Wer den schottischen Fußball liebt, der sucht nicht nach Perfektion. Er sucht nach dem großen Drama, nach kollektivem Wahnsinn und Momenten, in denen die Nerven blank liegen wie Starkstromleitungen im Orkan. Die jüngsten Spieltage an der Gorgie Road lieferten genau das in Reinform. Heart of Midlothian thront nach einer wilden Dreifach-Runde zwar wieder ganz oben an der Spitze – aber wer den Weg dorthin gesehen hat, weiß: Dieser Thron steht aktuell auf ziemlich wackeligem Fundament.
Den Auftakt machte ein Nachmittag, den man sich im roten Teil Edinburghs in Gold hätte rahmen lassen können. Zu Gast war der große Celtic FC Glasgow. Wer ein zähes Taktikgeplänkel erwartet hatte, rieb sich verwundert die Augen. Die Hearts spielten wie im Rausch: Nach Treffern in der 21. und 32. Minute war die Partie früh in geordnete Bahnen gelenkt, ehe kurz vor dem Abpfiff in der 89. Minute der 3:0-K.-o.-Schlag saß. Ein Statement-Sieg, der im ganzen Viertel für Freudenbier und heisere Kehlen sorgte.
Doch weil es im Fußball unter Brian Clough offenbar verboten ist, auch nur zwei Wochen lang normal zu bleiben, folgte prompt der tiefe Fall. Die Reise zu Inverness Caledonian Thistle FC endete in einem hemmungslosen Defensiv-Desaster. Schon zur Pause stand nach Toren in der
9., 37. und 40. Minute ein deprimierendes 0:3 auf der Anzeigetafel. Inverness spielte Katz und Maus mit den Schotten, legte im zweiten Durchgang nach (72., 83.), während das späte Ehrentor zum 1:4 in der 78. Minute sich anfühlte wie ein Pflaster auf einer Schusswunde. Ein 1:5, das im Nachbarkreis noch für schallendes Gelächter sorgte.
Wie antwortet eine Mannschaft, die gerade aus dem Stadion gefegt wurde? Richtig: Mit einem Match, das selbst Alfred Hitchcock fassungslos den Regenschirm aus der Hand hätte fallen lassen. Gegen den Aberdeen FC legten die Hearts die nächste dramatische Wende hin.
Gäste früh in Front (12.), schneller Ausgleich (21.), danach ein unerklärlicher Einbruch bis zum 1:3 in der 67. Minute. Die Partie schien gelaufen, der Frust aus Inverness drohte nachzuhallen. Doch dann zündete die Schlussphase des Wahnsinns: Erst der Anschlusstreffer zum 2:3 in der 78. Minute, nur drei Minuten später der umjubelte Ausgleich zum 3:3 (81.) – und als alle Beteiligten mit den Nerven am Ende waren, nagte der Ball in der 86. Minute zum 4:3-Siegtor im Netz!
Ein Spektakel der Ekstase, das die Hearts zwar direkt zurück auf Platz 1 spülte, aber die drängende Frage hinterlässt: Wie lange geht dieser Tanz auf dem Vulkan defensiv noch gut?
Letzte Woche noch hat Butcher gefragt wo denn die Bravehearts sich verstecken.
Nun hat sie bekommen: in seinen eigenen Abwehrreihen im Trikot des jeweiligen Gegners.
Zu Beginn konnten sich die Herren von Aberdeen davon überzeugen als sie in Motherweill einen knappen aber letztlich erfolgreichen 2:1 Auswärtssieg einfahren konnten.
Anschließend wagten die Herren vom
Tabellenvorletzten Dundee United ein Tänzchen und gewann daheim 4:3 gegen Motherwell.
Und da sich scheinbar schnell herumsprach das man in Motherwell gut Tore schießen kann, machte auch gleich der Tabellenletzte Saint Johnstone von der s.g. Abwehr Motherwells Gebrauch und gewann klar 4:1.
