Avellaneda - Wenn sich ein schlecht gelaunter, sadistischer peruanischer Spielplanprogrammierer mit Depressionen fünften Grades einen perfekten Horror-ZAT für eine argentinische Mannschaft ausdenken müsste, er sähe wohl so aus: Ginmasia La Plata, Boca Juniors, Boca Unidos.
Na gut, es müsste eigentlich ein Vierfach-ZAT sein und Instituto de Cordoba noch dabei, oder Lanus am vorletzten ZAT zuhause. Da gäbe es schon noch einige
Möglichkeiten, den peruanischen Programmierer trotz Depression ein Lächeln abzuringen. Aber das ist jetzt hier nicht das Thema, ebensowenig (leider) wie die immer noch seitenlange Exceldatenblattdarbietung in der Zeitung, die das Gelesenwerden dieses Artikels ohnehin verhindert. Jedenfalls geht es diesen Freitag für CAI nicht nur ums Eingemachte, sondern auch gegen
Ginmasia La Plata, Boca Juniors und die Boca Unidos. Darauf einen Lamamilchshake, gespuckt nicht gegossen.
Ferro Carril Oeste konnte sich am letzten ZAT mit zwei Heimsiegen etwas von den Abstiegsplätzen absetzen, doch gibt es noch lange keinen Grund zum Aufatmen. Morgen müssen die beiden Erfolge unbedingt untermauert werden, denn ansonsten steckt man in Caballito schnell wieder in der Klemme. Allerdings wird dies kein Selbstläufer, denn mit Chicago und Racing kommen zwei Teams, mit denen es sich der Verdolaga zuletzte doch recht schwer getan hat. "Chicago hauen wir wech, das ist klar, und Racing, nun, die auch. Und für die Isla bin ich auch mehr als zuversichtlich.", so Ferro-Coach Armando Broncas mit großen Tönen.
Im Moment spielt meine Mannschaft tatsächlich wie ein Absteiger. Zu Recht liegt sie also damit klar auf einem Abstiegsplatz. Offenbar sind gewisse Spieler nicht gut genug für die oberste argentinische Liga. Gegen Arsenal de Sarandi war die Defensive vom CA Lanus doch recht löchrig. Drei Tore in der ersten Hälfte. Gegen CA Boca Unidos waren es schon vier Tore in der ersten Halbzeit. Da war ich recht ratlos. Was ist zu tun. Auf keinen Fall die Mannschaft in Stress bringen. Ruhe bewahren. Immerhin ein grosser Lichtblick, der Hoffnung macht für die Zukunft, gegen Gimnasia La Plata konnte das Torgehäuse dicht gehalten werden.
Bernd W. 4 (was für ein saublöder Name) ist unzufrieden. Nicht etwa mit seiner eigenen Performance, die CALA ist sicher um den 7. Platz angesiedelt, auch nicht wegen Graf z., der ist Maulheld und Nichts, so wie jede Saison, auch nicht wegen Boca, River, und den anderen sogenannten Grossen, die sich die argentinische Liga nach gutter lateinamerikanischer Art aufteilen (Stichwort “manos lava manos”). Nein, es ist der momentane Tabellenführer, der dem W. ein Dorn im Auge ist: Es ist sein Kollege aus der SM, Thomas Magnum, der vielleicht in Serbien als vierzehnfacher Vizemeister eine grosse Nummer ist, aber in Argentinien maximal eine Lachnummer. Magnum ist ein
abgehalfterter Werkstattmeister, der dem Sancho Weh die letzten Münzen aus den Taschen ziehen wollte. Magnum ist ein Typ, der sich auf eine sinnlose Ballerei mit einem zweiten provinizllen Hinterwäldler aus Rosario einlässt, und das sagt auch schon alles: Magnum ist eine einzige Provinzposse aus Cordoba, der Stadt, die den Fussballminderwertigkeitskomplex der Österreicher nährt.
