|
Tausche Faxgerät und Steuerprüfung gegen Tresen, Bier und Erinnerungslücken
|
Cool, endlich ist der olle Kalle auch mal anderswo in der Presse Thema. Auch wenn es – natürlich! – nicht ums Sportliche (oder gar etwaige sportlichen Erfolge) geht, sondern um einen dezent anklagenden Ton bzgl. des persönlichen Bekanntheitsgrades zwischen unserem Celtic-Coach und der alten Indeni-Saufziege Popi. Man muss fairerweise sagen: Wer freiwillig mit Kalle mehrere Abende verbringt, besitzt entweder echte Loyalität oder erhebliche Erinnerungslücken. Popi bringt vermutlich beides mit.
Die rechte Hand dagegen hat erwartungsgemäß keine Freunde. Nicht einmal richtige Feinde – dafür fehlt schlicht die emotionale Bindung. Menschen wie er werden nicht gehasst, sie werden höflich gemieden.
Während Kalle und Popi gemeinsam Bier trinken, lachen und komplett sinnlose Fußballideen entwickeln, sitzt die rechte Hand wahrscheinlich allein zuhause und sortiert Trainingshütchen nach Farbton und legt die Wäsche für die nächsten Woche schonmal raus. Freizeitgestaltung mit dem Charisma eines Faxgeräts. Selbst Smalltalk dürfte bei ihm wirken wie eine unangekündigte Steuerprüfung. Niemand ruft freiwillig an, niemand bleibt länger als nötig und selbst Begrüßungen haben vermutlich etwas Dienstliches.
Kalle und Popi dagegen verkörpern genau die Art Freundschaft, die medizinisch fragwürdig, |
|
|
aber menschlich bemerkenswert ist. Zwei Männer, die sich vermutlich schon gegenseitig nach Hause getragen, taktisch beraten und gleichzeitig sportlich ruiniert haben.
Besonders bemerkenswert ist, dass Kalle trotz seiner Gesamterscheinung überhaupt Freunde besitzt. Und zwar nicht nur Popi. Tatsächlich zählen auch Dixie und B. Bello zu seinem engeren Umfeld. Ein Umstand, der beweist, dass Alkohol Menschen wirklich zusammenbringen kann – manchmal sogar gegen jede menschliche Vernunft.
Dixie wirkt dabei wie der Typ in Filmen, der irgendwann amok läuft (Kennt jemand “Falling Down – Ein ganz normaler Tag“?) - so auch sein Setzverhalten (Schönen Dank nochmal für das sinnfreie Auswärtsgegentor).
B. Bello wiederum hat permanent die Aura eines Mannes, der “nur auf ein Bier“ vorbeikommt und drei Tage später immer noch da sitzt und dämonisch spricht. Oder bellt...
Und trotzdem haben alle gemeinsam das gleiche Ziel: Die rechte Hand vernichten und per interner Absprache dafür zu sorgen, dass reihum immer einer von uns Meister wird. Wenn es zum Aufeinandertreffen kommt, wollen alle die drei Punkte mitzunehmen - oder zumindest keine Tore sinnlos verschenken (außer Dixie).
Und die rechte Hand? Die rechte Hand besitzt dafür wahrscheinlich einen hervorragend gepflegten Kalender. Man kann eben nicht alles haben. |
|
21.05.2026 12:44 -
Kalle Grabowski -
Kafue Celtic
(0.3 TK)
|
|