3 Spiele, 0 Punkte. Der Tabellenführer ist abgestürzt und nun auf Platz 4 gestrandet.
Glasgow. Bei den Glasgow Rangers herrscht Aufbruchstimmung. Zumindest behauptet das Trainer Grimsey, der angesichts des sechsten Tabellenplatzes beschlossen hat, den schottischen Fußball mit revolutionären Trainingsmethoden neu zu erfinden. Acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Hearts? Für Grimsey lediglich ein kleines Missverständnis, das sich mit genügend Disziplin und einer gehörigen Portion Wahnsinn beheben lasse.
Seit Montag stehen Rückwärtssprints, Torabschlüsse mit verbundenen Augen und taktische Besprechungen im Geräteschuppen auf dem Programm. Besonders beliebt ist die neue Übung „Ballbesitz ohne Ball“, bei der die Spieler 20 Minuten lang so tun müssen, als hätten sie das Spielgerät. Grimsey nennt es mentale Überlegenheit, die Mannschaft hält es für einen weiteren Beweis, dass ihr Trainer dringend Urlaub benötigt.
Auch die Ernährung wurde umgestellt. Statt Pasta gibt es schottischen Haferbrei, statt Energydrinks lauwarmen Tee. Ein Spieler soll bereits heimlich bei Celtic Glasgow nach den Kantinenöffnungszeiten gefragt haben.
Das Ziel ist
dennoch klar: Die Rangers sollen zurück an die Tabellenspitze! Dafür hat Grimsey sogar einen Motivationspsychologen engagiert, der allerdings nach der ersten Trainingseinheit selbst psychologische Betreuung benötigte.
Besondere Aufmerksamkeit erregte Grimseys neueste taktische Erfindung: die sogenannte unsichtbare Viererkette. Dabei sollen die Verteidiger so unberechenbar agieren, dass selbst die gegnerischen Stürmer nicht mehr wissen, wo sie stehen. Erste Tests verliefen vielversprechend. Allerdings wusste auch der eigene Torwart nicht mehr, wo seine Abwehr geblieben war.
Die Vereinsführung zeigt sich vorsichtig optimistisch. Schließlich beträgt der Rückstand auf Platz eins nur acht Punkte. Ob Grimseys Methoden diesen Abstand verkürzen oder die Rangers endgültig ins sportliche Irrenhaus befördern, bleibt abzuwarten.
Fest steht: In Glasgow wird derzeit härter gearbeitet als je zuvor. Und sollte am Ende tatsächlich die Meisterschaft herausspringen, dürfte Grimsey als Genie gefeiert werden. Falls nicht, hat der örtliche Zirkus bereits Interesse angemeldet – insbesondere an der unsichtbaren Viererkette.
Es gibt Spieltage, da fragt man sich an der Gorgie Road, ob in den Katakomben des Tynecastle Park eigentlich heimlich Starkbier statt Isotonie ausgeschenkt wird. Wer die jüngsten Auftritte von Heart of Midlothian verfolgt, braucht vor allem eins: starke Nerven, einen stabilen Blutdruck und die Bereitschaft, jegliche taktische Lehrbuch-Logik spontan über den Haufen zu werfen.
Da wird der große Rival aus Glasgow, die Rangers, vor atemberaubender Kulisse mit einer derart unbändigen Wucht und Offensivlust mit 4:0 aus dem Stadion gefegt, dass ganz Edinburgh kopfsteht. Brian Clough stand an der Seitenlinie, die Arme verschränkt, das Gesicht eine gewohnte Mischung aus britischem Understatement und stoischem Stolz – und auf den Rängen keimte augenblicklich die Hoffnung auf das ganz
große Ding in dieser Saison.
Und was passiert nur wenige Tage später? Die Mannschaft reist nach Kilmarnock, und plötzlich bricht das kollektive Defensiv-Gedächtnis aus. Ein vogelwilder Ritt, bei dem die Hintermannschaft der Hearts löchrig wie ein schottischer Schafskäse agierte und am Ende ein bitteres 2:5 von der Anzeigetafel leuchtete.
Der Lohn für diese emotionale Achterbahnfahrt? 41 Punkte. Platz zwei. Nur einen mickrigen Zähler hinter Spitzenreiter Motherwell FC.
