Reisst euch mal am Riemen. Ich weiss, die Hitze ist auch in Chile unterträglich. Noch viel unerträglicher ist für mich, dass ihr beiden euch so hochschaukelt. Konzentriert eure Kraft lieber auf die verbliebenen Multis hier. Wäre ein sinnvollerer Einsatz der Kräfte. Zum Spocht. Auch hier das leidige Multithema. Mit Union Espanola und Huachipato darf man nun gegen gleich zwei trainerlose Teams am gleichen ZAT antreten. Die Hoffnung besteht, eigentlich nicht, dass dies so schnell nicht mehr vorkommt. Also, dass man gegen trainerlose Teams aufgrund fristloser Entlassung antreten muss. Dagegen besteht Hoffnung, dass der Schweizer sich wieder beruhigt und endlich mal einen brauchbaren Termin nennt. Heute hau ich alle weg!
Die nächsten werde ich auch noch wegekeln. Denn es glaube bitte niemand, dass jetzt alles gut ist in Chile. Nein nein. Nix ist gut. Daher werde ich diese Saison eine spezielle Taktik spielen. Alles für die Multis! Ich bitte daher schon im Vorfeld um Entschuldigung. Wundert euch nicht über aus spieltaktischer Sicht völlig unsinnige Auswärtssechser. Ich denke mir schon etwas dabei. Allerdings darf sich auch der Trainer aus La Calera auf eine A6 einstellen. Nicht, dass er ein Multi ist. Er hat es halt einfach verdient...
Mal schauen, wieviele wir nächste Woche noch sind. Wolle mehr se rauslasse? Helau und Narhallamarsch!
Mit stolz geschwellter Brust betritt der Copa Americana-Sieger der letzten Saison die nationalen Niederungen der chilenischen Tiefebene. Tusch und Applaus, der CD Nublense. Aber das ist Vergangenheit und nur noch was für die Geschichtsbücher. Jetzt gehts wieder rund. Und auch wenn man dem Coach von Union la Calera bereits am ersten Spieltag etwas voraus hat (nämlich die Teilnahme am Copa Libertadores (die Sisu aber hoffentlich auch noch schafft)) ist man sich einig in der aktuellen Situationsbewertung. Der Hund muss vom Thron gestürzt werden. Und das mit allen Mitteln. Die neuen Schienbeinschoner der Nublensespieler sind karbonverstärkt und auf allen Schuhen sind die 18er Breitstollen aufgezogen. Die Saison kann beginnen!
Man kann ja viel über ihn Lästern, da gibt es ja einiges. Die Statur, der Bauch, die Zähne, man könnte die Auflistung endlos weiterführen. Natürlich ist die Rede vom Anden-Solo, dem persongewordenen Trainerwitz. Aber wenn es ums Bestellen geht, ist der kleine Mann ein ganz großer. Da kann man die Speisekarte ungelesen wieder weglegen, wenn er eine Bestellung aufgibt. Und weil das so ist, hat sich das alte Kraut der letzten Bestellung Solo's einfach angeschlossen. Als Beilage härter jedoch gerne noch ein kleines TK-Dessert. Für den Nachtisch sozusagen.
Das war es, was den umtriebigen Coach aus Nublense heute den ganzen Tag umtrieb. Die Socken schön zusammenlegend, das Paket besorgend und ausreichend frankierend, und nun auf den rechtzeigen Empfang beim Empfänger hoffend. Denn rechtzeitig heisst hier: pünktlich zum Spielbeginn. Denn es sollte jedem Beteiligten klar sein, welche Brisanz dieses Spiel entwickeln wird. Und dafür nun ist dieses Geschenkpaket gedacht. Neben den warmen Socken, denn Sisu sollte sich wirklich warm anziehen, ist dem Paket auch ein kleines Pflaster beigelegt. Es ist so ein Kinderpflaster mit freundlichem Gesicht, dass er nach dem Spiel gerne als Trostpflaster nehmen kann. Denn wie jeder weiss, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft...
