Die Tiko FC d’Antsirabe sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf.
War man doch im letzten Jahr noch zweitklassig, so hat man sich in der ersten Saison in der Tana League sehr gut verkauft. Platz 7 ist hervorrgand. Trotzdem verließ der bisherige Trainer zum Halbjahr das Team und ein neuer Trainer musste verpflichtet werden: Guruwitsch II. Ein sehr junger Trainer, der
bereits letzte Saison in Japan beachtliche Erfolge feierte, bevor er aus zeitlichen Gründen das dortige Amt aufgeben musste. Die neue Aufgabe in Madagascar möchte er gewissen haft angehen und erfolge feiern, allerdings wird das mit einem Blick auf die Verletztenliste des Tiko FC d’Antsirabe sehr schwer werden am Ende der Saison auch nur annährend in dieser Tabellenregion zu landen.
Nach zwei mehr als dürftigen Leistungen an den letzten beiden Spieltagen befindet sich die Mannschaft von Chongqing Lifan nun nur noch auf dem 9ten Platz. Zwar schoß man beim Heimspiel 4 Tore, ließ aber auch genau so viele zu. Auswärts gibt es bei Chongqing Lifan weiterhin nichts neues. Abermals musste eine Niederlage auf gegenerischen Rasen hingenommen werden. Dies soll sich in den nächsten Spielen jedoch ändern!
Das ist die Devise für die 2 kommenden Spiele. "Wir wollen 6 Punkte holen, aus den nächsten 2 Spielen, koste es was es wolle", so Guruwitsch bei der Pressekonferenz am Donnerstag. 2 direkte Konkurenten um die vorderen Plätze sind die Gegener: So spielt man bei Shenzhen Pingan und zuhause gegen das mit sehr viel Potential ausgestattete Team von Tianjin Taida.
Man darf gespannt sein, ob die Erfolgsstory in Lifan weitergeht.
Sensations 5:0 für Chongqing - Trainer Guruwitsch trotzdem stocksauer!
Unfaßbar, Unglaublich, Phänomenal! Es ist schwierig die passenden Worte für das heutige Fußballspektakel in Chongqing zu finde. Die ganze Stadt befindet sich im Ausnahmezustand nach dem völlig überraschenden 5:0 gegen Shenyang Jinde und der damit verbundenen Tabellenführung. Die Freude ist riesengroß - jedoch nicht bei allen: Trainer Guruwitsch zeigte sich sehr enttäuscht ob der angeblichen Disziplinlosigkeit seiner Mannschaft. "Meine Jungs sind ein disziplinloser Haufen! Die Mannschaft hielt sich in der zweiten Halbzeit nicht an meine taktischen Anweisungen. Anstelle Kräfte für die kommenden schweren Spiele in Shanghai und zuhause gegen Liaoning Bodao zu sparen wurde lieber Jinde gedemüdigt! Das ist für mich nicht zu akzeptieren. Wenn ich von meinen Spielern verlange aus dem Fenster zu springen, dann erwarte ich, dass
sie dies auch tun", gab Guruwitsch als Grund für seine Wut fehlende Loyalität an. "Aber die werden sich wundern. Ich spiele in Zukunft vermehrt mit Jugendspielern, die tun wenigstens was man ihnen sagt. Ob wir gewinnen oder verlieren spielt für mich dabei absolut keine Rolle."
Ob Guruwitsch dies wirklich ernst meint oder nur noch mehr mediales Interesse auf sein Team, das noch immer ohne Trikotsponsor dasteht, ziehen möchte ist ungewiss. Doch ist Guruwitsch gemeinhin als durchgeknallt und idealistisch bekannt. Seine Trainings- und Teambildungsmaßnahmen gelten als sehr umstritten. So ließ er sein Team in der Vorbereitung zur Kräftigung eine Woche lang in den Wäldern Kanadas als Holzfäller und später in Alaska als Walfänger arbeiten. Doch so lange sich der Erfolg einstellt ist der Vereinsführung jedes Mittel recht!
Die 20. Saison steht vor der Tür und die Vorbereitungen dafür laufen bei Lifan auf Hochtouren. Ganz Chongqing fiebert dem ersten Heimspiel gegen Shenyang entgegen. Auch die Spieler sind heiß auf die Saison, was vor allem daran liegt, dass mit dem Saisonbeginn auch endlich die schweißtreibende Vorbereitung ein Ende hat. Guruwitsch II macht seinem Schinder-Image alle Ehre und gab seinem Team im Trainingslager in der Wüste Gobi den letzten konditionellen Feinschliff. "Im Vorjahr gingen die meisten Spiele in der Schlussviertelstunde verloren." Dies solle sich dieses Jahr ändern: "Eine bessere Kondition bedeutet bessere Konzentration. Die Leichtsinnsfehler zu Spielende müssen ein Ende haben", philosophierte Guruwitsch am Rande der Manschaftsvorstellung. Kein Spieler verließ das Team, die
Drohung des Vereinspräsidenten Xe Mu Kuh Lu, jeden abwanderungswilligen "Vereinsverräter" nach Sibirien verschleppen zu lassen, zeigte somit Wirkung. Leider konnten keine namhaften Neuverpflichtungen verbucht werden, doch auch dieses Jahr werden wieder 2 junge Talente aus dem Fußballinternat zum Kader der Profis stoßen. Als Ziel gibt Guruwitsch an, den Klassenerhalt so früh wie möglich zu sichern und nach Pflichterfüllung in der Kür noch etwas die großen zu ärgern. Mit einem einstelligen Tabellenplatz gibt man sich dieses Jahr zufrieden, bevor dann im Folgejahr der Sprung in die AFC-Cup-Ränge folgen soll. Man darf gespannt sein, was die jungen Wilden aus Chongqing im Stande sein werden - ein Heimsieg zu Beginn gegen den Favorit aus Shenyang käme sicherlich einer kleinen Sensation gleich.