Und dieser Thomas M. soll nun plötzlich Tabellenführer der geilsten Liga der Welt sein? Der W. schüttelt den Kopf, reibt sich die Augen, und blickt nochmals ganz ungläubig auf die Tabelle: “Thomas M. tatsächlich an der Spitze, das geht ja nun mal gar nicht…”
Die beiden Topclubs aus Cordoba, Instituto und Talleres, geben sich weiterhin alle erdenkliche Mühe die Stadt zur Soccer-City Nr.1 in Argentinien zu machen! Auch am vergangenen Zat holten beide Vereine jeweils 6 Punkte aus 3 Spielen und festigten damit die beiden obersten Tabellenpositionen. Beide stehen punktgleich im 21 Zählern und ähnlichem Restpotential an der Spitze! Nun wird es sich zeigen ob sie diesen Marathon ducrchhalten oder einer der beiden beizeiten die Segel streichen muss! Und dabei kommt es am Freitag zum ultimativen Spitzenderby Talleres vs. Instituto! Die ganze Stadt ist seit Tagen in Aufruhr und versinkt im blauen und roten Fahnenmeer! Einer von beiden wird sich wohl absetzen, da ein Remis doch eher selten vorkommt!
Vordergründig irgendwo immer fast versucht und teilweise Punkte geholt - effektiv aber massivst Kondition verschleudert und sich mal gründlich zum Affen gemacht.
Vinnie Jones mit einem mehr als ernüchterten Fazit: "Ich weiß auch nicht, wir scheinen diese Saison doch nicht das Händchen zu haben, um im Wechsel mit CAI die 3. Meisterschaft klar zu machen. Natürlich müssen wir sehen, wie sich die Schose jetzt entwickelt, aber das war jetzt erstmal ein kleiner Rückschlag, von dem wir uns irgendwie erholen müssen. Ob uns das gelingt, müssen die nächsten Wochen zeigen. In jedem Fall denke ich weiß auch das Team, das ein Haufen Arbeit vor der Tür steht."
... ist bisher Centro Juventud Antoniana aus Salta, doch ist Platz 13 für den abergläubischen deutschen Trainer Christian A. Schmidt ein schlechtes Ohmen für den weiteren Saisonverlauf. Nach 10 Spieltagen kann durchaus attestiert werden, dass das Team spielerisch mit den anderen Mannschaften der Primera División mithalten kann, auch wenn das 4:4 im letzten Heimspiel gegen Boca Juniors mehr als ärgerlich ist. Hier hilft sicherlich nur trainieren, trainieren und
nochmals trainieren. Neben dem konditionellen Training und das Trainieren von Standardsituationen wie Eckbälle und Freistöße dürfte Schmidt verstärkt auf das vorausschauende Spielen seiner Schützlinge Wert legen. Denn nur wenn die Spieler Spielzüge voraussehen, sich freilaufen und zur rechten Zeit am richtigen Ort stehen, wird die Mannschaft aus Salta einen Vorteil gegenüber den Gegnern haben und diesen hoffentlich mit drei Punkten krönen können.
Es kommt an naechsten Spieltag zum Treffen der "Gigantes", der beiden momentan besten Klubs in Argentinien und beide sind aus Cordoba. Das gibt dem ganzen natuerlich nochmal eine zusaetzliche, pikante Note. Platz eins und zwei so frueh in der Saison fuer beide Cordoba-Mannschaften, dass haette sich zu diesem Zeitpunkt bestimmt niemand traeumen lassen. Fuer Trainer Thomas Magnum heisst es mit
Vorsicht zu agieren, denn der Reverend ist mit allen Wassern gewaschen und hat sich diese Saison zum Favoritenschreck und selbsternannten Favouritenzerstoerer gemausert. Auch wenn das Ergebinis dieses Titanenkampfes noch aussteht, so ist doch sicher, dass viel Schweiss, Blut und Traenen fliessen werden, bis die Nummer eins in Cordoba entgueltig feststeht. Es bleibt nur zu hoffen, das der Sieger Talleres heisst.
Man hat ein sehr schlechtes Wochenende hinter sich bei Racing. Nicht nur sehr schlecht gespielt, sondern auch 14 Gegentore kassiert. Nun kann nach dem äusserts gelungenen Saisonstart nur noch in die Röhre gekuckt werden. Ärgerlich, dennoch kommt diese Entwicklung kaum überraschend. Xerez war noch nie ein Mann der Geduld, welcher seine Linie durchgezogen hat. Immer wieder wurde er wankelmütig, nachdenklich, cholerisch.
