Der Tanz wird immer schneller, wie Derwische drehen sich die Trainer, in der Hoffnung auf den ganz grossen Coup ... die Meisterschaft ! Und so viele Kandidaten im Feld der Hoffnungsvollen gab es schon lange nicht mehr. Aber waehrend einige einen langsamen Blues mit Anschmiegen tanzen, versuchen sich andere im walzenden Wienerschritt ueber das Parkett zu bewegen und wieder andere durch wilde Salsabewegungen den Gegner aus dem Konzept zu bringen. Doch letztendlich wird nur der Meister, der den urtypischsten argentinischen Tanz, den Tango bis zur Perfektion beherrscht. Leiden, Sehnsucht, Anmache und Unnahbarkeit, alle diese Eigenschaften sind notwendig um diesen Meistertanz voellig zu beherrschen und die Gegner zu dominieren.
Meine Mannschaft, der CA Lanus , bringt es nicht fertig ein Wochenende ganz durchzustehen. Es hat super angefangen gegen den CA Nueva Chicago mit eine totalen Sturmlauf zum Geniessen. Dann kamen die Ladehemmungen gegen den CA Independiente, allerdings mit dem längst überfälligen Siegtreffer praktisch mit dem Schlusspfiff. Anschliessend war das Pulver verschossen und auch jegliche Gegenwehr nicht mehr sichtbar. Anders hätte man sich sonst die hohe Niederlage gegen den CA Boca Unidos nicht erklären können. Aber immerhin mit den beiden Siegen konnte die Mannschaft in der Tabelle etwas Boden gut machen. Eine Momentaufnahme.
Keine Sorge, damit ist nicht die nationale Grenze nach dem Auswärtsauftriff im Copa Libertadores gemeint. Man darf sich also über den Aufenthalt vom Jähnig in Argentinien freuen. Gemeint ist, dass man trotz zwei Siege aus den vergangenen 3 Spielen weiterhin auf dem 8. Platz klebt und das seit nun schon 9 Spieltagen. Sollte es noch einen Platz nach unten gehen, würde man nicht einmal für die Qualifikation für den Copa Americana berechtigt sein. Doch das Ziel ist, sogar noch etwas nach oben zu klettern. Nicht einfach, haben die direkte Konkurrenten vor uns und sogar hinter uns doch die selben guten Konditionen wie wir selbst.
Auf dem Weg zur Trauerfeier - die Mutter von Diego Maradona ist dahingeschieden und VAJ war natürlich eingeladen - erwischten die Pressevertreter den Boca Juniors-Coach nur gaaanz kurz angebunden, dieser ließ sich lediglich zu einem mehr als knappen Statement hinreißen:
"Ja, die Herren und Damen, was soll ich sagen? Wir haben 9 Punkte geholt, uns bissi nach vorne gearbeitet, aber eigentlich keinen richtigen Schritt getan. Die Heimniedelrage von der Vorwoche schmerzt immer noch sehr, genau wie das 6:6 gegen River. Eben noch Titelkandidat, jetzt schon wieder irgendwo rumdümpelnd. Hilft ja nix, Saison zu Ende spielen. Und nun entschuldigen Sie mich, ich bin in Trauer!"
Nach einem kurzen, intensiven, sowie ergiebigem Zwischenspurt in den vergangenen Wochen in der Pampa Argentiniens, wurde Racing mittlerweile wieder von der leidigen Realität eingeholt. Statt Klassenerhalt und Finale der Copa Argenitna, muss sich Naseweis Xerez nun mit bitteren Niederlagen auseinander setzen...
Dass gegen den Grafen nicht viel zu holen gewesen wäre, würde jedem halbwegs erfahrenen Copatador klar gewesen sein. Dennoch liess sich Xerez nicth beirren und versuchte das Unmögliche; Der Misserfolg war vorprogrammiert. Dennoch gilt es nun kühlen Kopf zu bewahren. Die Gegner schlafen nicht. Noch nicht...
Ferro Carril Oeste konnte am letzten ZAT zwar beide Heimspiele deutlich gewinnen, steckt aber weiterhin tief im Abstiegssumpf. Das tun aber auch noch etlich andere Teams, und so ist der Ausgang des Überlebenskampfes in der Primera Division noch lange nicht vorhersehbar. Bei den zwei Auswärtspartien von heute trifft Ferro auf zwei direkte Konkurrenten. Das ein oder andere Auswärtspünktchen wäre da natürlich hilfreich. Mal sehen, was der Gegner dazu denkt. "Ja, das ist überhaupt schlimm mit den Gegnern. Irgendwie wissen die immer, was wir vorhaben.", so Ferro-Coach Armando Broncas klagend und wimmernd.
poco tiempo que tienen, sagt W. der Chef der tausendmalrotweissgestreiften Andinisten, wenig Zeit hat er, der W. momentan - und es spiegelt sich in den Tabellen wider: ein Mittelständler ist er, nicht gut nicht böse, sein Leben ist uninteressant geworden, ein Mitläufer ist er, kein Titelaspirant und kein Abstiegskampf, in den er verwickelt würde, wie fad kann ein Copa-Leben eigentlich sein? Der Graf und die Karla Kolumna, die geniessen das Leben, sogar die UNterhose hat einen Sinn gefunden im Titelkampf - und der letzte verbliebene Serbe neben W, seines Zeichens Werkstattmeister, hat auch langsam kapiert wie es gespielt gehört in Argentinien, das alles muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...poco tiempo wie gesagt, pero esperamos los tiempos mejores...
