Während ganz St. Gallen an dem Blick auf die Tabelle erfreut, beschäftigt Trainer bora milutinovic nur eine einzige Frage: Wie lange hat das Freibad eigentlich noch geöffnet?
„Meisterschaft? Schön und gut“, winkt bora ab. „Aber wenn die Strandbäder die Tore schließen, ist die Saison fast nicht zu retten!“
Deshalb erscheint bora seit Tagen geschniegelt mit Badelatschen, Sonnencreme Faktor 50 und einem Rettungsring zum Training. Die Spieler bibbern bereits in Winterjacken, doch Bora verteilt weiter Sonnencreme. „Die Sonne kommt oft völlig überraschend. Genau wie ein Konter.“
Sein größten Rivalen finden sich schon gar nicht mehr in der Tabelle – sondern in der Wetter-App. Jedes Grad weniger löst bei ihm hektische Schnappatmung aus. Die Badenixen versuchen ihn zu beruhigen, doch bora bietet mittlerweile jeder Gemeinde kostenlose Käsefondue Abende an, wenn nur das Freibad einfach noch bis November geöffnet bleibt.
Herbie bot großzügig an, den Mähbie zur Liegewiese des Tabellenführers zu schicken. bora wurde kreidebleich. „Der kommt mir nicht auf mein Rasen!“ rief er entsetzt. „Der Mähbie kennt doch keinen Unterschied zwischen Wiesen, Wasen und Sonnenliege!“ Seitdem hat bora rund um seine Liegewiese aufblasbare Palmen errichten lassen. Die Badenixen halten
Wache, und der Mähbie erhält Platzverbot. Man weiß schließlich nie, ob er nur das Gras kürzt oder gleich den halben Meisterschaftsvorsprung mit auffrisst.
Und was macht Nouri bei den Grasshoppers? Nun… der hämmert immer noch an seiner Terrasse herum. Brett für Brett. Schraube für Schraube. In Zürich fragt man sich inzwischen ernsthaft, ob die Terrasse überhaupt noch vor Saisonende fertig wird – oder ob Nouri sie direkt als Wintergarten plant. Die Fans haben vorsorglich schon ein Kissen auf den Gartenstuhl gelegt. Man weiß ja nie. Vielleicht schafft er es am letzten Spieltag tatsächlich noch, sich fünf Minuten hinzusetzen.
bora schüttelt darüber nur den Kopf. „Terrasse? Dafür hat man nach der Saison Zeit. Jetzt muss jeder Sonnenstrahl genutzt werden!“
Nach jedem Sieg pfeift er deshalb seine Freischwimmer Mannschaft herbei und ruft: „Noch zehn Minuten Beckenrand! Der Herbst darf uns nicht auskontern!“
Die Konkurrenz analysiert Ballbesitz, Laufwege und Pressing. bora dagegen studiert ausschließlich die UV-Prognose und die Öffnungszeiten des Freibads. Und solange irgendwo noch ein Sonnenstrahl auf eine Liegewiese fällt, bleibt der FC St. Gallen Tabellenführer.
Denn bora weiß: Meister gibt es viele. Aber wer die Badesaison verlängert bekommt, der schreibt Geschichte!
Zürich. Zwei Drittel der Terrasse liegen. Nouri zieht eine Schraube an und niest in den Karton.
«Boras Quecksilberbad?»
«Grippe. Drei Tage flachgelegen.» «Und jetzt?»
«Hab den Bogen raus. Am Wochenende wird sie fertig.»
Der Nachbar liest die Zeitung. «Champions League vorbei.»
«Dann habe ich wenigstens Zeit.» «Teurer Weg, sich die Champions League-Nächte freizunehmen.»
Der Nachbar greift nach dem 1,47er.
«Nicht anfassen. Brauche ich noch.» «Du klingst wie die ganze Liga. Herbie sitzt auf 48,6 TK. danfire auf 48,3.»
«Wollen die das
vererben?» «Du hast 47,4.»
Nouri schaltet die Säge ein.
Gegen Luzern und Schaffhausen gab es jeweils ein 5:0, dazwischen fünf Gegentore in Bern. Platz zwei, einen Punkt hinter bora.
«danfire schreibt noch über deine fehlenden dreizehn Zentimeter.»
«Nach elf Gegentoren in zwei Spielen gegen uns würde ich auch lieber über fremde Dielen reden.»
Als Nächstes: Sion, Stadtderby, Aarau.
Der Nachbar zeigt auf die offene Fläche. «Dafür reicht das Material?»
«Ja.» «Dann verbau es.»
«Alles?» «Scheisse. Du bist wirklich Schweizer geworden.»
Es hätte für danfire eigentlich ein ganz normaler ZAT werden können. Ein knappes 0:1 in Aarau, anschließend ein überraschendes 3:2 gegen St. Gallen und zum Abschluss ein 0:5 bei Grasshopper Zürich. Drei Spiele, drei völlig unterschiedliche Geschichten – und vor allem ein Ergebnis, das inzwischen offenbar mehr Aufmerksamkeit bekommt als die anderen beiden zusammen.
Denn seit dem 3:2 gegen St. Gallen ist in der Schweizer Fußballwelt nichts mehr so, wie es einmal war. Zumindest wenn man bora fragt. Für den Trainer des FC St. Gallen gibt es schließlich eine klare Ordnung im Fußball: **3:0.** Drei Tore für die eigene Mannschaft, null für den Gegner. Einfach, sauber, mathematisch belastbar. Und dann kommt danfire daher und gewinnt ausgerechnet gegen bora mit 3:2.
Für bora ist das kein gewöhnliches Fußballergebnis, sondern ein ausgewachsener **Rasenzwischenfall**. Schließlich hatte er bereits gewarnt, dass Abweichungen von der 3:0-Theorie unweigerlich die Aufmerksamkeit der Mähbie auf sich ziehen könnten. Und nun steht genau dieses Ergebnis schwarz auf weiß in der Statistik. Zwei Tore für St. Gallen waren offenbar noch akzeptabel, eines für Schaffhausen ebenfalls – aber zusammen? Völlig außerhalb des vorgesehenen Systems.
In Schaffhausen sieht man die Sache naturgemäß etwas entspannter. Dort wird das Ergebnis vermutlich eher unter der Kategorie „drei Punkte“ abgelegt. Der Rasen ist schließlich weiterhin grün, die Schafe stehen noch dort, wo sie vorher standen, und niemand hat beobachtet, dass plötzlich Eckfahnen rückwärts laufen. Für danfire dürfte deshalb vor allem eines zählen: St. Gallen wurde geschlagen.
Dass unmittelbar davor in Aarau mit 0:1 verloren wurde, passt dagegen erstaunlich gut in die neue Schweizer Fußballmathematik. Ein Tor, null Tore – zumindest hier gab es keine größere geometrische Auffälligkeit. Alexander Bölling konnte sich mit seinem knappen Erfolg vermutlich gemütlich zurücklehnen, während bora noch versuchte herauszufinden, ob ein 1:0 vielleicht wenigstens als verkleinertes 3:0 durchgehen könnte.
Dann allerdings kam Zürich.
