Zürich. Dienstagmittag. Der Garten hat sich erholt. Der Rollrasen steht dicht, die Blumen blühen und der e-Mähbie-53 zieht inzwischen gerade Bahnen. Sogar vor einem Schmetterling hält er selbstständig an. Der Nachbar hat ihn gut kalibriert.
Anschliessend kniet er vor dem Blumenbeet und schmiert dicke weisse Sonnencreme auf die Blüten.
«Was machst du da?» «Lichtschutzfaktor 50. Wenn bora damit seine Fussballfeldlinien schützt, kann es für die Geranien nicht schlecht sein.»
«Bei bora ist auch Seifenschaum ein Abwehrkonzept.»
Auch sportlich ist wieder alles ordentlich angewachsen. Auf das 3:0 gegen Sion folgte zwar ein 0:3 im Stadtderby, gegen Aarau reichte es aber zum 1:0. Erneut sechs Punkte. Grasshopper steht inzwischen auf Platz drei.
Der Nachbar betrachtet zufrieden das Grundstück und legt einen Katalog auf den Terrassentisch. «Jetzt fehlt hier eigentlich nur noch ein Swimmingpool.»
Nouri verschluckt sich an seinem Kaffee.
«Nein.» «Warum nicht?»
«Ein Pool zerstört die natürliche Bodenstruktur.» «Er käme neben den Rasen.»
«Vierzigtausend Liter Wasser erzeugen seitlichen Druck. Dann gehen die Nähte des Rollrasens auf.» «Wir könnten einen kleineren nehmen.»
«Die Sonne spiegelt sich im Wasser und verbrennt die Blumen von unten.»
Der Nachbar zeigt auf die eingecremten Geranien. «Problem gelöst.»
«Dann läuft Boras Sonnencreme ins Becken und verwandelt den Garten in eine Schaumparty. Am Ende verirrt sich noch ein Ball darin und Alois Grünhalter muss ihn retten.» «Salzwasserpool.»
«Schlecht für den Mähbie.» «Der soll nicht hineinfahren.»
«Das weiss der Mähbie nicht. Er erkennt zwar inzwischen die Schmetterlinge, aber noch immer nicht zuverlässig die Hecke.»
Der Nachbar blättert weiter. «Ein Naturpool?»
«Dann kommen Frösche.» «Frösche sind nützlich.»
«Nicht während der Nachtruhe.» «3:1? Drei Meter lange Seiten und einen Meter tief?»
«Bei bora wird daraus spätestens am Freitag ein 3:0. Seine Theorie wächst schliesslich auch ohne Bewässerung.» «Ein aufblasbares Becken?»
«Zieht Kinder an. Kinder bringen Schwimmreifen mit. Schwimmreifen werfen Schatten. Dann wächst der Rasen ungleichmässig.»
Der Nachbar legt den Katalog langsam beiseite. «Du willst wirklich kein Wasser im Garten.»
«Das Grundwasser könnte steigen.» «Bis
wohin?»
«Basel.» «Das wäre doch nicht schlimm.»
«Doch. Dann erklärt Herbie es zu Wasserkraft, schaltet einen Gang höher und schreibt acht Seiten über den Chlorgehalt.»
Der Nachbar mustert Nouri lange. «Kannst du überhaupt schwimmen?»
«Natürlich.» «Gut.»
«Theoretisch.» «Was bedeutet theoretisch?»
Nouri schaut zum Rasen. Der e-Mähbie fährt vorbei und stoppt exakt zwei Zentimeter vor der Terrasse.
In der siebten Klasse hatte Nouri mittwochs Schwimmunterricht. Zumindest stand es so auf dem Stundenplan. Tatsächlich verbrachte er diese Stunden hinter der Turnhalle im Geräteschuppen des Hausmeisters.
Zuerst behauptete er, Chlor löse bei ihm vorübergehende Orientierungslosigkeit aus. Danach folgten eine Wasserallergie, ein ärztlich nicht näher beschriebener Druckausgleichsschaden und schliesslich ein Schreiben der kantonalen Gewässeraufsicht, das er selbst auf kariertem Papier verfasst hatte.
Während seine Mitschüler für das Bronzeabzeichen Bahnen schwammen, lernte Nouri, Messerwalzen zu schärfen, Feuchtigkeitsmesser zu bedienen und einen alten Aufsitzmäher zu kalibrieren. Den Schlüssel zum Geräteschuppen hatte er dem Hausmeister für eine grosse Tüte Ricola abgekauft.
Am Ende des Schuljahres waren alle Freischwimmer.
Nouri war Freischneider.
«Du hast den Schwimmunterricht geschwänzt.»
«Ich hatte praktische Landschaftspflege.» «Du bist Nichtschwimmer.»
«Ich bevorzuge Sportarten mit Bodenhaftung.»
Ausgerechnet jetzt kommt bora milutinovic nach Zürich. Der St. Galler Bademeister, dessen Spieler angeblich alle das Bronzeabzeichen besitzen und der die Super League inzwischen als schlecht geführtes Freibad betrachtet.
«Vielleicht solltest du vor dem Spiel noch üben.»
«Bora kommt auf meinen Rasen. Wenn hier jemand üben muss, dann er.»
Danach wartet La Chaux-de-Fonds. Zum Abschluss geht es nach Basel zu Herbie. «Herbie hat sich bereits Notizen über Chlor und Heimvorteil gemacht.»
«Nach dem 0:4 in Sion weiss Basel immerhin, wie man baden geht. Für seine achtseitige Analyse fehlt ihm nur noch ein saugfähiges Handtuch.»