Daraus resultiert nun der
veritable Absturz in der Tabelle. Wie es nun weitergeht, da wieder 2 Auswärtsspiele anstehen kann man sich bloss erahnen. Der Strudel könnte gar in die Abstiegsränge führen. O tempora, o mores. Bleib vernünftig Xerez. Es steht zwar nicht viel auf dem Spiel, aber dennoch wäre ein weiteres Absinken ärgerlich.
TK unnötig verbraten und auch viele Ränge in der Tabelle verloren... Ist Argentinien einfach kein Land für Xerez?
"Wir waren so nah dran an der Sensation und haben uns dann wie dumme Aufsteiger ausspielen lassen - wir haben eine große Chance vertan und haben mal wieder Lehrgeld gezahlt! Bei Boca Juniors mit 5:4 zu verlieren ist sicher keine Schande, aber so darf man nicht auftreten!" Trainer Tommte fluchte auch zwei Tage später noch ohne Unterlass. Bei der Pressekonferenz kam es gar zu einem Eklat weil der Tagessponsor Yerba Mate Kurupí ihm
einfach nicht schmeckte: "Diese Clásica-Version schmeckt nicht, nie wieder! Und wenn sie uns noch soviel Geld bieten."
Santa Fe ist zwar immer noch der bestplatzierteste Aufsteiger, doch müssen die Spieler langsam den Ernst der Lage verstehen: Aus der Super Copa rausgeflogen, in der Liga nur mäßig erfolgreich und jetzt stehen auch noch die Copa Argentina und der Pokal der Pokalsieger an - entscheidende Wochen für Tommte und sein Team.
Hätte man doch nur seine Oddset-Wetten auf die eigenen Spiele abgegeben, dann hätte man wohl einiges an Kohle anhäufen können. Die 5:0-Niederlagen bei CA Nueva Chicago und CA Lanús hatte man genauso vom Ergebnis her erwartet wie den 5:4-Heimerfolg gegen Arsenal de Sarandi. Aber gut, so kann wenigstens keiner behaupten, man hätte die eigenen Spiele verschoben. Zur Mitte der Hinrunde ging es heiß her in der Primera Divsión, gleich 44 Treffer konnten von den Auswärtsteams erzielt werden. Soviele waren es an den ersten 6 Spieltagen zusammen. Mal sehen, ob unser Kolumnist denn wenigstens im Copa Americana gegen Jähnig die Oberhand behalten konnte.
Ferro Carril Oeste setzte am letzten ZAT seine Dr.Watson-like Negativserie gegen Gimnasia La Plata fort und bugsierte sich dank der Heimpleite auf einen Abstiegsplatz. Damit steht bereits früh in der Saison fest, worum es in dieser Saison für den Verein aus Caballito geht: Abstiegskampf. Mal wieder. Die Ausgangslage ist nicht die beste, und bereits im letzten Jahr ist der Verdolaga nur haarscharf am Abstieg vorbeigeschrammt. Das hat hoffentlich für Erfahrung gesorgt. "Ja, wir wissen ganz genau was zu tun ist.", so Ferro-Coach Armando Broncas, der gerne mal was tut, was er besser lassen sollte.
Der letzte ZAT mit nur drei Punkten aus drei Spielen, obgleich man zweimal zu Hause antreten konnte, lässt die ersten Zweifler zu Wort kommen. Die Mannschaft ist offensichtlich nicht stark genug für die Primera División und das Gastspiel in der ersten argentinischen Liga, wird schon bald wieder zu Ende sein. Trainer wp61_Amerika ist auch enttäuscht, aber weniger wegen der Leistungen und Ergebnisse der Mannschaft, als vielmehr wegen der Reaktionen aus Presse, aus dem Verein und auch aus Teilen der Fangemeinde, die die Mannschaft und den Coach stark kritisieren. "Jeder musste
wissen, das es eine sehr sehr schwere Saison wird und das wir für viele der Abstiegskandidat Nummer 1 sind. Man darf die Augen vor der Realität nicht verschliessen. Aber wenn wir es schaffen wollen, dann müssen alle an einem Strang ziehen und alle aus einem Mund reden. Wenn wir uns gegenseitig Vorhaltungen machen, werden wir keinen Erfolg haben. Und dann wird es tatsächlich nicht reichen", sprach ein konsternierter Trainer, wohlwissend, das man, in Anbetracht des schweren ZAT-Programmes am heutigen Freitag, der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen noch weiter anwachsend dürfte.
