Momentan gibt es einen neuen Modetrend in Schottland: self praise! Bedeutet im Prinzip nichts anderes als das man die eigenen knappen Ergebnisse auf den Rasen sich selbst solange schön redet, bis man glaubt ein Meisterschaftskandidat zu sein. "Ich hab davon in der newspaper gelesen, scheint echt ein Trend zu sein den ich verschlafen habe.", so Butcher. "Aber ich bin noch nicht zu alt zum lernen, daher probiere ich es auch mal. Also bei der Niederlage gegen Inverness konnte man ganz klar sehen das wir ... ähm ...
naja ... schon ganz gut in Form sind. Das haben wir dann natürlich gegen Edinburgh in einer gesteigerten Art und Weise deutlich unter Beweis gestellt. Man kann sozusagen behaupten: Meisterschaft wir kommen denn der Knoten ist geplatzt! Dann werden wir nächste Saison natürlich in der Champions-League spielen, die locker gewinnen. Anschließend werde ich einen Anruf vom schottischen Verband bekommen und die Truppe zum WM und EM Titel führen, in einer Saison! Danach wird die Politik auf mich aufmerksam..."
Na dann..
Die steelman haben ihr Selbstmitleid abgelegt und präsentieren neues Selbstvertrauen auf dem Platz. Vergangenes Wochenende bekamen dies neben Livingston auch die Killies zu spüren. Auswärts erzielten die steelman fünf Treffer und gewannen 5:1.
"Der Knoten ist endlich geplatzt, erklärte bluebiker, auf dem Trainingsplatz zeigen die Jungs ihre Kaltschnäuzigkeit und Torgefahr seit Wochen, nur in den Ligaspielen konnten sie es
nicht umsetzen. Dieser Wandel im Spiel kommt gerade zur rechten Zeit, schließlich erwarten wir kommenden Spieltag den amtierenden Meister!"
Allerdings sind auch die Hearts wieder in der Erfolgsspur und belegen fast folgerichtig den ersten Platz. Doch nicht nur das Spitzenspiel, auch die anschließende Partie wird den FC Motherwell richtig fordern.
Gegner ist der Tabellendritte Dundee FC - zwei schwere Brocken warten - die steelman sind bereit!
„Ihre werdet sieben gute Spieltage haben, die sollt Ihr nutzen Euch an die Spitze zu setzen. Dann aber müsst ihr zu Well und zu Killie.“
In der Tat zwei sehr unangenehme Aufgaben: Die Steelmen haben zwar den Saisonstart verpatzt, stehen aber da wie ein Vulkan, der jeden Moment explodieren kann, ja muss, um alles, was sich ihm in den Weg stellt, zu überrollen. Umgekehrt Killie, die ein Feuerwerk
abfackeln, dass zwar früher oder später erlöschen muss, aber das ein bisschen doch noch reichen wird. Die einen kommen für die Hearts also zu spät, die anderen zu früh. Die Ansetzungen riechen nach massiv vielen Gegentoren.
Aber die Saison, so hofft man in Edinburgh, wird sich weder am 8. Noch am 9. Spieltag entscheiden, und außerdem gibt die Champions League Grund zur Freude.
Nur zwei Gegentore nach fünf Spielen ist ein neuer Vereinsrekord, dass von diesen Spielen dennoch zwei verloren wurden, ist einfach nur peinlich. jolebeau das dümmste Schaf in Schottland? Es sieht ganz danach aus. Dieser Titel ist bei etwa 7,5 Millionen schottischen Schafen hart erarbeitet, aber kann man wirklich stolz darauf sein? "Ich lasse mich gerne als Schaf bezeichnen, wenn dabei ein so
guter Tabellenplatz herausspringt", sieht jolebeau die Situation gelassen. Der Spott der gegnerischen Fans ist ihm bereits sicher, so schickten ihm Supporter vom Lokalrivalen United vor dem anstehenden Derby einen selbst gestrickten Pullover aus reiner Schafswolle in ihren Vereinsfarben. Mal sehen, ob wir dieses äußerst modische Kleidungsstück beim Spiel an der Seitenlinie bewundern können.
