|
Schaffhausen sucht den richtigen Gang – zuhause klappt's plötzlich
|
Es gibt Wochen, in denen ein Trainer seine Mannschaft taktisch weiterentwickelt.
Es gibt Wochen, in denen ein Trainer neue Systeme ausprobiert.
Und dann gibt es Wochen, in denen man als Trainer auf die Tabelle schaut und sich fragt, ob man vielleicht einfach nur die Heim- und Auswärtsspalte vertauscht hat. Für danfire war es eine solche Woche. Drei Spiele. Zwei Niederlagen. Ein Heimsieg. Und immerhin 5:4 Tore.
Der FC Schaffhausen scheint damit ein ziemlich klares Konzept entwickelt zu haben: Zuhause Fußball spielen. Auswärts baden gehen.
Herbie bringt den Mähbie
Herbie aus Basel verkündete diese Woche stolz, dass sein inzwischen legendärer e-Mähbie-53 endlich serienreif sei. 90 Minuten Akku. 120 Minuten im Energiesparmodus. Extremes Drehmoment. Diamantklingen. Und natürlich die revolutionäre No-Flutsch-Funktion, mit der nasser Rasen getrocknet und anschließend gemäht werden kann.
Eigentlich klingt das nach einem Rasenmäher.
Bei Herbie klingt es allerdings eher nach einem taktischen Endgegner. Besonders interessant: Der Mähbie soll ausgerechnet beim Meister in St. Gallen seinen ersten Auswärtseinsatz bekommen. Danfire dürfte die Nachricht mit gemischten Gefühlen aufgenommen haben. Denn kurz zuvor hatte Basel bereits vorgemacht, wie man Schaffhausen auswärts behandelt: 3:0.
Vielleicht war der Mähbie da noch gar nicht im Einsatz. Vielleicht braucht Herbie ihn also gar nicht.
Zuhause läuft der Rasen
Denn kaum war Schaffhausen wieder auf eigenem Platz, war plötzlich alles anders. 5:0 gegen Luzern. Fünf Tore. Keines kassiert.
Der Mähbie hätte wahrscheinlich anerkennend genickt. Nouri vermutlich zunächst die Schnitthöhe kontrolliert. Und bora hätte wahrscheinlich überprüft, ob die Spieler vor dem Anpfiff ausreichend Sonnencreme aufgetragen hatten.
Vor allem aber zeigt das Ergebnis: Der FC Schaffhausen kann es noch. Sehr gut sogar. Vielleicht braucht die Mannschaft einfach ihren eigenen Rasen. Vielleicht liegt es am Heimvorteil. Vielleicht an der Bodenhaftung. Oder vielleicht hat danfire einfach die Öcher Printen wiedergefunden. Herbie hatte schließlich bereits festgestellt, dass die Printen im Mähbie-Test keinen erkennbaren „Mäh“rwert besitzen. Als taktische Schuhsohle könnten sie allerdings durchaus noch eine Zukunft haben.
Nouri und die sechs
Währenddessen arbeitet Nouri in Zürich weiter an seinem persönlichen Rasensport-Experiment. Rollrasen. Mähbie. Swimmingpool-Verbot. |
|
|
Sonnencreme für Geranien. Und natürlich die Zahl sechs. Sechs Zentimeter. Sechster Gang. Sechs Punkte.
Man darf gespannt sein, wann Nouri endgültig herausfindet, was genau diese sechs eigentlich bedeuten. Äpfel? Birnen? Fahrräder? Oder vielleicht einfach die sechs Gegentore, die man manchmal kassiert, wenn man den Rasen nicht richtig einstellt.
Schaffhausen jedenfalls hat sich diese Woche für eine andere Variante entschieden: Fünf Tore schießen und null kassieren. Das dürfte Nouri gefallen. Zumindest solange niemand einen Pool daneben baut.
bora bleibt Bademeister
bora milutinovic hat derweil seine ganz eigene Erklärung für die Schweizer Fußballwelt. Bei ihm bleibt die Super League ein Freibad. Bronze-Schwimmabzeichen für die Spieler. Sonnencreme für die Außenverteidiger. Trillerpfeife für Badepausen. Und wenn irgendwo etwas nicht funktioniert, liegt es selbstverständlich am Wasser.
Nur Schaffhausen dürfte nach dem 5:0 gegen Luzern kurz überlegt haben, ob man nicht vielleicht selbst ein Freibad eröffnen sollte. Denn zuhause läuft es hervorragend. Auswärts hingegen sieht es anders aus. Basel: 3:0. Young Boys: 1:0. Dazwischen: 5:0 gegen Luzern.
Man könnte also fast behaupten, Schaffhausen habe das Schweizer Heimspiel-Freibad bereits vollständig im Griff. Nur beim Auswärtsschwimmen fehlt noch die Technik.
Vielleicht doch der richtige Gang?
Damit bleibt für danfire eigentlich nur eine Erkenntnis: Der sechste Gang ist vielleicht gar nicht das Problem. Vielleicht muss man einfach häufiger zuhause bleiben. Herbie hat seinen e-Mähbie. Nouri hat seinen Rollrasen. Bora hat seine Trillerpfeife.
Und danfire hat offenbar etwas viel Wertvolleres:
einen Heimrasen, auf dem Schaffhausen fünf Tore schießen kann. Vielleicht sollte man den Rasen deshalb einfach einpacken und zu jedem Auswärtsspiel mitnehmen.
Ein mobiler Rollrasen für Schaffhausen. Nouri würde das Konzept vermutlich sofort genehmigen. Herbie würde einen Mähbie dafür entwickeln. Und bora würde sich daneben mit Sonnencreme auf den Bademeisterstuhl setzen.
Dann wäre endlich alles geregelt.
Bis dahin bleibt die Erkenntnis der Woche:
Auswärts braucht Schaffhausen offenbar noch Bodenhaftung. Zuhause ist sie bereits vorhanden.
Und irgendwo in der Kabine liegt vermutlich tatsächlich noch eine Packung Öcher Printen. Man sollte sie vielleicht nicht essen. Aber vielleicht einfach unter die Auswärtsschuhe kleben. Nur für den Fall.
|
|
10.09.2026 19:32 -
danfire -
FC Schaffhausen
(0.3 TK)
|
❤️ 1 😄 1 👏 1 |
|