Grasshopper zerlegte Schaffhausen mit 5:0 und lieferte damit wiederum eine ganz andere Antwort auf die bisherigen Theorien. Nouri dürfte das Ergebnis vermutlich nicht einmal als vollständige sportliche Überraschung betrachten. Schließlich war seine Mannschaft schon vor dem Spiel „konzeptionell Tabellenführer“. Jetzt gibt es dafür zumindest auch auf dem Platz reichlich Material: fünf Tore, kein Gegentor und damit ein Ergebnis, das weder 3:0 noch 4:3 noch 3:2 ist.
Herbie dürfte an dieser Stelle allerdings bereits nervös geworden sein.
Seine Mähbie hat schließlich gerade erst gelernt, mit dem **4:3-Format** umzugehen. In Luzern funktionierte die neue Software noch präzise, die Linien stimmten, die Geometrie war sauber und die Maschine konnte offenbar mit einer gewissen inneren Zufriedenheit feststellen, dass Fußballplätze manchmal tatsächlich einfach Fußballplätze sind.
Doch nun steht die Maschine vor einem neuen Problem: **3:2.**
Möglicherweise braucht die Mähbie deshalb schon wieder ein Softwareupdate. Version 4.3 konnte 4:3. Die nächste Version müsste dann vielleicht 3.2 erkennen. Allerdings dürfte Herbie vorher noch klären müssen, ob die Zahl 3 vorne oder hinten stehen muss und ob ein 2:3 ebenfalls akzeptiert wird. Bei einem Gerät, das bereits auf optische und geometrische Unregelmäßigkeiten reagiert, sollte man hier keine voreiligen Entscheidungen treffen.
Zumal das nächste Problem bereits wartet: **Basel gegen Schaffhausen.**
Herbie hat die gewünschte Lösung praktisch schon vorgegeben. Ein 0:3 würde perfekt in seine Welt passen. Basel gewinnt, Schaffhausen verliert, bora bekommt seine 3:0-Theorie zurück und die Mähbie könnte vermutlich beruhigt feststellen, dass die mathematische Ordnung wiederhergestellt wurde. Selbst die Schafe auf dem langen, schmalen Schaffhauser Platz könnten anschließend wieder ungestört weitergrasen.
Nur gibt es dabei ein kleines Problem: danfire dürfte wenig Interesse daran haben, Herbie diesen Gefallen zu tun.
Denn nach dem 3:2 gegen St. Gallen wäre ein weiteres ungewöhnliches Ergebnis gegen Basel geradezu folgerichtig. Vielleicht ein 1:1. Vielleicht ein 2:1. Vielleicht sogar etwas, bei dem Herbies Mähbie anschließend endgültig die Orientierung verliert und die Bedienungsanleitung neu geschrieben werden muss.
Und genau darin liegt inzwischen der besondere Reiz dieser Schaffhauser Saison. Während Nouri auf seiner Terrasse weiterhin verzweifelt versucht, die fehlenden **13 Zentimeter** zwischen seinen vier Meter langen WPC-Brettern und den 4,13 Metern Gesamtstrecke zu erklären, versucht Herbie die Schweizer Fußballwelt in saubere Zahlenformate zu bringen. bora möchte alles auf 3:0 reduzieren. Und danfire produziert derweil Ergebnisse, die sich offenbar weigern, sich an diese Systeme zu halten.
Vielleicht sollte man deshalb in Schaffhausen vor dem Basel-Spiel vorsichtshalber wieder für Bodenhaftung sorgen. Ein paar Öcher Printen unter die wackeligen Füße, die Schafe auf Abstand zur Mähbie und bloß keine neuen geometrischen Experimente.
Denn eines hat der letzte ZAT eindrucksvoll gezeigt: In Schaffhausen muss man nicht unbedingt die richtige Zahl finden.
Man muss nur verhindern, dass die Mähbie glaubt, sie hätte sie gefunden.
Es war Samstag früh. bora milutinovic war gerade aufgestanden, nachdem er am Vorabend sein obligatorisches Quecksilber-Bad genommen hatte, aus dem er seine Kraft für verrückte Ideen zieht. Auch dieses Mal hat ihn sein Ritual nicht im Stich gelassen: Wilde Träume, krude Theorien und ein Widerspruch, der noch für Diskussionsstoff sorgen wird waren die Folge seiner zweifelhaften Routine. Dazu später mehr.
Zum ersten Mal hatte der Mähbie53 nach seinem Software-Update einem Rasen außerhalb von Basel einen akkuraten Schnitt im 4:3 Format verpasst. Herbie war mit dem Ergebnis des Luzerner Spielfeldes zufrieden, wenngleich es sich hierbei nicht um einen problematischen Eingriff gehandelt hatte:
"Die Gegebenheiten vor Ort waren vorhersehbar. Keine Sonderheiten, die Kreidelinien gerade und ordnungsgemäß gezogen. Selbst die Fläche des Spielfeldes entsprach exakt den Vorgaben des Verbands. Ich bin sehr froh, dass wir nun auch die Konkurrenz mit einem sauberen Ergebnis beeindrucken konnten, wenngleich wir auch wissen, dass wir uns anderorts auf anderes Geläuf, ggfs. abweichende Markierungen und somit potentielle Fehlerquellen einstellen müssen. In St. Gallen ändert der Verrückte jede Woche etwas, in Zürich hat Nouri den Rasenfläche durch Dielen verkleinert und wie der Mähbie auf Printen reagiert haben wir noch nicht getestet."
Derweil stellte der Quecksilber-Bademeister aus St. Gallen nach seinem neuerlichen Fiebertraum aus der Nacht von Freitag auf Samstag eine neue Theorie auf: Die Ergebnisse der Super League müssten grundsätzlich einer 3:0er Geometrie entsprechen, da sie sonst den Mähbie anlockten. Da ist zunächst nichts gegen zu sagen, denn 3:0 dürfte Copa-weit eins der häufigsten Resultate sein. Fraglich ist nun aber, warum ausgerechnet bora selbst dabei geholfen hat, in Schaffhausen den Rasen in einem Format von 3:2 zu hinterlassen, welches nicht ganz der offiziellen Mähbie-erprobten Norm von 4:3 entspricht.
Wenn er doch Angst vor dem Mähbie hat, warum hinterlässt er dann danfire nicht einfach den
Platz so, wie er ihn vorgefunden hat? Dann hätten wir wieder das 3:0er Schema gehabt, das laut seiner neuerlichen Aussagen die perfekte Antwort auf alle Fragen zu sein scheint und ihn obendrein vor Angriffen aus Basel schützt. Bisher hat er sich scheinbar dem positiven Nutzen von Quecksilber zu Eigen gemacht, aber es scheint, als würde es ihn zunehmend selbst beeinträchtigen. Interessant zu wissen wäre gewesen, was bora in Schaffhausen vor und während des Spiels auf dem Platz veranstaltet hat. Darüber ist bislang jedoch nichts bekannt. Vielleicht kann uns danfire ja darüber aufklären.
In Basel laufen derweil die Vorbereitungen auf das nächste Heimspiel. Für das kommende Wochenende ist der erste Schnee angekündigt. Passend dazu kommt Wintersportlegende Ole Einar Gehtnochrein zu Besuch. Da der Mähbie mit dem Platz als auch mit der Abtau-und-Trocknen "No-Flutsch" Funktion bestens vertraut ist, erhofft sich Herbie einen deutlichen Heimsieg, um die erfolgreiche Rasur aus Luzern entsprechend abzusichern.
