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LIGA MX: Der zweite Brief! Und der Anfang vom Ende
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Von unserem Korrespondenten, der jetzt auch schon Zitronen im Schlaf riecht
Das Schweigen hält an. Guevara spricht nicht mehr, nicht mit der Presse, nicht mit seinen Co-Trainern, kaum noch mit sich selbst. Und als wäre das nicht genug, hauen nun auch noch die Peruaner auf ihn ein. Kollektiv, gnadenlos, als hätte sich ganz Südamerika verschworen, ausgerechnet jetzt über ihn herzufallen. Er aber? Lethargisch. Fast schon friedlich in seiner Verzweiflung. Der Tequila schmeckt nach wie vor, doch die Tacos, ihre Tacos, mit der grünen scharfen Sauce, fehlen ihm mehr als jedes Spielergebnis.
Das nächste Spiel kommt da wie gerufen. Ablenkung! Er hat eigens 50 Kilogramm der besten Zitronen aus Pachuca bestellt. Eine Wand aus Säure, hinter der sich die Erinnerung an Popokes Frühstück vielleicht endlich verstecken lässt. Das Spiel selbst? Interessiert ihn nicht die Bohne.
Während er so vor sich hin sinniert, bewegt sich die Klappe an der Tür. Es ist 2:30 Uhr nachts. Eine Hand! Behaart, dick, definitiv nicht Popokes zarte Finger. Schiebt einen weiteren mysteriösen Brief durch, der auf die Fußmatte fällt. Neugier siegt über Lethargie. Er stürzt zur Tür, reißt sie auf – und sieht nur noch einen etwa 1,50 Meter kleinen Mann mit dickem Arsch und Sombrero um die Ecke flitzen. „¡Qué cabrón!“, denkt er.
Der erste Brief liegt noch immer ungeöffnet neben Popokes Bild. Dieser hier riecht anders. Ein Hauch Reue, aber immer noch, unverkennbar, nasser Hund. Diesmal öffnet er |
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ihn.
„Mein liebster Freund und Weggefährte“, liest er, die Stimme im Kopf schon zitternd. „Ich wollte nicht, dass Popoke dich verlässt. Aber ich hatte keine Wahl. Der Verlust der Meisterschaft hat mich sehr getroffen. Da musste ich mich rächen. Dass sie gleich geht, hätte ich nicht gedacht. Ich möchte dir nur mitteilen: Popoke ist bei mir eingezogen. Ich weiß, du wirst das verstehen. Dein Herbster.“
Beigefügt: ein Foto, Arm in Arm, Popoke und Herbster, lächelnd wie ein Hochglanzpärchen aus einer schlechten Seifenoper.
„¡Hijo de puta!“, brüllt Guevara, so laut, dass sämtliche Hunde des Landes aus dem Schlaf schrecken, die Zitronenbäume in Pachuca erzittern und in jedem Therapieraum der Republik die heilige Stille zwischen Patient und Therapeut zerreißt. Gläser fliegen, Möbel kippen. „¡Ese cabrón, ese traidor! Nach allem – nach ALLEM, was ich für ihn getan habe, nimmt er mir meine Popoke!“
Er tobt durch die Küche, tritt gegen den Kühlschrank, reißt sich das Hemd auf. „Ich werde in seinen fetten Arsch treten. Nein, ich werde ihn töten“, keucht er, außer Atem, außer sich, ein Mann jenseits jeder Vernunft. „Ich schwöre bei meiner Mutter, bei allen Heiligen von Monterrey – dieser Herbster wird bezahlen!“
Und während sich die Wut auslädt, in einem kurzen stillen Moment - wieder da! Dieses Datum: 09.10.26. Er schaut auf seine Handfläche. Da steht es noch. „Mierda, was war da nochmal?“ |
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29.09.2026 19:29 -
Pepeke Guevara -
UANL Tigres
(0.3 TK)
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