Man kann es in Bielefeld gar nicht glauben, als Abstiegskandidat Nummer eins in die Saison gegangen und nun nach der Hinrunde ist man sensationell Herbstmeister geworden!
"Ist das hier in Bielefeld denn alles nur ein Traum", so Coach Daffy Duck?
Jedenfalls dürfen die Fans träumen und von der Meisterschaft hier reden, dann das träumen dürfen wir den Fans nicht nehmen. Sollen einfach den Herbstmeistertitel feiern.
Denn alle hier
im Verein wissen wie schwer die Rückrunde werden wird, jetzt wo die starke Offensive um die Topscorer ausfallen bis Ende der Saison, muss ein Plan B her, für neue Spieler ist kein Geld da, also werden paar junge talentierte Spieler die Chance bekommen.
Jetzt heißt es kämpfen für das Saisonziel Klassenerhalt! Man ist dem Ziel so nah und doch eigentlich so weit weg, wenn man sich die Monster TK`s der anderen Mannschaften anschaut.
Köln – Riesenwirbel um den 1. FC Köln! In der Kölner Presselandschaft pfeifen es die Spatzen bereits von den Dächern, und die Schlagzeile macht wie ein Lauffeuer die Runde: „1. FC Köln entlässt Trainer Boussati!“
Doch wer am Geißbockheim nach einer offiziellen Bestätigung sucht, blickt in ratlose Gesichter. Was genau hinter den Kulissen vorgeht, weiß derzeit niemand so recht. Klar ist nur: Der Vorstand ist mit der aktuellen Entwicklung extrem unzufrieden und die Nerven in der Teppichetage liegen blank.
Die Gerüchteküche brodelt gewaltig, und die Gerüchte über eine bereits vollzogene Trennung halten sich hartnäckig.
Insider berichten jedoch von einer letzten, hochdramatischen Wendung: Sollte die Beurlaubung noch nicht offiziell unterschrieben sein, bekommt Boussati an diesem Wochenende wohl eine allerletzte Chance, das Ruder irgendwie umzureißen. Die Devise für das anstehende Spiel ist klar: Ein Sieg muss her, sonst ist die Ära Boussati in Köln endgültig Geschichte – egal, was die Zeitungen heute schon drucken!
Das hatte Carsten Ramelow sich anders vorgestellt: Statt unangefochten die Herbstmeisterschaft in der Gegentortabelle zu feiern, müssen sich die Rasenballsportler Werder Bremen um zwei Tore geschlagen geben.
Ramelow zollt dem Kontrahenten Respekt, möchte sich jedoch keinesfalls mit der Vizemeisterschaft abfinden: "Glückwunsch an Perdito zur Herbstmeisterschaft. Damit
hätte vor der Saison wohl niemand gerechnet. Doch die Saison ist noch lang und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jungs von der Weser beim Betteln um Gegentore einen so langen Atem haben werden wie wir."
Problem für Ramelow: Das Mastermind aus Bochum könnte auch das Rückspiel bei den Bullen boykottieren und den Gegentorschnitt so empfindlich nach unten drücken.
Der SV Werder Bremen ist Spitzenreiter! Naja, fragt man sich, die Norddeutschen stehen doch auf Platz 14?
Das stimmt schon, aber gemeint ist ja nicht der Tabellenplatz, sondern die Anzahl der Gegentore!
41 Stück sprechen eine klare Sprache, kein anderer Verein der ersten Bundesliga hat schon eine 4 vorne, die knappe Hälfte gar nur eine 2.
Kein Wunder, dass sich die Fischköppe eher nach unten orientieren müssen, obwohl sie zum Glück gerade einen Befreiungsschlag mit 9 Punkten landen konnten.
Und vielleicht wird Bremen im Laufe der Saison noch an anderer Stelle Spitzenreiter und kann die eben beschrieben Position abgeben.
Platz 4 nach der Hinserie - damit hätte vor der Saison wohl niemand gerechnet. Der Aufsteiger aus der Pfalz hat sich schnell an das höhere Tempo in der 1. Bundesliga gewöhnt und spielt eine überzeugende Runde. Zuhause lief es dabei solide, obwohl man mit nur sechs Gegentoren bereits zwei Niederlagen einstecken musste. Erfreulich ist aber vor allem die Auswärtsbilanz mit ebenfalls zwei Siegen. Zuletzt gelang dabei sogar eine Glanzleistung beim 4:1-Sieg in Düsseldorf. Entwickelt die Mannschaft ihr Spiel auf diesem Weg weiter, sollte das Saisonziel dieses Jahr frühzeitig erreicht werden.