Schwieriger wird es jedoch zuvor beim Duell mit danfire, dessen Spielfeld eher einem Deich gleicht: Mehr lang als breit und gespickt mit einer Herde aus Schafen - kein Wunder in Schafhausen. Auf den Mähbie wartet also ein vollkommen unbekanntes Terrain und Format Grünfläche mit einer unbekannten Anzahl an beweglichen Hindernissen. Wer mitgezählt hat, zählt 2 Unbekannte plus Variabilität. Und da eine Gleichung mit 2 Unbekannten nicht mit einfachen Grundkenntnissen der Mathematik lösbar ist und der Mähbie in seiner derzeitigen Konfiguration keine Algebra beherrscht, lässt Herbie sein Baby wohl lieber in Basel - wobei: Aus Fehlern zu lernen hätte wohl auch seinen Reiz, damit das nächste Software-Update nochmal besser wird.
Zudem würde man mit einem 0:3 in Schaffhausen wieder der Matrix entsprechen, bora erfreuen und in Sicherheit wiegen sowie dem Ex-Aachener danfire die Möglichkeit geben, nächste Saison mit seiner Schafherde durch Europa zu ziehen und den Überbestand seiner abgelaufenen Printen loszuwerden.
Beim FC St. Gallen gibt es nur eine unumstößliche Wahrheit: 3:0. bora milutinovic hat sie einst auf einer Serviette notiert, dreimal gefaltet und seitdem gilt sie als heilige Fußballwissenschaft. Nach dem souveränen 3:0 gegen Sion nickte bora zufrieden. „Die Welt dreht sich noch richtig herum.“
Doch dann erreichte ihn die Schockmeldung aus Schaffhausen. Danfire hatte tatsächlich ein 3:2 produziert. bora wurde kreidebleich. „Das… das lockt den Mähbie an!“
Der Mähbie 53, dieses rätselhafte Wesen, das irgendwo zwischen Mittelkreis, Rasenmäher und Schafherde lebt, erscheint nämlich immer dann, wenn jemand leichtsinnig von der 3:0-Theorie abweicht. Augenzeugen berichten, dass plötzlich überall frisch gemähte Kreise im Strafraum auftauchten, drei Eckfahnen rückwärts flatterten und ein Schiedsrichter für wenige Sekunden fließend Rasen
sprach.
Danfire beteuerte zwar, die beiden Gegentore seien unvermeidbar gewesen. bora winkte nur ab. „Unvermeidbar? Der Mähbie hat euch mit einem Löwenzahn hypnotisiert! Ihr habt plötzlich gedacht, zwei Gegentore wären eine gute Idee.“
Seit diesem Vorfall trägt der gesamte Trainerstab des FC St. Gallen vorsichtshalber Ohrenschützer gegen das geheimnisvolle Brummen des Mähbie und verteilt vor jedem Spiel drei Grashalme als Glücksbringer. Außerdem darf niemand mehr das Ergebnis 3:2 laut aussprechen – stattdessen heißt es nur noch: „der Schaffhauser Rasenzwischenfall.“
bora bleibt deshalb völlig gelassen. Er blickte ein letztes Mal auf die Tabelle, lächelte und sagte: „Der Mähbie kann uns in Schaffhausen erschrecken. Zuhause sind wir aber noch sicher. Wir bleiben bei 3:0. Denn wer von der 3:0-Theorie abweicht, mäht irgendwann den Rasen – aber niemals den Gegner.“
Zürich. Donnerstagmorgen. Der Poolkatalog ist vom Terrassentisch verschwunden. An seiner Stelle liegen 28 dunkelgraue WPC-Dielen, zwölf Unterkonstruktionen, mehrere Kartons Small Foots und sieben verschiedene Sorten Schrauben.
Der Nachbar betrachtet den Stapel. «Was wird das?»
«Eine Terrasse.» «Du hast bereits eine Terrasse.»
«Eine gepflasterte. Ich möchte WPC.» «Wer baut sie?»
«Ich selbst.»
Der e-Mähbie fährt rückwärts in die Hecke.
Der Nachbar nickt langsam. «Das wird grossartig.»
Die Fläche ist 4,13 Meter lang. Die Dielen sind vier Meter lang. Es fehlen also dreizehn Zentimeter.
In der Tabelle fehlt Nouri ebenfalls nicht viel. Grasshopper steht nach dem sechsten ZAT auf Platz zwei. Ein Punkt hinter St. Gallen.
«Dreizehn Zentimeter bis zur fertigen Terrasse und ein Punkt bis zur Spitze», stellt der Nachbar fest. «Beides fast geschafft.»
«Du hast von Bauprojekten ungefähr so viel Ahnung wie bora von einem trockenen Fussballplatz.»
Zunächst legt Nouri die Unterkonstruktionen aus. Dann stellt er fest, dass eine WPC-Diele genau über einem Kopfstoss enden würde. Also verschiebt er die Unterkonstruktion. Nun passt das Raster nicht mehr. Er ergänzt eine zweite Unterkonstruktion. Darunter stehen sich zwei Small Foots im Weg.
Nouri verschiebt den ersten Fuss.
Jetzt hängt die andere Unterkonstruktion in der Luft.
Er verschiebt den zweiten.
Nun fehlt am Rand die Auflage für die Abschlussblende.
Der Nachbar beobachtet ihn seit zwanzig Minuten schweigend. «Wie weit bist du?»
«Konzeptionell Tabellenführer.»
Sportlich war das Wochenende ähnlich übersichtlich. Zuerst schlug Grasshopper den Bademeister aus St. Gallen mit 6:0. Danach reichte ein einzelnes Tor gegen La Chaux-de-Fonds. In Basel verlor Nouri schliesslich 0:2.
Der Nachbar faltet die Zeitung zusammen. «Du gibst bora sechs Tore. bora gibt Herbie sechs Tore. Herbie gibt dir nur zwei zurück.»
«Schlechte Resteverwertung.»
Herbie erklärte die eigene 0:6-Niederlage inzwischen mit geometrischen Ungereimtheiten auf Boras Platz. Sein Mähbie bekomme deshalb ein Software-Update und werde erneut zum Testen nach Zürich geschickt.
Pünktlich am Mittag hält ein Lieferwagen vor dem Haus. Neben dem neuen Testgerät liegen Kreide, Sonnencreme und Kokosöl.
Nouri verwendet die Kreide, um die Sieben-Millimeter-Fugen anzuzeichnen. Der Nachbar schmiert die Sonnencreme auf die Geranien. Das Kokosöl stellen beide unangetastet neben die Hecke. «Wofür ist das?»
«Damit der Mähbie lernt, auf Boras Rasen nicht wieder zum Parkplatz abzubiegen.»
Dann startet der Nachbar den aktualisierten e-Mähbie. Das
Gerät scannt die Terrasse, piept dreimal und zeigt eine Warnung an: Optische Ungereimtheit in der Geometrie des Terrains erkannt. Bereich wird umfahren.