Eines steht fest: Langweilig wird es unter Clough garantiert nicht. Die Hearts berichten dieser Tage nicht über Ergebnisse, sie inszenieren Dramen. Und solange die Tabellenspitze in Greifweite bleibt, verzeiht man an der Gorgie Road wohl auch den nächsten defensiven Betriebsausflug.
Letzten Mittwoch nahm sich Motherwells Trainer Butcher mal einen Nachmittag frei vom Training. Aber warum? "Ja, ich hab mir mal frei genommen, das ist richtig. Die Herren Spieler machen am Ende eh was sie wollen. Da kann auch mein Assistenztrainer das Training leiten. Der hat mit KI irgendwas zusammengebastelt. Wird schon passen.", so Butcher.
Und was hat der Herr Trainer in der freien Zeit gemacht?
"Ich nahm mir die
Tagespresse mit in mein Lieblingspub und wollte dort in Ruhe schauen was die Trainerkollegen so verlauten lassen. Doch was musste ich sehen? Nichts, so gut wie nichts. Lediglich von Brian Clough sind Zeilen zu vernehmen, der Rest schweigt sich aus. Also daher stelle ich mal die Frage: Bravehearts, wo seid ihr? Braucht ihr kein TK?
Wollt ihr wirklich das der der Stümper aus der Glasgower Vorstadt wieder Meister wird weil er mehr TK hat? Überlegt euch das!".
Der jüngste Doppelpack in der Scottish Premiership hatte für Heart of Midlothian zwei völlig verschiedene Gesichter. Nach einer bitteren Klatsche im Stadtduell fing sich das Team von Brian Clough schnell wieder und hält als Tabellenzweiter dank des besseren Torverhältnisses direkten Tuchfühlung zum Spitzenreiter.
Am 21. Spieltag bekamen die Hearts ihre Grenzen aufgezeigt. Ausgerechnet beim Lokalrivalen Hibernian FC erwischte die Clough-Elf einen rabenschwarzen Tag. Am Ende
stand eine herbe und auch in der Höhe schmerzhafte 0:4-Auswärtspleite, bei der offensiv wie defensiv fast gar nichts zusammenlief.
Die Reaktion folgte jedoch prompt am 22. Spieltag. Gegen das Tabellenschlusslicht Saint Johnstone FC ließen die Hearts nichts anbrennen und fuhren vor heimischer Kulisse einen ungefährdeten 2:0-Arbeitssieg ein, der die Wunden aus dem Derby schnell wieder verblassen ließ.
Man darf gespannt sein, welches Gesicht die Hearts als nächstes auflegen.
Da waren sie wieder, die 3 Konstanten im Spiel von Motherwell: Abwehrschwäche, Disziplinlosigkeit und Stümperhaftigkeit.
Anders ist es kaum zu erklären das Motherwell zwei mal exakt identisch gespielt hat. Exakt jeweils 3:5 verloren. Einmal gegen die Rangers aus Glasgow und einmal gegen Kilmarnock.
Damit steht Motherwell zwar weiterhin an der Tabellenspitze, aber die Verfolger sind mittlerweile mit sehr geringen Abstand direkt dahinter.
Gegen Celtic und Inverness wird sich nun zeigen ob Motherwell weiterhin oben mitspielen kann.
Die Heart of Midlothian meldet sich im Titelkampf zurück! Nach einem turbulenten 3:3 bei Dundee United bezwang das Team von Brian Clough den Tabellenführer Motherwell FC im heimischen Tynecastle Park mit 4:2 (1:1) und verkürzt den Rückstand an der Spitze auf drei Punkte.
In Dundee gaben die Hearts eine 3:1-Führung noch in der 93. Minute aus der Hand. Gegen Motherwell zeigte die Clough-Elf jedoch Moral: Ein 0:1 glich das Team postwendend (37.) aus, drehte nach der Pause auf 3:1 auf und stellte in der 78. Minute den 4:2-Endstand her.
Brian Clough: „In Dundee zwei Punkte zu verschenken hat wehgetan. Wie die Jungs gegen den Spitzenreiter geantwortet haben, war aber erste Klasse.“
Rangers verlieren zweimal – Trainer fordert Abschaffung der Ergebnisanzeige
GLASGOW. Es war ein schwieriger Vormittag für Rangers-Trainer Grimsey.