Tataa. Dies wäre eigentlich die richtige Schreibweise gewesen. Aber was solls? Es macht einfach nur begrenzten Spass, auf schon am Boden Liegende einzutreten. Ganz egal, ob es sich um Hunde oder selbst ernannte Intelligenzbestien handelt. Aber zurück zum Titel. Es ist soweit. Der Vereinsvorstand hat die Sonderausgabe einstimmig abgesegnet. Ein mobiles Martinshorn mit Kopftragevorrichtung ist die neueste Errungenschaft beim CD Nublense. Tragen wird es der Mannschaftsarzt, wenn er einen Verletzten auf dem Feld behandelt. Der Zeugwart hat dagegen die Aufgabe, das Martinshorn und das rote Blinklicht mit seiner Fernsteuerung sekundengenau einzuschalten, wenn der Arzt das Spielfeld betritt. Ein bisschen Show muss schliesslich sein...
"Ja wie?", "Wieso der denn?", "Womit hat der das verdient?", "Ausgerechnet der Solo!". Nachdem Powerkraut sen. im Vorfeld der Pressekonferenz bereits gestreut hatte, dass er Don Solo huldigen wolle, waren die oben erwähnten Zitate die ersten Reaktionen darauf.
Aber man muss festhalten, dass er es in der Tat und wirklich verdient hat. Denn Don Solo ist ein ganz großer unter den Copatrainern. Und ohne es jetzt großartig einschränken zu
wollen, vielmehr will ich den Fokus auf das Wesentliche lenken, das bezieht sich nicht auf seine Körpergröße, die Powerkraut sen. leider unbekannt ist. Auch nicht wirklich auf die wundervollen Artikel, die an Stilsicherheit- und Variation zu den besten im Copaversum gehören. Nein, ich meine die Tatsache, dass er ein echter Copatador und kein Fake ist. Und das ist ihm in dieser Liga hoch anzurechnen. Jetzt aber genug der Lobhudelei, ich muss meinen Koffer für die Schweizreise füllen.
Ganz leise musste er sein. Seine holde Ehefrau war noch fest gefangen in den Fängen des Schlafes. Und er musste sich nun mit fussballtechnischen Fragen beschäftigen. Alles andere als optimal war das. Aber so ist das im kargen Fußballhochland eben. Die Frau am Schlafen, der Don am Schimpfen und der Sisu am Warten. Man hat es halt nicht leicht als Trainer. Da erscholl von draußen leise Musik. War die Frau endlich wach geworden? Konnte der Tag nun endlich beginnen? Und was sollte er bloß mit den beiden Gegnern vom heutigen ZAT anstellen? Wie jede Woche Freitag also wieder eine Menge Fragen, die der Beantwortung dringend bedürftig sind.
Ein Skandal bahnt sich an. Nach diversen geheimen Treffen mit geheim zu haltenden Personen kristallisiert sich immer weiter heraus: In Chile gibt es betrügerische Trainer! Und zwar nicht nur einen. Damit sind jetzt nicht die anderen, moralisch eben so wenig gefestigten Trainer gemeint. Rumhuren, sich sinnlos besaufen und aus dem vollen völlen ist in der heutigen Gesellschaft auch nicht unbedingt hoch angesehen, aber Betrug ist dann doch eine ganz andere Kategorie. Und es soll auch nicht nur ein einziger Verein betroffen sein. Die Innenrevision des chilenischen Fußballverbandes hat bereits erste Ermittlungen aufgenommen. Hintergrund sollen anonyme Anzeigen sein. Aber zurück zum Wesentlichen: Fubini, ich hau dich heute weg!
Eine erschreckende Nachricht flattert seit heute Morgen durch die sozialen Netzwerke. Eine dramatische Hungersnot erschüttert Capri. Tausende Verhungerte und Zehntausende Auswanderer. Was ist geschehen?
Die Ernte an Getreide war auf Capri traditionell schon immer nicht besonders umfangreich. Die Fischer waren es, die mit ihren Booten die Bevölkerung am Leben hielten. Also vielmehr mit dem Meeresgetier, dass sie mit ihren Booten fingen. Aber diese Zeiten sind vorbei. Auch Rudi Schuricke ist jetzt schon über 40 Jahre tot. Aber was hat das mit Fußball und Chile zu tun? Ich denke, es passt hier gerade ganz gut ins dramaturgische Gesamtkonzept.