Der Mähbie wendet und mäht den Gehweg.
«Das Update funktioniert», sagt Nouri. «Er erkennt inzwischen, wenn ein Projekt nicht mehr zu retten ist.»
Am Nachmittag beginnt die eigentliche Verlegung. Die erste Diele wird auf 1,99 Meter gekürzt. Übrig bleiben 2,01 Meter. «Das passt doch fast genau für die nächste Reihe.»
«Fast ist auf einer Terrasse nur ein anderes Wort für Verschnitt.»
Nach zwei Stunden besitzt Nouri Reststücke in 1,62 Meter, 1,47 Meter und 83 Zentimeter. Wegwerfen darf niemand etwas.
Auf dem 1,47er steht inzwischen mit schwarzem Filzstift: NICHT ANFASSEN – eventuell Spieltag 15.
Seine Frau öffnet die Terrassentür. «Wie weit seid ihr?»
Nouri zeigt auf sechs Quadratmeter sorgfältig sortiertes Plastik, drei lose Dielen und eine Unterkonstruktion, die inzwischen von acht Small Foots umzingelt ist.
«Wir betreiben gerade Bestandsmanagement.»
Der nächste ZAT liegt zwischen den Abstandshaltern. Zuerst kommt der trainerlose FC Luzern nach Zürich. Schlusslicht, aber zuletzt mit vier Toren gegen den Tabellenführer. Danach geht es zu den Young Boys, die beim 3:4 gegen Aarau ebenfalls gezeigt haben, dass bei ihnen vorne wie hinten jederzeit etwas passieren kann. Zum Abschluss kommt Schaffhausen.
Ausgerechnet danfire behauptet inzwischen, seine Mannschaft habe die Geometrie des gegnerischen Tores verstanden.
Nouri betrachtet den doppelten Unterbau an einem Dielenstoss.
«Sehr gut. Dann kann er am Freitag erklären, wie zwei Unterkonstruktionen, zwei Dielenenden und vier Small Foots auf dreissig Zentimetern Platz finden sollen.»
Der Nachbar liest weiter. «Aarau sagt, eine gute Defensive sei das Fundament des Erfolgs.»
«Endlich jemand in dieser Liga, der Unterkonstruktionen versteht.» «Und Schaffhausen bringt vielleicht Öcher Printen mit.»
«Perfekt. Die können wir unter die wackelnden Füsse legen.»
Langsam wird es dunkel. Von der Terrasse ist weiterhin kaum etwas verlegt. Dafür kennt Nouri inzwischen jede Schraube persönlich. Die 4 × 30 mit Linsenkopf liegt links. Die A2-Torx für die Abschlussblenden rechts. Eine phosphatierte Schraube für den Innenbereich wurde vom Grundstück verwiesen.
Der Nachbar nimmt eine der ungeschnittenen Dielen. «Was passiert am Freitag gegen Luzern, Young Boys und Schaffhausen?»
Nouri legt die Diele zurück auf den Stapel.
«Keine Experimente. Keine unnötigen Schnitte. Möglichst wenig Verschnitt.» «Du redest noch über die Terrasse?»
Nouri hebt den Sieben-Millimeter-Abstandshalter auf.
«Das hängt davon ab, wer fragt.»
Es ist schon erstaunlich, was ein einziger ZAT in der Schweizer Super League alles verändern kann.
Vor einer Woche war der FC Schaffhausen noch eine Mannschaft, die auswärts offenbar regelmäßig die Orientierung verlor. Jetzt ist man auf Platz 8 angekommen. Und plötzlich sieht die Welt ganz anders aus.
3:0 gegen La Chaux-de-Fonds.
2:3 in Sion.
3:2 gegen Zürich.
Zwei Siege, eine knappe Niederlage – und insgesamt sieben Tore.
Man könnte fast sagen:
Schaffhausen hat den richtigen Gang gefunden. Oder zumindest den Rückwärtsgang ausgeschaltet.
Passend dazu meldet sich Herbie aus Basel. Der e-Mähbie-53 habe beim ersten großen Einsatz offenbar gewisse Schwierigkeiten mit der Geometrie des Geländes gehabt. Kein Grund zur Sorge, meint Herbie. Es gibt ein Update. Künftig soll der Mähbie optische Ungereimtheiten erkennen und umgehen können. Eine sehr vernünftige Entscheidung. Denn wenn man sich die Ergebnisse dieses ZAT anschaut, könnte man meinen, auch danfire habe ein ähnliches Update bekommen.
Vorher: 0:3.
Jetzt: 3:0.
Vorher: 0:5.
Jetzt: 3:2.
Vielleicht hat Schaffhausen ebenfalls ein Software-Update installiert.
Version:
danfire 3.0 – Geometrie des gegnerischen Tores erkannt.
Gegen La Chaux-de-Fonds war jedenfalls ziemlich schnell klar, wer auf dem Platz die besseren Orientierungssysteme hatte. 3:0.
Keine Diskussion.
Keine Schwimmreifen.
Keine Poolnudeln.
Keine Trillerpfeife.
Und vor allem:
keine Öcher Printen notwendig.
Die Bodenhaftung war offenbar bereits vorhanden. Vielleicht hätte Herbie den Mähbie einfach vorher nach Schaffhausen schicken sollen. Dort hätte er vermutlich gelernt, dass ein Rasen nicht zwingend getrocknet werden muss, wenn die Mannschaft selbst wieder ordentlich läuft.
Dann kam Sion. Ausgerechnet beim Wintersportgiganten vom FC Sion wurde es anschließend komplizierter. 3:2 für Sion. Knapp verloren. Aber immerhin zwei Tore geschossen.
Und damit dürfte zumindest eine Erkenntnis feststehen:
Schaffhausen kann auch auswärts Tore schießen. Das ist ein wichtiger Fortschritt.
Ob Nouri darüber bereits eine wissenschaftliche Untersuchung des Rollrasens vorbereitet, ist allerdings nicht bekannt. Vermutlich misst er zunächst die Feuchtigkeit. Danach die Schnitthöhe. Dann die Bodenstruktur.
Und irgendwann fragt er sich, ob die Niederlage vielleicht im sechsten Gang passiert ist.
Dann aber das Highlight:
FC Schaffhausen 3:2 FC Zürich.
Herbie dürfte das mit besonderem Interesse registriert haben. Denn während sein Mähbie beim Meister in St. Gallen noch mit den örtlichen
Gegebenheiten kämpft, hat Schaffhausen inzwischen offenbar gelernt, wie man mit Zürcher Gelände umgeht. Vielleicht braucht man dafür gar keine künstliche Intelligenz. Vielleicht reicht einfach ein Trainer.
Oder – noch wahrscheinlicher – ein Stück Öcher Printen in der Kabine.
Herbie hatte ja bereits festgestellt, dass die Printen keinen erkennbaren „Mäh“rwert besitzen. Torrwert dagegen offenbar schon.
bora milutinovic hatte sich derweil ebenfalls auf seinen nächsten Einsatz vorbereitet.
Der Mähbie sollte kommen. Also wurde der Rasen zum Freibad. Badeenten wurden aufgestellt. Eckfahnen bekamen Schwimmwesten. Der Elfmeterpunkt wurde verschoben. Der Strafraum mit Kokos-Sonnenöl behandelt. Und der Anstoßkreis zum Nichtschwimmerbecken erklärt.
