Der Titel ist irreführend - und die Tabelle auch. Im Bankgeheimnis wurde die Siegesserie von Batman ausführlichst durch Bob den Baumeister thematisiert und seziert. Bis aufs Kleinste analysierte der Kolumnist jeden Schritt oder Meter den Herbie tat oder fuhr. Was dabei irritierte: Wie kann man mit einem Sack abgehobenen TK gleichzeitig fliegen ohne davon etwas abzuwerfen? Und was hatte Bademeister-Vampir bora mit den geplatzten Reserven zu tun?
In Basel ist man sich noch nicht gänzlich klar, wie genau das am vergangenen ZAT alles funktioniert hat mit der Reserve, dem TK, den Ballons und dem Vampir. Was jedoch sicher ist: Die Österreicher hatten wieder ihre Finger im Spiel. Aus dem annektierten Zürich heraus hätten sie es fast geschafft, Batman eins auszuwischen und nicht nur deshalb war es für den dunklen Ritter überaus wichtig, zumindest einen Teil seiner Reserven zu investieren.
"Ich hätte gerne weniger investiert, aber Sicherheit geht vor. So wird es wohl auch kaum jemanden wundern, dass wir uns am kommenden Freitag beim großen Aufeinandertreffen der 3 Titelkandidaten gegen unsere Verfolger maximal schützen müssen." gab Herbie, der tagsüber als Käfer und nachts als Batman durch die Straßen Basels zieht, vor der Presse zu Protokoll.
Reservetechnisch hatte es zuletzt gut ausgesehen, doch nachdem Batman sich zum Angriff entschied und auch sein befreundetes Schaf Robin in die Schranken wies, war das Konto beinahe blank. Und auch wenn der dunkle Ritter der Schweiz sich damit in eine durchaus lukrative Position begeben haben könnte und die Tabelle zumindest auf den ersten Blick souverän anführt, warnt er im gleichen Moment vor den dunklen Energien, die am Halloween-Wochenende wie Dämonen aus der Versenkung enthoben werden:
*mit Batman stimme sprech*
"Der Vampir wird wieder empor steigen und mir fehlt zur Verteidigung mein Umhang. Wenn es mir gelingt, Nouri die Plane zu entreißen, werde ich sie mir umlegen."
In Basel ist man trotz der kürzlichen Erfolge von Batman überaus skeptisch, ob die Stadt am Ende vor dem Vampir und seinem Gehilfen, dem Baumeister, beschützt werden kann und nicht doch wieder von beiden in
die Schranken gewiesen wird.
Nouri kann die 6 auspacken, aber rein finanziell - und so ist die Schweiz nun mal getrieben - macht es wenig Sinn, 7,2 TK abzuheben und dies in nur einen Punkt zu investieren. Gleichzeitig nährt man dadurch wiederum den Vampir, auch wenn Batman dadurch deutlich geschwächt wird. Der wiederum hat seit Wochen Angst vor dem Gastspiel im Espenmoos und vor dem, was ihn da auf dem Platz erwarten könnte: Ausgehöhlte Kürbisse statt Flamingos, gedimmtes Flutlicht zur Dämmerung und der Vampir mit dem Umhang, der ihm selbst fehlt.
Zudem blickt man in Basel, nicht nur aufgrund des mittlerweile geringen Bankkontos, skeptisch auf das Restprogramm, dass der Käfer noch abfahren muss:
Eventuell infiltrieren die Ösis den FC Aarau, der zweitreichste Young Boy des Landes, Castaño Deus, kommt noch für ein 6:6 nach Basel, 2x muss man noch nach Österreich und bei Superschaf Robin muss man ja auch noch vorbei. Wie man richtig investiert, hat man ihm am Freitag gezeigt. Und der hat ja schließlich mit dem Baumeister noch eine Rechnung vom 6. Spieltag auf, als dieser ihm mal so richtig den Deich planierte und mit dem 6:1 in Schaffhausen seine ersten 6 Auswärtstore schoss. 3x6, ist es nicht gruselig? Es wird immer offensichtlicher, dass in der Schweiz ein spiritueller Krieg im Verborgenen stattfindet, der auf dem Platz nicht zu sehen ist.
Es wird sich jedenfalls noch zeigen, wie dynamisch das Duo aus Batman-Käfer und Robin-Schaf wirklich ist und ob das Gute am Ende in der Schweiz siegen wird. Herbie ist skeptisch, denn die Tabelle spiegelt im Moment sicher nicht das Bild wider, wie es auch am Ende aussehen wird.
Der kommende Knaller-ZAT wird wegweisend sein: Hält Batman die Flughöhe, zieht dem Vampir einen Zahn und dem Baumeister die Plane ab oder droht ihm eine harte Landung? Ohne Umhang fliegt es sich schließlich nicht gut und zahnlos möchte er danach erst recht nicht aufwachen. Wenn Nouri die Plane behält, könnte der Aufprall ungemütlich werden - die Ballons hat der in Quecksilber badende Vampir ja ohnehin schon zum Platzen gebracht. Ein Sicherheitsnetz gibt's nicht, aber vielleicht kann er sich bei Robin etwas Wolle leihen..
