Am vergangenen Spieltag gelang Paris Saint Germain ein deutlicher 4:1 Auswärtssieg gegen Montpelier die damit das Schlusslicht der Tabelle bilden. Damit wahrt man in Paris die Chance auf das internationale Geschäft in der nächsten Saison. Man ist aktuell zwar nur Tabellensiebter aber der Abstand zu den begehrten Plätzen ist gering. Nun Folgt ein Heimspiel gegen einen direkten Kontrahenten. Ich denke wir sind uns alle einig, dass wir uns auf ein Torfestival freuen können. Wer aus diesem Duell als Sieger hervorgeht mögen wir aktuell aber noch nicht prognostizieren.
Eine neue Halbserie ist wie ein neues Leben, soll Nashville SC Trainer Floberle in der vergangenen Woche nach dem Training unter der Dusche gesungen haben. Na ja, sehr fragwürdig, was die gesangliche Ausführung anging, aber von der Hand zu weisen ist es ja auch wieder nicht. Nach dem katastrophalen Saisonstart mit fünf Niederlagen aus sieben Spielen konnte man sich zwar zwischenzeitlich bis auf den siebten Platz nach oben arbeiten, aber genauso schnell, wie man im oberen Tabellendrittel angekommen war, stürzte man am darauffolgenden ZAT wieder auf Rang 17 ab...
Viel auf und ab also... Mal sehen, wie die Rückrunde läuft! Eine neue Halbserie ist wie ein neues Leben
Die Rückrunde geht schon wieder gut los... Die Free State Stars sammelten an ihren ersten beiden Spielen der Rückrunde nur einen Punkt. Diesen gab es auch noch auswärts bei Aufsteiger Moroka Swallows, wo man sich torreich 4:4 trennte. Die Auftaktpartie gegen Bloemfontein Celtic mit 1:3 verloren... Hat sich Floberle vielleicht mit seiner Behauptung das es ja nur noch einen Absteiger zu erspielen gibt zu weit aus dem Fenster gelehnt und wird nun ein Opfer seiner eigenen Überheblichkeit? Schon möglich...
Es gab bereits einen Anruf von Trainer
Floberles Ex-Club Espérance Sportive de Tunis aus Tunesien. Ein mögliches Fluchtziel wäre also schon in Sicht, sollte es am Ende der Saison in die zweite südafrikanische Liga gehen...
Allerdings stehen die Free State Stars im Confederation Cup in der nächsten Runde. Der Halbfinalgegner sollte in der kommenden Woche veröffentlicht werden. "Der internationale Wettbewerb ist derzeit das einzige, was mich hier noch hält," soll Floberle hastig einem Reporter gesagt haben, als er mit qualemden Reifen das Trainingsgelände verlies.
Die australische Kolumne D-U-S glaubt noch an eine erfolgreiche Rückrunde von Aufsteiger Brisbane Roar FC mit seinem Trainer Floberle. Mal sehen, wie der Start in die Rückrunde laufen wird. Zum Auftakt des kommenden ZATs geht es zuerst zum Tabellenzweiten Adelaide United, ehe man im eigenen Stadion den Tabellenzehnten APIA Leichhardt Tigers empfängt. Der Start in die Rückrunde ist derweil recht ordentlich in die Hose gegangen. Gegen den Tabellenführer Wollongong City Wolves gab es zwar ein 0:3, ehe man zuhause gegen ein 4:5 Niederlage gegen Melbourne Victory FC hinnehmen musste. Der Lizenzantrag für die Hyundai A2-League wurde allerdings bereits abgegeben...
Vor dem Start in die Rückrunde lud Trainer Floberle seine Mannschaft zu einem Teambuilding. Es ging ins Tiroler Außerfern, genauer gesagt nach Reutte. Dort wurde die Burgenwelt Ehrenberg besucht. Diese bietet einiges an Abwechslung. Neben der Besichtigung der sehr nett renovierten Ruinen der Burg Ehrenberg und der Festung Schlosskopf kann man auch noch das Fort Claudia besichtigen, welches auf dem Berg auf der anderen Seite der Burg und der Festung liegt. Verbunden ist das ganze durch eine über 100 Meter hohe Hängebrücke, damit auch der Nervenkitzel nicht zu kurz kam. Mal sehen, was zum Start in die Rückrunde hängen geblieben ist.