In der 1. argentinischen Liga geht es am naechsten Spieltag so richtig rund. Jeder an der Spitze darf mal mit dem anderen. Es duerfte schlimmer werden als in einem Swingerklub. Fast jeder der gerade eine blaue Hose traegt darf mitmachen. Thomas Magnum selbst kein Kostveraechter geht es gegen CA Indepentiente und gegen Arsenal de Sarandi. Es wird sicherlich mit harten Bandagen oder besser gesagt Bondage(n) gekaempft werden, denn keiner der Kandidaten wird wohl freiwillig einen direkten Konkurrenten um die internationalen Startplaetze einen Punkt goennen, wenn er es verhindern kann. Nach den so intensiven Platzkaempfen geht es dann zu Entspannung ans Tabellenende nach Sarsfield. Thomas Magnum hat sich fuer den naechsten Spieltag deshalb schon einen neuen Lederanzug gekauft.
Kollegin von Karla Kolumna-Krause: Da ist er ja der Graf, hallo! Graf Zahl: Hallo… Ähm, wie heißen Sie eigentlich, Senorita? KKKK: Das tut hier nichts zu Sache. Im Grunde geht es doch eh nur um Karla? GZ: Welch kluge Worte. KKKK: Blablabla Rhabarberbarbara. GZ: Sie versprühen heute wahrlich Intelligenz. KKKK: Wie heißt es so schön? Ein guter Gesprächspartner passt sich an und spiegelt sein Gegenüber. GZ: Bezaubernd. KKKK: Nicht wahr? Wollen wir jetzt endlich anfangen? GZ: Tun wir das nicht schon? KKKK: Nein, wir machen nur sinnlosen, schäbigen Smalltalk. GZ: Sieht nicht jedes Ihrer Interviews mit Prenzlauerbergo so aus? KKKK: Das schon. Aber darum geht’s doch nicht. GZ: Um was denn dann? KKKK: Ich habe doch so viele Fragen, die Antworten bedürfen. GZ: Ja? KKKK: Ja verdammt! GZ: Fluchen Sie nicht, por favor! KKKK: D’accord. Excusez-moi! GZ: Schön. KKKK: Darf ich loslegen? GZ: Welche Fragen schwirren Ihnen denn in Ihrem Köpflein
herum? KKKK: So viele. Wo sind wir eigentlich gerade? Wann kommen Sie wieder nach Argentinien zurück? Werden Sie wieder Ihr Traineramt übernehmen? Oder was dieser Artikel eigentlich mit Gimnasia zu tun hat? Glauben Sie immer noch an die Meisterschaft? Warum führe ich dieses Interview und nicht Karla? Wie steht es zwischen Ihnen beiden? GZ: Meine Zeit ist knapp bemessen. Lassen Sie mich nur eines sagen. KKKK: Was? GZ: Fallen Sie eigentlich einem immer ins… KKKK: Ja, tu ich. Also schießen Sie los! GZ: Karla, I’m coming home. KKKK: Das war’s? GZ: Das war’s. KKKK: Deswegen habe ich mich 15 Stunden lang in ein Flugzeug gehockt, dass bei jeder kleinen Windbrise gewackelt hat wie der Geschirrspüler der Teeküche unseres Redaktionsbüros? GZ: Ja. KKKK: Das kann doch nicht wahr sein. GZ: Doch. Auf Wiedersehen!
[Anm. d. Red.: Graf Zahl verlässt den Raum] KKKK: Jaja, ich hätte lieber doch wieder den Prenzlauerbergo interviewen sollen. Auch wenn's dann wieder nur um umgefallene Säcke Reis geht oder die 8234. Erklärung fällt, warum er doch nicht Meister wird.
Avellaneda - "Gimnasia ist kein Gegner mehr", mit dieser (zumindest in La Plata) aufsehen erregenden Schlagzeile geht Kollege Jähnig ins herannahende Finale der Primera Division. Doch ist das eine haltbare Theorie? Wir haben die Kollegen unabhängig voneinander befragt (der vorhergehende Hubschrauberflug musste aus Kostengründen entfallen).
Hier das Ergebnis:
40%: "Ja, Gimnasia ist kein Gegner mehr
für uns (diese Saison zumindest)
60%: "Oh doch, Gimnasia ist sehr wohl noch unser Gegner..."
103%: "... und wird noch die Revanche fütr die Vorrunde/ Saison 32 / Saison 17 etc. bekommen"
5%: "Ich scheiß auf Euren Hubschrauber, ich hab doch einen Heißluftballon."
Der Kollege Jähnig sollte in Zukunft also bisschen besser recherchieren, bevor er solche Behauptungen aufstellt.