Eins sei vorweg gesagt: Herbie enthält sich jeglicher Abstimmungen um seine Person im Bezug auf Duelle mit österreichischen Clubs auf internationalem Terrain. Dennoch freut er sich natürlich über Unterstützung aus den eigenen Reihen. Da das Match gegen den wahren König Österreichs ohnehin noch im Oktober stattfindet und sich jegliche Spekulation über den Ausgang verbietet, verschwendet man in Basel keinen Gedanken an den November und über ein mögliches Finale. Genau mit der gleichen Herangehensweise plant man auch den Ligaalltag, denn das nächste Spiel ist schließlich immer das schwerste.
Und schon sind wir beim Duell mit dem Schaffhausener Superschaf, mit dem man nach Bericht aus dem Bankgeheimnis mal kurz die Masken getauscht hat: danfire ist jetzt Robin und Herbie Batman. Obwohl dies ursprünglich andersherum angekündigt war, nimmt Herbie die neue Rolle gerne an: "Ich finde, die Batman-Maske steht mir sogar besser!" Der Mähbie befindet sich aktuell in Überarbeitung für den Saisonendspurt und so kann man diesmal nicht auf technische Hilfsmittel zurückgreifen. Zum Glück spielt man nicht auf dem Schaffhausener Deich, sondern auf heimischem Geläuf.
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Dort gewann man zuletzt gegen den FC Luzern mit 3:0 - ein überaus unangenehmes, gefährliches Resultat in Anbetracht der kürzlichen Offenbarungen um den Vampir-Bademeister bora milutinovic. Kurz vor Schluss führte ein Eigentor der Luzerner zum Endstand, den man so in Basel gar nicht gewollt hatte. Es gilt als wahrscheinlich, dass das St. Gallener Schlitzohr seine Finger im Spiel hatte, wohl wissend, dass er sein eigenes 3:0 nicht durchziehen konnte und damit weitere Kräfte lassen musste, als ihm lieb waren.
Superschaf Robin rechnete wohl mit einem energetischen 3:0 und setzte daher eine 4 dagegen. Leider brachte dies letztlich nur Punkte für die Schafwertung der Liga, nicht aber in der Tabelle. Mit dem Vampir ist eben nicht zu spaßen. danfire muss noch lernen, wie man mit ihm umgeht. Darüber wird im Anschluss an das Spiel von Batman gegen Robin zu reden
sein. Was jedoch sehr erfreulich ist: Die restlichen Ergebnisse gaben bora kein Futter und so verliert der Quecksilber-Bademeister zusehends seine Kräfte.
Nachdem dieser sich in den frühen Morgenstunden in der sonntäglichen Morgendämmerung vor Anbruch des Tages wieder an die Presse wandte, nur um sich danach wieder in seinen Sarg zu legen, um der Helligkeit zu entkommen, gruselt es Herbie jedoch wieder: Der St. Gallener will aus dem Heimspiel in der Nacht vor Halloween eine rituelle Zeremonie machen. Lange hat der Coach vom FC Basel nicht mehr Zeit, um sich auf dieses dunkle Event adäquat vorzubereiten. Eine zügige Lösung muss her. Das Problem: Zur gleichen Zeit kommt zudem Nouri Bob der Baumeister nach Basel.
Wie soll man sich bloß seine Kräfte richtig einteilen, um im Schlussspurt dennoch in bester Batman-Manier Basel City vor dem Bösen zu retten? Die nächsten Wochen werden nicht nur hart, sondern auch entscheidend. Und während man sich in Ried ausgiebig mit der Schweiz und deren Bankgeheimnis beschäftigt, scheinbar intensiver als mit der heimischen Presse, so fokussiert sich Herbie lieber auf sich selbst und versucht, die Stadt mit magischer Lyrik vor der Dunkelheit zu schützen und zum Erfolg über das Vampir-Volk zu führen:
Angst macht sich breit, im Land sind Geister
Wer kennt ihn nicht, den Bademeister?
Wohl getarnt saugt er Dich leer
Keine Kraft am End' hast mehr
Dein Blut will er, muss Dich nicht ritzen
Drum mach Dich schlau, weiß Dich zu schützen
Hol' Kruzifix und Knoblauch raus
Spiel 3:0 nicht, hol Dir Applaus
Wenn Robin schon an ihm zerschellt
Hilft nur noch Batman wohl der Welt
Auch Baumeister gilts zu besiegen
Rollrasen ihm zu Füßen liegen
Jetzt wird es heiß, bald ist's vorbei
Wer's verkackt, dem droht Geschrei
Noch 4 ZATs dann ist's Konto leer
Neutral und pünktlich, mit Gewähr.
5 Strophen sind genug geschrieben
3 würden nur dem bora dienen
Damit beend' ich dies' Gedicht
Und fütt're die Vampire nicht
Hin und wieder fällt einem auf, wie sehr man sich mitunter von technischen Hilfsmitteln abhängig gemacht hat:
Statt sich auf die eigentlichen Aufgaben zu fokussieren und erfolgreichen Fußball zu spielen hat man sich in Basel zu sehr auf den Mähbie verlassen und die eigenen taktischen Anweisungen vernachlässigt. So sehr die Allzweckwaffe auch geholfen hatte, in Zürich war damit Schluss - zumindest vorübergehend.
