Was für eine Woche in Schottland!
Fragwürdige Meldungen aus Edinburgh, grandiose Vorstellung der Nationalmannschaft und der größte Krawallbold der schottischen Liga bekommt ein Ultimatum gestellt.
Doch fangen wir am besten von vorne an:
Eine Edinburgher Zeitung meldete diese Woche, ganz Midlothian feiere die Tabellenführung der Hearts. Wir möchten das sehr in Frage stellen. Ein bedeutender Teil Edinburghs, sicher. Einige aus dem Edinburgher Umland, bestimmt. Letzteres aber als "Midlothian" zu bezeichnen und
damit einer ganzen Region Feierstimmung nachzusagen, ist unserer Meinung nach übertrieben. Klar ist, bleibt der Titel in Edinburgh, wäre das eine beeindruckende Leistung.
WIR WERDEN WELTMEISTER, SHALALALALA.. Schottland feiert seine Bravehearts und gibt sich siegesgewiß. Tolle Leistung Jungs.
Und zum Schluß noch eine Meldung aus Brechin: Der Verein hat dem Trainer ein Ultimatum gestellt. Danach wird eine Platzierung, die schlechter ist, als die vorherigen Platzierungen des Trainers nicht akzeptiert werden. Da Uruk steht also sehr unter Druck.
Zuersteinmal: Gratulation an unsere Nationaltrainer. Eine unglaubliche Leistung und vielleicht am Ende ja auch die Portion Glück, die es braucht, um zum Schluss ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Der Weltmeistertitel ist möglich! Zeigt es ihnen Jungs! Ganz Schottland drückt die Daumen (und ich leider zusätzlich nur die Banner, aber immerhin etwas ;-)).
Zur geplanten Adelung des Trainertrios blickt man allerdings mit gemischten Gefühlen. Schottische Nationalhelden mit englischen Adelstiteln?!? Für einen Rangers-Trainer vielleicht noch vertretbar, aber für die anderen beiden. Auf die Reaktion von Thies und Quälix Magath wartet die Redaktion allerdings auch noch.
"Sehr geehrter Da Uruk. In der schottischen Presse sind letzte Woche Spekulationen aufgetaucht, die uns veranlassen einmal nachzufragen: Was sind ihre Ambitionen für diese Saison?"
"Unsärä Ambitionän?!?" (Er tuschelt mit einem kleinen Mann im Anzug, bis ihm ein Licht aufzugehen scheint.) "Ah, wat wia erraichen wollen tun. Nun, vielä Valetzte bei alln Gegnan un vorn Rangas landn. Un wänn möglich, intanational spielän. Diesma bessa!"
"Äh, gut danke, Da Uruk. Nun noch eine kurze Frage zum heutigen Spiel: Wird Thies im Glebe Park sein und seine Mannschaft unterstützen?"
"Ich hoffä es!"
"Danke für dieses Gespräch, Da Uruk"
Ein ganz normaler Tag in Schottland. Überall taumeln betrunkene Bravehearts durch die Gegend und grölen vor sich hin.
Grund (für diejenigen, die tatsächlich einen Grund brauchen) ist entweder die glorreiche Leistung der schottischen Nationalmannschaft (Gratulation, Gratulation!), Derbys in Dundee oder Glasgow, oder einfach der grundsätzlich gute Saisonablauf in der Liga.
Letzteres können insbesondere der Herbstmeister Kilmarnock, sowie Magaths Dundee FC feiern. Beide werden wahrscheinlich die Meisterschaft unter sich ausmachen (obwohl die Premier League immer für Überraschungen gut ist). Insbesondere die Mehrzahl an Heimspielen gegenüber den direkten Konkurrenten ist ein Vorteil.
Für Brechins Fans ergibt sich diese Woche ein gewohntes Bild: Platz 3.
Seit dem Aufstieg verbringt man hier einen Großteil der Saison und jedesmal das Saisonende. Keine schlechte Position, sicherlich. Abgesehen davon, dass es dieses Jahr nicht gerade leicht wird, diesen Platz erneut zu erreichen, erwarten die Fans auch mal eine Steigerung. Zumindest sollte man international mal was reissen, oder den Platz an ein fähigeres, schottisches Team abgeben.
Also, derzeit herrschen Melancholie und Trübsal in Brechin, trotz des guten Platzes. Damit sich das ändert, müsste mal wieder Blut spritzen im Glebe Park.. Zu Gast sind die Spieler von Dundee United, herzlich Willkommen!
Nachdem nun zwei Wochen seit dem sehr kurzen, aber dennoch unrühmlichen Verschwinden Da Uruks vergangen sind, traute sich ein mutiges Reporterteam den knapp 2,10m großen, mit grünlicher Haut unheimlich aussehenden, gefürchteten Trainer Brechins auf diese alte Geschichte anzusprechen.
"Da Uruk, man hat Thies an jenem Abend betrunken aus der Loge kommen sehen, Sie jedoch erst
später besinnungslos gefunden. Hat der Meistertrainer Sie tatsächlich im Kampfsaufen besiegt?"
