend: Beim Auswärtsspiel gegen Caversham AFC gingen die Rovers mit 0:5 unter und kassierten damit eine
empfindliche Klatsche.
Statt Richtung Platz 9 geht der Blick damit schon wieder nach unten. Glenfield steht aktuell auf Rang 17 und damit auf einem Abstiegsplatz. Der Saisonstart erinnert unangenehm an die vergangene Spielzeit, als die Rovers ebenfalls früh in den Tabellenkeller abrutschten und anschließend eine große Aufholjagd starten mussten.
Noch ist die Saison lang und das ausgegebene Ziel keineswegs abgeschrieben. Doch stevefire dürfte wissen, dass eine Wiederholung des letztjährigen Krisenstarts unbedingt vermieden werden muss. Die Rovers brauchen schnell Punkte – und vor allem deutlich mehr Stabilität.
Wie einst im neuen Schuljahr versucht auch der Fußballgott zu Beginn der neuen Saison dieses Mal alles besser zu machen. Die Statistikabteilung des Vereins soll ausgebaut werden, hierzu hat er einige Studentinnen engagiert die Statistiken führen und auswerten sollen.
Was aussieht wie das Casting zu new zealands next Top Model hat, einen ernsten Hintergrund. Es galt aber nicht nur geeignete Damen zu casten, sondern auch das Equipment musste organisiert werden. Und so war der Fußballgott nicht nur im nächstgelegenen Elektronikfachmarkt, sondern auch beim Bürobedarf-Händler seines Vertrauens zugegen.
Während des Einkaufs musste er der erbosten Frau Gattingemahl erläutern, was fünf blonde Studentinnen auf dem Trainingsgelände zu suchen hätten. Alles Statistik reichte ihr als Antwort nicht aus, sie wollte auch nicht sagen wie sie die Information spitz gekriegt hatte.
Sie versicherte aber zu überprüfen ihn wie weit die neu eingerichtete Abteilung den Fußballgott spitzkriegen würde. So musste dieser zu allem Übel sich nicht nur Eis zur Kühlung gewisser Ausbeulungen, sondern auch eine neue weitere Hose kaufen. Entsprechende abgehetzt erreichte er wieder das Trainingsgelände.
Auch in dieser Saison darf man keine regelmäßigen Überraschungen in der neuseeländischen Football Championship erwarten. Ein bezeichnendes Bild liefert die Tabelle nach zwei gespielten Partien, in der 16 von 18 Teams das punktgleiche Mittelfeld bilden.
Entsprechend wenig Aussagekraft bietet auch die Platzierung von Waitakere City im hinteren Teilnehmerfeld. Zum Saisonauftakt konnte sich die Mannschaft von Trainer Sergej Pilatschkin erstmal schadlos halten.
Nachdem im Vorjahr die Kondition der Citizens zum Ende hin nachgelassen hat, liegt auch nach der zu kurz geratenen Vorbereitung der Fokus des Coaches erstmal auf dem Ausdauerbereich. So regungslos wie die Tabelle werden die Waitakere-Spieler ihre Woche jedenfalls nicht verbringen dürfen.
Der Meister Dunedin Technical legte keinen guten Start in die Saison hin. Im Eröffnungsspiel bei Auckland City gab es erst einmal eine ordentliche Tracht Prügel. Gleich mit 5:1 wurde der amtierende Meister vom Platz gefegt und damit hat ein Konkurrent schon einmal gezeigt, dass der Meistertitel kein Freifahrtschein ist und man Dunedin Technical widerstandslos den Titel überlassen wird. Die Mannschaft konnte sich aber einigermassen gut erholen und gewann den Auftakt zu Hause gegen Waitakere United sicher mit 3:1.
Trainer Litti von den Miramar Rangers scheint noch nicht ganz im Hier und Jetzt angekommen zu sein, die vielen Jahre Neuseelandabstinenz scheinen nicht ganz spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein.
Beispiel: "Hääh? Ich haben gegen jeden Gegner nur ein Heimspiel und ein Auswärtsspiel?
(Anmerkung der Redaktion: Vor 17 Jahren gab es in der neuseeländischen Championship nur zehn Mannschaften, die pro Saison jeweils zwei Heim- und Auswärtsspiele gegen jeden anderen Verein austrugen.)
Die Rangers halten gerade noch Ausschau nach einem neuen Co-Trainer, der sich nebenbei um Litti kümmern soll, wie es aus internen Kreisen verlautete.
Ja da waren aber alle Überrascht. Jeder hatte die Augen ganz wo anders aber die red Sox haben alle Überrascht .Leider wird der Ausflug an die Spitze der Tabelle nicht lange weilen aber es tut gut nicht unten zu stehen sagte der neue Trainer mit einem Spitznahmen einen Tieres LOL.