Nouri als ausgiebiger Beta-Tester des Gerätes bekannt, hatte eine Schwachstelle in der Software erkannt, um sich vor Angriffen des Baseler Meisterwerk's zu schützen. Auf der anderen Seite hatte die Entwicklungsabteilung der Baseler nicht sorgfältig gearbeitet, indem trotz intensivem Vier-Augen-Prinzips die technischen Parameter im System des Mähbie's auf mögliche Hackerangriffe geprüft wurden.
Die Spezialisten des Software-Teams selbst hatten dabei außer Acht gelassen, dass der Coach der Grasshopper selbst Entwickler ist und sich mit Codes, Bits & Bytes bestens auskennt. Man kann es nun als Arroganz oder Ignoranz bezeichnen oder es einfach "den Gegner unterschätzt" nennen. Im Endeffekt könnte dieser schwerwiegende Fehler dazu führen, dass in genau diesem Spiel die Meisterschaft verschenkt wurde. Schließlich hätte der FC Basel die Tabelle mit 42 Punkten und 4 Punkten Vorprung auf St. Gallen und satten 8 auf Zürich anführen können.
Trainer Herbie zeigt sich selbstkritisch: "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob wir den Mähbie bei Nouri einsetzen oder nicht. Dass er ausgerechnet jetzt aufgrund eines Bugs ausgefallen ist, trifft uns natürlich hart. Aber ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Was das jetzt für den Schlusspurt bedeutet, werden wir sehen. Jetzt sollte sich jeder darüber bewusst sein, dass wir uns nicht immer auf die Technik verlassen können, sondern uns auf unsere eigenen Stärken fokussieren müssen."
Durch die übrigen Ergebnisse ist, so war es im Bankgeheimnis zu lesen, auch der FC Schaffhausen mit ins Titelrennen eingestiegen. Aufgrund der Tabellenkonstellation darf man sich fragen, ob nicht auch die Young Boys aus Bern in diesen Kreis mit dazuzählen sollte. Schließlich fungieren die trainerlosen Teams als Tabellentrenner und da YBB den FC Zürich hinter sich gelassen hat, könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich der mittlerweile stille Castaño Deus klammheimlich an
die Spitzengruppe herangepirscht hat. Die, die keiner beachtet, sind doch immer die Gefährlichsten. Basel jedenfalls hat ein Auge auf die Young Boys, auch weil das nächste Auswärtsspiel dort stattfindet.
Wer hingegen auch verdächtig ruhig war, trotz der Offenbarungen um seine Person, war Energie-Vampir und Badewannenmeister bora milutinovic. Sowohl auf der nationalen als auch der internationalen Pressekonferenz versuchte er mit Flamingo-Geschichten vom Geschehen abzulenken. Nicht zu übersehen war jedoch wieder die Energie der Resultate, aus der er seine Kraft zieht:
Zu Hause UND auswärts 3:0. Schaffhausen und Basel hielten mit einem 5:0 jeweils dagegen. Fragen darf man sich nun, weshalb die Grasshopper, die Young Boys und auch ein Pate aus Österreich (handelt es sich hierbei in Wahrheit um DEN Paten?) dem St. Gallener Verwandlungskünstler mit ihren 3:0 Heimsiegen in die Karten spielten. Arbeiten hier etwa Trainer verdeckt mit dem Energie-Vampir zusammen, um sich gleichzeitig an den energetischen Einflüssen, die diese Ergebnisse erzeugen, zu laben?
Fakt ist jedoch, dass danfire und Herbie auf der guten Seite stehen und sich wie Batman und Robin den dunklen Mächten entgegensetzen und sich nicht dazu hinreißen lassen werden, dass ihnen oder gar anderen unwissenden und hilflosen Schweizern mit solchen Resultaten die positive Energie entzogen wird. Im Rheinland hält man eben zusammen.
Und um im kollektiven, morphogenetischen Feld für die richtigen Schwingungen zu sorgen, haben die beiden kürzlich Unmengen an Fanartikeln in Form von 2 verschiedenen Aufklebern produzieren lassen:
Einer zeigt ein Schaf auf einem Deich mit einer Batman-Maske, der andere einen VW-Käfer, der in Form einer Augenbinde mit einer Schleife umhüllt ist, wo jedoch die Frontscheibe mit 2 kugelförmigen Aussparungen für die Augen freigehalten ist. Auf der Motorhaube prankt in lichtvollen Farben eine 53.
Sämtliche Mitarbeiter der Druckerei, in der die Werbeartikel produziert wurden, gaben an, dass sie alleine beim Betrachten dieser Logos auf den Aufklebern, eine sofortige Aufhellung ihrer Stimmung feststellen konnten. Diese Symbole positiver Energie und Hoffnung auf eine bessere Welt sollen nun in der gesamten Schweiz verklebt werden, um das Land auf spiritueller Ebene von bösen Kräften zu säubern.
Zusätzlich prankt auf dem äußeren Rahmen Aufkleber eine starke Botschaft: KEINE MACHT DEN VAMPIREN!