Zunächst hatte er der versammelten Presse erklärt, seine Mannschaft sei seit zwei Spielen ungeschlagen.
Dann zeigte ihm jemand die Ergebnisse.
Aberdeen 3:2 Rangers.
Rangers 2:3 Dundee United.
Grimsey betrachtete den Zettel.
Drehte ihn um.
Betrachtete ihn erneut.
„Wer hat denn festgelegt, dass die größere Zahl gewinnt?“
„Wir waren zweimal fast Zweiter“
Fünf Gegentore in zwei Spielen und null Punkte – trotzdem weigert sich Grimsey, von einer Krise zu sprechen.
„Gegen Aberdeen waren wir nur ein Tor vom Unentschieden entfernt. Gegen Dundee auch.“
Kurze Pause.
„Zusammen sind das nur zwei Tore. Das ist praktisch nichts.“
Ein Journalist wollte wissen, ob zwei Niederlagen hintereinander nicht zumindest Anlass zur Sorge seien.
„Nein.“
Warum nicht?
„Drei wären schlimmer.“
Niemand im Raum konnte dieser Argumentation unmittelbar widersprechen.
Platz sieben: alles Teil des Plans
Auch der Blick auf die Tabelle scheint Grimsey nicht zu beunruhigen.
Die Rangers stehen nach 20 Spielen mit 27 Punkten auf Platz sieben. Tabellenführer Motherwell hat 38.
Elf Punkte Rückstand.
„Perfekt“, erklärte Grimsey.
Warum?
„Von Platz sieben erwartet niemand etwas.“
Und welchen Vorteil habe
das?
Grimsey beugte sich zum Mikrofon.
„Überraschungsmoment.“
Defensive bekommt Sondertraining
Nach fünf Gegentoren in zwei Spielen kündigte Grimsey Konsequenzen an.
Die gesamte Abwehr müsse am Montag bereits um acht Uhr auf dem Trainingsplatz erscheinen.
Der Torwart um sieben.
„Er steht näher am Problem.“
Außerdem habe man im Trainerteam die Gegentore ausführlich analysiert.
Das Ergebnis?
„Der Gegner kommt zu oft an den Ball.“
Wie man das verhindern wolle, sei Gegenstand weiterer Untersuchungen.
Meisterschaft weiterhin möglich
Auf die Frage, ob die Rangers mit elf Punkten Rückstand überhaupt noch vom Titel sprechen dürften, reagierte Grimsey irritiert.
„Natürlich.“
Motherwell müsse schließlich nur vier Spiele verlieren.
„Und die Rangers müssten diese vier Spiele gewinnen“, ergänzte ein Reporter.
Grimsey hielt inne.
„Verdammt.“
Krisensitzung im Ibrox
Nach der Pressekonferenz kündigte Grimsey eine außerordentliche Besprechung mit der Vereinsführung an.
Er öffnete entschlossen die Tür des Presseraums.
Besenschrank.
Grimsey schloss sie wieder.
Öffnete die nächste Tür.
Toilette.
Schloss auch diese.
Beim dritten Versuch blieb er stehen und sah die Journalisten an.
„Ihr könnt ruhig lachen. Aber taktisch habe ich jetzt zwei Räume ausgeschlossen.“
Trainer Butcher saß zufrieden und leicht lächelnd am Rande des Trainingsplatzes als seine Mannen tapfer die 352te Runde um den Sportplatz drehten. Auffällig war das die Spieler, wenn sie auf Höhe des Trainers entlang kamen, immer ein wenig schneller wurden.
Aber was passiert?
Nachdem der amtierende Meister in die neue Saison mit sehr dürftigen Ergebnissen starte, sah sich
Trainer gezwungen den Meisterbonus zu streichen und die Zügel anzuziehen.
