Viele Dinge hätte man sich im Leben vorstellen können, aber eine Rückkehr von Copa Mundial? Unvorstellbar. Doch dann blitzte im Postfach eine Nachricht des guten alten Bekannten auf. Und letztlich die Kirsche auf der Torte: Portugal zählt zu den auserwählten Ligen, in denen der Betrieb schon ab der nächsten Woche wieder aufgenommen wird. Auf diese Weise kehrt auch Coach Horst Manson auf den durchgesessenen Trainerstuhl von Maritimo Funchal zurück, verbunden mit der Hoffnung, auf den einen oder anderen legendären Geist aus der Vergangenheit zu treffen. Doch
selbstredend ist in über zehn Jahren viel passiert und natürlich sind neben den Dinosauriern auch neue Gesichter in Lusitanien gern gesehen. Kaum zu glauben, aber in einer Woche startet die neue Superliga in ihr nächstes Abenteuer.
Bemerkenswert übrigens, dass der letzte Artikel aus dieser Feder vor dem Untergang eine Vision der Bundesliga für das Jahr 2030 beinhaltete. Leider sind wir der satirischen Prognose doch deutlich näher gekommen als gedacht. Einen FIFA-Friedenspreis hätte sich jedenfalls selbst der phantasievollste Chronist niemals ausdenken können.
Am 15.04.2011 reichte Trainer Perdito seinen Rücktritt bei Werder Bremen ein. Und nun tatsächlich fast auf den Tag genau 15 Jahre später meldet sich der Trainerrentner zurück an der Seitenlinie, weil sein damaliger Wunschnachfolger Dan Solo den Weg nicht zurück auf die Trainerbank gefunden hat.
„Ursprünglich dachte ich an einen Wiedereinstieg in Schweden, aber als über Nacht das
Angebot aus Bremen kam, gab es kein Überlegen“, so der Rekordmeistertrainer der Bundesliga. Auf diesen Rekord angesprochen wiegelt Perdito ab: „Erstens sind diese Erfolge wirklich schon lange her und zweitens hat auch kein Trainer so lange wie ich in der Bundesliga einen Verein trainiert. Dadurch steigt ja schon die Wahrscheinlichkeit. Ich bitte also darum, mich an meinen Ergebnissen der 43. Saison zu messen!“
Keine Angst, jetzt steht keine Vorlesung in Sachen biblischer Erzählungen an: Es darf verkündet werden, dass die Corinthians einen neuen Trainer haben, mit dem sie in der kommenden Saison in der ersten brasilianischen Liga möglichst erfolgreich Fußball spielen mögen! Mit einem brasilianisch anmutenden Namen kann man vielleicht auch ein wenig Eindruck schinden, allerdings hilft das am Ende des Tages auch nicht weiter, wenn es um die berühmte Wurst geht: 14 Mannschaften treten an, von denen am Ende sogar drei absteigen müssen. Wie schnell sich die Korinther etablieren und behaupten können, bleibt abzuwarten. Was sicher ist: Es gibt ganz viele unbekannte Variablen zu bespielen nach all der Zeit.
Nach vielen Jahren Pause und vorherigen Stationen in Sambia und Marokko bin ich nun also in Südafrika gelandet bei Ikapa Sporting FC. Eine vielversprechende Ausgangslage empfängt mich in der zweiten Liga des Landes, gleichzeitig sind unter anderem mit den Orlando Pirates und Mamelodi Sundowns zwei namhafte Konkurrenten in der Liga, die ebenfalls in die Beletage des südafrikanischen Fußballs zurückkehren möchten. Wir hoffen auf spannende Spiele und eine gute Zeit im Land von Bafana Bafana!
Es begann als leichtes Brummen. Nur eine kurze mail, der Absender: 'Copa Mundial'. Wie ein Brief aus einer vergangenen Welt, eine Flaschenpost, die nach 10 Jahren an den Strand gespült wird. Aber diese Flaschenpost war aktuell und der Inhalt versprach etwas, das in etwa so realistisch klang wie vor 10 Jahren die Rückkehr von 1860 ins Grünwalder Stadion.