Schaut man sich die Tabelle der Super League an, so wirkt es, als würden die trainerlosen Vereine die Liga in 2 Gruppen trennen: Das Dreigestirn um Bademeister, Rollrasenmeister und Mähmeister liegt 6+ Punkte vor dem Verfolgerfeld, was sich vermutlich um den Europa League Platz streiten wird. Basel und Zürich trennen lediglich 2, die Young Boys aus Bern und La Chaux-de-Fonds nur 3 Punkte. Und das wo wir nun in die heiße Phase eintreten!
Einen Vorgeschmack für den wilden Endspurt gab es bereits am 19. Spieltag in St. Gallen, wo Schlitzohr bora milutinovic erstmals Punkte zu Hause liegen lassen musste und Nouri ein Mittel fand, dem sich der Bademeister nicht entziehen konnte. Überhaupt war dieser Spieltag so überhaupt nicht im Sinne von bora's Konformitätsansatz: Kein einziges 3:0 und ein NMR von Wintersportlegende Oje Keinar Gehtmehrrein!
Experten rätseln derweil, ob unkonforme Ergebnisse bora die Kräfte entziehen, so wie es mangelnde Blutversorgung bei Vampiren tut. Dass diese wilde Theorie gar nicht so abwegig erscheint und milutinovic vielleicht sogar mit Graf Dracula verwandt sein könnte, darauf soll auch seine Herkunft hindeuten. Schließlich liegen seine Geburtsstätte, das ehemalige Jugoslawien, und Rumänien nicht so weit auseinander. Dazu kommt, dass sein Cousin jean baratte mit Graf Zahl gemeinsam in der kolumbianischen Liga spielt. Man munkelt, dass der Graf seine Finger überall im Spiel hat.
Besonders entlarvend könnte auch die Reaktion des Bademeisters auf die Inkonsistenz der Ergebnismatrix gewesen sein, als er versuchte, das 6:6 gegen die Grasshopper in 4 miteinander kombinierte, verschachtelte 3:0 zu verkehren. Schließlich war nie die Rede davon, dass bei der 3:0-Theorie auch Auswärtstore zählen! Die anschließende 0:6 Niederlage bei Basel war dementsprechend ein Spiegelbild seiner schwindenden Kräfte. Vorgeschobene Gründe wie Taktik oder das angeblich 4fach wirksame 3:0 als 6:6 getarnt dürften allenfalls öffentlichkeitswirksame Pressestatements gewesen sein, um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen.
Spinnt man diese Enthüllung mal weiter, werden plötzlich sämtliche Zusammenhänge klar: bora's Forderung nach Ergebniskonformität bzw. die Einhaltung derer gab ihm Kraft und hiel die Konkurrenz im Glauben, sich innerhalb einer sicheren Matrix zu bewegen.
Seine freitagabendlichen Quecksilber Bäder waren nichts anderes als eine Methode, sich aus der korrumpierten Ergebnissteuerung der Konkurrenz zu bedienen und sich mit einem energetischen Feld
des Supraleiters (Quecksilber wird unter einer Temperatur von -265 Grad Celsius dazu) zu verbinden und daraus wie Vampire aus Blut seine Energie zu beziehen.
Es handelte sich also de facto um klirrend kalte Eisbäder entgegen der Annahme, er würde jeden Freitag Abend in eine heiße Wanne mit dem hochgiftigen Schwermetall steigen, um so seine Ideen zu fördern. Dass dies abends geschieht und er seine Presseberichte bevorzugt danach oder zur Morgendämmerung verfasst, lässt nur einen Schluss zu: Er muss ein Vampir sein! Allerdings ist er kein Blut-, sondern ein Energiesauger.
Mit diesem Wissen kann die Devise für bora's Konkurrenten ab jetzt nur noch lauten: Unkonforme Ergebnisse produzieren, um St. Gallens Verwandlungskünstler zu schwächen! Das 6:6 scheint ihm sämtliche Kräfte entzogen zu haben.
Gut, dass das Titelrennen jetzt in die heiße Phase geht. Unter Umständen könnte Herbie das dabei helfen, aus dem Dreikampf einen Zweikampf zu machen. Von der Tabelle lässt sich Basel's Coach jedenfalls nicht blenden: Nouri's Grasshopper haben noch 1 Heimspiel nachzuholen und sind in der virtuell bereinigten Tabelle Spitzenreiter.
"Das macht mir Bauch- und Kopfschmerzen gleichzeitig. Unser Spiel in Zürich ist die einzige Möglichkeit, an Nouri's Heimdominanz in dieser Saison noch etwas zu ändern und ihn nicht davon ziehen zu lassen. Wenn wir bora nun dechiffriert haben und ihn so stoppen können, ist Nouri der Hauptkonkurrent. Im schlimmsten Fall wird es am Ende wieder ein Dreikampf" fachsimpelte Herbie auf der Pressekonferenz.
Die Baseler sind dabei in einer komfortablen Situation: Sollten sie sich auf Nouri's Rollrasen die Köppe einhauen, geht man immer noch mit dem höchsten TK aus der Nummer heraus, klaut Zürich Heimpunkte und hält die beiden ärgsten Konkurrenten weiter auf Abstand, wenn man selber noch das schwierige Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds gewinnt - unkonform und nicht 3:0 versteht sich. Wenn beides rund läuft, könnte der Vorsprung auf die Grasshopper schon am Freitag auf 5 Punkte anwachsen.