Nouri geht zum e-Mähbie. Auf dem Display steht: Schnitthöhe: 1,0 cm. - Eine Einstellung, die Nouri am vergangenen Freitag vornahm.
Nouri dreht den Regler langsam nach rechts. Schnitthöhe: 6,0 cm.
Der Nachbar hebt eine Augenbraue. «Sechs Zentimeter?»
«Ich kann nicht schwimmen. Also müssen die anderen im Gras untergehen.»
Während sich ganz Fußball-Schweiz fragte, wie der FC St. Gallen trotz des kuriosen 0:3 in Aarau immer noch die Tabelle anführt, gab bora milutinovic auf der Pressekonferenz endlich die Wahrheit preis.
„Das war gar kein Fußball.“
Verwirrte Blicke.
„Es war ein Samstagnachmittag im Freibad.“
Wie bora erklärte, habe er den kompletten Spieltag nicht als Meisterschaft, sondern als Badebetrieb organisiert.
Der FC Sion erschien ohne Badelatschen und rutschte bereits beim Aufwärmen mehrfach auf dem nassen Fliesenboden aus.
Der FC Zürich wollte erst ins Wasser, nachdem ein Rettungsschwimmer die Wassertemperatur gemessen hatte.
Nur in Aarau lief alles schief.
„Dort war das Freibad wegen Wartungsarbeiten geschlossen“, erklärte bora mit ernster Miene.
„Kein Wasser. Keine Rutsche. Nicht einmal ein Planschbecken.“
Die Spieler seien völlig orientierungslos gewesen.
„Ein Bademeister kann ohne Becken eben nur sehr wenig ausrichten.“
Nur im St. Galler Espenmoos hatte man seine Hausaufgaben gemacht.
„Jeder Spieler hatte sein Bronze-Schwimmabzeichen“, erklärte bora stolz.
Während andere Trainer über Pressing und Umschaltspiel sprachen, kontrollierte bora gewissenhaft, ob überall genug Sonnencreme nachgefüllt war.
Das sei wissenschaftlich erwiesen.
Zumindest in boras Wissenschaft.
Kurz vor Anpfiff ertönte plötzlich dreimal die Trillerpfeife.
Die gegnerischen Trainer erschraken.
„Was ist passiert?“
bora blieb völlig ruhig.
„Zehn-Minuten-Pause. Das Nichtschwimmerbecken ist überfüllt.“
Als das Spiel weiterlief, wollte Sions Trainer reklamieren.
Doch bora zeigte nur auf
das große Schild hinter dem Tor.
„Nicht rennen!“
„Regeln sind Regeln.“
Nach dem 3:0 gegen Sion versuchte der Gegner noch einmal alles.
Doch bora stellte kurzerhand den Bademeisterstuhl direkt an die Seitenlinie und pfiff jede gefährliche Situation mit den Worten ab:
„Nicht springen! Erst eine Minute nach dem Essen!“
Selbst der Schiedsrichter wusste irgendwann nicht mehr, ob er ein Fußballspiel oder einen Familientag im Freibad leitete.
Nach Abpfiff fragte ein Reporter:
„Herr milutinovic , was war heute der Schlüssel zum Sieg?“
bora nickte zufrieden.
„Die meisten Trainer wollen Tore verhindern.“
„Und Sie?“
„Ich verhindere Badeunfälle.“
Dann meldete sich ein Reporter aus Aarau.
„Und das 0:3 auswärts?“
bora seufzte.
„Da hatte jemand das Wasser abgelassen.“
Herbie - der mittlerweile die 3-0-Theorie verinnerlicht hat - schrieb sich alles gewissenhaft auf und kündigte bereits eine achtseitige Analyse über den Zusammenhang zwischen Chlorgehalt und Heimvorteil an.
Nouri hingegen erschien am nächsten Morgen mit einem Aufsitzrasenmäher am Beckenrand.
Er kündigte sich bereits für die kommende Woche an den St. Galler Rasen schön kurz zu halten - oder er fährt einfach im 6-sten Gang drüber.
„Das muss doch irgendwo zusammenhängen.“
bora lächelte nur.
„Nein.“
„Was dann?“
„Die Pfeife.“
„Welche Pfeife?“
„Die des Bademeisters.“
Und seit diesem Tag munkelt man in der Schweiz, dass der FC St. Gallen gar keinen Trainer besitzt.
Sondern den einzigen Bademeister Europas, der mit einer Trillerpfeife, Sonnencreme und einem Erste-Hilfe-Kasten die Super League anführt.
Manchmal schreibt die Copa-Presse ihre eigenen Pointen schneller, als ein Trainer reagieren kann. Noch vor dem letzten ZAT wurde über Öcher Printen, Bodenhaftung, Gänge und die Frage philosophiert, ob danfire damit endlich auch auswärts ins Rollen kommen würde. Nun kennen wir die Antwort: Der Gang wurde eingelegt. Nur leider rückwärts.
Der FC Schaffhausen bekam am Freitag gleich zweimal ordentlich etwas auf die Ohren. Zunächst setzte es beim FC St. Gallen eine deutliche 0:5-Niederlage. Damit war die Hoffnung auf die große Auswärtsrehabilitation bereits nach 90 Minuten ziemlich gründlich bewässert.
Doch es kam noch schlimmer. Im Anschluss wartete zuhause Nouri mit den Grasshopper Zürich. Eigentlich genau der Ort, an dem Schaffhausen bislang seine Punkte gesammelt hatte. Doch ausgerechnet dort wurde aus dem heimischen Bollwerk ein Schweizer Wasserpark: 1:6 hieß es am Ende.