2 schwierige Spiele gegen die Tabellenspitze hatte Celtic am letzten Spieltag zu bestreiten. Zum einen gegen Kilmarnock und zum zweiten gegen Dundee FC.
Nach dem absoluten Klassiker gegen Motherwell (Namensgeber für das Derby gesucht!) war Celtic natürlich euphorisiert in das Spiel gegen den Tabellenzweiten gegangen.
Aber, wie schon so oft, blieben die Glasgower weit hinter ihren Erwartungen zurück und gewannen durch einen glücklichen Treffer in der 58 Minute. Da
ahnten sowohl der Trainer als auch die Fans, das von der Euphorie nicht allzu viel übrig geblieben war.
Diese böse Befürchtung bewahrheitete sich im anschließenden Spiel gegen Kilmarnock als man 2:4 unter ging. Zwar lag man zur Halbzeit tatsächlich vorn, aber wieder einmal konnten die Mannen von Terry Butcher die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Immerhin ist man einen Tabellenplatz nach oben geklettert was man durchaus als Erfolg sehen kann. Vielleicht auch muss.
Einer der Vorzüge dieser Liga ist hohe personelle Konstanz und damit verbunden, dass es kaum mal ein unbesetztes Team gibt und natürlich auch wenige NMR. Auch scheint das Feld wieder enger zusammenzurücken, die Saison könnte noch spannend werden. Die Hearts mussten bislang jedenfalls wesentlich mehr Tore einstecken als in der letzten Saison.
Wenn dann doch mal ein neuer Trainer kommt, richtet sich natürlich das ganze Interesse auf ihn. Die Rangers haben mit
Fireball eine mutige Wahl getroffen. Es ist sicher ungewöhnlich, dass ein Verein mit drei Meistertiteln, der immerhin auf Platz drei in der ewigen Tabelle rangiert, einen Trainer ohne jede Spielerfahrung verpflichtet. Es muss aber natürlich nicht verkehrt sein, und so konnte der neue bei seinem ersten Auftritt auch gleich einen Sieg feiern. Auch für das Spiel beim Meister nahmen sich die Rangers viel vor. Aber auch die Hearts hatten einen Willkommensgruß vorbereitet: 5 Tore.
Es gibt Spiele, von denen erzählt man noch seinen Enkeln. Es gibt Spiele, die gehen in die Geschichtsbücher. Und es gibt die Begegnung Motherwell gegen Celtic Glasgow. Das ist nicht nur ein Duell Vorstadt gegen Traditionsclub, das ist ein Duell welches mehr Emotionen birgt als das Old-Firm-Derby.
So auch am vergangen Wochenende. Vor dem Spiel flogen die Giftpfeile via Newspaper und Internetportalen quasi im Stundentakt. Aber diesmal hielt auch das Spiel was die Vorberichtsbestattung versprach!
In der
26ten Minute führten die Hausherren bereits hochverdient 3:0 als Butcher einen seiner befürchteten Tobsuchtanfällen am Spielfeld bekam.
Die Spieler Celtic's, in böser Vorahnung was in der Halbzeitkabine auf sie wartete, verstanden die Zeichen der Zeit und begannen plötzlich Fußball zu spielen.
Und als man in der 59ten Minute den Ausgleich erziehlte zum 3:3, glaubten alle: das war's. Allerdings spielte man weiter auf Spieg und kam so in der 82ten zur verdienten Führung.
Mit 3:0 wurde Saint Johnstone am letzten Spieltag wieder nach Hause geschickt und das Spiel war bereits nach einer guten halben Stunde, beim Stand von 2:0, entschieden. Somit hat sich die Mannschaft wieder auf den zweiten Platz verbessert und die Fans liebäugeln aschon mit einer erfolgreichen Saison, die ersten sprechen schon vom internationalen Geschäft. jolebeau hat für derlei Gerede nur wenig übrig.