Köln – Aufsteiger 1. FC Köln hat sich klammheimlich auf den 8. Tabellenplatz vorgearbeitet – eine Bilanz, die sich für einen Liganeuling wahrlich sehen lassen kann! Doch ein Blick auf die Statistik sorgt für Schmunzeln in Müngersdorf: Die Geißböcke pflegen die wohl extremste Heim-Auswärts-Spaltung der Liga.
Während Müngersdorf zur uneinnehmbaren Festung geworden ist und die Kölner die Heimtabelle souverän
anführen, herrscht auf fremdem Rasen die absolute Nullnummer: 0 Punkte, 0 Tore. Auswärts ist Boussatis Truppe spendabler als der Kölner Karneval.
Der Coach sieht das Ganze gewohnt pragmatisch. Wenn es nach Boussati geht, kann das Prozedere bis zum letzten ZAT exakt so weiterlaufen: Zu Hause die Punkte einfahren, auswärts entspannt Sightseeing betreiben. Solange die Heimstärke für einen gesicherten Mittelfeldplatz reicht, bleibt der Trainer tiefentspannt.
Der VfB Stuttgart konnte am vergangenen Spieltag die rote Laterne an den SV Werder Bremen abgeben. Obwohl man zuvor bei der trainerlosen SpVgg Unterhaching knapp mit 0:1 verlor und beim VfL Bochum gar 5 Kisten kassiert hat, stieg man gegen die Fortuna aus Düsseldorf auf wie der Phönix aus der Asche. Mit 5:0 konnte sich der VfB Stuttgart jeglichen angesammelten Frust aus der bisherigen Hinrunde von der Seele schießen und seinerseits mit 5:0 gewinnen. Als nächstes stehen Partien gegen den FCK, zuhause gegen S04 und gegen 1860 München an, ehe es in die kurze Winterpause geht.
Nach dem Gastspiel in Bochum kommt es am Freitag zum nächsten brisanten Gastspiel der roten Bullen, wenn Carsten Ramelows Rasenballsportler zu den Löwen aus München reisen. Deren Coach hatte sich zu Beginn der Saison neben der Weichflöte als lautstärkster Kapitalismuskritiker hervorgetan.
Carsten Ramelow schätzt die Lage realistisch ein: "Wir gehen nicht davon aus, wie in Bochum etwas geschenkt zu bekommen. Die Löwen werden bis in die Haarspitzen motiviert sein und ganz sicher nicht freiwillig auf das Toreschießen verzichten. Dementsprechend werden wir klug mit unseren Ressourcen umgehen."
Aktuell stehen die Münchner Löwen recht gut da. Platz 4 und absolut in Schlagweite zu den internationalen Startplätzen. Und vor der Nase eine Woche der Wahrheit. Erst ist das Dosenkonstrukt zu Gast und kann sich schon mal anschauen, wie Stimmung geht, dann muss Sechzig in die trainerlose Vorstadt und den Abschluss der Woche bildet dann das Spiel gegen die Schwaben aus Stuttgart, die aktuell ihnrem Anspruch massiv hinterherlaufen. Das klingt alles recht machbar, die Wahrheit liegt natürlich trotzdem auf dem Platz.
Nachdem Arminia gegen den HSV noch 4:2 zu Hause gewinnen konnte, folgten Auswärts Pleiten in Nürnberg und Köln.
Nachdem man letzte Saison gegen die beiden Mitaufsteiger auswärts knapp verlor, konnte man in der Bundesliga nicht annähernd mithalten und wurde vorgeführt.
jetzt droht sogar nachdem man Tabellenführer und auf Platz 3 abrutschte jetzt der brutale gang in die untere Tabellenhälfte. Denn der komplette Sturm hat sich schwer verletzt und ein Saisonende naht bei den Spielern. Im Winter kann man auch nicht nachlegen, da die finanziellen mittel fehlen.
Auf Arminia warten schwere Zeiten im Kampf um den Klassenerhalt,
Düsseldorf - Kommenden Spieltag empfängt man den VFL Bochum. Der hatte in der Vorwoche für ein Kuriosum gesorgt und das Tore schießen beim Heimspiel gegen RB Leipzig einfach eingestellt. Die Fortuna hat hier eine komplett andere Strategie in Leipzig gefahren, einfach die 3 Punkte mitgenommen und genau das Gegenteil gemacht. Tore geschossen. Manchmal kann Fußball so einfach sein. Das Heimspiel gegen RB kommt dabei erst noch in der
Rückrunde.