Nun gastiert man also beim regierenden Meister, dem wandelnden Pornobalken und Träger wallenden Haupthaars mit der Krankenkassenbrille, die seinen Blick allerdings genug schärft, um eben die Feinheiten der p. t. Trainerschaft und deren taktische Ausrichtungen erkennen zu können. Wie wird es die Abteilung Edelstahl diesmal anlegen? Punkte gegen einen präsumptiven Titelverteidiger, also Glorie der werten Kollegen? Oder einfach egoistisch sein? Hm. Immer diese Entscheidungen. Etwas, womit sich die Hochofenpartie ohnehin nicht immer so leicht tut.
was war den da los sowas hat man ja noch nie gesehen alle beide auswärts spiele haus hoch verloren ob wohl Mann sehr gut ins spiel kam aber trotzdem verloren Mann hat sehr gut angefangen aber dann ganz schnell abgebaut und dann beide auswärts spiele aus der Hand gegeben und dann nicht mehr nachgelegt das heim spiel konnte Mann zwar gewinnen aber nichts des do trotz hat Mann jetzt den Anschluss an der spitze und den aufstieg verloren jetzt müssen wir erst mal schauen wo Mann wider die pinkte reinholt
Der FC Hansa Rostock ging am letzten ZAT auswärts bei Eintracht Frankfurt leer aus und verlor knapp mit 0:1. Wenigstens konnte das Spiel gegen Hessen Kassel ebenfalls knapp gewonnen werden. Damit rangiert der FCH im Mittelfeld, mit wenigen Ambitionen nach oben. In der nächsten Spielrunde empfängt man daheim im Ostseestadion Bayer 04 Leverkusen, bevor es zu Rot-Weiß Oberhausen geht. Zwei Gegner, die nur schwer auszurechnen sind und die mit höchster Konzentration bespielt werden müssen, wollen die Hanseaten nicht weiter abrutschen.
Die Yokohama F. Marinos sind gut in die Rückrunde gestartet. Gegen Shonan Bellmare gelang daheim ein knapper 1:0-Sieg und auswärts bei Cerezo Osaka konnte man mit einem 2:1 ebenfalls drei Punkte einfahren. Dieses Elan wollen die Marinos mitnehmen, um möglichst bald die Abstiegsränge zu verlassen. Dafür gilt es zunächst bei Consadole Sapporo zu bestehen und auch daheim die Fans gegen Tokushima Vortis wieder mit ins Boot zu ziehen. Keine leichten Aufgaben, aber das wird keinen der verbleibenden Spiele.
Von unserem Korrespondenten, dem die Möbeltrümmer zählt und seit 45 Stunden die Uhr anstarrt und nicht mehr blinzelt
Der 9. Oktober ist in aller Munde. Jeder Sender, jede Zeitung, jeder Taxifahrer von Monterrey bis Mexiko City spricht davon. Nur einer hat keine Ahnung: Pepeke Guevara. „9.10.? Qué chingados ist am neunte Oktober?“, murmelt er und starrt auf seinen Handrücken, wo die Tinte schon verschmiert ist. Die Ungewissheit macht ihn nervös, so nervös, dass er das Tequilaglas zum ersten Mal seit Wochen länger anschaut, als er es leert.
Da klopft es. Guevara erstarrt. „Wer kann das sein? Seit Popoke weg ist, kommt niemand mehr. Nicht mal der Pizzabote traut sich.“ Er schleicht zur Tür, und dann steigt ihm ein Duft in die Nase. Vertraut. Und diesmal tatsächlich: Jasmin. Morgentau. Und etwas, das sich verdächtig nach Liebe anfühlt. Er zittert. Langsam öffnet er die Tür einen Spalt und blinzelt hinaus. Seine Augen werden so groß wie die Zitronen aus Pachuca.
„POPOOOOOKEEEEE!“
Er reißt die Tür auf, presst sie an sich, wirbelt sie durch die Wohnung. Die wenigen Möbel, die seinem letzten Wutanfall noch standgehalten hatten, geben nun unter der Last der Freude nach. Der Tisch kracht. Der Stuhl seufzt und stirbt. Don Julio duckt sich.