Der Mähbie drehte drei Ehrenrunden und mähte anschließend den Parkplatz.
Man kann also festhalten:
Der Mähbie hat noch gewisse Entwicklungsreserven.
Herbie dürfte das natürlich anders sehen. Schließlich bekommt er jetzt ein Software-Update. Vielleicht wird die nächste Version dann auch mit einem Navigationssystem ausgestattet:
„Bitte wenden. Sie befinden sich auf einem Parkplatz.“
Besonders schön ist allerdings Herbies Blick auf die Liga. Zürich, St. Gallen und Basel kämpfen international weiter. Luzern ist bereits raus. Und die Schweizer Super League wächst.
Nur Österreich ist noch eine Nummer zu groß. Herbie spricht vom kleinen Goliath mit der kleinen Schleuder. Das ist ambitioniert. Aber vielleicht sollte man in Basel, Zürich und St. Gallen zunächst einmal den Mähbie fertig programmieren. Denn bevor man den großen Nachbarn mit der Schleuder angreift, sollte man zumindest wissen, wo das eigene Tor steht.
Schaffhausen scheint das inzwischen wieder zu wissen.
Und danfire? Der dürfte sich nach diesem ZAT jedenfalls entspannt zurücklehnen. Platz 8. Sieben Tore erzielt. Sechs Punkte geholt. Und aus den letzten drei Spielen nur eine Niederlage.
Vor allem aber ist Schaffhausen wieder eine Mannschaft, über die man schreiben kann, ohne jedes Mal eine Erklärung über Wasser, Rasen, Schwimmabzeichen oder defekte Software zu benötigen.
Wobei ...Ein bisschen davon gehört inzwischen einfach zur Schweizer Fußballkultur.
Herbie baut den Mähbie.
Nouri schützt den Rollrasen.
bora schützt den Rasen vor dem Mähbie.
Und danfire?
Der macht inzwischen einfach Tore.
Vielleicht ist das ja die einfachste Software von allen.
Version 3.2: Ball ins Tor. Keine Geometrieanalyse nötig. Keine Sonnencreme. Kein Swimmingpool. Und auch kein sechster Gang. Nur drei Punkte.
So haben wir ihn kennengelernt: Fuchsig, clever und im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Wassern gewaschen: bora milutinovic, der jeden Freitag Abend ein Quecksilber-Bad nimmt, um so nach jedem Spieltag auf immer neue verrückte Ideen zu kommen, mit denen er seine Gegner verwirren kann, ist sich für keinen Trick zu schade. Dabei bewegt er sich jedoch stets im Rahmen des Erlaubten. Schließlich hat der Schweizer Fußballverband bislang jede Beschwerde seiner Gegner zurückgewiesen.
Herbie ersuchte erst gar nicht die Unterstützung von oben, sondern gab sich als mähenderfährer Verlierer, obwohl er sich von dem ersten Einsatz seines Serien-Mähbie's viel beim amtierenden Meister versprach:
"Ich bin ganz ehrlich: Hätte alles direkt so geklappt, wie ich es geplant hätte, wäre es echt eine Überraschung gewesen. So lerne ich aus dem Erlebten und verpasse meinem kleinen Freund ein Software-Update, sodass Ungereimtheiten in der Geometrie des zu mähenden Terrains künftig identifiziert und umgangen werden können. Da wir kurzfristig nicht mit den verrückten Methoden von bora konfrontiert werden und die Änderungen ausgiebig testen und auf Herz und Nieren prüfen wollen, werden wir nochmal ein Testgerät nach Zürich liefern, um dem Mähbie nochmals einem ordentlichen Stresstest zu unterziehen. Soweit ich gehört habe, legen wir unserem Probanden der Lieferung Kreide, Sonnencreme und Kokosöl bei, um die Anpassungen bei realen Bedingungen zu simulieren."
Trotz der Scharmützel des Bademeisters erfreut sich die Schweizer Super League eines guten Zusammenhalts. Die Liga lebt und international unterstützt man sich gegenseitig. Noch hat
das Champions League Trio um Zürich, St. Gallen und Basel die Möglichkeit auf den Einzug ins Achtelfinale. Nur das trainerlose Luzern ist bereits aus der Ouropa League ausgeschieden.
Der FC Schaffhausen ist trotz seiner Niederlage gegen die Grasshopper eine wahre Bereicherung für die Liga, auch wegen danfire's wöchentlichen Presserückschau. Auch der FC Aarau muckt unter dem eher stillen Alexander Bölling langsam auf und die Young Boys aus Bern sind unter Castaño Deus immer für eine Überraschung gut. Speziell deswegen gilt für den FC Basel beim morgigen Heimspiel äußerste Vorsicht, denn Punktverluste kann man sich daheim im Kampf um die vorderen Plätze wahrlich nicht erlauben.
Apropos erlauben: Was erlauben eigentlich skua811 und Ole Einar Gehtnochrein? Während der Wiederkehrer der Saison vom FC La Chaux-de-Fonds richtig gut in die Gänge kam, verpasst er in der letzten Woche den Anschluss an das Verfolgerfeld zu halten. Und der Wintersportgigant vom FC Sion, für den mindestens ein NMR pro Saison zum guten Ton gehört, ist seit Wochen verstummt.
Im Vergleich zur letzten Saison boomt die Schweiz jedenfalls, wenngleich man sich mit dem übermächtigen Nachbarn aus Österreich noch nicht zu messen braucht.
Aber vielleicht schafft die Schweiz mit ein wenig Ausdauer eines Tages, den großen Goliath mit der kleinen Schleuder zu bezwingen.
Wichtig für den FC Basel ist erst mal, dass der Mähbie weiterentwickelt wird, um sich künftig auch auf den gegnerischen Plätzen zurechtzufinden. Bis dahin muss man sich auf das eigene, gut vermessene und bekannte Terrain fokussieren.
Er kann es einfach nicht lassen, doch nun wurde Bademeister bora dabei erwischt, wie er mitten im Spiel Einfluss auf das Geläuf nehmen und den Rasen eincremen wollte.
Der Saisonstart des FC Aarau lief sehr sehr gut, besser als erwartet und dies obwohl es ein Zwischentief gab. Platz 4 steht aktuell zu buche und die Adlerträger sind mehr als zufrieden mit diesem Umstand. Dabei fällt auf, dass der FCA die beste Defensive der Liga stellt und somit ein Fundament für den derzeitigen Erfolg gelegt hat. Doch Schuster bleib bei deinen Leisten, denn das Ziel bleibt der Klassenverbleib, auch wenn die Spitze näher ist als der Abgrund. Schlusslicht ist aktuell der FC Luzern.
Im Espenmoos herrscht Alarmstufe Chlor. Bademeister bora milutinovic hat erfahren, dass der berüchtigte Mähbie-53 inzwischen serienreif ist und sich angeblich durch nassen Rasen frisst wie ein hungriger Biber durch Sperrholz.