"Hm, schwierigä Fragä.. (lange Pause) .. Muss da Thies dafüa noch da gewesen sein gewesen?"
"Äh, wie meinen?"
"Nuuuuuun, da guta Thies ist besoffn weggegangn un ich hab da andere fünf Flaschen Whisky geleart. So war das gewesn!"
"DORFCLUB?!? DORFCLUB?!?", der stämmige Trainer Brechins, Da Uruk, tobte auf der letzten Pressekonferenz, "der kann was erlebän, den moschen wir wech! Der wird mehr Tore kassieren tun, als in allen Spielen zuvor!!"
Bedenkt man die Verletzungsserien, die Brechin bei den Gegnern in Gang zu setzen in der Lage ist, kann man gespannt sein, auf das Dorfduell. Denn auch
Greenocks 45.000 sind nicht gerade großstädtisch. Spannend wird es allemal.
An dieser Stelle möchten wir auch einen Glückwunsch an die schottische Nationalmannschaft schicken, die die Qualifikation äußerst souverän bewältigte und an die griechische, die die Qualifikation ebenso souverän verpasste.
Unsere herzlichsten Glückwünsche
Seit Beginn der WM-Qualifikation nehmen die Beschwerden über unpatriotische schottische Trainer nicht ab. Rühmliche Ausnahme war am ersten ZAT Brechins Trainer Da Uruk. Der Chefcoach höchstselbst bezeichnete seine Unterstützung großmäulig als selbstverständlich. Doch was passierte dann? Weitere Artikel aus Brechin blieben aus. Gehört nun also auch Da Uruk zum
untreuen Pack?
Die Frage konnte der bescchuldigte leider nicht selbst beantworten, da er seit dem Kampfsieg über den Titelverteidiger aus Edinburgh nicht mehr aufgetaucht ist. Vielleicht aus Angst vor wütenden Attacken enttäuschter Hibs-Fans, die es nicht verwinden können, dass ihre Truppe nicht nur das Spiel, sondern auch zwei Spieler verlor. Brechin bleibt bei der brutalen Spielweise..
Langsam schwindet die Geduld der Fans.
Als der neue, bullige Trainer Brechins damals das Team übernahm und mit einer kompromisslosen, um nicht zu sagen brutalen Spielweise, sich in die Herzen, zumindest der eigenen Fans trainierte, war die Hoffnung groß. Die Hoffnung, es möge immer so weiter gehen.
Aufstieg in der ersten Saison, Platz 3 in der ersten Premier League Saison, UEFA Cup!
Doch dann die Enttäuschung. Aus in der ersten Runde, erneuter Platz 3. Die Latte war zu hoch angesetzt worden. So wohl auch dieses Jahr, es winkt das erneute Aus und in der Liga läuft es auch nicht super. Quo vadis, Da Uruk?
Ein erschreckendes Bild zeigte sich am letzten Spieltag im kleinen Brechin. Da Uruks Jungz fegten Livingston nahezu aus dem Stadion. 6:2 nach Toren, 6:1 gar nach Verletzten und immerhin 2:0 nach roten Karten. Brechin City spielte wie zu alten Zweitligazeiten: brutal, rücksichtslos und ohne Interesse am eigentlichen Fussballspiel. Da Uruk und die Fans waren begeistert. Fraglich ist nur, wie der Rest der Liga diese bedenkliche Entwicklung hin zur Barbarei sieht.
Vielleicht erhofft sich Da Uruk eine milde Behandlung, da er zuletzt, dank seiner eigentlich selbstverständlichen Unterstützung der schottischen Nationalmannschaft sehr positiv im Rampenlicht stand.
Wahrscheinlich bleibt einfach abzuwarten, wie das Spiel gegen den Vorjahresmeister läuft.
Sorgen machen dem schottischen Fussballfan die Schlagzeilen der vergangenen Woche. Der schottische Meistertrainer offensichtlich entführt, Magath nur knapp einer Entführung entgangen und Oleg möglicherweise dank Bestechungsgelder auf Fuerteventura?!?
Als wären diese Tatsachen noch nicht schlimm genug, machen einem die Umstände der einzelnen Geschehnisse fast noch mehr Sorgen.
Thies, sicher nach der Meisterschaft ein wichtiges Standbein des Trainerdreigestirns der schottischen Nationalmannschaft, zeigte was passiert, wenn er abwesend ist: Seine Jungs stehen nur rum und bohren in der Nase, kein Zeichen von Kampf. Ein glückliches 0:0 ohne den Kieler an der Seitenlinie und das auch nur, weil Inverness nur die P-Jugend zum Meister geschickt hatte.