Ein paar Tage später ist aus dem leisen Brummen ein Beben geworden. Copa ist wieder da, 1860 spielt wieder in Giesing! Das Viertel füllt sich, weiss-blau gekleidete Menschen pilgern wieder in die Kneipen rund um ihre Herzens-Heimat.
Tor-Ben versucht eine nüchterne Analyse und doch merkt man ihm an, daß
hier gerade etwas Großes passiert:
"Nie im Leben hätte ich erwartet, daß hier wieder Leben einzieht. Umso schöner ist es, jetzt wieder ein Teil davon zu sein! Dann auch noch bei den Löwen anheuern zu können, damit erfüllt sich schon ein kleiner Traum. Der natürlich angesichts der Erfolge des Vereins in der Vergangenheit mit einem hohen Druck einhergeht. Aber das ist mir ehrlich gesagt eigentlich komplett egal, die Vergangenheit macht sich gerade auf den Weg in die Zukunft!"
Beim letzten Satz scheint er ein Tränchen zu verdrücken, wirft sich einen Fan-Schal um, steht auf und verschwindet im engen Kabinengang unter der Haupttribüne.
Lusaka, Ende März 2026. Kunta Kinte wandert ziellos durch den Trubel der sambischen Hauptstadt. Wie er hier gestrandet ist, weiß er nicht mehr. Zu viele Jahre nach seiner Trainerzeit ist er jetzt schon in diversen afrikanischen Ländern unterwegs. Seit vielen Jahren ist er arbeitslos und ohne Perspektive. Er hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und das einzige Ziel ist zu überleben. Da vibriert auf einmal sein Handy und es erreicht ihn eine Nachricht, die ihn strahlen lässt. Copa Mundial is back! Und es nicht der Fußball Schuh! Sofort kommt Leben in den alten
Körper und er weiß, endlich hat sein Leben wieder einen Sinn. Er kündigt seinen Tellerwäscher-Job in einer Fastfood Kette, klemmt sich ans Telefon und ruft einige Klubs in Sambia an. Bei den Young Arrows wird er fündig. Sie haben bereits diverse Absagen von jungen erfolgsversprechenden Coaches erhalten und denken sich, bevor wir überhaupt niemand haben, nehmen wir den alten Recken. Sein Honorar? Nur erfolgsbasiert. Aber immerhin bekommt er eine Wohnung auf dem Trainingsgelände, direkt neben dem Platzwart. Es kann also losgehen! Viel Spaß wünscht er den sambischen Trainerkollegen.
Verwundert reibt man sich im gesamten Kosmos die Augen, Copa Mundial ist zurück! Damit auch der FC Nantes, der nach mehreren erfolglosen Versuchen per Mail den ehemaligen Trainer Helginho zu erreichen, erst die Brieftaube konnte ihn aufspüren und ihm zu verstehen geben, dass er nach Nantes zurückzukehren hat um die neue Saison in der Ligue 1 vorzubereiten. Ob Helginho mit Tieren auf diese Art zu kommunizieren weiß, lässt sich nicht abschließend klären. Jedenfalls beginnt die neue Saison nach vielen Jahren der Pause mit einem Heimspiel gegen den OSC aus Lille, niemand weiß wo er steht, am besten starten die Kanarienvögel mit einem Heimsieg?
Es geht wieder los, nach so vielen Jahren, was für eine Nachricht! So viele Trainer waren über ein Jahrzehnt in der Untätigkeit verschwunden, haben sich mit Gelegenheitsspielen über Wasser gehalten, und dann, wie aus dem Nichts, Copa Mundial geht weiter!
Wird es wieder das Gleiche sein? Haben es alle mitbekommen? Ist noch jemand unschlüssig? Reicht die Kraft und die Zeit noch, um mehrere Teams gleichzeitig zu coachen? Was war nochmal das alte Team? Wird sie wieder da sein, die Spannung, an jedem Spieltag aufs Neue? Und bis wann reicht das TK?