Nouri hat am Freitag das Bankgeheimnis gelüftet, bora's Vampir-Geheimnis scheint gelüftet und vielleicht lüftet Herbie am nächsten Freitag ja das Geheimnis um die neue Software des Mähbie's, die bereits bei den Erfolgen in Aarau und gegen St. Gallen im Einsatz war. Dann fehlt wohl nur noch danfire's Geheimnis, warum der Deich Platz in Schaffhausen so lang ist und warum dort Schafe stehen..
Auf'm Deich war nix zu holen. Als Herbie das Spielfeld in Schaffhausen sah, war ihm bereits klar: "Der Mähbie hilft uns hier nicht. Wenn der Platz 120 Meter lang ist und auf 20 Meter Breite überall Schafe stehen, wird er mit seinem derzeitigen Software-Stand nur verwirrt. Ich werde mit danfire eine der deutschen DIN ISO H3A0 entsprechende, zertifizierte Bedingung für das Match vereinbaren. Dann ist auch bora glücklich und allen ist geholfen."
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Gesagt getan, die Partie entsprach zu 100% den Schweizer Standards, die bora milutinovic ins Leben gerufen hatte. Auch Nouris Grasshopper hielten sich an die Norm und schenkten im Lokalderby dem FC Zürich nicht mal 13 Zentimeter, 3:0 auch hier. Und wenn sich Wintersportlegende Ole Einer Gehtnochrein nicht erdreistet hätte mit einer Stand-Up-Biathlon-Session, in Basel 2 Schüsse auf die Zielscheibe direkt ins Schwarze zu versenken, hätte auch das Heimspiel von Basel den offiziellen Vorgaben entsprochen.
Einer, der sich zuvor gerade für diese Ergebnis-Standards ausgesprochen hatte, war der, der sich nun auch Herbst-Bademeister nennen darf: bora milutinovic. Was ihn allerdings geritten hat, die Matrix selbst mit unkonformen Ergebnissen zu füttern, ist bislang unbekannt. Um ganze 2 Tore differierte sein 5:0 von der Norm - die Folgen für die Super League?
Unbekannt! War es doch bora selbst, der zuvor vehement predigte "Weiche niemals von der 3:0 Theorie ab!"
Schaffhausen produzierte sogar ein zweites 3:0, um die Matrix zu stabilisieren, doch die neuerlichen Abweichungen könnten die Liga in eine Instabilität bringen, in der ein symmetrisches Chaos herrscht, statt konforme Ergebnisse. Herbie, selbst ein Verfechter von Ordnung und der vom St. Gallener Trainer aufgestellten Theorie, sprach bereits von einer sich aufschaukelnden Wechselwirkung:
"Ich weiß nicht, was bora da geritten hat, gegen seine eigenen Lehren anzugehen. Mit dem 5:1 Sieg in La Chaux-de-Fonds hat er für weitere Mängel in der Statik gesorgt. Wenn er uns damit glauben lassen will, dass er sich seine Tore bei uns aufspart, dann fallen wir auf solche billige Tricks mit Sicherheit nicht rein. Zu gut erinnere ich mich an sein fuxiges 6:5 zum Auftakt der letzten Rückrunde bei Nouri. Der Mann ist, wie ich schon so oft sagte, mit allen Wassern gewaschen. Dass er nach seinen Quecksilber-Bädern auf immer neue schräge Ideen kommt, macht es nicht besser. Aber darauf werden wir in dieser Saison sicherlich nicht reinfallen. Und wenn wir 6:0 gewinnen sollten, dann ist das immerhin wie 2x 3:0 und sollte in unserer Schweizer Matrix wieder für mehr Stabilität sorgen."
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Doppelt hält eben besser.
Es war Samstag früh. bora milutinovic war gerade aufgestanden, nachdem er am Vorabend sein obligatorisches Quecksilber-Bad genommen hatte, aus dem er seine Kraft für verrückte Ideen zieht. Auch dieses Mal hat ihn sein Ritual nicht im Stich gelassen: Wilde Träume, krude Theorien und ein Widerspruch, der noch für Diskussionsstoff sorgen wird waren die Folge seiner zweifelhaften Routine. Dazu später mehr.
Zum ersten Mal hatte der Mähbie53 nach seinem Software-Update einem Rasen außerhalb von Basel einen akkuraten Schnitt im 4:3 Format verpasst. Herbie war mit dem Ergebnis des Luzerner Spielfeldes zufrieden, wenngleich es sich hierbei nicht um einen problematischen Eingriff gehandelt hatte:
"Die Gegebenheiten vor Ort waren vorhersehbar. Keine Sonderheiten, die Kreidelinien gerade und ordnungsgemäß gezogen. Selbst die Fläche des Spielfeldes entsprach exakt den Vorgaben des Verbands. Ich bin sehr froh, dass wir nun auch die Konkurrenz mit einem sauberen Ergebnis beeindrucken konnten, wenngleich wir auch wissen, dass wir uns anderorts auf anderes Geläuf, ggfs. abweichende Markierungen und somit potentielle Fehlerquellen einstellen müssen. In St. Gallen ändert der Verrückte jede Woche etwas, in Zürich hat Nouri den Rasenfläche durch Dielen verkleinert und wie der Mähbie auf Printen reagiert haben wir noch nicht getestet."