Sechs Punkte hatte Nouri gefordert. Sechs Punkte hat Schaffhausen tatsächlich bekommen – nur leider nicht selbst. Vielleicht war die berühmte Rechnung also doch komplizierter als gedacht.
Nouri dürfte sich jedenfalls bestätigt fühlen. In seiner „überarbeiteten Version“ hatte der e-Mähbie noch nach Bodenhaftung gesucht und Printen unter den Rädern vermutet. Beim Blick auf die Schaffhauser Ergebnisse könnte man inzwischen allerdings meinen, dass nicht nur der Rasen, sondern gleich die komplette Mannschaft die Bodenhaftung verloren hat.
Auch Herbie hatte
die Öcher Printen bereits als mögliches taktisches Wundermittel ins Spiel gebracht. Vielleicht hat danfire sie diesmal tatsächlich ausgepackt. Nur könnte dabei ein kleines Missverständnis entstanden sein: Printen sorgen für Bodenhaftung – sie verhindern aber offenbar nicht, dass der Gegner Tore schießt.
Und bora? Der dürfte sich nach dem 5:0 vermutlich entspannt zurücklehnen. Während andere noch über Sonnencreme, Seifenschaum und Wellnesskonzepte diskutieren, hat sein FC St. Gallen offenbar die effektivste Methode gefunden, Schaffhausen vom eigenen Tor fernzuhalten: einfach selbst fünfmal treffen.
Besonders bitter für danfire: Die Rückkehr zu seinem alten Verein hatte so vielversprechend begonnen. Zwei Heimspiele, zwei Siege. Doch nach den beiden vergangenen Partien steht plötzlich eine ganz andere Statistik im Raum. Zwei Auswärtsspiele, zwei Niederlagen – und nun auch die erste Heimniederlage.
Der Saisonstart ist damit deutlich komplizierter geworden. Für einen Trainer, der mit Schaffhausen bereits zwei Meisterschaften gefeiert hat, ist das natürlich noch lange kein Grund zur Panik. Aber die Schweizer Kollegen dürften sich in den nächsten Tagen sicherlich nicht zurückhalten.
Denn eines ist nach diesem ZAT klar:
Der e-Käfer hat zwar mehrere Gänge – danfire muss jetzt allerdings erstmal herausfinden, welcher davon vorwärts fährt. Und irgendwo liegt vermutlich noch eine ungeöffnete Packung Öcher Printen.
Wenn junge Buben auf eine Horde e-Mähbies treffen, dann ist Spielen angesagt. Jedes Hygiene-Konzept wird sofort obsolet. Castaño Deus ist bemüht, ein Grinsen zurückzuhalten. "Ich wollte schon immer mal wissen, was passiert, wenn Alois Grünhalter auf elf gut eingecremte und taktisch bestens geschulte, mit Säcken voller Ricola und Shampoo ausgestattete, Berner Buben trifft. Was macht er, wenn er auf eine
variable und unberechenbare 3-2-3 Formation trifft? Setzt er den Schaum unter Strom? Kann er das verhindern? Rettet er den Schmeterling? Wie schlägt sich der Zamboni gegen eine Überzahl e-Mähbies, die nicht wissen, wohin sie gehen?" Gespannt warten wir, passiert, wenn das Szenario dann wirklich mal eintrifft. An diesem ZAT warten humorlosere Gegner auf die Young Boys aus Bern. Ob Deus da auch grinsend spielen lässt?
Zürich. Mittwochmorgen. Der Regen hat aufgehört. Nouris Rollrasen ist inzwischen so gut angewachsen, dass der Nachbar mit einem neuen Rasenmäher vor der Terrasse steht.
Der Nachbar drückt auf den Startknopf. Der Mähbie schiesst über den Rasen, zieht eine kerzengerade Schneise durch das Gras, rammt die Regentonne und bleibt mit den Vorderrädern in der Hecke hängen.
«Hohes Drehmoment.»
«Keine Bodenhaftung.» «Vielleicht hätten wir Printen unter die Räder legen sollen.»
«Frag danfire. Der hatte welche.»
Schaffhausen wollte am vergangenen Freitag ebenfalls für bessere Bodenhaftung sorgen. Gebracht hatte es wenig. Grasshopper gewann dort 6:1. Zuvor war bereits Young Boys mit 1:0 geschlagen worden.
Sechs Punkte. Genau wie angekündigt.
«Von Platz zehn auf Platz sechs. Du hast wirklich einen Gang höher geschaltet.»
«Das schreibt Herbie auch.» «Dann muss es
stimmen.»
«Herbie schreibt viel...»
Der Mäher piept beleidigt. Auf dem Display erscheint: Bitte Software aktualisieren.
«Siehst du.»
Der nächste ZAT liegt bereits auf dem Terrassentisch. Diesmal warten gleich drei Spiele: Sion, der trainerlose FC Zürich und Aarau.
Oder genauer gesagt: drei Wundertüten.
Weil Zürich keinen Trainer besitzt und die Kollegen aus Sion und Aarau zuletzt nicht gesetzt haben, werden Nouri am Freitag voraussichtlich drei Paten gegenübersitzen. Irgendwelche Trainer aus einer anderen Liga, die fremdes TK verteilen und danach wieder verschwinden.
Der Nachbar überfliegt den Spielplan.
«Du weisst also bei keinem Gegner, wer genau setzt?»
«Richtig. Drei Spiele, drei Aushilfstrainer und keine vernünftige Vorbereitung.» «Das klingt ein wenig weinerlich.»
