Sechzehn Teams haben zu Beginn der Rückrunde noch Chancen auf das internationale Geschäft, die Major League Soccer ist so ausgeglichen wie nie. Die Chancen, einen der begehrten Plätze unter den Top 6 zu sichern, schätzt JJ Brown deshalb realistisch ein: "Es gibt einige sehr starke Teams, die aktuell noch knapp hinter uns stehen, etwa den FC Edmonton oder Houston Dynamo. Deshalb kommt es jetzt darauf an, in jedem Spiel maximale Effizienz an den Tag zu legen."
Das soll auch mithilfe neuer Trainingsmethoden gelingen, die JJ Brown von seiner Reise ins benachbarte Kansas mitgebracht hat. Dort hospitierte der Coach eine Woche lang bei Coaching-Legende Bill Self, der seit über 20 Jahren die Basketballer der Kansas Jayhawks trainiert.
Ein solider sechster Platz nach der Hinrunde, sehr wenige Gegentore und viele verpasste Chancen auf Auswärtspunkte: Die Bilanz nach 19 gespielten Partien fällt bei Sporting Kansas City und Trainer JJ Brown gemischt aus.
Ob sich die vielen Personalwechsel in der Hinrunde gelohnt haben, ist retrospektiv schwer zu beantworten. Doch fürs Erste hat JJ Brown genug von den permanenten Neuverpflichtungen. "Wir setzen ab sofort auf Kontinuität. Damit wollen wir in der Rückrunde den Platz in den Top 6 festigen und uns endlich für das internationale Geschäft qualifizieren."
Der fulminante 3:6-Auswärtssieg beim Vorjahresmeister aus Rochester City war nicht der einzige Sieg für Sporting Kansas City am vergangenen Spieltag: Auch das Team-Maskottchen der Rhinos, ein prächtiges Nashorn namens Rex, entschied sich nach der Blamage gegen Sporting, die Farben zu wechseln. Ab sofort wird Rex als Maskottchen für Sporting Kansas City auflaufen.
Rex wird dabei aber nicht etwa das
bisherige in Kansas City heimische Maskottchen, Blue the dog, ersetzen, sondern sich in Zukunft den Job mit dem blauen Hund teilen. JJ Brown ist begeistert von dem unverhofften Neuzugang: "Ruud Gullit kann noch so oft vorrechnen, wie viel TK seine Gegner durchschnittlich pro Auswärtspunkt in Rochester City einsetzen müssen. Wir haben für 7,2 TK eine gute Beute gemacht: drei Punkte und ein Maskottchen."
Die Luft war raus bei den Zeitungsartikeln, die man in den letzten Wochen aus Kansas City las. Jede Woche eine andere Neuverpflichtung, langsam wurde es langweilig und die Leser hat es längst nicht mehr interessiert.
Deshalb hat JJ Brown jetzt Konsequenzen gezogen und den Pressesprecher gefeuert. Der neue Mann steht schon bereit und soll ab sofort dafür sorgen, wieder Schwung in die Presseberichterstattung über Sporting Kansas City zu bringen.
Sportlich läuft es für Sporting dagegen recht rund, hat man doch noch alle Chancen, das Saisonziel, einen internationalen Startplatz, zu erreichen.
Nach der peinlichen Niederlage bei Houston Dyname zieht JJ Brown in Kansas City nun weitere Konsequenzen: Offenbar ist er nach Analyse der Statistiken zu den Schluss gekommen, dass seine Mannschaft nicht fit genug sei.
Deshalb muss der bisherige Athletiktrainer seinen Hut nehmen. Von dem neuen Athletikcoach erhofft sich JJ Brown eine Laufleistung von mindestens 180 km pro Spiel. "Wir wollen die Gegner in Grund und Boden laufen. Wenn das Laufen richtig funktioniert, dann ist es das vierte Bein."