Wenn die Bochumer das Stadion verlassen haben, wird Lautern reingelassen. Neuaufsteiger, gut gepunktet, gutes TK Polster. Dritt höchstes der Liga. Das sieht nach einer sehr stabilen Leistung aus.
Nach dem Teufeln reist man zum TK Spitzenmonster nach Gelsenkirchen. Die stehen zwar gerade im Tabellenkeller, werden aber wie letzte Saison, eine Wahnsinns Rückrunde spielen, wenn nicht sogar den Titel holen. Ausgerechnet am 34. Spieltag im Heimischen Düsseldorf.
Düsseldorf - Der heutige Spielplan könnte gegensätzlicher nicht sein. Zuerst reist man zum Dosenklub nach Leipzig. Die stehen aktuell hinter uns in der Mitte der Tabelle. Anschließend empfängt man den weiterhin trainerlosen Verein aus Unterhaching. Die stehen aktuell oben auf Rang drei! Dann reist man in den Süden, nach Stuttgart. Die aktuell die südlichste Mannschaft der ersten Liga sind, zumindest was den Tabellenplatz angeht: Schlusslicht. Letzten Spieltag gab es nur wenig erfreuliches. 3:3 Zu Hause gegen den HSV, Niederlage in Nürnberg aber dafür einen schönen 6:0 Heimerfolg gegen Gladbach.
Man muss der Realität ungeschönt ins Auge schauen: Der VfB Stuttgart hat wieder die rote Laterne und ist auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg fiel das 1:2 herzzerreißend in der 91. Minute. Beim 1:5 bei Borussia Mönchengladbach war man komplett abgemeldet und konnte lediglich einen mickrigen Ehrentreffer erzielen. Komplett verunsichert trat die Mannschaft dann beim Heimspiel gegen RB Leipzig auf. Zum Glück gelang in der 81. Minute der Siegtreffer und so konnte der VfB nochmal den Kopf aus der Schlinge ziehen und nicht komplett abstürzen. Der Trainerstuhl wackelt dennoch immens.
Am letzten Spieltag mussten sich die roten Teufel erstmals vor heimischer Kulisse geschlagen geben. Gegen den 1.FC Nürnberg konnte man die Gästeführung zunächst noch ausgleichen, aber in der 93. Minute gab es dann die kalte Dusche zum 1:2 Endstand. "Wir sind weiterhin auf einem guten Weg Richtung Klassenerhalt und die aktuelle Tabelle kann sich sehen lassen. Wir dürfen uns von dem heutigen Rückschlag nicht irritieren lassen, sondern einfach weiterarbeiten.", so der Coach. Sollten weitere Niederlagen folgen, wir er diesen Meinung aber bestimmt bald ändern.
In Bielefeld träumen nicht nur die Fans, die ganze Stadt, die ganze Region träumt und ist in aller Munde und stimmt bei den Spielen immer wieder den Song an, Deutscher Meister wird nur der DSC!
Aber Coach Daffy und die Führungsetage, vor allem das Team weiß ganz genau, was los ist, den momentan Spitzenreiter zu sein, ist nur eine momentaufnahme. Lasst die Fans träumen das dürfen die, aber wir wissen genau wo wir herkommen, aus Liga 2 und sind nur Aufsteiger und wollen unser Ziel Klassenerhalt schaffen. Eine negativ Serie und wir sind ganz schnell unten im Abstiegskampf dabei, denn bis nach unten sind es wirklich ganz wenige Punkte Vorsprung. Ein ZAT kann alles verändern.
Köln – Beim 1. FC Köln brennt der Baum. Nach dem strammen Rutsch auf Tabellenplatz 13 trennen die Geißböcke mickrige zwei Zähler vom ersten Abstiegsplatz. Während die Fans auf den Rängen mit viel Galgenhumor ihre Klassiker anstimmen – „Wir steigen auf, wir steigen ab...“ – rollen in der Teppichetage die Augen. Der Vorstand findet den Gesang aktuell nämlich gar nicht komisch.
Auf Trainer Boussati kommen ungemütliche Zeiten zu. Der Druck im Kölner Kessel steigt gewaltig, und der Humor-Bonus der Etage ist endgültig aufgebraucht. Jetzt helfen keine Ausreden und kein Schunkeln mehr: Boussati muss schleunigst Siege liefern, sonst wird der Abstiegssumpf im Rheinland bitterer Ernst!
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