Das ist im Klartext für die Spieler:
- trainingsfreier Tag gestrichen
- Übernachtung daheim unter der Woche gestrichen
- Frühstück gestrichen
- Handys vor 18 Uhr im Trainerbüro
- Ausdauereinheit vor dem Mittag, nach dem Mittag und vorm Abendbrot
Das hat gesessen. Drei Spiele, nur ein Sieg und gleich neun Gegentore: Für Heart of Midlothian verlief der jüngste Spieltags-Block (Spieltage 16 bis 18) richtig schmerzhaft. Die Mannschaft verlor vorübergehend den Platz an der Sonne und musste die Konkurrenz ziehen lassen.
Erst Klatsche im Celtic Park, dann Heim-Debakel
Schon der Auftakt an Spieltag 16 geriet zum Debakel. Beim Celtic FC kamen die Hearts gewaltig unter die Räder und kassierten eine saftige 0:4-Abreibung.
Wer auf eine Reaktion im darauffolgenden Heimspiel gegen Inverness Caledonian Thistle gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Dabei erwischten die Hearts eigentlich einen Start nach Maß: Bereits in der 2. Spielminute lag der Ball im Netz der Gäste – die frühe 1:0-Führung! Wer jedoch dachte, das Tor würde Sicherheit geben, sah sich gewaltig getäuscht. Inverness schlug postwendend zurück (9.) und drehte die Partie noch vor dem Pausenpfiff auf 1:2 (45.).
Auch nach dem Seitenwechsel lief bei den Hausherren defensiv wie offensiv kaum noch etwas zusammen: Zwei weitere Gegentreffer (52., 72.) besiegelten die krasse 1:4-Pleite im eigenen Stadion.
Erst am 18. Spieltag gelang die erhoffte Schadensbegrenzung: Bei Aberdeen FC behielt das Team kühlen Kopf und sicherte sich mit einem 3:1-Arbeitssieg zumindest drei wichtige Zähler fürs Selbstvertrauen.
Wenn die Hearts ganz oben noch ein Wort mitreden wollen, muss das Trainerteam dringend Ursachenforschung betreiben: Warum bricht das Team nach Rückschlägen so extrem ein? Vier Punkte Rückstand auf Motherwell sind absolut machbar – aber weitere Aussetzer wie in Glasgow oder gegen Inverness darf man sich im Titelkampf schlichtweg nicht mehr erlauben.
Brian Clough nach dem 3:1 Sieg gegen Aberdeen: „Wir haben richtig viel Prügel kassiert. Dann sind wir wieder aufgestanden, haben uns geschüttelt und haben uns wieder darauf besonnen, was wir wollen: Gewinnen.“
GLASGOW.
Die Glasgow Rangers haben einen neuen Trainer. Und während Fans und Presse noch fieberhaft versuchten herauszufinden, wer dieser Grimsey eigentlich ist, leitete der neue Mann bereits seine erste Trainingseinheit.
Die Vorstellung dauerte ungewöhnlich kurz.
„Ich bin Grimsey. Wir wollen gewinnen. Fragen?“
Es gab viele Fragen.
Erste Einheit sorgt für Verwirrung
Bereits nach zehn Minuten ließ Grimsey sämtliche Hütchen vom Trainingsplatz entfernen.
„Fußball wird schließlich ohne Hütchen gespielt“, soll er erklärt haben.
Anschließend mussten die Profis 45 Minuten lang ausschließlich Einwürfe trainieren.
Auf die Frage eines Journalisten, warum ausgerechnet Einwürfe, antwortete Grimsey: „Niemand rechnet damit.“
Damit war die Pressekonferenz beendet.
Neue Taktik: 2–3–2–3… vermutlich
Auch Grimseys taktische Vorstellungen sorgen in Glasgow für Gesprächsstoff.
Auf einer Tafel präsentierte er eine Formation,
die
zunächst wie ein klassisches 4–3–3 aussah.
Nach mehreren Änderungen waren allerdings zwölf Spieler eingezeichnet.
Ein Assistent machte ihn darauf aufmerksam.
Grimsey betrachtete die Tafel lange.
Dann strich er den Torwart.
„Jetzt stimmt's.“
Die Fans sind begeistert
Vor Ibrox wurden bereits erste Grimsey-Gesänge gehört. Besonders beliebt:
„WE DON'T KNOW WHO HE IS –
BUT GRIMSEY'S WINNING THE LEAGUE!“
Der Fanshop reagierte ebenfalls schnell. Ab morgen soll ein neuer Schal erhältlich sein:
IN GRIMSEY WE TRUST
Die Vereinsführung wollte unterdessen nicht verraten, wie lange Grimseys Vertrag läuft.