«Natürlich. Trotzdem brauchen wir unsere Punkte. Wieder mindestens sechs.»
Der Nachbar schaut ihn an. «Ganz schön mutig.»
Der e-Mähbie piept erneut aus der Hecke.
Nouri drückt erneut auf den Startknopf. Der e-Mähbie fährt zwei Meter, dreht sich einmal im Kreis und landet wieder in der Hecke.
«Nein. Mutig wäre es, diesem Ding noch eine dritte Chance zu geben.»
Nachdem Herbie in seiner neuesten Kolumne erklärte, bora interessiere sich gar nicht für Punkte, sondern ausschließlich dafür, dass hinten nichts mehr reingeht, herrscht in der Schweiz endlich Klarheit.
Die Wahrheit ist sogar noch absurder.
Wie inzwischen bekannt wurde, war das Tor von St. Gallen gegen Sion gar nicht frei bespielbar. bora hatte es wenige Minuten vor dem Anpfiff mit einer geheimen Mischung aus Spülmittel, Mineralwasser und einem Tropfen Almdudler-Sirop eingerieben.
Genau, ausgerechnet dieses Teufelszeug, dass die Sinne so vernebelt. Allein beim Gebrauch muss mit höchster Konzentration darauf geachtet werden, dass nichts von den giftigen Dämpfen an Schleimhäute im und Atemwege gerät.
Das Resultat: eine meterdicke Schicht Seifenschaum.
Sions Stürmer standen ratlos davor.
„Ich wollte schießen“, berichtete einer, „aber plötzlich fragte mich der Schaum, ob ich vorher die Hände gewaschen hätte.“
Greenkeeper Alois Grünhalter musste während der gesamten 90 Minuten lediglich zweimal eingreifen: Einmal, um einen Schmetterling aus dem Fünfmeterraum zu begleiten. Und einmal, um einen Ball zu retten, der sich im Schaum verlaufen hatte.
Herbie hatte
vermutet, bora habe seine Fähigkeiten als Bademeister perfektioniert und sei inzwischen eher für Sonnencreme und Badeprodukte zuständig als für Fußball. bora widersprach nicht.
„Verteidigen ist wie Baden. Wer ordentlich einschäumt, rutscht nichts mehr durch.“
Auch die Zahlen geben ihm recht: Vier Gegentore nach sechs Spielen – die beste Defensive der Liga. Während andere Trainer Videos analysieren, misst bora inzwischen den Schaumdruck am linken Pfosten und die Blasengröße im Fünfmeterraum.
Vor dem nächsten Spiel gegen Zürich soll die Mannschaft angeblich in einem Wellnesshotel trainieren. Dort übt die Viererkette das sogenannte Whirlpool-Pressing, während die Innenverteidiger lernen, wie man gegnerische Stürmer höflich bittet, vor dem Strafraum die Badelatschen anzuziehen.
Herbie warnt bereits : „Das wird die größte Herausforderung der Saison.“
bora lächelte nur.
„Tore verhindern ist keine Taktik. Es ist ein Hygiene-Konzept.“
Und während der FC St. Gallen weiter Badeprodukte testet, rätselt die Liga über eine viel wichtigere Frage: Muss der Platzwart künftig vor jedem Heimspiel Shampoo oder Rasenmäher mitbringen?
Er hat seine Fähigkeiten mal wieder unter Beweis gestellt. Trainerschlitzohr bora milutinovic holte beim bisher so heimstarken FC Sion ein 0:0. Doch über das Zustandekommen muss berichtet werden:
Ungewöhnliches spielte sich bei St. Gallen's Gastspiel in Sion ab. Zunächst war da die Anreise, als das Meisterteam bereits am Abend vor dem Spiel beim Gegner eintraf und mulutinovic sich zum Abendessen mit dem gegnerischen Greenkeeper, Alois Grünhalter, verabredet hatte, war es ihm doch vom Heimteam untersagt worden, vor dem Spiel den Platz zu betreten und sich während der Partie außerhalb seiner Coaching Zone aufzuhalten - zu sehr hatte man in Sion die neulichen Gewohnheiten des Bademeisters beobachtet.
Den Rasen hatte man extra wachsen lassen, um ihn bei den sommerlichen Temperaturen noch am Spieltag zu mähen und möglichst trocken zu halten, um dem humorlosen, stumpfen Gebolze der Sioner zu entsprechen. Was jedoch nicht vielen auffiel, weil früh morgens kaum Zuschauer am Stadion waren: Sion's Greenkeeper fuhr mit einer Eisbearbeitungsmaschine, wie man sie vom Eishockey kennt, über den Platz. Diese mähte das Geläuf nicht nur, es trug auch eine sonnencreme-ähnliche Flüssigkeit tief in die Halme des gesamten Rasens ein, die bora milutinovic Alois Grünhalter am Vorabend gegen eine kleine Gegenleistung von 15kg Ricola Halsbonbons als Heilmittel für seine ständige Heiserkeit während seiner Bademeistertätigkeit, überreicht hatte.
Das Spiel wurde anschließend zu einer reinen Farce: Passquoten auf beiden Seiten von weit unter 50%, kaum direkte Zweikämpfe und eine Nettospielzeit von 50 Minuten (die anderen 40 Minuten war der Ball im Aus). Dazu 2 Verletze auf Seiten von Sion, während St. Gallen im gesamten Spiel nur 3km zurücklegte - Standfußball wäre dabei noch harmlos ausgedrückt.