„Ich habe es doch immer gesagt! Der Rasen braucht Lichtschutzfaktor 50, Schwimmflügel und einen Rettungsschwimmer!“, rief bora, während er hektisch gelbe Badeenten entlang der Seitenlinie aufstellte. Niemand wusste warum. bora auch nicht.
Seit Tagen patrouilliert der Trainer mit Trillerpfeife, Baywatch-Rettungsboje und einer überdimensionalen Poolnudel um den Mittelkreis. Jeder Grashalm bekommt einzeln Schwimmunterricht. „Wenn der Mähbie kommt, müssen die Halme wissen, wie man krault!“
Die Spieler wurden angewiesen, nur noch in Badelatschen zu trainieren. Das Stadion wurde vorsorglich zum Freibad erklärt, damit bora offiziell Bademeister
sein darf. Sogar die Eckfahnen tragen inzwischen Schwimmwesten.
Herbie soll den Mähbie-53 bereits getestet haben und behaupten, das Gerät erkenne jeden feuchten Quadratmeter sofort. Bora lachte nur nervös. „Das ist keine künstliche Intelligenz – das ist Rasenpiraterie!“
Um den Mähroboter zu verwirren, ließ bora schließlich den Elfmeterpunkt um drei Meter verschieben, den Strafraum mit Kokos-Sonnenöl einsprühen und den Anstoßkreis als Nichtschwimmerbecken markieren. Der Mähbie drehte drei Ehrenrunden, hupte zweimal und mähte anschließend versehentlich den Parkplatz.
Am Ende blieb der Rasen unversehrt. Der Platzwart atmete auf. bora jedoch blickte ernst in die Kameras.
„Heute haben wir gewonnen. Aber der Mähbie-53 schläft nie. Deshalb eröffnen wir morgen den ersten Rasen-Schwimmkurs Europas. Sicher ist sicher.“
Es gibt Wochen, in denen ein Trainer seine Mannschaft taktisch weiterentwickelt.
Es gibt Wochen, in denen ein Trainer neue Systeme ausprobiert.
Und dann gibt es Wochen, in denen man als Trainer auf die Tabelle schaut und sich fragt, ob man vielleicht einfach nur die Heim- und Auswärtsspalte vertauscht hat. Für danfire war es eine solche Woche. Drei Spiele. Zwei Niederlagen. Ein Heimsieg. Und immerhin 5:4 Tore.
Der FC Schaffhausen scheint damit ein ziemlich klares Konzept entwickelt zu haben: Zuhause Fußball spielen. Auswärts baden gehen.
Herbie bringt den Mähbie
Herbie aus Basel verkündete diese Woche stolz, dass sein inzwischen legendärer e-Mähbie-53 endlich serienreif sei. 90 Minuten Akku. 120 Minuten im Energiesparmodus. Extremes Drehmoment. Diamantklingen. Und natürlich die revolutionäre No-Flutsch-Funktion, mit der nasser Rasen getrocknet und anschließend gemäht werden kann.
Eigentlich klingt das nach einem Rasenmäher.
Bei Herbie klingt es allerdings eher nach einem taktischen Endgegner. Besonders interessant: Der Mähbie soll ausgerechnet beim Meister in St. Gallen seinen ersten Auswärtseinsatz bekommen. Danfire dürfte die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Denn kurz zuvor hatte Basel bereits vorgemacht, wie man Schaffhausen auswärts behandelt: 3:0.
Vielleicht war der Mähbie da noch gar nicht im Einsatz. Vielleicht braucht Herbie ihn also gar nicht.
Zuhause läuft der Rasen
Denn kaum war Schaffhausen wieder auf eigenem Platz, war plötzlich alles anders. 5:0 gegen Luzern. Fünf Tore. Keines kassiert.
Der Mähbie hätte wahrscheinlich anerkennend genickt. Nouri vermutlich zunächst die Schnitthöhe kontrolliert. Und bora hätte wahrscheinlich überprüft, ob die Spieler vor dem Anpfiff ausreichend Sonnencreme aufgetragen hatten.
Vor allem aber zeigt das Ergebnis: Der FC Schaffhausen kann es noch. Sehr gut sogar. Vielleicht braucht die Mannschaft einfach ihren eigenen Rasen. Vielleicht liegt es am Heimvorteil. Vielleicht an der Bodenhaftung. Oder vielleicht hat danfire einfach die Öcher Printen wiedergefunden. Herbie hatte schließlich bereits festgestellt, dass die Printen im Mähbie-Test keinen erkennbaren „Mäh“rwert besitzen. Als taktische Schuhsohle könnten sie allerdings durchaus noch eine Zukunft haben.
Nouri und die sechs
Währenddessen arbeitet Nouri in Zürich weiter an seinem persönlichen Rasensport-Experiment. Rollrasen. Mähbie. Swimmingpool-Verbot.
Sonnencreme für Geranien. Und natürlich die Zahl sechs. Sechs Zentimeter. Sechster Gang. Sechs Punkte.
Man darf gespannt sein, wann Nouri endgültig herausfindet, was genau diese sechs eigentlich bedeuten. Äpfel? Birnen? Fahrräder? Oder vielleicht einfach die sechs Gegentore, die man manchmal kassiert, wenn man den Rasen nicht richtig einstellt.
Schaffhausen jedenfalls hat sich diese Woche für eine andere Variante entschieden: Fünf Tore schießen und null kassieren. Das dürfte Nouri gefallen. Zumindest solange niemand einen Pool daneben baut.
bora bleibt Bademeister
bora milutinovic hat derweil seine ganz eigene Erklärung für die Schweizer Fußballwelt. Bei ihm bleibt die Super League ein Freibad. Bronze-Schwimmabzeichen für die Spieler. Sonnencreme für die Außenverteidiger. Trillerpfeife für Badepausen. Und wenn irgendwo etwas nicht funktioniert, liegt es selbstverständlich am Wasser.
Nur Schaffhausen dürfte nach dem 5:0 gegen Luzern kurz überlegt haben, ob man nicht vielleicht selbst ein Freibad eröffnen sollte. Denn zuhause läuft es hervorragend. Auswärts hingegen sieht es anders aus. Basel: 3:0. Young Boys: 1:0. Dazwischen: 5:0 gegen Luzern.
Man könnte also fast behaupten, Schaffhausen habe das Schweizer Heimspiel-Freibad bereits vollständig im Griff. Nur beim Auswärtsschwimmen fehlt noch die Technik.
Vielleicht doch der richtige Gang?
Damit bleibt für danfire eigentlich nur eine Erkenntnis: Der sechste Gang ist vielleicht gar nicht das Problem. Vielleicht muss man einfach häufiger zuhause bleiben. Herbie hat seinen e-Mähbie. Nouri hat seinen Rollrasen. Bora hat seine Trillerpfeife.
Und danfire hat offenbar etwas viel Wertvolleres:
einen Heimrasen, auf dem Schaffhausen fünf Tore schießen kann. Vielleicht sollte man den Rasen deshalb einfach einpacken und zu jedem Auswärtsspiel mitnehmen.
Ein mobiler Rollrasen für Schaffhausen. Nouri würde das Konzept vermutlich sofort genehmigen. Herbie würde einen Mähbie dafür entwickeln. Und bora würde sich daneben mit Sonnencreme auf den Bademeisterstuhl setzen.