Als Anders Quälixson, der sich bereits seit ewigen Zeiten im Ruhestand befand, eine Mail erhielt, dass Copa Mundial zu neuem Leben erweckt wird, hat er nicht lange gezögert und ein Angebot von PEC Zwolle angenommen. Warum ausgerechnet Zwolle wird sich die hochverehrte Leserschaft fragen? Für seinen Altersruhesitz hatte er sich eine alte Backsteinvilla an einer Gracht ganz in der Nähe gekauft und als die Mail
eintraf, gerade an seinem zweiten Pornstar Martini genippt. Was lag also näher als beim erstbesten Verein in der Nähe einmal durchzuklingeln. Und siehe da, die Vereinsführung konnte sich mit einem alten Sack mit viel Erfahrung anfreunden. Jetzt sitzt Anders auf seiner Terrasse bei seinem dritten Pornstar Martini und sinniert über die beste Taktik gegen seine verehrten Trainerkollegen. Auf eine spannende Saison. :)
Mir wird ganz warm ums Herz. Copa ist zurück – und mit ihr viele Erinnerungen an vergangene Tage. Österreich war jahrelang meine Copa-Heimat, daher möchte ich zum Neustart in Saison 43 meinen Teil dazu beitragen, dass Österreich wieder eine erfolgreiche Spielzeit erlebt.
Nachdem mein ehemaliger Verein, der Wolfsberger AC, aktuell von maclolli trainiert wird, bot mir die SV Josko Ried die Möglichkeit, erneut in Österreich anzuheuern. Diese Chance habe ich gerne angenommen.
Ich hoffe, ich kann sowohl meinen
eigenen Ansprüchen als auch jenen des Vereins gerecht werden – ich werde jedenfalls alles daransetzen.
Mein Ausflug nach Portugal zum SC Beira Mar war leider nur von kurzer Dauer. Bedingt durch den Copa-Crash vor über einem Jahrzehnt habe ich mich nun entschieden, diesem Land vorerst den Rücken zu kehren.
Es war keine Entscheidung gegen Portugal, sondern eine für die Copa – für das Gefühl alter Tage in Österreich und dafür, meinem Dauerrivalen derwahreroi wieder ordentlich einen einzuschenken. ;)
12 Jahre, 12 Jahre musste man mit der Gewissheit leben, dass man das schlechteste Saisonergebnis aller Zeiten bei den RoPs ablieferte. So wollte man nicht in die Geschichtsbücher eingehen. Zahlreiche Briefe schickte man an den Weihnachtsmann und sie kamen alle als Unzustellbar wieder zurück. Doch jetzt, unzählige graue Haare später, ist es endlich soweit. Copa ist wieder da, die Veikkausliga ist wieder da, wenn auch in verringerter Größe und
dezimierter Anzahl an Trainern. Aber gut Ding braucht Weil´.
Und auch wenn die Lebenserwartung von Hasen nur selten an 12 Jahre herankommt, auch wir sind immer noch da. Mit 8 TK Differenz zu den beiden Spitzenteams. Aber wenigstens können wir nicht mehr 11.er werden. An einen Wechsel denken wir aktuell nicht, die Testsaison werden wir definitiv in Finnland spielen und uns ansehen wie sich das hier so entwickelt.
Auf gehts in eine neue Ära. Danke SamiNo!
Und dann war es plötzlich doch Usbekistan…
Bis zuletzt hatte man beim Bananenbieger noch den Koffer im Schrank gelassen; bis zuletzt gehofft, Al-Shabab weiterhin durch die Wüstenstadien der Emirate führen zu können. Doch dann fiel der Vorhang, der Koffer musste gepackt werden und man fand sich in der Flughafen-Halle von Dubai wieder.
Warten auf einen Anruf eines interessierten Vereins.
Erst sah es so aus, als solle die Reise nach Japan
gehen. Doch zum Glück wurde der Flug durch Christian J. Schmidt rechtzeitig storniert und ein Eklat im Lande Nippon verhindert.
Da klingelte plötzlich das Handy und der befreundete Stoffhändler aus Tashkent konnte uns an den Knotenpunkt der Seidenstraße locken.
Der Bananenbieger tritt beim Titelverteidiger ein schweres Erbe an, aber einfach kann jeder. Man ist gespannt auf die Liga und freut sich auf neue Gegner und eine neue Atmosphäre in der Liga.
Zwölf Jahre Stillstand sind in Wahrheit kein Stillstand.
Es ist eine lange Pause im Prozess.