Dann stoppt er. Das Foto! Er setzt sie sanft, aber erstaunlich zügig ab und weicht einen Schritt zurück. „Popoke, du ware bei diesse ’erbster? Wass ssolle das? Du biss mi amor des Lebens, mi vida! Un ausgerechnet diesse pendejo?!“ Dem angeblich KI-generierten Bild glaubt er sowieso nicht. Er verschränkt die Arme. „Rede, mujer!“
„Du Dummerche“, sagt Popoke und streicht ihm über die Wange. „Ich ware doch nur da, um diese Widerling auszuspioniere. Ich habe ihn verführt, Nähe gezeigt, so getan als ob. Diesse notgeile, sssabbernde Kerl konnte natürlich nicht widerssstehe. Haare, Fingernägel, ein bisschen Sssabber, alles habe ich mitgenomme.“
„Du hast ihm die Fingernägel geschnitten?“
„No mi amor, diesse Idiot hat sich beim Aufknöpfen seiner pantalones vor Aufregung selbst eine abgebroche.“
Jetzt haben wir genug für eine neue Fluch. Un glaub mir, diesse wird gigante!
Orale, jetzt ich verstehe, warum
du bist gegange. „Siii´mon, ich musste gehen, sonst hättest du nie geglaub was für Heuchler diesse ´erbster is,“ erwidert sie. „Hier, ich 'abe noch eine Brief von ihm dabei. Er 'at ihn in meine Name geschrieben.
Guevara nimmt den Umschlag, hält ihn unter die Nase und rümpft sie sofort. Er riecht nach diesse ‚erbster. Ohne ihn zu öffnen, legt er ihn beiseite, wie einen nassen Hund.
Langsam beruhigt er sich, ganz glauben kann er es aber noch nicht. „Dieser ’erbster redet schon von Frauenhaus und Fakebilder, diesse nasse `und.“
Und plötzlich, mitten im Jasmin. Das Datum. Der 9. Oktober!
„¡Ay, Dios mío!“, ruft er laut. „Jetzt fällt mir ein.“
Er schiebt das Tequilaglas beiseite. Langsam, feierlich, wie ein Mann, der einem alten Freund auf dem Sterbebett die Hand drückt. Zum ersten Mal seit Wochen bleibt sein Blick klar. In seinen Augen, eben noch glasig vom Don Julio, lodert etwas, das man in Monterrey schon für ausgestorben hielt: der Tiger.
„Das Derby, mi amor“, ruft er, und seine Stimme bebt wie die Erde vor dem großen Beben. „Es komme. Und diesmal Pepeke Guevara nicht kämpfe für Punkte, nicht für Tabelle. Er kämpfe für Ehre, für Liebe, für Popoke!“
Die Motivation steigt in ihm auf wie Lava, heiß, gewaltig, unaufhaltsam. Die Adern an seinem Hals pochen, die Fäuste ballen sich, und irgendwo im Hintergrund, so schwört der Korrespondent, setzt unsichtbar ein Mariachi-Orchester ein.
Ganz Mexiko hält den Atem an. Roquo, der Starpsychologe von den Pumas, zückt interessiert sein Notizbuch, denn so ein Fall sprengt jedes Lehrbuch. Fubini, der noch immer seine Anna sucht, wischt sich verstohlen eine Träne aus dem Augenwinkel. Und die Guadalajara-Gang, Maverick und El Campeche, starren auf den Bildschirm wie auf das Finale einer Telenovela, die Hände vor dem Mund, die Popcorntüten längst vergessen.
Juan Ladron hält es nicht mehr aus. Die Spannung, die Wucht dieses Aufeinandertreffens, das Zittern in der Luft: zu viel für sein Nervenkostüm. Mit bleichem Gesicht winselt er: „Das ist mir zu heftig“, und verzieht sich.
Die Glenfield Rovers bleiben in dieser Saison eine Mannschaft der Gegensätze. Nach dem zwischenzeitlichen Höhenflug bis auf Platz 5 und dem anschließenden Absturz auf Rang 11 konnte sich das Team von Trainer stevefire nun zumindest wieder um einen Platz verbessern.
Zunächst setzte sich allerdings der zuletzt negative Trend fort. Bei Central United FC blieben die Rovers ohne Chance auf Punkte und mussten sich deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Damit kassierte Glenfield bereits die vierte Niederlage aus den vergangenen fünf Spielen – und erneut blieb die Mannschaft bei einer Niederlage ohne eigenen Treffer.
Umso wichtiger war die Reaktion gegen Caversham AFC. In einer deutlich engeren Begegnung
behielten die Rovers diesmal mit 3:2 die Oberhand und sicherten sich drei dringend benötigte Punkte. Nach den zuletzt häufig sehr deutlichen Ergebnissen war es diesmal ein knapper Erfolg, der Glenfield wieder etwas nach vorne bringt.