Mit Schwung ist Sporting Kansas City in die neue Saison gestartet. Zwölf Punkte nach sieben Spielen sind für Trainer JJ Brown durchaus zufriedenstellend. Einziger Wermutstropfen: die 0:1-Auswärtsniederlage bei Houston Dynamo unter Trainer-Neuling Toro. "Das schmerzt, gegen einen Novizen auf dem Trainermarkt zu verlieren."
Unterdessen wurde bekannt, dass Sportings Stadionsprecher sich beim Gastspiel in Houston derart danebenbenahm, dass JJ Brown sich gezwungen sah, einen neuen zu verpflichten, der bereits am nächsten ZAT seinen Einstand feiern wird.
Das hatte sich angedeutet: Schon seit Wochen ist das Grün im Children's Mercy Park in desolatem Zustand. Nun kam es am vergangenen ZAT zum Eklat. Die aus Washington weit gereiste Truppe der Seattle Sounders weigerte sich aufgrund des aus ihrer Sicht unzumutbaren Platzes, im Stadion von Sporting Kansas City aufzulaufen.
Dementslrechend schoss das Team von JJ Brown viermal in das leere Tor und siegte so mehr oder weniger kampflos. Ob das Spiel am grünen Tisch noch umgewertet wird, hängt auch davon ab, ob Seattle Einspruch gegen die Spielwertung einlegt.
Konsequenzen hat der Vorfall aber schon jetzt: Auf Druck des Verbands musste Sporting Kansas City den Verantwortlichen für die Rasenpflege entlassen und einen neuen Greenkeeper verpflichten.
Lange hat die Nova Company die wahre Identität des Coaches von Sporting Kansas City und des zweiten Mannes in dem global agierenden Konzern geheimgehalten. Doch nun hat ein Whistleblower aus dem Inneren der Nova Company pikante Details geleakt: Der Mann hinter dem Pseudonym heißt John Jayhawk (JJ) Brown.
Ein Jayhawk durch und durch, hat JJ Brown seine Wurzeln im benachbarten Lawrence, Kansas, wo er als junger Mann an der
University of Kansas studierte und für die Kansas Jayhawks Baseball spielte. Erst nach der aktiven Karriere schulte JJ Brown auf Soccer um – und das mit einigem Erfolg. Denn der siebte Platz aus dem Vorjahr kann als beachtlich gelten, auch wenn man knapp am internationalen Geschäft vorbeischrammte. Das soll sich dieses Jahr ändern, denn trotz deutlich vergrößerter Liga hat JJ Brown Platz 6 als Minimalziel ausgegeben.
Nach dem durchwachsenen Saisonauftakt mit einem 4:0-Heimsieg und einer 0:3-Pleite in der Fremde hat sich JJ Brown dazu entschieden, einen neuen Torwarttrainer zu verpflichten. "Drei Gegentore sind zu viel. Wir sind mit dem klaren Ziel in die Saison gegangen, kein einziges Gegentor zu kassieren."
Dementsprechend muss der langjährige Coach der Tormänner aus Kansas City nun seinen Hut nehmen. Ob der neue Mann im Trainerstab das Tor von Sporting wirklich dichtmachen kann, wird der kommende ZAT zeigen, wenn die Mannen aus Kansas City erst nach Florida reisen und anschließend zu Hause die Seattle Sounders empfangen.
Gestartet mit dem klaren Ziel "solides Mittelfeld", hatten sich bei Sporting Kansas City im Saisonverlauf größere Ambitionen entwickelt. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte man um einen Platz im internationalen Geschäft mitspielen. Doch vor den letzten drei Spielen besteht maximal eine Restchance für die Truppe von Carsten Ramelow II, Platz 5 doch noch zu erreichen.
"Wir müssen unsere Mentalität jetzt in Flaschen abfüllen und nächste Saison wieder rausholen, um dann oben angreifen zu können", hakt Ramelow II die laufende Saison bereits ab.