"Wir geben von Zat zu Zat unser bestes und so wie es im Moment steht sehe ich viel potenzial in der Mannschaft. viel wird mit den Jungen Team nicht zu Reißen sein aber sie geben das beste und das ist doch das wichtigste.
Davin betrachtet unverwandt die kleine Pillendose auf dem Tisch. Ohne Inhalt. Ganz so wie seine Seele, jedweder Substanz beraubt. Er zuckt mit den Schultern, taucht seinen Finger in das kleine Rinnsal Blut, welches ihm aus der Nase über die Lippen läuft und verfasst einen neuen Tagebucheintrag direkt auf dem Tisch:
„Krisensitzung mit dem Vorstand beim Nobelitaliener in der Stadt. Wir bewundern den auf Vereinskosten erworbenen Bentley des jeweils anderen, bevor wir dem Valet Service beide einen Tausender aus der Clubkasse zustecken.
Hawke’s Bay ist pleite! Wir können nicht verstehen, wie das geschehen konnte. Die Schuldigen sind schnell ausgemacht. Es sind die Spieler! Undankbare Hurensöhne! Wollen Geld für ihre Dienste. Doch damit ist Schluss. Fortan
werden die Herrschaften für das Privileg bezahlen, unser Trikot tragen zu dürfen.
Schlug vor, die Spielerfrauen anschaffen zu schicken. Vorstand zeigte mir ihre Fotos. Habe den Vorschlag umgehend zurückgezogen. Stattdessen läuft jetzt unser Goalkeeper für uns. Der hat letzte Saison soviel Tore geschluckt , er dürfte auf der Straße kein Problem haben!
Zum Abschluss vom Transferbudget einige Escorts für mich und den Vorstand bezahlt. Müssen die Jungs nächste Saison halt zu neunt spielen.
Finanzielle Probleme gelöst und dabei sauber geblieben; wir sind Genies. Muss weiter, halte einen Vortrag an der Uni für die Leader of Tomorrow. Thema:Integrität und Moral im Bussiness:Gelebte Verantwortung.“
*davinselbstzufriedenab
Heute endet sie, die Copa-freie Zeit und auch bei Tauranga United scharrt man bereits mit den Hufen. Der selbsternannte Fußballgott war schwer auf Entzug. Beschäftigt er sich normal mit den drei F - Frauen(seine), Fußball (Copa) und fantastische Musik (alles). Über den Sommer viel eines dieser Fs weg; und auch die holde Frau Gattingemahl wollte hin und wieder ihre Ruhe - zumal fantastische Musik nicht unbedingt heißt das der Fußballgott seine Finger bei sich lassen kann.
Also wurde von den weiblichen Mitbewohnerinnen
Kultur verordnet. Bisher maximal im Joghurt im Hause des Fußballgottes vorhanden, machte dieser sich an die Klassiker der Literatur. Nicht Die kleine Raupe Nimmersatt oder der Struwelpeter, nein, Krieg und Frieden, darunter wollte er gar nicht anfangen. Allerdings verstauben die Bücher wieder im Regal seit die Vorbereitung läuft. Da man die Qualifikation für das internationale Geschäft geschafft werden diese sicher bis Saisonende nicht mehr bewegt. Joghurt wird aber noch regelmäßig verzehrt, der Kultur wegen.
Nach dem überraschenden Vizemeistertitel in der Vorsaison geht es für die östlichen Vororte darum, wieder gut in die Liga zu starten. Leider gibt es noch einige Unwägbarkeiten, die auf trainerlose Teams und damit zusammenhängende Patenzüge zurückzuführen sind. Am ersten Wochenende sind die Vororte davon jedoch noch ausgenommen und es geht gegen direkte Konkurrenten. Die Hoffnung ist zumindest da, dass sich die Liga noch ein wenig füllt. Immerhin gibt es auch Rückkehrer zu verzeichnen, vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere Ex(il)-Neuseeländer.
Die Schlagzeile beherrscht Wellington. Nach 17 Jahren Fenris II nun der Salto zurück zum ersten Trainer, der zumindest zu Beginn durchaus Erfolge aufweisen konnte, bis er dann aufgrund von Engagementdefiziten eben von Fenris II ausgetauscht wurde. Warum die Verantwortlichen nicht einen jungen, unverbrauchten und eben engagierten Trainer installierten bleibt unklar (offenbar gibt es keine Aufzeichnungen mehr über die Ablösesaison und die Verantwortlichen sind natürlich nicht mehr die von damals).
Litti selbst freut sich aber über die neue Aufgabe und darüber, dass es doch noch den einen oder anderen Bekannten aus der damaligen Zeit in der Neuseeländischen Liga gibt.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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