In der Tabelle stehen die Rovers damit auf Platz 10. Das vor der Saison ausgegebene Ziel Rang 9 ist also wieder unmittelbar vor Augen. Nach dem zwischenzeitlichen fünften Platz dürfte man in Glenfield zwar etwas wehmütig nach oben schauen – wichtiger ist momentan aber, den erneuten Abwärtstrend gestoppt zu haben.
Für stevefire und seine Mannschaft ist die Richtung damit klar: Noch einen Platz nach vorne – und das Saisonziel wäre wieder erreicht.
Chicago Fire bleibt in der Spitzengruppe der Major League Soccer. Nach den beiden Auswärtsniederlagen des vergangenen Spieltags zeigte die Mannschaft von scottfire im heimischen Stadion die passende Reaktion und fegte Houston Dynamo mit 5:0 vom Platz.
Damit bestätigte sich einmal mehr, wie stark die Fire in dieser Saison vor eigenem Publikum auftreten. Anschließend ging es zu den San Francisco Seals – und dort war von der offensiven Leichtigkeit deutlich weniger zu sehen. Am Ende stand ein 0:0, mit dem Chicago immerhin einen weiteren Punkt aus der Fremde mitnehmen
konnte.
Vier Punkte aus zwei Spielen reichen, um Platz 3 zu behaupten. Und spätestens jetzt darf man feststellen, dass die Aufholjagd keine kurze Momentaufnahme mehr ist. Vom zwischenzeitlichen 19. Tabellenplatz hat sich Chicago dauerhaft bis in die Spitzengruppe vorgearbeitet.
scottfire dürfte mit dem Zwischenstand bestens leben können. Nach Platz 9 in der vergangenen Saison war zunächst vor allem mehr Stabilität das Ziel. Nun steht Chicago auf Rang 3 – und solange die Fire zu Hause weiter derart brennen, darf der Blick durchaus auch noch ein Stück weiter nach oben gehen.
Totgesagte leben länger – und US Monastir offenbar ganz besonders. Noch vor wenigen Spieltagen dümpelte die Mannschaft von johnfire auf Platz 9 herum, international war das Abenteuer bereits beendet und die Saison drohte frühzeitig in die völlig falsche Richtung zu laufen. Jetzt sieht die Welt plötzlich ganz anders aus.
Gegen Avenir Sportif Gabès ließ Monastir überhaupt keine Zweifel aufkommen und feierte einen deutlichen 5:0-Erfolg. Damit folgt auf das 5:0 gegen Espérance Sportive de Tunis bereits das nächste offensive Ausrufezeichen vor eigenem Publikum.
Viel wichtiger als die Tore ist allerdings der Blick auf die Tabelle: US Monastir steht plötzlich auf Platz 4. Aus dem Krisenklub ist innerhalb kürzester Zeit wieder ein Kandidat für die vorderen
Plätze geworden. Genau jene Konstanz, die johnfire über Wochen vermissen ließ, scheint zumindest langsam Gestalt anzunehmen.
Das frühe internationale Aus im Confederation Cup bleibt ein bitterer Fleck auf dieser Saison. Doch vielleicht erweist sich gerade das als Wendepunkt. Monastir kann sich nun vollständig auf die heimische Liga konzentrieren – und dort ist auf einmal wieder einiges möglich.
Vor wenigen Wochen musste johnfire erklären, warum seine Mannschaft trotz ihres Potenzials auf Platz 9 festhing. Jetzt darf wieder nach oben geschaut werden. Platz 4 statt Krisenstimmung – Monastir ist zurück im Geschäft.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob diese Saison noch zu retten ist. Sondern plötzlich wieder: Wie weit kann Monastir noch nach oben kommen?
Am Wochenende empfängt Vegalta Sendai Mito Hollyhock. Eigentlich eine ganz normale Partie. Eigentlich.
Denn kees van edam hat seit dem legendären Auswärtsspiel, bei dem der Platz angeblich schiefer war als eine betrunkene Rolltreppe, nicht mehr richtig geschlafen. Jetzt ist zwar Heimspiel – doch genau das macht ihm Sorgen.
„Mito wird versuchen, unseren geraden Platz zu manipulieren. Wenn der Rasen nicht schief ist, machen sie eben den Horizont krumm“, erklärt kees, während er mit einer Wasserwaage die Wolken kontrolliert.