Am Ende blieb ein 0:0 und ein wichtiger Punkt für den (Bade-)Meister aus St. Gallen. Wie der zustande gekommen
war, interessiert niemanden. bora interessieren die Punkte, nicht das wie. Er ist eben ein Schlitzohr.
Auf der anderen Seite steht Ole Einar Gehtnochrein bei Sion kurz vor dem Aus nach dieser Slapstickvorstellung, denn schließlich war er hergekommen, um erfolgreichen Fußball zu spielen und nicht, um die Zuschauer von den Spielen fern zu halten, denn auch in Aarau erreichte er die Spieler nicht und holte ebenfalls nur ein maues, torloses Remis.
Was bedeutet das nun für Basel für die nächsten Spiele? Eigentlich gar nichts, wäre da nicht Nouri, der bei Schaffhausen mal kurz vom 1. in den 6. Gang schaltete. danfire steht mit dieser Niederlage bereits früh in dieser Saison unter Druck und braucht unbedingt Punkte. Das macht es für Herbie nicht gerade einfacher, gilt es doch einen möglichen Gegenangriff am kommenden Spieltag zu antizipieren und abzuwehren. Bei bereits 11 gefangenen Gegentoren nicht das leichteste Unterfangen. Hoffnung besteht aber, da Schaffhausen die schwächste Defensive der Liga stellt:
"Da würde es Sinn machen, nochmal einen Gang höher zu schalten", so Herbie mit Ausblick auf das kommende Duell. "Vielleicht hat mein Kollege ja noch ein paar Öcher Printen übrig. Die scheint er sich ja in St. Gallen gespart zu haben. Hätte er sie seinen Jungs dort gegeben, hätten sie auf dem rutschigen Rasen mit Sicherheit bessere Bodenhaftung gehabt. Wenn sie sie gegen uns essen, können sie sich nicht mehr bewegen."
So muss sich jeder Coach genau überlegen, wo und wie er seine Sonnencreme, Printen und Balkonkraftwerke einsetzt. Ein Fehler kann das Aus im Titelrennen bedeuten - und den will Herbie mit Sicherheit so früh in dieser Saison nicht machen. Dass seine Kraft im sehr hohen Drehmoment liegt, hat danfire bereits richtig erkannt, als er ihn einen e-Käfer nannte.
Wie gut, dass Nouri davon noch nichts weiß. Denn so kann der Baseler Coach immer noch so tun, als hätte er nur 4 Gänge..
Kaum sind die Temperaturen gefallen, die Gewitter vorbeigezogen, die Regenbögen aufgetürmt, der Duft des Asphalts in der Luft, die Vögel ebenso, die Menschen ... ach lassen wir das.
Genau zu diesem Zeitpunkt sitzt Castaño Deus in seinem Garten, braungebräunt (weil mal rot) und mit müden Beinen. Die Pressekonferenz findet heute per Videotelefonie statt und der Kubaner berichtet von dort: "Meine Beine sind müde. Die Gratwanderung mit Nouri war super
anstrengend." Wir ahnten gar nicht, dass Nouri wandert. "Dochdoch," grinst Deus. "Es gab zwar Kernobst, aber auch knapp 2'000 Höhenmeter. Das anschliessende Biertrinken mit Herbie war ziemlich anstrengend." Das hingegen ahnten wir. "Jaja," so Deus weiter grinsend, "er hat plötzlich angefangen, wie wild Rechenaufgaben zu lösen. Da bin ich schon froh, kann ich mich hierher zurückziehen und mich meiner wahren Lieblingstätigkeit zu widmen."
Zwei ZATs sind vorbei und danfire ist inzwischen endgültig in der Schweizer Super League angekommen. Zumindest statistisch hat der FC Schaffhausen dabei ein interessantes Eigenleben entwickelt: Zuhause sechs Punkte aus zwei Spielen, auswärts sechs Gegentore und null eigene Treffer. Man könnte sagen: danfire hat den heimischen Rasen bereits hervorragend bewässert – nur auswärts scheint die Bodenhaftung noch nicht ganz zu stimmen.
Dabei fing alles in La Chaux-de-Fonds mit einem 0:2 an. Nach dem anschließenden 3:0 gegen Sion durfte man noch vermuten, Schaffhausen hätte das Auswärtsproblem bereits gelöst. Dann folgte beim FC Zürich allerdings erneut ein 0:3. Zum Glück gibt es Heimspiele: Gegen Aarau reichte ein 1:0, um die Schaffhauser Haushaltskasse erneut mit drei Punkten aufzufüllen.
Nouri dürfte diese Zahlen mit besonderem Interesse betrachten. Schließlich hat er in seinem letzten Artikel bereits die große mathematische Frage aufgeworfen: „Sechs was?“ Bei Schaffhausen ist die Antwort inzwischen ziemlich eindeutig: sechs Punkte zuhause. Ob Nouri dafür Äpfel, Birnen, Fahrräder, Grashüpfer oder doch einfach Punkte verwendet, darf er selbst entscheiden.
Herbie hat derweil schon einen Gang höher geschaltet und vermutlich längst festgestellt, dass ein danfire nicht zwingend vier oder sechs Gänge benötigt. Zwei davon scheinen momentan zu reichen: Heimwärtsgang und Auswärtsgang. Letzterer müsste allerdings dringend einmal vom Leerlauf wegkommen.
Und dann wäre da noch bora milutinovic. Der St. Gallener Bademeister und selbsternannte Sonnenschutzbeauftragte des Schweizer Fußballs wartet am Freitag auf Schaffhausen. Nachdem zunächst der komplette Rasen und anschließend sogar der Mittelkreis vor der
UV-Strahlung geschützt werden mussten, dürfte die nächste logische Konsequenz eigentlich ein Sonnenschirm über dem Gästestrafraum sein.