Wie der apostolische Stuhl auf Anfrage der argentinischen Botschaft in Rom bestätigte, wird Papst Benedikt XVI. auf seiner nächstes Jahr stattfindenen Lateinamerika-Reise unter anderem Buenos Aires, Tucumán und Salta besuchen. Die Hintergründe wurden allerdings auch auf ausdrücklicher Nachfrage des Botschafters nicht genannt.
Seitdem sich diese Nachricht in Salta verbreitet hat, reißen die Spekulationen um den Grund des Besuchs des Heiligen Vaters in
Salta nicht ab. Wandert der Papst auf den Spuren von Raúl Arsenio Casado, dem 1929 in Salta geborenen und erst 2010 verstorbenen Erzbischof von Tucumán? Soll er selig gesprochen werden? Ältere Einwohner erzählen auch wieder von einer im 19. Jahrhundert gesehenen Marienerscheinung, von der bereits deren Großeltern berichteten.
Auch wenn die wahren Gründe derzeit noch unbekannt sind, freut sich die Stadt und die Bewohner auf den hohen Besuch aus Rom.
Capitano Schettino auf der Costa Concordia mutet an wie Fenris bei Racing Club...aber wer hätte von einem italienischen Kapitän auch was anderes erwartet, als dass er - wie eine Ratte - das sinkende Schiff als erstes verlässt. Da loben wir uns den Lokomotivfahrer Q., der seinen seit ungefähr 10 Saisonen entgleisten Zug noch immer nicht verlassen hat und seelenruhig durch seine Aschenbecher das richtige Gleis sucht...
Gar nicht so anders der Rote Stern, der wieder einmal als Supernova
aufleuchten will und momentan eher im Spiralnebel trudelt und auf dem Weg zum weissen Zwerg ist. Astronomisch-önologisch nennt man so etwas "Milchstrassler".
Und nun treffen genau diese beiden, der Superstar in Schwierigkeiten und das ewige Heisl, wieder einmal aufeinander. Die Spannung ist mässig, das Ergebnis den meisten wurscht, doch einer von den beiden wird ein gehässiges SMS um 19:01 absenden...
(Anm.d.Red.: dieser Artikel gehört in die SM. Herr W. ist offenbar etwas verwirrt)
Der Traum geht weiter. Die Talleres aus Cordoba stehen weiterhin auf Platz eins, wenn auch nur aufgrund des besseren Torverhaeltnisses. Die Situation ist zwar schoen, aber jetzt gilt es die Situation bewusst zu steuern und nichts unueberlegtes zu machen und nicht schon wieder alle TKs zu frueh zu verballern. Es gilt also die temporaere Tabellenfuehrung dem uebergeordneten Ziel einer besseren langfristigen Platzierung unterzuordnen. So schwierig es auch ist, das muss das Ziel sein, denn die Talleres haben jetzt schon 8 TK weniger als die Dauer-TK-Riesen von CA Independiente. Es heisst also strategisch vorgehen und die Kondition gut und bewusst ein- und verplanen und nicht sinnlos verschiessen, denn das war der Fehler in der letzten Saison.
Jeder Spieler hat die Möglichkeit Berichte für die Zeitung zu verfassen. Für jeden Bericht gibt es bis zu 0,3 Punkte auf das TK deiner Mannschaft.
Bonusstaffel:
ab 150 Zeichen + 0,1 Punkte
ab 250 Zeichen + 0,2 Punkte
ab 500 Zeichen + 0,3 Punkte
Werden pro Runde mehrere Berichte verfasst, wird nur der Erste vergütet.
Für jede Liga ist ein Kolumnist möglich, der regelmäßig Berichte zur Lage der Liga verfasst. Wenn Du Interesse daran hast, schicke eine kurze Mail ans CopaTeam.
Achtung:
Bitte beachte, dass nur ein Bericht pro Spielrunde vergütet wird.
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Im Wiederholungsfall behält sich der Spielleiter strengere Maßnahmen vor, die im individuellen Fall auch bis zur Entlassung führen können!
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