"Die Leute sollen nicht soviel reden und meine Mannschaft unter Druck setzen. Wir sind ein junges und hungriges Team, aber ich kann von meinen Spielern keine Wunder erwarten und es kann gut möglich sein, dass wir noch ein bis zwei Jahre brauchen um uns oben zu etablieren." jolebeau setzt auf die Vernunft der Fans, die den Erfolg sicherlich genießen sollen, aber ihre Erwartungen nicht in den Himmel wachsen lassen sollen.
Welch eine Auswärtsklatsche. Mit 5:0 ging unser Team sang- und klanglos, und vor allem wehrlos, unter. Damit hat man es geschafft auch die schlechteste Auswärtstordifferenz zu haben. Man, welch ein Wort.
Nach dem 4:4 gegen Kilmarnock nun dieses Ergebnis gegen die Hearts. Das MUSS besser werden. Nun hat man die Gelegenheit gegen Queen of the South Zuhause. Da ist ein Dreier Pflicht. Eigentlich. Aber um in die Erfolgsspur der letzten Saison zu gelangen, muss mehr von der Mannschaft kommen. Hoffentlich kann Bellicus das richten.
Nicht genug das der FC Motherwell sang- und klanglos in der 1. Gruppenphase ausgeschieden ist. Nein, auch in der Liga musste man einen herben Rückschlag hinnehmen. Ausgerechnet gegen Celtic Glasgow verspielte man eine 3:0 Führung und unterlag am Ende in Unterzahl mit 3:4.
Das die steelman das Spiel nach dem Aus im internationalen Geschäft mit Wut im Bauch angingen, war deutlich sichtbar. Rustikale Zweikämpfe, bei den Angriffen immer wieder den Abschluss suchend sorgte man fürh für klare Verhältnisse. McPake (21.), Blackman (25.) und Forbes (26.) spielten einen drei Tore Vorsprung heraus. Celtic kam praktisch mit dem ersten Angriff zum Anschlusstor (28.).
Dann die Wende im Spiel:
Celtics
Mittelstürmer wurde steil geschickt, Verteidiger Page wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Rote Karte wegen einer Notbremse plus Elfmeter für die Gäste. Celtic verwandelte sicher zum 2:3 (40.) und beherrschte ab sofort das Spiel.
Mit zunehmender Spieldauer setzte sich bei den steelman die Müdigkeit durch. Das Team von Terry Butcher ließ geschickt den Ball und den Gegner laufen. Dem Ausgleich in der 59. Spielminute folgte Celtics Siegtreffer acht Minuten vor Schluss.
"Wir haben heute einen gebrauchten Tag erwischt, analysierte bluebiker, ich kann meinem Kollegen Terry Butcher nur zu dieser Leistung gratulieren. Es kommt eine Menge harte Arbeit in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zu."
Zu mindestens sind wir vor Celtic schmunzelte Don Hennes mit Blick auf die Tabelle. Es hätte auch noch schlimmer kommen können, in dem wir unser bisher einziges Heimspiel auch noch verloren hätten. Zum Gegner aus Kilmarnock sagte der Gers Coach, sie haben schon viel Substanz verloren um dort oben zu sein. Wir sind noch im Soll bei unseren Auftaktprogramm berichtet er mit ernster
Miene. Diese Liga ist eines der anzahlmäßigen kleinsten, doch gespickt mit sehr hervorragenden Trainern. Keinen leichten Job den wir hier machen, ergänzt der alte Haudegen mit einen schelmischen Grinsen. Soviel vom Caoch der Rangers und nun zur Vorschau. Mit Inverness Caledonian Thistle FC kommt ein weiteres Spitzenteam ins Ibrox. Danach tretten The Gers eine schweren Gang bei den Hearts an.
Ist das das Ende einer Ära im schottischen Fußball?