Dann wäre endlich alles geregelt.
Bis dahin bleibt die Erkenntnis der Woche:
Auswärts braucht Schaffhausen offenbar noch Bodenhaftung. Zuhause ist sie bereits vorhanden.
Und irgendwo in der Kabine liegt vermutlich tatsächlich noch eine Packung Öcher Printen. Man sollte sie vielleicht nicht essen. Aber vielleicht einfach unter die Auswärtsschuhe kleben. Nur für den Fall.
Made in Suisse: Entwickelt und produziert in Basel, getestet in Zürich.
Der e-Mähbie-53 hat trotz anfänglicher Kinderkrankheiten in der Version v6.0 den Serienstatus erreicht. Das Entwicklerteam gab ein Testmodell aus der Vor-Serie zunächst in einem Geheimprojekt zu einem Stresstest nach Zürich an eine unbekannte Privatperson, die im Besitz einer großer, neuen Rasenfläche war. Nach kleineren Fehlfunktionen und einem ausführlichen Feedback aus Zürich wurde die Software durch die finale Version j3tZt.g3h7s.l0s ersetzt und das Produkt zur Serienauslieferung freigegeben.
Somit wird der e-Mähbie in Kürze in der kompletten Schweiz eingesetzt und speziell auf den Plätzen der Super League rasieren, sowohl in Basel als auch auswärts.
Er ist ein wahres Multitalent: Elektrobetrieben, langlebiger 90-Minuten-Akku (in der Energiesparfunktion auf 120 erweiterbar), extrem hohes Drehmoment für schnelle Anpassung an Feinde, Schädlinge und Gegner, ultra-scharfe Diamantklingen und eine No-Flutsch Spezialfunktion, mit der er nasse und rutschige Rasenflächen im Nu trocknen und griffig machen kann, um sie anschließend zu mähen. Zudem ist er auch in Schwimm- und Hallenbädern einsetzbar, um dort auch ohne seine eigentlich konzipierte Hauptfunktion des Mähens für trockene Verhältnisse zu sorgen.
Herbie fiebert dem Startschuss bereits sehnsüchtig
entgegen:
"Ich habe viel Herzblut und Leidenschaft in das Projekt gesteckt, hatte auch andere Angebote für Projekte, z.B. aus Aachen. Doch ich habe mich bewusst dafür entschieden, den Mähbie hier in der Schweiz zu entwickeln, um damit dort erfolgreich zu sein, wo einst meine Karriere als Profi-Trainer begann. Dass es jetzt endlich losgehen kann und ich ihn von der Leine lassen darf, sorgt bei mir für Gänsehaut. Dass er ausgerechnet beim Meister in St. Gallen seinen ersten Einsatz in der Fremde hat, ist umso spannender. Da kann er endlich seine No-Flutsch Funktion unter Beweis stellen und zeigen was für ein Prachtstück er ist."
Nun hofft man in Basel, dass das Warten sich gelohnt hat und alles so funktioniert, wie in den finalen Serienbedingungen im Prüfzentrum. Die Printen hatte man dort als nutzlos identifiziert, weil sie keinen erkennbaren "Mäh"rwert brachten. Überhaupt hätte der Bezug zu Aachen dem Gerät vermutlich nicht gut zu Gesicht gestanden.
Apropos Gesicht: Mal sehen, wie Nouri am Freitag guckt, wenn er feststellt, dass der e-Mähbie-53 über eine Autokorrektur verfügt, falls der Besitzer eine Schnitthöhe einstellt, die nicht den realistischen Bedingungen entspricht. Der Nutzer könnte sich selbst und andere unter Umständen damit verletzen. Deswegen hat man in Basel vorgesorgt und dieses Sicherheitsfeature eingebaut. Hier denkt man eben an alles..
Zürich. Dienstagmittag. Der Garten hat sich erholt. Der Rollrasen steht dicht, die Blumen blühen und der e-Mähbie-53 zieht inzwischen gerade Bahnen. Sogar vor einem Schmetterling hält er selbstständig an. Der Nachbar hat ihn gut kalibriert.
Anschliessend kniet er vor dem Blumenbeet und schmiert dicke weisse Sonnencreme auf die Blüten.
«Was machst du da?» «Lichtschutzfaktor 50. Wenn bora damit seine Fussballfeldlinien schützt, kann es für die Geranien nicht schlecht sein.»
«Bei bora ist auch Seifenschaum ein Abwehrkonzept.»
Auch sportlich ist wieder alles ordentlich angewachsen. Auf das 3:0 gegen Sion folgte zwar ein 0:3 im Stadtderby, gegen Aarau reichte es aber zum 1:0. Erneut sechs Punkte. Grasshopper steht inzwischen auf Platz drei.
Der Nachbar betrachtet zufrieden das Grundstück und legt einen Katalog auf den Terrassentisch. «Jetzt fehlt hier eigentlich nur noch ein Swimmingpool.»
Nouri verschluckt sich an seinem Kaffee.
«Nein.» «Warum nicht?»
«Ein Pool zerstört die natürliche Bodenstruktur.» «Er käme neben den Rasen.»
«Vierzigtausend Liter Wasser erzeugen seitlichen Druck. Dann gehen die Nähte des Rollrasens auf.» «Wir könnten einen kleineren nehmen.»
«Die Sonne spiegelt sich im Wasser und verbrennt die Blumen von unten.»
Der Nachbar zeigt auf die eingecremten Geranien. «Problem gelöst.»
«Dann läuft Boras Sonnencreme ins Becken und verwandelt den Garten in eine Schaumparty. Am Ende verirrt sich noch ein Ball darin und Alois Grünhalter muss ihn retten.» «Salzwasserpool.»
«Schlecht für den Mähbie.» «Der soll nicht hineinfahren.»
«Das weiss der Mähbie nicht. Er erkennt zwar inzwischen die Schmetterlinge, aber noch immer nicht zuverlässig die Hecke.»
Der Nachbar blättert weiter. «Ein Naturpool?»
«Dann kommen Frösche.» «Frösche sind nützlich.»
«Nicht während der Nachtruhe.» «3:1? Drei Meter lange Seiten und einen Meter tief?»
«Bei bora wird daraus spätestens am Freitag ein 3:0. Seine Theorie wächst schliesslich auch ohne Bewässerung.» «Ein aufblasbares Becken?»
«Zieht Kinder an. Kinder bringen Schwimmreifen mit. Schwimmreifen werfen Schatten. Dann wächst der Rasen ungleichmässig.»
Der Nachbar legt den Katalog langsam beiseite. «Du willst wirklich kein Wasser im Garten.»
«Das Grundwasser könnte steigen.» «Bis
wohin?»
«Basel.» «Das wäre doch nicht schlimm.»
«Doch. Dann erklärt Herbie es zu Wasserkraft, schaltet einen Gang höher und schreibt acht Seiten über den Chlorgehalt.»
Der Nachbar mustert Nouri lange. «Kannst du überhaupt schwimmen?»
«Natürlich.» «Gut.»
«Theoretisch.» «Was bedeutet theoretisch?»
Nouri schaut zum Rasen. Der e-Mähbie fährt vorbei und stoppt exakt zwei Zentimeter vor der Terrasse.