Schlimmer noch die Nachrichten von Quälix
Entführung. <b>Zwei</b> Unbekannte reichten aus um ihn zu überwältigen, beim Anblick einer harmlosen Schraubzwinge an seinen Eiern fiel er sofort wieder in <b>Ohnmacht</b> und der Arzt testete sofort nach Aufwachen die Funktionsfähigkeit seines Lustpfahls. Erschreckend! Ein William Wallace hätte die Entführer noch mit seinem Prengel k.o. geschlagen. Und den perversen Arzt erst recht! Was ist bloß mit den Schotten los?
Und Oleg? Auf Fuerteventura! Dabei wurde ihm doch nach der dritten verpassten Meisterschaft in Folge das Gehalt deutlich gekürzt. Wie kann der Gute sich das bloß leisten? Bestechung?
Hoffen wir also, das alles gut wird in der Quali und wir nicht Opfer einer großen Verschwörung werden. Alles Gute Jungs, fangt Euch und macht sie alle platt. Wie richtige Schotten!!
Was in der ersten Saison noch eine positive Überraschung war, war diese Saison eine Entäuschung: Platz 3. Entäuschung dann, wenn man die Ambitionen des Managements am Beginn der Saison betrachtet. Für den Saisonendspurt war dieser dritte Platz freilich eine große Leistung.
Nichtsdestotrotz möchte man gern mehr sehen in Brechin. National wie international. Hierfür hat das Präsidium diese Saison
erstmals seit Aufstieg in die Premier League Da Uruk wieder freie Hand gelassen. Rigoros tauschte der Trainer daraufhin alle Techniker gegen wahre Bluthunde aus. Zurück zu alten Tagen? Angebracht wäre es, denn in den 36 Spielen der Division One kassierte man weniger Tore als in beiden Premier League Saisons!
Viele Clubs melden für diese Saison große Ambitionen an. Wer es nachher wird? Lassen wir uns überraschen!
Wie es aussieht wird podsi, der Trainer des Livingston FC, am Ende der wortwörtlich lachende Dritte sein. Spätestens nach Weggang der schottischen Trainer- und dänischen Torwartlegende Peter Schmeichel ist der dritte Platz für Brechin City in weite Ferne gerückt.
Aber der Schock sitzt natürlich tiefer, als die Aussicht, sich durch den unbeliebten UI Cup kämpfen zu müssen. Es stellt sich eine viel tiefer gehende Frage:
Bricht Schottland auseinander?!? 6 Trainerwechsel bei 4 Mannschaften innerhalb einer Saison sprechen eine deutliche Sprache. Wohin geht die Zukunft der schottischen Premier League, einst eine der stärksten Ligen Europas?
Wie es aussieht wird podsi, der Trainer des Livingston FC, am Ende der wortwörtlich lachende Dritte sein. Spätestens nach Weggang der schottischen Trainer- und dänischen Torwartlegende Peter Schmeichel ist der dritte Platz für Brechin City in weite Ferne gerückt.
Aber der Schock sitzt natürlich tiefer, als die Aussicht, sich durch den unbeliebten UI Cup kämpfen zu müssen. Es stellt sich eine viel tiefer gehende Frage:
Bricht Schottland auseinander?!? 6 Trainerwechsel bei 4 Mannschaften innerhalb einer Saison sprechen eine deutliche Sprache. Wohin geht die Zukunft der schottischen Premier League, einst eine der stärksten Ligen Europas?
..nur leider nicht für sich. Letzteres ist für einen Trainer in seiner zweiten Erstligasaison an sich nichts besonderes, oder gar besonders entäuschendes. Hoffnung machte den Brechin-Fans dann auch vor allem die schöne Regelmäßigkeit, mit der der Aufsteiger des Vorjahres in seiner zweiten Saison den Titel holte. Dieses Kunststück gelang hintereinander Inverness und Kilmarnock. Eine schöne Tradition, die Brechin nun
zerstört hat.
Dass der Club trotzdem in den Meisterschaftskampf entscheident eingriff, ist eine Ironie des Schicksals. Zusammen mit Dundee FC schenkte man Livingston 11 Heimgegentore ein und erhöhte damit deren Gesamtzahl auf 13!
Glückwunsch also an den neuen Meister und ihm sei versichert, unsere Hilfe war keinesfalls beabsichtigt ;-)! Vielmehr war es ein verzweifelter Versuch doch noch ins Meisterschaftsrennen einzugreifen. Ein Versuch der fehlschlug..
Vielleicht schon nächste Saison könnten sich drei Teams aus Glasgow in der schottischen Premier League tummeln. Neben Rangers und Thistle kommt da der mögliche Aufsteiger Celtic in Frage.
Der katholische Traditionsclub steht derzeit ganz oben in der Divison One. Entweder Celtic, oder Ayr United, einer von beiden wird wohl das Rennen machen. Also, sehr geehrte Kollegen, erweitert Euren Horizont und verfolgt das spannende Aufstiegsduell.
Ob das Meisterschaftsduell noch spannend ist, ist hingegen fraglich. Hauptschuldiger: Da Uruk. Zwar wurde der eine Hauptkonkurrent ausgeschaltet, aber jetzt darf wohl der zweite davonziehen..