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Copa Mundial · Weltmeisterschaft
8. Copa Weltmeisterschaft Endrunde
Saison 43 · Modus direkt_endrunde · 32 Endrunden-Slots
UruguayUruguayCésar Luis Menotti philosophiert zur WM
CASABLANCA – César Luis Menotti, Co-Nationaltrainer von Uruguay, Fussballrevolutionär, Literaturkenner, Gelegenheitsphilosoph und professioneller Kettenraucher, hat sich zur WM-Gruppe der Celeste geäussert. Wie gewohnt schweiften seine Gedanken dabei mehrfach vom Fussball zur Weltgeschichte und wieder zurück.

Über den ersten Gegner Schweden sagte Menotti: «Eine interessante Mannschaft. Auf der Trainerbank hervorragend besetzt mit fubinini und Dr. P. Pacult. Früher hatten die Schweden Wikinger, Langschiffe und Zlatan Ibrahimovic. Heute haben sie noch fubinini und Dr. Pacult. Das ist auch nicht schlecht. Aber die Ein-Mann-Armee Zlatan marschiert nicht mehr über die Schlachtfelder des Weltfussballs und der letzte Wikinger, Erling Haaland, hat sich leider als Norweger herausgestellt. Das macht die Sache kompliziert.»

Auch über Tunesien verlor der Argentinier einige Worte: «Tunesien ist gefährlich. Sehr gefährlich sogar. Das sind genau die Mannschaften, die niemand auf dem Zettel hat und die am Ende allen die Suppe versalzen. Mit Don Hernàn und Moreno Deus verfügen sie über grosse Qualität. Wenn man gegen Tunesien spielt, muss man bereit sein zu leiden. Fussball ist schliesslich Leiden, Hoffnung und gelegentlich ein gut getretener Eckball.»

Besonders respektvoll sprach Menotti über Österreich: «Der amtierende COPA-Weltmeister. Eine Mannschaft, die bei den Buchmachern hoch im Kurs steht. Die Österreicher sind wie ein guter Kaffee in Wien: stark, heiss und man unterschätzt die Wirkung besser nicht. Sie verfügen über Erfahrung, Qualität und vermutlich auch über einen ausgearbeiteten Plan. Das allein macht sie schon verdächtig.»

Und Uruguay?

Hier zog Menotti lange an seiner Zigarette, blickte in die Ferne und antwortete: «Was haben wir zu bieten? Wahrscheinlich zu wenig, wenn man die Experten fragt. Zu wenig Stars und vielleicht sogar zu wenig Vernunft. Aber Fussball wurde nicht erfunden, damit immer die Favoriten gewinnen. Wir haben elf Spieler, ein grosses Herz, einen noch grösseren Traum und die feste Überzeugung, dass man Berge versetzen kann, solange niemand vorher nachrechnet, wie schwer sie sind. In dieser Gruppe sind wir vielleicht Aussenseiter. Aber Aussenseiter waren schon oft die Helden der schönsten Geschichten.»

César Luis Menotti 05.06.2026 22:38 (Bonus erhalten)


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