Ein Sprecher erklärte lediglich:
„Wir haben ihm einen Kugelschreiber gegeben und er hat irgendwo unterschrieben.“
Grimsey selbst denkt ohnehin schon weiter.
Sein Ziel für die Saison?
„Mehr Tore als der Gegner.“
Mit großen Ambitionen ging es für Butcher in die Duelle gegen die beiden Vereine aus der schottischen Hauptstadt. Sollte doch nun endlich bewiesen werden das Motherwell spielerisch auch dahin gehört wo es in der Tabelle steht.
Gegen die Hibernians klappte dies auch noch ganz gut und man konnte sie mit 3:0 souverän nach Hause schicken.
Bei der anschließenden Auswärtsfahrt nach Edinburgh gab es hingegen nichts zu holen für Motherwell. Beim ärgsten Verfolger, den Hearts, ging man sang und klanglos mit 2:4 unter.
Die Waldorfs und Stadlers unter den regelmäßigen Besuchern des Morgentrainings beim FC waren sich alle einig, Wiedereinmal. Die Mannschaft gehe ganz schön auf dem Zahnfleisch. Saft- und kraftlos seien alle Spieler. Ausnahmslos! Ja, was soll man den Kornifären da antworten? Der Trainer versuchte es zumindest. „Leute, es war ein harter aber erfolgreicher Spieltag. 7 Punkte bei zwei Auswärtsspielen, Gegen den Meister und den Tabellenersten. Ja was erwartets denn? Wenn man Meister werden will, muss man auch alles geben.“
Brian Clough und seine Hearts behaupten nach 15 Spieltagen Platz eins in der Scottish Premiership. Vier Punkte aus den Partien 13 bis 15 reichten der Mannschaft aus Edinburgh um mit 28 Zählern an der Tabellenspitze zu bleiben – und den Vorsprung auf die Verfolger Motherwell FC und Kilmarnock FC sogar auf zwei Punkte auszubauen.
Am 13. Spieltag gelang beim Saint Johnstone FC ein souveräner 3:1-Auswärtserfolg. Edinburgh ging durch Tore in der 29. und 49. Minute in Führung und antwortete auf den Anschlusstreffer der Gastgeber postwendend mit dem Tor zum
Endstand.
Einen Rückschlag gab es am 14. Spieltag im Ibrox Stadium. Bei den Glasgow Rangers geriet Cloughs Elf früh in Rückstand und fand über die gesamte Spielzeit keine Mittel, was in einer 0:3-Niederlage mündete.
Im abschließenden Heimspiel am 15. Spieltag gegen den Tabellendritten Kilmarnock FC entwickelte sich ein Schlagabtausch. Zweimal gingen die Hearts vor heimischem Publikum in Führung (18. und 70. Minute), mussten jedoch jeweils postwendend den Ausgleich hinnehmen. Das 2:2 sichert den Schotten weiterhin die alleinige Tabellenführung.
Und wieder einmal sitzt Butcher sichtlich bedient und frustriert in einer Spieltags-PK und muss erklären was sich eigentlich kaum vernünftig erklären lässt.
Warum ein amtierender Meister aus 3 Spielen lediglich 3 Punkte holen kann.
Warum man bereits in Vorrunde der Champions League ausgeschieden ist.
Warum es trotz der miesen Bilanz aktuell weiterhin für Platz 2 reicht.
"Ich kann den
Ärger und die Frustration der Fans sehr gut nachvollziehen, das hatten wir uns sicherlich auch ganz anders vorgestellt. Und glauben Sie mir: die Jungs geben im Training Vollgas, befolgen meine Anweisungen, gehen nachher brav mit ins Pub. Da kann ich ihnen keinen Vorwurf machen. Wir müssen nun einfach das umsetzen was wir uns vorgenommen haben.", so Butcher mit den typischen Durchhalteparolen wenn es mal nicht so läuft.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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