Seit Montag trainiert Vegalta deshalb ausschließlich unter realistischen Copa-Bedingungen. Die Spieler müssen Pässe spielen, während Flamingos über den Platz joggen, Gartenzwerge lautstark Abseits reklamieren und ein Staubsauger als rechter Außenverteidiger aufläuft. Außerdem wurden vorsorglich 37 Murmeln auf dem Mittelkreis ausgelegt. Rollen sie los, wird das
Spiel sofort abgesagt.
Mito Hollyhock schweigt bislang. Genau das macht kees nervös.
„Wenn sie nichts sagen, planen sie etwas. Beim letzten Mal war der Platz schief. Diesmal kommt bestimmt etwas viel Schlimmeres.“
Gerüchten zufolge soll Mito versuchen, den Anstoß exakt sieben Sekunden früher stattfinden zu lassen als den Rest des Spiels. Andere behaupten, die Gäste reisen mit einem Ersatzrasen an, den sie in der Halbzeit heimlich ausrollen wollen.
Die Copa-Kommission beobachtet die Lage aufmerksam. Ein Quantenphysiker wurde bereits vorsorglich als unabhängiger Schwerkraftbeauftragter verpflichtet. Er soll überprüfen, ob die Erdanziehung während der 90 Minuten gleichmäßig auf beide Mannschaften wirkt.
kees bleibt dennoch gelassen.
„Ich hoffe nur, dass diesmal nicht wieder das Spielfeld schief ist. Es reicht völlig, wenn die Realität aus dem Stadion fliegt.“
Bei Al Ahly wird die Lage für Emanuel Ginobili langsam ungemütlich. Nach dem bereits bitteren 0:5 gegen Ittihad Alexandria am Spieltag zuvor folgte nun die nächste deutliche Niederlage. Gegen Aswan FC setzte es ein 0:4 – erneut blieb Al Ahly ohne eigenen Treffer und kassierte gleichzeitig vier Gegentore.
Damit hat sich die Situation in der Tabelle weiter verschärft. Nach 14 Spieltagen steht Al Ahly mit 21 Punkten nur noch auf Platz 7. Besonders auffällig: Die Mannschaft hat inzwischen sieben Siege und sieben Niederlagen auf dem Konto – Unentschieden scheinen für Ginobilis Team momentan offenbar keine Option zu sein. Auch das Torverhältnis von 25:23 zeigt, dass zwischen guten Auftritten und kompletten Aussetzern derzeit nur ein schmaler Grat liegt.
Währenddessen bleibt Ginobili bemerkenswert gelassen. Ob die beiden 0:5 und 0:4-Niederlagen Anlass zur Sorge seien? Angeblich nicht. Schließlich habe man damit
immerhin „sehr konsequent auf Gegentore gesetzt“. Ob diese Interpretation auch die Fans überzeugt, darf allerdings bezweifelt werden.
Ein Blick auf die Liga zeigt zudem eine gewisse Besonderheit: Gleich vier Mannschaften – Ghazl Al-Mehalla, ENPPI Kairo, Baladiyyat Al-Mehalla und Mokawloon al-Arab – kommen derzeit ohne Trainer aus. Für Al Ahly dürfte das allerdings kaum ein Trost sein. Trainerlos zu sein ist schließlich etwas anderes, als einen Trainer zu haben, der nach zwei solchen Ergebnissen weiterhin erstaunlich entspannt wirkt.
Viel Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht. Am nächsten Spieltag empfängt Al Ahly Olympic Alexandria, anschließend wartet auswärts Baladiyyat Al-Mehalla. Ginobili dürfte also bald die Gelegenheit bekommen, zu zeigen, ob auf die beiden deutlichen Niederlagen tatsächlich eine Reaktion folgt – oder ob seine Mannschaft weiterhin zwischen Himmel und Hölle pendelt.
Hefte raus: Klassenarbeit! Zum Leidwesen der Leser nur anscheinend in so etwas, das entfernt an Philosophie erinnern soll und nicht in Mathematik oder schwedischer Fussballtaktik. Wie gut, dass in der Oberstufe jeder seine Fächer selbst wählen darf.
Flemmencio vermeidet daneben weiter konsequent jeden Tiervergleich und verteilt lieber Freikarten für das kommenden Heimspiel in Göteborg. Geniale Momente gibt es auch nächstes Wochenende nicht in einschlägigen schwedischen Gazetten, sondern nur auf dem Platz zu bewundern.