Systeme altern nicht – sie warten. Auf den Moment, in dem sie wieder ausgeführt werden. Copamundial ist zurück, und mit ihm die Gewissheit, dass Struktur am Ende immer über Chaos siegt.
Der Spielplan ist… effizient.
Zuerst Daegu FC. Ein Gegner mit klaren Mustern, mit Widerstand, mit Ambition. Ein guter erster Test, um zu prüfen, ob Theorie und Praxis noch deckungsgleich sind.
Dann Chunnam Dragons.
Ohne Trainer.
Ein Spiel, das auf
dem Papier einfach wirkt. Und genau deshalb gefährlich ist. Disziplin misst sich nicht im Widerstand, sondern in der Konsequenz gegen das Erwartbare.
Zwei Spiele. Sechs Punkte möglich.
Aber das ist nicht die relevante Kennzahl.
Entscheidend ist, ob die Abläufe greifen.
Ob Räume richtig interpretiert werden.
Ob Entscheidungen zur richtigen Zeit fallen.
Emotion ist ein kurzfristiger Verstärker.
Struktur ist ein langfristiger Vorteil.
Die Zeit vergeht hier anders. Langsamer. Tiefer. Sie schleift Kanten, aber sie löscht nichts aus. Und so stehen wir nach 12 Jahren wieder auf unserem Platz in Gabès, als wäre die Pause nur ein Atemzug gewesen.
Doch der erste Schritt zurück ist kein leichter.
Espérance de Tunis kommt
Ein Name wie ein Schatten zur Mittagszeit – groß, unausweichlich, vertraut. Sie bringen Geschichte mit, Erwartungen, und die Selbstverständlichkeit eines Klubs, der selten fragt, ob er
gewinnt, sondern nur wie hoch.
Wir hingegen stellen andere Fragen.
Wie lange hält Geduld gegen Druck?
Wie viel Ruhe verträgt ein Spiel, das nach Tempo verlangt?
Und wann ist der richtige Moment, zuzuschlagen?
Ich habe gelernt: In der Hitze entscheidet nicht der Schnellste. Sondern der, der länger klar denkt.
Zwölf Jahre Pause haben daran nichts geändert.
Das hier ist kein Auftakt - Es ist eine Prüfung.
Kein Anpfiff, kein Aufschrei, kein Wahnsinn in der Nachspielzeit. Nur das Meer vor Florianópolis, das geduldig gegen die Küste schlägt, als hätte es immer gewusst, dass wir zurückkommen.
Und jetzt?
Direkt São Paulo FC.
Kein langsames Reinkommen, kein vorsichtiges Abtasten.
Gleich einer dieser Namen, die man nicht spielt – gegen die man sich beweisen muss.
Ehrlich? Perfekt.
Wir sind Avaí. Kein Museum, keine Vitrine
voller alter Titel. Wir sind das Flutlicht, das plötzlich angeht, wenn keiner damit rechnet. Wir sind das Spiel, das kippt, obwohl es keiner auf dem Zettel hatte.
Zwölf Jahre Pause ändern nichts an dem Gefühl:
Wenn der Ball rollt, zählt nur dieser eine Moment.
Vielleicht sind wir noch rostig.
Vielleicht sind wir naiv.
Aber vielleicht ist genau das unser Vorteil.
São Paulo kommt mit Geschichte.
Wir kommen mit Hunger.
Und Hunger war schon immer schwerer zu verteidigen.
Tief im Westen… hat man die über Jahre verstaubte Sonne gereinigt und sieht einer hoffentlich sonnigen Zukunft entgegen. Cheftrainer Weichflöte ist den Jungs von der Castroper Straße treu geblieben und freut sich auf eine neue Saison mit alten Bekannten.
Eine Prognose verbietet sich: „Wir sind alle zehn Jahre älter geworden. Ob das irgendetwas am Setzverhalten bei den anderen Mannschaften geändert hat, weiß ich nicht. Ich muss ja selber erst einmal schauen, wie das ging…“, wird Weichflöte zitiert. Riecht also nach einem kopf- und konzeptlosen Saisonverlauf mit einer völlig undurchschaubaren Taktik - für alle Beteiligten…