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Abstiegsangst!!
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Die Mächtigen des Náutico FC haben entschieden: Lopez Solluna heißt der neue Trainer. Der 46-Jährige ist ein respektierter Fachmann. Doch bleiben Zweifel, ob er je aus dem Schatten seines Vorgängers treten kann.
Nur ein Posten ist noch grausamer: Wenn der Kronprinz eines Tages den Thron besteigt. Denn er wird leider nie ein echter König, sondern immer nur der Nachfolger bleiben, der zweite Mann, der nicht ganz so gute, der sich auf ewig an seinem Vorgänger, dem richtigen König, messen lassen muss.
Je länger dieser verschwunden ist, desto heller wird die Erinnerung an ihn erstrahlen. Der Nachfolger dagegen wird auch als König nur in jener Funktion wahrgenommen, die ihn einst zum Kronprinzen prädestinierte: als loyaler Diener, der täglich auf dem Platz steht.
Es ist ja nicht so, dass der Kronprinz automatisch ein guter Anführer ist, im Gegenteil. Oftmals liegt sogar eine vernünftige Arbeitsteilung vor. Der König ist zuständig fürs Repräsentieren, |
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für die Blut-Schweiß-und-Tränen-Rede und bisweilen auch für die richtig schmutzigen Tricks. Ja, er nervt, der König. Aber manchmal ist er auch brillant. Er hat Charisma. Kronprinzen dagegen erledigen den Tageskram, die Verwaltung, sie sind beliebt bei den Mitarbeitern. Oft sind sie respektierte Fachleute: Wolfgang Schäuble als Innenpolitiker, Jogi Löw als Fußballtrainer, Prinz Charles als Öko-Bauer. Nur Charisma haben sie nicht. Der König ist ja nicht blöd, er zieht sich doch nicht seinen eigenen Konkurrenten heran.
Der neue TrainerLopez hat trotzdem eine Chance. Denn erstens war er nicht lange genug Kronprinz, als dass man sich nicht mehr an seine guten Jobs in Stuttgart, Innsbruck oder Istanbul erinnern würde. Und zweitens wäre er unter normalen Umständen nie Trainer bei Nautico geworden. Auch das spricht für ihn. Wie aber kann er aus dem gigantischen Schatten vom König herauswachsen?
Ganz einfach: Lopez muss 2008 einfach nur aufsteigenr werden, am besten sofort.
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14.07.2006 12:35 -
LopezSolluna -
Náutico FC
(Archiv)
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