Vielleicht hat danfire aber noch ein anderes Mittel gegen die St. Gallener Bodenverhältnisse im Gepäck: Öcher Printen. Herbie hatte schließlich bereits vermutet, dass der Rückkehrer noch einen Vorrat aus seiner Aachener Zeit besitzen dürfte. Und wenn die Printen tatsächlich für etwas sorgen, dann vermutlich für ordentlich Bodenhaftung. Bei einem Schaffhauser Auswärtsspiel könnte das derzeit nicht schaden.
Vielleicht ist das sogar die geheime Taktik: Während bora den Rasen eincremt, verteilt danfire Printen an seine Mannschaft. Einer schützt vor der Sonne, der andere verhindert, dass die Spieler auf dem Geläuf ausrutschen. Fehlt eigentlich nur noch Nouri mit der Gießkanne.
Nach St. Gallen geht es dann zurück auf den eigenen, bislang hervorragend funktionierenden Rasen. Dort wartet Nouri mit seinen Grasshoppers. Der Mann, der seinen Rollrasen inzwischen vermutlich besser kennt als seine eigene Mannschaft, wird sicherlich genau hinschauen.
Für danfire bedeutet das: Zwei Spiele, sechs mögliche Punkte und jede Menge Material für die Schweizer Zeitungsredaktionen. Sportlich ist die Lage klar. Schaffhausen muss endlich auswärts liefern. Und wenn dabei zufällig noch ein Auswärtstor fällt, wäre das vermutlich bereits genug Stoff für Nouri, Herbie und bora für mindestens drei weitere Artikel.
Die Schweiz ist also vorbereitet: Der Rasen ist eingecremt, der Rollrasen wächst, der E-Käfer hat einen Gang höher geschaltet, die Öcher Printen liegen bereit – und danfire versucht derweil einfach, sechs Punkte zu sammeln. Diesmal vielleicht sogar auswärts.
Während in Deutschland noch um die Hodenbullen aus Leipzig gestritten wird, wird in der Schweiz schon gespielt. Doch so richtig in Fahrt gekommen ist die Saison in der Super League noch nicht. Kein Auswärtstor von einem menschlichen Trainer zeigt: Die Schweiz ist neutral.
So neutral, dass man in St. Gallen sogar den Rasen vor einem Sonnenbrand bewahren will und Double B, Bademeister bora, das Geläuf fachmännisch eincremte. Immerhin weiß er, was er tut. Die Frage ist nur: Was ist, wenn das saftige Grün zusätzlich noch bewässert werden muss? Entsteht da nicht eine rutschige Oberfläche, die für erhöhte Verletzungsgefahr sorgen könnte? Immerhin kommt am Freitag danfire, der sicherlich noch einen Vorrat an Öcher Printen aus seiner Zeit bei der Alemannia haben dürfte. Wenn er seine Spieler vor dem Duell damit füttert, dürfte die Bodenhaftung etwas besser werden und vielleicht reicht diese ja dann aus, um die Selbstsicherheit des St. Gallener Bademeisters etwas herauszufordern.
Nouri hingegen hat daheim nicht nur einen neuen Rollrasen verlegt, dem er seit Wochen bei Wind und Wetter beim Wachsen zusieht. Er hat auch einen kleinen Grasshopper bekommen, dem er scheinbar ein Wohlfühlnest baut und wöchentlich durch die Blume über den Fortschritt seines Projekts berichtet. Ob hier evtl.
ein wenig Sonnencreme, zumindest beim heranziehen der Grashalme, helfen kann, vermag man aus Basel aus nicht zu beurteilen. Den Bachelor of Baywatch hat Herbie schließlich nicht.
Wohl aber beherrscht er zumindest die Grundrechenarten und obwohl er die Botschaft von Nouri verstanden hatte, bevorzugte er die Rechnung 1+1 zu dem Ergebnis 6 umzustellen. Mehr war auf dem Rechenschieber nicht zu erwarten. Aber nachher ist man immer schlauer, wieviele Kügelchen man noch hätte rüberschieben können. Und da man zum Auswärtsspiel in Zürich mit dem Bus angereist war, weiß Nouri immer noch nicht, ob Herbie jetzt ein E-Käfer ist oder noch völlig überteuerten Sprit tanken muss. Bleibt zu hoffen, dass dieses Rätsel beim nächsten Aufeinandertreffen für Verwirrung sorgen wird.
Fakt ist nur eins: In der Super League werden noch genug Auswärtstore fallen, doch beim FC Basel muss man erstmal zusehen, dass man die Heimspiele ein wenig souveräner gestaltet. Sonst wird man der überraschend viel zu hohen Oddset Quote schon mal gar nicht gerecht. Für Herbie ist das allerdings weder Druck noch Ansporn. Wichtig sind die Punkte und nicht das, was brach auf dem Torkonto liegt. Ein hohes TK hat noch niemanden zum Meister gemacht.
Und genau deswegen schaltet der Käfer jetzt einen Gang höher.
Nach dem überzeugenden 4:0 gegen Luzern schien beim FC St. Gallen alles in bester Ordnung zu sein. Doch am vierten Spieltag setzte es ausgerechnet bei den Young Boys eine 0:3-Niederlage. Schnell wurden taktische Fehler diskutiert – doch die Wahrheit war eine ganz andere.
Denn Trainer bora milutinovic hatte vor dem Anpfiff eine klare Priorität.