Derweil stellte der Quecksilber-Bademeister aus St. Gallen nach seinem neuerlichen Fiebertraum aus der Nacht von Freitag auf Samstag eine neue Theorie auf: Die Ergebnisse der Super League müssten grundsätzlich einer 3:0er Geometrie entsprechen, da sie sonst den Mähbie anlockten. Da ist zunächst nichts gegen zu sagen, denn 3:0 dürfte Copa-weit eins der häufigsten Resultate sein. Fraglich ist nun aber, warum ausgerechnet bora selbst dabei geholfen hat, in Schaffhausen den Rasen in einem Format von 3:2 zu hinterlassen, welches nicht ganz der offiziellen Mähbie-erprobten Norm von 4:3 entspricht.
Wenn er doch Angst vor dem Mähbie hat, warum hinterlässt er dann danfire nicht einfach den
Platz so, wie er ihn vorgefunden hat? Dann hätten wir wieder das 3:0er Schema gehabt, das laut seiner neuerlichen Aussagen die perfekte Antwort auf alle Fragen zu sein scheint und ihn obendrein vor Angriffen aus Basel schützt. Bisher hat er sich scheinbar dem positiven Nutzen von Quecksilber zu Eigen gemacht, aber es scheint, als würde es ihn zunehmend selbst beeinträchtigen. Interessant zu wissen wäre gewesen, was bora in Schaffhausen vor und während des Spiels auf dem Platz veranstaltet hat. Darüber ist bislang jedoch nichts bekannt. Vielleicht kann uns danfire ja darüber aufklären.
In Basel laufen derweil die Vorbereitungen auf das nächste Heimspiel. Für das kommende Wochenende ist der erste Schnee angekündigt. Passend dazu kommt Wintersportlegende Ole Einar Gehtnochrein zu Besuch. Da der Mähbie mit dem Platz als auch mit der Abtau-und-Trocknen "No-Flutsch" Funktion bestens vertraut ist, erhofft sich Herbie einen deutlichen Heimsieg, um die erfolgreiche Rasur aus Luzern entsprechend abzusichern.
Schwieriger wird es jedoch zuvor beim Duell mit danfire, dessen Spielfeld eher einem Deich gleicht: Mehr lang als breit und gespickt mit einer Herde aus Schafen - kein Wunder in Schafhausen. Auf den Mähbie wartet also ein vollkommen unbekanntes Terrain und Format Grünfläche mit einer unbekannten Anzahl an beweglichen Hindernissen. Wer mitgezählt hat, zählt 2 Unbekannte plus Variabilität. Und da eine Gleichung mit 2 Unbekannten nicht mit einfachen Grundkenntnissen der Mathematik lösbar ist und der Mähbie in seiner derzeitigen Konfiguration keine Algebra beherrscht, lässt Herbie sein Baby wohl lieber in Basel - wobei: Aus Fehlern zu lernen hätte wohl auch seinen Reiz, damit das nächste Software-Update nochmal besser wird.
Zudem würde man mit einem 0:3 in Schaffhausen wieder der Matrix entsprechen, bora erfreuen und in Sicherheit wiegen sowie dem Ex-Aachener danfire die Möglichkeit geben, nächste Saison mit seiner Schafherde durch Europa zu ziehen und den Überbestand seiner abgelaufenen Printen loszuwerden.
So haben wir ihn kennengelernt: Fuchsig, clever und im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Wassern gewaschen: bora milutinovic, der jeden Freitag Abend ein Quecksilber-Bad nimmt, um so nach jedem Spieltag auf immer neue verrückte Ideen zu kommen, mit denen er seine Gegner verwirren kann, ist sich für keinen Trick zu schade. Dabei bewegt er sich jedoch stets im Rahmen des Erlaubten. Schließlich hat der Schweizer Fußballverband bislang jede Beschwerde seiner Gegner zurückgewiesen.
Herbie ersuchte erst gar nicht die Unterstützung von oben, sondern gab sich als mähenderfährer Verlierer, obwohl er sich von dem ersten Einsatz seines Serien-Mähbie's viel beim amtierenden Meister versprach:
"Ich bin ganz ehrlich: Hätte alles direkt so geklappt, wie ich es geplant hätte, wäre es echt eine Überraschung gewesen. So lerne ich aus dem Erlebten und verpasse meinem kleinen Freund ein Software-Update, sodass Ungereimtheiten in der Geometrie des zu mähenden Terrains künftig identifiziert und umgangen werden können. Da wir kurzfristig nicht mit den verrückten Methoden von bora konfrontiert werden und die Änderungen ausgiebig testen und auf Herz und Nieren prüfen wollen, werden wir nochmal ein Testgerät nach Zürich liefern, um dem Mähbie nochmals einem ordentlichen Stresstest zu unterziehen. Soweit ich gehört habe, legen wir unserem Probanden der Lieferung Kreide, Sonnencreme und Kokosöl bei, um die Anpassungen bei realen Bedingungen zu simulieren."