„Irgendwie habe ich das fast erwartet“, so Francesconi, „aber als es dann tatsächlich so eintrat, war ich doch erst einmal sprachlos.“ Die Rede war von der sensationellen Heimniederlage der Steelmen gegen die Celts. „Es ist das erste Heimspiel, das bluebiker nicht gewinnen konnte, seit ich in der Liga bin“, staunte Francesconi. „Eine unglaubliche Serie, die wer weiß wann begonnen hat.“ Dass sie gerade gegen seinen speziellen Freund Terry Butcher zu Ende ging, dürfte bluebiker dabei besonders
wurmen.
Neben der Niederlage in der Liga hat Motherwell auch international zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Dass die steelmen in der ersten Gruppenphase etwas unglücklich scheitern würden, war indess schon vorher abzusehen. Merkwürdig war, dass bluebiker vor dem Spiel gegen die Hammers ankündigte auf „die Insel“ zu fahren. „Noch sitzen wir alle auf einer Insel“ skandierten die Fans in London, mit Blick auf die schottischen Separatisten. Allerdings versicherte die Scottish National Party sogleich, dass sie lediglich eine politische Trennung von England anstrebe, keineswegs eine geographische.
Am Freitag empfängt der FC Motherwell (Platz 10) den ewigen Rivalen Celtic Glasgow (Platz 11), rein tabellarisch und geografisch ein Nachbarschaftsduell. Sportlich trennten beide Vereine in den vergangenen Jahren Welten. Jetzt scheint man sich zum Saisonstart auf Augenhöhe zu begegnen. Doch auch das nur auf den ersten Blick: Die steelman haben bereits nach zwei Spielen drei Punkte mehr auf dem Konto als Celtic.
"Ich freue mich immer wieder aufs Neue auf dieses Duell, gibt bluebiker zu, natürlich wäre es nocheinmal etwas anderes
wenn wir Erster und Celtic Zweiter wäre, aber dazu waren die Leistungen beide Mannschaften in den ersten beiden Spielen zu schwach. Vor uns liegt noch eine Menge Arbeit!"
Dazu kommt die Tatsache das es sich in diesem Jahr wohl nicht um ein Duell mit den Hearts alleine um den Titel drehen wird. Beide Teams aus Dundee, die Queen of the South aber auch die wiedererstarkten Killies tummeln sich in der oberen Tabellenhälfte herum. Wäre nicht verwunderlich wenn mindestens eines dieser Teams ein ernste Wort im Titelkampf mitsprechen würde.
Und jährlich grüßt das Murmeltier: schlechter Saisonstart, schlechte Vorrunde, schlechte Rückrunde und katastrophaler Saisonabschluss.
So steht man auch jetzt mal wieder am Tabellenende und hechelt der Konkurrenz hinterher.
Und zu allem Überfluß kommt ausgerechnet jetzt auch noch Motherwell, DER Gegner der Gegner. "Natürlich absolut unpassend. In dieser Situation, in der wir selbst ganz weit unten drin stehen, kommt auch noch dieser Verein. Aber wir müssen unserer Leistung abrufen und alles geben. Dann können wir vielleicht mindestens einen Punkt mitnehmen. Und das wäre in unserer Situation schon ein gewaltiger Fortschritt.", so Trainer Butcher.
Mit der überraschenden Tabellenführung nach dem ersten Spiel konnte man sich in Dundee nicht lange rühmen, steht man doch nach der etwas unglücklichen Niederlage bei den Rangers bereits wieder auf dem fünften Platz. "Wir müssen zusehen, dass wir unsere Heimspiele gewinnen. Auswärts sind wir einfach zu unkonstant und können nur hoffen, dass wir ab und an mal einen Punkt mitnehmen können", schätzt jolebeau die derzeitige Situation ein. Da trifft es sich ja gut, dass wieder ein Heimspiel auf dem Programm steht und nach der vollmundigen Aussage von jolebeau rechnen wir fest damit, dass dieses Spiel auch gewonnen wird.
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