In der siebten Klasse hatte Nouri mittwochs Schwimmunterricht. Zumindest stand es so auf dem Stundenplan. Tatsächlich verbrachte er diese Stunden hinter der Turnhalle im Geräteschuppen des Hausmeisters.
Zuerst behauptete er, Chlor löse bei ihm vorübergehende Orientierungslosigkeit aus. Danach folgten eine Wasserallergie, ein ärztlich nicht näher beschriebener Druckausgleichsschaden und schliesslich ein Schreiben der kantonalen Gewässeraufsicht, das er selbst auf kariertem Papier verfasst hatte.
Während seine Mitschüler für das Bronzeabzeichen Bahnen schwammen, lernte Nouri, Messerwalzen zu schärfen, Feuchtigkeitsmesser zu bedienen und einen alten Aufsitzmäher zu kalibrieren. Den Schlüssel zum Geräteschuppen hatte er dem Hausmeister für eine grosse Tüte Ricola abgekauft.
Am Ende des Schuljahres waren alle Freischwimmer.
Nouri war Freischneider.
«Du hast den Schwimmunterricht geschwänzt.»
«Ich hatte praktische Landschaftspflege.» «Du bist Nichtschwimmer.»
«Ich bevorzuge Sportarten mit Bodenhaftung.»
Ausgerechnet jetzt kommt bora milutinovic nach Zürich. Der St. Galler Bademeister, dessen Spieler angeblich alle das Bronzeabzeichen besitzen und der die Super League inzwischen als schlecht geführtes Freibad betrachtet.
«Vielleicht solltest du vor dem Spiel noch üben.»
«Bora kommt auf meinen Rasen. Wenn hier jemand üben muss, dann er.»
Danach wartet La Chaux-de-Fonds. Zum Abschluss geht es nach Basel zu Herbie. «Herbie hat sich bereits Notizen über Chlor und Heimvorteil gemacht.»
«Nach dem 0:4 in Sion weiss Basel immerhin, wie man baden geht. Für seine achtseitige Analyse fehlt ihm nur noch ein saugfähiges Handtuch.»
Nouri geht zum e-Mähbie. Auf dem Display steht: Schnitthöhe: 1,0 cm. - Eine Einstellung, die Nouri am vergangenen Freitag vornahm.
Nouri dreht den Regler langsam nach rechts. Schnitthöhe: 6,0 cm.
Der Nachbar hebt eine Augenbraue. «Sechs Zentimeter?»
«Ich kann nicht schwimmen. Also müssen die anderen im Gras untergehen.»
Während sich ganz Fußball-Schweiz fragte, wie der FC St. Gallen trotz des kuriosen 0:3 in Aarau immer noch die Tabelle anführt, gab bora milutinovic auf der Pressekonferenz endlich die Wahrheit preis.
„Das war gar kein Fußball.“
Verwirrte Blicke.
„Es war ein Samstagnachmittag im Freibad.“
Wie bora erklärte, habe er den kompletten Spieltag nicht als Meisterschaft, sondern als Badebetrieb organisiert.
Der FC Sion erschien ohne Badelatschen und rutschte bereits beim Aufwärmen mehrfach auf dem nassen Fliesenboden aus.
Der FC Zürich wollte erst ins Wasser, nachdem ein Rettungsschwimmer die Wassertemperatur gemessen hatte.
Nur in Aarau lief alles schief.
„Dort war das Freibad wegen Wartungsarbeiten geschlossen“, erklärte bora mit ernster Miene.
„Kein Wasser. Keine Rutsche. Nicht einmal ein Planschbecken.“
Die Spieler seien völlig orientierungslos gewesen.
„Ein Bademeister kann ohne Becken eben nur sehr wenig ausrichten.“
Nur im St. Galler Espenmoos hatte man seine Hausaufgaben gemacht.
„Jeder Spieler hatte sein Bronze-Schwimmabzeichen“, erklärte bora stolz.
Während andere Trainer über Pressing und Umschaltspiel sprachen, kontrollierte bora gewissenhaft, ob überall genug Sonnencreme nachgefüllt war.
Das sei wissenschaftlich erwiesen.
Zumindest in boras Wissenschaft.
Kurz vor Anpfiff ertönte plötzlich dreimal die Trillerpfeife.
Die gegnerischen Trainer erschraken.
„Was ist passiert?“
bora blieb völlig ruhig.
„Zehn-Minuten-Pause. Das Nichtschwimmerbecken ist überfüllt.“
Als das Spiel weiterlief, wollte Sions Trainer reklamieren.
Doch bora zeigte nur auf
das große Schild hinter dem Tor.
„Nicht rennen!“
„Regeln sind Regeln.“
Nach dem 3:0 gegen Sion versuchte der Gegner noch einmal alles.
Doch bora stellte kurzerhand den Bademeisterstuhl direkt an die Seitenlinie und pfiff jede gefährliche Situation mit den Worten ab:
„Nicht springen! Erst eine Minute nach dem Essen!“
Selbst der Schiedsrichter wusste irgendwann nicht mehr, ob er ein Fußballspiel oder einen Familientag im Freibad leitete.
Nach Abpfiff fragte ein Reporter:
„Herr milutinovic , was war heute der Schlüssel zum Sieg?“
bora nickte zufrieden.
„Die meisten Trainer wollen Tore verhindern.“
„Und Sie?“
„Ich verhindere Badeunfälle.“
Dann meldete sich ein Reporter aus Aarau.
„Und das 0:3 auswärts?“
bora seufzte.
„Da hatte jemand das Wasser abgelassen.“
Herbie - der mittlerweile die 3-0-Theorie verinnerlicht hat - schrieb sich alles gewissenhaft auf und kündigte bereits eine achtseitige Analyse über den Zusammenhang zwischen Chlorgehalt und Heimvorteil an.
Nouri hingegen erschien am nächsten Morgen mit einem Aufsitzrasenmäher am Beckenrand.
Er kündigte sich bereits für die kommende Woche an den St. Galler Rasen schön kurz zu halten - oder er fährt einfach im 6-sten Gang drüber.
„Das muss doch irgendwo zusammenhängen.“
bora lächelte nur.
„Nein.“
„Was dann?“
„Die Pfeife.“
„Welche Pfeife?“
„Die des Bademeisters.“
Und seit diesem Tag munkelt man in der Schweiz, dass der FC St. Gallen gar keinen Trainer besitzt.
Sondern den einzigen Bademeister Europas, der mit einer Trillerpfeife, Sonnencreme und einem Erste-Hilfe-Kasten die Super League anführt.
Etwas verwirrt steht Castaño Deus vor dem übrig gebliebenen e-Mähbie (Version unbekannt) und überlegt, ob er noch einen Gang höher schalten oder die Schnitthöhe wechseln sollte. "Aber dafür haben wir Alois Grünhalter," so der Kubaner. "Wir müssen uns jetzt sowieso dem kühlen Nass widmen, um in dieser Liga Ernst genommen zu werden." Auf einer Insel gross geworden, ist Deus in dieser Disziplin genauso kompetent und erfolglos wie im Fussball. Ob es in der Schweiz darauf ankommt, ist allerdings eine andere Frage.
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