Trotz der Scharmützel des Bademeisters erfreut sich die Schweizer Super League eines guten Zusammenhalts. Die Liga lebt und international unterstützt man sich gegenseitig. Noch hat
das Champions League Trio um Zürich, St. Gallen und Basel die Möglichkeit auf den Einzug ins Achtelfinale. Nur das trainerlose Luzern ist bereits aus der Ouropa League ausgeschieden.
Der FC Schaffhausen ist trotz seiner Niederlage gegen die Grasshopper eine wahre Bereicherung für die Liga, auch wegen danfire's wöchentlichen Presserückschau. Auch der FC Aarau muckt unter dem eher stillen Alexander Bölling langsam auf und die Young Boys aus Bern sind unter Castaño Deus immer für eine Überraschung gut. Speziell deswegen gilt für den FC Basel beim morgigen Heimspiel äußerste Vorsicht, denn Punktverluste kann man sich daheim im Kampf um die vorderen Plätze wahrlich nicht erlauben.
Apropos erlauben: Was erlauben eigentlich skua811 und Ole Einar Gehtnochrein? Während der Wiederkehrer der Saison vom FC La Chaux-de-Fonds richtig gut in die Gänge kam, verpasst er in der letzten Woche den Anschluss an das Verfolgerfeld zu halten. Und der Wintersportgigant vom FC Sion, für den mindestens ein NMR pro Saison zum guten Ton gehört, ist seit Wochen verstummt.
Im Vergleich zur letzten Saison boomt die Schweiz jedenfalls, wenngleich man sich mit dem übermächtigen Nachbarn aus Österreich noch nicht zu messen braucht.
Aber vielleicht schafft die Schweiz mit ein wenig Ausdauer eines Tages, den großen Goliath mit der kleinen Schleuder zu bezwingen.
Wichtig für den FC Basel ist erst mal, dass der Mähbie weiterentwickelt wird, um sich künftig auch auf den gegnerischen Plätzen zurechtzufinden. Bis dahin muss man sich auf das eigene, gut vermessene und bekannte Terrain fokussieren.
Made in Suisse: Entwickelt und produziert in Basel, getestet in Zürich.
Der e-Mähbie-53 hat trotz anfänglicher Kinderkrankheiten in der Version v6.0 den Serienstatus erreicht. Das Entwicklerteam gab ein Testmodell aus der Vor-Serie zunächst in einem Geheimprojekt zu einem Stresstest nach Zürich an eine unbekannte Privatperson, die im Besitz einer großer, neuen Rasenfläche war. Nach kleineren Fehlfunktionen und einem ausführlichen Feedback aus Zürich wurde die Software durch die finale Version j3tZt.g3h7s.l0s ersetzt und das Produkt zur Serienauslieferung freigegeben.
Somit wird der e-Mähbie in Kürze in der kompletten Schweiz eingesetzt und speziell auf den Plätzen der Super League rasieren, sowohl in Basel als auch auswärts.
Er ist ein wahres Multitalent: Elektrobetrieben, langlebiger 90-Minuten-Akku (in der Energiesparfunktion auf 120 erweiterbar), extrem hohes Drehmoment für schnelle Anpassung an Feinde, Schädlinge und Gegner, ultra-scharfe Diamantklingen und eine No-Flutsch Spezialfunktion, mit der er nasse und rutschige Rasenflächen im Nu trocknen und griffig machen kann, um sie anschließend zu mähen. Zudem ist er auch in Schwimm- und Hallenbädern einsetzbar, um dort auch ohne seine eigentlich konzipierte Hauptfunktion des Mähens für trockene Verhältnisse zu sorgen.
Herbie fiebert dem Startschuss bereits sehnsüchtig
entgegen:
"Ich habe viel Herzblut und Leidenschaft in das Projekt gesteckt, hatte auch andere Angebote für Projekte, z.B. aus Aachen. Doch ich habe mich bewusst dafür entschieden, den Mähbie hier in der Schweiz zu entwickeln, um damit dort erfolgreich zu sein, wo einst meine Karriere als Profi-Trainer begann. Dass es jetzt endlich losgehen kann und ich ihn von der Leine lassen darf, sorgt bei mir für Gänsehaut. Dass er ausgerechnet beim Meister in St. Gallen seinen ersten Einsatz in der Fremde hat, ist umso spannender. Da kann er endlich seine No-Flutsch Funktion unter Beweis stellen und zeigen was für ein Prachtstück er ist."
Nun hofft man in Basel, dass das Warten sich gelohnt hat und alles so funktioniert, wie in den finalen Serienbedingungen im Prüfzentrum. Die Printen hatte man dort als nutzlos identifiziert, weil sie keinen erkennbaren "Mäh"rwert brachten. Überhaupt hätte der Bezug zu Aachen dem Gerät vermutlich nicht gut zu Gesicht gestanden.