„Kein Fußball, bevor der Mittelkreis geschützt ist!“
Mit einer Familienpackung Sonnencreme marschierte bora auf den Platz und begann seelenruhig, den Mittelkreis in gleichmäßigen Bahnen einzureiben. Der Schiedsrichter schaute auf die Uhr, die Spieler schauten sich an, und der Platzwart bekam leichte Schnappatmung.
„Herr Trainer… das ist Kreide, kein Sonnenbrand!“
bora nickte verständnisvoll.
„Heute vielleicht. Aber UV-Strahlen kennen keine Tabellen.“
Während die Young Boys ihre Passübungen absolvierten und Castano Deus bereits die zweite Cervelat inne hatte, zog bora noch eine weitere Schicht auf.
„LSF 50. In Bern weiß man nie.“
Der Platzwart wagte einen
Einwand:
„Der Mittelkreis wird doch gar nicht braun.“
bora lächelte nur geheimnisvoll.
„Genau deshalb mache ich meinen Job gut.“
Erst nachdem der Mittelkreis gleichmäßig glänzte wie eine frisch polierte Eisfläche, gab Bora den Ball frei.
Leider hatten die Spieler bis dahin offenbar den eigentlichen Anpfiff verpasst.
Nach dem 0:3 wollte ein Journalist wissen, ob die Sonnencreme vielleicht etwas zu viel Zeit in Anspruch genommen habe.
bora winkte ab.
„Zeit verloren? Nein. Der Mittelkreis hat heute keinen einzigen Sonnenbrand bekommen. Das Ergebnis… darüber müssen wir noch sprechen.“
Der Greenkeeper erhielt anschließend vom Verband eine Ehrenurkunde für seine Geduld und soll vorsorglich einen eigenen Spind für boras Sonnencremes eingerichtet haben.
Und obwohl St. Gallen weiterhin auf Platz vier ist, herrscht am Espenmoos vorsichtiger Optimismus. Denn bora hat bereits angekündigt:
„Gegen Schaffhausen reicht eine dünne Schicht. Dann können wir uns vielleicht sogar wieder auf Fußball konzentrieren.“
Zürich. Dauerregen. Nouri sitzt unter dem Terrassendach und betrachtet seinen Rollrasen.
Grün ist er wieder. Jedenfalls stellenweise. Zwischen den neuen Halmen liegen noch braune Streifen. Perfekt ist anders. Aber er lebt.
Dabei geht Nouri ein Satz nicht aus dem Kopf. «Nee, 6!»
Irgendwo zwischen Regenrinne und Regentonne öffnet sich eine seit Jahrzehnten verschlossene Schublade in seinem Kopf.
Mathematikunterricht. Nouri, deutlich kleiner und vermutlich ähnlich stur, steht an der Tafel. «Und was kommt heraus?»
«Sechs.» «Sechs was? Äpfel? Birnen? Fahrräder?»
Damals lernte Nouri: Eine Zahl ohne Einheit ist keine Antwort. Jahrzehnte später versucht Herbie dieselbe Methode im Profifussball.
Sechs was also?
Sechs Punkte hat Basel. Fünf Gegentore. Vier Gänge besitzt sein berühmter Namensvetter laut Google. Später erklärte der Trainer, er sei eine «überarbeitete Version».
Überarbeitet im Sinne von verbessert? Vielleicht ist Herbie inzwischen ein E-Auto. Der neue e-Herbie. Modell Basel, Softwarestand 44.2, Almdudler im Kühlkreislauf. Nur besitzen die meisten Elektroautos gar keine vier oder sechs Gänge. Herbie benötigt offenbar zwei zusätzliche, um nach einem 0:4 in Aarau, einem 1:0 gegen St. Gallen und einem 0:1 bei GC wieder auf Betriebstemperatur zu kommen.
Die Reichweite bleibt überschaubar. Bei den Grasshoppers war nach neunzig Minuten nur noch Leerlauf verfügbar.
Herbie hatte angekündigt, in Zürich sei wenig zu holen.
Das stimmte.
Für ihn war nichts zu holen.
Das 1:0 gegen Basel war GCs erstes Tor, erster Sieg und erstes Lebenszeichen der Saison. Der Rollrasen bekam Wasser, die Mannschaft Punkte und Herbie Gelegenheit, seine überarbeitete Version auf dem Heimweg erneut zu überarbeiten.
Dann kam Luzern.
Vor dem Spiel hatte der FC Luzern in drei Partien kein einziges Tor erzielt. Zehn Gegentore, kein Trainer, kaum Puls. Nouri hatte dort auf den
ersten Auswärtssieg gehofft.
Nach neunzig Minuten stand es 3:0.
Für Luzern.
Nouri pflegt also nicht nur angeschlagenen Rasen. Er belebt inzwischen auch tote Vereine. Wer in der Schweiz weder trifft noch gewinnt, braucht keinen neuen Trainer. Ein Heimspiel gegen GC genügt.
Damit steht Grasshopper nach vier Spielen weiterhin auf Platz zehn. Ein Tor erzielt, sieben kassiert, drei Punkte. Gleichzeitig lagern noch 65,1 TK im Keller. Der teuerste Rasensprenger der Liga ist randvoll und hat bisher einen einzigen Grashalm getroffen.
Bora hatte Nouri bereits angeboten, den Rollrasen nach dem 0:3 gemeinsam einzusammeln. Für die nächste Meisterfeier könne St. Gallen ihn gut gebrauchen.
Nach dem eigenen 0:3 bei den Young Boys darf bora ihn gerne behalten. Zum Abdecken von Bremsspuren.