Eigentlich kann man den Artikel aus der vorletzten Woche noch einmal einstellen. Schon wieder gab es für Gimnasia La Plata in der Fremde nichts zu holen, schon wieder setzte es knappe 1:0-Niederlagen. Damit kassierte man in den letzten 6 Auswärtsspielen jeweils nur ein Gegentor, und dennoch reichte es nur einmal zu einem Sieg. Eine unglaubliche Ineffizienz. Im heimischen Stadion kassierte man in den letzten 6 Spielen übrigens ebenfalls 6 Gegentreffer. Der Respekt ist wohl
vollkommen verloren gegangen, wenn die Gegner in deren Heimspiele gegen La Plata meinen, nur ein Tor schießen zu müssen. Verdenken kann man es denen aber nicht, schließlich konnte erst 3mal überhaupt auswärts getroffen werden. Aber gut, es gibt ja sogar noch zwei Teams, die in der Fremde noch garnicht treffen konnten. Und so lange bei uns daraus wenigstens ein paar Punkte entstehen, kann man auch weiterhin von einer erneuten internationalen Teilnahme träumen...
Die Situation im Mittelfeld der Tabelle ist sehr eng, da viele Mannschaften punktgleich oder nur durch wenige Punkte getrennt sind. Dadurch hat sich die Situation für mein Team, den CA Lanus, momentan etwas verbessert. Dazu beigetragen haben natürlich die beiden Erfolge über CSyD Defensa y Justicia, wo man nach einer Viertelstunde schon mit zwei Toren führte und gegen den CA Gimnasia yEsgrima de Jujui, wo man mit einem Doppelschlag zu Beginn der zweiten Hälfte alles in die richtige Bahn lenkte. In der Begegnung gegen River Plate sah lange Zeit alles nach einer Nullnummer aus, bevor drei Gegentreffer innerhalb von sechs Minuten doch noch die klare Wendung brachten.
Und diese Pille ist so gross, dass sie für den Reverend sehr schwer zu schlucken ist! 5 Toreinheiten ist die Pille gross! Was für eine Schmach für die Institutionellen! Man hatte sich so gut auf das Derby vorbereitet und wollte gegen den Dauerkonkurrenten endlich mal Auswärts gewinnen! Aber die Truppe des Reverend kam nciht zum Zug! Thomas Magnum hat seiner Mannschaft perfekt eingestellt und so mussten die geschlagenen und getretenen Instituten wieder nach Hause kriechen...ohne Punkt im Gepäck! Immerhin konnte man sich dann noch zu einem 1:0 Heimsieg über Velez Sarsfield quälen, bevor man vom Racing Club noch mit 0:1 verprügelt wurde. Naja, es gab schon erfolgreichere Zat´s für den Reverend, egal, weiter gehts!
Eben noch Mit-Favorit auf den Titel, jetzt nach 2 Wochen nur noch graues Mittelmaß - so schnell geht es für die Boca Juniors.
Vinnie Jones leicht enttäuscht bis gereizt: "Ach, das lief ja mal wirklich überhaupt nicht, ganz ätzend, echt. Wir haben Racing schlicht und einfach unterschätzt. Daß wir uns gegen so ein Team 5 Buden fangen, ist einfach nicht in Ordnung. Da muss ich die Mannschaft zukünftig einfach mehr in die Pflicht nehmen, daß wir uns nicht hinten so amateurhaft anstellen...und dann haben wir uns auch noch auswärts recht peinlich in die falsche Begegnung gestürzt und sind mal bei Ferro ebenfalls vom Zug überrollt worden. Ganz toll - jetzt müssen wir mal schauen, wie wir uns wieder fangen!"
Xerez staunte nicht schlecht, als er als Sieger des letzten ZAT Aufnahme in die Annalen der Kolummne fand. Bizarr hingegen, wenn man sein Restprogramm, sowie die aktuelle Tabellensituation mit seiner Restpotenz vergleicht.
Nun gut, statt stetig zu jammern und den Trainerkollegen durch unsaegliches Lamentieren das letzte Mue Geduld zu rauben, will Xerez nun doch mehr Feng Shui Ambiente privilegieren. Der erste Schritt wird vermutlich ob der Wahl einer neuen Farbe des Vereinsshirts fuer Auswaertsspiele sein. Ob rosa jedoch passend gewaehlt ist, wird erst nach dem naechsten Spieltag beurteilt werden koennen.
Ferro Carril Oeste konnte am letzten ZAT beide Spiele gewinnen und etwas Hoffnung im Abstiegskampf schöpfen. Wirklich verbessert hat sich die Lage zwar nicht, aber so ein Auswärtssieg im Clasico sollte doch Auftrieb geben, auch wenn sich Velez diese Saison von jedem ziemlich leicht verprügeln lässt. Nun gilt es, in den anstehenden Partien nachzulegen, denn sonst ist dieser Derbysieg völlig ohne Wert.
Doch die kommenden Gegner sind schwere Kaliber, es wird also nicht leicht. "Leicht ist diese Saison gar nichts.", so Ferro-Coach Armando Broncas mit einem leichten Anflug von Resignation.
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