Apropos Gesicht: Mal sehen, wie Nouri am Freitag guckt, wenn er feststellt, dass der e-Mähbie-53 über eine Autokorrektur verfügt, falls der Besitzer eine Schnitthöhe einstellt, die nicht den realistischen Bedingungen entspricht. Der Nutzer könnte sich selbst und andere unter Umständen damit verletzen. Deswegen hat man in Basel vorgesorgt und dieses Sicherheitsfeature eingebaut. Hier denkt man eben an alles..
Er hat seine Fähigkeiten mal wieder unter Beweis gestellt. Trainerschlitzohr bora milutinovic holte beim bisher so heimstarken FC Sion ein 0:0. Doch über das Zustandekommen muss berichtet werden:
Ungewöhnliches spielte sich bei St. Gallen's Gastspiel in Sion ab. Zunächst war da die Anreise, als das Meisterteam bereits am Abend vor dem Spiel beim Gegner eintraf und mulutinovic sich zum Abendessen mit dem gegnerischen Greenkeeper, Alois Grünhalter, verabredet hatte, war es ihm doch vom Heimteam untersagt worden, vor dem Spiel den Platz zu betreten und sich während der Partie außerhalb seiner Coaching Zone aufzuhalten - zu sehr hatte man in Sion die neulichen Gewohnheiten des Bademeisters beobachtet.
Den Rasen hatte man extra wachsen lassen, um ihn bei den sommerlichen Temperaturen noch am Spieltag zu mähen und möglichst trocken zu halten, um dem humorlosen, stumpfen Gebolze der Sioner zu entsprechen. Was jedoch nicht vielen auffiel, weil früh morgens kaum Zuschauer am Stadion waren: Sion's Greenkeeper fuhr mit einer Eisbearbeitungsmaschine, wie man sie vom Eishockey kennt, über den Platz. Diese mähte das Geläuf nicht nur, es trug auch eine sonnencreme-ähnliche Flüssigkeit tief in die Halme des gesamten Rasens ein, die bora milutinovic Alois Grünhalter am Vorabend gegen eine kleine Gegenleistung von 15kg Ricola Halsbonbons als Heilmittel für seine ständige Heiserkeit während seiner Bademeistertätigkeit, überreicht hatte.
Das Spiel wurde anschließend zu einer reinen Farce: Passquoten auf beiden Seiten von weit unter 50%, kaum direkte Zweikämpfe und eine Nettospielzeit von 50 Minuten (die anderen 40 Minuten war der Ball im Aus). Dazu 2 Verletze auf Seiten von Sion, während St. Gallen im gesamten Spiel nur 3km zurücklegte - Standfußball wäre dabei noch harmlos ausgedrückt.
Am Ende blieb ein 0:0 und ein wichtiger Punkt für den (Bade-)Meister aus St. Gallen. Wie der zustande gekommen
war, interessiert niemanden. bora interessieren die Punkte, nicht das wie. Er ist eben ein Schlitzohr.
Auf der anderen Seite steht Ole Einar Gehtnochrein bei Sion kurz vor dem Aus nach dieser Slapstickvorstellung, denn schließlich war er hergekommen, um erfolgreichen Fußball zu spielen und nicht, um die Zuschauer von den Spielen fern zu halten, denn auch in Aarau erreichte er die Spieler nicht und holte ebenfalls nur ein maues, torloses Remis.
Was bedeutet das nun für Basel für die nächsten Spiele? Eigentlich gar nichts, wäre da nicht Nouri, der bei Schaffhausen mal kurz vom 1. in den 6. Gang schaltete. danfire steht mit dieser Niederlage bereits früh in dieser Saison unter Druck und braucht unbedingt Punkte. Das macht es für Herbie nicht gerade einfacher, gilt es doch einen möglichen Gegenangriff am kommenden Spieltag zu antizipieren und abzuwehren. Bei bereits 11 gefangenen Gegentoren nicht das leichteste Unterfangen. Hoffnung besteht aber, da Schaffhausen die schwächste Defensive der Liga stellt:
"Da würde es Sinn machen, nochmal einen Gang höher zu schalten", so Herbie mit Ausblick auf das kommende Duell. "Vielleicht hat mein Kollege ja noch ein paar Öcher Printen übrig. Die scheint er sich ja in St. Gallen gespart zu haben. Hätte er sie seinen Jungs dort gegeben, hätten sie auf dem rutschigen Rasen mit Sicherheit bessere Bodenhaftung gehabt. Wenn sie sie gegen uns essen, können sie sich nicht mehr bewegen."
So muss sich jeder Coach genau überlegen, wo und wie er seine Sonnencreme, Printen und Balkonkraftwerke einsetzt. Ein Fehler kann das Aus im Titelrennen bedeuten - und den will Herbie mit Sicherheit so früh in dieser Saison nicht machen. Dass seine Kraft im sehr hohen Drehmoment liegt, hat danfire bereits richtig erkannt, als er ihn einen e-Käfer nannte.
Wie gut, dass Nouri davon noch nichts weiß. Denn so kann der Baseler Coach immer noch so tun, als hätte er nur 4 Gänge..
Er kann es einfach nicht lassen, doch nun wurde Bademeister bora dabei erwischt, wie er mitten im Spiel Einfluss auf das Geläuf nehmen und den Rasen eincremen wollte.