Seine berühmte 3:0-Theorie funktioniert weiterhin. Er hatte lediglich vergessen zu erwähnen, dass St. Gallen gelegentlich auf der falschen Seite steht. Sonnencreme schützt eben vor UV-Strahlung, nicht vor Castaño Deus.
Der kommt nun mit den Young Boys nach Zürich. Castaño spart nach eigener Aussage kein Wasser, weil in seinem Garten ohnehin nur Tabak wächst. Bei YB weiss man nie, ob gerade Cervelat, Rivella oder kubanisches Rollkraut in der Taktiktafel steckt.
Danach geht es nach Schaffhausen. danfire hatte stolz verkündet, er habe bereits Wasser auf den eigenen Rasen bekommen. Daheim gewann Schaffhausen bislang 3:0 und 1:0. Auswärts verlor es 0:2 und 0:3.
Leider findet das Spiel in Schaffhausen statt.
Der Regen wird stärker. Der Nachbar erscheint hinter dem Hag und blickt erst auf den Rasen, dann auf die Tabelle.
«Junge, nach vier Spielen Letzter. Gegen Young Boys und Schaffhausen also wieder null?»
Nouri denkt an Herbie. An den Mathematiklehrer. An Äpfel, Birnen, vier Gänge und eine angeblich überarbeitete Version.
«Nein. Aber sechs.»
Der Lehrer in seinem Kopf hebt mahnend den Finger. «Sechs was?»
«Punkte, Herr Lehrer.»
Der Saisonstart des FC Aarau hätte kaum besser laufen können. Daheim erzielten die Adlerträger einen deutlichen 4:0 Heimerfolg und Auswärts kam es zu einer 0:0 Punkteteilung und einem Achtungserfolg. Vier Zähler ohne Gegentor stehen zu buche und somit ein mehr als gelungener Saisonauftakt. Nun sollen weitere Punkte folgen und vielleicht doch eine bessere Saison zu spielen als erwartet. Natürlich sind erst zwei Spieltage rum, aber der Beginn macht Lust auf mehr. Was geht für den FC Aarau? Klassenerhalt oder doch mehr?
Während sich die Ösis mit Almduddler beschwipsen, bleibt Castaño Deus bei Cervelat. "Da ist immer klar, was drin ist," so der Kulinarik-Kubaner. "Wenn ich in der Sonne liege, natürlich ohne mich einzucremen, genehmige ich mir ab und zu ein Rivella (R) dazu." Vielleicht erklärt das seine Erfolglosigkeit. Was aber mehr interessiert: Wo bräunt sich denn ein Deus? "Natürlich in meinem Garten." Und wie hat er's da mit Wassersparen? "Das habe ich nicht nötig. Bei mir wächst sowieso nur, die einzige Pflanze, die es wert ist, gerollt zu werden: Tabak."
Der erste ZAT der neuen Saison ist gespielt und für danfire hat die Rückkehr zum FC Schaffhausen direkt eine kleine Achterbahnfahrt bereitgehalten. Zum Auftakt musste sich Schaffhausen beim FC La Chaux-de-Fonds mit 0:2 geschlagen geben. Ein Ergebnis, das sicher nicht ganz den Vorstellungen des Rückkehrers entsprach.
Doch lange musste man auf die Antwort nicht warten. Im ersten Heimspiel der neuen Saison empfing Schaffhausen den FC Sion – und diesmal zeigte die Mannschaft ein völlig anderes Gesicht. Mit einem überzeugenden 3:0 holte danfire die ersten drei Punkte und sorgte gleichzeitig dafür, dass die Niederlage zum Auftakt nicht überbewertet werden muss.
Auch Nouri hat Schaffhausen in seinem jüngsten Artikel bereits auf dem Radar. Zwischen Zwiebackrasen,
Bewässerungsproblemen, Cervelat und der Erkenntnis, dass ihn das Glück in der vergangenen Saison nur um einen Punkt verfehlt hat, taucht danfire dort gemeinsam mit Einar und skua811 als Teil des Schweizer „Klassentreffens“ auf. Besonders interessant: Nouri kennt offenbar bereits den Spielplan und die TK-Werte seiner Konkurrenz – beim Thema Schaffhausen dürfte er also durchaus genauer hinschauen.
Nach dem ersten ZAT steht damit ein Sieg und eine Niederlage zu Buche. Noch ist das Tabellenbild kaum aussagekräftig, doch die erste Botschaft ist angekommen: Schaffhausen kann nach dem Fehlstart reagieren.
Und während Nouri offenbar noch mit Bewässerungszeit und Cervelat beschäftigt ist, hat danfire bereits das erste Wasser auf den eigenen Rasen bekommen – **diesmal hoffentlich nicht zu wenig.**
Auch wenn die Überschrift kryptisch ist und keinen Sinn ergibt, so ist es doch der nachfolgende Text, der noch weniger Sinn ergeben wird. Da versuchen sich hilflose Aushilfscoach im Lesen von irgendwelchen Setztaktiken, Auswärts 3 oder 2 oder 1. Am Ende kann es auch der Zonk aus Tor 3 sein. Wichtig ist, dass man mit seinem Torkontingent bis zum Schluss auskommt. Denn auch hier heißt es: Nicht überbieten.
Alternativ kann man sich auch am Glücksrad den ein oder anderen Punkt erdrehen, sofern es kein "E" ist. Das muss man kaufen. Ich bin sicher, diesen Text hätte nicht mal ChatGPT schreiben wollen. Hätte sich schlicht verweigert.
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